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Nr. 157

Freitag, den 9. Juli

1920

Die Konferenz in Span.

Der Auftakt der Konferenz in Spaa ist für Deutsch­land nicht gerade glinstta gewesen. Nach dem Gange der Verhandlungen scheint es, daß die deutschen Ver­treter bet den Beratungen über die Entwaffnungsfrage das den Alliierten vorzulegende Material nicht genügend vorbereitet hatten, sodaß der Eindruck entstehen konnte, als ob sie ihren Standpunkt nicht durch einwandfreies Beweismaterial mit durchschlagender Ueberzeugunas- kMft erhärten könnten und nur durch diplomatische Ausflüchte den Gang der Verhandlungen erschweren wollten. Unter diesem Gesichtspunkte sind auch die Zu­sammenstöße zwischen Fehrenbach und Lloyd George, -er von den Alliierten als Sachwalter in der Entwaff- nungsfrage bestimmt worden ist, zu erklären. Es darf auch nicht, um ein richtiges Urteil zu gewinnen, über­sehen werden, daß die deutschen Vertreter durch die Ver­handlung der Entwaffnungsfrage an erster Stelle über­rascht worden sind, denn sie waren darauf nicht vorbe­reitet, zumal nach der Bouloaner Note die Alliierten hierüber lebe Verhandlung abgelehnt hatten. Im übri­gen ist der Regierung nach ihrer Konstituierung auch nur wenig Zeit für die Vorbereitung des Materials für die Svaaer Konferenz übrig geblieben. Die ver­hängnisvollen Folgen der politischen Gegensätze und Uneinigkeit des deutschen Volkes, die die Kabinettsbil­dung bis in den letzten Augenblick hinauszögerten, ma­chen sich jetzt bemerkbar. Man streitet sich im deutschen Volke um partei-politische Dogmen und verschließt die Augen vor den großen Gefahren, die uns von außen her drohen.

Den Hauptfehler, den die deutschen Vertreter in Svaa begangen haben, liegt aber darin, daß sie allzu redselig waren und die für diplomatische Konferenzen übliche Kürze der Reden vermissen ließen. Dadurch werden die Tatsachen, die ste Vorbringen wollen abge­schwächt. Llond George hat denn auch deutlich darauf hingewiesen, diesen diplomatischen Brauch zu beachten, wenn auch sonst in Svaa endlich wieder die diplomati­sche Höflichkeit gegenüber Deutschland herrscht. Die Ent- Waffnungsfrage wird zunächst von den militärischen Sachverständigen beraten. Wenn man den Meldungen der französischen Presse Glauben schenken darf, so sollen die deutschen Vertreter bereit sein, einer weiteren Ver­minderung des Heeres auf 150 000 Mann zuzustimmen. Nach einer Mel-Wg^dex ^-zli^JisltJÄtenerai von-Seeckt oie ^MMssaneoung oer Entwaffnung verlangt. Die Behandlung der Entwaffnungsfrage zeigt so recht die Furcht Frankreichs, die es immer noch vor unserer klei­nen Söldnertruppe hat. Diese schlotternde Angst ist aber vollständig unbegründet. Llond George ist, trotz­dem er auf die Ausführungen Fehrenbachs mit schar­fen Worten erwiderte, die wettere Entwaffnung Deutschlands im Grunde gleichgültig. was er auch klar zugegeben hat. England hat seine Kriegsziele erreicht und weiß, daß es von Deutschland nichts mehr zu be­fürchten hat. Deshalb ist der scharfe Ton Lloyd Georges durchaus nicht als ein ehrlicher Naturlaut zu betrach­ten. England ist dem französischen Uebermilitarismus auf keinen Fall wohlgesinnt, aber der Versailler Ver­trag besteht noch und schreibt auch den Engländern pro formn ihre -Haltung vor; bte englischen Staatsmänner waren im Übrign immer Männer mit zwei Seelen, und am meisten ist es Lloyd George, der Walliser Advokat.

Wie in der Entwaffnungsfrage, soll auch in der Kohlenfrage der französische Standpunkt burchgedrun- gen sein. Danach würbe die Produktion im Ruhrrevier unter französische Kontrolle gestellt werden. Was das in wirtschaftlicher Beziehung bedeutet, wird wohl jedem klar sein. Eine derartige Bedingung ist für Deutsch­land unannehmbar. Es ist zu hoffen, daß die deutschen Vertreter diesem Verlangen Frankreichs nicht nachge­ben werden, wie sie auch die weitere Entwaffnung ab­lehnen müssen, um die Existenzmöglichkeit Deutschlands zu gewährleisten. Wenn Deutschland seine Koblenlie- fcrungen erfüllen soll, dann muß die Entente die vol- rrischen Aspirationen auf das kohlenreiche Oberschlesien verhindern und Deutschland die Möglichkeit geben, durch Aufrechterhaltung der Ruhe und Ordnung im Innern seine Volkswirtschaft zu heben. Dies sind die Voraus­setzungen für die Erfüllung der Forderungen der En­tente. wk.

Entspannung.

«4- Spaa, 8. Juli. Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, daß die Verhandlungen in Spaa we­sentliche Fortschritte machen. Eine« guten Eindruck machte es auf alliierter Seite, daß die Deutsche» sehr viel mit Tatsachen und bestimmte« Vorschläge« vorginge«. Das Benehmen der Konferenzteilnehmer schließt auf eine wachsende Verständigung. Lloyd George war zu Beginn der gestrigen Sitzung nicht so eisig wie vorge­stern. Er kam als letzter in die Sitznng und nickte bei seinem Eintritt Siemons und Fehrenbach grüßend zu.

Ueberwachuug der deutschen Kohlenprobuktiou?

t-t Berlin, 8. Juli. (Etg. Drahtn.) In der Koh­lenfrage scheint nun nach der französischen Preße doch der französische Borschlag anstelle des englischen gesetzt und ein Kontrolifystem beschlossen worden zu fein, das erlauben soll, die Produktion und Verteilung der Ruhrkohlen zu überwachen, um der Entente regelmä­ßige Lieferungen zukommen zu lassen, die von dem vom i ReichSkohlenkommissar a»geordneten Verteilungen der ' Priorität genügen würden. Die deutschen Delegierten scheinen sich, wie die französische Presse behauptet. über diese Entscheidung besonders zu beunruhigen, da sie darin einen letzten Augriff auf das Deutschland ver- _ Recht der nationalen Unabhängigkeit sehen 1 m>ilvh»Ä

Der »Jntransigeant" bestätigt die auch sonst geäu­ßerte Behauptung, die deuffchen Delegierten würden die Ziffer von 80 Milliarde« als Höchstbetrag »er deut» scheu Zahlungsfähigkeit angeben. Sie würden unter Umstäirden bereit sein, bis zu 60 Milliarden zu gehen und andererseits fordern, 150000 Mann in der Reichs« wehr behalte« zu können. Pertiuax gibt im »Echo de Paris" der Meinung Ausdruck, daß die Deutschen nur im äußersten Falle das Prinzip der Mindestjahresraten anerkennen würden und sagt: Die Bertaqn«g der Sachverständigen-Gutachten bis zur Brüsseler Finanz- konferenz ist das von ihnen angestrebte Ziel. Die Brüsseler Konferenz wird zweifellos auf Oktober ver­tagt werden. Pertinax betont, daß vor Beendigung der Besprechungen von Svaa die Alliierte« von neuem ihre Ansprüche feststellen würden, unter die sie nicht beruntergehen können.

Gustave Hervee schreibt in derHumanitee": ES ist vollkommen unnütz, wie eS ein Teil unserer Presse tut, die öffentliche Mein««» gegen Deutschland aufz«- bringe« und die alliierten Regierungen dahin treiben zu wollen, daß sie von dem Besiegte« in wirtschaftlichen Dingen Unmögliches verlangen. Die Pflicht der alliier­ten Presse wäre vielmehr, dem Publikum in allen Län­dern die Schwierigkefte« zu zeigen, denen die alliierten Regierungen gegenüber stehen, um die wirtschaftlichen und finanziellen Klauseln des Friebensvertrages von Deutschland ausführen zu lasten, und auch die Schwie­rigkeiten, die die deutsche Regierung hat, sie auszufüh- rcn, selbst wenn sie den beste« Wille« der Welt auf­bringen würbe. Hervee weist darauf hin, daß die Dinge sich nickt so abspielen könnten wie 1871, denn die Lage von 1871 könne mit der von 1920 nicht verglichen werden.

Die Entwaffnungsfrage.

Berlin, 8. Juli. lT. 1T.) Der Berichterstatter desB. T." meldet noch: Aus dem amtlichen Bericht geht hervor, daß in der Plenarsitzung der Punkt auf­rechterhalten worden ist, nach dem bte ganze Entwaff- nungsfrage zur Ueberweisung an eine Kommission der Sachverständigen reif wäre. Diese Kommission tritt heute abend zusammen. Dort werden Foch, Sir .Hen­rik Wilson, von Seeckt und die anderen militärischen Bevollmächtigten über nähere Einzelheiten bestimmen. Alle taktischen Verhandlungen sind ihnen jetzt vorbe­halten. Bis morgen mittag '^tfv muß ein semelrr- samer Bvrlchlag oer Kommission der Plenarsitzung vor- gelegt werden.

** Spaa, 8. Juli. (T. U.) Der Sonderberichter­statter derT.-U." meldet, nachdem Reichskanzler Feh­renbach die Versicherung abgegeben hatte, daß die deut­schen Delegierten dem Wunsche der Alliierten nach Vor­legung bestimmter Vorschläge in der Entwaffnungs­frage erfüllen werden, machte Minister Siemons Mit- teilung davon, daß die Entwaffnung nicht im ganzen Reichsgebiet gleichzeitig vorgenommen werden dürfe und daß Deutschland auf die Unterstützung durch die Alliierten in wirtschaftlicher und finanzieller Hinsicht rechne sowie auf Hilfeleistung zur Unterdrückung des Waffenschmugaels in den besetzten Gebieten. General­leutnant von Seeckt legte sodann an Hand amtlichen sta­tistischen Materials den Stand der Entwaffnung sowie der Zerstörung LeS Kriegsmaterials dar und verlangte für die weitere Entwaffnung einen Zeitraum von 114 Jahren.

** Spaa, 8. Juli. In einer Sitzung sagte Lloyd George in einer Rede, daß den Forderungen der Alliier- ten keineswegs ein Mißtrauen gegen die gegenwärtige deutsche Regierung zugrunde liege. Es bestehe nur da­durch Gefahr, die der deutschen Regierung ein Schaudern erwecken müsse, daß drei Millionen Gewehre und zahl­reiche Munition im Lande zerstreut seien. Jedenfalls würde er einen solchen Zustand nicht drei Tage erlau­ben. Lloyd George konnte die verlangte Frist zur Durchführung der Entwaffnung nicht geben. Das äußerste sei eine Verlängerung der Frist um zwei Mo- nate. Die endgültige Antwort wird in der heutigen Sitzung erteilt. Bon der deutschen Regierung erwarten die alliierten Teilnehmer, daß sie den Besitz von Waffen durch ein Gesetz unter strenge Strafe stelle. Minister Siemons erklärte, er sei der Ansicht, daß der gegenwär­tige Zustand für Deutschland gefährlich sei. Ohne die Macht sei die deutsche Regierung infolge des verlorenen Krieges und der Revolutionen in ihren Handlungen be­schränkt. Selbst der starken Einmischung der Regierrmg sei es bis in die letzte Zeit hinein nicht möglich geweserr, gewisse Entwaffnungen vorzunehmen. Der Minister wiederholte die Notwendigkeit einer längeren Frist.

** Berlin, 8. Juli. Aus Spaa wird berichtet: Die gestrige Sitzung führte zu keiner Entscheidung. Sie soll heute mittag 12 Ubr fallen. Bis heute mittaa muß ein gemeinsamer Vorichlag der Kormnission an die Plenar­sitzung gelangt sein. Man hat den Eindruck, daß nun­mehr die Verhandlungen auf gutem Wege sind.

Einigungsgnrrdlage in der Entwaffnungsfrage?

fc* Zürich, 8. Juli. lS. E i Der »Züricher An­zeiger" meldet aus Svaa, in der Nacht wurde durch die Aussprache zwischen de« mUitärische« Delegierten die Grnndlage für eine Einigung gefunden. Der hentiqeu um 12 Uhr beginnenden Sitzung steht man mit Ver­trauen eutgegen.

Spaa, 8. Juli. (T. U.) Der Sonderberichter­statter der ,,T. U." erfährt, daß die Meldungen über die ' Absicht der alliierten Kreise, die Vollsitzungen der Kon­ferenz nach einigen Tagen abzubrechen und später nach ausgiebigen Kommissionsberatungen wieder aufzuneh- men, zutreffend sind. Die Vollsitzungen der Konferenz werden, wie jetzt mit Sicherheit angenommen werden kann, am Sonnabend oder Sonntag »u Ende gehen. Die

Kommffsionsberatungen, die sich unmittelbar anfante ßen sollen, fordern nur die Anwesenheit der in Fram konnnenden Fachmänner, während die Ministerprüsi, denken abreisen werben. Ueber die Dauer der Kom», missionssttzungen verlautet noch nichts BesttmmteS. Je, doch ist damit zu rechnen, daß sie sich zwei bis drei Wo­chen hinziehen werden. Ueber eine Verlegung der Kom- misstonSverhanblungen von Spaa nach Ostende oder Lon­don setzen sich vor allem die englischen Teilnehmer ein. Der belgische Minister Huysmans gab zu, daß ein solcher Plan bestehe, wieS jedoch darauf hin, daß ein endgültiger Beschluß in dieser Hinsicht noch nicht gefaßt fit. Die eng- lischen Boffchafter in Paris und Berlin sind von Lloyd George dringend nach Spaa berufen worden.

,* Genf, 8. Juli. tL C.) »Echo de Parts" meldet» Millerand kann feine Anwesenheit in Svaa über den 12. b. MtS. nicht auSdehnen. Hat die Konferenz bis da­hin zu keinem Ergebnis geführt, so kann die Konkerena alS gescheitert angesehen werden.

Millerand ist optimistisch.

«^ Berlin, 8. Juli. (Eig. Drahtn.) Bet Beginn der gestrigen Sitzung in Svaa haben allerlei Sondie­rungen und Besprechungen stattgefunden. Der Bericht- erstatter des »B. L." meldet hierüber: Wichtig in die- sem Zusammenhang erscheint auch die Erklärung Mil- leranhs, die er französischen Journalisten gegenüber ab­gegeben hat. Der französische Ministerpräsident sagte, daß die Angelegenheiten der Konferenz nach der Aus­sprache in der letzten Sitzung schnelle Fortfchritte gemacht haben. Man würde in Spaa nur die große« Linie« feft- lege«, Einzelheiten würden später beraten werben. Bei dieser Unterhaltung hat Millerand auch eine Charakte­ristik der deuffchen Delegierten gegeben. Er schilderte den Reichswehrminister als einen Mann von gutem Wollen, den Außenminister als einen sehr gewitzten Diplomaten, Fehrendach mache de« Eindruck eines gu­ten Sachwalters, der bet Gelegenheit seine Betrübnis gut zeigen könne. Millerand ist opttmisttsch über die Ergebnisse der Konferenz. Was die Auseinandersetzun­gen unter den Alliierten selbst anbetrifft, so gab der französische Ministerpräsident die Erklärung ab, daß sie in den Kommissionen gute Fortschritte machten, eine Erklärung, die sich aber nicht völlig mit den Taffachen zu decken scheint.

** Berlin, 8. Irr!«. Ler KorreUuMtNu der »-V. Z." meldet aus Spaa, daß die Aussichten anscheinend größer sind als die Schivterigketten. Die letzteren bestehen in der noch ungenügenden gegenseitigen Kennfflis der po- littschen Ausdrucksweise. Man hat nicht gleich den rich­tigen Ton finden können. Geßlers große Rebe verfeblte ihre Wirkung. Sie enthielt zu viele Allgemeinheiten und zu wenig Vorschläge. Deplaziert waren Fehren- bachs Beschwörungen. Die Wirkung war bträt un­glücklich. Auf der anderen Seite hat der rauhe und be­wußte Ton Lloyd Georges nicht zur Vermeidung der Gegensätze beigetragen. Man erkennt die englische Taktik am besten an der Tatsache, daß nach der gestrigen Sitzung sogleich General Malcom in Zivil die deutsche Delegation besuchte und eine Beratung mit ihr hatte. Die bisher geübte gegenseitige Zurückhaltung erfuhr eine gemäßigte gesellschaftliche Abschwächung in der Tee- pause. wo man sich in freundschaftlicher Form über wich­tige Fragen unterhielt. Anknüpfungen sind aber nicht gesucht worden.

Seine Zwangsmaßnahme«.

» Rotterdam, 8. Juli. (S. C.) Die »Times" mel­den aus Spaa, die Verhandlungen kommen über einen fortgesetzten Meinungsaustausch noch nicht heraus. Es ist festgestellt, daß die Alliierten keinerlei Zwastgsmaß» nahmen beschlossen haben, falls die jetzigen Verhand­lungen resultatlos auseinandergehen.

Znsammcnstellnng der deutschen Bertragsverletzunge«.

Genf, 8. Juli. (S. C.) »Petit Journal" meldet aus Spaa. Millerand hat die französische Delegation mit einer Zusammenstellung der deutschen Vertragsverlet­zungen beauftragt. Die Liste, die über 60 Einzelfälle aufführt, kommt bet den Beratungen über die wirtschaft­lichen Fragen zur Vorlesung.

Die Anssichte« für Deutschland.

* * Amsterdam, 8. Juli. (S. C.) DerCourant" meldet aus Spaa, die britischen Delegierten wünschen, daß die Sitzung bald zu Ende geführt wird. Mau ist zu dem Entschluß gelangt, daß man endlich zu einem Vergleich kommen müsse. Kenner der internationalen Verhältnisse erklären, daß die Stimmung in Svaa für Deutschland günstiger stehe als in Deutschland allgemein angenommen wird.

Foch besteht auf der Entwaffnung.

* * Spaa, 8. Juli. (V. Z.) Wie aus Eiueutekreisen verlautet, hat Marschall Foch in seinem Bericht an die alliierten Deleganonen voraefebtaaen. daß die Herab­setzung der deutschen Mannschaftsbesläude auf 100 600 Manu binnen zwei Movat-n gefordert werden solle, und zwar in je zwei Staffeln von ie 50 000 Mann. Es heißt, daß Sinns George eine Einich^inkuua vor geschla­gen habe, wonach D«'!Ufchsanü im Falle von Unruhen berechtigt sein soll, eine höhere Zahl vo« Mannschaften zn halten. In der heutigen Sitzung wird bte Bestra­fung der »Schuldigen" beraten werden. Es scheint, daß bestimmte Garantien für die Wirksamkeit des bleichS- gerichts in Leipzig als Staatsgerichtshof gefordert werden.

Die Erledigung der Tagesordnung.

* * Gens, 8. Juli. (S. E.) HavaS meldet, es ftebr nunmehr fest, daß am Freitag die Frage der »Krieot- verbrechen" behandelt wird, während Sonnabend b< Eutschädignngsproblem zur Beratung steht. $tit. ficht auf bte Sieinkohlensragc ftp) verschiedene S«iäu1