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Nr. 180
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Donnerstag, den 5. Anglist
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1920
Heftige Kämpfe im Osten
Polnischer
^ Warschau, 1 Zluguß bericht vom 3. August: Nö und im Borfelde des F! fechte. Die Besatzung ' Angriffe der Bolschewik haben die Abteilungen sten BuLzyuskl die f bei Drozdowo den Na den 500 Gefangene ge. gewagen erbeutet. Zw Linie Beuibrow-Iablon Bei Zechanowitz bat di im schneidigen Gegenan Ncaschtnengewehre und schen Insanterieregimen tu der Gegend von Dr sind erbitterte Kämpfe n Ianvw griffen unsere Kräfte an, die auf das wurde. Südlich davon i, serm Besitz. Oestlich vor lungcn bei Sokul bolsche In der Gegend von Brot verminderter Heftigkeit fi ten, daß der Feind, von fielt, versucht, in der Rich
s bericht
U.; Polnischer Heeres- ier Gegend von colno
Leora PatrauitLenge- ttig Lomsha weist alle üdwestlich von Lomsha eeresgruppe des Ober- iVision zerwrcngt, die ritten hatte. Es wur- eschütze und 400 Baga- ircw und Bug auf der norv erbitterte Kämpfe, ssisch-litauische Division Gefangene gemacht, 8 lüge eines bolichewisti- tet. An der Bug-Linie und bei Brest-Litowsk ie. In der Gegend vor, ilungen bolschewistische er des Flusses gedrängt ganze Bug-Lu st in un- vel haben mV e 91 btei= .che Angriffe a aew.esen. »ert die Schlacht mit itn= Mehrere Flieger bertch- ren Abteilungen nmziu- rg auf Krazemieniec nach
Osten üurchzubrechcu. Rei, t Beute fiel hier i« unsere Hände. Am Sereth in der -legend von Mikaline famosen unsere Abteilungen in erbitterter Schlacht mit dem Gegner, der um jeden Preis nach dem Westen durchzu- brechen sucht. Unsere Gcgcuailgriffe.unter Führung des Obersten Ianuscha entwickeln sich günstig. Wir erbeuteten hier bisher 23 Maschrnengewehre und machten eine große Zlnzahl Gefangene.
WaffenstrllstkKdsoerhandlungenÄitteTbrochen.
Reuter meldet aus London: Ein Mcskancr Funk- spruch meldet, die Wasfeusiillstaudsvcrharrdluugen sind ausgesetzt worden. Die polnischen Delegierten kehren nach Warschau zurück, um von ihrer Regierung die Ermächtigung zur pnterzeichnung nicht nur des Waffen-
5'' LMWiMMN1 ‘"ff“*i,'-^ 7 e svnnrEAc ung anfee- steift hat, zu crlaugeu.
Die poluischeu Gegenvorschläge.
** Kopenhagen, 4. August. Slus Warschau wird gemeldet, die Polen halten bei den Waffenftillstandsvcr- tzandluugeu an solgenden Bediuqnnqen fest: Polen gestattet den Bolschewisten nicht die Einmischung in die inneren Angelegenheiten des Landes. Eine. Entwaffnung findet nicht statt. Die Polen werden anch mit einer den Stellungen der Truppen zur Zeit der Unter: Zeichnung entsprechenden DemarkationslitUe eiiti»cr= standen sein. Als HauptbeSingung für den Frieden har der polnische Vize-Ministerpräsident die Uubcrührt- Heit des polnischen Staates sowie die Gewährung des Selbstbestimmungsrechts an die Bsvöller»rng der zwischen Polen und Rußland liegenden Länder bezeichne'. Eine Sowjetregierung in Polen sei unmöqUch. Auf diese Bcdiugunqen wollen aber die Russe» nicht eiuge- hen Das ist der Gruud, weshalb die poluischen Vertreter nach Warschan zurnckgereisi sind, um sich neue
Instruktionen zn holen.
^ Genf, 4. August. (S. C.) Havas meldet: ___ Abbruch der Wafsenstillstandsverhandlun^cn zwischen Polen und Rußland wird in einer Warschauer Depesche auf anerftiUdare Forderungen der Sowjets zuriilkge- führt. Frankreich will eine Festlegung von Friedens- Vedingnngell, wie sie hier bekannt geworden sind, in einem Wassenstillstandsvertrag ebenfalls nicht aner
Der
kennen.
w Warfchan, 4. August. Die Sowfctregierung ließ der polnischen Regierung mitteUott, daß sie zugleich mit dem Waffenstillstand auch Friedcusverbaudluugen verlangt. Diese sollten am 4. August in Miusk beginnen. Die polnische Regierung ließ mitteilen, daß es r.miwg- lich sei, eine mit allen Vollmachten versehene Delegation zu entsenden. Bei dem gehlen der Verkehrsmög- lichkeiten sei es der Delegation auch unmöglich, bis dahin nach Btinsk zu gelangen.
Der polnische Nordslügel zerschmettert.
t-c Berlin, 4. August. Der Berichterstatter der „Na- tioualzeituug" meldet von der polnischen Front: Der Vormarsch der russischen Truppen geht weiter in Richtung auf Warschau. Während die Kavalleriedivision am Nordslügel die polnische Verteidigungslinie am Pisfa-Nareiv bereits erreicht und an einer Stelle durchstoßen hat, stehen die Truppen der 4. Armee vor Mazi- wiecz im Kampfe mit polnischen Nachhuten. Bolschewistische Reiterei ist bereits in Lomsha eingetroffem Ostrolenka ist rioch in den Händen der Polen. Da der polnische Nordflüqel völlig zerschmettert ist, können die Russen in zwei Tagen den südwestlichen Zipfel des polnischen Korridors erreichen und dann den Bahnverkehr zwischen Danzig und Warschau derart gefährden, daß die Polen nicht mehr auf die im Danziger Hafen ankom- menden Waffen- und Munitiontransporte der Alliier- rechnen können. Allgemein wird die Entschlteßnng : Russen, die Polen aus dem Korridor zu vertreiben, ont.
Die Russen bis Mlawa vorgebrungen.
w Basel, 4. August. Die bolschewistische Nordarmee bat Mlawa erreicht und setzt ihren Vormarsch gegen die Weichsel fort. Das gesamte polnische Weichselgebiet ist Ks Gesahrzoue erklärt worden. Die Bortruppen der »otM Aruice stehen nur noch 45 Kilometer von den Au-
tzcusorts der Festung War-chan entfernt. Vorgestern ckschienr.« russische Flieger über dem Festun saeläii>e. Die mtmi.sA-eLeu;'. .aicn in Tätigkeit. Bomben muden nicht a. gc aAc .
Der Vormarsch au? Warschau.
--- W.cn, 4. Augnst. (B. Z.) Das Sowjetkominando <eldet, daß die roten Truppen am 3. Augilst den Bug
>if 106 Werst Breite überschritten habe» und in der tchtung aus Sjedlce vorstoßen. Der Angriss auf War- , mu erfolgt jetzt in den beiden Nichtungeu Ostrolenka und Siedlce. Sjedlce liegt 85 Kilometer von Warschau entfernt.
Panikstimmung in Warschan.
o-c Basel, 4. August. (T. U.) Die „Basier Natio- nalzeitu.cg" meldet aus Warschau, die polnische Nord- front bei Offtowo ist von neuem zirrückgenomme» worden. Damit ist die Frontlinie auf 50 Kilometer der Hauptstadt Warschau näher gerückt. Wie der „Basler Anzeiger" -meldet, herrscht seit Sonntag früh in War- schan eine unvörkennbare Panilstimmung.
Unhaltbare Lage der Polen.
w Genf, 4. August. (S. C.) Der „Temps" meldet: Die Lage an der polnisch-rufstschen Front ist nach Anf- safsnug der Eutcntevcrtrcter in Warschau höchst gefahrvoll. Die polnische Heeresleitung hat den Gefahrzustand in WarsMau erklärt. Ostrolenka ist nnr noch wenige Tage zu hat.cn, da es im Westen von den Rnsscn nnrgangcn ist.
Die Verluste der polnischen Armee.
b# Berlin, 4. August. Eine offiziöse Mitteilung des Landesverteidigungsrals in Warschau gibt zu, daß die erste polnische Armee vollständig anfgcricbeu worden ist. Die poluischen Verluste werden auf über 12 000 Tote, Verwundere und Gefangene beziffert. Auch die vierte polnische Armee hat nahezu die Hälfte ihres Bestandes eingebüßt. Ein Regierungserlaß ruft alle 30= bis 45jährigen Männer unter die Waffen. General Pilfudski hat den Ovcrbc-fehl des polnischen Heeres au die Franzosen abgegeben.
Die Hilfe der Entente für Poleu.
w Rotterdam, 4. August.
C.) Die „Times
rnelderi: Im ltnUrhause teilte rtlond George mit, für Poren sind n^h
ls Polen und
neu nm! cn enischen.
den Alliieren ihre Friebensüedingunqen aufziviugcn können, auch dann nicht, wenn sie Warschau besetzen würden.
(Vorläufig haben die Bolschewislen gar keinen Au- latz, das cin-usehen,' sie sind ebenfalls Sieger und übri= geus gelehrige Schüler der Entenie und werden ihre Fo:. erringen durchzusetzen verstehen.)
Besichtigung des Grenzschutzes.
»-r Raste» bürg, 4. "August. (V. 3.) Zur Besülui- gung der Emu Grenzschutz zusmameugezogeneu Truppen wird Zseichsweltrmiuisicr Dr. Getzler morgen
in
Olastenbura eint reffen.
Bayer» »nd Las Reich.
Französische separatistische Bestrebungen.
H^ Berlin, 4. August. (Eig. Trahtn.t I« einer der letzten Nummern des „Temps" veröffentlicht der Münchener Korrespondent des Blattes, Herr de Guiller- ville, einen 2h richt r.ber die ÄerhälttAife in Bayern. Auf Gn»nd des ,,: .enmätzigen BerhältaMss der Parteien — dem oürgcrnc-.cn Block von 25 Angcgörige« der Stechte«, 64 Bolksparteiler« und lü Demokraten stehen «ur 25 Mehr:cttsfozialdcmokr. und 22 Unabhängige gegenüber kommt der Korrespondent zu der Schlußfolgerung, daß der Kurs in Bayern durchaus rechts gerichtet ist, sieht insbesondere die baldige Herstellung einer konstitutionellen Monarchie voraus und knüpft irreführende Be- urerknugen daran an über das Verhältnis von Bayern zum Reich, die das wichtigste deutsche.Problem, nämlich das der Skeichseinheit, berühren. Nach der Ausfassunc, des französischen Korrespondenten vertritt zwar das bayerische Kabinett offiziell die Zugehörigkeit zum Reich, aber sehr einflußreiche Grnppen, besonoers die Königs- partei hätten den bestimmenden Einfluß, sie wollen ein Großbayern schaffen, das die Rheinlande unt Deutsch-Oesterreich nmfaßt.
Ein Mitglied der Redaktion der „D. A. 3." hatte Gelegenheit, mit dem bayerischen Ministerprtisidenten Herrn von Kahr, der zur Zeit in Berlin weilt, über den „Temps"-Artikel zu sprechen. Herr von Kahr bezeichnete den Bericht als ein Stimmungsbild, das jedoch die Verhältnisse nicht so widergibt, wie sie in Bayern sind, sondern ganz und aar abgestimmt ist auf das, ivas die französische öffentliche Meinung zu hören wünscht. Die Franzosen haben immer und überall Symptome für eine Zersplitterung des Reiches gesehen. Im vorliegenden Falle hat wahrscheinlich die Tatsache, daß bei den Wahlen die bayerische Volkspartei in einzelnen Fällen eine Lisienverbindung mit den rheinischen Christlich-Sozialen geschaffen hatte, zu der Auffassung von politischen Son- derbestrebungen zwischen dem Rheinland und Bayern geführt. Als unhaltbar erklärt der bayerische Ministerpräsident die Behauptung, daß die Königspartei irgendwelchen Einfluß auf das Kabinett ausübe. Der Ministerpräsident steht auf dem Boden der Verfassung. Wenrt in Bayern ebenso wie im Rheinlande Bestrebungen int Gange sind, die in einzelnen Gebieten des Reiches gegctl- über dem zemralistischen Berliner System eine gewisse Autonomie sehen wollen, so ist das richtig, aber nicht zu verwechseln mit der französischen Unterstellung, daß diese Gebiete reichsmüde wären und sich aus dem Reiche aus- schließen. wollten.
ZnLernKtwnale Kongresse.
Die Sszialisien zum Völkerbund
Die Kommission des uilcnmtivualcu SrZasisieu- kvngrciscs für den VöAcrbuud schlägt eine Acsatucio» »or, in der es heißr: Der Vertrag von Versailles und die Verträge, die ihm gefolgt sind, haben die Welt in einem Zustand der Unsicherheit und eierrisänlich gelassen, in einem viel beunruhigenderen Zusmud, als er vor dem Kriege 1914 war. Dieser Zustand ßihrt zum Weilerbestchen und zum Wachsen des Acilitnrlsmns mit den Gefahren eines Krieges, die darnft, Zusammenhängen. Der Völkerbund muß die Mittel mit Controlle und der Sicherheit haben, durch eine tuternaiwnate Polizei die allgemeine Eutwasfmma aller Völker zu Lai:de und zu Wasser -upchzusetzen. Es ist zu wünschen die Ausdehnung seiner Bcfngltisse hinsichtlich der Beriet- lnng der Rohstoffe, der Transportmittel und auch der siuauztellen Krtegslasteu, die nicht ohne Ungerechttgkeit zum größten Teil zu Lasten der Nationen bleiben können, die am meisten muer der Last des Krieges gelitten haben. Der Völkerbund wird, so verbessert und vervollständigt, daß natürliche Werkzeug abgetan für die notwendige llmwanbüing deß Friedens von Versailles in eilten gerechten und dauerhaften Frieden. Eine gerechte Auivendung der Grundsätze der Wiedergutmachung wird es ermöglichen, daß den Völkern Mitteleuropas die Mittel gegeben werden, sich im allgemeinen Inicresse der Welt wieder zu erheben. Er wird die im Friedensvertrag scstgclegtcn Lairdcsgrcuzcu durch Greuzeu ersetzen, die dem frei ausgesprochenen Wunsche der Völker entsprechen.
In der Nachmittagösitzung des internationalen So- zialistcnkonqresies teilte der^tommissivusberichierstattcr la Fontaine mit, daß in der Kommission Einstimmigkeit erzielt worden sei über den Texr einer von den Deutschen ausqearbeitctev Resolution über die Schuld- fragc. Mit Rücksicht auf die Einstimmigkeit empfahl er, sich jeder Diskussion zu enthalten, und unter Beifall wurde hierauf die vorgcschlaaeuc Resolution einstimmig vom Kougrcß angenommen. Der Wortlaut dieser Resolution weicht insofern von dem früheren Bericht der Kommission ab, als die Emltung der deutschen Sozial- deiin-srcue s^Ldt-M »rieae weniner fAnr* opmAor«
...........bettete' ^rem ton über die Stellung der SozialbomokraNe zum Völkerbund. Der Vertclller- statter la Fontaine stellte fest, daß der Vertrag von Versailles in seinem ersten Teil nicht nur in sozialistischen, sondern auch in den Kreisen der Juristen und bürgerlichen Pazifisten wenig Befriedigung erzeugt habe. Er betonte ausdrücklich, daß es nicht angehe, alle Lasten auf ein Volk abzuwälzen. Die Schfialöcmokratic werde versuchen, auf die nächste zum 15. November eiitbcru= feite VölkerbundSversammlung bereits Einfluß in ih rem Sinne zu gewinnen.
Bemerkenswerte Rede Eduard Bernsteins.
•* Keiif, 4. August. lT. Uj Auf dem sozialistische« Kongreß hielt gestern Eduard Bernstein eine Rede, in der er anssührte: Wir Deniscßcn müssen sagen, daß gerade diejenige«, die in Dcntscliland das alte Regime von jeher vehtewh haben, durch den Fricdcusverirag vo:: Versailles am stärksten enttäntcht wurden. Die Hal- tnug, die man in Versailles der deutschen Revolution gegenüber cinpenomnreu hat, war derart, daß sie gegenüber deut alten System Wilhelms II. nicht wesentlich anders hätte sein können. Wenn man einigendes, daß in Deutschland durch die Revolution zwar nnr die Fassade geändert worden sei, so Übersicht man, daß der ganze Schwerpunkt verschoben worden ist nach der Richtung der Demokracie und der sozialdcmokratischcn Ar- beUcrschaft. Und gerade durch diese Einwendungen und dmch die Haltung der Bcrsaillcr Konferenz hat man ej.it in Dentschlaud den Zweifel an dem Erfolg der Tc- mo^ratle hervorgcrnfcn. Tnräi Bcrsaittes sind die Mächte, die man beseitigen wollte, rmgebeuer gestärkt worden. Der Kongreß beschloß, die Ne>olution i der den Völkerbund der am Nachmittag ZnsanrmcntrcAn- den Kommission zu überweisen.
Der Bcrgaröcitcrkcugrcß.
In der Sitzung des internationalen Bergarbeiter kongresfes am Tieustag wurde ein Arktrag der Engländer über die Nativnalisieruug der Bergwerke erörtert. Generalsekretär Hodge begründete ihn und erklärte, daß die englische Forderung auf Nationalisierung der Bergwerke identisch sei mit dem Wunsch der Teutschen aus Sozialtsieruug der Bergwerke. Tie Nationalisierung allein könne aus der Weltkohlennot herausführen. In den letzten G Jahren sei die Erzeugung um 400 Millionen Tonnen zurückgegangen. Ällciic Amerika weise eine bescheidene Steigerung der Erzeugung auf. Die Lage tu Europa sei geradezu trostlos. Der internationale Kohleurat werde die Erzeugung zu regeln, die Preise festzusctzen und die Verleitung vorzunehmen haben. Wenn Dcirtschlaud den Sechsstuudentag für notwendig hält, so ist er für Belgien und Frankreich ebenso notwendig. Der gegenwärtige Kongreß muß dir inter= nationalen Grundsätze beschließen, während die Einzelheiten der Organisation den verschiedenen Ländern tibcr- lassen bleiben müßten. Jmbusch vom christlichen Berg- (frbeiterverbaub erklärte, daß der Borschhm der Enalän- der auf Nativnalisieruug der Bergwerke bet den deutschen Delegierten großen Beifall gefunden habe. Er gab einen llcberbltck über die Verhältnisse im deutschen Bergbau und sagte, daß in Deutschlarid auch Staatsbetriebe vorhanden seien, so im Saargebiet und in Ober- schlesien, daß diese aber nicht sehr ergiebig seien, weil sie zu bureaukratisch verwaltet würben. Notwendig sei die Herbeiführung einer möglichst hohen Erzeugung »M t yrögitchst geringen stiften. -