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Nr. 66

Sonnabend, den 20. März

1920

"«MMklnz 86t Melker Mglerung

K «E,»««-,,-»

^j^.^ ^ u} Die aus BerNn aS-

_ »* Berlin, 19. März. lT. 11) Wie dieF. ZZ Hört.MfÄeichswehrminister Noske sein Abschiedsgesuch M«. Es ist bereits bewilligt.

Eine Erklär««« der Reichsregier««g.

Eine Kundgebung des Reichspräsidenten Ebert und der Reichsregierung betont, daß vor der ganzen Welt im Kampf der letzten Tage der unwiderleglichs Beweis flefübrt wurde, daß die Demokratie i« der deutschen Re- p«dlik keine Täuschn«« ist. Nunmehr, da alle Macht in -er Hand der verfassungsmäßigen Regierung ist, wird die Arbeiterschaft aufgefordert, die starke Waffe des Ge­neralstreiks «ieberzulege« und den Wiederaufbau von Volk und Wirtschaft wieder aufzunehmen. Die Regie­rung wird die Volksverräter, die zum Generalstreik ge- qwungen haben, der strengsten Bestrafung zuführew :«nb dafür sorgen, daß nicht wieder eine Soldateska in das Geschick des deuffchen Volkes eingreifen kann.

Korder««« des Rücktritts Südekums ««d Heines.

** Berlin, 19. März. (T. 11) Die von den Partei- Whrern ausgesprochene Forderung auf Umbildung des Kabinetts hat vielfach den Eindruck hervorgerufen, als 4b damit zum Ausdruck gebracht werden sollte, daß Weutsch-Nationale oder deutsche Volksparteiler in die Kabinettsbildung einbezogen werden sollen. Davon ist matürlich keine Rede. Die Umbildung bezieht sich ba« Äauf, daß die Sozialdemokraten selbst das Ausscheiden Moskes «As dem Kabinett verlangten und daß weiter M Preußen eine Umbildung des Kabinetts in der Rich­tung verlangten, daß Dr. Südekum und Heine durch 'imbere Minister ersetzt werden.

Rücktrittsgesuch Heines.

"* Berlin, 19. März. (T. 11.) Wie dieP. P. 31* hören, hat der für die Organisation ber Sicherheits­polizei verantwortliche preußische Minister des Innern Heine sein Abschiedsgesuch, das von der sozialdcmokra- lischen Parteileitung gefordert worden war, bereits eins gereicht. Es dürfte angenommen werden. Auch der Berliner Polizeipräsident Ernst, wird auf seinen Posten ckicht znrückkehren.

Zusammenstöße in Berlin.

^ Berlin, 19. März. lT. 11) Am Cottbuser Tor tn Berlin wurde wieder versucht, &Ä® zu bLueu. 20 Tote «MM HeMnntete roare« 'sie Folge des sich Hobel cntspinnendenöen Kampfes. Gestern mittag verl Klchte eine große Menschenmenge, das Schöneberger Rothans, auf bem sich bie Zentrale der Einwohnerwehr befindet, zn stürmen. Die Sicherheitspolizei, die zu Hilfe gerufen wurde, stellte mit Waffengewalt die Ord­nung wieder her. ,

> Die Barrikaden wurden am Ausgang der Admiral- Kratze nach ber Hochbahn errichtet. Reichswehrtruppen Erhielten den Auftrag, die Barrikaden wieder zu zerstö­ren und feuerten zu diesem Zwecke von der Admirals- brücke eine Mine ab. Die Mine schlug an der bezeich- vetcn Stelle ein und verursachte unter den Aufrührern, Die dort zahlreich zusammengestrüml waren, großen Schaden. Die Schwerverletzten fanden im .Krankenhaus Bethanien Aufnahme. Gestern abend gegen 6^ Uhr wurde der Soldat Joachim Schneider vom Schützeuregi- Ment Berlin in der Bruunenstraße von einer Men­schenmenge Überfällen und durch Niesserstiche schwer ver­letzt. Um 10 Uhr abends wurde eine große Schausen- kterscheibe des Warenhauses Iandorf an der Betera- meustraße zertrümmert. Die ausgestellten Wareu mur° Sen geraubt.

« Zusammenstöße beim Hotel Adlo«.

- W Berlitz, 19. März. (T. Die aus Berlin umrschierenden Baltikum- und Marinerruppen haben zum erheblichen Teil in Charlottenburg und Wilmers- dorf Biwak bezogen.

Aufruf a« die Reichswehr.

** Berlin, 19. März. (T. U.) Durch die Ereigtliste der letzten Tage ermutigt, glaubt Spartakus aufs neue in Deutschland bte Herrschaft an sich zu reißen. An der geschlossenen Phalanx, denen die Ruhe und Ordnung des Landes am Herzen liegt, muß dieser Plan zerschel­le». Wie früher, muß auch heute die Reichswehr in vorderster Linie stehe» und jeden Versuch zur Aufrich­tung des Bolschewismus zurückweisen. In schwerster Stunde richte ich an die Reichswehr die Aufforderung, einig zusammenzusteherl und das Wohl des Vaterlan­des allen anderen Rücksichten voranzustellen. Ich werde alles daran setzen, um der Truppe jede Unterstützung augedeihen zu lassen.

Im Aufträge des Reichswehrministers Nosker gez. von Seeckt.

Kapp und Luitwitz geflüchtet.

Wie Oberpräsident Schwander in Cassel mitteilt, sind Generallandschaftsdirektor Kapp und General von Lüttwitz flüchtig.

Die Ziele der Uuadhängige«.

Aus Berlin wird gemeldet: In den führerrdeu Kreisen der unabhängigen Sozialdemokraten wirb be- firitten, daß die Ausrufung der Räterepublik beabsich­tigt fet. Mau wünscht vielmehr die Einführung einer rei« sozialistische» Regierung. Verhandlungen mit der Mehrheitssozialdemokratie haben aber bisher noch zu keinem Ergebnis geführt. Der Zentralvorstand der 11 S. P. erließ Donnerstag morgen eine Erklärung, in ber gesagt wird, der gegenrevolutionäre Vorstoß sei zwar gescheitert, die Regierung Bauer versuche jedoch immer noch durch feige Komoromisfe ihre Position zu

behaupten

England lehnt die Staatsstreichler ab.

Der britische Geschäftsträger in Berlin Lord manrock wünscht festzustellen, daß weder von der tischen noch von einer anderen alliierten Seite Putschisten Kapp irgendwelche Svmpathie gezeigt irgendwelche ErmunteM^ -- >:iKU wurde,

Anruhen in Lasset

Stil, bri- dem oder

Tu-

Cassel war am Donnerstag der Schauplatz von _ multen, die sich in den Mittags- und Nachmittagsstun- ben absprelten und die zu wiederholtem scharfen Ein­greifen der bewaffneten Macht führtem Leider ist es dabei, wie dieH. P." meldet, nicht ohne Verluste an Menschenleben abgegangen,' auf beiden Seiten, sowohl berienigen der Unruhestifter als auch der beteiligten Sicherüeitsmannschaftcn sind ferner eine Reibe schwerer und leichterer Berletzmigen zu verzeichnen. Die Haupt­punkte der Zusammenstöße waren Schöne Aussicht und KönigSplatz. am Zeughaus und am SUtmarft »Die Un­ruhen begannen gegen %1 Uhr, erst gegen 5 Uhr trat Ruhe ein.

'* Berlin, 19. März. (T. 11) Auch vor dem Hotel Adlon kam es gestern zu einem Zwischenfall, als dort ^Truppen vorbeirnarschierten Md ihnen von zwei schwe- jbischen Damen mit weißen Tüchern zugewinkt wurde. 'Die vor dem Hotel Sldlon angrscnnmelte Menschenmenge glaubte in diesem Tücherwinken eine bestiunnte Absicht >zu sehen. Sie stürmte das Hotel, um dasselbe zu de­molieren. Infolgedessen machten die Truppen von M, rer Waffe Gebrauch. Durch Maschinengewehr,chüsfe ;würben im Bestibül des Hotels zwei Personen getötet und 10 verwundet.

Maßnahmen zum Schutze Berlins.

w Berlin, 19. März. lT. N1 Zum Schutze Berlins gegen Unruhen sind zur Unicrftütuiig der Sicherheits- wehr verfassungstreue Neichsweyrtruppen aus den Nachbarorten herangezogen worden. Sie haben die Absperrung des NegwrungsuiertclS übernommen. Aus allen Straßen und von allen Gebäuden Ud dw geh tz- ten Diarineslaggeu seit dem Abzug der Baltikumtrup-

iichern zugewinkt wurde, sammelte Menschenmen'"

»en verschwunden.

Der AbMg der Baltikumtruppe«.

* Berlin, 19. März. iT. 11) .Ln Sckönebera wurden von Arbeitern die durchutarschierenden Balii- Spven angegriffen und gezwungen, tuehrereOffi- nszmtefern. 20 davon wurden schwer mitzha«. b zum Teil tot geschlagen. Auch am W-lSelms- Platz in Cbarlottetiburg ist es zu blutigen Zusammen­stößen gekommen, wollet es mehrere Tote und zahlreiche Verletzte gab.

W Berlin, 19. März. (T. 11) KapiiänEhrhardt hat gestern in einem Hofe in der Wilhelmstraße an Truppen seiner Marinebrigade eine Ansprache gehal­ten und dem Sinne nach folgendes erklärt: Die Bal- tikumiruppen würden sich niemals entwaffnen lassen. Er bittet seine Truppen, einstweilen ihre politischen Pläne zuruclzustcllen und sich in den Dienst zur Ab­wehr des drohenden Bolschewismus zu stellen. Er sei Ar politischer Führer und werde für sie politisch denken.

Gegen %1 Uhr tauchte in der Frankfurter Straße eine Gruppe von Leuten auf, die 4 Maschinengewehre mit sich führten. Sie brachten die Maschinengewehre an der schönen Aussicht in der Nähe der Georgeustraße in Stellung und bedrohten dadurch das Reichswehrgrup- pcnkommando. Es waren auch eine Anzahl von Leu­ten mit Gewehren dabei. Infolgedessen wurde vom Brigadekommando eine Streife zum Schutz des Reichs- mehrgruppettkommandos ausge:chickt. Es stellte sich in- zwischen heraus, daß die Leute die vier Maschinenge­wehre aus dem Gruppenkommando geraubt hatten. Zwischen der ausgesandten Streife und den Unruhe­stiftern kaur es dann zu einem Zusammenstoß. wobei von beide» Seiten Schüsse fielen. Der erste Schuß soll von der Seite der Unruhestifter abgegeben worden sein. Bon den Aufrührern wurde hierbei ein Mann getötet

Es bewegte sich nunmehr eine über den Friedrichs- platz heranflutende Menge in drohender Haltung gegen das Brigadekommando. Es befanden sich darunter Leute mit Handgranaten und Gewehren, die sie auf das Gebäude richteten. Daraufhin wurde der Befehl zum großen Warm und zum Einschreiten gegen die Unruhe­stifter gegeben. Angesichts der bedrohlichen Borfälle und Zustände war die Militärbehörde gezwungen, ein- zuschreiten. Die Notwendigkeit hierzu wurde auch von Vertretern ber Mebrbeitsparteien anerkannt, die sich alsbald im Brigadekommando einfanden.

Leider wurden die Mahnungen, bte Straße freizu- balten. von der Bevölkerung mcht genügend beherzigt. Namentlich in der oberen Könrasstratze folgte die Menge nur zögernd der Aufforderung zum Ausetnan- dergeben. Zwei vollbemannte Autos der «icherheits- wehr gingen gegen 1 Uhr langsam und unter fortwäh­render Abgabe warnender Hornsignale vor. Die Menge wich langsam zurück. Am Eingang zum- nigsplatz weigerte sich eine größere Gruppe bartnück-g, die Stelle zn räumen. Es bedurfte langen gütlichen Zu­redens der abgestiegelien Sicherhertsmannsümsten, um die Leute zu allmählichem, aber wiberwMigcm Abmarsch zu bervegen Die Menge sammelte sich dann an den Ausgängen des Königsvlatzes nach der Garnisonlirche, der unteren Königstraße und bei der Post und antwor­tete dem Nänmungsersuchen durch Johlen. Schließlich, nach etwa einer halben Stunde, als alle ^lufforderun- gen nichts fruchteten, ging die Sicherbeuspolizet zum Schießen über. Mehrere Personen wurden getrosten.

Reichswehr, Sicherheitspolizei, blaue Polizer und Stadtwehr gingen dann in den an den Königs platz an­grenzenden Vierteln vor. Der Lutberplatz wurde ne«

sSubert. Es dauerte biS gegen 3 Mr, als eS hier etwa! ruhiger wurde. In der unteren Königstratzs zwischen Hedwigstraße und Bremerstratze erhielten die vorgehena den Streitkräfte an einigen Stellen Feuer aus den Häuz fern. Vermutlich handelte es sich um Unrubeftifter, big in bie Häuser geflüchtet waren und sich dort ein Versteck gesucht hatten. Hierbei wurde ein blauer Polizist schwer verletzt, ein anderer erhielt einen Fleischschutz.

Zwischen 3 und 5 lifjr spielten sich am Zeughaus, am Altmarkt, in der Wildemannsgasse usw. blutige«, Krawalle ab. Die Ursache war hauptsächlich darin zu finden, daß eine Menschenmenge das Zeughaus zu stür­men suchte, um sich der dort aufgespeicherten Waffen i» bemächtigen. Das Zeughaus wurde hauptfächlich voor Stadtwehrleuten bewacht, denen alsbald ein PanzerautL der Sicherheitspolizei zu Hilfe kam. Die aufgehetzte und erregte Menge zeigte sich äußerst halsstarrig un» folgte den wiederholten Aufforderungen zum Auseinan­dergehen nicht. Die Unruhestifter bedienten sich ra einigen Fällen der Handgranaten, Reichswehr und Si­cherheitspolizei mußte daher wiederholt Feuer geben- und auch hier sind mehrere Tote und Verwurrdete zu verzeichnen. Vielfach wurde aus den Häusern auf biet S icherheitsmannschaften geschossen,' hierbei wurde ehr

ger schwer verletzt.

Geqen 3 Uhr trat allmählich Ruhe in der Stadt ein. Sanitätsmannschasten waren unermüdlich tätig, um ficht der Verletzten anzunehmew Die Zahl der Toten wrra auf 7, die der Verletzten auf 30 geschätzt. Die Stadt be» fand sich abends fest in der Sand der Truppen unb Si­cherheitsmannschaften. _

Die Reichswehrbrigade teilt unterm 18. mrt: Nach schwerem Landfriedensbruch und Waffenraub aus dem alten Generalkommando, wonach die geraubten Waffen sogleich gegen eine kleine Patrouille angewendet wur­den, mußten die Sicherheitsorgane und Truppen alar­miert werden. Die Stadt wurde von den Aufrührern, die durch auswärtiges Gesindel verstärkt waren, gesäu­bert. I« der Altstadt wird «och gekänrpst. Erhebliche Verluste auf beiden Seiten zu beklagen. Genaue Zah­len noch nicht festgestellt. (NichtaurtliM An Opfern, der Ereignisse wurden bisher eingeliefert: Bei der eant« tätswache OrleanSstraße 15 Schwerverwunseis, von de­nen inzwische neu sich leider ein Sffizier der Reichswehr tKopr-m:ßl befindet. In der Sanitätswache Fuldabrücke 32 Schwer­verletzte und 12 Tote. . . ,

In Gaffel wieder Ruhe.

m. Cassel, 19. März. Die Nacht verlief völlig ruhig. Heute morgen würbe begonnen, in der Altstadt Waffe» und Murritio« zu beschlagnahmen. Die Häuser werden abgesucht. Eine Anzahl Rädelsfiihrer wurde verleitet und dem außerordeutlichen Kriegsgericht zugcfWrt. Zu-

O^

der Erei

unb dem außerordentlichen Kriegsg« zwischen finb wieder einige Schusse

tzes Truppeiiaufgebot ist nach der Altstadt gefordert worden. Kavallerie durchzieht die Straßen. Gaffel gleicht einem großen Militärlager. Trupperr aller Gat­tungen sind vorhanden. An verfchiedenen Stellen sind Feldtelephone eingerichtet werben. Bor ver Komman- dantur und an anderen Plätzen smd Automobile not Abwehrgeschützen postiert. Stadtwehr, Militär utb Si­cherheitspolizei arbeiten vorbildlich neoeneinander.

>* Gaffel, 19. März. Bevor gestern mutag Alarm gegeben wurde, drangen etwa 15 Leute in das ehemonge Geueralkourmanöo ein und holten eine Kiste mit '.Mu­nition heraus. In demselben Augeubluk kam vom triedrichsplatz her eine weitere Llbteilung Äusrabrer. Lese glaubten, daß die Leute aus dem Generalkom- manöo Stadtwehrleute seien unb versuchten, ihnen bte Kiste zu entreißen. Dabei kam es zu einem <rcxer^* feist zwischen den beiden aufrithrerrichen Parteien. @» gab verschiedene Verletzte. Als in dem gleichen Augen­blick der große Sllami begann, warfen die Leute bie Munttionskiste fort und flüchteten.

Militärkowwisfar Grzesmski. Die Reichereace- rung ernannte den ReichsabwickelunciSkomunisar Grze- sinski zum Militärkoomnstar mit besonderen Vollmach­ten für das Gebiet der Reichswehrbrigade 11.

DaS Äommanbo der Reichswehrbrigade Nr. 11 teilt amtlich folgendes mit: _, . . ....

Menge mit der Waffe. Tote «nd aus dem Platze. Die Stadt ist i« der Hand der Truppe.

Mühl hausen: Eine große Zahl Gewehre n»d mehrere M.-S. sind in die HLnde von Aufrührern ge».

licheu Angriffs Sei Berwnsdete bliebe

n

raten. Diese sind orgauisicru

Heiligesstadt: Durch Aufrührer ist es z» schweren Ausschreitungen gekommen. Truppen stellte« die Ordnung wieder her. 40 Gefangene.

Erfurt: Die Truppe ist Herr der Lage.

Gobnra: Ruhe. . t

Frankfurt «ud Freistaat Hess e «: Ruhe.

SÄmalkalde«: Am 17. abends wurde die Ritte- republik ausgerufcn.

Die Lage im Reiche.

In Bitterfeld ist eine Abteilung Jäger von bewaff- liefen Arbeitern entwaffnet worden. Ein Teil der Of­fiziere ist gefallen. Bayern ist allgemein ruhig Die neue Regierung scheint Herrin der Lage zu sein, ob­gleich bie Soziaidemokratie nicht uuttnt. Dahuiaeaen ist in Hof bie Räieregkermig auSgerufen In Norm- berg kam es AWifcbcn Reichswehr und Arbeitern zn tef- tige» Könufferi. Die Truppen blieben aber Herr dsk Lage. Die Arbeiter hatten 8 Tote und 13 ©errettnbei«. In BreSlan ist es ruhiger, die Arbeit wurde w eder aufgenomv^eu. In TreSdc« und Leipzig fleht das SI-