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Nv. 29

Freitag, den 6. Februar

1920

Ar tegletnng M öle MeH t

«« Berlin, 5. Februar. (T. XL) Die Beratungen -er Reichsregierung, die auf der Grundlage der offiziell bekanutgewordeneu Liste stattfanden, haben volle Ein­mütigkeit darüber ergeben, daß an dem Standpunkt, wie er aus der am 25. Januar in Paris überreichten, tnzwischeu veröffentlichter» Note ersichtlich ist, Mittet als . ke« Umständen festzuhalten sei. Die Reichsregierung habe schon bei der Unterzeichnung des Frie-ensvertra- ges keiae« Zweifel darüber gelassen, daß die Durchsüh- rimg der verlangte« Auslieferung unmöglich ist. Diese Ueberzeugung, die sie mit der großen Mehrheit des deutschen Volkes ohne Unterschied der Partei teilt, wird sie bei den notwendig werdenden Maßnahmen und Ver- -^hmtdlnngen leiten. Der deutsche Geschäftsträger in Pa­rts, Herr Mayer-Kamsbeure«, ist gebeten worden, nach Berlin zu komme«.

m Berlin, 5. Februar. (S. C s Die als Hilfsbeamte der Staatsanwaltschaft fungierenden polizeilichen Exe- kutivbeamten des Berliner Polizeipräsidiums haben auf Anfrage es abgelehnt, Verhaftungen von zur Ausliefe­rung an die Entente bestimmten Deutschen vorzvneh- men, sofern diese nicht gemäß der Strafprozeßordnung ihren zuständigen deutschen Gerichten überstellt werden.

Erklärungen Lersners.

»^ B e r l i«, 5. Februar. (T. U.) Aus Paris wird gemeldet, i« einer Unterredung, die Freiherr von Lers- «er einem Havasvertreter gewährte, bestätigte er, daß er die ihm zugeftellte Ausliefernngsliste Herrn Millerand Wrückgegebeu Mtd hierauf von der Regierung seine Eutlaffung erbeten habe. Er habe in Uebereinstimmung mit seinem Gewissen, aber nicht in Uebereinstimmung mit seiner Regierung gehandelt. Er überlaste es an- hern, wen« sie sich finden sollten, eine Liste der schuldi­gen Offiziere in Empfang zn nehmen. Was ihn be­treffe, vegebe er sich heute nach Berlin zurück.

Die Liste.

w- Berlin, 5. Februar. sS. C.) Die Morgen- blätter veröffentlichen die Anslieferungsliste der En­tente. Hindeuburg emd Ludendorks sieben mehrfach auf ^ Liste, auch de»^.^« Klief »es (»r^iiMibee io-

te. Hindeuburn

's

gemeldet: Auf der Liste der aiiszuliesernden Deuyche.. stehen 836' Rauten. Frankreich beansprucht 834, Belgien ebenfalls 334, England 57,Polen 57, Rumänien, .-1, Serbien 4. Ueberraschen muu, daß Italien -ausgeliefert wünscht. Unter den Auszuüe

MIMW»! fWr MMn Tu deutschen KMM Mssag: wird. Folgende Namen na da liest i von Bxthmqun Hoßwegwe

Delor ®teW wege

-atz die $ auch werde über die A« gen schlüssig zu werden Berlin, 5. Februar. ( treten die Frakttonsvorstän

) Wie wir erfahren. ;r Partete« der Ra­

«a in Stet w aedenkt.

kette« lieBett,

tionalverfammlung am Sonnabend W einer Be- sprechung zusammen. In dieser Besprcchmw wird auch die Entscheidung dariiber fallen, ob die Rationalner- Bmlnng vorzeitig ein berufe« werden wird. Die An- herrscht vor, daß sich eine vorzeitige Einberufung

S sieht keinen Ausweg aus der Lage. Alles, was am und unter großen Opfern in den letzten Mona­ten aufgebaut ist, droht zusammenzubrechen. Die Re­gierung ist in ihrem Bestand gefährdet. Zahlreiche Or­ganisationen im Reiche haben bereits gefordert, daß dem Verlangen der Entente nicht stattgegebe»» »verderr^e. Wird nun bekannt werden, daß der Wille zur Deurüli- gung weiter von den Siegern ausgeht. dann wird fort- lebender Haß ganz Europa nicht zur Ruhe kommen las­sen und dann werden sich diese Forderungen vieltau­sendfältig vermehren. Ein Schrei der Entrüstung roird durch das deutsche Volk gehen, dem keine Trübung in dieser schweren Zeit erspart bleibt, llnabsehbar sind die Folgen nicht nur für Deutschland, sondern auch für ganz Europa, das nicht leben kar»n, wenn in seiner Mitte die Möglichkeit zu einer Festigkeit immer wieder untergraben wird.

t* Berlin, 5. Februar. (S. C.) DerLokal-An­zeiger" erfährt, daß insolae der überreichten Ausliese- rungsliste der Entente eine Krise in der Reichsregie- r.uu« eiuketreten sei. Der Arrstritt mehrerer Minister aus dem Kabinett sei wahrscheinlich geworden.

Einberufung der Nationalversamntlnng?

ier

h- Verli», 5. Februar. lS. C.j In einigen Bespre- chmrgen von Funktionären der Mehrheitssozialtsten wurde initgetei t, daß die Einberufung der National- uersammlima durch die Reichsregierung erfolgen werde, falls die Eu x auf die Annahme der AuslieferungS- sorderu-ig bliebt. -

i-» L rillt, 5. Februar. M U 1 - Hn weiten Kreisen 5 i»s ifi-Ste ütoiiM verbreitet.imf^"-

?STT>nwg^^ scheu zur Stellungnahme nr.MLr

Ä-

Mrnig franzm ouslagern An­der Liste ent-

1 Hinrichtung i>M Zivilisten in Namur rmd , . ^.ktdten, Htuderrburg wegeu Zerstor,'.»ng franzö- ; sischen Gebietes, Ludendorff wegen allaemeiner Ber- ÄntwvrtMlg der Kriegsgrausamkeiten, Mackwsen w.rd ------- der rumänischen Regierung geordert, L'man vo« berb wegen G

es von jedem einzelnen genau augM, welche SMffe er l versenkt und ob er vorher eine Warnung erretlt hat

oder nicht

Auch der tote Häfeler wtf der Lifte.

X- Berlin, 5. Februar Eine Ironie ist, daß in der Ausliefernngsliste auch der Name des Feldmarmmlls vou Häseler genarrnt wird, der bekanntlich geraume Bett Die 'Anslieferuugsuotc von Amerika nicht unterzeichnet.

w Genf, 5. Februar. <S. C.i Der PariserTempo' fibt die Auslieferungsliste trägt dre , ynterschrrft k^er bevollmächtigten Vertreter der vier alliierten roßstääten. Der amerikanische Vertreter ha» den ußverbandlimgeu beigewohnt, wd^bauß form.»en «bett sich der Unterzeichnung enthalten.

SIraMatznahmen gegen Deutschland.

M a, k Februar lS. Ei Das PariserFour- »«," neidet, in der Schlußsitzung der Alliierten- m Sa^ teÄ Ä&ÄV ÄSU1Ä er> werde« solle«. Eine ab- nddrwürdc die beschlossene« «gen. Auch eine« in mit Denstchland

UV^VVMj ' die übe

tHUgen «mozüfithre«, ergms tehnende dintnort Dentschla Maßnahme» nr A«sfuhrttna>^«geil. ««ch emc« Eiteren Roterwechsel der Alliieren mit Tctthdnavb die Ansiefesnngsfrage kann die Entente nicht 6 Noct> ritte zweite Ansliefcrnugsliste?

^ Genf, r Februar. (S. C.i --v '^s meldet, der überreichten Aisliefcruugsliüe an 2 eutschlandwirk, eilte weitere fegen, sobald die Bernchniung der betthul- digieu Deuiich» weitere Mitschuldige z«r Keuninis der Alliierten geövcht haben werde.

Eine Nqierungskr'üe wahrscheinlich?

h Berlir, 5. Februar. lS. E.) Die "l2«Nhr- eittggd-Zeiinß" »neidet die sofortige Anreise des ulsche« Gestbststrügers u^b Paris. Dr. 'llnmer soll ^ B/iver« D Paris reisen. Es könne keinem Zwe»-

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SÄW

!*Af * 41? L^L^<

zur Stellungnahme in dFLr Slugslegenbett erforderlich sei. Bisher ist, wie dein& 2/ mitgeteilt wirst in al­len zuständigen Stellen hierüber noch kein Beschluß ge­troffen worden. Doch dürste es sich im Lame. des heu­tigen Tages entscheiden, ob die Berhailmste eine sofor­tige Ausnahme der Sitzungen der Ratronalveriammlung rwtrvendia machen.. ^" J" I

* Berlin, 5. Februar. <S. C.» Aus Kreisen des Osfizierkvrps der Reichswehr sind dem Reichswe^nfi- ------- --gegangen, die gegen eilte Ans« sivTctuiiH vwww« ^...^me und Politiker an ine Ge- richte der E«tc»rts Steuung nehmen und «m NAey««»g Sahingehender Anträae der Entente «ach nche«.

Ein Erlaß des Reichtzwehrminifters.

w Berlin, 5. Februar. <T. II.) Der^Reichswehr-

deruilnin die gebotene Würde auw fernerhin gewahrt, daß ieüe Belästigung von Mitgliedern der fremdland^- schen Missionen und militärischen Kommissionen unter« bleibt, fodaß ich iiidii genötig: bin, wertergehende ^Slntz- maßnabmen zu treffen."

Berliner Presseävßerungen.

: »^ Berlin, 5. Februar. lT.U.l Die geiamteBerli-

; «er Prelle lehnt das Verlangen der Entente nach AuS- Hefenina der in der AuslieferruiGliste verzeichneten

; Deutschen einmütig ab. Mit Ocni Vorgehen d»s trrei- i berr« von LerSuer sind die rechtsstehenden Blatter voU- : loulmcn einverstanden. Während derBvrmart»' nm- l «mtet daß Herr von Lersner unter dem Eindruck der ! Erregung gehandelt bat, bezeichnen Redemokra.isann |«% 'LLZS«nE"K^

I hat mit seiner Ablehnung, sich als erster fit deu Scher- gendienst der Enten:» zu stellen, d s «-^ae getan, um» er als deutscher Beamter tun konnte. Ware das

: nett seinem Beispiel gefolgt, ,0 ua-hmnnsere ^ndefi, ! MÄÄ

Zeiten. Nur ein energischer W üc, eine fyf®^ ^®^ wort ohne Rücksicht am die Foigen imttt m London «ich Paris iniponieren können. Ker« Beamter, k»i«Eowat Snrsi> Sie bieten, die Gesoreert» >l d»m vx nbv rat riebt auszutieferu. Jene aber, die ihre Hände dazu sier- geben wollen, nur eine von den 00 Honen dem

Feinde auszuliefern, sie seien ftw fNimer um d»w Kainszeichen der Gchande gezetchNÄ und um deut chen

Osfizierkorps der piermsr IsisM nunönevmraen AM liefernna SMtMer OsM! riwte der Enteute Lteunn

^Der^^Berl Lok Anz" sStcibt: Ob diese Re- si.-runo es dem Freiherr» von Lersner «achmache» und am» ihrerseits jede M^wirkviN an der Auslieserung deutscher Männer, die nichts als ihre M^^eae« da» ht'v'.w >ue>--lgnd aeian haben, mit tzninrüung zurückrooffen wird, darüber wird vernmtlich schon die fn'iiiac Kabinettskidnug Klarheit iäxiiieu _ Wil miti den es vollkommen uäitdteu, wenn sich Herr Baue" und Genosten, übmoM sie den

schrieben haben, sich n diesem <vaUe * ^ ug ««- alle«»

unnnttelbare die Schmach, so« deutscher

deS imarlk

:ern itti

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rheit es war, a FriedensoertrageS iberklug gebärenden mell von Unterzeichnung Wra» »erstand unwirksam machte

Die deutschen Gegenvorschläge.

Noven»- ge« dar« ikeln 22» stimmun«

alliierten und assoziierten Hauptmächte Anf( der vorigen Jahres die verhärrguisvollch» : gelegt, die eine Durchführung der in den bis 230 des FriedensvertrageS enthaltenen _ ... gen über die Auslieferung von schuldigen Deutichen ha­ben würde. Diese Darlegungen find damals in emet Note dem ©ersterer der alliierten und assoziierte* Hauptmächte überreicht und hier tu einer nochmals bet* gefügten Auszeichnung zusammengefaßt worden. Die

Darlegungen noch nachdrücklich darauf hingewresen, pae das Ausltister uuKbegehreu der alliierten und assoziier­ten Regierungen in Deutschland zweifellos die schwe« fteü Erschütterungeu nicht nur auf politischem, sonder« auch auf wirtschastlichem Gebiete auslösen würde. Ins­besondere würden die durchgreifenden Matznahwem welche die deutsche Regierung zur Bernreidung o« wirtschaftlichen Zusamurenbruchs vor allem auf den» Gebiete der Förderung der Produzierung, insbesondere von Kohle zu ergreifen im Begriff steht, aufs äußerste gefährdet, wenn nicht unmöglich genracht. Dies würde

natürlich die ernstesten Rückwirkungen für die errul* lung der wirtschaftlichen Berpflichümgen aus dem Frie- Seusvertrage unmittelbar nach sich ziehen.

In der Auszeichnung vom 5. November vorigen.

, * ' ' * einer für LeutWland

Urbaren Regelung der lltierten und assoziier-

Jahres wurde zugleich dt erträglichen und , praktisch ^N^Ha?Mmäch^W^^nMis^r M-ichKenittnis' von .Ä-iÄÄJ»^ Willen Lewem 24MSSM«. M.M

. -: - -^-^ -^gttaü«. . ^Ä.tHrfvw

Verbrechens oder Kriegs vergeben: schakdug-n Dsut'wen der gerechten Besrramng südutubreisi Es M^,-^ um das von ben gesetzgebenden Körperschaft a^ nterre, gleichfalls in einem Abdruck augeschlouene Ge­setz zur Verfolguua von Kriegsverbrechen und KriegS- vergehen vorn is. Dezember 1919. Der ^rteöen--vertrag ist in Kraft getreten, ohne daß die alliierren »md asso- zneiKn Mächte ihre Möglichkeit zu erkenne» gegeben hätten, in dieser Augelegenheit den dringenden Borsttl- lungen der deutschen Regierung Rechnung zu tragen. In derMWll/durch die Enkdrücke der letzten Wochen ülkr noch vernärkteu Ueberzeugung m>n dem «ryer^- dentlichen Ernst der Situation halt es dw deut,che Re­gierung aber für ihre unabweisbare Pflicht, in lel^e Stunde nochmals an die alliierten und assoziierten Mächte beranzuireten und die Angeiegenhert eur te Juteresseu dieser Mächte befriedigenden, tut D b* land praktischen Erledigung zuzmühren. Gw u r- holt und präzisiert deshalb nochmals^ den bereus er zur Erwägung gestellten Borschlag und gibt dem ttz folgende Erklärung ab:

Die deutsche Regierungwird dle detttsLe» ürafv.^ folgenden Behörde« anwerse«. gegen allc Deutsche, Sie ihr von deu alliierten ««S astoznerten Regierungsu als eines Verstoßes gegen die Geseuc vnd ^-brauche des Krieacs sSnlkia genannt werde«,. ««ver»uglich «» Strafverfahren auf Grund des zn tibersenS^^a Ma­terials chnzulelte«. Sie wirb alle Gesetze, 'te bet c i« leitnug eines solchen «ersabreus et^ cttk^gcw^e«, außer Kraft setze«, -«Fesoirdere dre bestehenden Am«e- siieqesctze insoweit anfbebe«. ZnstanSia fhr bao Straf« verfahren soll das höchste deutsche Gericht, das R^aw gerecht in Leipzig, sein Außerde.M wird der kEls be« teiligten aviierie« oder asiozrierte«l Negi-rnng sas 'f^cht einacränmt, sich an dem Verfahren 5??lll «51 zn beteiligen. Ueber ben Urufaug dAerBetMig«^ könnte eine besondere Vereevbaruvg getroffen .vm>c« Es wäre zum Verspiel eine Regeln«« in dem Sinne denkbar, daß die beteiligte alliierte oder^asiozi-erte 4^« Sem Verfahre« einen Vertreter ihrer IH^estE-eisA net, her be ngt wäre, vo« allen Sie Sache vetreffe«S»a Schriftstücken und Akten Kenntnis 4» "s^.^-L>-se Bemtsstfikte norzulegen, Zengen n«S ^wvers^»w8e »n benennen, sowie überbanpi Anträge 1« lüüe« o«S für Sie Interessen der verletzte«^- Parte, z« ,gg Alle« ran dem Vertrete» gc' eltstn Vewe-santengen ÄffÄÄ «Wi W^r ä SA "<*-^ iSiSÄfÄÄ^

deutsche Regierung ist ^"^L^^ cine^ äieeiten <»r^^ ^ davon überzeug, das

nm^ diesem Am und nur auf diesem Wege die den K»« des Teiedensvenrages äugrurrd» M^^SMi^'^SSM