Einzelbild herunterladen
 

hersseloer ogebinn

- Erscheint jeden Wochentag nachm. / Sezugspreis | ^^A^^^'A S'^ ^^ V^l^ölOs i i W-zeigenpreife- die einspaltige Petitzeile oder j

: juryersseld sowie durch die Post bezogen viertel- - j deren kann 's psennig, auswärla Pfennig, -

: jährl.Mb.' - ohneTrägerlohn n.Postdestellgeld. : . , _ . - . i im Teffteü-INK. .- / sernsprecher llwn-aer r. :

! ________________________________! Druck: e.funksSuchüruckerei, f. ö.Sch«s"eitunsvewntrv.frsns funk, hersfelü. !------------------------------------------!

Nr. 155

Mittwoch, den 7. 3uli

1920

Die Konferenz in Spam

Die Konferenz in Spaa hat am Montag vormittag ohne jede zeremonielle Einleitung mit der Erledigung einiger formeller Fragen begonnen. Es ist nur die Tagesordnung für die Sitzungen festgestellt worden. Sie umfaßt folgende Punkte: Durchführung der mili- irischen Bedingungen des Friedensvertrages, die Wie­dergutmachung, die Kohleulieferungen, Bestrafung der Kriegsverbrecher" und die Zukunft Danzigs, Fragen die von außerordentlicher Wichtigkeit sirrd und deren Lösung von entscheidender Bedeutung für die Zukunft Deutschlands und Europas ist. Mit Genugtuung darf festgestellt werden, daß die deutschen Vertreter diesmal die erste Gelegenheit haben werden, in ko-ntradiktort- schen Verhandlungen mit den Vertretern der Entente die schwierigen Probleme zu beraten. Ob aber diese Verhandlungen einen Erfolg haben werden oder nicht, läßt sich vorher nicht sagen. Wir wissen zwar offiziell die Forderungen der Entente, namentlich in finanziel- ler Hinsicht, noch nicht, aber soviel ist sicher, daß die Leistungsfähigkeit Deutschlands und die Ansprüche der Entente sich diametral gegenüber stehen werden. Von den deutschen Delegierten sind der Konferenz Sachver- ständigen-Gutachien über, die Zahlungsfähigkeit und -re Steuerbelastung Deutschlands vorgelegt worden, die in ihren Einzelheiten sehr gut durchgearbeitet sind und den Ententestaatsmännern die Augen über die wahre Lage Deutschlands öffnen müssen. Sollten sie sich nicht ge­neigt zeigen, auf Grund dieser trostlosen Finanzmisere ihre Forderungen entsprechend zu reduzieren und mit Deutschland zu einem Einverständnis zu gelangen, dann sind die Verhandlungen in Spaa zwecklos. Be­stehen die Alliierten aus ihren Forderungen, dann gibt es keinen Ausweg aus diesem Chaos mehr. Allerdings werden wir nicht allein an den Folgen zu tragen N= ben, sondern auch unsere Gegner, die ihre Völker bis­her durch die Argumentation getäuscht haben, daß Deutschland alles bezahle. Wir sind durch die schweren Waffenstillstandsbedingungen und die bisherigen Lei­stungen auf lange Zeit hinaus zahlungsnnfähtg, wir sind vollständig ausgepowert, und auch nrit Gewalt läßt sich aus dem verarmten Deutschland nichts mehr her- ausholen. Dies wird Her Angelpunkt der Verhandlun­gen in Spaa sein. Dentschland muß erst neue Werte schaffen, um seine Volkswirtschaft wieder aufzubauen. und dann erst kann es daran denken seine werteren

füllen. Hierfür ist es unbedingt notwendig, daß Ruhe und Ordnung im Lande herrschen, daß nW durch Un­ruhen und terroristische Eingriffe in das Getriebe der Wirtschaft neue Rückschläge kommen, die das mühsam Aufgebaute wieder zerstören, wie es in den letzten an­derthalb Jahren nur zu oft der Fall war. Aus diesem Grund muß die Entente, wenn ihr ernstlich an dem Wiederaufbau Deutschlands gelegen ist und sie es zur Erfüllung der Verpflichtungen aus dem Friedensver- trage fähig machen will, auch ihre kurzsichtige Politik in der Eulwaffnungsfrage aufgeben, uns das 200 000 Mann-Heer belassen und von der Anwe -duna von Re­pressalien bei der Durchführung des Fr-edensvertrages absehen. Das deutsche Volk ist kriegsmüde, es will kei­nen Krieg mehr, sondern sich in ruhigem friedlichen Aufstreben wieder zu einer Weltmacht emporrtugen. Dieser im dentübeu Volke festgewurzelte Wille würde aber durch eine gewaltsame Niederhaltung und Knech­tung durch die Entente aus die Dauer sehr gefährdet werden. Wenn Frankreich ein friedliches und eintrach- tiges Verhältnis zu Deutschland anzubahnen gewillt ist, dann darf es sich der klaren Erkenntnis der Vor­aussetzungen dafür nicht verschließen, und es muß vor allen, an die Stelle seiner Rache- und Satzpolitik eine Politik der Versöhnung treten lassen. Beim deutschen Borke wm'de es trotz der vielen Enttäuschungen und der schmachvollen Behandlung seit dem Waffenstillstände eine willige Nnterstützuna finden. Die Kohlen- und die Danziger Frage sowie diejenige der Bestrafung der Kriegsschuldigen", die noch durch eine ganze Reihe nicht minder wichtiger Fragen zu ergänzen wären, sind für einen erträglichen Modus vivendt ebenfalls von grundsätzlicher Bedeutung. Zmiuachst aber ist tue Hoff­nung auf die Einsicht bei den Ententestaatsumnnern nur gering. Wenn ja auch festzusteken scheint, daß sie sich teilweise über die Forderungen an Deutschland selbst noch nicht einig sind, so ist es doch zweffellos. daß jeder bestrebt sein wird, für das eigene Land nocy viel aus der Konkursmasse des bankerotten

möglichst

lands herauszuholen.

Es liegen folgende Drahtmeldungen vor

Eröffnung der Ksnferenz.

Deutsch- wk.

w SMa, 6. Juli. (T. u.) Nachdem die deutsche Dele " " ........ ........ " "^

Nation gestern mit Eingang des Konferenzsaales dem belgischen Außenminister etwas kühl, aber Höf-

vou dem belgischen Autzeuminister etwa» nun, auei om3 lich begrüßt worden war, wurde die Sitzung sofort er­öffnet. An der Konferenz nahmen teil von belnncbcr Seite Ministerpräsident de la Croix, der sinnier des Aeutzern Human und der Minister des Innern Jaspar, von englischer Seite Premierminister Lloyd George, Staatssekretär des Aeutzern Lord Curzon und Sir L. Worthington Evans, von französischer setze Minister- , Präsident Millcrand, Finanzminister Marsal und der Minister der öffentlichen Arbeiten La Trocuter, von ita­lienischer Seite der Minister des Aeutzern Graf »forsa ; und Bertholini, von japanischer Seite der Botjchaffer in ' London Graf Chtnda, von deutscher weite Reichskanzler ' Fehrenbach, Minister des AeutzernDr. SiemonS, Finanzminister Dr. Wirth und Ernahrungsnünitzer Hermes. Nach Eintritt in die Verhandlungen wurde die Tagesordnung festgesetzt, die die folgenden Punkte

umfassen soll: Durchführung der militärischen Bedin­gungen des Friedensvertrages, die Frage der Wieder* gutmachuna, die Kohlenfrage, die Frage der Durchfüb- rung der Bestrafung der sog. Kriegsverbrecher und die? Danziger Frage. Reichskanzler Fehrenbach erklärte hierauf, nachdem er seiner Genugtuung über das Zu­standekommen kontradiktorischer Verhandlungen Aus­druck gegeben hatte, dntz es der feste Wille der deutschen Delegation und des ganzen Volkes sei, die Friedensbe- dingungen lonal durchzuführen. Zur Behandlung der militärischen Fragen würde allerdings die Anwesenheit des ReichswehrministerS und des Generals v. Seeckt notwendig sein, die, aks man gestern von der bevorste­henden Erörterung der milttäkischen Frage erfahren habe sofort dringend herbeigebeten worden seien, aber nicht vor Dienstag nachmittag eintreffen könnten. Die Konferenz beschloß, die Ankunft der Herren abzuwarten. Auf eine Frage des Reichskanzlers, ob vielleicht für die Besvrechung der Bestrafung die Anwesenheit des deut­schen Justizministers erforderlich fei,- wurde mitgeteilt, daß sie dringend erwünscht sei. Es würden übrigens auch der englische Lordkanzler und der französische Ju­stizminister erscheinen. Nachdem Reichskanzler Fehren­bach darauf aufmerksam gemacht hatte, daß der deutsche Justizminister gleichzeitig Vizekanzler sei, und da der Reichstag jetzt tage, die gleichzeitige längere Abwesen­heit des Reichskanzlers und des Vizekanzlers zu Unzu- träglichkeiten führen würde, beschloß die Konferenz die Frage der Bestrafung bereits am Donnerstag zu be- sptechen. Die Konferenz wurde darauf vorläufig auf Dienstag nachmittag 2 Uhr vertagt.

Abreise des Reichswehrministers.

* Berlin, 6. Juli. lT. II.) Der Reichswehrmini- ster Dr. Getzler ist gestern abend %10 Uhr mit dem fahrplanmäßigen D-Zuge nach Spaa abgereist. In sei­ner Begleitung befanden sich der Chef der Heereslei­tung, Generalleutnant von Seeckt, und der Adjutant Dr. Geßlers. Die Ankunft in Spaa erfolgt heute nach­mittag gegen 2 Uhr.

Dr. Melchior und Prof. Bonn sind zur Teilnahme an den Besprechungen der Konferenz in Spaa einge- troffen.

Keine Einigkeit unter den Alliierte«.

w Berlin, 6. Juli. (Eig. Drahtn.) Die Nervosi­tät der Pariser Presse ist unleugbar. Trotz aller De- mentis siebt es fest und geht besonders aus dem Brüs­seler Bericht desTenws" ben. r. daß die Brüsseler habe. Man war äußerst überrascht, daß die Konferenz am Sonnabend abend plötzlich endete, ohne zu einem wirklichen Beschluß gekommen zu sein. Lloyd George verließ plötzlich gegen 6 Uhr den Konferenzsaal als ein­ziger Konferenzteilnehmer. Da ihm kein anderer De­legierter folgte, glaubte man, die Konferenz sei nur auf- geschobem Aber Lloyd George kehrte nicht zurück, und nach einer Viertelstunde kamen auch die übrigen Dele­gierten heraus und meldeten, daß die Konferenz zu Ende sei. DasJournal" bestätigt den äußerst heftigen Ton, den die Besprechungen in Brüssel angenommen hatten. Besonders scheint es erbittert zu haben, daß Lloyd George den tatsächlichen Wert der den Alliierten von Serbien geleisteten Dienste etwas in Zweifel zog. Lloyd George scheint im übrigen fast als einziger die Stimme der Vernunft zu Gehör gebracht zu haben, so z. B. in der Kohlenfrage. Nach demEcho de Paris" bitten die Sachverständigen der Wiedergutmachungskomms' on ein höchst verwickeltes Kontrollsystem vorgeschlagen um die deutschen Kohlen zu bekommen. Deutschland hatte einer ganzen Brigade von Beobachtern ausgeliefert werden sollen, deren Aufgabe es gewesen wäre, die deutschen Kohleukommtssare zu überwachen. Dagegen machte Lloyd George Einwendungen, weil ihm eine derartige Kon­trolle als eine höchst erbitternde Maßnahme erschien.

Die Aussichten für Deutschland.

w Berlin, 6. Juli. lEia. Drahtn.) DerD. A. Z." wird aus Svaa gemeldet: Wie mir Außenminister Siemons erklärt, darf man annehmcn, daß auf der Gegerrscite ernstliche Absicht bestehe, in sachliche Ver- handlnnge« einzutreten, und daß die Alliierten deshalb zunächst die militärischen Schwierigkeiten aus der Welt schaffen wollen. Die Bereitwilligkeit der Alluerten in anderen Fragen werde offenbar von der Erledigung des ' militärischen Problems abhängig gemacht. Die führenden deutschen Persönlichkeiten sind denn auch ent­schlossen. soweit es die Verhältnisse gestatten, in der militärischen Frage Zugeständnisse zu machen. Das ganze Problem wird an zuständiger Stelle als ernst, aber nicht als hoffnungslos betratet. Es wirdsich darum handeln, anstelle der gegemvartigen militäri­schen Form eine andere Methode für den S<bit(5 des deutschen Wirtschaftslebens zu finden. Die Entschg-»- gnngsfrage wird vor; der Konferenz wahrscheinlich nur in Form prinzipieller Vorschläge besprochen werden, da bereits am Donnerstag der vierte Punkt der Tages­ordnung, nämlich die Bestrafung derSchuldigeu", zur Berainng gelangen soll. In dieser Beziehung werden die Alliierten wahrscheinlich eine bewndere Erklärung über den Stand der Leipziger Prozesse von Deutschland verlangen. Jedenfalls hofft man in den Kreisen der deutschen Delegation, Spaa nick: eher zu verlayen, bis eine feste Grundlage für die von Deutschland zu zah­lenden Leistungen gefunden sein wirb.. Ob tub diese Hoffnung erfüllen lasten wird, ist vorlansig uM frag­lich. Die Auffassung der führenden Persönlichkeiten läßt sich in die Worte fassen: Nicht optim,stiscy, aber auch nickt HMnungslssl Mau erkennt an verantwort­licher! Stellen die Notwendigkeit, zu einen» Ergebnis zu getarnten, weil andernfalls der Zusammenbruch En- ropaS mit Sicherheit zu erwarten wäre unb weil beson­

ders für Deutschland eine Periode der Zwängshern ' schaff einsetzen würde, deren Folgen nicht abzusehe» wären und vielleicht zu neuen kriegerischen Berwick»» lunaen Mhren könnten. c

Beim Verkästen des Sitzungssaales wurde fDHHt» rand von zahlreichen Journalisten umringt. Auf ble Frage, ob ein Resultat erzielt worden sei, rief Mille» rand erregt aus:Wie kann ein Resultat erzielt wor­den sein, wenn die Deutschen ihren Rrichswehrministei nicht mitbrachten!" Auf wettere Fragen der Journa­listen ging Millerand nicht ein und bemerkte nur wie­derholt:Wir müssen Garautien habe«!" Bon Halle» Nischen Journalisten wurde diese Bemerkung dahin ausgelegt, daß diese Garantien in den Bestimmungen des Friedensvertrages zu suchen seien, während die Vertreter der Pariser Presse erklärten:Wir müßteD das Ruhrgeblet habe«!"

Frankreich fordert 200 Milliarden.

** Geuf, 6. Juli. Der Abgeordnete DuboiS, der als Poincarees Nachfolger Vorsitzender der Wiedergut­machungskommission ist, erklärte Pressevertretern ge­genüber, daß die Wiedergutmachungskommission zwei Arten von Schäden ins Auge faste, nämlich industrielle und nicht industrielle. Für die Jntnstriesckäden ist die

Ersatzsumme auf 7 Milliarden Franken festqesetzt. Diese

Stnfftenuna gründet sich auf den Kurs des Franken von 1919. Nach dem heutigen Kurs wäre dies ungefähr 22j Milliarden. Dagegen sind viel umfanareicher die For­derungen für die zerstörten Gebärtde, Eisenbahne«, Straßen usw. Diese Schäden werden angeblich mit 54 Milliarden beziffert. Die große Summe, die Frankreich in Spaa fordert, beträgt etwa 200 Milliarden Franke«

zum heutigen Wert.

Die fincmzielle« Forder«nge« BelgienS.

** Rotterdam, 6. Juli. lS. C.) Der BrüstelerSotr" meldet, datz der belgische Kammerausschuß am letzten Freitag einer Entschließung zustimmte, worin die Regie- rttng aufgefordert wird, Belgiens finanzielle Rechte gegen Dentschland unbedingt aufrecht zu erhalten und eine Herabsetzung der Schadensersatzsumme in Spaa nicht anzunehmem

Verrechnuug der Schiffe nnb des EisenbahnmaterialS.

Pertinax meldet, daß die englische Regierung in Brüstel eine Note überreichen Netz, in der sie vorschlägt, daß die von Deutschland ausgeliecerteu Schiffe und das Eisenbahnmaterial nach den heutige« Tagespreisen 8« ।lu vi uituu, vu» Win»«.« ert der Schiffe, die England behalten habe, vergrößere aber anch den Wert des ausgelieferten Eisenbalinmatertals, das Frankreich zum größten Teil erhalten hat.

Deutsche Denkschrift über bte Wiedergutmachung.

In der Denkschrift über die Wiedergutmachung, die von der deutschen Regierung der Entente bei der Auf­nahme der Verhandlungen in Spaa überreicht wurde, heißt es u. a.: Das deutsche Bolksvermögen, das auf Grund der Veranlagung zum Wehrbeitrag in der Zeit vor dem Kriege auf etwa 220 Milliarden Goldmark ge­schätzt worden fei, könne heute uach den Abrechnungen durch Abtretungen im Osten und Westen, nach Verlust der Handelsflotte, nach Abstoßung der ausländischen Wertpapiere, nach Verbrauch aller Vorräte und sechs­jähriger Abnutzung aller Produktionsmittel nur auf höchstens 110 Milliarden Goldmark beziffert werden. Zu den verminderten Leistungen des Wirtschaftslebens komme noch eine Verschuldung von 265 Milliarden hin­zu. Für die midiste Zeit wird man mit einer Ausfuhr von 3540 Milliarden Mark rechnen können. Sem steht eine Einfuhr von vielleicht 80 Milliarde« Mark an Le- Sensmitteln und Rohstoffen gegenüber. Die deutsche Handelsbilanz ist also labil. Ohne Gestlndnng des deut­schen Geldwesens, fährt die Denkschrift fort, ist eine solche für die deutsche Volkswirtschaft nicht möglich. Die kri­tische Lage des deutschen Finanzwesens kann auch nicht dnrch das Gewaltmittel des Bankcrotts gerettet werden, da eine grobe Menge der Kricgsanleihen sich in den Hän­den der kleinen Lente befindet, so daß ein Staatsbankc- rott den völligen Zusammenbruch in sozialer und poli­tischer Hinsicht znr Folge haben würde.

Das Gutachten der Etttcntckoutrollkommissioncu.

*4 Geuf, 6. Jnlt. (S. C.) DerTemps" meldet, dem Rat der Alliierten ist eine Anzahl Gutachten der Kontrollkommissionen in Berlin angegangen, wonach Deutschland bet enfiwdienber Einschränknng seiner überaus hoch bemessenen Ausgabeposteu in der Lage sei, unter Zubilfeuahmc der letzten großen Steuer- und Ber- mögeusabgabe die i« San Remo erörterte Gesamtzah- luug an die Alliierten z« leisten.

Das Berhanblungsprogramm.

* Rotterdam, S. Juli. (S. 6.) Nach Meldungen ans Spaa fanden am Montag abend Sonderbesvrecknn- gen der Alliierte« statt, die die Form zwangloser Zu­sammenkünfte trugen. Nach einem Bericht desEon- rant" werden am Donnerstag die militärische« Frage« zur Entscheidung gebracht, am Freitag die wirtschaftli­chen einschließlich der Wiedergutmachung und am Sonnabend die restlichen Fragen zur Erörterung kommen. Lloyd George teilte dem Vertreter des »Daily News" mit, er glaube nachJ>cm Verlauf des ersten Sit- tf beiden Seiten nickt lüsse man die ersten

znngstages, daß der ante Wille auf beiden Seiten nicht geleugnet werden könne. Doch müsse man die ersten Verhanblnngen avwarten.

Keine Uebernahme unerfüllbarer Berpslichtungen.

** Spaa, 6. Juli. lT. U.) Bei einem Empfarra der deutschen Pressevertreter betm Reichskanzler Fehren- bach erinnerte der Kanzler zur Beurieimng der gesamt

/