Hersfelöer Tageblatt
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Reisfelder IreisbhtF
Amtlicher Anzeiger für den Kreis Hecsfelö
: Erscheint jebm Wochentag. <• Der Bezugspreis be- ♦ trägt im voraus zahlbar, für Kersfclö 7.50 Mark, : Durch Sie Post bezogen 7.80 Mark, bei freier Zu« i stellung ins Haus. <• druck und Verlag von Ludwig • Junis Buchdruckern in Hecsselö.
Nr. 40
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Es ist selbstverständlich, daß der Ausfall der Preu- tzenwahlen auf die Bildung der neuen Regierung ihren Einfluß ausüben wird. Die bisherige preußische Regierung HZ zwar noch eine kleine Mehrheit, auf die sie sich stützen kann und die es ihr möglich machen würbe, sich auch weiterhin am Ruder zu halten, aber das divergierende Verhältnis zwischen der Reichs- und der preußischen Politik, das besonders in den letzten Monaten wiederholt scharf hervorgetreten ist, dürfte entscheidend für die Gestaltung der Regierung sein. Ob nun eine Verbreiterung der Regierungsbasis im Reich und in PreueN erfolgen wird, oder ob die preußische Regierung
Donnerstag, den 24. Februar
Willst des neuen Landtages: Deunchnatconale 7:; (ms- Der 50), Deut'che Volkspartei 56 (21L Zentrum 83 miß Demokraien 25 (66), Sozialdemokraien 111 (145), Unabhängige 28 (27), Kommunisten 30, Wirtschaftspartei 2, Welsen und Schleswig-Holsteiner 6 (3). Der neue Landtag zählt 414 Mitglieder gegenüber 402 bisher. Bei einer lyesc-mtstärke von 414 Mitgliedern des neuen Landtages erhält danach die bisherige Regierungskoalition 219 Stimmen gegenüber 195 Stimmen für die bisherigen Oppositionsparteien ron der Rechten und Linken.
Der neue Landtag besteht danach aus 245 bürgerlichen und 169 sozialistischen Abgeordneten.
Das amtliche ErgeSms im 19. Wahlkreise.
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sich auf derselben Koalitionsbasis aufbauen wird die Sieichsregierung, läßt sich rmtürlich noch nicht sehen.
Wenn wir uns zunächst das Stärkeverhältnis Parteien in Preußen anseheu, so ist das Zentrum
wie ab-
der von
den Wirkungen der Wahl unberührt geblieben. Es hat seinen alten Stand behalten, und seine sichere Taktik hat sich wieder einmal bewährt. Die Demokratie hingegen ist stark aufgerürtelt worden und sucht vor allem nach den Fehlern, die ihren Krebsgang verursacht haben. Die Deutschnationalen fühlen sich gehobenen Mutes und sind entschlossen, auch im Reiche zu weiteren Siegen vorzu- schreitem Die Deutsche Volkspartei besinnt sich in ihren Blättern auch auf manchen Fehler, verschmerzt aber, wenn auch nicht gern, die Verluste der Mitglieder gegenüber der Reichstagswahl, da sie ja zum höchsten Prozentsatz weiter nach rechts geschwenkt sind. Sie hob also nicht als verlorene Brüder anzusehen, sondern höchstens uks solche, die in einen, Anfall von politischer Mißstimmung einmal eine Extratour getanzt haben, um ganz deutlich ihren Zorn gegen die Regierung zu zeigen. Die Mehrheitssozialisten jubeln zwar, daß sie wieder die stärkste sozialistische Partei sind, müssen aber im Stillen doch einfeheu, daß sie nicht mehr, wie vor Jahren, das Heft allein in der Hand haben. Ihr übermächtiger Einfluß tn der preußischen Regierung ist entschieden durch die Wahlen vom 20. Februar gebrochen worden. Die Unabhängigen haben ein klägliches Fiasko erlitten. Die Kommunisten selber haben zwar Erfolge auszuweisen, die sie natürlich tüchtig aufpauschen, aber sie spielen auch nur mir leerer Theorie, da sie ganz genau wissen, daß sie in/ Deutschland unmöglich mit Sowjettaten öurch-
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dima der preußischen Regierung haben, wird von den Glättern aller Parteien eifrig besprochen. Die soziallstt- Men Blätter verneinen sie. Die Blätter der Mittelpar- tdät lassen zum Teil die Frage offen, die der rechtsstehenden prophezeien und fordern, daß eine Umbildung unumgänglich stattfinden muß. Die jetzige preußische Regierung besteht aus Mehrheitssozialdemokratie, Zen- ^^^ und Demokratie. Der gewaltige Ruck nach rechts scheint es tatsächlich unumgänglich notwendig zu machen, daß Mitglieder einer Rechtspartei mit an der Regierung teilnehmen. Zunächst käme da die Deutsche Volks- partei in Betracht, und Stresemann soll bereits auch mit Fehrenbach und Koch über diese Frage Unter verfchlas- scnen Türen verhandelt haben. Daß die Deutiche Volks- partei bereit ist, in die preußische Regierung einzutre- ten, das haben ihre Führer mehr als einmal schon erklärt. Es fragt sich nun, wie sich de Sozialdemokratie bei einer solchen Regierungskoalition verhalten würde. Ist es auch ein starres Prinzip der Unabhängigen, an keiner Regierung mit teilzunehmen, in der Bürgerliche sitzen, so stehen die Mehrheitssozialisten auf einem anderen Standpunkt. Das beweist ja die jetzige preußische Regierungskoalition. Ob sie allerdings mit Vertretern der Rechten in einer solchen Koalition Bleiben würden, HgK ist noch eine andere Frage. Tun sie es aber, so kann dieser Entschluß auch auf eine Umbildung der Reichsregierung Einfluß haben, d. h. es ist schließlich doch eine Verbreiterung der Reichsregiernng möglich, indem die Sozialdemokratie trotz der ©eutfcben Volkspartei wieder mit in die Reichsregiernng eintritt. Gerade jetzt vor der Londoner Konferenz wäre eine solche Verbreiterung -auf das innigste zu wünschen. Eine solche Regierung mit so erweiterter ud einheitlicher Front, in der die Vertreter aller deutschen Volksklassen ständen, würde natürlich auf die Ententestaatsmänner mehr Eindruck machen als eine Regierung, in der Vertreter der großen Masse des Proletariats fehlen. Sollte die Nmbildung der preußischen Regierung einen solchen Einfluß auf eine Umbildung der Reichsregiernng ausüben, dann wäre allerdings der 20. ^kruar ein nwbtt0er Tag in der Geschichte des neuen Deutschen Reiches.
Bas amtliche fflnfjlergeßnis.
x- Das amtliche Wahlergebnis aus ganz Preußen lieat nunmehr vor. Es wurden insgesamt l.>.)t>l 338 Stimmen abgegeben. Davon haben erhalten die D^ Nationalen 2 892 667, Deutsche Volkspartei 2 260 58/, Zentrum 2 964 202, Demokraten 977 468, Sozialdemokra- ten 4171286, Unabhängige 1055 023, Kommunisten 1207 695, Wirtschaitspartei 187 84^ dM^dem^eMelten die Polen 12271 Stimmen, die Christliche Volkspartei 13 982 und sonstige Parteien 5606 Stimmen, wovon 3000 dänische Stimmen im Kreise Flensburg abgegeben worden sind. Durch Verrechnung in den Verbat, dswahlkreisen und durch Uebertragung der Reststtnimeik auf die Lanbeswahlmn schlage ergibt sich eU Eeßlich der ans der Landesversarnntlung in den Landtag nbernoimne-' «M .n^Msesischeu Abgeordneten folaende Zusammen-
Die vorläufige amtliche Ermittelung des Wahlergebnisses ergab folgende Verteilung der Sitze:
Liste Haufchildt (M. S. P. D.j
Liste Stemmler (Zentr.)
Liste Kalle ®. Bpt.)
Liste Ritter iD.-Nat.)
Liste Goli (Dem.)
Liste Hüttmaßn (11. S. P.)
Liste Schubert (Kommuu.)
Liste Kalkbrenner (Wirisch. P.)
Liste Simon ((Grifft Vpt.) Liste Rolfs lIraktionslos)
8 Sitze 22 183 Reststim. 4 Sitze 34 076 Reststim. 4 Sitze 17 916 Reststim. 4 Sitze 10 663 Reststim. 2 Sitze 12 649 Reststim. 1 Sitz 5 422 Reststiun 1 Sitz 5 286 Reststim. 0 Sitz 8157 Reststim. 0 Sitz 1093 Reststim. 0 Sitz 76 Reststim.
Die Frage der NegiemrugsneuhUdung.
Fühlungnahine der Parteien.
♦-► Berlin. (S. C.j Daß bereits andere als private Besprechungen zwischen den IüWern der Parteien statt- gefunden hätten, ist falsch. Die erste derartige Besprechung ist am Mittwoch im Reichstag abgehalten worden. Doch war es auch hier nur eine unverbindliche Iühlung- nahme. Erst Ende der Woche sind Entscheidungen zu erwarten, da alle Möglichkeiten der Koalitimrsbildung ausprobiert werden sollen. Andererieits ist aber die Auffassung nur insonnalorisch, da man erst den Zusammentritt des neuen preußischen Landtages am 10. März abwarten müsse, weil vorher Präsident Leinert kein Auftrag zuv Regierungsbildung in Preußen erteilt wer- ben könne. Die Sitzung des sozialdetnokratifchen Par- teivorstandes Preußens hat das Verbleiben der sozialistischen Minister im Kabinett gebilligi.
Die Sozialdempkraten für die alte Koalition.
«-* Berlin, lieber die Haltung der sozialdemokratischen seit dafür sehen, die Basis der alten Regierungskoalition nach rechts zu verbreitern, weil die Wahl eine, wenn auch nicht starke Mehrheit für die Regierungskoalition ergeben hat, die als durchaus arbeitsfähig angesehen werden könne.
Erklärungen Scheidemanns.
IM- Berlin Oberbürgermeister Scheidemann äußerte sich zu einem Vertreter eines Abendblattes, daß er von jeher ein Gegner des Zusammenarbettens mit der Deutschen Volksvartet gewesen sei. Es könne jetzt höchstens davon die Rede sein, daß die Parole der Ablehnung gegenüber der Dentschen Volkspartei derart formuliert werden könne, daß die Entscheidung davon abhänge. aufgrund welchen Aktionsprogramms eine neue Regierung im Reiche arbeiten soll. Gegen das Zusammenarbeiten mit der Deutschen Volkspartei spreche nach Scheidemanns Auffassung schon die Stellungnahme der Volkspartei in der Sozialisterungsfrage.
Die KommMallandtagswabl in Wiesbaden.
»^ Frankfurt. (F. Z.) Der Konnnunallandlag Wiesbaden wird sich künftig orausstchtlich wie folgt zu- sarmnensetzen- Dem. 6, D. N. 7, D. N. 11, Zentr. 13, S. P. D. 19, 11. S. 3, Kom. 2. Von den Demokraten entfallen auf Trotts flirt 3, Wiesbaden 1, Obertaunus- kreis 1, Höchst 1.
Ole Serolungen ller SoHuerftSnülgen.
W Das Plenum des SaHverständigen-Ausschufses wird Freitag vormittag zmn letzten Male zusammentre- ten, um die Redaktion der deutschen Gegenvorschläge endgültig vorzunebmeu. Sie werden dann am Sonntag der deutschen Abordnung nach London mitgegeben worden, wo sie vermutlich auf der ersten Kmcferenzsttzung den Vertretern der Alliierten zur Kenntniß gebracht werden. Was die Zusammeusetzung der deutichen Abordnung, die bekantstlich unter der Führung des Reichsministers des Aeußern Dr. Simons stehen wirb, betrifft, so erscheint die Nennung anderer Miniiteknamen noch verfrüht, da das Reichskabinett darüber erst be,chlietzen wird. Es braucht kaum gesagt zu werden, daß man sich in deutschen politischen Kreisen hinsichilrch der Lorrdoner Konferenz keinem allzugrotzen Optimismus hingibt. Wenn auch die deutschen Gegenvorschläge da- höchste Maß der deutschen Leistungsfähigkeit auf finanziellem und wirttoafiliebem Gebiet darstellen werden, so kann doch die Tatsache nicht iibersehen werden, daß die Vertreter Frankreichs sozusagen mit gebundenen Handen in London erscheinen werden, nachdem man sie in aller Form beauftragt bat, die deutschen Gegenvorschläge nur auf der Basis der Pariser Beschlüsse zu diskutieren. Unter solchen Umständen sonnte es sich, so meint man, ereignen, daß selbst die brauchbarsten deutschen Vorschläge von deil Franzosen abgelehnt werden, nur weil sie sich mehr ober weniger von dem Pariser Borbilde entfernen könnten. Daß das letztere aber in seiner Gesamtheit für Deutfchland unannehmbar ist, darüber dürften es die deutschen Vertreter auch in London nicht an der erforderlichen Klarheit fehlen lassen.
xie M'Mtime Wereqanon für Lonvon.
^ Berlin. (B. Z.) Wie die „V. S" hört, ist im Kabinett beschlosst!: worden, daß der Reichsminister des Aeußern Dr. Simons als deutscher Hauptdelegierter nach
• London gehen soll. Ueber die Teilnahme des Reichs- i fiuanzmMsters Dr. Wirth ist eine endgültige Entschei- 1 düng noch nicht getroffen wordem Es ist möglich, daß , Dr. Wirth in Berlin bleibt. Bei der Auswahl der Sachverständigen, die Dr. Simons nach London begleiten
•fönen, ist der Grundsatz maßgebend gewesen, den Apparat der deutschen Delegation nröglichst klein zu haltem Die Zahl e-er Beamtensachverstäudigen soll aus dem beteiligten Reichsministerium genommen werden,' die der Hilfskräfte ist deshalb auf das äußerste beschränkt worden. Vom Reichsministerium des Auswärtigen werden Dr. Simons voraussichtlch begleiten: Staatssekretär Göppert und Ministerialdirektor von Simson, vom Reichsfinanzministcrium die Staatssekretäre Bergmann und Schröder, vom Reichswehrministerium entweder General vvon Seeckt oder General von Cramon. Außerdem werden noch mehrere Beamte des Neichswirtichafts- mmisterinms mitreisen. Die Sachnerständsiten aus dem Handel und der Industrie, die den Sachverständigeik- Ausschuß bilden, werden zunächst in Deutschland bleiben und je nach dem Gang der'Beratungen in London und je nach den Verhandlungsgeaenständen dorthin berufen werden. Ein Teil der deutschen Delegierten wird schon am Sonnabend abreisen, Minister Dr. Simons und die Sachverständigen ans den Reichsministerien in einem Sonderzuge am Sonntag.
Italienische Denkschrift für London.
Basel. (B. T.) Wie die „Stampa" meldet, stellen die Kammerkommissionen des Handels und der Finanzen in der dem Grafen Sforza zur Londoner Konferenz ^gestellten Denkschrift fest, daß die Opfer Italiens bei der Verteilung der Entschädigung nicht richtig festge- stellt werben sind und eine gerechtere Brücksichiigüng verdienen. Wenn Deutschland die Annahme der verschiedenen Ententebeschlüsse verweigere und die Alliierten in die Revision der Pariser Beschlüsse einwilligen, sei Italien bereit, auf die 12prozentige Ansfuhrabgabc M verzichten, um auf zuverlässiger Grundlage zu verhandeln. Ferner soll jeder Anregung beigetreten werben. die eine Neuordnung und Herabsetzung der Aus- .—-^
landsschulden der Alliierten betreffe. ________________
^ Getrsi lS. EI Havas meldet aus London: Der Alliierte Rat hat die Beratungen mit den Deutschen auf die Zeit vom 1. bis 6. März festgesetzt. Auf der Tagesordnung steht lediglich die Wiedergntmachungsfragc. Es werden keine Erörterungen über die Entwaffnung zuge- lasien. Das Referat über die Pariser Beschlüsse ist Bri- and übetrageu.
Wesentliche Zngeständnisse der Reichsregiernng.
*5- Berlin. (S. C.) Wie der Berliner Korrespondent der „Baseler Nationalzeitung" erführt, wird sich öst deutsche Regierung in London zu wesentlichen über die bisher gezogene Grenze hinausgehenden Zugeständnissen in der Wiedergutmachungsfrage bereit erklären. Der Berliner Korrespondent der „Nationalzeitung" ist der Redakteur Dombrowski vom „Berliner Tageblatt".
Briand gibt nicht nach.
»-> Genf. (S. C.) Der „Temps" skdllt in einem Kommentar zu der letzten Rede Dr. Simons fest, daß die Haltung Deutschlands eine Herausforderung der Alliierten bedeute, bic man mit Gewalt beantworten müsse. Briand erklärte vor seiner Abreise nach London der Se- natskommisston: Die Pariser Forderungen seien ein Mindestprogramm. Er werde keine Abschwächung zu- lasien.
kinjchliAIenmgsverjllche der Polen.
t- Mit Bezug auf die Festsetzung des 20. März als ce= meinschaftlichen Abstinnnnngstermin aller Dberühlefier meldet das „BreSlauer 8 Uhr-Memdblatt": In Pole« werden die Jahrgänge 1898 bis 1900 eingezoaeu. In Sosnowice an der oberschlesischen Grenze befinden sich große Munitionslager. Die polnische Grenze ist vor iv^ geführ 8 Tagen durch verstärkte Truppenmassen besetzt worden. Es darf niemand, außer polnischen Arbeitern, die Grenze überschreiten, auch diese nur mit Grenzübe-- trittsschein. In den in der Nähe der Grenze aeleaeneu Ortschaften sind sämtliche Wohnungen deschlkünaumt worden. Familien mit zwei Zinrmerri müssen ein Zimmer für die zn erwartenden polnischen Soldaten zur Verfügung stellen.
(Es handelt sich offenbar um Eiuschüchtermmsver- suche seitens der Polen, wie sie, wenn auch in geringerem Maße vor der Abstiumruug in Ostpreußen unternommen wurden. Die Polen werden aber durch, diese Versuche keinen Eindruck auf die dentschgesinnten abstimmungsberechtigten Oberschlesier machen können, denn die Ober- schlesrer wissen ganz genau, welche wirtschaftliche Not, welches Elend und welche Leiden ihnen bevorstehen, faß» Oberschlesien an das wirtschaftlich vollständig zerrüttete, kriegslüsterne Polen fallen sollte. Deshalb werden alle Abstinimungsbercchtigten ihre Pflicht gegenüber den eiacnen oberschlestfchen Landßleuten und dem Vaterlande bei der Abstimmung tun, damit wenigstens das größte Unglück von dem Oberschlesierlande fern gehalten werde. Ob dann die Polen bei einem großen deutfchen Abstim- mungßsiege auch wirklich in Oberschlesien einfallen werden, wie sie sich jetzt den Anschein geben wollen, ist hoch sehr umvahrscheinlich.f