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Nr. 167

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Mittwoch, den Lt. Juli

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192U

Die Sltafflimfel gegen Deutschland.

Die englisch-französischen Gegensätze.

** Ge«f, 20. Juli. (T. U.) DerNouvelliste be Lyon", der bisher am lautesten die scharfe Tonart gegen die deutschen Vertreter zeigte, schreibt jetzt, wir glauben nicht an die Anwendung der Klausel, nach der wir in einigen Monaten das Ruhrgebiet und die Kohlenliefe- rungen selbst in die Hand nehmen könnten. Diese Klau­sel wird nicht in Kraft treten, weil England ein zu großes Interesse hat, uns vom Ruhrgebiet fern z« halte«. Die Klausel wird aber immerhin noch lange ein Druckmittel gegen Dentschlond und als Tauschmittel gegenüber Eng­land uns von Wert sein.

Simons über das Ergebnis von Span.

Der Hauptschriftleiter derNationalzeitung" hatte eine Unterredung mit dem Minister des Aeußeren Dr. Simons. Auf die Frage, ob der Minister die Durchfüh­rung der uns in Spaa auferlegten Bedingungen über­haupt für möglich halte, erklärte Dr. Simons: Ich halte die Durchführung dieser Bedingungen physisch nicht für unmöglich, aber jedenfalls für kolossal schwer. Ich hätte die Bedingungen nicht angenommen, wenn ich nicht in -er Haltung der Sachverständigen gewisse Schwa«ku«gen bemerkt hätte, die meine ursprüngliche Stellungnahme, besonders in der Kohlenfrage erschütterten. - Was die Entwaffnung betrifft, so ist es natürlich eher möglich, eine solche innerhalb sechs Monaten dnrchzuführen als in drei Tagen. Bezüglich der Kohlenlteserung fragt es .sich vor allem, wieweit neue Möglichkeiten vorhanden sind und ausgenutzt werden sännen, um die Kohleu- för-erüng zn verstärken. Es wird vielleicht nach dieser Richtüilg hin noch manches zu ermögliche» sein. Auch die Erklärung Lloyd Georges in bezug auf die Vertei­lung der oberscklesischen Kohle hat mitgewirkt, mich schweren Herzens zur Unterschrift zu veranlassen. Je- deufalls müssen wir auch Nach Spaa unausgesetzt gr- 'SLitSn, üm eine Basis zur Schaffung eiuer änderen Lö­sung zu finden Wir müssen ürit qänz neuen PMrattt-

wird vielleicht nach dieser ......ein. Auch

'Seiten, üm eine Basis zu: »zu finden. Wir mist ______ ______

an die Gegenseite herantreten. Sonst kann es

immerhin geschehen, daß die Entwaffnung doch noch mit dem Bürgerkrieg und die Lösung her Kohlenfrage mit fin^r B-LKmrg dj^ Mnh^gcbtr^-- c^eL Die Eutwasf- nungsfrage scheint mir übrigens noch heikler als die Kohlenfrage zu sein. Wir dürfen nicht übersehen, daß ganz ungeheure Mengen von Waffen in unberufenen und ganz gewiß nicht ungefährlichen Händen sich befinden. Weiter äußerte der Minister, daß er bei der bevorstehen­den Konferenz von Genf es vor allem begrüße, daß diese Konferenz besser vorbereitet werden könne. Wir haben den Fehler begangen, den Friedensvertrag zu unterzetch- . neu in der irrigen Annahme, das Traktat werde von seinen Ausgebern selbst nicht ernst genommen werdem Das war aber ein großer Irrtum. Der Friedensvertrag wird furchtbar ernst genommen und damit werden wir immer zu rechnen haben. Endlich meinte Dr. Simons, daß er auf die Dauer ein Fernbleiben der Mehrheits­sozialisten von der Regierung als eine. Fälschung der öffentlichen Zustände in Deutschland betrachten werde. Neue Erklärungen Dr. Simons Aber Spaa.

Keine Ministerkrise.

^ Berlin, 20. Juli. (B. T.) Der Minister des Aeußern Dr. Simons machte vor Vertretern der Presse Ausführungen über den Verlauf und die Ergebnisse der Verhandlungen in Spaa. Die Gerüchte von Rücktritts­absichten einzelner Minister müßten iuP größter Vor­sicht ausgenommen werden. Alle Beschlüsse seien in

vollster Einmütigkeit und in dem Bewußtsein gefaßt worden, daß in ihnen der einzige gangbare Weg ge-

funden worden fei. Der Verlauf der Konferenz gebe keine Ursache, von Erfolgen zu sprechen. Für die Hal­

Ausbeutungsobjekt unserer Gegner werben will. Auch bei normaler Förderung der Kohlen sind die Bebingun- Sen nach der Meinung aller Sachverständigen nur auS- thrbar, wenn die deutsche Industrie zu 40 Prozent füll« gelegt wird. Anscheinend hat die Entente mit ihren Forderungen auch nur beabsichtigt, die deutsche Judu- strie konkurrenzunfähig zu machen. Hervorragende In­dustrielle sprechen sich dahin aus, daß unter diesen Be« dingungen an einen Aufbau der deutschen Wirtschaft nicht gedacht werden kann, und wir im Winter vor na­menlosem Elend und großer Arbeitslosigkeit stehen werden. Die Hoffnung auf den wirtschaftlichen Völker­bund hat Spaa grausam zerstört. Die Frage einer Wie­dergutmachung kann bei der langsamen Erdrosselung der deutschen Wirtschaft überhaupt nicht mehr verhan­delt werden. Zu beachten ist, wie ein Sachverständiger der Papierindustrie mittelst, daß Spaa die Not der deutschen Presse noch vermehren wird und an einen Ab­bau der Papierpreise nicht gedacht werden kann, wie überhaupt ein Abbau aller Preise bei der kommenden Kohlennot schleierhaft ist. Der ReichswirtschaftSrat will eine schleunige Revision der Kohleuverträge bean­tragen und verlangt in Zukunft vor dem Abschlüsse so wichtiger wirtschaftlicher Fragen gehört zu werden, weil sonst seine ganze Existenz unnötig wird.

Das Spaaer Abkommen.

** Genf, 20. Juli. (S. C.) Havas zufolge hat die Friedenskommission in Paris beschlossen, das Abkom­men von Spaa als indirekten Teil des Bersailler Ver­trages anzusehen.

Französischer Vorbehalt auf Erhöhung -er Lieferungen.

Genf, 20. Juli. (S. C.) Dem LyonerProgres" zufolge hat sich Frankreich in den Berhandlunaen mit den Alliierten in Spaa vorbehalten, daß hei einer Stei­gerung der deutschen Kohlenförderung auch die Beliefe­rung Frankreichs durch ein neues Abkommen geregelt wird, und das prozentual der Erhöhung der deutschen .rörderung Rechnung trägt.

Die Drohnug mit der Besetzung -es Ruhrreviers.

, Berlin, 20. Juli. Vom Niederrhein wird ge­meldet: Wie bekannt wird, ist bei der linksrheinischen Besatzungsbehörde der Plan für die Besetzung des Ruhrgebietes iowohl in militärischer als auch in teck- nucker Hinsicht sertiggest^n. au udu Mann sind bereit- gestellt worderr. Hinzu kommt eine technische Besatzung mit Hilfskräften, die im Bergbau die Aufsicht und die Kontrolle auSüben wird, weil zu befürchten steht, daß Streiks und Sabotageakte die Bergwerke stillegen und den Betrieb einschränke» könnten.

Eine Hetzrede Poiucarces.

** Rotterdam, 20. Juli. (S. C.) DieTimes" melden aus Paris: Poincaree hielt am Sonntag eine Rede in Versailles. Er bezeichnete die Ergebnisse in Spaa als völlig nugeniigend. Bevor man die Bedin­gungen des Bersailler Vertrages ermäßige, sollte man den Deutschen die Verpflichtung auferlegeu, 12 Stunden am Tage zu arbeiten und die Hälfte des Nationalver­mögens den Alliierten zur Wiedergutmachung abzulie- fern. Er hoffe, daß früher oder später die Alliierten die­sen Weg doch noch beschreiten müssen, da öle Deutschen ihre Verpflichtungen wohl kaum erfüllen würden.

Paris, 20. Juli. ImMatiu" schreibt der ehe- malige Präsident der Republik, Poincaree, die Deutschen zu einer koutradiktorischen Verhandlung über die Aus­führung des Friedensvertrages einzuladen, könnte doch nur bedeuten, daß man ihnen zu verstehen geben wollte, daß man geneigt wäre, den Vertrag nicht vollkommen auszuführen und ihn zu ihren Gunsten abändern lassen zu wollen. Wenn man sich vor Ihnen mit dem "elzwetg im Schnabel in Friedensiarben Hinstelle, müm dies, wie natürlich, sie in ihrer Arroganz und in ihren Forde-

Personalnachricht o»ft überhaupt nicht R wird die Süddeutsche Demokratische Km

M sie unter dem TitelDtplomattsck " schreibt:Ueber den Vorgang l eben. Die französische Regierung xy» he wert, Bayern gegenüber nur Formen der Höflichkeit zu wahren. Sie einfach, was sie will. Der Grab »er Mi mit zum Ausdruck kommt, ist wohl kaum zu

rte

der

g.

Mit

Der Vormarsch gegen SongteB-Polen.

** ftwenhemen, 20. Juli. (T. U.) Der Vormarsch der Bolschewisten ist an fast allen Fronttetlen in weit« nirgends gehemmtem Lauf. Er vollzieht sich an bet Storbfront mit einer Tagesgelchwindigkeit von 20 618 30 Kilometerm Am Sonntag ist Lida gefallen. Die Ein­nahme von Molodetschno, das am Dienstag fiel, bebeu. tet einen Vormarsch vo« 150 Kilometar« auf Warscha». Die Streitkräfte, die von MinSk aus vordrangen, stürmten bereits Nowo-Groöek, südlich davon da» ans dem Weltkrieg her bekannte Baranmottscht u«S wett« den Ogtnskt-Kanal, wo sich noch alte deutsche Stellun­gen befanden. Im Süden sind die Russen im Besitz von A^Enez-Podolsk, haben aber die Grenze von Oftgali» zie« «och nicht überschritten. Auf her mittleren Front

-^-U"*^ugrisf siegen Kowel bevor. Ueber bett Waffenstillstand liegen noch keine Nachrichien vor.

Bolschewistischer Borararsch gegen Armente«.

, Paris, 20. Juli. Aus Teheran wird geuieldet, der Regierung von Armenien ging ein Ultimatum bet Rwskauer Regierung zu. Als dieses Mttmatum abge- ^hielten die Bolschewisten den Befehl zum Vorrücken. ,Die rote Armee hat bereits die Provinz ^rabaab beietü. ©er Vormarsch geht weiter. Osfensicht- M darum, die Möglichkeit zu schassen,

daß sich die bolichewisttichen Truppen mit den tttrkisch. nationalüttschen ^treitkrästen Mustafa Kemals ver­binden.

Ultimatnm -er Evteute an Sowjet-Rußland.

* Zürich, 20. Juli. lS. 6.) Wie -erSecolo" a«S Paris meldet, ist -er Sowjetregierung von -en Alliier« ten eine fünftägige Frist zur Einstellung der Operativ» neu gegen Polen gestellt «erben, _____ . ________

' Der polnische Rückzug.

w Königsberg, 20. Juli. (S. EI Der polnische Rückzug hat die Niemen-Ltnic zwischen Kmono und Grodno erreicht. Bei Suwalkt und A»g»stowo an der ostvreußtschen Grenze stehen schon zurückgenonnnene polnische Truppen.

not fiesen

tung der Delegation müßte es maßgebend sein, ob die

rimgcn crnuitigen. Die Sprache, deren man sich be­dienen müsse, um mit Deutschland zu reden, Sprache der Festigkeit und der Gewalt.

set die

von der Entente gestellten Bedingungen praktisch erfüll- bar seien oder nicht. Im letzter» Falle hätte auch das Kabinett den Einmarsch auf sich genommen. Bei einer Ausnützung der deutschen Braunkohlen und bei einer Neuregelung des Verteilmigsplanes sowie einer schär­feren Erfassung der Steinkohlen sei Deutschland nach seiner Ansicht jedoch in der Lage, zwei Millionen Tonnen monatlich an die Entente abznliefern. Ueber diesen Verteilungsplau ist gestern bereits im Kabinett beraten worden. Bei der militärischen. Frage müsse man in Zu­kunft vor allem darauf sehen, daß die Neuorganisation der militärischen Machtmittel mit Unterstützung der ?lb liierten vorgenommen werde. Die Pläne des Mini­sters. Über deren Einzelheiten er sich nicht äußern wollte, gehen dahin, daß uns von einer Macht, die in Kolonien, die mit Weißen besiedelt sind, starke Polizei- und Sicher­heitsmaßnahmen treffen muß, Rat und Unterstützung zuteil wird. Der Konferenz in Spaa werde die deut­sche Regierung in der Entschädigungsfrage detaillierte Vorschläge »»terbreiten können.

Der ReichswirtschaftSrat gegen die Beschlüsse von Spaa.

Ehe der Reichstag sich mit den Ergebnissen von Spaa beschäftigen wird, tritt der Reickswinschaftsrat am r Tonnersag in Berlin zusammen, um Kritik an den Er- - gebnissen der Spaaer Konferenz zu üben. Zunächst werden am Donnersag der Reichskanzler und der Mi­nister des Auswärtige». Erklärungen über Spaa abge­ben. Die sich anschließende Debatte wird eine sehr leb­hafte werden und der^Regiernng einen schweren Stand : bereiten. Die Kohlentndnstriellen sind der Meinung.

daß die Bediugunge« von Spaa nicht inneres)eilten wer: , den können, zumal die Arbeiterschaft im Ruhrrevier ' Lust zeigt, die Bedingungen zu sabotieren, weil sie nicht

Der Wirtschaftsrat der Alliierten.

e-* Rotterdam, 20. Juli. (S.Daily meldet: Der Wirtschaftsrat der Alliierten tritt

Mail"

____ _________________ ___________ _____ am 30. Juli in Paris zusammen. Er wird die neuen Lebeus- mittellieternngcn an die Mittelstaaten Europas in der Seit vom Oktober 1920 bis 1. April 1921 lestsetzeu.

Der srenzKsche Gesau-ie in München.

Eine französische Erkläruug.

>* Paris, 20. Juli. (T. lt.) Bou zuständiger Stelle wird niitgeteilt, daß der deutsche Protest gegen die Ent­sendung eines französischen Gesandten nach München unbegründet sei. Frankreich verfolge in Sttddcntschland kciue Loslösnngsbcstrebnngen. (?) Wahrscheinlich wür­den auch Italien und Enaland dem französischen Beispiel folgen. Die britische Noie, welche sicherlich nach Paris gesandt würde, könne nur ein Argument enthalten, näm- lich die Bestimmn»» der Rcichsversanung, welche seine direkte» Beziehuugeti mit auswärtige» Staaten den Bundesstaaten gestattet. Dieser Grund trifft nicht zu. da der Bersailler Vertrag die Wiederherstellung der Be­ziehungen mit Bayern auf dem Verhältnis der Vor­kriegszeit bedeutet.

Vcrsti«lmnng über das französische Vorgehen.

** München, 20. Juli. tT. II.) Die Eile und Fonn- losigkeit, mit der die französische Regierung von ihrem durch den Bersailler Friedensvertrag verbrieften Recht Gebrauch macht, entarten der Reichsverkafsung in Mün­chen einen eigenen Gesandten zu halten, erregt bis in partikularistisch gesinnte Kreise hinein Befremde« und Verstk«»mn«g. Die Tagespreise nimmt von der Ankunft des französischen Gesandten Dard nur in einer kurzen

Französische Hilfe für Pole«.

w Genf, 20. Juli. (S. C.) Montag früh sind a«S Paris, einerJo«rnal"-Meld«ng znfolge, mehr als 100 Offiziere über Basel-Prag «ach Polen gefahren. I« Aesanco« werde« französische Tr«ppenformatio«en mit Artillerie für Polen znsammeugestellt.

Englisches Eingreifen zngunsten Polens.

Rotterdam, 20. Juli. lS. G.) DieTimes" melden: Nach der Rückkehr Lloyd Georges aus Spaa hat eine Sitzung des englischen Kabinetts itattaefnnben, »m zu den letzten Bcunruhiaenben Nachrichten auS Warschau Stellung zu nehmen. Das Kabinett erklärte, daß die Lage Polens für England dieselbe Situation schaffe, wie 1914 die Besetzung Nordfrankreichs durch die Deutschen.

Der litauisch-russische Frieden.

Die vor einigen Tagen von derTimes" verbiet- lesen Bedingungen des Friedensschlusses zwischen Rutz- land und Litauen werden nunmehr vomTemps" be­stätigt. Danach wurde der Friede zwischen Nußlaud und Litauen auf folgender Grundlage geschlossen: Li- tauen erhält nicht nur das Gebiet von Wilna, sondern auch das Gbiet von Grodno, die beide von den Polen auf« gegeben werden mußten, auherbem die nördlichen Di­strikte des früheren Gouvernements Snwalki mit der Stadt gleichen Namens. Außerdem wurde Litancu zu- gestandeu: eine Kricgsc«tschä-igu«g in 6>rlb von 009^00 Pfund Sterling, die Rückgabe aller mit Beschlag belegren Pr'vatgüier, das Recht, während 20 Jahren in den rus­sischen Waldungen zu holzen, und zwar in einem Gebiet, das an der russisch-litauischen Grenze liegt und 500 Luadratmeilen umfaßt.

Ein Notschrei der Deutschen aus Soldau.

Mehr als 1500 deutsche Männer, die ans den: Sol- öailer Gebiet in den letzten Wochen flüchten sowie Hab und Gut und ihre Angehörigen verlassen mußten, um der rechtswidrigen Einziehung zum polnischen Heeres­dienst zu umaehcn, haben an den Oberprändenec!: die dringende Bitte gerichtet, alles daran zu setzen, um Sol­dau und Umgegend, einen Teil des ehemEgcn Kreises 9?cibenbitra, für Deutsckland zu retten. In oem Gesuch heißr es: Im .Kreise Neidenburg stimmten 98,5 Pro­zent für Deutschland. Das Soldauer Land ist noch heute nach dem Willen der Bevölkeruna treu beuefeh und ioirb es bleiben. Wir werben uns nie bem polnischen Joch sügen. Helft uns! Rettet uns aus unserer großen Scott Südslawischer Uebergriff gegen Oesterreich.

Nach einer der Landesregiernng zugegangene» Mit­teilung besetzten etwa 1000 Südslawen Freudenau und Absiall. Die Landesregierung ersuchte den Ghcf der ins Grenzgebiet entsandten britifdien MUitännisfivn um J»terve»t!o». Er hat sofort bei der Laiback^r Regie. r»»g Borstelluttgen erhoben, jedoch ohne Erfolg. Auch das Freudenauer Schloß, in dem der englische Oberst Goßt wohnt, würbe von den Südslawen besetzt. Das südslawische Militär nahm nachmittags mehrere Berhaf.