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1 Dr»ck: L. fsnks OLchöruckere!, f. ö. Schriftleitung verontw. franz f«nk, hersserü.

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j Anzeigenpreise: die einspaltige petitzeik aber j : deren Raum 25 Pfennig, auswärts 30 Pfennig, ^ftteil Ulk. J, / fernfpredjer Hummer 8, :

1920

»BBS«

Lese Gefahren.

Die Gefahren, die unser Wirtschaftsleben und im Zusammenhänge damit auch die innerpolstische Lage wieder aufs neue schwer bedrohen, werden täglich grö-

Mled«««k der Fordern rrses.

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........ . ...... ..... wenn die neuen wirt- iftlichen Bewegungen wieder zum Ausgangspunkt Inäckiger sozialer Kämpfe werden. Besonders be- . Mich ist die Gärung unter den Eisenbahnarbeitern, die schon heute in vielen Direktionsbezirken ihre Schat­ten auf das Verkehrswesen wirft. Es ist zwar nicht ab- zuleugnen, daß die Lebensmittelteuerung im letzten Jahre eine derartige Steigerung erfahren hat, daß sie schlechthin nicht mchr mit den Löhnen und Gehältern ui Einklang zu bringen ist. Aber, so bedauerlich diese Tatsache auch ist, werden wir doch am Ende uns der für die Schaffung gesunder Zustände erforderlichen Ein­schränkung unterziehen müifen; denn jede Lohnerhöhung hat eine Wertsteigerung der Produktion zur Folge. So­lange die wirtschaftlichen Kämpfe sich auf sozialer Basis vollziehen und nicht ausschließlich selbstsüchtigen, egoisti­schen und mannnonistischen Motiven entspringen, denen wir leider unser heutiges Unglück in erster Linie mit . verdanken, wird wohl jeder Arbeitgeber sich den berech­tigten Forderungen der Arbeiter nach Sicherstellung ih­res Lebensunterhaltes und der Bewahrung vor der größten Not nicht verschließen. Aber die meisten Lohn- kämpfe tragen heute einen mehr oder weniger versteck­ten politischen Charakter, sie sind diktiert von dem rohen Machtwillen einer die wirtschaftlichen Notwendigkeiten und sozial-politischen Grundlagen eines geordneten Staatswesens verkennenden Maße, Sie sich zwar sonst in ihrem Wettern und ihren Schmähungen gegen den Ka­pitalismus nicht genug tun kann, aber selbst starke in- viviöualistisch-maurmonistische Regungen in sich fühlt.

In einer Eisenbahnerversammlung in Darmstadt hat ein radikaler Redner den Schleier der neuen Be­wegung gelüftet und unzeideutig erklärt, daß mit ihr nicht allein wirtschaftliche Zwecke verfolgt würden, son­dern daß sie vielmehr die Einleitung einer politischen Machtprobe darstelle, durch die eine Umwälzung der A .. HUrtsWrn'. ,.^.i»^-f ^t .SS^-Ä^^^Gttch-- eMschen Gründen muß jede LohnbewHung bekampst werden, die andere als wirtschaftliche Ziele verfolgt. Es ist bei der heutigen Wirtschaftlichen und finanziellen §errüttung nicht möglich, die gestellten Forderungen der isenbahner dedinqnnqs- und lückenlos zu erfüllen. Das würde unseren vollständigen wirtschaftlichen Zu- smnmenbruch zur Folge haben. Antzerdem würde eine Erfüllung der Forderungen nur einen interimistischen Wert haben, weil sofort wieder eine umso intensivere Steigerung der Preise auf dem Jnnenwirtfchaftsnmrkte eiutreten wurde. Diese Tatsache muß sich jeder vor Au- geu halten. Wenn auch die Schuln an den heutigen arwrinalen Zuständen die Regierung trifft, weil sie es nicht verstanden hat, die ungeheuren Lohnsteigerungen und damit im ZusammMhang die Teuerung der Le­bensrnittel nach Ausbruch der Revolution zu verhindern, so wird durch immer neue Lohnforderungen, durch pas­sive Resistenz oder Streik bei ihrer NichtersMung nichts gebessert. Die Regierung hatte nicht die Macht, die Drohnen und Parasiten in unserem Bolkskörper, das Wucher- und Schiebertum, rücksichtslos zu entfernen unZ geeignete, durchgreifende Matznahnren für eine ver­nünftige Preis- und Lohnpolitik zu trefferr. ES wer­den wohl Milliarden über Milliarden zur Berbilligung der Lebensrnittel vom Reiche ausgeworfen, aber sie scheinen die Preispolitik nur unheilvoll zu beeinflussen. Es ist in weiter Ferne kein Rettungsanker zu erblicken, mit dem das deutsche Reichswrack noch einmal in den sicheren Hafen geführt werden könnte. Wir steuern viel­mehr riesenschnell dem wirtschaftlichen Untergänge und damit auch unserer nationalen Vernichtung entgegen. Stillegnng industrieller Unternehmungen, Arbcitcrent- lassungen überall! Das furchtbare Gespenst einer bis­her nicht gekannten Arbeitslosigkeit und großen Hun­gersnot legt sich wie ein Dämon, auf das deutsche Volk, das bisher ebr- und arbeitsamste der Welt. Und noch, gibt es große Kreise, die diese Gefahr nicht sehen wollen, die blind in das Unglück hineintaumeln, dabei nicht an chre Volksgenossen denken und diese mit hinein in den Strudel des Unglücks, der Not und des Elends reißen. Und dann wird es zu spät sein. Heute quält uns nur Sie bange Frage: Ouonsque taubem? wk.

Sie VerhanSlimZen über den ßisenbahneriarif.

W Verli», 7. Januar. (T. u.) Gestern sind die DerhanSlünge» über den Eise«bahm>rlovntarif an den eigentlichen Tarif gelangt. Die sachlichen Beratnuge« haben bereits in einem wichtige« Pumte zu einem Er­gebnis geführt. Als oberste WirtschattMasse mürbe eine solche vereinbart, i« der der Stunöenloh» für die Arbeiter über 24 Jahre auf 3,50 Mark festgesetzt w«r^. Darüber bürans soll jedoch eine Altsnahureklasse für Berlin allein gebildet werden, in der der Lohnsatz 3,60 .Mark betrae n s»N. Es ist zn hoffen, daß die VerHand- lrtuae» rüstig fortschreiten, da auf beiden Seist» das Bestreben herrscht, »osttive Arbeit zu leisten und den überaus umfangreichen Stoff sobald wie möglich zu meistern.

Der Eisenbahnerstreik in Westdeutschland.

m> Berlin, 7. Januar. lS. C.) Die MtsstanSsvc- wegung der Eisenbahner hat gestern zu weitere» Stilb legnuge» des Verkehrs in den Bezirken Düsseldorf, Ha­ge», Essen und anderen Orten geführt.

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Heu werde, weil er oerett Ute Die Führer der Ei- Verantwortung für Sert rt, daß Notstaudsarbelte« Das gewährleistet aber

sonal sympathisiert mit den Streikenden. In den Be­sprechungen der Vertreter der Eisenbahnverwaltungen und der Arbeiterausschüsse wurde ein Telegramm des Eisenbahnministers Oeser erwähnt, das bei der Eisen­bahndirektion Elberfeld einqelaufen war und worin sämtliche Forderungen der Eisenbechner glatt abgelehnt werden. Dieses Telegramm hat unter den Eisenbah­nern große Erbitterung hSrvorgorufen.

2v3proze«tige Lohnerhöhnng.

** Münster, 7. Januar. (S. C.) Von Eisenbahner­versammlungen im Direktionsbezirk Elberfeld wurde gestern die Forderung nach einer 20Sprszentigen Er- höhmtg der Arbeitslöhne auf den preußischen Staats­eisenbahnen gestellt. Die neuen Forderungen sind dem Eisenbahnminister in Berlin telegraphisch übermittelt worden. Die Bersammlungen nahmen zum Teil einen äußerst stürmischen Verlans.

»# Köln, 7. Januar. (T. U.) Der Vorsitzende des Kölner Gewerkschaftskartells, der preußische Abgeord­nete Aug. Haas, sandte anläßlich des Eisenbahnerstreiks an den Verkehrsminister Oeser und an den Finanzmi- nister Südekum folgendes Telegramm: Eisenbahnar­beiter durch die geringe Zulage und den langsamen Gang der Tarifverhandlungen sehr bennruhigt. Zwei Tage nicht gearbeitet. Engländer einqeschritte«. Bitte dringend, Verhandlungen zu beschleunigen, u über die S:rcchtiqkeit der letzten Wirtschastsbeihilfen große

Wung besteht.

Ultimstum der oberschlesischen Eisenbahner.

*-* Breslan, 7. Januar. iS. C.) In den Breslauer imnunwen für den AnscMF an das Ultimatum der Kartowitzer Eisen­bahner swttgefunden. das dahin geht, daß der Eisen- bahnminister bis spätestens 12. d. M. die Annahme der letzten TarisfordernKgen aussxrecheu soll.

EisenbahuardeiLerstreik auch in Mtona.

»-1- Berlin, 7. Januar. <S C.) In der Eisenbabner- s streikSewegung wird gemeldet, daß auch im Mtonsor Bezirk heute vormittag ein Teil der BetriebswerkstLL- tenarbcitcr die Arbeit «iedergelegt hat.

Lohnbewegung der sächsische» Eisertbabner.

^ Dresden, 7. Januar. (T. 1L) Die sächsischen Eisenbahner sind ebenfalls in eine Lohnbewegung ein- getreten und haben ihre Forderungen ser Regierung überreicht.

Die badischeu Eisenbahner fordern nur 109 Prozent.

w .Karlsruhe, 7. Januar. (T. II.) Die badischen Eisenbahner sind gestern mit neuen Forderungen an die badische Regierung herangetreten und haben beim Sinansminiffer eine sofortige Lohnerhöhung von 100 rozent verlangt.

Verbot des Streiks durch die Besatznngsbehörde.

t-» Düsseldorf, 7. Januar. (S. C.i Im besetzten ltzebiet verbot der belgische Militärkommandant den Streik der Eisenbahner unter Androhung der Fest- nechme und der Aburteilung der Streikenden nach dem Standrecht. Der Verkehr im besetzten Gebiet geht in­folge dieser energischen Maßnahme reibungslos vor sich.

^ Berlin, 7. Januar. (S. Ch Nach Meldung aus Spever verbot der MUuärbcfehlshüver der Rlrjnyfalz die Aufforderung znm Streik in den Versammlungen der Eisenbahner unter Berufung auf die Strafbesmn- umngen des noch bestehenden Kriegszustandes.

Ein Teil ? der Eisenbahner auf den ^ ü üborfer Bahnhöfen trat Dienstag in den ^lusstand. Infolge­dessen mußte der Güterverkehr vollft-ndig sti: gelegt : werden. Der Personenverkehr ist bisher teilweise durär- geführt worden.

Aufschiebung des Generalstreiks der Eisenbahner.

* Berlin, 7. Januar S. C.) In den Tarif- verhandlungen mit den Eisen, chmum bat der gestrige Tag insofern eine Klärung gebracht, als der Vertreter des Reichsarl»eitsministcrs Geheimrat HanSmann den Delegierieu deS Deutschen Eisenbal nerverbaudss den Abühhuß der Tarifverhandlungen Gs 20. Januar zu­gesichert hat. BiS Sadru soll von einem sofortigen Ge- r eralstrcik der deutschen Eisenbahner AdstanS genom- me» werden.

Die neuen MmMonev an tersner.

»^ Berlin, 7. Januar. lS. C.) Die am Montag an Herr,: von Lersuer ergangenen neue« -TnstEitme« der Reichsregierung sprechen keine bediugungSlose An­nahme der Ententesordernuge» aus. Ob die J»stynk- tivnen nunmehr zur Unterzeichnung oder zu «euen Rückfrage« führen werden, wird sich in Paris heute eutscheiden.

Die Besctznng der Abstimmnvgsgebiete.

h- Berlin, 7. Januar. (T. U.) In der Antwort her Alliierten auf das deutsche Ersuchen um HeralM nbe= rung der Besetzungstrupven in den Abstimmnnachw- bieten heißt es: Durch die Richtbeteiligung Amerikas seien die Tr»! ?e^ schon um ein Viertel vermindert. »A« rtne weitere H rab etzung sei nicht z» denken.

Die V üFternng.

^ Berlin, 7. Januar. <S. C.t Nach einer Mel­dung desEcho de Paris" wurde dem Gesandten von

Dis AusrauSttugskommissiv« der Nlllierte«.

* Genf 7. Januar. (S. C.) ^omme l datz mit Inkrafttreten des Friedens r den Gesandtschaften in Deutschland Kommissionen Paris verkästen werden. Ihre Zw» lenstellung sei in den letzten Tagen erfolgt. Dir ihrer Mitglieder übersteige 250.

Französische Besetzung der Rheiu-Festunge«.

** Genf, 7. Januar. (S. ChJournal des D« bats" meldet, daß zwischen Frankreich und den Alliier­ten Verhandlungen ausgenommen worden sind l 7 Zweck der französischen Besetzung der Festuuaeu iM Uuksrheiuische» Gebiet für die Dauer der Besang.

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Verbot der Revoluttousfeier im besetzte« Gebt«.

** Berlin, 7. Januar. (S., C.) Nach elbung aal

restag der ersten spartakisttschen Revolution. Besatzungsbehörden verboten.

>* Berlm, 7. Januar. (8. A.) Nach einem Be­schluß des -Obersten Rates sollen in den deutschen Ab­stimmungsgebieten unmittelbar nach der alliierten Besatzungstrupyeu Sie rts komnutnisttsche» Partei aufgelöst u«d jeve lomuutui» stische Propaganda untersagt werde«. -

Die Lage in der Ukraine.

Tie ukrainische tzsesanötschast teilt mit: Neu vollzieht sich in.

Nachrichten aus der Ukraine zufolge Gebiet westlich des Dnjepr ein U«!

[ der Militä- atioualregies n Nütiorurl«

arme«, die in enger Fühlung mit Sen ukrainischen SlufstünSischeu aus dem Raume MaroküSstanvunow-, -Deroytschew den Vormar w unsger^mmeit hm, ziTvt sich die Armee Denikins nach Süden gegen Odessa und Cber- fou znrück. Das ganze Gouvernement Podolien ist be­reits von ritssischen Truppen vollständig geräumt. In Schmerinka fiel große Beute an Eisenbahnmaterial, Dte- Sikamenten sowie großes Mkaterial, vorwiegend engli­scher Herkunft, in die Havoe der Ukrainer. Die Eifen- Sahnlinie Proskurow-Ichmerinka-Kiew ist bis in die Gegenö von Fastow in ukrainischem Besitz. An der Front gegen Sie Bolschewisten keilte Kämpfe.

Pol«ifche Truppe« vor Dünaburg.

Tenws" meldet aus Warschau: Eine polnische aintliche Mitteilung bestätigt, daß die polnische Armee Sie Bcfesiiguuge» der Stadt Düstaourg genomme« hat. Die direkte Verbindung zwischen den Polen, den Let­ten und den Esthländern wird erwartet. Die lettisch Armee wird im Norden und die polnisch« Armee i Osten von Dünabrrrg vorrücken.

SeMrdmz der ®ettei6egetf8tgung.

S°« Berlin, 7. Januar. (T. U.) Der Merlinec Magistrat schreibt, die c!«fuhr von Getreide «ach der Reichsgetreidestelle ist seit etwa Glitte Nove«tber durch­aus ins Stocken gerate». Ob die neue Getreiscas- lieferÄNgsprümie ihre Zugkraft sofort ansübe« wird zumal sie auf eine schlemrige Lieferttvg nicht eieiwUeBt ist, steht keineswegs fest. Die RciSsgetreideft"' c besitzt zur Zeit ci«c« Vorrat, der nur noch auf «n«sSVr 14 Tags und bei Hiuzvrechuvns gleicher Eingänge auf die jetzige» »0» wenige weitere Tage ausreicht, fo^ak man, Wenn nten die Koraneoclieferung der Kommune» mit berücksicktigt. Sie Reichsgetreidestelle Aufang Februar leer sein würde.

>. Berlin, 7. Januar. sS. Cst DerLokala«- zeiger" briugt einen dringenden Akarmrnf ürer die EruährnngAage Dentscklsnds. Danach soll nur «ock ein Getreidevorrat für 14 Toge vorhanden sei».

Die Verssrguug der V-fsudahn mit Kohlen.

m. Berliri, 7. Januar. «S 6.) Im Reichswirt- schaftsministerimn ist unter den: Borsitz des Ober- regierungsrates von üHn als Vertiefet des Reicbs- wirtschastsurinisteriums eine Konferenz abgebalten Konferenz sollte, wie wir hören. Sie

worden. Ju dieser Kor Kshlenmenise festgesetzt

; werden,

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für den Monat Januar zuzuführen sei. Die Bcriauv- melten einigten sich schließt... ........- "

einen Borrat von 10 Tagen bauen müsse l.. ------ Sitzung wurde auch Sie Frage erfriert ob es nicht Hob wendig sei, demnächst wieder eine Berkedrssperre von 14 Tagen eiutreteu zu lasse«. Man glaubte aber für Januar darauf verzichreu zu köuuen. Aber darin könne jeden Taq eine Aenderuna cintreteu.

ich darauf, Satz Sie

Gisenbabn In dieser

Die Steinigung der »entMen Friedenodelegatio«.

Sütf die Anfrage der weiblichen Dtitglieder der Na- tionalversammWug wegen des ZwitchenfalleS bei ^r Abreise der deutschen Feiedensdelegation anS Ber'ail. les wurde vmn Auswärtigen Amt in der Antwort u. tu Mitgeteilt, daß Frau DomblütS, welche seinerzestdurch ^nr uue verletz worden war. fortlaufend aus bietend» Mitteln U ^ ünung erhalten bat aus der vw aeAm- ten Kosten für Unterhalt und ärztliche BZmrMuna vrS jetzt gedeckt wurden Nad-dcm sich letzt vemusmntellt bat. Saß durch den Zwischenfall eine dauernde «chodr- guug der Gssuud-ieii der Kran DvmblAb emattrefen ist »vas durch ärztliches Gutachten nachgewiesen wnA, - sei der Vorsitzende der deutschen FriedenSdeleaation m