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Freitag den 8. Oktober """’Ä-sSÄ^ 1920
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FrankDeich und Brüssel.
Die Franzosen babeu alle möglichen Hebel in Bewegung gesetzt, um die Wirkung der Brüsseler Konferenz zu entkräften Sie wittern in der Konferenz eine große töesohr für Frankreich. Und da ist ihnen Herr Advr, der Präsident, taktisch zu Hilfe gekommen, indem er schon in der ersten Sitzung die Grenzen vorschrieb, die die Konferenz nicht überschreiten dürfe. Alles nämlich, was sich aus den Bersailler Vertrag beziehe, dürre auf keinen Fall berührt werden, vor allem nicht die Frage der von Deutschland zu leistenden Entschädigung. Und gerade das war es ja, was wir von der Brüsseler Kou- ferenz erhofften. Es mußte doch endlich einmal der Slip von unserer Seele schwinden, der uns schon seit mehr als einem Jahre drückt. Wir müssen doch endlich einmal wissen, wie hoch die Entschädigungssumme sich belauft, itnt nicht immer befürchten zu müssen, daß ihre zu erwartende Höhe immer wieder wie Kautschuk hin- und heroeaoaeit werden kann. Aber Frankreich hat nun durch Herrn Adors Einschränkung wieder einmal einen diplomatischen Sieg davon getragen. Nicht die Brüsseler Konferenz, sondern allein die Wiedergutmachungskom- mission soll zu Bestimmen haben, was Deutschland zu zahlen hat.
In einem Leitartikel hat Poincarö, der frühere Präsident, seinem befreiten Herzen Luft gemacht. Er freut sich über Herrn Adors weise Taktik und hat nur noch etwas Beklemmung vor dem deutschen Delegierten Bergmann, der schon in Spaa durch fein erdrückendes und unanfechtbares Material und seine geschickte Taktik die Franzosen arg in die Enge getrieben hat. Kommt noch hinzu, daß Herr Bergmann fließend englisch und französisch spricht, sodaß seine Gedankenarbeit nicht immer durch Dolmetscher-Unterbrechungen gestört wird. Poincarä schreibt im „Matin" u. a.: „Ich habe Herrn Bergmann mehrmals in der Wiedergutmachungskommission gehört. Er ist ein intelligenter Mann mit guten Manieren und friedlichem Gesichtsausdruck. Er spricht
geläufig französisch und englisch. Seine Ausführungen find klar, und in der Diskussion behält er seine Ruhe. 3m Ganzen macht er auf seine Zuhörer einen sehr gün- LtEv-EiE A" S" ei't»u- GraftE^Lbts c-.if-^tznfrnn- zöltfche DelcgatiM sstrÄffen, und daher hat sie alle Ursache, dem Präsidenten ASor, der von vornherein auf der Brüsseler Konferenz die heiligen Verträge von Versailles schützte, zu danken. Und auch vor Herrn Kennes ist Frankreich nun sicher, dessen vernünftiges Buch über die Schuld und Zahlungsfähigkeit Deutschlands auf der Brüsseler Konferenz eine gute Wirkung getan hätte, wenn eben die Versailler Verträge auf der Brüsseler Konferenz nicht von vornherein für unantastbar erklärt worden wären. Und nun kommt das tragische Geschick Deutschlands, an dem leider, wie schon so oft in der Geschichte, Teutsche selber Schuld sind. In Herrn Horden ist den Franzosen ein Fürsprecher erstanden, wie sie ihn wohl kaum sich besser wünschen können, und zugleich ein Ankläger Deutschlands. Wer die betreffende Nummer keiner „Zukunft" nicht gelesen hat, der kann die verurteilenden Worte, die er gegen Deutschland richtet, aus Pvincarecs Artikel erfahren. Da hat Maximilian, der Unentwegte und Gerechte, der von seinem hohen Thron herab auf deutsche Not und Kümmernisse pfeift, offen erklärt, daß Frankreichs Haltung durchaus eine gerechtfertigte sei, daß aber Deutschland überhaupt noch nichts für die Beruhigung Frankreichs getan und noch keine Hau- für den Wiederaufbau Nordfrankreichs gerührt habe. Deutschland provoziere die Franzosen nicht nur auf dem Pari'er Platz in Berlin und in Kattowitz, es heute auch jedesmal, als ob ihm Gewalt angetan würde, wenn Frankreich etwas verlange, worauf es seit langer e-cit Anrecht hätte. Wir, die Deutschen, hätten in unserem Lande nicht im mindesten durch den .Krieg gelitten. Alle Jndustriew'erke seien intakt geblieben. Wtr rüsteten jetzt zu einer neuen Revanche. Wahrhaftig, einen heueren Fürsprecher konnte sich Frankreich wahrend der Brus- , feiet Konferenz gar nicht wünschen, und Herr Horden verdient schon deshalb das Kreuz der Ehrenlegion.
Anders als so mancher Deutscher von Harden- sche n Schlage aber denken viele Neutrale und sogar Verbündete" Frankreichs., Die „Basier Nachrichten" schreiben: Noch immer spukt in den Köpfen vieler Franzosen die Vorstellung, die deutsche Neparativnsmmme sei vorhanden und eS handele sich nur darum, sie aus Verstecken zu holen. In Wirklichkeit kann Deutschland nicht mit verborgenen Schützen, sondern nur mit Arbeit zahlen. Wenn Deutschland aber arbeiten soll, darf man ihm nicht durch vollständige Wehrlosmachungi die- Möglichkeit zur Niederhaltung spartaktitischer Auf,müde ueh- men, darf man ihm die Kohlen n/cht in Mengen wegnehmen, die seiner Industrieunentbehrlich nud, darf man seinen ausländischen Kredit nicht durchi ständige Verödung mit Einmarsch in das Ruhrgebiet zerrütten, da if man rheinische und bayerische LoZlösunE nicht künstlich begünstigen, darf man obeAchlesnche Polenaufstände nicht künstlich fördern usw. Daß der Völkerbund zur Durchführung des ^rfaißer J^aaeS Ülichtet ist, sondern im Gegenteil das Recht hat, ideruug unanwendbarer Verträge hinznarbei-
nicht verpflichtet ist, sondern im Gemmen ms wenn wn, auf Abänderung unanwendbarer Verträge Mznarbei. ten, vergessen die Franzosen mit staunenswerter Beharrlichkeit." Und auch der „Standard> sam den Fran- zosen offenherzig seine Meinung anläßlich ^ll„t5mpfan- &dcs deutschen Botschafters ^lleyer bei Millerand.
erand habe nur schöne Worte über die Zusammenarbeit an den großen Werken ded'friedenS gehabt, aber praktisch gehe die frauzösiüche Politik ganz andere Bahnen, und von einer großen FrKdcmSarbeit .ei da nicht ^s- Rede. Die aggressive und deutschfeindliche Politik
der fetzigen französischen Regierung bilde eine große Gefahr für die Wiederherstellung aufrichtiger und freundschaftli-i'er Beziehungen zwischen Siegern und Besiegten und verhindere ein zweckentsprechendes Zu- sammennürken sinn Wiederaufbau des schwankenden Europas. Diese Worte von Ausländern klinge r ganz anders als die des „Deutschen" Marimilian Horden. Die Brüsseler Konferenz hat also keine Aufklärungsund friedenstistende Arbeit geleistet, sondern es höchstens fertig gebracht, daß der Verkehr zwischen Deutschland und seinen Feinden politisch ein etwas engerer geworden ist. Es gab da wohl diplomatische Gesten, aber keine Taten. Und der Taten wegen sollte doch eigentlich jede Konferenz abgehalten werden.
D^s lssre Stroh von Brüssel
** Basel, 7. Oktober. Die „Bo.sler Nachrichten" erfahren, daß die Stimmung auf der Brüsseler Finanz- konferenz sich erheblich verschlechtert hat. Man glaubt, daß der englische Vorschlag bifcbörimien wird der die Regelung der Finanzverhültnisse den bereits bestehenden Finanzabteilungeu des Völkerbundes anvertrauen will, wodurch die ganze Angelegenheit auf eine schiefe Bahn geraten würde. Die genannte Zeitung glaubt deshalb zu wissen, daß in deutschen Kreisen eine wenig zuverlässige Stimmung herrscht, weil man zu einer erfolgreichen Arbeit des Völkerbundes sehr wenig Vertrauen hat.
w Genf, 7. Oktober. (S. C.) „Journal des Debüts" meldet gestern, daß die französischen Delegierten der Brüsseler Konferenz angewiesen sind, keine Kontrolle der französischen Staatsfinanzen durch Beschlüsse in Brüssel zuznlassen, im übrigen aber für die Wiedereinführung der Handelsfreiheit zu stimmen.
** Berlin, 7. Oktober. (S. E.) Die deutschen Delegierten auf der Brüsseler Konferenz haben ihre -Rückkehr nach Deutschland für Freitag kommender Woche in Aussicht gestellt. Nach den letzten Brüsseler Meldungen sind die Delegierten ausgefordert worden, ihre Schluß- anträge für das Plenum der Konferenz bis Sonnabend abend dem Generalsekretariat einzureichen.
_3ie jeSstawe^; äMtoscti«*^
o-» Bochum, 7. Oktober. Ein: Konferenz der vier der Arbeitsgemeinschaft angehörenden Arbeiterverbände, die gestern stattfand, befaßte sich eingehend mit der Lohnfrage im Bergbau. An den Reichsarbeitsminc- ster Braun wurde folgendes Telegramm gesandt: Konferenz der vier Bergarbeiter-verbände erwartet im Hinblick auf die steigende Erhöhung der Lebensmittelpreise sofortige Regelung der Lohnfraac. Bedarfsartikel steigen dauernd im Preise. Lohnerööhuirg muß sofort erfolgen. Die vier Bergarbeiterverbände der Arbeitsgemeinschaft.
Die Lohnfrage im Bergbau.
t* Bochum, 7. Oktober. Bei den Verhalt-lungen im Reichsarbeitsministerium wegen der Bergarbeiterlobn- fraac wurde u. a. von Vertretern des Wirtichaftsmini- stertums darauf hingewiesen, daß das Reich außer der bereits für Ueberschichten zu -nistenden 4^ Mark Sonderzuschläge pro Schicht eine weitere Lohnerhöhung ohne .ecohlenvreiserhöhung und onre Verminderung -er Materialkosten ilicht auf sich nehme» könne. Das Retchskabinett hat sich einmütig gegen eine Kohlen- vceiserböhung auSgespron^n. Es müsse überall auf einen Abbau der Preise hingewirkt werden. Die Ver-, haridlungen wurden auf den 18. Oktober d. J. vertagt.
Der Streik im Berliner Zeitungsgewerbe.
w Berlin, 7. Oktober. (T. u.) Bom Arbeit- geberverband für das Berliner Zeiinngsgewerbe wurde am Mittwoch Nachmittag beschlossen, die Setzer, Drucker, Falzer, Fahrer nsw. nunmehr vor die Entscheidung zu stellen, ob sie ihre Arbeit wieder vollständig verrichten wollen oder nicht. Da nun das technische Personal ant der Arbeitsverweigerung festhielt, sahen sich die Berliner Zeitungsverleger znr Entlasinug ihres gewerblichen Personals gczivnngcn, und die meisten Zeitungen können daher bis auf weiteres nicht erscheinen.
Berlin, 7. Oktober. lS. 6.) Auch heute mittag sind keine Zeitungen in Berlin erschienen. Der Streik in den bürgerlichen Betrieben dauert unvermindert fort. Heute früh wurde von den streitenden Angestellten der Zeitungsbetriebe mitgeteilt, daß der Ausstand sich auf die bürgerlichen Zeitungen der Vororte von Berlin ausdehneu werde. _ „ Der Betriebsrälekonareß znm Zertungsange stetsten streik.
Berlin, 7. Oktober. (Vts.) Auf dem Betrcebs- rä'tekongrcß gab heute vormittag der Vorsitzende Graß- mann Kercutnis von der Aussperrung im e-ectungsge- roerBe. Einstimmig wurde folgende Entschließung angenommen: „Am Ätittwoch abend haben die Unternehmer den Buchdruckern das Ansinnen gestellt, ihre ^olh daritätserklürnng für die streikenden Angestellten zuruck- znnevmell. Dieses Ansinnen ist rundweg abgelehnt worden. Darauf sind die Belegschaften ausgeschlosten worden und damit ist ein Kampf entbrannt, der groge wirtschaftliche und politische Folgen haben kann. Die Arbeiterschaft ganz Deutschlands muß den Arbeitern in den Zeitungsbetrieben ihre Solidarität beweisen. Dre Lebenshaltung der Arbeiterschaft dürfte nicht weiter ker- abaebriteft werden. Sowohl die Gewerkschaften als auch die Betriebsräte dürfen keinen Zweifel darüber lassen, daß die Sache im Zeitungsgewerbe die Sache der Arbeiterschaft gaccz Deutschlands ist."
Um den Kartoffelprel«.
Arntlich wird mitgeteilt: Dem ReichSministertunr fili Ernährung und Landwirtschaft sind Nachrichten darüber
zugegangen, Don der you^ua rer ^erecuvarung, die zwischen den Organisationen der Landwirte und der Verbraucher am 28. September in der Reichskartosiel- stctle über die freiwillige Einhaltung einer PreiSobcr- grenze von 25 Mark für den Zentner Kartosieln zustande gekommen i- darunter leidet, daß infolge eines Beschlusses des VGkswtiBchaftsaukstchusses des Reichstages vom 30. September auf behördliche Festiei'ung eines Erzeugerböchstpreises für den Zentner Kartoffeln von 25 Mark eine Unsicherhcir in die beteiligten Kreise gekommen ist. Demgegenüber erklärt der Rcichstnini- ster für Ernährung und Lastdwtrtichgft, dgß nach den Erfahrungen der Kriegswirtschaft eine behördliche Festsetzung von Höchstpreisen ohne gleichzeitige Ertasiung der Ware dazu geführt haben würde, daß die Ware vorn offenen Handel verschwinden und im Schleichhandel zu weit höheren Preisen abgesetzt werde. Freiwillige Vereinbarungen zwischen Erzeuger- und Verbraucherverbänden versprechen für eine allgemeine Senkung der Kartoffelpreise größeren Erfolg, ein Standpunkt, der tibrigens durch eine vom Volkswirtschaftsausschuß des Reichstages gleichfalls am 30. September angenommene Entschließung, die allgemein die Stellungnahme der' Regierung in der Frage der Kartoffelversorgung billigt, anerkannt worden ist. und die Regierung wird weiter an ihm festhalten.
Die Waffenavlieferung.
w Berlin, 7. Oktober. (T. U.) Das Ergebnis der Waffenablieserung in den ersten zehn Tagen ist tttf einer Sitzung des parlamentarischen Beirates vorn Reichskommissar für die Entwaffnung beknnntgegeben worden. Es find abgelierert worden: 122 000 Gewehre und Karabiner, 913 Maschinengewehre, 239 Maschinenpistolen, 17 Geschütze, 11 Minenwerser. 13 Flammen-j Werfer, 3 666 G00 Schuß Handwaffenmuuition, 14 961 Hand- und Gewehrgranaten, 111000 Handgranaten- zünder und Sprengkapseln sowie eine große Slnzahl von Wastenteilen, darunter acht Geschützrohre, 76 Geschütz-, Verschlüsse, 151 Richtrorrichtungen, 3590 Maschinenge- wehrläufe, 4850 Masct ineugewehrverschlüsie, 19 900 Gewehr- rmb-KaroM". -^ «*-*.5.',.m^p..|_nr-_.
Der Streit um den Nordostseekaual.
Der Botschafterrat hat unter dem Borsitz von JnleS Gambon beschlossen, das Anhalten eines dänrsmen Dampfers am Ausgang des Nordostseekanals als eine Verletzung des Artikels 380 des Friedensvertrages zu betrachten. Dieser Artikel gewährt allen Mächten inr" Kriege und im Frieden Sie freie Durchfahrt durch den Kanal. Der deutschen Regierung soll eine Note in dieser Angelegenheit tiberreicht werden.
Wie schon wiederholt mttgeteilt worden ist, steht die deutsche Regierung auf dem Standpunkt, daß das in Artikel 380 dem Friedensvertrages vorgesehene Recht der freien Durchfahrt durch den Kieler Kanal nicht aus-' fchltestt. daß bei dem Verkehr von Handelsschiffen durch den Kanal die deutschen Neutralstätsvorschriften zur Anwendung gebracht würden.
Gärung in der Tschecho-Slomakek.
** Berlin, 7. Oktober. (Eta. Drahtn.) Die tschechische Regierung bereitet die Verhängung des Ausnahme, Zustandes in der Slowakei vor, wo sowohl die landwirtschaftlichen als auch die industriellen Arbeiter streiken. Es wird behauptet, daß ungarische Agitatoren die Bevölkerung aufwiegeln. Außerdem herrscht Erbitterung, weil ein Alkoholverbot herallsgegeben worden ist. Zwilchen der Bauernschaft und den tschechischen Regierungsbeamten herrscht leidenschaftlichc Feindschaft. Auch in Tschechien ist die innerpolitische Lage infolge der Ueber-' griffe der Kommunisten in Prag sehr ernst. Die Kovi- munisten sind darüber änßerst erbittert, daß der Karlsbader Parteitag der Sozialöcmokraten den Beitritt zur dritten Internationale abgelehnt hat.
DaS internationale Arbeitsamt.
** Berlin, 7. Oktober. lEig. Drahtn.) Der Der- waltnngsrat des internationalen Arbeitsamtes hat gestern zu einer Sitzung zusammen. Der erste Punkt der Tagesordnung umfaßte einen Bericht über die Tätigkeit des Amtes feit der Begrüuduna, wobei besonders die in lluaarn und Oberschlesien «»gestellten Erhebungen über die Lage der Bergarbeiterschait erwähnt wurden. Ein weiterer Vcrhandlungsgeaenstand Betraf die Schaffung eines internationalen Kohlen- und Monian- büros, das nach Ansicht von Albert Thomas ein wesentlicher Faktor für den wirtschaftlichen Wiederaufbau der Welt werden müsse. Der VerwaltuuaSrat, denen Sitzungen nicht öffentlich sind, setzt sich aus Vertretern von 12 Regierungen zusammen. Deutschland ist durch Dr. Lehmann vertreten. Ferlier gehören ihm sechs -Vertreter der Arbeitgeber und sechs Vertreter der Arbest- nehmer an, darunter für Deutschland Letten. Mit Riick- ficht darauf, daß der Rat ständig nm Vcrüsientlichirug der SitznngLprotokolle gebeten wird, hat er gestern be, schloffen, die Protokolle, sobald sie genehnstgt sind den Regierungen der Staaten zukommcn zu lasten, die Mitglied der internationalen Arbeitsorganisation lind. Sie ollen ferner auch den zur Verbindung mit dem Völkerbund errichteten Dienstzweigen und den in der Oryant- ation vertretenen Arbeitgeber- und Arbettnehmerorga- »iscstionen zur Verfügung gestellt werden.
Cilfcien wieder unter türkischer Herrschaft.
n* Berlin, 7. Oktober. lEig. Drahtn.) Wie au8, Sonstantinopel berichtet wird, sind die Franzose« im enrtff, Adaua und TarsuS zu räumen und sich an die Küste zurückzusiebeu. wo sie nunmehr Mersina aM/-