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^ersfel-er Tageblatt

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Klyetaruprel» Mt 6it einspaltige petttjefle« »<«n Kaum 40 pfmnlg, ftiv <m«v«irt« 60 Pfennig, : Mt ReHamegeile 1.50 Mark. Sei Wiederholungen : Nachlaß. Kür öle Schriftleitung verantwortüch ;

Kranz Zunk ln hecsfrlü. Zernfprecher Nr. S. :

ftersfelSer Kreisblatt'

Amtlicher Anzeiger fite den Kreis Hersfel-

erscheint se-en Wochentag. Der Bezugspreis be. trägt im voraus zahlbar, für Hersfeud 7.50 Mark, öunh Sie Post bezogen 7.80 Mark, bei freier Zu- steAung in» Haus.» Druck und Verlag von Ludwig Zanks Suchbruckerri in Hersfelü.

Rv. 60

Govnabned, k« 12. März

1921

Hamdorn wieder geräumt

** Aus Duisburg wirb gemeldet: Der Zustrom der Ententetruppen wird immer stärker. Vor allen Dingen «es belgische Kavallerie und '

eschtitzen und Mörsern, die gest

Besatzung von Hamborn ist wb

Ententetruppen wird immer stärker. Bor allen Dingen ist eS belgische Kavallerie und Artillerie, letztere mit stern eingetroffen ist. Die

Besatzung von Hamborn ist wieder zurückberufe« Wor­ten. Nur die grossen Hafenanlagen in Walsum, die Hauptsächlich der Versorgung der Thyssenschen Werke Bienen, sind stärker besetzt worden. Die Ankündigungen »es Generals Degoutte Jini in Hamborn überall wieder

Haupifächlich der Versorgung Bienen, sind stärker besetzt wor

chen Verhandlungen über die Londoner Konferenz fort. Eine zeitlang wohnte auch der deutsche Botschafter in Paris, Dr. Mayer, den Besprechungen bei. Wie das B. T." hört, hat Stinnes heftige Angriffe gegen Dr. Simons wegen des zweiten deutschen Vorschlages ge­richtet. Um 12 Uhr mittags wurde die Sitzung zunächst abgebrochen, da um diese Stunde das Plenum -es Reichstages zu tagen begann. Ursprünglich war in Aus- W genommen, am Sonnabend die große politische De- batte über die Londoner Konferenz in der Volloersamm-

Italic« gegen die wirtschaftlichen Maßnahmen.

** Rom. (F. 8.) Graf Sforza erhob auf der LE^ doner Konferenz grundsätzliche Entwände gegen die Be-t schlagnahme eines Teiles der deutschen Exportgut habe «^ die nicht nur in neutralen Ländern, sondern auch in Italien kaum durchführbar sei. Italien erhielt anp Sforzas Verlangen einen Vertreter in der Rheinland 8-l

die

-entfernt worden.

Die Regierung bleibt fest.

Das Reichskavinett für Dr. Simons.

* Auf Grund authentischer Informationen kann LaS 33. T." mitteilen, daß die Haltung der Retchsregierung zu der neuen militärischen Aktion der Alliierten nach wie vor festbleibt in der Ablehnung der Pariser For- Herunge«. Ob und unter welchen Voraussetzungen neue Verhandlungen mit den Alliierten ausgenommen werben können, ist jetzt nicht zu sagen. Das Blatt kann Ferner authentisch erklären, daß der Reichsminister Dr. Simons in London keinem ausländischen Pressevertre- tes gegenüber irgendwelche Erklärungen abgegeben hat.

DLr Kampf bet Regierung um das Recht.

- w Berli«. (S. C.) Nach einer Regierungserklärung int auswärtigen Ausschutz kommt weitere Besetzung Hentscher Gebiete zunächst nicht in Betracht. Die Reichs- -regierung wird in den bevorstehenden neuen Berhand- Nungen mit der Entente Erklärungen verlangen, unter ^welchen besonderen Umständen und mit welchen Rechts- titelrt die von der nichtamtlichen Pariser Presse ange- brotzte Besetzung der neutralen Zone begründet werden

Zoll. Im übrigen ist aus den Mitteilungen Dr. Si- MÄUs' im auswärtigen Ausschutz die Tatsache zu ent-

Unverbrüchliche Treue des deutschen Volkes.

<»* Bei der Retchsregierung laufen unausgesetzt aus Ästen Gegenden des Reiches und aus allen Schichten der Bevölkerung in großer Zahl Kundgebungen ein, die das Einverständnis mit der Haltung der deutschen Regie­rung gegenüber den Forderungen der Entente betonen und die Entschlossenheit zum Ausdruck VMM, IO>

^ ^ * " DMeldorfs Treuegelöbnis.

w- In der Düsseldorfer Stadtverordnetenversamm­lung sagte der Oberbürgermeister: An uns Düsseldor­fern ist es jetzt, in Geduld und nochurals in Geduld aus- zuharren in dem unerschütterlichen Glauben an Gerech­tigkeit, in heißer und inniger Liebe zu unserm schwer geprtzften deutschen Vaterlande und in der festen Hoff­nung auf künftige bessere Tage für Deutschland und für Düsseldorf.

Die Rheinschiffahrt unter französischer Kontrolle.

" Düsseldorf. tS. C.) Die französische Militärbe­hörde hat auch die gesamte Rheinschiffahrt der Kon­trolle der Alliierten unterstellt. Im Hafen von Wesel Pnd zwei belgisch bewaffnete Flutzdampfer stationiert worden. . _ . ,

Die Zwauasmaknahmem

w Rotterdam. (S. E) Wie die niederlandssche Agentur meldet, hat die Konferenz der englischen Do- Miniens einstimmig die Sanktionen gegen Deutschland illigt. Das englische Unterhans wird erst Ende nach- Woche zu den Sankttonen Stellung nehmen. Nach Aeusserungen der liberalen und der Arbeiter-Presse ist keine ernstliche Opposition zu erwarien. DieTi­mes- schreiben am Freitag, daß die deutsche Hoffnung, die Sankttonen könnten gemildert werden, in der Ein- mtjtkqkeit der Alliierten keine Stütze finde.

». Rotterdam. (S. C.)Daily News" glaubt ver- «chern zu köunen, daß das Unterhaus mit erheblicher Mehrheit die wirtschaftlichen Zwangsmassnahmen gegen Deutschland annebmen wird.

Bisher uur schwache Absperrnug.

w Die Absperrung der Grenze zwischen dem beietz- ken und dem unbesetzten Gebiet ist vorläufig nur schwach imrifwfüfiTL Man spricht davon, daß es nicht bei der Besetzung der Städte Düsseldorf und Duisburg bleiben wird und datz man einen Brückenkopf von 12 Kilometer Umkreis bilden wird, in den auch die Nachbarstadte ein» bezogen werden sollen.

Neue Drohungen.

»* London. In der letzten Swung der alliierten De­legierten in London wurde beschlossen, botzöce Angele- Henheit der Aburteilung der beuM>eri ..^iegSschuldi- uen" sowie die Frage der Durchführnng der GUtwaff- nung und Auflösung der s^vohnewehr in Preußen in dem noch näher zu beltimmerchen Zeitraum von ÄS* ^ÄSisÄÄÄ

lereSanktion" sei die Besetzung des gesamten Rnssr Gebietes in Aussicht genommen, darlinter die Städte Essen, Barmen, Elberfeld, Bochum und Dortmund.

Fortsetzima der Besprechunge« über Londou.

BerlimsB. T.) Der Auswärtige Ausschuß deS Leickstaaes setzte am Freitag vormittag die vertraulc-

lung beginnen zu la die Aussprache auf ohne daß sie durch

issen. Wahrscheinlich wird Montag verschieben, um

man aber sie dann.

einen Ruhetag unterbrochen wird,

bis zum Mittwoch zum Abschluß zu bringn. Nach dem Gang der Verhandlungen im Ausschuß darf schon heute gesagt werden, daß der Reichstag die Haltung der deut­schen Delegation und insbesondere die des Ministers Simons billigen wird, sodaß weder Dr. Simons noch das gesamte Kabinett Veranlassung haben wird, aus einer Gesinnungsänderung des Parlaments die Konse­quenzen zu ziehen. Die Gewaltmatznahmen werden als ein Bruch des Versailler Friedensvertrages aufgefatzt. und vermutlich wird das Parlament einen Ausschutz beauftragen, die sich daraus ergebende Rechtslage zu studieren. Im übrigen wird man eine absolut ableh­nende Stellung einnehmen, da die Verhandlungen in London nicht von uns, sondern von der Entente abge­brochen worden sind.

Ver stusmilMe stlisWO Wer London

Kritik a« der Haltung Dr. Simons.

** Der Ausschuß des Reichstages für auswärtige An­

gelegenheiten trat am Donnerstag nachmittag zu einer Sitzung zusammen. Außer dem Reichskanzler Sebri bach und dem Vizekanzler Heinze waren die Mliglie

Unzufriedenheit über LonSo« in Italien.

** Rom. (F. Z.) Die Nittianer Amendola beantragt^ wegen der Wichtigkeit der Londoner Konferenz die auS- wärtige Lage am Dienstag zu beraten, selbst wenn Grafs Sforza noch abwesend sei. Giolitti lehnte aber diesem Antrag ab. Es hat ein politisches Votum stattgefunder^. in dem die Regierung mit 201 gegen 150 Stimmen siegten weil die Nationalisten und Rechtsparteien die Rückkehr» Nittis fürchten und deshalb trotz schwerer Differenz«« für Giolitti stimmten. Es trat jedoch hervor, daß Kammer und das Volk mit dem Londoner Resultat zufrieden sind. Es ist daher zweifelhaft, ob die R« rung die kommende Debatte überlebt. Als Nachfo wird Orlando genannt.

Die beutsch-euglische« Haudelsbeziehaugen

** London. Im Unterhaus erklärte Bonar Law, einstweilen, ehe das neue Gesetz über Sie Au durchgeführt sein wird, alle Handelsbeziehungen scheu Deutschland und England unterbrochen sinS.

Der Steuera«ssall durch Sie Zollgreuze. j

** Berlin. (S. C.) Nach Mitteilungen in der Nss»« zung des Ausschusses für Auswärtiges wird durch biet Errichtung der alliierten Zollgrenze am Rhein ein AuS-

fit Außer dem Reichskanzler Fehren- fall der Steuereinnchmen des Reiches bis 85 Pr zekanzsex Heinze tvüren die Mitglieder entstehen, der Lurch ne*ie ReichSsteueru zu Lecke« iirth, Scholz. Hermes. von Räumer und wird. -Z^W ^ -

Simons, Koch, Wirth, Scholz, Hermes, von Räumer viele andere Vertreter der Reichsbehörden erschienen. Minister Dr. Simons erstattete in ausführlicher Weise über seine Mission auf der Londoner Konferenz Bericht. Die Verhandlungen wurden für vertraulich erklärt.

Man hört nur, daß der Autzenu inister Dr. Simons in großen Umrissen seine Haltung in London gegenüber Ler Kritik, die von Vertretern Her Parteien geübt wurde, verteid hat. Die schär»

, ausgegangen zu sein, der vornehmlich Las fünf­jährige Provisorium unter Zugrundelegung der Pariser Beschlüsse in der Montagssitzung der Londoner Konfe­renz dem Außenminister zum Vorwurf machte. Dr. Simons räumte ein, daß er mtt diesem Vorschlag die Grenzen seiner Vollmachten überschritt, ebenso die Grenzen der deutschen Leistungsfähigkeit, begründete seine Haltung aber mit der Situation, in der sich die deutsche Delegatton befunden habe, und dem Wunsch, das Aeutzerste zu tun, um einen Bruch und Zwangs­maßnahmen zu vermeiden. IM übrigen machte Dr. Simons darauf aufmerksam, daß die Berichte aus Lon­don sehr lückenhaft gewesen seien und mißverständliche Auffassungen erzeugt hätten. An der Form des ersten deutschen Vorschlages übten vornehmlich die Demokra­ten und die Sozialdemokraten Krittk, die Sozialdemo- kraten übrigens auch an der Art des Empfanges der deutschen Delegierten bei ihrer Ankunft in Berlin. Im ganzen hatte man den Eindruck, Satz keine Partei mit der Art der Führung der Verhandlungen durch Dr. Si­mons in London völlig einverstanden sei. Die Aus­sprache im Reichstag über dte Londoner Konferenz dürfte am Sonnabend erfolgen.

Amerika und die Reparationsfrage.

Der Präsident des Finanzausschnsses des amerika- Sn SenatS erklärte, der Ausschutz werde sich be- n, Feststellungen über die in London getroffenen Beschltisse betreffend die Reparation vorzunehmen und die möglichen Wirkungen dieser Beschlüsse auf die ame- rikanischen Interessen eingehend zu studieren. Es han­delt sich darum, Gewißheit über die Frage zu erlangen, ob die verlangte Reparation ausführbar sei oder nicht und ob die Ausführung eines Exportzolls von 12^ Pro­zent zum Schaden der Vereinigten Staaten auöichlageu werde. ,

Ohne Amerika keine Absperrung mögftch.

»* Der Korrespondent derNerlyork World* in Koblenz drahtet: Die Order der alliierten Regierun­gen, das Rheinland durch eine Anzahl Zollämter abzu- schließen, hat große Verwirrung hervorgerufen. Nach den ersten 48 Stunden ist die Kommission zu der Schluß­folgerung gekommen, daß nichts in Bezug auf die neuen Zollämter geschehe, wenn die amerikanischen Truppen im Rheinlande ihre Mitwirkung nicht erteilen. Bis jetzt jedoch ist darüber keine Order aus Washington ein» getroffen.

Die Vereinigte« Staate« fügen sich.

* Köln. (S. C.) Reuter meldet: Nach Nennorker Privattelegrammen wird die Union einen Widerspruch gegen die Londoner Beschlüsse über die Rheingrenze und die Militärischn Besetzungen nicht erheben.

Amerikas Beteiligung an weitere« Verhandlattge«.

** Rotterdam. (S. E.) DieTimes" melden aus Washington: Präsident Harding hat den Alliierten die Entsendung amerikanischer Vertreter zu den weiteren Beratungen über den Friedensvertrag angezeigt. Bis zur Annahme des Vertrages durch die Union sollen dre Vertreter lediglich informatorische Aufgaben erfüllen.

** Berlin. (S. 6.) Die Alliierte Kommission hat fÜL Monat Februar eine Restforderung von 187 000 Ton­nen nicht gelieferter Sohlen augemelüet. 3

,jt=«-2^-^jävctit^ Dr. von Kahr

prach am Donnerstag Abend in einer von bet Bayeri- chen Volkspartei einberufenen öffentlichen Volksver- ammlung über die durch die Ereignisse in London ge- chaffene politische Lage. Heute stehen wir im Grunde genommen da, wo wir vor 1% Jahren gewesen wären.

wenn wir das Diktat von Versailles nicht unterschrieben hätten. Aber der Leidensweg deß deutschen Volkes wa« doch nchis vergebens. Zwei Dinge haben sich geändert. Das eine ist: Die Wahrheit über Sie Schuld am Kriege iW anf dem Marsch. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, wann das aus der ungeheuerlichen Lüge von der allei­nigen Schuld Deutschlands am Weltkriege in Versailles aufgebaute Gebäude zusammenbrechen wird. Die En­tente wird diesen Sturz ncht anfhalten können. Lloyd George hat erklärt, daß die Staatsmänner aller am Kriege beteiligten Nationen weniger den Krieg gesucht hätten, als in ihn hineingestolpert seien. Bon diesem Ausspruch wird Lloyd George nicht mehr hinwegkom­men. Er ist gerade aus seinem Munde so wertvoll, weit er es in London gewesen ist, der erklärt hat, daß auf dem Fundament der alleinigen Sdntlb Deutschlands das ganze Gebäude des Friedensvertrages ruhe nnd daß das Gebäude zusammenbreche, wenn dieses Fundament weiche. Nun wissen wir, worauf wir unsere Bemühun­gen einzustellen haben. Die alleinige Kriegsschuld Deutschlands ist die ungeheuerlichste Unwahrheit. Sie je-

Zu jedem Urteil gibt . _________________ und zwar in erster

Linie dann, wenn neue Tatsachen bekannt geworden sind, welche die Schuld des Angeklagten in einem andere« Lichte erscheinen lassen. Ein solches Wiederaufnahme­verfahren aber herbeizusühren, ist die dringendste Auf­gabe unserer Politik. Das ganze deutsche Volk darf nicht eher ruhen, als bis der Gerechtigkeit zum Siege verholfen ist. Wir behaupten, daß wir nicht allein schuld sind, wir verlangen, daß das Maß unserer Schuld wahr­heitsgemäß festgestellt wird und daß unsere Wiederver- stellnngsverpflichtungen zu dem Matze unserer Schuld bemessen wird. Die weitere Tatsache, die sich seit Ver­sailles geändert hat, ist die Einstellung des deutschen Vol­kes zum Frieden von Versailles und zu den Forderun­gen, die unsere Gegner heute darans herleiten. Heute sind wir endlich wieder ein Volk mit einem geschlosteneu Volkswillen. Lloud George bat es in London wieder­holt zum Ausdruck gebracht, wie unbequem ihm der ge­schlossene Volkswille war, der hinter Dr. Simons stanö.

mals in die Welt gesetzt wurde, ein Wiederaufnahme

Die Frage der Regrerungsbttduny.

** Zu der Frage der Regierungsbildung in Preußen schreibt derVts.": Es bleiben nur zwei reelle Mög" lichkeiten: Die alte Koalition und der Rechtsbloch vom Zentrum bis zu den Deutsch-Nationalen mit oder ohne Demokraten. Nur zwischen diesen beiden Möglichkeiten i haben die bürgerlichen Parteien zu wählen. Ein Drtt tes gibt es nicht.

>* Die zentrumsparlamentarische Korrespond, schreibt zur Haltung der Sozialdemokratie in der Frc der preußischen Regierungsbildung: Wir geben die . friediaenüc Lösung dieser Angelegenheit nicht auf, mi fen aber nicht verfehlen, darauf hinzuweisen, daß r die Geduld der anderen Parteien eine Kostbarkeit ist, . e nicht leichtfertig auks Spiel gesetzt werden hart