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Arsfelder «reisblatt

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Nr. 100

Sonnabend, den 1. Mai

1921

Franzöflsch-amkikaEche Spammg.

< Amerika droht mit dem Wirtschaftskrieg.

>» B e r n, 30. April. (T. U.) Nach einer Meldung

' aus zuverlässiger Quelle steht Frankreich wieder vor einer ernsten ökonomischen Frage. Amerika weigert sich, Handel mit Frankreich zu treiben, bis nicht Frankfurt von den Franzosen geräumt sei.

Die Friedensfrage in Amerika.

X Basel. 30. April. Einer Meldung aus Washing­ton zufolge teilte Senator Underwood, der neue Führer der amerikanischen Demokraten, dem Präsidenten Wil- son mit, seine Partei sei bereit, die Ratifikation des Friedensvertrages iunerhalb 14 Tagen durchzusetze«, wenn sich der Präsident zu gewissen Konzessionen ver­stehe. Man müsse in den. Friedensbedingungen die Handelsinteressen Deutschlands berücksichtige« und Deutschland dieselben Bedingungen zuerkennen, wie den anderen Nationen. Es besteht die Sicherheit, daß Wilson auf diesen Borschlag eingetzen wird.

Erklärung des Friedenszustandes in Amerika abgelehnt.

«* ® e «f, 30. April. (S. C.) DerMatin" meldet aus Neuvork, das Plenum des Senats hat den Antrag des Ausschusses, den Friedeuszustand mit Deutschland ohne vorausgegangene Friedensverhandlungen anszn- fprechen, mit knapper Mehrheit abgelehnt.

AmsrskKmsche Anleihe an DeMschland.

Aus Berlin wird gemeldet: Nach einer Meldung der Pressestelle des Auswärtigen Amtes ist ein Syndikat amerikanischer Großbankiers bereit, Deutschland die Ge- lamtsumme seiner Kriegsschuld zu leihen, sobald die Al­liierten die Gesamtsumme festgelegt haben.

Ae »mono des Ssittgauee

Die deutsche Note zurückgezogen.

wSctn, 30. April. (T. U.)Petit Parrsten" gibt die folgenden Einzelheiten über die Unterredung Goep- perts mit Millerand wieder: Goeppert machte den fra«- zösischen Prennernünister mit der Tatsache bekannt, dast die Truypenkörper im Ruhrgebiet nicht mehr dre Zahl von 17 500 überschritten, und er drückte die Hoffnung aus,

die Truppenkörper im Ruhrgebiet nicht mehr die Zahl von 17 500 überschritten, und er drückte die Hoffnung aus, daß infolgedessen die französtschen Truppen bald aus Frankfurt und den anderen besetzten Städten Wruckge- zogen würden. Millerand t-M. ^MUf Herrn GoeWert ^piMAe Erkiärnng mu, die er tu ser Kammer mache: »u^e, und machte ihn mit der Entscheidung der Allnerteu be­kannt, die sie in San Remo getroffen haben. Ms Herr Goeppert diese Bedingungen hörte, hielt er es nicht mehr für nötig, Millerand die Note zu Überreiche«, die er für

ihn vorbereitet hatte. .

' Die Zahl der Besatzungstruppen am Rhein.

Laut AmsterdamerTelegraas" , teilte Winston Churchill im englischen Unterhause mit, daß die e>ahr " der alliierten Besatzungstruppen am Rhein 14^om Mann betrage, und zwar 95 000 Franzosen, 20 000 Bel­gier, 10000 Amerikaner und 14 lM) Engländer.

Die RÄNfeesKZ »on Spaß*

,ste Havasbericht ferenz in Spaa,

t* Genf, 30. April. tT. U.) Der erste Havasbericht über das Prograrnm der Alliierten-Konferenz in spaa, zu der Deutschland eingeladen wurde, ist am Donners­tag ausgegeben worden. Danach wurde auf die Tages­ordnung gesetzt: Die Wiederherstellung, dre finanziel­len Sicherungen für die Zahlungen Deutschlimds a« die Entente, die Frage der deutfmen Wehrmacht. Der Havasbericht bestätigt, daß die deutschen Vertreter nicht den Beratungen und Beschlüssen der Alliieren b nen werden, sondern daß sie lediglich das Recht haben, in allen den Frage« gehört zu werden, die die Alliier­ten in Spaa entscheiden wollen. e .

«Danach scheint man bei den Verhandlungen in Spaa dieselbe Taktik anwenden zu wollen, wie seiner­zeit in Versailles. Der deutsche Reichskanzler soll wohl zu den Beratungen zugezogen werden, aber irgend wel­chen Einfluß auf die Entscheidungen soll er anscheineltd nicht haben, sondern nur, um den Schein der Gerechtig­keit bet den neuen Deutschland aufzuerlegenden Bedin­gungen und Verpflichtungen zu wahren, vorher dazu aehört werden, ohne daß man gewillt ist, seine even­tuellen Einwände zu berücksichtigen. Der vorstehende Havasbericht berechtigt alw zu Hoffnungen nicht.)

San Remo, 30. April. (T. lt.) Wie der Kor- resvoudent derPost" aus zuverlässiger Quelle erfahrt, wird am 25 Mai Reichskanzler Her«,au« Müller in Svaa znnächst mit den drei Ministerpräsidenie« der Alliierten Lloyd George, Millerand und Nitti, konfc- riweu ^Man wird zuerst die zur Verhandlung stehen- K Fragen in große« Umrisse« festlegen und erst dann werden die Ressortminister und die gleichfalls anniesen- unwwiMonen die Details dieser Fragen bearbei­ten Es verae aber bereits, daß in Spaa lediglich d'e großen Gesichtspunkte beraten werben sollen, wah- ?eud n an die De ailb^ auf spätere Zeit zu ver­geben gedenkt. Die bis ins kleinste gellenden Ber- oevd'ungen über diese Details werden deshalb, da sie Ifinac-c in Anspruch nehmen werden, noch nicht in Sr^aa Ädern zu einem späteren Zeitpunkt an einem anderen Kte, der noch bestimmt werden wird, erörtert

nuroen. ^ 80> Upri^ Im englischen Unierhause erklär'^ d'tegsminister Elucr^üll, daß man in San B <& sci^de Beschlüsse überhaupt nicht gefaßt habe: sie 1 >"> vielruebr bis zur Anhörung der deutschen Ver- Er G Svaa zm-ückgesteNt. Nur für die Entwaffn«»« ^Äwds En Mtlndlaaen s Da­nach habe die Herabsetzung des {teutschen Heeres aus

100 000 Mann zu erfolgen. Eine andere englische Mel­dung besagt, daß 160 000 Mann zugebilliat wurden, vorausgesetzt, daß Deutschland das Ruhrgebiet räume.

Die Ablieferung der Schiffe.

Die Reparationskommission hat auf die am 14. April an sie gerichtete Note der deutschen Regierung zur Frage der Schiffsabgabe eine Antwort erteilt, in der es heißt: Wir müssen betonen, daß, obwohl jetzt über 3 Monate seit Inkrafttreten des Friedensvertrages verflossen sind, noch nicht ein Fahrzeug während dieser Zeit von der deutschen Regierung abgeliefert worden ist, und Ihnen mitteilen, daß es der Reparationskourmisston nicht mög­lich ist, irgendeinen weiteren Antrag in Erwägung zu ziehen, bis eine zufriedenstellende Menge Tonnage tat­sächlich abgeliefert worden ist. Wir müßen ebenso daran erinnern, daß von dem Zeitpunkte an, wo die Schiffe nach dem Friedensvertrage hätten abgeliefert werden müssen, bis zum Tage der tatsächlichen Ablieferung von der deut­schen Regierung Vliete zu zahle« sein wird."

Hierauf hat die deutsche Regierung folgendes erwi­dert:Die deutsche Schiffahrtsdelegation hat beretts in London dem Ma^time Service gegenüber betont, daß ihr die Erfüllung der Verpflichtung, welche sie übernehmen mußte, praktisch nahezu undurchführbar erscheine, da die Frage der Verbunkerung und Bemannung der Schisse schwer lösbar sei. Es ist gleichwohl gelungen, den Damp­ferBielefeld" vor zwei Tagen nach der Firth vs Forth abgehen zu lassen. Außerdem ist eine größere Anzahl Schiffe seefertig gemacht. Die deutsche Regierung hont, deren Abfahrt in den nächsten Tagen bewirken zu kön­nen. Die Kommission wird daraus entnehmen, daß es deutscherseits nicht an gutem Willen fehlt, den Ver­pflichtungen des Friedensvertrages nachzukommen, baß aber das deutsche Volk mit Bestimmtheit erwartet, nicht durch Wegnahme des letzten Schiffes seitens der Kom- Mission wirtschaftlich völlig zerrüttet zu werden."

*

Die Chefs der EnieuieMissiouc« nach Paris abgereist.

»^ Berlin, 30. April. «S. C.) Die Chefs der En­tentekommissionen sind auf telegraphische Anordnung des alliierten Rates gestern abend nach Paris abgerelst. Sie sind ebenfalls wie der französische Geschäftsträger, der bereits am Dienstag früh aus Berlin abgereist ist, zur Berichterstattung nach Paris berufen worden.

Erklärn vae« Lloyd Georges.

w Berlin, 30. April. (2. A.) Im englischen Un- ^tKrhLUfe soll Lloyd Gem-te Erklärungen über die Er­gebnisse von San Remo ab.

Lösung der Adriasrags?

te* Rotterdam, 30. April. Lloyd George erklärte in San Remo italienischen Journalisten gegenüber, Sag die Besprechungen zwischen Italien und Süd--Llawien zu einem befriedigenden Ergebnis über Sie Adriafrage führen dürften.

Das belgisch-frauzöfische BünSuis.

*,# «erlist, 30. April. Der belgische Außenuttnister Huysmans äußerte sich zu einem deutschen Preyever- treter über das französisch-belgische Bündnis und be­stätigte dessen Bestehen sowohl für die Grenze gegen Deutschland wie für die Küste. Jeder Angriff, gleich­gültig von welcher Seite er komme, würde von Belgien und Frankreich als Kriegsfall angesehen.

Einmarsch in das südliche Ruhrgebiet.

^ Hage«, 30. April. (S. E.) Suforge des E,«- marfches der Negierungstruppen in das sublime Ruyr- gebiet ist für -c« 2. Mai eine Konsereuz der radikale« Gewerkschaften des südliche« «uhrrcvterS nach Stern* sckeid eini-crufe«, «m zu dem Einmarsch «tellung oU nehmen. ES besteht in bestimmten gewerkschafincken Krisen die ernste Absicht, die Arbeiterschaft zvm Pro­teststreik auszuforder«. Nach eiuer Berauutgade m der gestrige» Adendsitzung der Gewerkschaften hat der Mi- litärtommaudaut die Vollmacht des Rcrchsprafkdeute« sur Eittietznug von anßerordentlichen Kriegsgerichten mach südlich der R«hr erhalten.^

>*. Hannover, 30. April. (<s. C.) Der Vormarsch der ReAersugstruppen iu das Gebiet südlich der Ruhr hat heilte «acht 12 Uhr begonnen. Der Vormarsch der Truppen hat gleichzeitig aus der Linie H rti,ugcn-Mul- heim-Duisburg u»d in Richtung Remscheid eingesetzt.

Neue Gefahren im Ruhrrevier.

w Dortmund, 30. April. (B. Z.) In Dortmund ist aroße Besorgnis durch das Gerücht entstanden, baß am nächsten Dienstag die hier befindlichen Rcichpwehttrup-. pen DvrtMnnd verlassen sollen. Man nefirrebtet ange­sichts der drohenden Neuauflage des fpartakifttschcn Ter­rors eine allgemeine Flucht aus Dortmund und dem

0-» Dortmund,

rynb^truiebi^ ^ ^^ ^ Z.) Die Lage in Düsseldorf hat sich weiter verschlechtert. Nach Meldun­gen derDüsseldorfer Zeitung" ist der gegeumärttge Zu­stand in der Stadt ««haltbar geworden. Die Ortswehr erklärt, daß sie nicht mehr für den Schutz von Leben mrd Eigentum verbürgen könne. Die staatliche «icherheits- voliiei wird heute oder morgen in Düsseldorf eintreffen, i n her Stadt haben neue kommunistische Versammlun­gen in dieser Woche ftattgefunben. Am Mittwoch fanden große Siraheu dem nu strationc« der Wiabbängigen und Kommnnisten gegen die Verlegung der ^iMcrhelt^po- lizei nach Düsseldorf statt.

Znrückziehnng der Zeitfreiwillige«.

X Essen, 30. April (D. T. Z.l Auf Anordnung der Reichsreatcrnng sind sämtlich' Zitfreinsilligen-For- «tgttone« aus dem Iudnstriegcviet znrnSgezoge« wor­den. Am letzten Dienstag haben die akademische Wehr in Münster sowie die Studenten von Tübingen in» München in Stärke von etwa 6000 Mann den Industrie­

bezirk verlassen. Det Arbeiter sind enkstykEn, erzr Fabrikwehren zu organisieren, um der neuerdings in henden bolschewistischen Gefahr begegnen zu können.

SiedlungspiSne.

Berlin, 30. April. Der preußische MinisterprS- sident Braun äußerte sich über die Ansiedelung der Bsl- tikumtruppen wie folgt: Nach mir zugegangenen Nach­richten befinden sich unter den im Munsterlager ver­sammelten Baltikum- und Ehrhardttruppen zahlreiche Männer, die des Landsknechtslebens überdrüssig und, Sehnsucht nach friedlicher Wirtschaft in der Bemriguns aus eigener Scholle haben, sich indessen in der früher in ihnen geweckten Hoffnung auf Ansiedelung hitter ent­täuscht fühlen. Ich habe daher den Gedanken ausgenom­men^ diese Männer Knltivieruugsarbeite« auf staatlichen Mooren und entbehrlich gewordenen Truppenübungs­plätzen zuzuführen und ihnen die Aussicht auf Anneöe- lung auf diesen von ihnen kultivierten Flächen und auf preußischen Staatsdomänen zu eröffnen. Vorbedingung für das Gelingen des Planes ist, daß die ReichsregieEg aus Kriegsbeständen die noch erforderlichen Baracke» und Geräte sowie die Uebungsplätze und Domänen, um deren Herausgabe zur intensiven landwirtschaftlichen! Nutzung ich mich bereits seit einem Jahre erfolglos be­mühe, nunmehr sofort freigibt und das Unternehmen finanziell unterstützt. Preußisches fiskalifches Moor- und Ledland steht zur Verfügung. Das ganze Unter­nehmen darf keinen militärifchen Charakter tragen. Auch dürfen die Leute nicht, wie es bisher mit den BaltikuM- Lruppen in Pommern geschehen ist, unter Leitung ihrer Ofiziere, zum Teil bewaffnet, ihrem neuen Wirkungs­kreis zugestihrt werden. Das Unternehmen muß unter die Leitung von Männern gestellt werden, die in her Moor- und Oedlandkultur sowie im Stedettingswef« Erfahrung haben. Zudem muß es in enger Verbindung mit der Landwirtschaftsverwaltung durchgeführt werden. Die Männer, die zu dieser Kulturarbeit bereit, müssen aus ihren militärischen Verbänden twK-.tatWis ausscheiden, der regierungsfeindlichen verderblichen, Agi­tation der um ihre Offizierseristenz besorgten Omzttre entrückt und mit dem ernsten Streben erfüllt werben, w» durch friedliche, enibehrunqsvollc. sähe Arbeit eine dauerhafte wirtschaftliche Zukunstsemstenz als freie Männer auf eigener Scholle zu zimmsrm

- Gsths gegen vss Reich.

W Gotha, 30. April. (T. U.) Obwohl der Reichs- kommisiar Holle die Gothaisthe Landesverfanunlung am 20. April für aufae Ton erkkärr rmd Neuwahlen auge- ordnet hatte, beriet dessen Präsident zum W. April die 19 ««abhänaigen Mitglieder zu einer «ltzuug Mstrm- me«. Reichskounnissar Holle teilte den Abgeordneten telegraphisch mit, daß eine Tagung nicht stattfinden werde. Trotzdem fanden sich die 10 unabhängigen Mö­glicher ein. Sie beanben sich nach dem früheren Reu- denzsckloß. erklärten sich für beschlußfähig und nahmen eine Entichlreßunq an, in welcher die Ma««abme« des Reichskommiffars für ««gesetzlich erklärt wurden unb gesagt wurde, daß die Auflömng der Landesi'enaNMr- lung gegen die Reichsverfasinng verstoße. Man beich^S ferner, den Staatsgerichtshof über die Gülttgken bei Aiwrdnung des Reichspräsidenten und des Rcichi-kom- missars anzurufen.

Wirtfchaftsverhav-luuge« mit Fraskr-iS.

Die Reichsreaterung hat in Paris angeregt, «Kap» sich der demnächstigen Befprechungen über Ein- uxh Ausfuhrverbot eine allgemeine Stussprache über drs deutsch-'ranzöfischen wirtschaftlichen Beziebimgen zwi­schen hervorragenden beiberfettiaen Lachveruandigea stattfinden zu lassen. Der französische Ministerpräsident ist bereitwilligst auf diesen Vorschlag eingegangen, m- dem er betonte, daß auch er auf die Wiederaumabme der wirtfchaftlichen Beziehungen zwischen, den beiden Ländern großen Wert lege. Der Zeitpunkt der Beuwe- chunqcir wird ehestens festgesetzt werden. Ebenw sol­len die Sachverständigen in Bälde bestimmt werden, die Deutschland zu vertreten haben werben.

Polens Absichten auf Oberfchlesie».

Dem deutschen Ostmarkenverein wird laut ,Ä ZM." von durchaus sicherer Quelle aus Posen gc'chrce- ben: Teuda hat in der Posener Handelskammer gesagt: Die Aussichten, daß Polen Oberfchlesie« bekomme, ha­ben sich gebessert. Aber selbst, wenn es nicht durch die Abstimmung an Polen fällen sollte, hat die Emenre mrs fest zugesagt, daß wir es Sau« mit Gemalt nehme« können.

Verstärkung der obersckiesikÄen Besatzung.

** Opheln, 30. April. lT. IU Geaenwärna er­folgt eine neue 8crstärk««g der oderschlesische« Besc^ znvg durch französische Truppen. Es vandSt «w Truppen, die bisher in den idüe^wiafcben Avuml- mungögcbietcn zur Besetzung dienten.

Nnrnbe« in SitSflawie«.

Aus Laibach wird vom 24. April gemeldet: AM streikende Kommunisten versammelten iah in der Wagen­halle der Straßenbahn. Im Anschluß an die Verfamm- luna versuchte die durch die Redner erregte Menge in dre Stadt einzudrinaen und eine Kette von 25 Gendarmes 3ii sprenge». Die Menge gab zwei Schüsse ab, wodurch ein Gendarm verwundet wurde. Hierauf nmzmgelte die Menge die Gendarmen und versuchte sie zu entmannen. Die Gendarmen schonen und töteten 10 Personen. 21 Personen wurden schwer, mehrere leicht verletzt. Dre Menge durchbrach alsdann die Sperrkette und begab sich in zwei Zügen nach dem Zentrum der Stadt, wo »wet Versammlungen abgehatten und der Generalstreik er­klär: wurde, der aber keine Wirkung hatte.