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yersselSer Kreigbintt

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Nr. 1

Freitag, den 2. Zanusr

1920

Vor dem Zvlrasllrele« der zrledeos.

Unterzeichnung unter gewisse« Bedingungen, £* Berlin, 81. Dezember. (T. U.) Aus Paris rot

Megierung in Berlin bereit sei, das Protokoll nnter ge- toiiTe# Bedingungen zu unterzeichnen» und zwar beson­ders im Hinblick darauf, daß dann der Friede sofort l« «rast trete.

Ablehnung der deutschen Gegenvorschläge.

< h Rotterdam, 81. Dezember. (S. C.) Reuter Saus Paris vom Dieenstag früh, in bat münd- Verhandlungen mit der deutsche« Delegation die neuen dentschen Gegenvorschläge abgelehnt. gestäudniste der AMertene beschränken sich auf tage«, über die noch verhandelt wird.

Die Regierung zur Unterzeichnung bereit.

** Genf, 31. Dezember. tS. C.) DerTemps* »telbeL in der Sitzung am Dienstag erklärten sich die ^rmtsch-e« zur Unterzeichustug des Schlutzprotokolls bc* M Besprechung der Alliierten in London.

. ** Amsterdam, 81. Dezember. (WTB.)Tele- jtdaf* meldet aus Londmr, der interaMierten Konfe- die Nächste Woche in Paris stattstndet und den kter einer Friedenskonferenz hat, werde ein Ge- mustausch in London vorangeben, an dem sich Ruch italienische Minister beteiligen werden. Sowohl Mcialoja wie Nttti werden nach London kommen.

Die erste VölkerbtmdSkonferenz.

b* Bafel. 8L Dezember. lB. T.) Aus PariS wird

Botschafter ist beauftragt, Wilson zu bitten, ntt(rat davt zu versenden.

der Oberste Rat lterbundsverscwn

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stehend aus Kapitän Tottenham dritte und zwei anderen Offizie­

ll. Dezember

Mt, mit einem brittfu ...------. ----- ,. -------

nu Hamburg eintreffen, um Einzelheiten über Schwtmm- dockS, Kräne und anderes schwimmendes Material in Deutschen Häfen fsstzuftellen.

Die Neutralen geaeu AuSliesernnavo« Deutschen.

««* »Aid, 81. Dezember. (8. C.) Schweizerisch« «Blätter kündigen an. daß die neutralen Staaten gegen Die von Paris ausgehende Forderung nach Auslieferung der in den neutralen Staaten sich aufhiUtenden Deut- . scheu, dir Verbrechen tm Kriege angeschuldigt werden, Siel!itng nehmen werden.

sichimg eines neuen Memoirenwerkes steht bevor. Er danbett sich um die Aufzeichnungen und Briefe des ver­storbenen früheren Chefs des AdmirEabes der Ma­rine, Admirals von WOL aus der KriegSzeit, die am 1. Februar erscheinen sollen.

betet1

Rückkehr aus England, meldet aus London: 5 :tea teilt mit, daß am (

wir nicht, die eine reale Grundlage für die deutschen Be­schwerden und Forderungen bilden und die auf die Ju- terpretation der Bestimmungen des FriedensvertrageS Ecusluß ausüben könnten. . wk.

Verhandlungen über die Besetzuug der Abstimmungs­gebiete.

e* Berlin, 91. Dezember. <B. T.s Die Verhand­lungen des Geheimrats von Simson mit den Entente­bevollmächtigten über die Besetzung der Abstimmnugs- gettete und den Komplex der Fragen, die die Ueber- gängsbesttmmungen betreffen, haben, wie dasB. T.^ erfährt, gestern in Paris begonnen. Der Gang der Verhandlungen, die von beiden Seiten geführt werden, ist befriedigend.

Die FianzpolMb Frankreichs.

Bauern und Mittelstärrbler durchzusetzen, NuSdrvÄ verleihen.

Die Lohsfordenmgey ohne Süds.

w Berli«, 81. Dezember. (S. CZ Nach ein« FRtz stellung tm preußischen Finanzministerium würde bis ErMlluna der bisher erngegaugenen neuerliche« G« Halts-, Loh«- und Te«erun8sforderu«aeu der Beamte«« und Arbeiterschaft des Staates eine Mehraufwe«-«^- von 7 Milliarden Mark im Jahre erfordern, wovon aw rein über 8% Milliarde« Mark auf bot Eiseubahnb«

entfallen.

Umfangreiche Arbeiterentlaffungen in Berlin.

* Berlin, 31. Dezember. (S. C.) Eine große A«- zahl größerer Fabriken i« Berlin zeigt für kommende« Sonuabeud infolge -er Kohlennot umfangreiche Arbei» terentlastungen an.

»^ Berlin, 31. Dezember. lT. U.) Die Leitung der Firma Ludwig Löwe u. Co. A.-G. hat gestern durch An- chlag ihrer Arbeiterschaft bekanntgegeben, daß sie in- olge Kohlenmangels gezwungen fei, den Betrieb des Werkes vo« heute ab zu schließe«. Die gesamte Arbei­terschaft in Stärke von 2800 M<m« ist entlaste« worden.

Die kirchlichen Berha«dlv«ge« t# Berlin.

e-f Berlin, 81. Dezember. lT. tt.) In Bezug ans die wichtigste Frage, die Neubesetzung des Söl«er era« bischöflichen Stuhles, hat sich eine höchst erfreuliche Nebereinfttmmung ergeben. Ferner ist es gelungen, sich über die Methode einig zu werden, nach der die Verhandlungen über die Neugestaltung des Kirch«- rechts geführt werden sollen. Gemeinsam wurde von beiden Teilen dem Wunsch nach mögliLster Beschleu«i- »der Verhandlungen Ausdruck gegeben wie auch ter Einigkeit -errichte, daß die Verhandlungen von allen deutsche» Bundesstaate« gemeinsam geführt wer­den sollen. Die hierzu nötigen Schritte sind bereits ein- geleitet.

Aufhebung des Belaserung^ustandes über Hamb«»-.

**# £uuiuu,H. uif Sfe»»«!. .2- tt) Di' Reist^- regterung hat auf Anregung der Mehrheitssozialist« die Aufhebung des Belagerungszustandes für GroB- Hamburg und für das Freihafengebiet verfügt.

Stimmuvgsnmschwung in Amerika.

* Nenvork, 31. Dezember. Die LiebestÄttst-cht für die Bedrirfniss« tu Deutschland, besonders aber die Sammlung von 100 000 Dollar als Weihnachtsgabe für die deutsche Kinbe^hilfe und die Einstellung der Oppo­sition in Amerika gegen die deutsche Musik scheinen Symptome zu sein für den fortschreitenden Stimm»«-s« «mschW«ng in Amerika gegenüber Deutschland.

Die Balkanfriedenskonferenz.

.>* Amsterdam, 31. Dezember, lieber die Badkay- FrWdeuskonfereuz wird gernelöet, Satz sie in der »SH sten Woche in PariS beginnen soll und 14 Tage dauerk wird Die schwierigste Frage sei die Festsetzung Nt Frie»««HSedi«a««gen für die Türkei. Die griechische Rcgierung verlangt von der Friel^nskonferenz, daß das Mandat für die Verwaltung der alte« türkischen Haupt­stadt Ko«stavtinopel Griechenland übertragen werde.

Neutrale Betrachtuuge« über das Balutaprovlom.

$* Berlin, 31. Dezember. Der Direktor der nieder­ländischen Staatsbank veröffentlicht Betrachtungen ültfr das Balntaproblem. Er betont, daß Deutschland sich nur retten könne, wenn eS die weitere Ausga-s »o* Papiergeld ei«stellt, sonst würden die deutschen Bürgt- dem Hungertoö ausgesetzt werdem

Einspruch gegen die nesen A-tieferungSprämte«.

In der französischen Kammer brächte Klotz feine Am- leiheprojekte ein Der Minister legte die Gründe dar, die eine Umgestaltung der Finanzpolitik itotroenbtst machten. Die Ausgaben während des Krieges beliefen sich auf 220 Milliarden; sechs Prozent der bewilligten Ausgaben seien nicht verbraucht. Die Regierung habe die neuen Steuern nicht vor der Befreiung des Landes einbringen wollen. Die Einkommen hätten zur Be­steuerung noch nicht erfaßt werden können. Aus den Einkommen könnten 1486 Millionen, aus Berkehrs- steuern 1512 Millionen herausgekracht werden. Das Budget weise gegenüber denjenigen vor dem Kriege die drei- bis vierfachen Beträge auf. Die Krregsae- winne müßten besonders heravaezogen werden. Dsutsch- kaud müsse a-uc -^»-»^H^ V^kUchtnuSe- «.«<»« halten. Um die schwebende Schuld zu verringern, müsse der Papiergeldumlauf eingedämmt, die Einfuhr mit der Ausfuhr ins Gleichgewicht gebracht werden. Ein An­trag, der gegen die Steuerfreiheit der Renten gerichtet war, wurde abgelehnt. Schließlich wurde das gesamte Anleiheprojelt mit 491 gegen 64 Stimmen angenommen.

Finanzminister Klotz sagte in seiner Kamvrerrede noch u. d.: Die Schilde« Deutschlands an Frankreich nach dem Friedensvertraq schätze ich auf 200 Milliarden. Für die ersten Fähre nmtz Frankreich die Lasten für die Wieöerherstellnna. die der Feind durchzuführen habe, eilragen. Der Sieger muß also der Bankier des Be- Öten sein. Das tut Fraukretch schon setzt. Es bot an- e oes besiegten Feindes mehr als 25 Milliarden vorgeschofsen, darurrter 10 Milliarden für Kriegs scha­den und eine Milliarde für Pensionen. Die Regierung wird namerültch den Einkauf ran Material und Ma­schinen nach den Ländern lenken, die einen für 'Frank­reich günstigen Wechselkurs haben, also Deutschland, Oesterreich und die Tschecho^Slowakei. Es hat gar kei­nen Sinn, von England und Amerika zu teuren Prei­sen Maschinen kommen zu lasseu, die meistens in Deutschland gekauft sind. SeK-vre behandelte darauf uneder sein Keblittgsthema:Die vollständige Entmaff- ««ng Deutschlands."

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annschaften nach Dentsch-- lesehen von den Fliege" .______________und der deutschen Fu

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Die Antwort der deutsche« Negiern««.

** Berlin, 81. Dezember. (T. 1L) Ruf die Rote Llemenceans über Eupen und Malmedy ist von der Deutschen Friedensbeleaatto« eine Antwortnote über- reicht worden, in der es heißt: Im Jutereste der Be- Wkernug der Kreise Eupen «nd Malmedy, die von ih­rer heimatlichen Regierung Schutz und Hilfe erwarteu Rub in ihrer übergroßen Mehrheit dem Anschluß an Poigte« abgeneigt ist, kann sich nie deutsche Regierung Mit der Antwort der alliierten und assoziierten Reme- xnngc« vom 10. Nov. nicht für befriedigt erklären. Sie Hält es vielmehr für ihre Pflicht. auf ihre in der Note Dom 3. Oktober gestellten Anträge zurückzukommen und In bitte«, daß die alliierten und assoziierten Negiern»» 6e* diese Anträge erneut eingehend prüfen. .

l An einer Note voin 16. Juni hatten die «nttertat Hie Bolksabstimmmtg in den Kreisen Eupen und Mal- Inebu über die künftige staatliche Zugehörigkeit auf die , bleiche Stufe gestellt wie die Abstimmung in ^W'^^. | «Fn der Note vom 10. November haben die Alliserten I im Gegensatz zu den Ausführungen in der Note vom 36. Juni darauf bestanden, daß die Abstimmung unter der Verantwortilug BelaienS stattfinden solle und Satz / das Abstimmungsergebnis erst später dem Völkerbünde Lach seiner Konstituierung zur Genehmigung unter- fcrettet werden solle. Mit Rücksicht auf die vielen Be­schwerden über das Verhalten der logischen Okkupa- »ionSarinec gegenüber der Bevölkerung ist es aber aus­geschlossen, daß die Volksabstimmung unter belgisckrer _ Aufsicht völlig unbeeinflußt erfolgen werde. Die Note her fintierten vom 10. November war in einem ziem­lich gehässigen Tone gehalten. Man wird »aber den Erfolg der neuen deutschen Note hinsichtlich der Ergän­zung der lückenhaften und unklaren Bestimmungen des Artikels 84 des FriedensvertrageS uNd der Einsetzung

unter-

Die Friedensverhandl»ngen mit Ungarn,

llugar« protestiert scho« jetzt gegen sein Schicksal.

Die Liga zum Schutze der Nnversehrthett UngarnS hielt am Sonutag eine von mehreren tausend Personen besuchte Bertannnlung ab, in der ein Beschlutzantrag angenoumm wurde, der Einspruch erbebt gegen einen die Berstümmelnng deS ungarische« Gebiets fördern­de« Friedensvertrag. Der Beschütz wurde dem Vertre­ter deS Ministers des Sluswärtigen sowie dem Präsi­denten der Friedensdelegation, Graf Apponyi, unter­breitet. Der Vertreter des Minis!ers betonte, die nach Neuillv fahrende Friedensalwrdnnüg werde in eiltet Linie bemüht sein, den Bestrebungen zur Wiederher- stelluug der ungarischen Gebietseinheit Geltung zu ver­schaffen. Graf Avvvnvi fithrte ans, die FriedenSabord- nuitst werde um jeden fußbreit Boden bis zur äußerste« Anspanuuna aller Kräfte kämpfen. Ueber daS eudgil- tige Ergebnis der FriedenSverbandlungen werde die Nationalverfammlung zu entscheide« haben.

Die erste Gruppe der ungarischen FriedenSdelega- tion begibt sich am 5. Januar nach Neuilly. Dieser Gruppe werben die Führer der Delegation angeboren. Die politischen Beträte und die wirtschaftlichen Sach­verständigen werde« zu den Beratungen erst später au» gezogen.

Die partikularistische Bewegung in Bayern.

w München, 81. Dezember. (T. U.) Die neue baye­rische Bauernpartei veranstaltete gestern in Regensburg unter riesigem Andrange eine Versammlung der ober« pfälzischen und «tederoayerischeu Bauern, in der Dr. Heim über das Schicksal Bayerns referierte. Er bezeich­nete das unbedingte Festhalten am bundesstaatlichen Charakter des deutschen Reiches als Notwendigkeit. Im zlveiten Teil seiner Rede behandelte dann Dr. Heini die Einigung der Bauern und das Programm, das im Mittelpunkt der gesamten bayerischen Bauernpolitik steht. Die Berbmidlnngen mit »ein Bauernbund seien bereits soweit vorgeschritten, daß die EntMetdung für die nächsten Tage erivartet werden könne. In: Anschluß daran wurden zwei Entschlteßnnge« angenommen, die dein unbedingten Willen, am bundesstaatlichen Eharak- ter des Reimes fcstznhalte« und die Einigung der

** Nürnberg, 81. Dezember. Der Stadtrat vo« Nürnberg beschloß einstimmig, »nergischeu Sinsprmy gegen die «enen Abliefernugsprämien für Brotge- Gerste und Kartoffeln zu erheben, M sie eine Verteuerung aller wichtigen LevenSnrittel mit Insten roeröert.

Französtsche Militärflieger über Baden.

Bafel, 81. Dezember. (6. d.) Französisch« MUt- Äfester sind in den letzten Tagen mehrfach über -w- en und schweizerischen Grenzstädten erschienen.

Die Zahlung der Zölle.

a* Berlin, 31. Dczenrber. tS. C.) Der Reichsfiiwitt- minister hat, wie halbamtlich mitgeteilt wird, Saß Auf­geld für die Zollzatzlnug in Papiergeld auf 900 Prot festgesetzt mit Wirkung vom 1. bis 10. Januar 192a

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Scheidemann beantragt ein ErmittelungSverfabren t-* Berlin, 81. Dezember. (»«.) In 8 auöernteitiger Nachrichten schreibt derL ..«.-»».» . Eienosse Tcheibemann hat bei der Staatsanwaltschaft ist Berlin den Antrag gestellt, ein Verfahren gegen ih« wegen der Beschuldigung eirunleiten, daß er, ti^etix* wann, eine Belobnung aus den Tod Liebknechts und Rosa Luxembnrgs ausgesetzt habe. Obwohl er selbst­verständlich die Wahrheit der Beschuldigung auf daS entschiedenste in Abrede stellt, stellte er den Antrag bei dem StaatSanwalt. Dieser hat Scheidemann bereits mitgeteilt, daß seinem Anträge entspreMend ein Er- mittelungsverfahrcn gegen ihn eingeleitet worden sei.

Der Eisenbahnarbeiterstreik in Magdeburg beendet.

>* Magdebnrg, 31. Dezember. iWTB) D«e EisenbahnarbeiteranSstand ist beendet. Die Arbeit ist in allen Betrieben wieder aufgenoMmen worden.

Gtreikdrodnng im KönigSberger Direktionsbezirk.

* Königsberg, 31. Dezember. (S. E s Elienbahner. versammlungee« im Bezirk Königsberg venbroben beule vormittag, in kommender LToche in den Proteststreik ein* zntreten, falls die erhöhten Teuerungszulagen bis da­hin bewilligt sind.