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Kranz Kunk in Hersfeld. Kernsprecher Nr. 8. r
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hersfelöer Kreisblatt^
Amtlicher Anzeiger für den Kreis Hersfel-
Nr. 67
Montag, den 21. März
1921
Frankrehfis Borge um den Siegesloyn.
w Aus Paris wird gemeldet: In hiesigen pEischen Kreisen ist man der Ansicht, daß durch den, Rücktritt rnua in der englischen Politik zu erwarten iet. Man Bormr Saws aus dem englischen Kabinett e,ne Aende- hält sogar die Stellung Aoyd Georges für erschüttert und befürchtet, daß durch die.Aenderungi »er englischen Politik die in London erzielten ELffSbursse allmählich
Mieder in Frage gestellt werden könnten.
lebtet zugegangen ist, Joris eine Note über-
Die Antwort auf die deutsche Protestnote.
k* Die Botschasterkonferenz, der von der deutschen Regierung eine Protestnote gegen die Haltung der Polen im oberf(Mein eben Abstimmungnsgebiet sugegangen ist, -keß dem deutschen Botschafter in Parts eine Note übermitteln, in der sie erklärt, daß ausichlietzlich, die inter- Eierte Kommission für Oberschlesien ermächtigt sei, dort während der Abstimmungsdauer die Ordnung aufrecht zu erhalten. Jede andere Intervention würde das fofß*itge Eingreifen der interalliierten Kommission zur Bolge haben. Eine Note desselben Inhalts ist glerch- Mig dem polnischen Geschäftsträger übergeben worden.
Französische Stimme für Deutschlands Teilnahme
am Wiederaufbau.
** Die „Revue financiere de Journal de» Debüts hemtiht sich, mannigfache Illusionen über die Erträgnisse der neuen Zollgrenze zu zerstreuen. Wasi man bekommen werde, werde auf alle Falle iebr gering sein tm Vergleich zu den Summen, die man zu, beanspruchen Mhel Da ein solcher Zoll entweder prophibitiv sei und das Verschwinden der Waren zur Folge habe, oder die
das Verscywinoen oer %e>urcii «ui ««>»<• ’'W1 “<sn„™ Fünfer belaste, so wäre es das veste, zu emem Abkommen mit Deutschland zu gelangen. auf ^und dessen Mp Dare „ur Bezahlung der Reparation zu verwenden wär? Hieraus aber sei die praktische^Lkutzfolgtzrung M ziehen, daß man 1. den deutschen Export nicht mr- Andern dürfe, daß man 2, Anleihen, die Deutschland machen würde, um Frankreich zu bezahlen, begünstigen müsse, und daß man 3. ein beträchtliches Interesse daran habe, Naturalleistungen anzunehmen. Man kenne die Einwände, die gegen eine praktische Anteilnahme Deutschlands am Wiederaufbau der zerstörten Gebiete erhoben werden könnten. Danach liege ».ein ad>oGter Asnderungsgrund vor. Man konnte recht gut den <3tc= deraufbau * gewisser Abschnitte durch Deutsche, die von ihre'' Regierung bezahlt würden und in agern^ ohne Berührung mit der Bevölkerung 1-^. ^' -^
•»ms m»rhn tncher dem ’rauawiiwen mrveuer urour.
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MUe man 10 Jahre lang zu tun. Die Mitwirkung der D 'Nischen würde diese Zeit abkürzen. Zweifellos wäre H fipfier. wenn Deutschland die Geldmittel liefere. Aber selbst, wenn es das täte, glaube man denn.etwa, das- Frankreich im eigenen Lande genug Arbeitskräfte und Material finden könne? Wenn man anderswo be- -ckRftinte Arbeiter in gar zu starkem Maße auf den Wte- konzentriere, was sollte aus ihnen werden, wenn die Arbeit einmal fertig wäre? Die ganze Frage
Ete sehr ernsthaft untersucht werden.
Die Folgen der Ausfnhrabgabe.
ÄS SSL BÄÄÄ SS “S-Ä«W S« ttarE geworden war, zum Stillstand gekommen, ^w Hamburger Reeder haben seit 8 Tagen alle Geschäfte Mckaünaia gemacht. Die katastrophalen Folgen für die bentMe Industrie, die sich besonders in .Arbeiter- entlassungen bemerkbar machen werden, ist in einigen
Wochen zu erwarten.
Die Ausfuhrabgabe wirkungsloser Unsinn.
Das führende englische Finanzblatt „The^Econo- wirt" aibt über die Zwangsmaßnahmen ein vernichtendes Urteil ab Es schreibt: Die ersten deutschen Gegen- unrtrMöae standen auf der richtigen Linie, da sie diese QAftHtnnen 'it ibrem jetziaen Werte kapitalisierten. Das «SS dann fest, daß die oberschlesische Frage Mr N/k^nds Zahlungsfähigkeit erheblich ist, und fahrt ^ kort- Nachdem Lloyd George alle guten Gründe ^»Aumck die eine endgültige, gut fundierte Regelung ÄrWÄttuS Welt notwendig erschet- als ^Uöu vm-weiaert er Dr. Simons, Berlin zu be- ^-«,,ud anstatt einen mäßigen Grad Geduld zu zei- EWEN, und anstatt einen « fischen Staatsmann spielen und zu Sanktionen zu llresten^die J»J W> M
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als ein wirkungsloser Unsinn und als einer» ur
Herbst unsere Regierung auf die Beschlagnamm veur Wer Güter verzichtet hat. Ernster noch ist die ?em mung unseres Einfuhr- und Ausfuhrhandels wtt bei aanzen übriaen Welt wegen der Maßnahmen, me g^ trogen werden müssen, damit deutsche Güter nicht und) andere Länder hereinkommen.
Antwort des Bölkerbnndes anf die dentsche Note.
Auf das Begleitschreiben, mit dem Minister Dr. Simons dem Generalsekretär des Volkerbundeö die Denk- tif>riu hexttaltd) der von den alliierten Mächten gegen
Deutschland verhängten Zwangsmaßnahmen zugestellt hat, hat dieser mit einem Schreiben geantwortet, in dem er sagt, daß er das Memorandum sofort an die Mitglieder des Völkerbundsrates weiter geleitet habe. UebuMs- gemütz würden die Dokumente gleichfalls an die Mit- glie-er des Völkerbundes zur Kenntnisnahme übermittelt.
Androhung neuer Gewaltulatzuahrneu.
<h> Die Pariser Presse sieht voraus, daß die Antwort der deutschen Regierung auf die an sie gerichtete Note der Wiederherstellungskommission ablehnend lauten werde. Wie das „Echo de Paris" erfahren haben will, wird die Kommission an die alliierten Regierungen her- autreten. um die Anwendung entsprechender Gewalt- matzregeln zu verlangen. Auf diese Weise würde eine neue juristische Basis für die tm Gang befindlichen Zwangsmatzregeln geschaffen und vielleicht auch eine Verschärfung als notwendig anerkannte
Die zweite Internationale und die Zwangsmaßnahmen.
London. (B. 3.) Der Vollzugsausschuß der zweiten Internationale, der zur Zeit in London tagt, beschloßt die Berufung einer Sonderversammlung des Vollzugsausschusses und der Vertreter der parlamentarischen Parteien und der Industrie der in Frage kommenden Länder. Die Versammlung soll vom 31. März bis 4. April in Amsterdam tagen und die tyrage der Zwangsmaßnahmen und der Reparation beraten. Sie wird außerdem Vorschläge machen, über die sich alle
Parteien verständigen werden.
Annahme der englischen Reparatlouv-Blll.
»* London. iL.-A.i Das englische Unterhaus hat die
Reparatiorrsbill in dritter Lesung angenommen.
Neue Einladung an Deutschland.
^»Zürich. sS. C> Ein Pariser Havas-Telegramm vom Freitag feilt mit haß der alliierte Rat der Botschafter sich am Donnerstag mit dem Antrag Italiens besaßt und beschlossen habe. Dentsckland zur Teilnahme an der Fortfetznng der Londoner Beratnngen für die zweite Aprilwoche einzuladen. Die Entschmdnna deS alliierten Rates sei aus nächste Wo-be vertagt worden. w Berlin. sB. Im Wiedermifbanministerium hat, wie das „B. T." hört, am Sonnabend vormittag eine Aussprache zwischen Vertretern der 9ieW.regterimg und der „verschiedenen bea-nteten ^d ^MlMMM
Saw.e.nano^.^ ^E hat. Vom Auswar- _______ ckaldirektor von Simson mit seinen engeren Mitarbeitern maßgebend an den Beratungen beteiligt die voraussichtlich mehrere Tage in Anipruch nehmen werden.
Die deullibßn OorliOläge mrüdtgejogen
Die Sachverständigen, die an der Kritik der Pariser Beschlüsse und der wirtschaftlichen Vorbereitung des deutschen Angebots in London teilgenommen haben, sprachen beim Reichsminister des Aeutzern vor und erklärten, daß sie auf Grund ihrer Kenntnis der deutschen wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit nach wie vor der Ueberzeugung sind, daß web« dre mit den Parrser Forderungen der Entente noch die mit den beiden Londoner Angeboten der deutschen Regierung verbundenen finanziellen Leistungen von der deutschen Wirtschaft am- gebracht werden können Diese deut scheu Anerbietun- gen, die wirtschaftlich nicht gesichert sind, müisen für ihre Erfüllung an ähnliche Voraussetzungen geknüpft werden und ähnliche Folgen zeitigen wie von den Sachverständigen in ihrer Denkschrift über dre Pariser Forderungen dargelegt sind. Demgegenüber Klärte der Reichsminister, daß er die SchNungnahme der ^achver- ständigen, wie er bereits im Reichstag betont habe, voll zu würdigen wisse, daß die Höhe der Angebote der deutschen Regierung aus politischen ^uwagungen heraus bemessen worden seien, und daß sowohl die Reichsregie- rung als auch der Reichstag diese an bestimmte Boraussetzungen gebundenen Angebote in ^Lvndon nach den Ergebnissen der letzten Zeit als nicht mehr bestehend und endgültig erledigt betrachten.
Das 12 MiMarden DMal.
Die internationale Entschädigungskommission hat eine Note an Deutschland gerichtet, in der sie die Zahlung von 12 Milliarden Goldmark bis Zum 1. Mai verlangt, wovon vor dem 23. März eme Abschlagzahlung von 1 Milliarde Goldmark zu entrichten sei. Die 12 Milliarden sind nach der Berechnung der Entente bei Rest ihrer Forderung von 20 Milliarden Goldmark, dre sie naef) dem Friedensvertrage an Deutschland hat. Ar- ■ tikel 235 des Versailler Frieden sinstrumentrs besagt, daß Deutschland bis zum 1. Mai 1921 20 Millraiden Goldmark in bar oder in Waren ober sonstigen Leistungen an die Westmächte zu zahlen hat. Diese Summe ist zur Deckung der Kosten der Bcsatzuugsarmee, zur Ernährung Deutschlands und zur Zrlfuhr von Rohstof- fen bestimmt, wäbrenb der verbleibende Rest auf das Wiedergirtmachungskonto überschrieben werden soll.
Um diese 20 Milliarden Goldmark dreht sich seit etwa Jahresfrist der Meinungsstreit zwischen der deutschen Regierung und ihren Bertragsgegirerm Waorind die deutsche Regierung behauptet — und sie bat dies in einem Memoratidurn vom 20. Januar 1921 ausführlich i dargelegt —, daß die von Deutschland an die Enteme bereits gelieferten Werte den Betrag von M .Vulliarden Goldmark überschreiten, steht die Entschadichmgskom- Mission auf bem Standpunkt, daß die bisher von Deutschland vollzogenen Lieferungen kaum den Gesamtwert von 8 Milliarden Goldmark erreicht hätten. Es be
sieht "also eine Dmerenz von 12 DNlkiarden Go-dmarL die die deutsche Regierung bezahlt zu haben behauptet, was die Entente beftrettet.
Es wäre wohl recht sonderbar, wenn sich über eine derartige Riesensumme nicht durch Rechnungslegung ein Einverständnis erzielen ließe: kann es sich doch dabei nur um Fragen der Auslegung handeln, in welcher Weise die strittigen Posten zu buchen sind, oder um die Höhe der Abschätzung der von Deutschland gelieferten Werte. In keinem Falle geht es an. öatz die Entente an Deutschland eine so hohe Forderung stellt, ohne daß sie den Nachweis erbringt, daß die von Deutschland auf* «stellte Rechnung ganz oder teilweise unrichtig^set. Die deutsche Regierung hat in dieser Angelegenheit ihx äußer- stes Entgegenkommen bewiesen, sie bat den Gegner^ zuletzt noch in London bei Gelegenheit der MerdingS ergebnislos verlaufenen Verhandlungen wegen der Wiedergutmachung, den Vorschlag unterbreitet, durch eine Kommission die tatsächliche Höhe der bisherigen beM- schen Leistungen feststellen zu lassen. Die Entente ist darauf nicht eingegangen. Auch jetzt noch verweigerk sie ihre Rechnungslegung und begnügt sich mit einem neuen Diktat, das zwar in der Forui durchaus höflich gehalten ist, aber doch ohne auf die deutschen Eurwünde. einzugehen, die Zahlung des angeblichen Restes von 1$ Milliarden bis zum 1. Mai b. I. und eine Abschlagszahlung von 1 Milliarde Goldmark bis zum 23. März
^Es' dürfte sich von selbst verstehen, daß die, deutsche Regierung einem solchen Ansinnen nicht entspreche» wird. 12 Milliarden Goldmark an die Entente bis zum 1. Mai zu bezahlen, also rund 120 Milliarden Papier- mark, wäre die deutsche Regierung auch nicht im Entferntesten in der Lage. Aber sie ist dazu auch nicht im geringsten verpflichtet, solange ihr nicht der Beweis durch vollailtiae Belege erbracht worden rft, daß ihre Angaben hinsichtlich der von ihr getätigten Leistungen irrig seien. Nach den bisher gemachten Erfahrungen wird sich allerdings die Entente kaum mit einem Pr^ fest der deutschen Regierung abfinden, sondern sie wird voraussichtlich zu Gewalinratznahmen schreiten, genau wie sie das soeben nach dem Scheitern,der ALMb«x SBerbanblunaen ia auch
ber TemLÄ" bereits u <-*ien nicht nuc durm die Erhebung der Zölle auf di- deutschen Warenverkäufe, sondern auch durch die Beschlagnahme der öffentlichen Einnahmen bezahlt zu machen versuchen. Dies alles kam, aber die deutsche Regierung nicht von ihrem Standpunkt abgeben lasten und wird im Einvernehmen mit dem deutschen Volkswillen den Erprestungen der Gegner den äußersten Widerstand entgegensetzen müssen.
Der Bankerott Polens.
w Nach in Rotterdam vorliegenden Telegrammen aus Basel haben die schweizerischen und holländischen Börsen die Notierung der polnischen Valuta gestrichen. In Berlin selbst ist die polnische Mark tm freien Handel zum Berliner Börsenkurs nicht mehr unterzubringen. Nach der ganzen Sachlage kann mit dem finanziellen Zu- snmmenbruch Polens für die nächste Woche, Mit absoluter Sicherheit gerechnet werden, wenn dre Abstrm- nmng zu Ungunsten Polens ausfällt.
o* Aus Warschan wird gemeldet: Die polmsche Re- gieruna betrachtet den Verlust Oberschlesiens oder doch des größten Teiles bereits mit ruhigem Äuge. Dre Re- gierungspresse erörtert die Frage leidenschaftslos. Die Schlietzrmg der Warschauer Börse durch die Regierung hat einen Sturur auf Banken und Sparkassen hervorgerufen. Ernstliche Zwischenfälle sind nicht vorgekommen.
Polnische Mordtat bei Ryvnik.
** Köln. (L.-AÜ Einer Mitteilung der „Cologne Post" vom 19. März zufolge wurde der britische Poli- zei-Korrtrollosfizier Captain Simpson mit seiner Frau, einem französischen Hauptumnn und einem deutschen Polizeiofftzier Hauptmann Sluschmann, die zusammen in einem Kraftwagen fuhren, in der Nähe von Rybnu von einem Dutzend Banditen überfallen. Der deutiche Offizier wurde tödlich getroffen. Die anderen Jusasteu des Autos blieben unverletzt.
Der Abbau der Kriegsgesellschasten.
rtn fertig ge- ' haften nnd rkürzt. Mit
dem
an
** Wie das „B. T." von gut unterrichteter Seite hört, hat der Reichsschatzminister eine Verordnung fertig gestellt über die Abwickelung der KriegsgesellWaften nnd Kriegsorganisationen auf drei Monate verkürzt. Mit dem Ablauf der Sperrfrist erloschen alle Forderungen an die Kriegsgefellschaften, wenn sie nichr schriftlich oder gerichtlich geltend gemacht worden sind. Die Verordnung verleiht der Reichsregierung ferner die Ennäck- tigung, Kriegsgesellschaften für aufgelöst zu erklären und ihr Vermögen als auf das Reich übergegangerr 3» erklären.
Der russisch-polnische Friede« unterzeichnet.
w Warschau. (F. 3) Freitag abend 11 Uhrmel bet die halbamtliche East-Preß: Um 9,30 Uhr ist bat §riedenstraktat von Riga unterschrieben worden. Der ustansch der Natifikationsurknnden erfolgt bimre?
sechs bis sieben Wochen.
»* Riga. (F. 3 ) Bezeichnend für die Art, wie den letzten Tagen vorgegangen wurde, ist, daß die Freitag früh 7 Uhr angesetzte Sitzung erst gegen 9 1! beginnen konnte, da die Schlutzparagraphen des V trageS noch nicht einmal fertiggestellt waren. Die L ten Nachrichten über die Eimrahme von Kronstadt : der Abschluß des Handelsvertrages mit England bat die Position der Rüsten aefeftiat. kodast sie am Son.