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Rr. 44 Dienstag, den 24. Februar 192

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was verfahre« gegen die VeschMiglen.

** Berlin, 23. Iebruar. lT. lt.) Wie der Lerpziger Korrespondent desB. T." von einem Mitgliede der Neichsanwaltschaft erfährt, wird die Reichsanwaltschart, da Sie bisher vorliegenden Listen der Krieasbeschuldig- ten sehr lückenhaft sind und nur sehr allgemein gehal­tene BeschulSiaungen ankweisen, sich an die Entente zu wenden haben, um von ihr über alle in der Liste aufgeführten Persönlichkeiten ein ausführliches Mate­rial zu erhalten. Da aber viele der Persönlich­keiten nicht einmal mit Namen qenannt sind, wird es neuer und genauer Angaben der En­tente bedürfen, um überhaupt erst Sie Persönlichlei­ten zu ermitteln, gegen welche die Beschuldigung eryo- ben wird. Jedes einzelne Verfahren wird an Hand der Gesetze und in deren Iorm wie jedes andere Straf­verfahren durchgeführt werden. Die HaustÄNfgabe wird 'zunächst sein, die für die einzelnen Verfahren noch feh- tender» Unterlage« zu beschaffen. Es ist anzunehmen, Latz die Unterlagen auf diplomatischem Wege eingehen werden. Diese eidlichen Aussagen aber würden für das deutsche Verfahren lediglich Sie Bedeutrmg poli­zeilicher Vernehmungen haben. Sie würden dem An- . geschttldigten vorzulegen sein, der daraufhin seine Ge- «endarstellung machen und seine Zeugen benenUen rann, womit die Grundlage für die Entscheidung des Gerichts gegeben sei, ob das Verfahren eröffnet werden soll oder nicht. Es ist nicht unmöglich, Satz bis zum Abschluß öer .Verfahren viele Jahre vergehe« werden. Vielleicht wird es nicht einmal in allen Bällen möglich fein, den Wohn- ^rt der Anaeschuldigten in Deutschland selbst feMu- stellett und die Angeschuldigten zu ernritteln. Die Be­ratungen im RcichsjustizminifteriNM haben sich bisher auf Vorfragen technisch-oraanisatorischer Art beschränkt. . Drei neue Hilfsarbeiter sind in die Reichsanwaltschaft Äugestellt. Weitere Berufungen werden bald erfolgem W^ Die Sammlung des tzlnüagsmaterials.

raanisatorrscher Art yeirorantt. sind in Sie Reichsanwaltschaft stungen werden bald ersolgem

Lloyd George über eine mögliche Revision des Friedens.

*& Rotterdam, 23. Februar. (S. C.) Nach einem Reuterbericht aus London erklärte Lloyd George im Unterhause auf eine Anfrage, er halte so lange rede Dis­kussion über eine Re ist«« des Bersailler Bertrages für ««««gebracht, als dessen Undurchführbarkeit nicht unbe­dingt erwiesen sein sollte.

FrieSenszuftaud zwischen DsNifchlauS und Amerika?

r^ London, 23. Februar. -Hier ist eine Meldung ein- gelausen, die mckßies Zlufsehen erregt. Danach hat der amerikanische -Senat erklärt, daß zwischen den BereiLM- ten Staaten und Deutschland der Friedsuszustaud be­steht. Eine internationale Konferenz ist einberuten worden, die sich mit dem Aufbau zu be-chäfrigen hat. Jede kriegführende Nation foll drei Delegierte entselr- den. Die amerikanische Regierung wird M diesem Zweck 15 Millionen Dollar zur Verfügung steilem Die englische Presse enthält sich vorläufig noch jeden Kom­mentars, wirft aber die Frage auf, ob es sich hier um eine neue Friedenskonferenz handele.

Poinearees Annexis«sgeMste.

^. Basel, 23. Februar. lB. T.) Aus Paris wird gemeldet, der neue Präsident der Wiedergutmachunas- kommission, Poincaree, wird sich rn erster ßmie mit der Frage der Sistisruug bet Nsumungssrist für dre Rheinlaude befassen.

*

Beschlagnahme des kaiserlichen Privatvermögens Lurch Sie Entente?

»* Rotterdam, 23. Februar. lS. C.) Der Brüsseler Soir" meldet, den die belgische Regierung einer Be- schlaqnahmc des in den Niederlanden und in Deutsch­land besiublichen PrivatoermsgeKs des Seutfcyen Kar- sers zugestimmt habe zur Schadloshaltung fnr die, durch Anordnung des Kaisers in enatletnUe verursachten Zerstörungen von Priva.eigeutum. - -

»^ Genf, 23. 'Februar. Die interalliierten Kom- Missiolt zur Sammlung des Sinklagematerials gegen die deutschen Kriegsschuldigen hat zunächst eine bestimmte Anzahl von Fällen ausgearbeitet, in, denen beionders erdrückendes Belasmugsmatcrial vorliegt. Dleie Per- forlalakterl sollen an erster Stelle der deutschen Regie­rung libermittelt werden. < X

L «vsM^ ^~

Mer? Mde'tz^tz^ Alliierteü^befchlossen haben, d^ Telegramm des Kronprinzen au^ Holland, m d^m. wy dieser an Stelle der Kriegsschuldigen zur Aburteilung gnbtetet, nicht zu beantworte«.

-^.^ Deutsche vor deutschen Gerichts«!

In einer Ausführung über die Wiederaufnahme der Kriegsprozesse heißt es in der ,,D. A. Z. . Es umß als ga>,z selbstverständlich erachtet werden, daß dle Entente sich entschließt, nicht nur dce;enlgen.Deuttchen, die sie im tiprfir fh des besetzten Gebietes in thre Hand bekontmen hat ebeufalls vor den deutschen Gerichten aburteilen zu msi'eu^ sondern es muß ferner darauf lungewirkt wer- dem daß auch gegen die von den alliierten**n ^ wtt§ abaeurteilten Deutschen unter düluüwruug ^ ^ühcren ein neues Versaliren vor dem Rerchsgerrcht er öffnet wird. v,..,

Keine Aenderung der englische« Liste.

- - (S. C.) Nach etnem

'che Kabinett in seiner

ffll»s* LW»L schtrldigen vorzunehmen.

Finnischer Dauk an Hollaud.

^ Helsingfors, 23. K^ruar. In der finniichen Hauptstadt wurde ein Komitee aebll^t, das die Ibsen Suna einer Werbeadrene an die Königin Wilyelnnne oon H°M,id vorberei-et> In dieser Ädrege will das ♦httiifrfic Mnif frein hollmcdischen Volk für nun u ac W ^ in der Airslieferungsfrage Dank aussprechem NM-K MiutÄ Sirtettten uns T°M-- »ou Unterschriften tragen.

w Rotterdam, 23. Februar, i Neuterielegramm hat das englische Freitagsävung keine Veranlanum

Die LondLuer Konferenz.

w Paris, 22. Februar. (T. lt.) Wie demTemps" aus London telegraphiert wtz-d, wird es jedenfalls nicht möglich sein, die Arbeiten der Konferenz im Laufe dre- ses Monats zu beenden. Lloyd George staune, daß die Konferenz auch noch während des Dmrz in London ta­gen werde. Die üusarn»--^ Äcriedeusdelegatio« reift im Laufe der nächsten^WmL ^Mh LonSon^,,,,^,^^. .

*»'ParU" Botschafterkonserenz hat "

Frankreich England und Südsero.en wer schwimm» docks der deuM österreichischen Marine zuae- sprocken. Diese Docks sollen nur für Handelszwecke be= nutzt werden. Nur Frankreich hat die zeitwene Erlaub­nis erhalten, sie zur Wiederslottmackuna i^ÜK feebooten zu verwenden. Ferner beschloß der^Botschc.!- terrat, das SchiffSiheinlanöst das anaenelicklub ur einem deutschen Hafen im Bau ist, an Frankreich ab.ul- ^Die Erreg««» in Elsaß-Lothrivge« 6^e« FrantteW-

w Stratzbnr». 23. Februar. Neue AbiiiMMUNgen der AoMlMen Elsatz-Lothringeus haben eme Mehr^est «tr den Anschluß a« die SvlfchewMsche J»tMR«iM«le erncbcn Dem bisherigen Führer der sozralrsten let- roSnntrbe ein Mitziravensvotm» auDesyrochen. In Stratzburg, Eolmar, Mülhausen uud Metz fanden ^>- zialistische Bersamuckungen statt,n MtjLS stiebe Politik und namentlich das fravzofisme Regime r« ElMß-Lotbriuaen hart »ngegrrffe« wurde. In allen Be^ammlungen wurden Entschlietznuma

SÄR^ÄSÄS wird.

Die Stärke der VsfatzuKßLKrmee.

Späte Krleiinwis.

.. 99 Februar. Lord Haldaue erklärte im

Oberhaus, nicht 'aus Mitleid,« J d?s"-NioÄs- geusteM Interesse mune ^neAendtt»«» des ,>ncvens *crtlÄS

«i-^Ä Ä* E MWÄ5 dens, die bezweckten, au verland, .i, . .e ... . sich.je wieder ausrichten WWwÄ

Uteinuna, dau lrvglaud in > r,e Mwnde wäre, den eiuherw u loune, wenn es nicht im Stande war. oen

Aus

eWr.v i5 iimite, wenn c» , i(^^ Zunaud Alt beseitigen, der in der Geschichte oer rou. .^^ wenden Well nicht seinesgleichen haben werde.

Italienische Kritik am Iriedensverirage

-. Bremen. 2-;. Febrnar., Der vertritt, anscheinend amtlich ^^ »atz Kr^deusvenrag «m^Bersai»^ «f Ä^.

«er Revision nulerärge» werden «E G s M h^ acir, das: die Gestaltung des Friedens aus d" Hanocn des Ooersten States neuommen und ckem Bolkervmw übertraaeu werde. Bei diesem whffc cd lwaen, i < g£ Mio« des Bersacker Vertrages aus Mund der nn ^r toi er 1018 von allen krieMüeeuM Bol Verw mmenvm menen 14 Punkte Wilsons durchzuführeu. Eine VNM nende Retwendiakeii sei auch die Wiederbclebimg >rs Be.ledrsivesens und die Beheburm der FinauzkUst.

firttf 09 Februar. lT. lt.) Das französiscye Kriegsministerium macht Mitterlrmg über die seit ^n Inkrafttreten des Friedensveriragos uuf veiu unten , Rheinufer befindlicknnt StEEe dtt'LMcme. Den Oberbefehl über alle »treittrafte fuhrt Mnerm -- sollte mit dem Hauptquartier m P»am». Die ihm um Erstellten belgischen, ««^-^V^W '

srarlzösischen Truppen erreichen die Ziffer von nwuvv , Mann, daruiiter 75 000 bis 80IW Fran^oien.

Anshebnua Der italieutsche« Besetz«»». IMSvr«^

Vraa o§ Febriiar. Die endgültige Abreise dc-.» ».^S^iS1 ^ Är« MjS WAW littst Mission nnujewandelt und das Penom.l aus bi v äußerste eingeschränkt werden.

Dcr Streit in Eriglasd nm Korrstautiussel

^- Haag, 23. Februar.Allgermem ^ncc.^llaö^ berichtet aus London: Im aanzw Lande nndenP^ testversammlungen ä^ae" den ang^^ N^K''siSV

allein. Im liuterbaus hatten ^^L^SSit Heaen bet, die um die Frage KemsMncknopel ^ « W

Gestern überreichen 23 Pgrlaimn SEgl^der B vo Geerge ein Memorandum, in dem sie ^" :,!er- uisier daran ertuuertt. daß er »M in Januar 191. er klärt habe, Englaus werde Nicht E a^.^itt"'Kleiii. Türken ihre Hauptstadt oder die reichen Mr i« Klem nsieri ^n raiiben sie eine libeewieseubc titvi1 -1 fern na bäUen. Die srichieMMung dieser ^erwrecktN!» würde eine verhängnisvolle Wirknn» am em «ttvmm..s unter den indischen Mobammedmiern b'w.n. ^- e « kische Regierung mülic durch ^e enrvpo cke Ma-u u. K-vrisiau-inopel gestärkt werden. Wenn sie.^E f.u n afien gedrängt würde, wäre sie reaktionären Gw miebr den« jemals zuvor ausaesetzt.

190660 Gefangene bisher zurückoekehrt.

** Berlin, E Februar. (T. U.) Die Reichszem träte für Kriegs- und .Zivilgefangene teilt mit, Satz sen dem 2a Januar insgesamt ISO 000 Mau«, darunter über 4300 Offiziere, aus den Gefangenenlagern A Frankreich zurückgekehrt sind. Die Heinrueförderung vollzieht sich anoaner«- in olaumäßiger Weise.

HeiAschaffung der Gefangene« aus SiSirie«.

»* AmsterSar-. 23. Februar. (S. C.) Aus PariS wird gemeldet: Die Botichafterkonferenz hat die von der deutschen Regierung für Sie Rückbeförderung der Gefangenen aus Sibirien erbetenen Schiffe zur Versü» guna gestellt, jedoch unter der Bedingung, daß die tschecho-slowakischen Soldaten zuerst heimbefördert werden.

Der fünfte Heimtransport aus Japan.

»* Berli«, 23. Februar. Nach einem Drahtbericht der S weizer Gesandtschaft in Tokw hat der fünfte HeimfchaffuugstrrnspLrt aus Japan auf dem Dampfer Ome Maru" den .Hafen von Kobe verlassen. An Bord befinden sich 60 Kriegsgefangene, 17 Frauen und Kin­der sowie 153 reichsangehörige Männer unS Frauen arS Japan In Schanghai werden noch 300 DeutiHs ausgenommen.

Sie mieruationale Finanztzonferenz.

* Amsterdam, 22. Februar. (T. lt) Wie gemel­det wird, wird der Rat des Völkerbundes die letzthin be- schlosiene iniLruLtionale Finanzkonferenz nach Brühe! oder Madrid einberufen. Ob die Mittelmächte eine Ein- laduua zur Eirtsendung von Vertretern bckoinmen wer­den, sieht bisher noch nicht seit, soll jedoch in allerkürze­ster Frist entschieden werden. . _ ,

** Haag, 23. Februar. (T. U ) .Maucheirer Guar­dian" weist darauf hin, Satz Sie ruterAatioxsle ^!«anz« tonferenz vor dem nächsten Zusammentreten des Völ­kerbundes. das Errde März stattsindu, in Aussicht ge­nommen fei. Danach würden diese wuchtigen Verhand­lungen bereits in 14 Tagen wahrscheinlich in Genf ftalt- findemManchester Guardian" bemerkt, daß, da Deutschland und Oesterreich bereits zu der Aroertskon- fereuz in Washington eingeladen worden seien, _mrt. ei­ner Emlüdnng vor: DcutsGla«ö und Oesterrerch letzt ebenfalls zu^reGmu^s^.,,.^ ^c^atrin.^^^

w L-rrdom 23. Februar. .lT. U.) Der Washing­toner Berichterstatter desDaily Herald" bertchreri0l- aende Einzelheiten über die Vorgeschichte zu Lanimgs Rücktritt: Die nickt verfassungsmäßige Kabinettsntznng, über die Wilfmr sich so sehr beklagt, wurde owLansina zur Beratun» folgender zwei Punkte eiub^r..!^. ^ ^as Kabinett erklärt amtlich, da« Wlüo« aus,er ^i-®®- fei, die Regierungsacschafte zu eriuKer, und r-erlanch, Satz Vi-cepräsident Mrshall als erster Beamter der Re- vnblik aufh-iit. 2) Die Fssihclmna des amcrcka«rs»e« Gesandten JcnkiW in Mexiko wird als Begrüilörmg ^& ffÄ«.ÄV? ^ B ites» At?w^ ^<0®"»« '"^6ie

Erhöhung der Postgebühren.

^ Berlin. 23. Februar. (ß- A.j Die ««tlauku« den Gerächte über eine weitere Berte«er«na der Post­gebühr' n «toben Bestätig««» durch dlusfnbrnuge« des Reichspoüwmisters Gietzberts in einer ^e.^mmmv» des Gc^ .rkrercius deutscher Bergarbeiter tu Cncn. Cr erwäbr?e eine in Bsssicht stebeude aanz erhebliche ^ er- teuew o der Posäredtchreu. Danach soll «. «..das e,n- sacke Porto für Briefe auf 40 bis , »8 Pfenum ernobt werben. Die übrige' Gebühren für Dnncksacbcm und der»! eichen sollen ebenfalls estiprechend seit» Jetzt

werde«. . _ ,.

Steigerung der Kohleuförderung m Sachsen.

w Dresden, 22. Februar. (T. U.) Die Drganisatsim der sächsischen Bergleute erklärte sich emmumnamtt d^r Eirstührnug der Äckt-Stunbenswicht utr befristete e>eH und bei SöndsrLUteiluua von Leveusunnem berat

der Regierung wird verlangt, vaß sie »uch andere BS« rufe zur PröSukiionssteigernng atlssord^re.

Der Streik in Danzig.

<rvttf.tr 23 Februar. <T lt.) Durch das opfer« wdiE' > eten der Dau.zro.er Studentenschaft konrm Ä Vet Weif sttllgelegwn Betriebe s Was- das Elerttt-litürs- und das WaperwerL.geSer» °LiiL L'-b-in.^:İ--^

heitswebr d'r bin befördert. Der Magistrat hat bereits amtlichen Arbeitern und Aroetterinnen wegen Km^ traktbrückS gekündigt inner denen, dwd ^Arbeit «übt wieder freiwriH^ aukaenommn, hatten, wrrd E der Einstellmrg eine genaue Sichtung vorgenommen

^Dre Preistreiberei im Fifchhander.

. «rc'ilru 23 Februar. iS. Die NNiersuchnn* gen gegen die Preistreiberei im Machandel «OE austervi deutlich großen Umsana am Außer dem Gene- Estrettor Ratbau von der VccckMverfrwtzE und den beiden »estbösteMbrern der Drecker Fuckereca-.

crwla In Bremerharen wurden Set* ^genommen, die die Preise au& in Pe auf 200 und 000 Prozent cnz.llge»

i des lirktersusn ! BerSafinnge« : littet Auf- -*r Breurrl?! ' tric heu ha dein