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Nr. 125

Mittwoch, den 2. Juni

1926

General BeWti) Wer pulschmSMKllen

w Berlin. 1. Juni. lEig. Drahtn.) Der frühere Kriegsminister General Reinhard, der bekanntlich wäh- rend der Kapp-Tage eine entschieden verfassungstreue Haltung eingenommen und dann die Brigade Döberitz zum besonderen Schutz Berlins aufgestellt hat, führte in einer Unterredung mit einem Mitarbeiter desV. T." über Sie Putschvorbereitungen und die militärische Lage Has Folgende aus: Ein wesentlicher Tel der Nachrichten über die Vorbereitung eines Putsches beruht auf Eut- fldfmtg von Tatsachen und Vorgängen, die mit einem Putsch nichts an tun haben. Sie erklären sich ganz na­türlich aus der gegenwärtigen umfassenden Umformung der militärischen Verbände. Wenn jetzt irgendwo, bei­spielsweise in Westfalen, Truppenteile aufgelöst werden, so zerstreuen sich selbstverständlich die zur Entlassung kommenden Mannschaften, die ja durchweg an den Ent- lassungsorten kein wirtschaftliches Unterkommen finden können, nach allen Richtungen. Darauf reisen sie zu­weilen in kleinen Trupps u. a. auch nach Ostpreußen oder ähnlichen Punkten. Das erweckt dann den Anschein von bestimmten Mannfchaftsbewcgungcu, die an sich aber gar nichts Gefahrvolles zu bedeuten haben. Wenn anderswo tatsächlich Putschnachrichten verbreitet werden, und daran ist nicht zu zweifeln, so haben die örtlichen zuständigen. Reichswehrkommandos darauf Acht zu geben. Darüber, daß verläßliche, verfassungstreue Trup­pen in ausreichender Zahl vorhanden sind, kann die Oef- fentlichkeit beruhigt sein. Die Brigade Döberitz hat mit der gegenwärtigen Beobachtung und Bekämpfung von Pntschvorbereitungen nichts zu tun. Sie steht als un­mittelbare Reserve dem Reichswehrminister zur Ver­fügung. Sie hat dort, wo sich Widerstand gegen die Staatsgewalt zeigt, auszutreten, um Verfassungsbrüche zu vereiteln. Im Ernstfall stehen unbedingt genug ver­fassungstreue Truppen zum Eingreifen bereit.

Die Sicherung Berlins.

®* Berlin, 1. Juni. Vom Reichswehrministerium wurde folgende Mitteilung gemacht: Eine neue Ueber- rnmpelurrq Berlins würde auf den schärfsten Widerstand stoßen. Die Regierung ist der Berliner Reichswehrtrup- pen sicher und abgesehen davon verfügt sie auch mit der Brigade Döberitz, für deren Haltung der Name des Ge- nerals Reinhard eine sichere Bürgschaft ist, und mit der Sicherheitspolizei über genügend verfassungstreue Trup­pen in einer Zahl und Bcwafsuurrg, MgeMöer der jeder -Angriff als aussichtslos bezeichnet werden muß. Gegen­über den Nachrichten über angebliche Putschoorbereitun- gen von Rechts dürfen aber auch die Ruhestörungen der äußersten Linken nicht gering eingeschätzt werden.

Lörserliche Mehrheit in Galha.

*^ Gotha, 1. Juni. (T. U.) Nunmehr liegen die endgültigen Ziffern der Laudtagswahl in Golba vor. Danach erhielten Stimme«: die deutsche Volkspartei 12 685 (3 Mandates die deutsch-nationale Volkspartei 4217 (1 Mandats, der Banerubnud 21412 «5 Mandates, die deutsch-demokratische Partei 7675 (1 Mandats, die Mehrheitssozialisten 3925 (kein Mandats, die Unabhän­gigen 37 899 (9 Mandate).

Im Landtage, der am 23. Februar 1919 gewählt war, hatten die zehn Unabhängigen allein die Mehrheit. Außerdem gehörten ihm vier Demokraten, drei Deutsch­nationale Volksparteiler, ein Mehrheitssozialist und ein Parteiloser an. Die bisherige Mehrheit der Unabhän­gigen besteht nach dem Ergebnis der Wahlen nicht mehr. Die Demokraten haben gegenüber der letzten Wahl zwei Drittel, die Mehrheitssozialdemokraten ein Viertel, die Unabhängigen ein SiWd ihrer Stimmen verloren, nährend die deutsche Volkspartei ihre Stimenzahl ver­doppelt hat. Die Tentschnationalen Hab«r auf Kosten des Bauernbundes, der sich bei der vorigen Wahl noch nicht als selbständige Parteiorganisation beteiligte, die Hälfte der Stimmen verloren.

Die Lage in Oberschleflen.

Ausschreitungen französischer Besatzungstruppen.

«^ Be »thc », 1. Juni. (T. U.) Wie dieOber- schlesische Laudeszeitung" meldet, worden bei der Ab­sperrung am Sonnabend harmlose Passanten von fran­zösischer Kavallerie mit dem Säbel geschlagen, polnisch­sprechende aber »»behelligt gelassen. In der Sonntag- nacht wnrden Passanten, die den Posten höflich «m Durch­laß baten, geohrfeigt oder mit dem Kolben niedergeschla­gen. Dies hat sich heute «acht wiederholt. Die Erregung der Bevölkenrung ist immer «och grob

Breslau, 1. Juni. (V. Z.) Recchswehrmmrster Dr. Geßler sprach gestern in Breslau in einer Sitzung der Parteien und der Presse, an der außer dem neuen Oberpräsidenten Vertreter aller Behörden tecluabmen. Der Minister erklärte, daß an. eine Rückkehr der Frei­korps oder auch nur eines Offiziers nach Schlesien nicht zu denken fei. Aus der Versammlung wurde ein W in Namslan angeführt, bei dessen Magistrat von der Be­fehlsstelle Ost ofifziell angefragt worden sei, woher die Parteiführer in Namslan seien, wo sie wohnten und wie feie Stimmung der Magistratsmitgfteder sei. Kritik touröc an der StaatSanivaltschaft in Breslau geübt, nach deren Ansicht die Anck-Truppen im März irr der Not­wehr gehandelt hätten. Im Namen der U. S. P. Schle- «enß erklärte der Führer, daß seine Partei nicht daran denke, mit irgend einer Forderung zu putschen. Ober- präsident Zimmer gab die Erklärung ab, daß man bei den zuständigen Stellen für die nächste Zeit auch für Ueber- raschnnqcn gerüstet sei und daß er die Ungestörthett der Wahlen verbürgen könne.

Ausweisungen aus Oberschlesien.

** Berlin, 1. Juni. lS. C.) Nach Meldungen aus Oppeln hat die interalliierte Kommission in Oberschle- sien die Ausweisung von fünf Reichsdeutsche» am Mon­tag verfügt, darunter zwei Polizeibeamte und ein Stra­ßenbahner in Beuthem Die Ausgewiesenen haben das .Abstimmungsgebiet innerhalb fünf Tagen zu verlassen.

Massenverhaftnnge« in Benthen.

w Berlin, 1. Juni. (S. C.) In Beuchen hat die französische Militärbehörde mit Masseuverhastnuge» begonnen. Infolge der Vorfälle am Sonntag und Mon­tag wurden am Dienstag in Beuchen 14 Bürger anf Grund von Denunziationen feftgcuommc« und der französischen Kommandantur vorgeführt. In Beuchen und dem Industriegebiet hat unter französischer Dul­dung die allgemeine Bewaffnung der Sokolvereine be­gonnen, die in bewaffneten Trupps dnrch die Straßen ziehen.

Ei« nenes französisches Verbrechen in Benthen.

w Beuchen, 1. Juni. lT. U.) Ueber ein neues Ver­brechen, das sich ein französischer Soldat in Beuthen hat zu Schulden kommen lassen, wird derBeuthener Zei­tung" gemeldet: Der Arbeiter Schwierzy ließ im Vor­beigehen einem Franzosen gegenüber, in dessen Beglei­tung sich ein Straßenmädchen befand, eine abfällige Be­merkung fallen. Darauf fiel der Franzose über ihn her und stieß ihm einen Dolch in den Rücke«. Der Schwer­verletzte wurde in das Krankenhaus gebracht, in dem er hoffnungslos darnieder liegt.

Die polnische Offensive zum Stehen gekommen

** Berlin, 1. Juni. Nach Meldungen, die der polnischen Gesandtschaft zugegangen sind, ist der russische Vorstoß au der ganzen Front zum Sttüstaud gekommen. Berditschew ist erneut von den Polen besetzt worden. Die Fnnkenstatio« von Minsk ist wieder in Betrieb.

Für die Konferenz in Spaa-

Justizrat Bamberger schreibt imH. K.": In Spaa soll sich die deutsche Regierung darüber ausspre- chen, welche Summe Deutschland zur Erfüllung der im Friedensvertrag übernommenen Verhflichtungeu jetzt und in Zukunft werde zahlen können. Welche Antwort auf die Frage erteilt werden muß, ist mir zweifelhaft. Jetzt kann Deutschland nichts zahlen: was es tünftia etwa e^^&u Jtiiiu, lußp-sich zurzeit aucy nicht amm- hernd bestimmen. Dringend zu wünschen ist, daß die Regierung in Spaa finanzpolitisch besser beraten ist, als dies in Versailles -er Fall war. Wenn die Frie- öensgelegation dort die Zahlung von 100 Milliarden Gold innerhalb 30 Jahren angeboten hat, so war das leichtsinnige Versprechen ein neues Glied in der ver­hängnisvollen Kette von Mißgriffen der Finanzpolitik, die uns an den Rand des Abgrundes gebracht hat. Es wäre wertvoll, zu erfahren, auf Grund welcher Berech­nung man angenommen hat, aus dem verarmten, in­nerlich zerrissenen, um wertvolle Gebiete im Osten und Westen beraubten, tief verschuldeten Lande jährlich 3 Milliarden in Gold oder 30 Milliarden in Papier nach Deckung des eigenen Notbedarfs Herauszuprefsen. Es ist nur natürlich, wenn französische Blätter auf jenes Angebot Hinweisen, um weitergehende Forderungen darauf zu stützen. Wie die Dinge in Wirklichkeit liegen, das hat neuerdings selbst der Ftihrer der Entente, Lloyd George, anerkannt, als er im englischen Unterhause er­klärte:Wir wissen sehr gut, daß Deutschland in seinem heutigen Zustande nichts zahlen kann." Die ganze Frage erledigt sich ohne weiteres mit der Erwägung, daß die Schuld des Reiches am 3L März 1920 ^ so­weit sie sich damals feststellen ließ 197 Milliarden betrug gegen 5 Milliarden am 1. August 1914! Die Verzinsung dieser Schuld erfordert 10 Milliarden jähr­lich. Dazu kommen an Renten für die Kriegsbeschä­digten und die Witwen und Waisen der Gefallenen nahezu 4 Milliarden jährlich. Beide Posten ergeben zusammen 14 Milliarden oder 233 Mark auf den Kopf der Bevölkerung für das Jahr. Dann erst sind die sämt­lichen übrigen Ausgaben des ordentlichen und außer- ordenilicheu Etars zu decken, u. a die für die Besat- zungstruppen, die bisher schon 3 Milliarden verschlun­gen haben.

Wer diese Zahlen ins Auge faßt, weiß mit Lloyd George, daß Deutschland in seinem heutigen Zustmidc nichts zahlen kann. Er weiß aber. außerdem, daß es bei dieser Sachlage, die nicht die geringste Amorttsafton der ungeheuren Schuld zuläßt, völlig müßig ist, für die Zukunft phantastische Versprechungen zu machen, .d-e jeder sicheren Grundlage entbehren. Sicher ist nur eins, daß Deutschland außerstande ist, seine eigenen Aus­gaben, seinen Notbedarf zu decken. Vorläufig nt der Finanzminister auf der Suche nach weiteren Einnahme- guellen. Wenn er in der Verzweiflung zu Monopolen seine Zuflucht nimmt, so ist zu beachten, daß die Erfah­rungen der Monopolstaaten nicht verlockend sind. In Frankreich und Oesterreich nameistlich werfen die Staatsmonopole verhältnismäßig geringe Ertrage ab. obwohl die monopolisieften Betriebe vor.langer Zeit wohlfeil erworben finö und keine Verzinsung teurer, erst zu erwerbender Anlagen erfordern. Was aber die bcschlosscneik Steuern anlangt, so stehen die aus ihnen erhofften Einktinfte vorläufig auf dem Papier. Weit mehr als in normalen Zeiten mußte mit unsicheren Faktoren gerechnet werden. Weit mehr als. in norma­len Zeiten sind aber auch Ausfälle durch Hinterziehun­gen zu erwarten. Denn die Neigung zur Hinterzie­hung ist nicht allein infolge der sittlichen Verwilderung gewachsen, die leider in. alle Schichtezi der Bevölkerung eingedrungen ist, sondern sie nimmt naturge u/ß um so mehr zu. ie mebr der gteneröflidüiae belastet wird. Nun

ist die Steuerschraube notwendigerweise ganz anvero» dentlich angezogen. Dadurch lassen sich auch ehrenwert« Persönlichkeiten, denen ein großer Teil ihres VermS» gens und Einkommens genommen wird, bcfstimmen, mittels falscher Angaben die ohnehin notleidende ReichS» kasse zu schädigen.

Alles dies mögen unsere Vertreter in Spaa beden- ken und sich und uns vor den bedrohlichen Folgen einer! erneuten Selbsttäuschung bewahren.

Die Einladung für Spaa.

Die vom britischen Geschäftsträger in Berlin, Lord KIlmarnock, der deutschen Regierung vverreichte Ein­ladung zur Teilnahme an der Konferenz in Span hat folgenden Wortlaut:Die Aufmerksamkeit der alliier­ten Regierungen ist auf den Umstand gelenkt worden, daß die allgemeinen deutschen Wahlen am 6. Juni ab­gehalten werden. Hauptzweck der Konferenz von Spaa ist für die Alliierten, gemeinsam mit den verantwortli­chen Vertretern Deutschlands die bedeutungsvollen Fra­gen zu prüfen, die durch die Nichtausführung die von Deutschland eingegangenen Verpflichtungen, die seine Vertreter unterzeichnet und die durch den VersaMer Vertrag ratifiziert worden sind, aufgeworfen werden. Die Konferenz wird gleichfalls alle Maßnahmen ergrei­fen, die in Zukunft die Ausführung des genannten Ver­trages sicherstellen sollen. Es ist daher von höchster Be­deutung, daß die Sitzungen der Konferenz von Spaa nicht unterbrochten und auf ein späteres Datum infolge der Inanspruchnahme Deutschlands durch seine inne­ren Angelegenheiten verschoben werden. Die alliier­ten Regierungen sind daher der Meinung daß diese Konferenz auf Montag, den 21. Juni, anzu'etzen ist. Sie werden sich freuen, die Zustimmung der deutschen Re­gierung zu erfahren."

Neues französisches Jeststellnugsbür» für Kriegsschä-e«.

** Berlin, 1. Juni. (Eig. Drahtn.» Aus Pari» wird gemeldet, daß in Paris ein neues Feststellulr-s- und Ausgleichsbüro für die französischen Forderungen an Deutschland, wie der Friedensvertrag von Serail« les vorschreibt und wie sie in allen kriegführenden Län­dern errichtet w: rden. eingerichtet worden ist. Das ge­mischte deutsch-französische Schiedsgericht, das Streitig­keiten schlichten soll, wird in Paris tagen, kann aber nach Bedarf v^. ' m md:rs ,a antmei z£n iL D-- . srauLöstschc - J.z^^^r viuin.tr «rerie-konnen Die Zah­lung der Coupons schm« vor dem 11. Januar 1930 in Frankreich, und zwar zu dem Wechselkurs der Vor­kriegszeit, verlangen.

Die Leistuugsfähigkeit Dextschlaubs.

»ei Genf, 1. Juni. Eine Meldung aus Paris be­sagt, die Sozialdemokraten und die frawzösisä-en Ge­werkschaften haben bei Millerand die Hinzuziehung von Gewerkschastsvertretenl zu der Feststellung der Lei­stungsfähigkeit Deutschlands für die Wiedergutmachung an Frankreich beantragt. Der Antrag ist vom Mini­sterpräsidenten abgelehnt worden mit der Begründung, daß die Lcistttngsfühigkeit Dentschlands von den Alliier­ten eudgultiq entschieden worden sei. Nur die Frage der von Deutschland zu gebenden Sicherheften müsse iwch erledigt werden.

Lloyd George will England im Völkerbund vertrete».

Daily News" beklagen die bisherige Uutätigkeit des Völkerbundes und machen, um dessen Einfluß zu erhöhen, den Vorschlag, daß die Ptinislerpräsidenlen al­ler Regierungen ihre Länder im Völkerbünde vertreten sollen, denn die Einflußlosigkeit des Völkerbundes gehe vor allem darauf zurück, daß diejenigen, aus denen er bestehe, nichts zustande bringen, und diejenigen, die et­was zustande bringen könnten, nicht im :Kare des Völ­kerbundes sitzen. Es gebe also mir ein Mittel, daß näm­lich diejenigen, welche die Politik in den veridnedenen Staaten »rächen, im Rate des Völkerbundes sitzen. Lloyd George, der so oft das Vertrarcen betonte, das er in den Völkerbund setze, kündigt nunmehr an, daß er selbst England darin vertreten wolle. Tiefem Bei'piel müßten auch die übrigen Ministerpräsidenten folgen, und so werde der Völkerbund sofort aus seiner Abhän­gigkeit vom Obersten Rat befreit und der Oberste Rat könne aufrecht erhalten werden, um die Durchführung des Friedensverrrages zu vollenden.

Diesitteurcive«" Senegalese«.

Der Oberkommandierende der französischen Rhein- armee erklärt in einem Tagesbefehl an die fencgasefifche Brigade, die jetzt die Rheinarmee verlasse, die Truppe habe sich in den besetzten Gebieten die Sympathie (!) aller Einwohner erworben, die mit ihr in Berührung gekommen seien. Die Senegalesen könnten mit Stolz ihre Sittenreinheit ins Feld führen gegenüber den per- fiden Anklagen von Leuten, die so leicht vergessen, wessen sie sich in Afrika, Frankreich und Belgien schuldig ge­macht hätten. DasEcho du Rhin" betont, daß die Sui= beiufung der Sencgalbrigade keine Folge des deutschen FeldzugeL gegen die schwarzen Truppen sei.

Frankreich fordert 200 Milliarden.

® e n f, 1. Juni. (S. CU Havas meldet, im Ber, folg des Kammcrbeschlnsics hat das Kabinett Millerand sich dahin entschieden, unter allen Umständen an der Schadcnscrsatzfordernng von 200 Milliarden Franke« ans der Konferenz in Spaa festznhalten.

Lloyd George über die Spaaer Konferenz.

*8» Rotterdam, 1. Juni. (S. C.)Daily Mail" meldet, nach Empfang der liberalen Führer sprach Llond George über die Anfgaben der Konferenz in Spaa. Der Premier­minister führte aus, es sei nicht bcabfichtiat, in Spaa über eine Aenderung oder Abjchwächung des Veriailler Vertrages zn sprechen. Soweit die Lage Deutschlands gegenliber -er vom Sommer 1919 eine Verschlechterung