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Nr. 223
Seliger Bezugspreis gegen Vorausbezahlung monaili* 2.— Mk., frei Baus 2,25 (I)h.
Freitag, den 24. September
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1920
Trostlose Finanzlage.
Sitzung des Reichskabinetts.
«^Berlin, 23. September. (T. U.) Die Erörterungen über die programmatischen Darlegungen des Reichsfinanzministers Dr. Wirth in der gestrigen Sitzung des Reichskabinetts, die unter dem Vorsitz des Reichspräsidenten Ebert stattfand, führten in voller Einmütigkeit zu dem Beschluß, die Stellung des Reichsfinanzministers zu stärken und seinen Einfluß anf die Finanzgebarnnq des Reiches zu erweitern. Dieser Beschluß wurde wesentlich mit Rücksicht auf die ««bedingte Notwendigkeit gefaßt, zur Vermeidung des Zusammenbruchs unserer Finanzen einen Stillstand und womöglich einen Abbau in den Reichsansgaven herbeizuführen «nd alle Mittel zu ergreifen, um der weiteren Geldentwertung z« begegnen.
Die Rede des Reichsfinanzministers.
Der Reichsfinanzminister eröffnete die Beratungen des Kabinetts mit einer längeren Rede. Er führte aus: Wir stehen endgültig vor der Notwendigkeit, uns über die finanzielle Lage des Reiches Rechenschaft zu geben. Es genügt aber nicht, sich nur die Tatsachen vor Äugen zu halten und die furchtbare Wucht der Zahlen ins Gedächtnis einzuprägen und Probleme zu sehen, sondern wir müssen zu weittragenden Entschlüssen kommen und ein Wirtschafts- ««d Finanzprogramm für die nächste Zeit uns vornehmen. Schlechte Finanzen sind wohl auch der Ausdruck einer krankhaften Wirtschaft. Es seien deshalb heute nur wenige Zahlen wiederholt. Sie sprechen eine lebendige Sprache. Niemand, insbesondere die Beamten, sollen sich der Gewalt dieser Sprache entziehen. Im Jahre 1919 stellte die Reichsfinanzver- waltung einen Haushalt auf, der ordentliche Einnahmen und Ausgaben nach dem Soll in Höhe von 15,8 Milliarden hatte, ferner außerordentliche Einnahmen und Ausgaben in der Höhe von 47,2 Milliarden, somit Gesamteinnahmen und Ausgaben mit 63 Milliarden. Der Boranschlag für das Jahr 1920 sieht, wie er jetzt dem Reichstage zugeht, Einnahmen und Ausgabe« i« ter Höhe von 39,8 Milliarden vor, wobei allerdings zu berücksichtigen ist, daß jede Reichseinnahme des Steuergesetzes, von denen ein Teil den Ländern und Gemeinden zufällt, mit dem vollen Aufkommen in Einnahme USä^üMtbis^n die Länder und GemLinde» abzufüh- renden Betrag von 9,4 Milliarden Mark in Ausgabe nachgewiesen sind, so daß nach Abzug dieser Summe die eigentlichen Ausgaben des Reiches im ordentlichen Etat sich auf 30,4 Milliarden belaufen. Der außerordentliche Etat sieht Ausgaben vor in der Höhe von 39,7 Milliarden und Einnahmen von 2 MMiarden, hat also einen Fehlbetrag von 37 Milliarden. In diesen Zahlen sind die reichseigenen Betriebe Eisenbahn und Post nicht mitenthalten. Für diese wird vielmehr ein besonderer Haushalt ausgestellt, bei dem jetzt für die Reichseisen- bahnverwaltung ein Fehlbetrag von über 60 Milliarden und bei der Post ein Fehlbetrag von über 2 Milliarden feststeht. Wenn es nun auch gelungen ist, den ordentlichen Haushalt bei höchster Anspannung aller Einnahmequellen auf dem Papier zu balanzieren, so verbleibt immerhin aus den nicht gedeckten Ausgaben des außerordentlichen Haushalts und der Post und Eisenbahn ein Gesamifkhlbctrag von 37,7 plus 18 Milliarden gleich 55,7 Milliarden Mark.
Bei den Ausgabe« sind im außerordentlichen Haushalt allein Aufwendungen aus Anlaß der Durchführung des Friedensvertrages und seiner Vorverträge für das Rechnungsjahr 1920 25 Milliarden vorgesehen. Dazu kommen noch die finanziellen Anforderungen an das Reich für Entschädigungen an Reichsangehörige aus Anlaß des Friedensvertrages, welche geschätzt werden auf 17 Milliarden für Abtretung der deutschen Handelsflotte, aus 90 Milliarden für die Liquidation des deutschen Eigentums im Auslande, von 10^ Milliarden für Ablieferung von Kricgsgerttt, von 13% Milliarden nach dem Kriegsschadengesetz vom 3. Juli 1916, sowie nach dem in Vorbereitung befindlichen Kriegsschadengesetz, für Schäden im Ausland, in den ehemaligen Schutzge- bieten. Die Gesamtfordernngen für Entschädigungen an Reichsanaebörige infolge des Krieges belaufen sich auf 131 Milliarden, wobei das in den letzten Wochen erfolgte Sinken des Markwertes noch nicht berücksichtigt ist. Nicht enthalten sind in diesen Zahlen die Summen, die das Reich für Lieferung und Leistungen zu vergeben hat, die für Wiedergutmachungen im Sinne des Friedensvertrages an die einzelnen Ententestaaten bewirkt worden sind und weiter bewirkt werden und deren Gesamthöhe sich überhaupt noch nicht ttber- fehe« läßt. Man muß sich nur diese gewaltigen aus dem Fricbensvertrag und infolge des Krieges sich ergebenden Ziffern einmal recht überlegen, um die ungeheuren Lasten, die allein aus Anlaß des FriedenSver- trages auf uns liegen, ermessen zu können. Die erste Ausgabe für das Rechnungsjahr 1919 sowie für das erste Drittel 1920 wird sich auf mindestens rnnd 54 Milliarden belaufen, wobei betont werden muß, daß eö sich zum größten Teil noch keineswegs um endgültige Zahlungen, sondern nur um Vorschläge auf Entschädt- gungen handelt, deren Festsetzung oft kaum noch begonnen hat. Eine Ziffer verdient noch besondere Beachtung, daß für den genannten Zeitraum allein für die Be- fahungtzhecre, den WiebergutmachungSausschutz und andere alliierte Kommissionen 14,9 Milliarden erforderlich sein werden. ES ist deshalb nicht zu verwundern, daß die schwebende Schuld deS Reiches gewaltig in die Höhe geht und daß ihr Anwachsen und sie damit verbundene Papierflut lawinenhaft bezeichnet werben muß. Die schwebende Schuld deS Reimes ist im Jahre
1920 bis zum 18. September um 47,5 Milliarden gewachsen. Die diskontierten Schatzanweisungen und Schatzwechsel belaufen sich am 18. September auf 132,3 Milliarden Mark, wozu sich weitere Zahlungsverpflichtungen aus Schatzanweisungen und Schatzwechseln, sowie Sicherheitsleistung in Höhe von 19,4 Milliarden gesellen. Die Gesamtschuld mit Einrechnnng der fundierte« Schuld im Betrage von 91 Milliarden betrage demnach 242.7 Milliarden. Dazu treten die den Ländern noch restlich abzunehmenden schwebenden Schuld- und Zinsverpflichtungen an die Länder anläßlich der Uebernahme der Eisenbahnen im Gesamtbetrage von 25 Milliarden und die von den Ländern verauslagten Beträge für Familicnunterstütznngen, Kriegswohlfahrtspflege usw. in Höhe von 16 Milliarden. Diese Zahlen rechtfertigen wohl das Urteil, daß
unsere Finanzlage mehr als ernst bezeichnet werden muß. Man darf sich deshalb nicht verwundern, daß der Retchsfinanzminister der Erledigung der Besoldungsordnung, die neue große dauernde Lasten bringt, mit allergrößter Besorgnis entgegensicht, vor allem dann, wenn festzustellen ist, daß allein die Reichseiseubahnverwaltung eine« Zuschuß von über 16 Milliarden in diesem Jahre erfordert. Das Besoldungsgesetz vom 30. April erfordert an Grundgehältern, Ortszuschlägen und Teuerungszulagen nach Durch- schnittsftttzen berechnet) jährlich 9,9 Milliarden. Die Mehrkosten einschließlich dessen, was die Nationalversammlung noch zugestanden hat, in Höhe von rund 2 Milliarden betragen 7,8 Milliarde« gegenüber der früheren Besoldung. Der jetzt zur Entscheidung stehende sogenannte Referentenvorschlag, der übrigens im Benehmen mit allen Ressorts und den Beamtenorganisationen zustande kam, erfordert eine Mehraufwendung von 824 MMonen gegenüber dem Gesetz vom 20. April. Die jetzt noch geäußerten Wünsche der Beamten würden nach der Berechnung des Reichsfinanzministers eine weitere Mehrforderung von wiederum 863 Millionen rund bedeute«, wobei diesen Wünschen gegenüber noch besonders finanzpolitisch in Betracht komme, daß sie auch in den Ländern und Gemeinden wiederum zu neuen steuerlichen Lasten führen müßten und ebenso Rückwirkung auf die Tarifverträge der Angestellten sowie der Reichs- und Staatsarbeiter äußern würden.
HT? DieBeschlüsse des Kabinetts. .
Im Anschluß an Sie Ausführungen des Reichsft- nanzministers erörterte das Kabinett zunächst die Vorschläge des Referenten hinsichtlich der Besolduugöord- «ung. Es wurde beschlossen, diese Frage im wesentlichen zur Grundlage eines Gesetz-Vorentwurfes zu machen. Einmütig stellte das Kabinett den Willen fest, die von der Nationalversammlung verabschiedeten Steuer« gescße unbedingt durchzuführen. Dies gilt im besonderen von dem Reichs«otopfer. Es soll außerdem im Kabinett ein Gesetzentwurf eingebracht werden, der auf der Grundlage' des Reichsnotopfers einen erheblichen Teil seines Ergebnisses alsbald dem Reiche zuführen soll. Ueber den Gang der Steuerveranlagung und -Erhebung wird der Reichsfinanzminister dem Reichstage bei seinem Zusammentreten sofort Mitteilung machen. Das Kabinett einigte sich auf folgende Grundsätze:
1. In den ordentlichen Etat für 1921 sollen grundsätzlich keine neuen Ausgaben eingestellt werden. 2. Eine systematische Einschränkung aller bisherigen Ausgaben ohne Unterbindung des Ausbaues von werbenden Anlagen soll durchgeführt werden. 3. Reue Beam- tcustcllen sollen nicht mehr geschaffen werden. 4. Größte Sparsamkeit auf persönlichem und sachlichem Gebiet, bei schärfster Nachprüfung und Kürzung aller Ansätze durch das Reichsfinanzministerium. Weiter soll ein fchärse- rer und beschlennigter Abbau der Kriegsorgauisationen, insonderheit der Kriegsgesellschaften vorgenommen werden, und ferner beschleunigte Abwicklung der Kriegs- fonds.
Das Kabinett befaßte sich weiter mit der Frage der Zusammenlegung gleichgearteter Betriebe. Ein besonderer Kommissar soll mit dieser Zusaunnenlegungsar- beit beauftragt werden. Schließlich ist das Kabinett der einmütigen Auffassung, daß das Milliarden-Defizit bei Post und Eisenbahn unter alle« Umständen beseitigt werden müsse. Der Verkehrsminister machte über diesen Punkt eingehende Mitteilungen. Von besonderer Bedeutung ist endlich die Tatsache, daß sich das Kabinett auch mit Sozialisierungsfrage« beschäftigte und zwar hat es einmütig beschlossen, den Reichswirtschaftsminister zu beauftragen, auf Grund der vorliegenden Berichte der Sozialisterungskommission den Entwurf eines Gesetzes zur Sozialisiern«!, des Bergbaues vorzulegen. Eine Ueberprüfung der Ernährvngspolitik, die geschehen muß im Zusammenhang mit derzeitigen finanziellen Lage, soll im Wirtschaftsausschuß des Retchskabi- nettS erfolgen.
Dr. Wirth bleibt im Amte.
** Berlin, 23. September. In der gestrigen Kabinettssitzung teilte der Reichspräsident mit, daß der Fi- uanzministcr Dr. Wirth in seinem Amte bleibe, weil unter den gegenwärtigen Verhältnissen eine Aenderung im Kabinett ungünstig wirken müsse. Diese Ansicht wird in politischen Kreisen vollkommen geteilt. Nur besteht noch darüber eine Ungewißheit, inwieweit Finanzminister Dr. Wirth aufgrund seiner bisherigen Darlegungen über die Schwierigkeiten der Finanzwirt- schaft eine Ordnung in das Finanzwesen zu bringen gedenkt.
Zusamme«k«nft der Ftuanzmiuister in Berli«.
* * Berlin, 23. September. Die einzelstaatlichen Finanzminister sind zum 29. September telegraphisch zu einer wichtigen Sitzung nach Berlin einberufen worden.
Der Kartoffeltrieg.
^ Magdeb«rg, 23. September. <T. U.) Der Ober- präsident der Provin'- Sachsen hat gestern nach eingehenden Verhandlungen mit Vertretern der Behörden, der Kommunalverbände, der Beamten und Arbeiterschaft an die Reichsregierung einen Antrag gestellt, den Er- zengerhöchstpreis für Kartoffeln auf 20 Mark de« Zentner festzusetzen sowie strenge und hohe Bestrafungen für Ueberschreitung der Höchstpreise herbeizuführen.
* * Magdeburg, 23. September. Die hiesige Arbeiterschaft veranstaltete g/stern nachmittag im Anschluß an eine Versammlung eine Demonstration. Auf dem Marktplatz wandten sich die Redner scharf gegen die Höhe des Kartoffelpreises. Die Arbeiterschaft wurde aufgefordert, in einen Sympathiestreik einzutreten, wenn die Eisenbahner sich zu einem Ausstand entschließen sollten. Die Demonstration verlief in Ruhe.
* * Gotha, 23. September. Der gothaische Bauern- bund hielt gestern eine Versammlung ab, um sich mit der Lebensmittelfrage und der Kartoffelbeschaffung zu befassen. Um 11 Uhr legten die Beamten und die Arbeiter die Arbeit nieder. Auch die Straßenbahn stellte den Betrieb ein. Etwa 6000 bis 7000 Arbeiter zogen vor das Versammlungslokal des Bauernbundes und überbrachten der Tagung eine Entschließung mit dem Inhalt, daß der Kartoffelvreis nicht über 15 Mark bin» ausgehen dürfe und die Kartoffeln sofort und in genügender Menge nach Gotha gebracht werden müssen. Dti FWrer des Bauernbundes sagten die letzte Bedingung sofort zu. Dann wurde in Verhandlungen über die Preisfrage getreten. Man glaubt, daß eine Einigung erzielt wird, die Kartoffeln zu 20 Mark zu liefern.
Die Kontrolle der Kartoffeltransporte.
* * Berlin, 23. September. Der Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft hat die Reichsbeauftragten erneut ersucht, in Verbindung mit dem Retchsver- kehrsminister die Kontrolle für Kartoffeln wesentlich zu verschärfen. Auch der Verkauf von Kartoffeln an Bren- nereien ist verboten. Durch Besprechungen zwischen Produzenten und Konsumenten soll eine Preissenkung für Kartoffeln herbeigeführt werden. Ein Eingriff in die Transporte soll unter allen Umständen verhütet werden, da hierdurch in den Städten Preistreibereien hervorgerufen würden und besonders die min derbe mit- feffe Bevölkerung in den Industriegebieten einer gefährlichen Kartoffelnot tiberantwortet würde.
Die Lage in Oberschlesien.
In Oberschlesien kann von einer allgemeinen Beruhigung der Bevölkerung immer noch mcht gesprochen werden. Im Bezirk Kattowitz stehen viele Greuzorte noch vollständig unter dem polnischen Terror. Aus Baingow sind inzwischen sämtliche deutschen Familien geflüchtet. In diesem Kreise forderten die Tage während und iraä dem Putsch insgesamt 25 Tote. Dazu kommen auch die schweren Verluste der Sichrrüeitswehr mit 10 Toten und 40 Verwundeten. In Myslowitz nute» ten für die polnische Polizei in der vorigen Woche von Seiten der Stadiverordnetenversammlung 130 000 Mark bewilligt werden. Im Kreise Pleß liegen die Verhältnisse ähnlich wie im Kreise Kattowitz. In Grotz-Tom- browka im Kreise Beuthen sind auch die letzten deutschen Familien geflüchtet. Gewalttaten sind überall an Jier Tagesordnung. Man kann im Durchschnitt 5—10 ^älle von Mord, Einbruch, Ueberfall auf den Tag rechnen. Die Zusammensetzung der neuen AbstinunungS- Polizei läßt nicht hoffen, daß den Gewalttaten und dem Terror durch ihr Eingreifen ein Ende bereitet wird, da die AbstimmungSpoltzei zumeist unter polnischem Ein- fluß steht.
* * Beuthen, 23. September. Das Verbrecher- und Bandenunwesen in Oberschlesien scheint seinen Höhepunkt zu erreichen. Kein Tag vergeht, an dem nicht Raubirbersälle, Mordtaten, Einbrtiche und Diebstähle gemeldet werdem Die Polizei und die Gerichte sind überlastet. Die Strafkammern mußten veruiehrt wer- öen. Die Schwurgerichtsperioden umfassen 50 und mehr Anklagefälle. In der letzten Zeit fällt besonders auf, daß lieberfälle auf Hochzeiten veriibt werben.
Korsa«,vs Beweismaterial.
* * Bcniheu, 23. September. Der Polcnsührcr Kor- fanty war von der Abreise des Generals Lerond nach Paris schon einige Tage vorher verständigt worden. Er lieferte dem (Mciierai deutsches Material für seine Borträge in Paris, darunter Material über angeblich deutscherseits begmmene Greuel- und Unräten sowie Unterlagen über deutsche Kampforganisarionen und deutsche Waffenlager. Ferner wurde dem General Le- rand eine Denkschrift über die Einfübrung einer ober- schlesischen Währung und über den Stand der kommunistischen Bewegung in Oberschlesien mitgegeben. Schon in diesen Tagen wird sich der Alliierten-Äat mit der oberschlesischen Angelegenheit beschäftigen.
Der neue Polizeipräsident von Bresla«.
p* Bresla«, 23. September. Als Nachfolger deS auf den Druck der Entente rrerabschiedeten Polizeipräsidenten Eugen Ernst wurde der Yieheime Regierungsrat Liebermann aus Eolmar im Elsaß zum Polizeipräsidenten auserfeben.
Vor einem neuen Polen-Putsch?
«-»Berli«, 28. September, (ß. A.) Die zahlreiche« Anzeichen, die anf de« unmittelbar bevorfte« henden Auobrnch eines neuen Polen-Putsches Hindeu- te«, werden durch einen neuen Fall vermehrt. Auf den Güter« in der Gegend von Frauftadt ist, wie wir höre«, poluische Artillerie untergebracht worde«. Man sann sich lebhaft verstellen, daß die Pole« eine solche