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Kersfelöer Tageblatt

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Kranz §unk insiersfeld. Zernfprrcher Nr. S. : ^MNLML^ Hn^ClÖtt fÜt vEN RCC16 ßCtSlClö : Zunks Buchdruckerei in tzersfrid.

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Nr. 31

Msntag, den 7. Februar

1921

Miß Bildung einer EinßeilslronL

** DieD. SL 3." schreibt: Wie wir hören, hat am sre:raa eine Besprechung über die Lage innerhalb des «terrraktionellen Ausschusses der RegiertMüsparieien startgefunden. Es ist überernstimmeuL von den drei be- terligten Parteien. Nämlich dem Zentrum, der Teutschen Bolkspartei ud den Demokraten, zum Ausdruck gebracht lvorden, daß eine Erweiterung der R-gierrmssbesis nur nach reSrs und links in Frage kommen könne. In die­ser Bez-ebung Herrschr unter den drei Regiernngsvar- ^en völlige llebereinftimimnta. Man wird gewiß die LereumiLigkeit der Tenrich-Narianasen m einer Ber- Srenerung der Remernngsbans dankbar Lecrützen, und es ist immerhin nicht cusnSchlössen, Satz sich am dieser Grundlage weitere Möglichkeiten für die Ankunft erge­ben. Aber man dürfe sich nicht verhehlen, dah eine Ber- kMiternng der Rsgiernngsbans nur nach rechrs jetzt viel­leicht die gegenteilige Wirkung Se^en herbettühre« Würde, was man beabsichtigt, da diele Verbreiterung Zweifellos von der Sozialdemokratie als ein gegen sie gerichteter Schritt gedeutet werden könnte. Zu einem Anschluß der SozialSemokraten an diese Verbindung' scheint aber gerade in dieser Partei wenigstens zur Zeit feine Neigung vorhanden zu sein, obwohl sich nicht ver­kennen läßt, daß die ablehnende Haltung der SozialSe-- mokratie manches von der Grundsätzlichkeit verloren hat, mit der diese Partei bisher einem solchen Plan entgegen- getreten ist. Wenn also zurzeit die Durchführung einer Regierunqsverbreiterung auf Widerstände stößt, die sich nicht restlos beseitigen lassen, so ist doch eine spätere Lö­sung der Frage nicht vollkommen ausgeschlossen.

Verhandlungen der Ministerpräsidenten der Länder.

* DieD. A. 3-" schreibt: Die bereits angekündigte Beratung der Ministerpräsidenten der Länder mit der Reichsregierung findet am Sonnabend vormittag in der Reichskanzlei statt. An ihr werden außer dem Reichskanzler und den einzelstaailicheu Ministerpräsi­denten sämtliche Reichsminister und einige Staatssekre­täre teilnehmen. Der bayerische Ministerpräsident von Kahr ist Freitag abend von München nach Berlin ab­gereist: die übriaen einzelstaatlichen Ministerpräsiden­ten sind zum Teil bereits in Berlin eingetroffen. Ge­genstand der Beratungen ist die durch die Beschlüsse der

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Zusammenkunft der Berkehrsminister.

** In der kommenden Woche werden die Leiter der Berkehrsverwaltungen in Bamberg zu eurer Be­sprechung zusammentreten, an der auch der Reichsver- kehrsminister teilnehmen wird. In erster Linie wird über Betriebs- und Berkehrsnotwendigkeiten verhan­delt werden, wobei auch naturgemäß die Frage der Ta­riferhöhung berührt werden wird. Die Annahme, daß über die Tariferhöhung, soweit sie mit der Erhöhung der Beamtengehälter zusammenhangt. Beschluß gefaßt werden wird, trifft nicht zu, zumal für diese Frage nicht die Berkehrsverwaltungen, sondern das Reichs- finanzministerium zuständig ist.

Arbeiterdemonstration gegen die Entente.

^ Die national-sozialistische deutsche Arbeiter­partei in München hatte für Freitag eine Mayenkund- qebuna einberufen, die von vielen Tausenden besucht war. Einstimmig wurde eine Entschlretzung angenom­men, in der es u. a. heißt:Wir erwarten von der bayerischen Siaatsregieruug, daß sie m Berlin gegen jedes etwaige Nachgeben schärfsten Einspruch erhebt. Die Antwort auf das Verlangen der Westmachte kommt dem deutschen Volke selbst zu. Wir verlangen die Durchführung eines Volks-Referendums. Wir fordern das deutsche Volk aus, allenfalls m den Natronalsirerk einzutreten!" Im Verlauf der Verfammwng stelctt auch scharfe Angriffe gegen den deutschen FriedensuN- terhänöler Erzberger. der beSauerttcherweise noch heute deutscher Reickstaasabaeordueter sei. Wenn die Rerchs- regieruna nicht die Kraft ausbringe. Erzberger auszu- fchalten. dann solle die bäuerische Regierung Betrieben and Erzberger, wenn er seinen Fuß auf bayerischen Boden setzen sollte. Hinter Sckloß mrd Riegel bringen, wohin er von rechtswegen gehöre. Zum Schluß for­mierten sich Tausende von Arbeitern zu einem De- monstrafionszuae, der, vaterländische Lieder singend, durch die Stadt vor das hiesige Quartier der Entente- knmmission zog Auch dort wurden patriotnche Lieder gesungen ivvrauf die Demonstranten sich zerstreuten, ohne daß Zwischenfälle eingetreten sir^d.

Die Beratung der Eutschadigungsforderung.

, Berlin (S. E.) Die Besprechungen im Kabinett, andenen mehrfach der Reichspräsident teilnahm, werden auch noch die nächsten Tage andauern. Wabrichernlich wi?d ein Komoromiß zusianLek^men wonach Teutsch- land die Forderunge« , der Entente> ^"nckwerst,, aer W s «S& »r®

^^ Der Teufels«»^!»» »o« ^«^4.

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seine Zustimmung gegeben. Das Blatt gibt die Erklä­rung eines hervorragenden Amerikaners wider, der sagt, dieser Anschlag sei ein Teufel-anschlag.

Seine Trupveuzusammerrziehnngem

** Paris. (F. G. A. > An unterrichteter französiiwer Stelle werden die über die Schweiz hierher gelangten Berliner Meldungen von angeblichen Zusammen zie- hunaen verbündeter Truppen im besetzten Rhemlmtde als Erfindung bezeichnet. Aehnlrche Gerüchte sind schon wiederholr an Tagen Le Spannung verbreitet worden und heben sich stets als ml-'ch erwiesen.

Die Berti«« Haare,skam«« z» he» g-xte^te farbetMugea.

** Berltu. ^K der Vollversammlung der Bertmer Handelskammer in eine EntichlieHnug angenommen worden, in der es heißn Die ungeheure Höhe der neuen Enreutesorderungen steht in nnLegreifiichem Wider­spruch zu der auch dem deutschen Volke veryetßeneu Vol- kerversöhnung und -n der Leistungssähigkeit Tem'^-- lands. Die angedrohte Handelskontrolle ist eher ver­letzend und trägt den Todeskenn für den deutschen Er- pori in sich. In dem Augenblick, wo sich die Gesundung anbahnL, erschreckt der verständnislose unmenschliche Plan der Entente den Unternehmungsgeist und die Ar- beitsfreudiqkeit Teunchlanös. Die Handelskammer bis« ligt mit aroßtem Nachdruck die Erklärung eer Reichsre- gierung gegen eine solche Politik, die zum Rurn Teur'ch- lands und zum Zusammenbruch des kontknentalen Eu­ropas führen müsse.

lordieu üöcr die Portier 8e|djiiifle.

In der französischen Kammer erklärie Tardieu, daß die Korderunaen Frankreichs durch Las Abkommen von Paris aus 71 Milliarden Goldmark herabgesetzt seien anstelle der 214 Milliarden, die man zu verlangen habe. Einige feiner Kollegen hätten sogar gesagt, die Ziffer 71 Milliarden sei optimistisch. Nun wolle er seinersests ei­nige Anregungen geben. Tardieu stellte fest, daß Teut,ch- lauü bis jetzt nur für 15 Milliarden Goldmark resti- tuiert habe. Auf Konto der Reparation habe es 12 Mil­liarden bezahlt. Es hätte aber vor März 1921 20 Mil­liarden Goldmark bezahlen sollen. Er frage deshalb, ob es opportun fei, sich mit den Deutschen darin zu finden, daß man sage, der Vertrag sei uuausführvar, wir wer- I oen um avawciii. ^<e,s^g.,.-.MkS--L»ÜSL. IsiUte.. stellt, daß Deutschland imstande sei, den Iriebensvertrag auszuführen. Gerade diesen Augenblick wähle man, um die Iorderungeu herabzusetzen. Schon seit einem Jahre hätte man den Alliierten sagen müssen, man muye sich verständigen, um die strengste Ausführung des Vertrages zu fordern. Man hätte ein allgemeines Pfand aus die gesamte Habe Deutschlands nehmen müssen. Man hatte das Budget, die Iinanzen, den deutschen Handel kon­trollieren müssen und nachher die Annustäten im Hin­blick auf deren Ilüssiamachung festsetzen müssen. Seit einem Jahre hätten die Alliierien die Klauseln des Frie­densvertrages anwenden können und müssen und von Deutschland Iahreszahlungen im ungefähren Betrage von 4 Milliarden verlangen. Seil einem Jahre habe man st» keiner VeriragSklauseln bedieni. Der Privai- sekreiär von Lloyd Gorae habe geschrieben, wenn die fi­nanziellen Bedingungen nicht hart wären, wären sie nicht gerecht. Die Alliierten hätten seit 13 Monaten Amputierungen und Verzögerungen vorgenommen, die von den Vertragsunterhündlern zurückgewiesen worden

seien. ^

Im weiteren Verlaufe seiner Rede beschwor Tar­dieu das Parlament, der französischen Regierung klar zu sagen, damit die etwlische Regierung es auch wiye, daß das Gefühl des Landes keine Konzessionen meyr dulde. Lloyd Georae sei zu sehr Parlamentarier um Nicht zu beareifen. daß die französische Regierung nichts gegen^Sen Willen des Parlamcnts unternehmen-könne. (BelsallI Es wäre ein Paradoxon, wenn die Engländer, die sich mit den Franzosen gegen Deutschland geschlagen hatten, gegenüber dem Vertrag von Versailles den Ltandvunkt von Betvmann Sollweg einnehmen würden. (Hört! Hört!) Tardieu wies darauf hin, welche Freude die Deutschen angesichts dieses SchauGiels empfänden. Er verlange von der Regierung, daß sie die Verhandlunqen mii den Alliierten wieder aufneüme, da die Konferenz von Paris zu keiner raiilizierien Entscheidung gekommen sei. D^eie Kon'erenz sei überstürzt gewesen. Briand s-i es gewesen, der 1917 die Annehmlichkeit überstürzter Bei Handlungen anerkannt (!) habe. lMinvierprandent Briand verlangt Aufilärung.) Tardieu antwortete: Ca= ben Sie nt*t von der Möglichkeit gesprochen 1917 Frie­den zu schließen? Briand erwiderte: Vollkommen, das ist klar, das aestattet mir. zu antworie». Tardieu been­de-- reine Rede, indem er feine Kollegen aufforder^.= reu Willen dahin ri-nSmaeben. dünsiedss Abkomme« vvu Paris nickt a««ehme« und wünschen, vatz über den Gegenstand die Verbandlungeu wieder ausgenommen

w Na» einer wetteren Meldung «^kärte xff&ien. daß das Parfier Aöksmmen weder smeMrbe^Mng bedeute noch neue Garaufien brer- un^ ^E »er Senilen SeiMn«« mckt,-rruudl^ MMl« ^ M. Tard?« korSerte «e Lte^E« »Mck« WEr. Sie st, des Länder« S-n Sureure tg-^w«a Wwm-M. %TTet ErSSHuu» »er Jraxßex s-^rx te

auf Dienstag vertagt, in der die BertrauenSabftv» mung vorgenommen werden wird.

Deutschlands Einladung «ach London.

Berti». (L-A.) Die deutsche Regierung ist ans« getordert worden, zum 1. März bemülmäckürgte Delc- gierte nach London zu entsenden. Frankreich soll mir Rücksichr auf die Stimmung in Amerika gezeigt ^t«, dir Londoner Lvnierenz bis nach Sem Amtsantritt oeS PränLenten Harding zu verlieben.

Aufruf an die flrfieiter der well.

»* Der Allgemeine Deutsche Gewerksthasisbund hat « die Arbeiter der Wett iolgenden iürnr gerrchret: xid Sklaverei, die in Afrika abgei&cfrt würbe, soll in Err- rrva wieder eingefichrt werden. Die ettrsvärcW Großmäch:-, die angeblich den Sößer&unb erraten wol, len, haben ihre Einführung für ein halbes Iahrhans«? beschlossen. Schwarze Setboten, die aus dem I«ner» Afrikas nach Europa gebracht werden, sollen brur ior» gen, daß Sie weißen Sklaven ihre Pfiicht tun. Tre Skla­verei wird etnac-ührt im Namen der Freiheit und Ge­rechtigkeit zur höheren Ehre Gottes uns eer Gerechtig­keit. Vier Jahre haben die Völker Europas unter dem Kriege geseufzt. 40 Jahre sollen die Menschen, die unter der Herrschaft derer standen, denen die Gegner Sir Schuld am Kriege zuschieben. büßen. Ihre Kitther nttS SittSeskinder sollen verkomme» ««S sterbe*, sie selbst sollen wie Arbeitstiere am Leben gehalten werden, um für die Sieger zu arbeiten. Ein Recht auf die Freude» des Lebens sollen sie nicht mehr haben. Ebensoviel, wie das deutsche Nationalvermögen vor dem Kriege aus- machte, soll im Laufe von 42 Jahren von den deutschen Sirbeitern erzeugt und an die Sieger geliefert werden, erzeugt in einem Lande, dem man schon die ungeheuer­lichsten Lasten auserlegt, seine Naturschätze zum große» Teil genommen hat und dem man den Absatz der Werke seiner Arbeit nach anderen Ländern unterbindet. Das deutsche Volk hat sich bereit erklärt, im Nahmen des Möglichen den angerichteten Schaden wieder gutzuma­chen. Es ist nickt bereit, zum Vorteil des i»ternaiio«a- len Kapitalismus zu Grunde zu gehen. Satz und Er­bitterung werden sich in die Herzen einfressen, auch in die Herzen derjenigen, die ihr ganzes Leben lang für in­ternationale Bersiändigung und für Völkerverbrüde- aw^mfei^ freie AngestelltenbunS und der Beirat der freigewerk- schaftlichen Betriebsrätezentrale.

Danjig<polni|djer Streitfall.

o-»; Die außerordentlich schwieriae Lage, die sich auS den Vorschrifien der Danzig-polnischen Kouveniion er­gibt, fängt bereits an, sich bemerkbar zu machen. DaS Gebiet des Freistaates Danzig darf nicht zur militäri­schen Basis für irgendeinen Staat gemacht werden, unb polnische Soldaten dürfen nur in Urlaubszeiten miste« stört sich in Danzig aufhalten. Nach dem Abzug der alliierten Truppen aus Danzig im Dezember vorigen: Jahres haben die Polen die Kaserne im Danziger Ha­fenvorort Neufahrwasser mit Truppen belegt mit der Motivierung, Latz sie diese Truppen benötigen, «m die Lebensmiiieltransvorte durch den Freistaat Danzig überwachen zu lassen. Die Regierung von Danzig be- sieht nun darauf, daß diese Kaserne von polnischen Trttppen geräumt werde: die polnische Regierung ver­tritt die gegenteilige Ansicht, fodatz der erste Streitfall zwischen der Danziger Regierung und den Polen ge­geben ist. In einem solchen Falle schreibt die Konven- Hon vor, daß der Oberkommissar des Völkerbundes um die ©ntfehetbung anzurufen ist, was nunmehr ge­schehen ist.

Nücktrit des griechischen Kabinetts.

»» Wie aus Athen gemeldet wird, bat das KabineL Rballis demissioniert. Ein Kabinett Gunaris ist wahrscheinlich. In der Sitzung des Kabinetts vom Freitag ging es sehr stürmisch su. Fast.kam eS zm einem Haudaemenge. Die Konstant misten rtch eten scharfe Angrikie gegen die Venizelisten und verglichest Venizelos mit RobeSvierre, der vor keiner «chandtaf und vor keinem Verbrechen zurückaeickreckt sei. Der frühere Generalkonsul in Alerandrien, MizovuwS, sagte, da die Konstituante alle Reckte habe, müßte sie die Todesstrafe gegen das Saloniki« Trinmvhirak Venizelos, Danglis und Konburietis aussprechen.

Die Revision »es türkische« Friede«svertrages.

w In der Moskauer ^IswesttjcL' wirS^die NachriSt Sefvrocken. Satz die Entente sich entfchloveu,h^-

matte gegen Sowjetrußkand bedeuten. Wir müsse» stär­ker' fein als die Tiplemaue der Emenkr. Und dazu LrMkLen mir alles^ Die Söffet des £üemä leben mu

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