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Nr. 75

MMwsch, den 31- Drävz

1930

stm Übergefiede!

Met, 80. März. (S. C.) Aus Hage« ja -.^"alrat der kommüAisttfchen Bok- ------ r« «ach Mühl- ^^' «mfassende

Muse »es Sonntags «Ud MontaM die Sffentlichen Ge- Kinde mit Maschinengewehren und ziM Teil mit Ar- trllerie der Roten Armee besetzt und in^BerieMgttngs- Mstaud gebracht worden. "

^ Rückgaug der Roten Truppen vorWefel.^..

' ^^ Münster, 30. März. (S. C.) Die Rote ArmW . Mt sich nach einer Melömrg aus Wesel vor Wesel zurück, i Me Artillerie der Roten Truppen, soweit sie nicht durch Volltreffer der Festungsartillerie vernichtet ist, wird aus dem Vorgclände der Festung-nach rückwärts gebracht. Auch an der Bahn Wesel-Haltern sind die Roten Trup- s pen znrttckgegangen.

Kommunistische Kontrollräte bei der Eisenbahn.

^ Essen, 30. März. (T. U.) Die Leitung der kom- rnurrffttschen Bewegung macht gegenwärtig Anstrengun- ; gen, um auch die Eisenbahner auf ihre Seite zu bringen, ^mas nu Hinblick auf die galante Veranstaltung eines - neuen Generalstreiks von Bedeutung ist. Nach einem .Wericlff des unabhängigenRnhrechv" hat sich bei der Hte- Mgen Ersenbahndirektion ern Vollzugsausschuß als poli- ttsche ^ gebildet. In einer Konferenz von

- Vertretern der Eisenbahner aus dem ganzen Jnönstrie- i bezirk hat die Mehrheit dem bekannten Hagener Beschluß j zugestimmt. Ein Teil der Delegierten (Christi. und Dem.) lehnten ihn ab und verließen die Sitzung. Die lbei der Hagener Eisenbahndirektion bestehenden Arbei- «terrüte und Direktionsbeiräte sollen nur mit Leuten be­setzt werden, die auf dem Boden des Hagener Beschlusses i stehen. Den Eisenbahnern ist ein Sitz im Kontrollrat ringeräumt worden.

Gefangennahme der Kampfleitung in Dorsten.

^ Bochum, 30. März. ,(T. It) Wie das unab­hängige Blatt in Buer mitteilt, ist in Dorsten die Kampf- leitrrug der Roten Armee von den extrem Gesinnten ges :Fa«geu genommen worden.

.^wää- .'ÄMsuNü «^rchcm Geuera^strE -7 -^>^

«' Berlin, 30. März. (S. C.) Dem Roten Boll- - MKsrat liegt seit gestern der Antrag der Bollzugsrät« »eo Rnhrrevrers vor, für den Fall des Einmarsches der Megreruugstrnppe« in das Ruhrrevier den Generalstreik für Deutschland zu erkläre«. Ueber den Autrag wird Noch beraten.

Foch «»it Vollmachten versehen.

=*- Rotterdam, 30. März. (S. C.) Wie dieTimes" Starts melden, ist Marschall Foch am Sonnabend uem in das besetzte Gebiet abgereist.Daily Mail" : nahm Foch Vollmachten der Alliierten mit, falls ntschc Regierung weiterhin sich gegenüber der hül eu ^^eubewaffnung im Ruhrgebiet passiv ver- ; ** Genf, 30. März. (S. C.) DerTemps" meldet,

^^ Durchführung der militärische« Maßnahmen gegen ;§tn Nebergreifen der Bewaffnung der Arbeiter auf das Besetzte Gebiet ist Frankreich übertragen worden.

Auflösung der Roten Armee.

^ Dortmund, 30. März. Die Rote Armee beginnt sich in crnzelne Truppenverbände aufzulösen. Die Rot- .Mroisten fluten in losen Abteilungen in das Hinter- Aand zurtick. Die Städte und Gemeinden des Fndn- -striegebietes bestnden sich in großer Sorge. Von allen Seiten kommen Klagen aus den Etappenorten der Ro­ten Armee über Plünderungen und Gewalttätigkeitem

Requisition der Roten Armee.

m- Mühlheim, 30. März. Die Thyssenschen Betriebe (wurden durch sog. Beauftragte, die aber keinen Aus- weis vorzeigen konnten, stiltgeMit und die ^irbeiter «ssgefordert, die Arbeitsstätten zu »erlassen. Es wurde ihnen anheim gegeben, sich znr Roten Front zu bcae- Den Fn den übrigen Betrieben wird fast durchweg gearbeitet. Bei den Kaufleuten wurden Requisitionen großem Umfange vorgenommen, namentlich wurden tznffttel und Gebrnuchsgegeuffände beschlagnahmt.

uE, Zigaretten, Schuhzeug und Autoreifen it. a nt. den auf Gutscheinen -es Exekutivkomitees aus den schliffen herausgeholt. Die Aktiengesellschaft für TierverwertttNg mußte Benzin für den Betrieb der tos liefern.

Oeffnung des Gerichtsgefängnisses in Esse«.

w Essen, 30. März. Das Gerichtsgefängnis ivurde Mstern abend von revolutionären Trm'pen geöffnet. Wie Gefangenen rvurdcn in Freiheit gesetzt und Schlos­se« sich deri Revolntioirären an.

Die Gefangenen.

^ Essen, 30. März. Der Zentralrat erließ gestern !«bend folgende Aufforderung: Sänckliche im Rtachtve» reuh der Nollzugsräte und Vollzugsausschüsse in Rheinland Westfalen befindlichen Gefangenen der Meicheioelirtrnppeu, Einwohnerwehren und Sicherheits- Mannubosien sind unverzüglich dem Zentralrm in E'i- ifen bis spätestens morgen vormittag 11 Uhr nament­lich durch Kurier oder telegraphisch zu melden. Die ßkünuwicit stehen unter dem Schutz des ZentralrateS.

Englische und belgische Tr»ppe»z»samme«zieh«nge».

>* Köln, so. März. (S. C.i In Erwartung des I Vorgehens der Berliner Regierungsiruppen gegen das Ktuhrgebier, die biS Dienstag erfolgen soll, sind zwischen l

EEEc^N^^^ ^ SAMW MS-PM M

worden. Der englische

' d Montag früh nach KrefelS

Dienstag sind bereits A«/röyungen ge- JK^W^^. ^lchitzMGtzS- , "A^'Rotterdam,"W. März. (S. C.stScüfn^Ußrn- ^E" meldet.grrH Paris, das Fortschretten der Bewaff­nung der Kommuttcsten tm Rnhrrevier hat in Ssßrm» 2ir alliierten Vertreter am Sonntag zu dem

gerttfe«. Mttitärische L^eratiove« gegen M J." wehrtruHPSs werben von der Roten Armee als »SZ» sichtslos angesehen. Die Vottz^sräte im Industriege- bret befasse« sich zur Zeit mit Me» Stellungnahme zu dem heute mittag ablanfenden Ultimatum. Der Düsiel- dorfer Vollzugsrat beschloß, das UltimES» der Reqie- ansuuehme«. Ein allgemeiner endMügvr Be-

Dl»H ist zwar noch nicht gefaßt, doch ist die Auuayr^S des Ultimatums zu erwarte». Inzwischen beginnt sich dre Rote Armee in einzelne Truppeuserbände aufzu- lüseu.

e* Berli«, 30. März. Die revv rate der einzelnen FnLustriearnpven nr 12 Bermmmtüngen Stellmtg yr m

BetrWSS-

Ms _,.

BLKMttekMrgs-'

-Tue nach ösm, _ _

'^MWW kehrt heuie Uach Berlin zurück. Bringr üe- seine befriedigende Nachricht mit und läßt die Reg-e- Ä.W Tritonen wirklich gegen die dorr kämpfendes^ Arberter marschieren, so soll erneut in einen Geneml-

Beicbs- Mmseraumayme oes tveuerülstreiks vorzuvereite«. ^i« ls akK-1 Stuttgarter Mehrheitsfozialisten haben Den Beschluß - - ^""ßt, den neuen Ge«crajstreik abzulehne« und in den

BetrvSsi m denen der Generalstreik proklamiert wer­den soll, ge

Die £)Pfef

Bericharstmg der Lage im Rnhrrevier?

^ Berl,«, 30. Rcärz. (H T.) Zur Lage im Ruhr- georet haben gestern wlgende Organisationen Stellung genommen: Dre Llm, die Generälkommission der Ge- werkichaflen und Vertreter der drei sozialistischen Par- teien, denen auch Delegierte aus Schlesien, Sachten imö «uddeulichlanö angebbrien. Es wurde der General­streik im Prinzip neu teilt)offen, der sofort in Kraft tre­ten soll, wenn der Truppeneinnlarsch oder gewaltsame Magrmhruen gegen die Arven erschaff im Ruhrgebiet vorgenommen werden. Falls das Ultimatum zurückge- zogen^ roürde, wäre Vlanm für weitere Verhandlungen. Der Hauptstreilpunkt scheint das weitere Verbleiben des Generals Watter in seiner Stellung zu sein. Die Lage int Ruhrgebiet selbst hat sich inzwischen nach allen vor- liegenden Meldungen erheblich vsrtchärfj. Die A'' 'ei? ~*i*r4^^xer4irerttt!T^ ifno ÜNöcoM

entschlossen, bei vorkommcnden Gewaltumtznahmen Er­schießungen und dergleichen vorzunehmen, die Berg­werke, die bereits zum größten Teil unterminiert (?) und von Sprengkolonnen besetzt sind, in die Luft zu sprengen. Die Roten Vollzugsräte haben in Duisburg, Gelsenkirchen und Dortmund alle Lebens rmtiel öe- schlagnahnn. Lebensmittel werden gegen Bons des Vollzugsrates requiriert und die Eisenbahnen zu Transporten für die Rote Sirmee gezwungen, soweit sie diese nicht freiwillig übernehmen.

Verhaft««» des Düffeldorser Vollzu srates.

** Düssel»orf, 30. März. (L. Ast Der aus Rehr- Heitssozialisten, Unabhängige» und gemäßigten Kom­munisten bestehende LnRzngsrat in Düsseldorf ist heute vormittag von radikalen Kommunisten verhaftet wor­den. Es ist ein rein kommunistischer Bollzugsrat ge­bildet worden

Annahme des Ultimffums der Reichsregierung.

^ Berlin, 30. März/ Bom Bollzugsrat in Essen lief ein Telegramm ein, wonach dieser das Ultimatum der Regierung anttivunt. Ausdrücklich wird betont, daß sich auch die militärische Leitung der Roten Armee der Stellungnahme des @re«er Vollzugsrates ansÄlietzt.

w Elberseld, 30. März. Die sozialdemokratische Partei »trefelös hat -er Regierung am Montag oben- 8 Uhr miracteüt. daß sie eine Berlängerimg des Ultima­tums -er Reichsregierung vom 28. März um drei Tage verlange.

Fttttkenielegraphische Verbindung mit Rußland.

>v Essen 30. Niärz. (B. T.) Der Rote Zemralrat in Westfalen ist seit Freitag in funkentelegraphischer Verbindung mit dem Moskauer Zentralrat und mit der Oberleitung der gegen Polen marschierenden rnssischen Roten Armee. Der Rote Zenrralrat hat die Festnahme bürgerlicher Geiseln in den Städten des Ruhrreviers ' gebilligt für den Fall, daß die Reichsroehrtruppen mit . Waffengewalt gegen die Rote Armee eintreten. Es sind bereits Listen ausgestellt, in denen die Namen der zu verhaftenden Geiseln ausgesührt sind.

Die SteumignahNe der Frankfurter Betriebsräte.

>* Frankfurt, 30. März. Eine gestern abgehaltene Versamnrlung der Frankfurter Betriebsräte beschloß, so­fort in den Generalstreik einzutreten, falls die Reichs- wehrtruppen in das rheinisch westfälische Gebiet ein- rücken.

KabknettsÄrise in Säuemerk.

** Kopenhagett, 30. R-arz. (T. HO Der König von Dänemark Bat das Ministerium Zahle ohne dessen Zu­stimmung entlasse» und den Führer der Linken Reer- gard mit der KabffMtsbildung beauftragt, der sich aber außerstande erklärte, die Geschäfte weiter zu führen. Es verkämet, daß man in sozialdemokratische» Kreisen belchloffen habe, die Frage, den Staatsstreich durch Ver­kündigung des GencraWreiks zu beantworten, inncr- halb her Parteien zu erörtern.

Der Gesetzentwurf über die ReickSpräsideniNi wähl.

* Berlin, 30. Ncärz. (T. u.) Der Naiionalver- sammlimg ist gestern der Entwurf eines Gesetzes über die Wahl des sifetch. Präsidenten zugegangen, nach dem ; der ^ränbtni vom ganzen deutschen Volke gewählt wird. >

^ Halle, 30. A

kampfen in Halle ___________ ._______ _________

n^n der Haupttache handelt es sich um Jsrbeiter, Tic von auswärts nach Halle geeilt warem Eine Anzahl Lei- foerr konnte noch nicht festgestellt werden. Die Bei» tuite ber Sruwen und der Zeitfreiwilligen einfchlietz- M der Arberterwehren werden anttlich mit 27 Toten und So Verwundeten angegeben.

tonen

270.

Aufhebung der Beschlaguahme der Banke«.

, ^ Mühlheim, 30. .März. Der Vollzugsrat gibt be­kannt, daß er dre Beschlag«ah«re der Banke« cmfgetzo- be« habe. Maßgebend hierfür war die große Störung, die beionders im Löhnungsverkehr hervorgerufen wor­den war. Verschiedene Werke konnten die Löhmurq nicht auszahlen. Dies rief unter den Arbeitern natür- M^grotze Unruhe hervor Die Beschagnahme einer wrillron aus der RerchsSank wurde verfügt, um die Frontkamprer lohnen zu können. Man hatte 8 Millio­nen verlartgr. Die eine Nttüiou reichte nur für 15 -age aus. Der Bankverkehr ist wieder aufgenounsen innrem. - ^^Mf^ ^=aaaS£sSS

Zufasm-enSi-uch der bolschewistischs« Offensive?

^ Berlin, so. März. Der jüngste Bericht des polnrschen Generalstabcs bcüattqt den vollständigen Za- wmmern'rnä, der SolschewisMAe« Offensive. Die Rote« Truppen seien überall geschlagen, an manche« Stellen «ez» vernichtend. Im Widerspruch dazu siebe«

««gen, wonach ö-e polnische Regicruna den Re- giernngssitz von Warschau «ach Bromberg verlegt hat. Drese Verlegung soll Me Folge des «nanfbörlichc« Vor- ruckeus -er stofjetlmnpcn sei«

Die UntersnAnng des MilitSrv»tsches.

«^ Berlin, 30. Vtärz. iS Eck Die Vorerhebung des Oberreichsanwalts gegen Sie llrheber des Hochver­rats vom 13. März ist soweit beendet, daß m Aufträge des Recchsanwalts der Untersuchongorichter beim Landgericht l mit der ersten Vernehmung der Schul­digen begonnen hat. General Lndevdorss ist für Don­nerstag nach Ostern zur Verneinung vor den Umer= fftchungsrichrer des Landgerichts vörgeiaden worden. Ebenso ist an die Polizeibehörde des Wohnsitzes des Herrn von Fagow Anordnung zur Voriitürung des Herrn von Fagow für Sonnabend nach Ostern er« gangen.

Rachkläuge zum Kapp-Potsch.

»e*. Berlin, 30. März. (S. Eck In mehreren Vor­ortparlamenten Großberlms kam es ttefiern zu An- »ragen und Auseinandersetzungen über die durch den MilrtärprttM hervorgernienen Vorgänge, die zu Ge- acnanfstande» und auch zu Blutveraretzen ffihz.en. Bon sozialistischer Seite wurde allgemein das Verb al­len der Einwohnerwehren getadelt. Auch gegen öle Beamten, die dem Generalstreik nicht nachgekoinmen waren, zog man zu Felde. Dasselbe geschah auch a. genüber den Schülern der böreren Lehranstalten, o e sich in selbstloser Weise der reamistae» Notöilfe zur Verfügung gestellt hatten. Die Erörterung mr i einen teilweise stürmische» Gramster am Den Au st - gcn auf Einsetzung von Untersnchungsanöschü >c n ivurde zugestimmt. Zu Lichtenverg setzten die de ö n sozialistischen Parteien ihren Antrag durch den zmc- n Bürgermeister M entlassen, weil er sich geweia rt hätte, Aurveis»»«« der Arbetterräte «ack'nksmmei

h- Berlin, 30. März. General von Lifftwitz ist. wie dieV. Z." erfährt, gefttichtet. Ein Haffbelehl ist gezeu ihn erlassen wurden.

Plan eines kommunistische« PutscheS.

** Karlsrnbe. 30. März. Nach einer Melörma 3 Bezirksamtes ist aus ausaelangenen Telegraru :c und Briefen zu schließen, daß für den 80. Mär m tont mit »imitier Putsch geplant ist, der von Franks rr, Mannhükvr und Stuttgart aus über mmz Deutschiarch sich ern recken solle.

Ek«ver«f»»g der Sozialisieilltttgskommifsio«.

h Berlin, 30. März. (S. CA Wie eine hiesige r* respondenz viel der, hat d»is Reichswkrtschaft-n:i e- rmm die frühere Sozialisierungskommiffion u. e Vertreter der BeruHvervände für heute einverufe l

die Durchführung des Punktes 6 der Gewerksch: derrmger» zu ermöglichen. Dieser Punst iieria: sofortige JnaAgriffuchrme der Sollalis-ernLg Sec reifen Wirtschaftszweige, ferner die UebernaSw. Kali- und des Kohlensillchikais auf das Reich.

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