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Nr. 121

Freitag, den 28. Mai

1920

Der polnische Vasall.

- ^ Von unserem Berliner M.-Mitatbciter.

Die polnische Front ist zusammengebrochen. Die Molen haben Kiew, dessen Einnahme sie einst so bejubel- ?ten, wieder räumen müssen. Die Bolschewisten hatten ^echt gehabt, wenn sie behaupteten, daß Kiew niemals den Moleir gehören werde. In London ünb Paris war eitel Freude, als der polnische Vasall, der den Krieg der Ver- fiatner Friedensdiktatoren weiter führen muß, diesen Wichtigen Erfolg zu verzeichnen hatte. Der König von 'England beglückwünschte gerade an dem Tage der Ein- iuahnte von Kiew die polnische Regierung zuni Jahrestag . Der Annahme der polnischen Verfassung im Jahre 1791.

Der Vasall Englands zu sein, war von jeher eine sehr zweifelhafte Rolle. Leider mußte es notgedrungen einst Friedrch der Große eine Zeit lang sein, als eine -ganze Welt sich auf ihn stürzte. Und als er England, boy ihn mit Geld unterstützte, genug des Kontinentaldrenst- 'degens geleistet hatte, ließ es ihn in der Not sitzen. Die Erbitterung des großen Königs gegen das pcrftbe! Altnou kannte feine Grenzen. Aber Pilsudsky ist gegen den großen Friedrich ein Zwerglein, und er hat nicht einmal wenigstens die Genugtuung, wie der große Preußen- könig, seine Feinde niedergezwungen zu haben.

Wer die polnische Politik gegen Sowjetrußland nur ! oberflächlich verfolgt hat, der braucht keinen großen poli­tischen Scharfblick zu haben, um zu erkennen, daß die . Entente mit polnischen Truppen, polnischer Eitelkeit, polnischem Hochmut und polnischer Dummheit den Krieg Siegen Sowjetrußland führt, den sie schon int vorigen i^Iahre vergeblich mit einem großen erfolglosen Kessel­treiben gegen den Bolschewismus begonnen hatte. Die !vorjährigen. Offensiven ihrer Vasallen waren ein kläg­liches Fiasko. Nun mußte Polen an die Front. DerDei­nige Nationalismus, den das plötzlich größenwahnsinnige selbständige Polenvolk beseelte/ mußte ihm die Waffen in wie Hand drücken. Es begann eine Annexionspolitik, die Äoch eigentlich gegen das berühmte Ententeevangelium '!war. Den Atmexionismus nub Militarismus zu be = Dämpfen, das war ja dre Parole der Entente, um die Völ-

eine grandiose Heuchelei wie noch nie ut der Geschichte 'bie Rolle spielte, das hat ja nach dem Friedensschluß von Versailles selbst der Blödeste einfehen gelernt. Aber dw sSieger und Diktatoren von Versailles sahen bald ein, f- sie trotz Versailles nicht weiter mit Leicktcgleit hut» und herdiktieren konnten. Mit dem Boljckewismus wur­den sie nickt fertig und werden es auch mchft England siehr zu seinem Schrecken, daß er weit nach Osten uver- schlägt, wie eine lohende Flannne. Es zittert um.iemen asiatischen Besitz und namentlich um Indien. Und da -beißt es bei ihm:Vasallen vor!" Polen war von jeher Frankreichs liebstes Kind. Es s^l ytzt der franzostsche Wachposten an der Ostgrenze Deutschlands sein. Und so ist es keine absurde Behauptung, wenn vernchert wird, daß auch Frankreich Polen in seinem Kampfe gegen Sorv- 'jctrußland mit Geld und Instrukteuren unterstützt.

Das Los- der Vasallen ist stets ein beklagenswertes gewesen. Auch der polnische Vasall wird statt eine Lor­beer- eine Dornenkrone sich erkämpfen. Der Krieg mit sEowjetrußland wird ihm nicht nur viel Menschenblut kosten, sondern auch sein innerstes Staatswesen zerrütten, denn der einst rasch auflodernde Nationalismus beginnt ' jetzt recht bedenklich abzuflauen und sich in einen Bolsche­wismus zu verwandeln. Die Mißerfolge des polnischen Militarismus fangen an, das polnische Volk zu ernüch­tern und ihm einen Widerwillen gegen weitere militä- rrische Operationen einzuflötzen. Und nun kommt noch dazu die große wirtschaftliche Not, die durch das Krteg- fiihren im Namen und auf Veranlassung der Entente noch viel mehr gewachsen ist. Auf einem solchen Boden wuchert die Pflanze des Bolschewismus noch viel eher hub rascher, als auf iebem anderen. Und so wird man bald ersehen, daß das Volk, das vor einem Jahre noch m Nationalismus schwelgte und von einer Jagellonen- »errlichkeit träumte, vielleicht einer der besten Vasallen ,es Bolschewismus werben wird. Ein solcher Sieg Le- Uns würde dann eine Niekierlage der Entente bedeuten, ite grotesker nicht anszndenken wäre. In Paris und »ondon haben die großen Diplomaten recht schwere Kopfe. SLffi» iutzlmd »abm!<-d-n M^

tei dem ander n Bundesgenossen Italien ist die Sache duck sehr brenzlich geworden, denn dort rumort die re- Gewalt wie die aufsteigende Lava im Besuv.

Vlis ietzt^haben^rotz aller hundertjährigen Schmach und ig- ÄwÄS iÄffÄ«- ^f 5 Entente bleiben wird, dann werben sie wohl b^minassrohen Ruf in die traurige Klage ver- ®S3S ist feien ganz verloren!"

Bolschewistische Erfolge aus der Lüdsront.

»,. Bafel, 27. Mai. Bon der ^hwarzen Meerkuste mli-b aemelbet' Die Bolschewisten haben sich der Stadt §Wis bemächtig mw belagern Nrrrria-.Andere.bol­schewistische Streitkräfte sollen gegen Teheran vorumr- Miteren sie zwangen die englischen Truppen, sich vor ihnen z'urttckzuziehen. Odessa ist wieder^van der^^ Arnree besetzt. Bon der F'UnkrnstMion in Odena lamn keinerlei Meldungen mehr ein. Die Motte der Alliier^ ten hat -te Häfett Odessa und Sebastopol wieder ver.

lassen. 1

Zeftsshung der Grenze in Aar-schleswig.

Beschlüsse -er Botfchafterkonfereuz.

»* Bern, 27. Mai. lT. UI Aus Paris wird gemel­det, -atz die Botschafterkonferenz am Mittwoch früh un­ter dem Vorsitz von Jules Cambou getagt bat. Sie be­endigte die Prüfung des Vertrages von Schleswig zwi­schen Deutschland «ud Dänemark und beschloß, den Ver­tragsentwurf ben beiden Mächten offiziell mitzuteilen. Die Konferenz beschäftigte sich danach mit -er Berwen- -ung und Verteilung des aus bem Verkauf des nicht zerstörten Kriegsmaterials erzielten Nutzens. Es wurde beschlossen, die Frage nach Besprechung in der Wiederherstelluugskommifsion in -er nächsten Sitzung am Sonnabend z« erledigen.

(Bei dem Vertrag über Nordscklcswig handelt es sich um die Abtretung Nordschleswigs an Dänemark und die Festsetzung der künftigen üevtsck-dänischcn Grenze. Aus der Meldung ist nicht zu ersehen, welche Grenze von dem Botschasterrat festgesetzt worden ist. Bereits vor einigen Tagen wurde aus Paris gemeldet, daß die erste Zone an Dänemark fallen und die Clausensche Linie die Grenze bilden solle, während die zweite Zone Deutschland zugesprochen, also eine Internattonc.lisie- rung abgelehnt worden sei. Aber apch diese Lösung würde dem Nationalitütenprinzip nicht entsprechen. Nach, dem Ergebnis der Volksabstinrmunq muß Deutschland gegen eine derartige Entscheidung über die Grenzfest- setzung Verwahrung etulegen. Für Deutschland ist nur ein Vertrag annehmbar, her die Tidje-Linie als Grenze vorsieht, wonach Tondern, Hoyer und eine Reihe ande­rer Orte bet Deutschland verbleiben müssen. Diese Linie verläuft unmittelbar südlich Apenrade und Son- derbnrg.)

Der Zweck von Spaa.

Reuter melbei: Die an die deutsche Regierung ge­richtete Berbandsnote, in der mit Rücksicht auf die deut­schen Wahlen der Aufschub der Konferenz in Spaa bis zum 21. Juni vorgeschlagen wird, liebt hervor, daß der Zweck der Konferenz sei, die Nichterfüllung feierlicher Verpflichtuugen des Versailler Vertrages durch Dcnrsch- land zu erörtern und Ziboiachungen wegen oer Sichc- *««<T -er D«^chf«hrnr?g -^e»-Ser!mgeg in Zicknmt y^- treffen.

Vorläufig keine Aufnahme Deutfchlauds ht bett Völkerbund.

* * Rotterdam, 27.' Mai Aus Paris wird gemeldet, daß der Rat der Alliiert^» st ' auf Eintrag Jrankrelchs gegen die Erörternug bsr Einbeziehung Deutschlands in den Völkerbund auf der Konferenz in Spaa entschie­den habe. Die Frage der Aufnahme Deutschlands solle einer späteren Konferenz vorbehalten bleiben.

Eine Ka^ldepesche aus Neuyork meldet, daß sich der amerikanische Senatsausschutz gege« eine Teilnahme Amerikas an der Konferenz in Spaa ausgesvrochen habe, weil der Friedenszustand zwischen der Union und Deutschland noch nicht hergestellt ist.

Die deutsch-französischen Wtrtschaftsveichandlnvgen.

w Berlin, 27. Mai. Die dentsch-französischen Wirt- schaftsverhaudlungen werden noch die zweite Hälfte des Inni in Anspruch nehmen. Bisher haben die Berband- Itttige« eine« güustlae« Verlauf gettottnuctt. Aller­dings sind bindende Beschlüsse noch nicht zastande ge­kommen, da die Franzosen die Wiederaufnahme der Handelsbezichmtgen mit der Frage der deutsche« Koh- lenlieferunge« und den anderen Abliefernuge» an Frankreich in Zusammenhang gebracht haben.

Elemencean znr Entschä-ignvgsfrage.

Ueber eine Unterredung mit Elemenceau wird im Gaulois" berichtet: Elemencean sagte, England unb Amerika hätten den Betrag, den Deutschland zu zahlen fähig sei, auf 75 Milliarden geschätzt. Frankreich hätte für feinen Anteil die Kampfzone wieder ausbauen sollen. Er fei dagegen gewesen, und schließlich habe man sich auf die Lösung des Vertrages von Versailles geeinigt Es sei deshalb folgerichtig, daß Poinearee sein Amt ats Vor­sitzender des Wiedergutmachungsausschusses niedergelegt habe.

Ein Dementi.

Die aus der Pariser Presse übernommene Meldung, es sei eine Note der deutschen Regierung an die Entente gerichtet worden, die sich mit den Kosten des Besatzuilgs- Heeres befasse, wird an deutscher amtlicher Stelle demen­tiert. Auch von einer Forderung der frar^östschen Re­gierung auf Zahlung von^ Millionen Mark für die Maingau-Besetzung ist an zuständiger Stelle nichts be­kannt.

Uruguay verlangt 50 000 Tounca deutsche« Schisfraums.

Der Wiederautmachungskommission wurde vom Ge­sandten von Uruguay im Wanten seiner Regierung ein Beaebren unterbreitet-, wonach dieses Land oie 50 000

Tonnen

des Krieges beschlagnahmt wurden, behalten will.

Lloyd George über den Völkerbund.

Auf einer Völkerbundskonferenz in Llanarindod Wells wurde ein Brief Lloyd Georges verlesen, worin dieser bedauert, der Konferenz "lcht beiwohnni zu kön­nen, und htnzufügt, der Gedanke, ^^ß der ^-vlkerbund erfolglos bleiben könnte, witrde eine kEbare Aussicht eröffnen. Die einzige Möglichkeit, die dünn bliebe, würde der Krieg sein, dessen zerstörende Methan so entwickelt worben sind,- daß -er ^.od der Zivililst.tivn die Folge fein würde.

Neue Kriegsherde.

* Basel, 27. Mai. Einer Meldung aus Paris zu- folae erklärte der soKalistiscke Abaeorwiete Seuibal in

der Kammer, arotfdien Polen und Tsckechien und aron schen Iuao-Slmvien und Italien seien bereits so schwere Konflikte ausgebrochen, daß Kriege zwischen dielen Böl­kern beinahe unvermeidlich erscheinen.

Neue Putschversuche?

Kempte«, 27. Mai. lT. 114 Wie die»Kgäuer Zeitung", das Hauptorgan der bayerischen Volksvartei im Allgäu, von unterrichteter Seile erfährt, werde im ganzen Industriebezirk Rheinland-Westfalen, in Thü­ringen und anderswo von neuem ein brunger Anfstau- vorbereitet, der mit größeren Mitteln und in viel fchär- ferer Form durchgeführt werden solle, wie der leyiere. Eine rote Armee sei teilweise in der Bildung begriffen. Es stünden ihr alle Waffen in großer Menge zur Set» gung, auch leitende Offiziere.

Halle, 27. Mai. (T. 11) Dem »Hall. Bolksbl." zufolge sind zahlreiche Bürger, die in der Nähe der Neilkaserne wohnen, von -er Sicherheitspolizei darauf aufmerksam gemacht worden, daß das Gelände um die Kaserne am 4. und 5. Juni Operationsgebiet werden wurde, weil an diesen Tagen ein neuer Putsch von links inszeniert werden solle.

Berhaudiungen im ÄrztestrelK.

»* Berlin, 27. Mai. lT. 11.) Zum Streit der Kassenärzte mit den Krankenkassen wird vorn Reicks- arbeitsniinister mitgeteilt, daß dort Verbandlungen über ein Einignngsoersahren eingeleitet find, das in Kürze begiuncu soll. An diesem Verfahren werden zwei bc» erntete Vertreter und je 5 Vertreter der Aerzte und Kassenverdän-c teilnehmen. Die Lcitnng des Einiguuqs- Verfahrens wird voraussichtlich eine von den Aerzten vorqeschlagcne Persönlichkeit übernehmep, nachdem die Kassenverbände ihre Zustimmung erteil, haben.

Die Unruhen in Oberschlesie«.

Den Blättern zufolge dauern im obcrschlesischca Volksabstimmunesgebiet trotz des Standrechts die Un­ruhen an. In Dombrowa kam es zu einem Fenergefeck, zwischc« Poleu und TsLeche». wobei mehrere Perirmen schwer verletzt wurden. Der Streik der polnischen Bero- crrbeftc^ dynert ?: Arr» Furcht ^-» So"'-«-»^K^c n »>- - tens der Polen legten die tjmeckischen Arbkiter at meh­re reu Schächten die Arbeit nieder.

Neuorganisation ier Sicherheitspolizei in Ofiprenßen.

* * Kövis- ^V. 7. $lat lT. U., Der Minist« dcs Innern hat, wie von zuständiger Seite mitgetLilt wird, in der Frage der Neuorganisation der Sicherheitspolizei entschieden, daß Las Recht des Einsatzes der Polrzci- truppen dem OberpräsiLenteil bezw. dem Regierungs­präsidenten und den Landräten vorbehalten bleibe. Die Beschwerden verschiedener Beamten in OffizierSraug gegen die vorübergehende Bestellung des Polizeipräsiden­ten Hebring zum Organisator der Sicherheitspolizei in Ostpreußen wies der Minister als unbegründet zurück. Die ausgesprochenen Entlassungen bleiben bestehen.

Erweiterung -er Enverbslosenfürsorge.

Das Reichsarbeitsministerium gibt in einer Drall« tmig an die Regierungen der. Läirder bekannt, daß die Arbeitslosigkeit, die durch Den gegeuivartigen Um­schwung der wirtschaftlichen Konjunktur veruriackt wird, als Kriegsfolge im Sinne des Par. 6 der Verord­nung über die Erwerbslosenfürsorge airzuiehen unb tu derartigen Fällen die Erwerbslosenunterstützung zu ge­währen ist.

Einfuhr italienischer Frühkartoffeln.

Nachdem in den letzten Wochen auf dem Schleich­wege ausländische Frühkartoffeln nach Deutschland her- eingekommen sind, die natürlich zu kolossalen Preisen gehandelt wurden <Mk. 13. das Pfund un Kleinhan­del), ist nunmehr die Einfuhr italienischer i^rühkartof- feln nach Deutschland genehmigt worden, und zwar in so großem Umfange, daß, wenn auch nur ein Bruchteil da­von tatsächlich eingeführt wird, unsere »artoffelversor- gnug vollkommen ausreichen muß. Die ersten Liewrun- gen sind im Anrollen und die ttalteuischen Kartosteln iverden sich im Großhandel auf Mk. 1,50 bis.Mk. l .ü das Pfund stellen. Mau erwartet, bafi bei weiterer Ein­fuhr die Preise nach und nach bis auf etwa tue Hälfte herabgehen werden.

Die Firma Krupp unter französischer Aussicht.

w Paris, 27. Mai. lT. 11) Offiziell wird von fran­zösischer Seite erklärt, bereits seit längerer Zeit habe man die Firma Krupp verdächtigt, noch weiter Kriegs­material herzustellen. Bei einer Untersuchung ^ sich heraus, daß in der TatN-Millimeter-Ge'ckutze ber­ge stellt würden. Der Direktor entschuldigte sich damit, daß es sich um die Ergänzung älterer im Nahmen deS FricdenSvertrages vorgeichelier Bestände handle. Er­würbe befohlen, das ganze Material zu eetniditeu. Fer­ner wird eine strenge Aufsicht ausgeubt werden.

Angriffe der Russe» au -er Nordfront.

w Berlin, 27. Mai. (T. 11) Einer Washingtoner Meldung zufolge berichtet die »Associated Preß' aus Warschau, die Russen griffen an der Nordgrenze Eum die polnische Linie zu durchbrechen und eine Verbin­dung mit Ostpreußen herzustellen.

Zusammenstöße mit Besatznugstruppeu in Oberschlefieu.

* * Beutbeu, 27. Dtai. Gestern kam es hier zu gro­ßen Demonstrationen der über das scharfe Auftreten der neuen französischen Besatzungstruppen erregten Beml« keruira. Den Anlaß gab ein französischer Offizier, bet sich mit zwei jungen Mädchen in ein Eafeevauö be­gehen hatte. Die Adenge wollte die Mädchen ImMhem Die Polizei harte Mühe, die Mädchen zu befreien und ut