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Hersfel-er Tageblatt

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j hersfelöer Kreisblatt^

: erscheint jrötn Wochentag. Der Bezugspreis be- trägt im voraus zahlbar, für hersfelS 7.50 Mark, : V---f---- ' ' --- r durch Sie Post bezogen 7.80 Mark, bei freier Zu-

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; Amtlicher /inzelger für den Krers yersfeld I wy^

Dsnnerstag, dem 10. März

1931

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Berhä«gu«g »es Belagernugsznstandes.

** Der Oberbefehlshaber der alliierten Besatzungs- «rrnee, General Degoutte, hat eine Verordnung er­lassen, in der er die Berhängnug »es Belagernnaszn- Wanbes über Düsseldorf und die übrigen besetzten Städte angeordnet hat. Jeder Streik ist verboten. Die Be­amten versehen ihren Dienst unter der Kontrolle der Besatzungsbehörden weiter. Der Eisenbahnverkehr nach Und von dem besetzten Gebiet ist verboten, ausgenom­men sind die internationalen D-Züge und die Arbeiter- züge. Jede Person muß einen Personalausweis bei sich Suren. Beschränkungen bezüglich des Nachtverkehrs werden einstweilen nicht auferlegt. Der Post-, Telegra­phen- und Telephonverkehr wird gestattet. Er wird

aber einer Kontrolle unterzog zeiSeamten wird von der Bes Jeder Polizist darf nur einen ver bei sich führen. Die Zahl Düsseldorf beziffert sich auf R werden ausschließlich von den

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Anfrage des Landeshauptmanns, ob der Provinzial- landtag, der auf diesen Sonntag einberufen ist, statt- finden dürfe, ist mitgeteilt worden, daß die Tagung er- ßolgen dürfe, wenn keine Reden gegen die Besatzungs- Maßnahmen gehalten würden. Ortskommandant von Düsseldorf ist General Goncher.

Das Urteil »er holläu^lschen Presse.

* Die holländische Presse bedauert ohne Ausnahme Bett Abbruch der Londoner Verhandlungen und sieht Her Zukunft sehr pessimistisch entgegen. DerNieuwe Rotterdamsche Courant" schreibt: Es ist kein Wort dar­über an verlieren, daß der Abbruch der Londoner Kon- Herenz für ganz Europa entsetzlich ist, einfach deshalb, weil ein neuer Weg für Waffengewalt und für die Kriegsstimmung geebnet wird. Es ist eine Verrücktheit, Haß die Alliierten zu Zwangsmaßnahmen übergegangen Und, nachdem die Verhandlungen über den Schadens­ersatz fehlgeschlagen stuft. Der erste Tag der Wafferr- offensive 1921 der Alliierten ist ein Unglückstag in ganz Europa. ,

Die Stimmung in Paris.

** Paris hat die Nachricht von dem Abbruch der Lou- Loner Verhandlungen ziemlich ruhig ausgenommen. Nirgends fanden laute Kundgebungen statt. Auch die Presse hielt sich bis_«LÄt GrLWen einer trockenen Abschätzung der Ereignisse. IN allen Zeitungen wird die Behauptung wiederholt, daß Deutschland den Bruch gewollt habe. Es habe lerne der Ve> bindungsbrücken betreten, die Lloyd George zu schla­gen versuchte. Diese Ansicht vertritt auch der belgische Minister Jasper, der vom Korrespondenten desJn- iransigeant" interviewt wurde. Er erklärte, die Deut- M>en hätten sich nicht anders benehmen können, wenn sie mit aller Absicht einen Bruch herbetführen wollten. Der gleiche Korrespondent. der sich während der Konferenz gut unterrichtet zeigte, übermittelte feiner Zeitung tn letzter Stunde die folgende Nachricht, die unter Borbe- Hair wiedergegeben wirb: Wenn Deutschland verlangt hat, daß die Sanktionen aufhören sollen und zu diesem Zweck annehmbare Vorschläge macht, soll die deutsche Regierung ausgefordert werden, gewisse Aenderungen im Wortlaut des Vertrages von Versailles zu unter­zeichnen.

Lloyd George über die Zwangsmaßnahme«.

Lloyd George sagte im Unterhaus, er habe perfön« »ich von dem nichts zurückzuztehen, was er kürzlich über Dr. Simons gesagt habe. Aber er habe zu der Schlutz- »olaernng kommen müssen, daß Dr. Simons nicht in der Hage gewesen sei, irgend einen Borschlag zu unterdrei- ken, der von den Allierten hätte angenommen werden können. Die neubesetzten Städte seien die Hauptzentra- lew eines äußerst wichtigen Jndustriebeztrks. Lloyd George betonte sodann die Vorteile der wirtschaftlichen Zwangsmaßnahmen, die er bei weitem vorziehe, beson- Zers die Entschädigung von 50 Prozent der deutschen -Waren, die in die alliierten Länder exportiert würden. Das Parlament würde sich darüber noch auszusprecheu Laben Die Neutralen würden davon unterrichtet wer­den, daß der springende Punkt für die Regelung deS tanzen Verfahrens die Herkunft der Waren feu Die Neutralen müßten dabei wissen woran sie sich zu halten Hätten, und dürsten sich nicht beklagen, daß man sie un­gerecht behandle. , .

Die Zollgrenze im Rdeinla»».

Durch Verordnung der interalliierten Rbeinland- kommission Nr. 76, die am Dienstag veröffentlicht wor­den ist wirft der Telephon- und Fernsprechverkehr zu­nächst aus die Dauer von acht Tagen unter die Zensur der Besatzungsbehörden gestellt. Es ist anznnchmen, daß die amerikanische BesatzungsbehorSe diese neue Zensurvervrdmmg in ihrem Besatzungsbercich zunächst nickn in Anwendung bringt. Eine weitere Berordnung Nr 77 bestimmt daß die an der deutschen Wettgrenze «hoben^ Alle von den alliierten Behörden veschsag- nahmt werden. Weitere Bestimmungen Wer dteie Be. . schlagnahme behält sich die iiitcrallHerfe W^

Mission zunächst vor. U. a. werden auch> alle.Einrichtmr- 1 gen der deutschen Zollverwaltung im Dienst der deut­schen Reichsfinanzen, z. B. die Maßnahmen gegen die Kapitalflucht, unter den Befehl der RhetnlanSkommis- ston gestellt.

Protest der rheinischen Abgeordneten.

Die im Reichstag versammelten parlamentarischen Vertreter der besetzten Gebiete haben einmütig erklärt:

Die von den gegnerischen Mächten angebrachte Errich­tung eines besonderen Zollgebietes am Rhein würde eine offensichtliche schwere Verletzung des Bersailler Friedens bedeuten, da die Errichtung eines solchen Zoll­gebiets nicht, wie der Bersailler Frieden als Bedingung für eine solche Maßnahme vorsieht, den Interessen des besetzten Gebietes diene, sondern im Gegenteil dessen Untersten auf das schwerste schäbigen würden. Aber auch die Errichtung eines besonderen Zollgebietes und die damit unzweifelhaft verbu,.denen wirtschaftlichen Schädigungen der besetzten Gebiete würde die Bevölke­rung dieser Gebiete in ihrer Treue zum deutschen Vater- lande nicht wankend machen.

Eine Warnende englische Stimme.

DerManchester Guardian" bringt einen beachtens­werten Artikel unter der Ueberschrift:Ein neuer Krieg", in dem es u. a. heißt: Wir hören, daß die fran­zösischen Heere und die französische Flotte in Bewegung gesetzt worden sind, daß deutsche Städte auf dem rechten Rheinufer besetzt werden und daß Hamburg vor der Blockade steht. Und alles dies nur deshalb, weil Deutsch­land sich geweigert hat, etwas zu tun, wozu es vertrags­mäßig nicht verpflichtet ist. Die Alliierten verstoßen ge­gen den Vertrag, den sie selbst formuliert haben. Wenn wir unsere Verträge brechen, gibt es überhaupt keine Garantiert mehr gegen Gesetzlosigkeiten. England ist wirklich kriegsmüde und wir sind nicht mehr vorberei­tet, einen neuen Krieg zu beginnen.

Aus dem neubesetzten Gebiet.

(S. C.) Zur Besetzung der rechtsrheini­schen Städte liegen wenig neue Meldungen vor. In Düsseldorf und Vororten hat die alliierte Militärbehörde über 650 Privatwolmungen, in Ruhrort 213 und in Duisburg 405 Privatwohnungen für Offiziere und Be­amte angefordert. einer Bekanntmachung veröffent­licht der belgische Bergwerkskontrolleur, daß die Tätig­keit bolschewistischer Agitatoren und kommunisnjcher Ar-

** Berlin.

beitervertreter im besetzten Ruhrgebiet nicht gestattet würde, ebensowenig auch Streiks irgendwelcher Art.

Genf. (S. C.) Havas meldet: Der alliierte Rat hat die Ausdehnung der durch den Bermilker Vertrag ge­gebenen Verordnungen für das linksrheinische Gebiet auf die neu besetzten Städte Düsseldorf, Duisburg und Ruhrort beschloffen. Die neubesetzten Städte unterste- hen damit der Hohen cutterten Kommission in Koblenz.

_ Die

- w Dienstag mittag begaben sich ein französischer und ein belgischer Eieneral in Begleitung zahlreicher Offiziere nach dem Rathaus, wo eine Besprechung mit den städtt- schen und staatlichen Behörden stattfand. Die Verhand­lungen erfolgten in französischer Sprache. Es wurde ein Dolmetscher hinzugezogen. Der französische General gab die Erklärung ab, daß Düsseldorf vorwiegend von den Franzosen besetzt werde. Englische und belgische Besatzung kommt nur in geringer Zahl in Betracht. Der Besetzungsakt wird seine militärische Aktion darstellen.

sondern nur einen Akt der Justiz. Nachmittags wurde der Belagerungszustand verhängt. Den Behörden wurde die Mitteilung gemacht, daß General Degoutte in Mainz Oberkommandierender der ganzen Besatzungsarmeen

ganzen Besatzungsarmeen sei. Es wurde dann angeordnet, daß die Schutzpolizei ihre Waffen an die Entente abzuliefern habe. Der Zug­verkehr soll keinerlei Einschränkung erfahren. Auch Post und Telegraph arbeiten bis jetzt noch wie gewöhnlich. Das Hauptquartier der Entente in Düsseldorf befindet sich im Parkhotel und im Breitenbacher Hof. Dort ha­ben die Franzosen die blau-weiß-rote Fahne aufgezogen. Unter der Bürgerschaft und den Arbeitern herrscht größte Ruhe. Die Entente hatte allerdings Maßnahmen ergrif­fen, um die eventuellen militärischen Widerstände zu brechen. Aus Aeußerungen von Offizieren geht hervor, daß die Franzosen anscheinend mit militärischem Wider­stand in Düsseldorf gerechnet hatten. Wie theatralisch der ganze Einzug der Franzosen sich gestaltet hat, geht daraus hervor, daß sie zunächst Panzerwagen vorsckick- ten und dann französische Gendarmerie. Der ganze Ein­zug wurde kinematographisch ausgenommen. Nachdem der Belagerungszustand verhängt ist, unterstehen alle Bergwerke, Eisenbahn, Schiffahrt und Telegraph dem französischen General Degoutte.

Der Vormarsch der Alliierte«.

«^ Düsseldorf. Am Dienstag vormUtag und Mttt- woch nachmittag sind weitere belgische rmd französische Truppen durchgezogen. Ihre Zahl wird auf tMV Mann geschätzt. Bor den: Bahnhof steht eine Maschi- nengewehrabteilung. Bet einer Unterredung zwischen dem Oberbürgermeister und alliierten Offizieren mußte sich der Oberbü-rgerwetsier verpflichten, für die Ruhe und Ordnung und für die Sicherheit der Besatzungs- ^^Dcr Präsident des Exekutivausschusses von Peters­burg bat eine Proklamation erlassen, in der er von den Unruhen in Rußland spricht. Ueber Petersbnra ist Belagerungszustand verhängt worden. In Moskcm brachen Unnrhen aus. Diese dehnen sich immer weiter aus. In lammn haben sich die roten Truppen gewei­gert, einen Straßenkampf gegen die Truppen anfzu- nehmen.

Die Boranssetzung für nette Verhandlungen.

w Berlin. lS. C.) Nach Erklärungen Fehrenvachs zu Parlamentariern wird Deutschland vor der Arrf- nahme neuer Verhandlungen mit der Entente dir Räu­mung der besetzten rechtsrheinischen Städte verlangen.

Androhung nener Gemaltmatznahme«.

w Genf. (S. E.) DerTemps" meldet ant London: Die Schlußsitzung der Alliierten' hat die Grundlinien für die weiteren militärischen Sanktionen festgelegt.

falls die Deutschen bis zum L Mai nicht die Pariser Beschlüsse angenommen haben. Es werden alsdann in drei Etappen weitere 50 Kilometer deutschen Gebietes besetzt, jedenfalls die ganze neutrale Zone. Die end- gülttgen Beschlüsse feien vertagt worden, um zunächst die Bereitwilligkeit der Deutschen zu neuen Verhand­lungen abzuwarten.

Eine vergebliche Hoffnung der Alliierte«.

** Genf. (S. C.) DerMatin" meldet aus London:

Es ist auf Antrag Briands keine neue Einladung an die Deutschen beschlossen worden. Man hat durch einen Vertreter Lloyd Georges, der sich von Dr. Simons auf dem Bahnhof verabschiedete, dagegen dem deutschen Au­ßenminister mitteilen lassen, daß die Alliierte» zur Fortsetzung fter Beratungen bereit bleiben und die deutsche Einladung hierzu erwarten.

Simons Empfang in Elberfel».

w Elberfel». Auf der Durchreise von London nach Berlin wurde die deutsche Delegation mit dem Außen». minister Dr. Simons am Mittwoch morgen auf denk hiesigen Bahnhof feierlich begrüßt. Oberbürgermeister Dr. Kirschbaum empfing den Minister im Namen den ersten Stadt des unbesetzten Gebietes und im Namem seiner Vaterstadt. Weitere Begrüßungsansprachen folg­ten. Dr. Simons antwortete, daß die Delegatton in London alles daran gesetzt habe, um zu einer Verstän­digung zu kommen, daß sie aber infolge des Verhaltens der Alliierten zu den deutschen Gegenvorschlägen zu ei» nemNein" gezwungen worden sei. Der Minister liest feine Rede mit der Mahnung ausklingen, jetzt treu zu: dem Vaterlanöe zu halten, um über die schwere Zeit hinwegzukommen. Mit einem Hoch auf das Vaterland schloß er. Es wurden vaterländische Lieder gesungen. Die Menge bereitete dem Minister eine große Ovatto«.

Gedrückte Stimmung i« der Londoner Geschäftswelt.

q$> Aus Londoner Handels kreisen wird gemeldet, daß. die Stimmung außerordentlich gedrückt ist Memand hat Freude an dem Abbruch der Londoner Konferenz. Man befürchtet, daß alle Handelsbeziehungen, die müh­sam im Anknüpfen waren, wieder abgebrocheu und be­reits erteilte Aufträge zurückgezogen werden. Allgemein herrscht die Ansicht vor, daß noch nicht alle Fäden abge- schnitten sind, und daß die nächste Zeit eine befriedigend« Klärung der ganzen verworrenen Sachlage bringen wirft

M Mißstimmung be* -uLlifSru^Ä».. r WWW MMD- Parts. ^L. A.) Es wird immer öeüMcher, daß die wirtschaftlichen Zwangsmaßnahmen, insbesondere die 20prozenttge Besteuerung der deutschen Ausfuhr, bet den Alliierten selbst auf große Abneigung stoßen. So­gar große Teile der englischen Handels-und Industrie- welt erheben gegen dieie Maßnahmen ebenso heftigen Widerspruch wie gegen das angekündigte Dumping- Gesetz. Man befürchtet, daß der deussche Handel durch Verwirklichung solcher Maßnahmen den Weg nach Amerika und den neutralen Staaten nehmen werde. In der City von London ist man besonders enttäuscht, daß das ganze Geschäft mit Deutschland ins Stocken gerät. Die Deutschen ziehen alle Aufträge zurück. Man fügt in der City, es sei gerade so wie zu Beginn des Krieges.

Jubel in PariS.

M> Paris erweckt seit Montag den Anschein, als ob ganz Frankreich einen großen militärischen Sieg er­rungen hätte. DerMattn" undFigarro" hißten, als die Nachricht von der Abreise der Deutschen aus London und der Besetzung der rechtsrheinischen Städte einlief, auf ihren Gebäuden die französische Fahne. Dies Bei­spiel fand in der ganzen Stadt sofort Nachahmung. In der Kawmer und iw Senat sind die Nachrichten aus London mitRuhe und mit Stolz" ausgenommen wor­den. Die Presse feiert Briands grdßen Erfolg. Die Schuld an dem Bruch wird dem bösen Willen des deut­schen Volkes und der ablehnenden Haltung Dr. SimonSi zugeschoben. Verschiedene Blätter stellen dieÄehauptunL auf, daß die Besetzung von Düsseldorf, Ruhrort und Duisburg nur der Vorläufer weiterer Besetzungen sei. Dies würde eintreten, wenn die Deutschen nicht weiter verhandelten.

Wird Amerika die Besatzuugstruppe« zurückziehe«?

0** Washington. (F. G. A.) DaS Staatsdepartement hat sich bis jetzt auf den Beschluß der Alliierten, gegen­über Deutschland sofort die Gewaltmatznahmen in Kraft zu setzen, nicht gerührt. Man erinnert sich in diesem Zusammenhang daran, daß seitens des Staatsdeparte­ments erklärt wurde, daß die amerikanischen Truppen nicht dazu verwendet werden sollen, den Bersailler Ver­trag zur Ausführung zu bringen. Am 7. Oktober hatte Harding in einer Rede in Omaha erklärt, die amerika­nischen Truppen hätten nichts. tn Deuttckland zu tun und sie würden nach Hause befördert, sobald der Frie­den mit den Vereinigten Staaten unterzeichnet sei. Jetzt hat der Ministerrat die Frage besprochen, alle amerikanischen Truppen aus Deutschland zurückzuziehen.

Neue Beratungen der Alliierte».

te* Basel. Am Dienstag vormittag fand eine neue Besvrechirng zwischen den alliierten Delegierte« unter Hinzuziehung der alliierten Sachverständigen tu London statt. Die Frage der neuen Strafmaßnahmen gegenüber Deutschland rvurde hierbei sehr eingehend erörttrü An­geblich haben die Delegierten beschlossen, die Berschär- fung der Strafmaßnahmen sowohl in wirtschaftticher c - auch in militärischer Hinsicht zur Gelttmg zu bringen Ein endgültiger Beschluß, ob eine Ausdehnung auch am Süddeuffchland erfolgen soll, ist noch nicht gefaßt.

Sitzuvg des Reichskabinetts.

w Berli«. Am Mittwoch abend 9 Uhr stuftet ein: Sitzung deS Reichskabinetts in Gegenwart des W scheu aus London zurückaekebrteu Mttttsters Dr. ^ - -