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hersMer Lageblatt

tjersfelber KreisWntt

Druck: e. funks Suchüruckerei, f. -. Schulleitung pennt». fsmz funk, hersfelt.

Nr. 139 Freitag, den 18. Juni

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: im testiert Ulk ^ / fernsprecher Kummer 8. :

1920

| Lösung der Kabinettskrise.

Dr. Mayer Reichskanzler.

** 8 c 11 i «, 17. Juni. (Eig. Drahtn.) Nach einer Dauer von neun Tagen konnte am gestrige« Mittwoch Sie Regiernvgskrise wenigstens zu einem gewisse« Ab« schlntz gebracht werde«. Der Zentrumsführer Dr. Trim- lborn hatte Mittwoch vormittag noch mit Vertretern der Sozialdemokratie verhandelt nnd dabei feststellen müssen, »atz für eine Teilnahme dieser Partei an einer Regierung ant Zeit keinerlei Aussicht vorhanden ist. Es blieb also Nichts anderes übrig, als im Augenblick sein Augenmerk «««mehr a«f die Bildung einer bürgerliche« Regierung S« richten. Dr. Trimbor« hatte darauf dem Reichsprä- sibenten in erster Linie den Präsidenten der Nationalver­sammlung Fehrenbach als Reichskanzler in Vorschlag gebracht, der jedoch, obwohl er aßen Parteien genehm war, ans triftige« Gründen glaubt ablehue« zu muffen. Darauf hat Trimbor« in Uebereinstimmung mit Fehreu- Lach, und unter völliger Billigung der Zentrnmsfraktiou des Reichstages, den dentschen Geschäftsträger in Paris, Dr. Mayer-Kanfbeure«, als Reichskanzler vorgeschlagen. Dieser Borschlag findet die volle Billigung des ReichS- Präfidente«, der sich seinerseits sofort telegraphisch mit einem Angebot «n Dr. Mayer gewandt hat, dessen Ant­wort zur Stunde noch anssieht. I« parlamentarische« Kreisen wird allgemein erwartet, daß Dr. Mayer au- nehmen wird. Er war zur Teilnahme am Wahlkampf «ach seiner bayerische« Heimat gekommen und ist erst am Montag nach Paris zurückgekehrt. Dr. Mayer wird im Laufe des Freitags in Berlin eintreffen und nach seiner endgültigen Ernennung zum Reichskanzler das Kabinett eusammenstellen.

Die Forderungen der deutsche« Volkspartei.

s w> Berlin, 17. Juni. (Eig. Drahtn.) Wir erfah- - ren von deutscher volksparteilicher Seite, die Fraktion müsse unter allen Umständen fordern, daß sie ihrer Stärke entsprechend in dem «enen Kabinett Einfluß be­sitzt. Sie könne sich nicht damit begnügen, daß zwei Ministerposten (Auswärtiges und Wirtschastsministe- rium) durch Fachleute besetzt werden, die nur in lo­sem Zusammnhange zu den Parteien stehen. Dr. Heinze gehe nicht ins Kabinett, weil die Fraktion durch keinen Parteipolitiker vertreten sein wolle. Aber selbst wenn sie damit einverstanden gewesen wäre, dann hätte ihr ein durch einen Abgeordneten besetzter Sitz nicht genügen können, da die deutsche Volkspartei Zahlenmäßig die zweit stärkste Fraktion in der Koalition sei. In den Verhandlungen mit Hr. Mayer müsse die­ser dem zahlenmäßigen Verhältnis 5er Fraktwn der deutschen Volksvartei gegenüber unbedingt Rechnung tragen. Der Einslutz müsse ihrer Fraktionsstärke ent­sprechen. Aber auch dadurch, daß der deutschen Volks- partei nahestehende Fachminister ins Kabinett berufen werden, habe sie sich keineswegs zu einer bindenden Stellungnahme der neuen Regierung gegenüber bereit- finden lassen.

»-^ Berlin, 17. Juni. (T. u.) Aus führenden Krei­sen der deutschen Volksvartei erfährt dasB. T.", daß die Partei von Trimborn zum Eintritt in die Re- gierungskoalition bisher nicht aufgefordert worden ist. Wohl aber haben Besprechungen über die Regierungs­bildung stattqefunden. Dabei wurde Einstimmigkeit darüber erzielt, daß die deutsche Volksvartei nicht offi­zielle Minister in Vorschlag bringen, aber durch Fach­minister ihres Vertrauens an der Regierung beteiligt sein solle. Der Abgeordnete Dr. Heinze war darauf, hin von Trimborn aufgefordert worden, das Justiz-, Ministerium zu übernehlnen. Er hat nach Aussprache mit seiner Fraktion darauf verzichten müssen. Es wird 1 angenommen, daß sozialdemokratische Fachminister, wie beispielsweise Bauer als V-rkehrsminister in der-Re- gterung verbleiben sollen, da die sozialdemokratische Frattion solche Parteimitglieder als Beamte ansehen wtirde, die auf ihrem Posten verbleiben könnten.

Dr. Mayer lehnt ab.

Fehrenbach mit der Kabinettsbildnng beauftragt.

Berlin, 17. Juni. Der deutsche Geschäftsträaer in Paris, Dr. Mayer hat auf Anfrage des Reichspräsi­denten ob er bereit fei, das Amt des Reichskanzlers an- ^nehmen, abaeleh.it. Er begründet seine Ablehnung mit der Wichtigkeit seiner gegenwärtigen Anfgabe in Paris. Dr. Trimborn begab sich darauf sofort zum Reichspräsidenten, um mit ihm die neue Lage zu bera­te«. An den Besprechungen nahm «»ch der Abgeord­nete Fehrenbach teil. Näheres ist darüber noch nicht ^Äerlin, 17. Juni. (B. T.) Mittags begaben sich Präsident Fehrenbach nnd Trimborn zum Reichs- Präsidenten Ebert, um die neue Sachlage su beßoreche». Ebert beanstragte sodann Fehrenback«mit d" Bilbnnk des Kabinetts, Fehrenbach nahm den Auftrag an uns fetzte sich dann im ReichstagSgebäude ko.iorta,itdc« füh­renden Persönlichkeiten der demokratischen Partei in ^ÄtH n, 17. Juni. (B. T.) Durch die Ableh- «««g Dr. Mayers hat sich die^Situation abermals ver- schoren. Dr. Trimborn hat der deutschen Bolksvart« bett Vorschlag gemacht, gegebenenfalls, wen» die Demo­kraten damit einverstanden sein würden, Zusammen mit ihnen und dem Zentrum eine Koalition der Mn.cz^ bilden. Die Besprechungen Trimborus mit ^esemaun und Heinze gehen von der Voraussetzung aus. dir Sozialdemokraten einen solchen bürgerlichen Block der Mitte nicht durch eine grundsätzliche Opposition die Ar­beit erschweren würden. _..

h. Berlin, 17. Juni. (S. C.) BiS 11 M vonnft- tags harten die Demokxajen bezüglich des Eintritts in

das Kabinett noch keine bindende Zusage abgegeben. Sie behalten sich ihre Stellungnahme noch vor, bis Dr. Mayer ihr sein Regierungsprogramm vor gelegt hat.

Berlin, 17. Juni. (S. C.) Die deutsche Volks­vartei hat die Entsendung von Vertretern in die neue Regierung abgelchnt, zeigt sich aber damit einverstanden, einzelne Persönlichkeiten, die ihr politisch nahestehen und die nicht dem Reichstage angehören, für das Kabi­nett vorzuschlagen. Die deutsche Volkspartei würde der Regierung gegenüber Neutralität bewahren. Die zum großen Teil sozialdemokratische Beamtenschaft soll in ihrer Stellung bleiben. Es zirkuliert augenblicklich be­reits eine Ministerliste, die bisher aber nicht auf ihre Richtigkeit und Bestimmtheit Anspruch erheben kann.

Die Gewerkschaftsführer beim Reichspräsidenten.

e* Berlin, 17. Juni. (S. C.) Die Gewerkschafts­führer wurden am Dienstag mittag vom Reichspräsi­denten empfangen. Die Besprechung galt der Neu­bildung des Reichskabinetts und den von den Gewerk­schaften geäußerten Wünschen. Die Fichrer der Ge­werkschaften erklärten, daß sie von der Unterredung be­friedigt feien.

Segen eine Neuwahl des Reichstages.

* * Berlin, 17. Juni. (S. C.) In den letzten Frak- tionssitznngen der bürgerlichen Parteien, mit Ausnahme der des Zentrums und der Demokraten, haben sich die Redner mit Entschiedenheit gegen den Plan neuer Reichstagswahlen im Herbst erklärt. In einer Sitzung der Volkspartei wurde mitgeteilt, daß das Reich für die jetzige Wahl mehr als 6 Millionen Mark Kosten zu tra­gen hat.

Das Kabivett Giolitti.

Aus Rom 'wird gemeldet: Das neue Kabinett hat sich wie folgt gebildet: Giolitti Ministerpräsident und Inneres, Sforza Aeutzeres, Rossi Kolonien, Fera Justiz, Tedesco Finanzen Meöa Schatz, Bonomi Krieg, Secchi Marine, Croce Unterricht, Peang öffentliche Arbeiten. Micheli Landwirtschaft, Alessio Industrie, Pasqualino Vasallo Post, Raineri befreite Gebiete, Labiola Arbeit.

Die Minister haben dem König den Eid geleistet.

Italienische Niederlage in Albanien. *

« Basel, 17. Juni. DerAvanti" meldet, daß die italieuischen Streitkräfte in Albanien eine ernste Nie­derlage erlitte« habe«. Ihre Verluste an TReu nnb Gefangenen haben angeblich die ZLbl ,tanse!id, über­schritten. In der Kammer wird heute die Regierung über die Vorgäude in Albauien unterrichte«.

Das Ränkespiel Venizelos.

* * Zürich, 17. Juni. König Alexander von Grie­chenland Baue mit seinem Vater, dem Exkönig Konstan­tin, in der Schweiz eine Konferenz. König Alexander erklärte, er wolle dem Thron entsagen und bat seinen Vater, wiederum die Regentschaft zu übernehmen. Ve­nizelos plötzliche Reise nach Paris bezeweckte, den Kö­nig Alexander aufzusuchen und ihm klar zu machen, daß eine Rückkehr seines Vaters unmöglich sei. Venizelos hat sich inzwischen nach London begeben. Aus Athen wird gemeldet, daß dort eine außergewöhnliche Eiwii= nung herrscht. Man befürchtet für die nächsten Tage den Ausbruch einer Revolution. Es gehen Gerüchte um, Venizelos habe es durch eine Jntrige durchgesetzt, König Alexander zum Rücktritt zu bewegen, um in Griechenland die Republik proklamieren zu können. Die antivenezilische Presse erhebt schwerste Vorwürfe gegen Venizelos. Sein Ränkespiel könne Griechenland in die schwerste Gefahr stürzen.

Berlin, 17. Juni. (L. A.) In Griechenland ist die Lage kritisch geworden. Man erwartet einen Staatsstreich des Ministerpräsidenten.

. Die Räumung der Meilen Zone.

* * Fleusburg, 17. Juni. Die zweite .'W ging gestern mittag unter großem Jubel der Bevölkerung wieder an Deutschland über. Die tranzon^chen Be- satzungstruPpen zogen ab. Es wird darüber gemeldet: Flensburg war gestern Zeuge eines historischen Tages. Mit dem Schlage 12 sanken die vier fremden Flaggen auf dem Dache des HotelsFlensburger Hof". Der Platz war durch Polizei und Stadtwehr avgewerrt. Als die Fahne,! niedergingen, präsentierten die Trup­pen. Generalsekretär Bruce, der die tnternaitoimle Kommission vertrat, und die frannvucheu Mhäierc grün­ten ihre F-arben. Dann schrict Herr Bruce die Front ab, und die Truppen zogen ab. TaL Publikum brach ht dem Augenblick in Jubel aus, und sang 'chleswig- holsteinische Lieder undDeutschland, Deutichland über alles". Plötzlich erschienen am Rentier des Dachgeschos­ses des Hotels zwei kleine ichleswig-holiteiniiche, erah­nen, die von den Angestellten des Flensburger Hotels herausgesteckt wurden. Aus dem zweiten -stock des Ne- benhauses rourde eine deutsche Fahne entrollt. Hurra­rufe erfüllten die Luft, als man dies gewahr wurde. Die beiden Heitren kchleswig-holsieinücheu. Fahnen wurden auf Gebeitz der Kommifsion sofort wieder entfernt.

w Flevsoura, 17. Juni. Als gestern der Abmarsch der Alpenjäger erfolgte, ging ein Jubel und frohe Zu­rufe durch die Menge. Die Fauste der Franzosen ball­ten sich. Zu Zivischenfällen ist es jedoch.nicht gckom- men. Nm 12,30 Ihr trafen die beiden Mmister Köster und Severing nrit dem fahrplanmäßigen Zuge in Flens­burg ein, um das Gebiet offiziell zu übernehmen., ^ie wurden von den städtischen Behörden am Bahnho,. be- ariitzt. Ihnen zu Ehren fand ein kleines Frühstück statt. Nackunittags machten beide Minister eine Rundfahrt.

Die Abtrennung Nordschleswigs.

Der Präsident der Friedenskonferenz hat dem Vor­sitzenden der deutschen Friedensdelegation die offizielle

Notifikation der netten schleswigschen Grenze llversaitvl und mitgeteilt, daß die Alliierten jetzt die nördlich der Grenze liegenden Gebiete Dänemark zuweisen würde».

Aus Oberschlesien.

Ablösung der französischen Besatzuugstruppe«.

DemOberschlestschen Wanderer" wird berichtet, da» die Vorgänge in Oberschlesien und die damit verknüpf­ten unaufhörlichen Beschwerden bei der Verbandskom­mission die Wirkung haben, daß eine Ablösung der ge- genwärligeu französischen Besatzaagstrvppe« in Kürze bevorsteht.

Neuer Uebergriff frauzösischer Soldaten.

Wie aus Oppeln gemeldet wird, wurde dort ein neuer schwerer Uebergriff von Franzosen verübt. Mehrere Eisenbahner, die aus dem Dienste kamen, wurden auf der Straße von französischen Soldaten auf polnisch ge­fragt, ob sie Polen oder Deutsche seien. Als sie sagten, sie wären Deutsche, wurden sie von den Franzosen ohne Grund auf das schwerste mißhandelt und mit Erschießung bedroht. Die Mißhandelten haben sich beschwerdeführend an den englischen Obersten der interalliierten Kommis­sion gewandt.

Ein Protest der Gleiwißer Arbeiter.

Nach einer Meldung aus Gleiwitz sind die dortigen Betriebsräte der groben und kleinen Betriebe bei dem französischen Abstimmungspräfekten wegen der franzö­sischen Uebergriffe vorstellig geworden. Der Sprecher habe betont, daß die äußerst erregte Gleiwitzer Arbei­terschaft gewillt sei, fMs ihre Bitte um Abhilfe nicht erfüllt werde, zur Selbsthilfe zu greifen. Der Präfett habe erklärt, daß-sich General Gratier von der Eiüente- kommtssion in Gleiwitz befinde, um die Vorfälle zu untersuchen. Er habe weiter den Arbeitervertretern mitgeteilt, daß die Schuldigen zuur Teil schon verhaftet seien und gestraft werden würden. Die Verletzten wür­den durch die französischen Behörden entschädigt werden. Das Verbot des Wafsentragens werde durchgefühtt werden.

Unter dem Joche der Fremdherrschaft.

Aus Mannheim wird gemeldet: Die verhaftoten so­zialdemokratischen Parteisekretäre wurden nach Mainz geschafft. Ueber den Grund dieser Maßnahme heißt es, die Verhafteten hätten sich in Bersammlu>'^s»-^bee-'»ie schrkcnrojen Wohüangvfvrderuvgen der Franzose« ab­fällig geäußert. Die Wohnungsforderungen der Fran. zefen erregen in LudmigShafe» die größte Erbitterung. Für die französischen Familien, die bei deutschen Fami­lien untergebracht sind, wird Zetzt auch Stellung einet eigenen Küche verlangt. In Wittelsbach wurde die Be­reitstellung von 15 geräumigen Wohnungen unter der Drohung verlangt, daß für den Fall der Nichterfüllung dieser Forderung der Bürgermeister anSgcwicse» wer­ben würde. Dazu kommt die unerhörte Steigerung deS Kohlenpreises für die pfälzische Ueberlandzentrale. Die Tonne Kohle, die bisher 90 Frs. kostete, soll nunmehr 450 Frs. kosten. Diese Snme mürbe die Zentrale mit einer Mehrausgabe von 30 Millionen belasten.

Die Entwafiunng Deutschlands.

In der schriftlich von Lloyd George erteilten Ant­wort auf eine im englischen Parlament gestellte Frage über die von Deutschland zur Erfüllung der Entwaff- nungsbestimmungen getroffenen Maßnahmen heißt es u. a.: Am 10. Juni wurde in einem deutschen Funkspruch amtlich bekannt gegeben, daß bis zu diesem Tage das deutsche Heer auf 200 000 Mann vermindert worden fei. Diese Mitteilung ist noch nicht nachgeprüft,' doch liegen - Anzeichen dafür vor, baß das deutsche Heer im letzten Monat beträchtlich vermindert worden ist. Die deutsche Regierung erteilte Befehl zur Auslösung und Entwaff­nung der unerlaubten Formationen und der Einwoh­nerwehren. Sie dringt aber noch immer auf Erlaubnis zur Beibehaltung einer bewaffneten Gendarmerie. 23 877 Geschütze und 37 262 Maschinengewehre sind aus- geliefert worden.

Das französisch-belgische Militärbüubuis.

. Basel, 17. Jnni. Das franzsisch-belgische SLutz- und Trutzbündnis ist zwischen Marschall Foch und beut belgischen Kriegsminister in Paris abgeschlossen wor­den. Belgien verpflichtet sich, seine Armee zu verstärken und neue Befestigungen zu errichten.

Nochmal die Kaiser'rag-.

m Brüssel, 17. Juni. Der Minister des Aeußern erklärte auf eine Anfrage, daß die alliierten und as'o- ziierten Mächte nicht daran dachten, den ehemaligen dentschen Kaiser in Abivesenheit abzuurtetlen.^ Die Bildung eines Justizausschusses, der sich mft der Schaf­fung eines ständigen internationalen ScndjtoBofeo im Haag beschäftigen soll, steht mit der Frage der Abur- teilung und der Auslieferung des Kaisers in keinerlei Zusammenhang.

Die Enftvafiuung Deutschlaudö.

Loudo», 17. Juni. Churchill erstarre im Unter« hause, er glaube, daß Deutschland hinsichtlich der Em- maffnung feine Verpflichtungen erfülle. Es erfülle seine Verpftichtnngen zwar nicht gern und nicht willig, aber es setze ihr auch keinerlei Kinder,lifie entgegen.

Die Fina«zuoi Frankreichs.

w Berlin, 17. Juni. (L. A.) Die französische Kammer genehmigte mit 500 gegen 72 Stimmen das Projekt der Erschließung neuer EinkommenSguellen in seinem ganzen Umfange.

Die türksche FriedenSbelegatton in Tonlo«.

tat Berlin, 17. Juni. (L.-A.) Die türkische Frie- denSdelegation ist in Toulon etngetroffeu.