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Nr. 145
Freitag, deM 25. Juni
1920
als
Avise «och t« bot Schwebe. ; der Bayerischen Volkspartei in die Koalition. Berlin, 24. Juni. (Eig. Drahtu.) Die inner- e Lage hat im Lause des gestrigen Nachmittags
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aten faßten in ihrer gestrigen Nachmittags- üg keinen Beschluß. Sie vertagten sich auf heute rüttag, und so blieb auch den Demokraten nichts an- cks gestern abend die Sitzung abzubrechen; : vormittag fortgesetzt. Ob heute schon die aldemokraten zu einem Beschluß tommen n unterrichteten parlamentarischen Kreisen zweifelhaft. Von sozialdemokratischer Seite aß sie ja bereits am Dienstag zu der Frage bildung Stellung genommen hätten. Sie ____________Grund, den Demokraten, weil sie an einer gerlichen Koalitton teilnehmen wollen, wetter ent- gegenzukommen. Die Fraktion würde sich daher passiv verhalten. In demokratischen Kreisen hingegen rechnet Man nach wie vor damit, daß die Mehrheftssozialdemo- B doch ihre Stellungnahme revidieren unb in einem Beschluß zeigen werden, daß sie bis zum Abschluß paaverhandlungen bereit sind, in der Frage des cuensvotums Konzessionen zu machen. Die Bayerische Bolksvartei trat gestern zu einer Sitzung zusammen, um sich qletchfMs mit der Frage der Kabinettsbildung zu beschäftigen. Wie aus ihren Kreisen verlaufet, ist Präsident Fehrenbach auch an sie herangetreten, um sie zum Eintritt in die Koalition zu veranlasset» Sollte der bürgerliche Block der Mitte zustand» kommen, so wird sich die Bayerische Volkspartei diese« anschlie- beu. Den Bayern wurde zugesagt, daß sie einen Sitz im Kabinett erhalten. Dr. Heim wird nicht in das Kabinett eintreten. Die Bayerische Volkspartei hat ihre Bedingungen formuliert. Sie wird sich aber tmter keinen Umständen an einer Koalition beteiligen, die nur aus zwei bürgerlichen Parteien besteht. Mit dieser Möglichkeit muß man rechnen, wenn die Sozialdemokraten ihre Stellungnahme nicht ärcdern. An der Stellungilahme der Deutschen Volkspartei hat sich nichts geändert. Wied- feld hat es abgelebnt, das Reichswirtschaftsministerium zu übernehmen. Dafür wird neuerdings ein Kandidat genannt, der der Reichstagsfraktion der Deutschen Volkspartei angehört. Es handelt sich um einen jungen Parlamentarier, der für die Uebernahme des Reichs- wirtscbastsministeriums besonders geeignet sein soll.
M Berlin,
rmchm rpie d
24. Juni. (Eig. Drahtn.) In später ährt noch der „L. A." aus Kreisen der wartet, daß die endgültigen Berhaud- Entpolitisterung der Wirtschaft gestern iefunden haben. Die Besprechungen sind,
Blatte gegenliber von der
ien Seite be- sachlichen und persönlichen Seite hin
ßen werden, wird bestimmt
________rgerliche Kabinett der Mitte N parlamentarischen Kreisen wird
Obwohl im Augenblick nicht Heitssozialdemokraten beschließ» damit gerechnet, daß das bürg» dustandekommt. Ju .../. ... . ,.
vielfach die Ansicht vertreten, daß, wenn seitens der Mehrheitssozialdemokraten kein Beschluß gefaßt wird, der sich mit Sem gestrigen der Demokraten deckt, die Strömung innerhalb der Fraktion sich wird durchsetzen können, die ein Zustandekommen des bürgerlichen Blocks der Mitte als allein möglich anr '•
^^. .......... „„„n möglich ansieht. Von der gleichen
Seite wird versichert, daß das neue Kabinett sich am Montag dem Reichstage wird vorstellen können.
Juni. (T. U.) Die sozialdemokra- wie das „B. T." erfährt, sich klar dar-
w Berlin, 24. Juni. (T. U.) Die sozcaldemokra- . tische Fraktion ist, wie das „B. T." erfährt, sich klar dar. über, daß augenblicklich keine- andere Regterungsbildnng möglich ist als diejenige, die von Herrn Fehrenbach an- gestrebt wird. Die Fraktion.-.weiß nur noch nicht, ob und wie sie das Tolerart potest aussprechen soll, da sie es auf alle Fälle vermeiden will, für irgendwelche Handlungen im Kabinett mit verantwortlich gemacht zu werden, in dem auch Deutsche Bolksparteiler vertreten sind. Es besteht Grund zu der Annahme, daß die Sozialdemo- kratie vorher keine öffentliche Erklärung über ihr Verhalten bet der Vorstellung der neuen Regierung im Reichstage abgeben wird. Aber sie wirdvorauSsichtlich durch persönliche Fühlungnahme die entscheidenden Faktoren von ihren definitiven Schritten unterrichten und so Herrn Fehrenbach die Möglichkeit geben, das Kabinett bet einem wohlwollenden neutralen Verhalten der So- ; zialdemokratie zustandezubringen. Gestern abend äußerte Fchrcubach Fraktionskollegen gegenüber, daß er die I Hoffnung auf Bildung eines Kabinetts der bürgerlichen ; Mittelparteien noch keineswegs aufgegeben habe.
te entscheidenden Fak- en unterrichten und so
Die Lösung der Kabinettskrise.
^ Berlin, 24. Juni. (S. C.) «« Vormittag gingen die Verhandlungen über die Beeudignng der Krisis weiter. In parlamentarischen Kreisen wird mit aller Bestimmtheit angenommen, daß neue Stürnnge« nicht eintreten unb die netten Minister am Montag sich . dem Hanse vorstellen werden.
Die Zusammensetzung des neuen Kabinetts.
te»< Berlin, 24. Juni. (S. C.) Das Kabinett Feh- : renbach wird sich nach den im Laufe des heutigen Vormittags erzielten Vereinbarungen folgendermaßen zn- sammeusetzen: Reichskanzler: Fehrenbach (Ztr.), Stell- ; vertreter des Reichskanzlers und Neichsjnftizniinister: : Dr. feinte (D. Bpt.), Reichsminister deS Innern: Koch (Dem.), Reichsminister des «nswd'rttgen: Siemens «Dem)., 3leimbftnan<',minister: Dr. Wirth (Zenlr.), Retchsschätzmitziuer: von Ranmer (D. Vpt.), Berkehrs- ininister: Gröner (parteilos, den Demokr. nahestehend),
warteten
sei in mehr als ein« Deutschen Hätten aus
selbst in
die Entwaffnung D Grund des englischen
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Hie
160 Milliarden Soldmcuck Kriegseutschädignng.
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liierten habe« die D
irr De«tschl<mb vom 1. August a« aus 122 höht.
** Berli«, 24. I Reichstages einigte s dahin, die Wahl des
Aachener der B
Bahuei ir gemachten
Wirtschafts-, Schatz-, Wiederaufbau- und nisterium sind zur Stunde noch unbesetzt, man die vollständige Besetzung des KäbinÄ des heutigen oder morgigen Tages zu er heute vormittag gefaßte Beschluß des Ac
uni. (L.-A.) Der Aeltestenrat des ch in seiner heuttgen ersten Sitzung Präsidenten morgen durch Stimm-
zusta «bekommt
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bürgermeister Dr. <
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im
mtag vor.
Der Zusammentritt des Reichstages.
^ Berlin. 24. Jü«i. (Ma. Drahtn.) Der Reichstag wird am heutigen Donnerstag Nachmittag seine Eröffnungssitzung abhalten, ohne die Vorstellung der neuen Regierung entgegennehmen zu können. Das Kabinett Fehrenbach ist auch am Mittwoch noch nicht zustande gekommen und wird vor Freitag noch nicht gebildet werden können. Aber nach dem ewigen Hin und Her der Verhandlungen ist wenigstens sicher, daß das Kabinett zustande kommt. Die Krise in der Krisis, die durch den BeschMtz der Sozialdemokraten, das Vertrauensvotum der Regierung M verweigern, hervorgerufen wurde, ist wieder beigelegt oder doch wenigstens so verkleinert, daß der Block der Mitte nicht triebt in Frage gestellt ist.
Das Präsidium des Reichstages.
zettel, die der Schriftführer durch Zuruf vorzunehmen. Die Reihenfolge richtet sich nach der Stärke der Frak- twnen, sodaß die Unabhängigen, das Zentrum und die Deutsch-Nationalen je einen Vizepräsidenten erhaltem Je zwei Schrifftührer kommen auf die Sozialdemokraten und die Deutsche Volkspartei.
Sie Herabsetzung der AeiHswetzr.
Zwei neue Noten der Entente.
Das Sekretariat der Pariser Konferenz übermtt- telte der deutschen Friedensdelegation eine Note, worin die Verbündeten auf die Forderung Deutschlands antworten, daß Deutschland 200 000 Mann in der Reichswehr behalten dürfe. Gemäß der von der Pariser Konferenz vorbereiteten Antwort, die von dem Obersten Rat in Boulogne angenommen wurde, erklärt die Note an die deutsche Friedensdelegation, daß die Zahl der Truppenbestände der deutschen Reichswehr gemäß den Vorschriften des Versailler Friedensvertrages auf 100 000 Mann herabgesetzt werden muß. Eine zweite Note bezüglich der Zerstörung des deutschen^ Kriegsmaterials wurde dem deutschen GesMlftstrager in Paris übergeben.
Verli«, 24. Juni. Dem deutschen Geschäftsträ- ger in Paris wurde eine neue Note der Alliierten am Dienstag übergeben, die diejenigen unerfüllten Vertragspunkte enthält, über deren Nichterfüllung Deutschland in Spaa den Alliierten Erklärungen abgeben soll. Die Beschlüsse von Boulogne.
Havas meldet aus Boulogne, das deutliche Ergebnis der Konferenz ist die vollkommene Uebereimtim- muug der Alliierten in der Frage der Herabminderuug des deutschen Heeres auf 100 000 Mann. Die Stärke der Polizeitruppen dürfe nicht über die im.Friedensvertrag vorgesehene Anzahl hinansgehen. Die Alliierten werden am 5. Juli in Spaa die Vorschläge der deutschen Delegierten über die Art, in der Deutschland seinen Verpflichtculgen nachkommen will, entgegennehmen. Die veröffentlichten SchätzUtlgen der vorläufig geheim gehaltenen Summe, bte die AMerten festgesetzt haben, schwanken zwischen 90 und 120 Milliarden Goldmark. Deutschland wird den Betrag in 37 Jahresrate« zu zahlen haben, von denen die ersten fitnf nicht unter 3 Milliarden betragen sollen. Die anderen werden automatisch je nach der Wtederaufrichtung der wtrt- schafilicheu Verhültuisse erhöht. Vollkommene Uebereinstimmung wurde über die Art der Maßnahmen erzielt, die getroffen werden sollen, falls Deutschland seine Verpflichtungen nicht erfüllt. Diese werden roirtfebaft« lieber und militärischer Statur sein.
»- Rotterdam. 24. Juni. (S. C.) Der erste Reu- terberidit über die Konferenz in Boulogne ist am 26. Juni früh erschienen. Er stellt fest, daß die Verhand- iungcn über die deutsche Frage in Boulogne uoch nicht abgeschlossen wurden, daß aber eine Uebereinstimmung der Alliierten hinsichtlich der von Deutschlaud zu for- bernben Sicherheiten erzielt sei. Diese Stcherheiteu seien r-Krtschaftlichc Vorrechte und beständen in der Ueber» tragung von Kontrollrechten an die Alliierten.
>* Rotterdam, 24. Juni. (S. Cö Die .Tiures" melbeit aus Boulogne, Marschall Fochs BVicht aitf der Konferenz stellte fest, daß Deutschland noch 24 Muni- tionS- und Gewehrfadrike« sowie 4 Fabriken für Krieasbedark unterhält. Seine Forderung lautet att? Schließung aller primiten Munitions- und Gewehr- ' ' "7 .....ist mit Ausnahme von zwei für
den Bedarf der deutschen Reichswehr. Der Antrag
SchließMlg aller prir fabriken bis 15. Augltl den Bedarf der beut"
Fachs wurde «Menommen.
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der ^Köln. «fereuz in 6 sie die von
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des Kreises Monschau grundsätzlich annimmt. Die Prüfung der Einzelhetten wird der Grenzkovrmission über- wiesen. Die Zugeständnisse BelgtenS bestehen in Er-,
^gienS bestehen in Er, des Kreises Monschau
ohne Zollförmlichketten befördert. Deutschlaird erhält' denjenigen Teil des Eupener Distrikts, in dem die Nie- derschlagsgebiete des Aachener Wasserwerkes liegen. Die. Eisenbahn und die dazu gehörigen Gebäude sowie das von ihr durchfahrene Gebiet der deutschen Enklave werden belgisches Eigentum.
Diese Lösung würde sehr gegen die Bestimmungen deS Friedensvertrages verstoßen und auch praktisch wobt: kaum durchzuführen sein.
Zentralisterung des Wirtschaftsweseus.
In Berlin fand eine Zusammenkunft von führen^ den Männern unseres Wirtschaftslebens statt, in der , übereinstimmend die Meinung zum Ausdruck kam, das
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nur eine Zusammenfassung aller für die Wirtsch , arbeit in Betracht kommenden Zentralstellen eine c: deihliche Arbeit ermöglichen werde. In der Organisation, die diesen Wirtschaftspolittkern vorschwebt, soll das Reichswirtschaftsmintstcrium die wichtigste übergeord-
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: übergeord- mit [t-im um viv mv umw»|i»<öt3sf Reichs- eichsverkehrsministerium gruppieren. Es
Post- und Reichsverkehrsministerium gruppiere». Es ist sogar der Gedanke aufgetaucht, das Eisenbahn- und das Postmirttsterium in Staatssekretariate umzuwan-. dein, die dem ReichSwirtschaftsministerium untergeordnet wären.
Der Bürgerkrieg in Irland
Der Bürgerkrieg in Irland nimmt, wie in den Nach richten aus London zugegeben wird, immer ernstere For» me« an. In der südirischen Stadt Cork herrscht bei schlimmste Terror. Montag gab es zehn Tote und übet 100 Verwundete. Die Sinnseiner und Unionisten li« fern sich in den Straßen regelrechte Schlachten. Nach den neuesten Nachrichten mobilisieren die Sinnfeiner auch in Nordirland und bereiten sich zum Marsch auf London- derrv vor. Die Gärung im ganzen Lande nimmt zu. Die Neberfülle auf Polizeikasi ~ 7
güter werden angehalten. Die Sinnfeiner hoffen, diesmal ihre Pläne verwirklichen zu könne«. Die Regierung beabsichtigt angeblich, MilitärautoS «och Irland zu bringen, um die Beförderung der Truppen im Lande sicherzustelleu nnb ihre Verpflegung zu ermöglichen Me ; bezweifelt also offenbar, daß noch eine friedliche Lösung
bezweifelt als möglich wäre.
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Die irische Frage im Unterhaus.
Im englischen Unterhause verteidigte bei der Besprechung der irischen Frage gegenüber Angriffen aus depr Hause der Generalstaatsanwalt von Irland d« : Haltung der Regierung. Er gab Einzelheiten über Mi L