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Nr. 162

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Donnerstag den 15. Juli

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1920

Reue Krisis in Spaa.

Reine Berftändigung in der Kohlenfrage. Unter­brechung der Verhandlungen.

x Spaa, 14. Juli. (T. U.) In de« Berhaudluu- ae« vo« Spaa ist abermals eine schwere Krisis eirrgetre- ten, vvd zwar infolge der Darlegnnge« des dentichen Außenministers Siemovs über die Kohlenfrage. Der Minister legte deu dentschen Sachverständigeu-Bericht vor und betonte dabei, daß der Umfang der Hetttsche» Lieferungen vor allem von dem Eruähruuaszu stand der Arbeiter des Ruhrgebiets abhängig sei. Dem Sachver- ständigeu-Bericht liegt die Durchschnittsförderung des Monats Mai 1920 z« Grunde. Der Bericht :nwmt bei einer Befscrnug der Ernährnnaslage und bei Ansiede­lung größerer Arbeitermasseu im Ruhrrevier eine täg­liche Steigerung zunächst aus 56 000, dann auf 68 000 Tonnen an. Eine weitere Erhöhung würde, wie der Minister besonders nachdrücklich betonte, möglich sein, wenn Oberfchlesie« ohne Abstimmuua bei Deutschland bleiben würde, wobei auch die Polen besser fahren wür­de«, als wenn sie die Verwaltung Oberschlesiens selbst in die Hände nehmen würden. Diese Erklärung veran­laßte den Präsidenten de la Croir, die Sitzung anszu- Hebeu und mitzuteilen, daß er die deutsche Delegatio« benachrichtigen werde, ob nud wann eine «ene Sitzung atgesetzt werden würde. Er betonte dabei den ««geheu­ren Ernst des Augenblicks, der durch die Erklärungen der deutschen Delegation geschaffen sei. Ieoenialls ist nun eine neue Stockung in den Verhandlungen zu er­warte«, wenn nicht auf die Fortführung der Konferenz liheichanpt verzichtet wird.

Der amtliche Bericht über die Dienstag-Sitzung.

Dienstag vormittag tagte die gemischte Commission, die Montag von der Konferenz cinqetcto worden war, um die Borschläge der deutsche» Reg!sr»«g in der Wie- »ergutmachungsfrage erläutern zu lassen. Die deutsche Delegatiou war durch Finanzminister D«. Wirth nud durch Dr. Karl Melchior als wirtschaftlicher Beirat des Ministeriums des Sluswärrigen, Geheimral Wiedfeldt, des Beirats des Wirtschaiisministeriums ur»d Staats­sekretär Bergmann als Vertreter dcZ Wleöcraufbau- minittcriums und einem Sekretär vertreten. Der Prä­sident der Kommission stellte fest, daß es sich nur um eine Engueie, nicht um eine Beratung handele und richtete an die deutsche Delegation eine Reihe von Fragen, durch ^SSÄS «'sie LmÄ-K-Mr UM eine bestimmte Auskunft über die

Höhe des finanziellen Angebots, insbesondere der Iahreszahlungen. Reichsminister Wirth stellte eine solche Antwort auf den späteren Nach­mittag in Aussicht. Juzwischen hatten die deutschen Sachverständigen in den Kohlenfrage mit den Sachver­ständigen der Gegenseite über ein nenes Angebot monats lieber Tonne«lieferunge« an die Alliierten verhandelt und das Angebot in schriftlicher Form gemacht. Eine Einigung war nicht Zustandegekommc«. In dem am Nachmittag vom Reichskanzler abgehaltenen Mini ter- rat wurde infolgedessen beschloßen, die gewünschte Aus­kunft an die gemischte Kommission zunächst zuricckzuhal- ten, bis die dtachmittagssitzung des engeren RaKs der Konferenz die Kohlenlieserung, die jedem wirtschaftlichen Angebot zur Basis Metten müßte, fcstgestellt worden jec. In'der Sitzung des engeren Rates forderte der Prä­sident der Konferenz die deutfche Delemtlon aiisdruck- lich zur Abgabe ihrer Erklärung in der Kohlenfrage am. Reichsminister Dr. Simons entwickelte die Gründe, aus denen es der dentschen Regierung ««möglich sei, eine Znsage wegen Kohlenliefernng

zu machen, das nicht die Zustimmung der Bergwerks- unternehmer und inSbe atbere der Bergwerksarbeiter gefunden habe. Er machte auf den durch die Blockade geschwächten Gesundheitszustand der Bergarbeiter auf­merksam, der es ihneck ohnehin erschwere, Ueber,chichten zu leisten, der eine wettere Steigerung der Produktion nur gestatte, wenn man die Ernährung verbessere und für eine größere Zahl Bergarbeiter Woonungen uWe. Unter dieser Voraussetzung könne man zussgen, das täg­liche Lieierungsauantnm vom 1. Oktober 1920 ab um 12 000, also auf 56 000 Tonnen und vom 1. Oktober 1921 ab um weitere 12 000 auf 68 000 Tonne« zu erhöhen. Der Minister erklärte, daß eine weitere nicht unerheb­liche Steigerung möglich sein werde, wenn in Ober­schlesien für Rnhe gesorgt würde, so daß Ueber,chichten geleistet werden könnten. Dazu sei erforderlich, den ^lb- itimmnnaStermtn sobald als möglich anznsetzen, weil bis dahin die Arbeit durch Agitation aller Art gestört werde. Noch besser würde es sein aber damit gebe er nur eine Anregung, ohne einen Antrag zu stellen wenn man die

Abstimmung überhaupt aufhebe

und über die Kohlenlieserung an Polen und die alleren auf die oberschlesische Kohle angewiesene Länder unter der Zustimmung der Alliierten eine Vereinbarung treffe. Diese Zustimmung sei notwendig, weil durch den Friedensvertrag für Frankreich, Italien und Bel- 7 aien eine Art internationale Hypothek auf das deutsche * Kohlenvorkommen unter gewissen Bedtugungen gestlmf- fen sei. Nach, seiner Ueberzeugung würde auf diese Weise Polen von der deutschen Bergwerksverwaltung mehr Kohlen erhalten können, als wenn es die Verteilung ' selbst in die Hand bekomme. Die Abstimmung nr Ober- Westen sei zwar zweifelhafter als die in Schleswig und "'.llensteiu, sie werde aber von uns nicht gefürchtet. SSas wir fürchten, ist nicht die Abstimmung, 'Midern die mir yt verbundene Unruhe und Erregung. Der Minister

bat daher, diese Anregung zur Gewährung einer neuen Berhandlungsgrundlage in Erwägung zu ziehen. Prä- stdent de la Croix erwiderte, daß diese Antwort die al­liiertem Regierungen mit größtem Bedauern erfülle und eine >

sehr ernste Lage schaffe. Man habe gehofft, in Spaa zu einem wirklichen Frieden zu gelangen. Der deutsche Außenminister habe das Vorrecht der Alliierten auf die deutsche Kohle an­erkannt. Das Recht sei sehr maßvoll geltend gemacht worden, aber die deutsche Delegation lasse es unberück- ßchtigt. Unter diesen Umständen müsse er die Sitzung aufheben und behalte sich vor, den Delegationen einen Beschluß über neue Termine mitzuteilen.

Der deutsche KohlenNeferungs» Vorschlag.

Die deutschen Kohlensachverstiindigen hielten Diens­tag vormittag eine Sitzung ab, der die alliierten Ver- tretet in offiziöser Form beiwohnten. Die deutschen Sachverständigen machten den Borschlag, monatlich 1100 000 Tonnen zu liefern, die Beliefern»« ab 1. Ok­tober auf 1400 000 Tonnen zu erhöhen und, falls eine Besserung der wirtschaftlichen Lage Deutschlands ein- tritt, schließlich auf eine Lieferung von 1700 000 Tonnen ?n kommen.

Ultimatum iu der Kohlenfrage?

x Spaa, 14. Juli. In einer Besprechung mit Febrenbach und Simons, eie gestern nachmittag statt- fand, teilten die Vertreter der Verbündeten mit, daß sie in Form eines Ultimatums eine Anfrage an die deut­sche Regierung richten wollen, welche für die Verbün­deten annehmbare Menge Kohle Deutschland liefern werde.

Jochs Auffassung über den Bolschewismus.

»-» Rvm, 14. Juli. (T. U.) Spaa, seit Freitag habe die Revii

Bellonct drahtet aus

______ ,___________ stou des Versailler Ver­trages Segouven. Der wahre Triumphator des Kon­gresses sei Simons, dessen Thesen allgemein tiefen Ein- bntrf gemacht haben. Der Vertreter derEpoca" hatte eine Unterredung mit Foch und von Seeckt. Foch ist nach wie vor unversöhnlich und protestiert gegen Milde­rungen. Gegenüber dem Hinrrets des Korrespondenten

auf die bolschewistische Gesa sagte der Marschall nur: Schwindel." V. Seeckt besii änkte sich darauf, die Frage mit Achselzucken zu beantworten^

vx Spaa, l^IiE^sT^U.^" Wie verlautet, ist Mar­schall Foch schon vorgestern aufgefordert worden, nach Spaa zu summen. Man hat also gar nicht abgewartet, wie die Komruissionsverhandlnngen verlaufen würden.

Simons über den Gang der Konferenz.

x Berlin, 14. Juli. (Eig. Drahtn.) Der Sonder­berichterstatter desL.-A." meldet aus Spaa unter dem gestrigen Tage: In einer langen Unterredung setzte der Außenminister Simons seine Eindrücke über den bis­herigen Verlauf der Verhandlungen in Spaa und über die augenblickliche Lage auseinander. Der Minister führte aus, daß in der militärischen Frage Deutschland rechtlich in einer unangenehmen Situation gewesen sei.

Der 10. Juli war der Stichtag, an dem die Vereinba­rungen hätten durchgeführt sein npissen, die neutrale Sone zu räumen. Der Notwendigkeit, in der neutralen Zone Militär zu belassen, konnte man sich nicht verschlie­ßen. Die Rufe aus dem Ruhrgebiet, denen sich auch die gemäßigte Arbeiterschaft anschloß, waren deutlich genug. Wir mußten die Zurückführung der Truppen vermeiden. In der Frage der SicherheitsWehr war die Delegation der Meinung, daß die 9tote vom 24. Juni als Grundlage dient, denn aie Sitzung, die sich mit der mili­tärischen Frage beschäftigte, hatte mit der Anfrage der Stotterten begonnen: -Was hat Deutschland zu sagen tm Anschluß an die Note von Boulogne?". Damit war die Rückführung und Eulwaftuung der Sicherheitswehr im Rahmen dieser Note nröglich. Maßgebend war auch bet der Unterfebrift, daß wir uns militärisch sicherten, um zu wirtschaftlichen Verhandlungen zu kommen. Es mußte 6tne freie Aussprache über die Wirtschastsmög- lichketten Deutschlands erstrebt werden. Diese Aussprache wurde uns hartnäckig versagt. In der Kobleufrage wurde zunächst gefragt, nimm wir nicht geliefert hat­ten. Schließlich ist es in der bekannten Sitzung gelun­gen, von vormittags auf nachmittags die Sachvcrständi- genberatung durchzuietzen. Der Minister sagte dann: Nach meiner Kenntnis der wirtschaftlichen Bedingungen eines Landes ist jeder Zwang, der nicht in Ueberer stinnnung mit der Industrie geschieht, verhängnisvoll. Die wirtschaftlichen Bedingungen von Versailles sind fast unerfüllbar, und dies ist von der ganzen Welt an= ersannt Was wir jetzt versprochen hätten, würde als das Wort eines Mannes bewertet werden, der Zeit hätte, sich die Dinge zu überlegen. Deutschland könne keinen neuen Vertrag schließen, den es sofort brechen müßte. Der Minister gab dann seinen Etirdruck über das Verhalten der beiden Hauptverbündeten wieder. Es scheine ihm, als ob die französische Seite zur Rerstaudt- guug in den schwebenden wirtschaftlichen Fragen eher be­reit sei als England. England bedürfe der Unterlage für eine Form der Umwandlung der Summe, die ,Frank­reich noch aus dem Kriege an England schulde. Der Minister fuhr dann weiter fort: Ein Wunsch, den auch ich verstehe. Nnr überstellt Llovd George die Unmda= lichkeit der Durchführbarkeit seiner Idee «ud die schwie­rige ökonomische und wirtschaftliche Lage Derttschla^s. Es ist dies sehr bedauerlich, was Llond George nach sei­ner eigenen Erklärung in Spaa ja angeregt mid durcb- gesetzt hat. Aber die müßte Rücksicht auf die Mentali­tät Englands kann uns nicht dazu führen, Bersprechun-

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gen zu machen, die wir nicht halten können. ES ist besser Frankreich, Belgien und Italien ein anständiges und lonaleS Angebot zu machen, was wir aber auch durch» führen, als Versprechungen zu geben, die sie enttäuschen müßten.

Ergebuislofigkeit der Besprechuuge«.

»»Genf, 14. Juli. (S. C.) Havas meldet am Dienstag früh, die Besprechuuge« in Spaa zeige« sei, neu Fortgang. Eine Annahme der deutsche« Vorschläge in der Kohlenfrage wurde in der Besprechung der AM« ierten, die Montag «band am Krankenlager Äoyd Geov» ges stattfaub, für unmöglich erklärt.

Neue Beratungen der Sachverständige«.

x Köln, 14. Juli. (S. C.) Aus Spaa wird ge­meldet, heute früh hatte Stinnes eine neue Bespre­chung mit den französischen Sachverständigen, die über eine halbe Stunde dauerte. Lloyb George konnte gestern abend zum ersten Mal wieder das Zimmer verlassen. Voraussichtlich wirb er an der morgigen Sitzung teil* nehmen.

Die Grenze des Möglichen.

x Berlin, 14. Juli. (S. C.) Aus Spaa wird ge­meldet, durch Berufung der Marschälle Foch und Wtl- son hat die Konferenz von Spaa eine neue Wendung erhalten. Die deutsche Delegation nimmt den Stand­punkt ein, daß sie unter keinen Umständen sich ein« schüchtern lassen werde und in ihren bisherigen Bor­schlägen und Zugeständnissen bis zur äußersten Grenze des Möglichen gegangen sei.

Wetten über de« Ansgaag der Ko«fereuz.

x Rotterdam, 14. Juli. (T. 6.)Daily Mail* meldet, Wetten über den Ausgang der Konferenz in Spaa fanden am Sonntag in London statt. Es sind drei Stimmen gegen und zwei für eine Berftändigung.

Der französische Bericht.

** Spaa, 14. Juli. Der Sonderberichterstatter der Agence Havas berichtet über die gestrigen Verhandlun­gen der deutschen Kohlensachverständigen, bei denen auf deutsche Einladung hin auch die alliierten Kohlensach- verständigen anerkannt hätten, daß der Bedarf der deut- scheu Industrie an Kohle mit 55 Prozent gedeckt sei. Von einer Herabsetzung der Deutschland zugewiesenen Foh­lenmenge zu Gunsten der Inouitrie Frankreichs müsse man jedoch absehen, da solche 27 atznahmen die wirtschaft­liche Erstarkung und die Tätigkeit if

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in Rückstand

kovune. Die Deutschen ^ordern nach Havas von fetzt ab für jede 1,1 Million Tonnen, die Deutschland liefert, ein Bonus von 50 Franken pro Tonne zum Ankauf Mit Lebensmitteln für die deutschen Beraarbeiter. Der Preis der deutschen Kohlen, der gegenwärtig 80 Fran­ken betrage, würde demnächst auf 130 Franken erhöht werden müssen. - '

Die WiederanimachnngSsrage.

x Rotterdam, 14. Juli. (S. E.)Daily Mail" mel­det aus Spaa: Am Montag haben die Sachverständigen der Wiedergutmachnngskommission einigen Abänderun­gen in den Forderuugen an Deutschland suaeüfrnm:. Hiernach kann Deutschland bei Nichterfüllungsmöglich- keit die Uebertragimg wirtschaftlicher Sicherheiten beim alliierten Rat bemitragen, ohne daß dadurch Deutsch­land nach den Besttmmungen des Vertrages in Verzng geraten würde.

Marschall Foch wieder in Spaa.

x Berlin, 14. Juli. (R A.) Marschall Foch ist heute von Paris in Svaa etnaetroffen.

x Spaa, 14. Inli. (B. T.) Um 1,30 Uhr kam Marschall Foch im Auto an und fuhr zugleich zu Mil­lerand. Später kamen de la Eroix und der belgische Außenminister Hysman, nur Millerand zum französi­schen Nationalfeste zu gratulieren. Es fand darauf eine längere Unterhaltung zwischen den Vieren statt. Die Simtna des Obersten Rates bat heute um 111 Uhr be­gonnen. Sie wird jedenfalls noch keine Entscheidung bringen.

Besprechuuae« mit de« Mac chälle» Foch »nd Wilsou.

x Spaa, 14. IlUi. <T II.) Die Besprechnnge« der alliierten Staatsmänner mit den SÄurftbäifcu Fock und Wilson, die um 11 Uhr im Schloß de la Freincuse be- aannen, dauerte« bis «ach 1 Uhr mittags. Unmittelbar daran schloß sich eine private Unterredung zwische« Lloyd George und Millerauö a«. Gcrüchtwcisc verlau­tet, daß bei diesen Ves^eechnnac» auch die Kohlenfrage znr Erörterung gekommeu ist. Pilsndsko ist in Spaa eingetroffe«.

Mein Recht aus weitere Lesehung.

Amtlich wird mitgeteill: Von französischer Seite wirb verbreitet, daß Deutschland durch die am 9. Juli er- solate Unterzeichnung des Protokolls über bte Entman­nung sich der von oen alliierten Mächten an gedrohten Besetzung weiterer deutscher Gebietsteile, insbesondere der Rubraebiete. ausdrücklich unterworfen habe. Die deutsche Delegation erklärt diese Ausfaffnng für völlig unbegründet und den Tatsachen widersprechend. D' deutscherseits am SäUmfc des Protokolls aboeaebem Erklärung besagt lediglich, daß die deutsche Regiern».' von der Entscheidung der alliierten Mächte Kenntn:^ nimmt, und daß die Besttumningen, soweit sie Deutsib land betreffen, das heißt, ihm pofftive Leistungen Gitfe legen, sämtlich erfüllt werden. Außerdem hat der Reich? Minister Dr. Simons vor Unterzcichnclna des Pro: kolls in der Sitzung der Konferenz ansdrücklich erkläi daß die deutsche Delegation ihre Zustimmung zu der ai gedrohten Besetzung weiteren deutschen Gebiers nich: ge ben könnte, worauf der britische Premierminister Ller George enviderte, daß eine derartige zusttrmuenbe Er