Kersfel-er Tageblatt
5 Jlayigtnpreia für die einspaltige petitzerie oder ♦ : ü««n Raum 40Pfennig, für auswärts 60 Pfennig, : 2 dirReklamezeile 1.50 Mark. Bri Wiederholungen: r Sachlaß. . Zür die Schriftleitung verantwortlich i ; Kranz Zunk in Hersfels. Kernsprecher Nr. 8. 5
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nrz n ^ r ; stelluugins hau». «-Druck und Verlag von Ludwig
ntdcher /inzAger für den Krers hersfel- 5___^±±±±^2__
Amtlicher /inzeiger für
Nr. 90
Dienstag, den 19. April
1921
M daiMen SetWege nn Smerilia. ।
H Die Vereinigten Staaten haben, wie der „Futrau- »aeant" meldet, die Vorschläge Deutschlands durch Ver- Aüttlung einer neutralen Macht erhalten. Der wesent- «chste Anhalt der Vorschläge ist, wie das Blatt zu wrs- MU Äaubt, der Blau einer internationalen Anleihe und
Uebernahme der Enteuteschulden an Amerika durch
D«ntschland.
EiNberufnug der deutschen Sachverständigen.
*4 Das Reichskabinett hielt am Sonntag eine neue Besprechung ab über die der Entente zu machenden weueit Vorschläge. Wie aus zuverlässiger Quelle ge- «elbet wird, sind für Montag die Sachverstandrgeu
«ach Berlin berufen worden.
Vertretung Amerikas im alliierten Rat.
w Die Vereinigten Staaten werben, wie ein Tele- «rarmu aus Washington meldet, eine inoffizielle Dele- Matto« nach Europa schicken, um sich durch sie bei den Beratungen der Alliierten über die Reparatlonsfrage -MN- Sir anderen Fragen, die im Zusagmenhang mit dem ^Berfatller Vertrag stehen, vertreten zu lassen.
Konferenz des Obersten Rates in Ostende.
»* Die nächste Konferenz des Obersten Rates soü am « Mai in Ostende stattfinden. Man hofft m Paris, .Saß bis zu dieser Zeit die neuen militärischen Zwangs matznahmen bereits angewendet sein werden, und daß Deuischland, wenn es vor der vollendeten Tatsache steht, geneigt sein wird, ernsthaft, zu sprechen.
Amerika und der Bersarller Vertrag.
^ Genf. Der „Herald" meldet aus Neuyork: Dre M^lvrechnna der Äötschaft Hardings im Senat hat zu »W?n EMärnngen des Staatssekretärs Hughes ge- Mhrsi Hughes eierte auf eine Erklärung des Se- ^Snf2 östfe Amerika mit der Ablehnung des «S^ Rechtsansprüche beider Bertragsteile verneinen muffe. Das gäbe Amerika die Kreibett, sowohl den Alliierten als anch Dentschland mit feinem uneigennützigen Rat z» dienen, wenn die.- »erraxgt wird.
knvikreiHs EinmortoDorDereitongen
•* „Daily Expreß" meldet aus Paris: Es sind alle technischen Verfügungen getrosfen worden, nnl uuvcr- süaltch das Kohlenbecken und das Industriegebiet von VNeMalen zu besetzen. Die Beratnnge« im französi- M Kabinett über die ZwanasmoßvHmen sind F-esi
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Fabriken soll sichergestellt werden. Von den neun Mil- Konen Tonnen, die das Ruhrgebiet nach ^französischer Ansicht produziert, sollen zunächst zwei Millionen Tonnen an die Entente abgegeben werden. Eine MN- ttmtfntt für den Betrieb der Bergwerke zur Verfügung gestellt^ werden. Es soll auch dafür gesorgt werden, daß Kabriken des Ruhrgebiets Kohlen erhalten und da« dem übrigen Deutschland Kohlen zur Verfügung Kllt werdem allerdings müssen diese teurer bezahü werden. Man denkt an einen Lvprozentigeu AuftGlag. a^rm tttisitäTif^C ®TP6ÖttiOtl witö mit 80 000 yjccnitt LrecknetDieNten die Ruhrstädte tra- E^-denen'eine besondere Steuer auferlegt wird. Dre Wttmg des gesamten Unternehmens, wtrd ein franzo- «scher General übernehmen, dem ein Zivilkommisiar LeigeMben^wtrd. ^A^ ^P^^ Parisren" meldet, daß ..... Montaa eine Konferenz der militärischen und finan- uellen Sachverständigen stattfindet, der außer Marschall SScrÄ®^
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mird^ivenn Deutschland vor dem 1. Mat den Versailler nicht zu regeln gedenke. Da die interalliierte I„«k^?n? sich wohl kanm in der ersten Woche vereinig "nsiirde hätten die französischen Sachverständigen »^,-?z^2 Wochen Seit, diese Arbeit zu Ende zu führen. ^^itrtch B Tü Die „Neue Züricher Zeitung" -».^.U'^V^ qiAri?< Bevor Frankreich zu der neuen nu- Eu^n BeseMMg schreiten wird, will es die vorn ®te SfM^^ SffMÄ’ÄÄl ÄÄ'ÄÄ™^
fprechen. '»abraänac in Frankreich.
eÄ f ® A D^ramöstsche Gcnemlkon-
befeßt lautet auf den 28. April-
Nttffaffuug in London.
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w Wie aus London gcmu) ^^ krii-erft! Kennt- fc2«"S» »ä^w E SÄÜSn wWwrle». »«mit Sie 3mmM>
uabuien nicht noch verschärft zu werden brauchen. Mau versichert, daß England Frankreich unterstützen werde, allerdings nickt aktiv, sondern nur moralisch durch Btt- ligung der Maßnahmen, die Frankreich für notwendig hält. Ofsizielle britische Kreise hoffen, daß Deutschland nachgeben und sich dadurch retten wird.
Die Entwaffnu»« Deutschlands uugeuKgend.
-w Havas meldet: Die Pariser Botschafterkonferenz nahm am Sonnabend den Bericht des Generals Rollet über die Errtwafsnung Deutschlands entgegen. Die Konferenz erklärte die Entwaffnung für nicht genügend uno die Verpflichtungen des Versailler Vertrages für nicht erfüllt.
Ei«e Ruhrbesetzungskommisstou. .
Paris. lV. 3.) Am Montag wird eine Konferenz von militärischen und Finanzsachverständigen in
Paris als Ruhrbesetzungskommission eingesetzt.
Neue Konferenz der Alliierten.
•w Paris. (V. Z.) Havas meldet, daß die Alliierten sich zu einer neuen Konferenz in den ersten Tagen des
Monats Mai in Paris versammeln werden. Nach einer Havasmeldung aus London kündigt eine Washingtoner Depesche offiziell an, daß die Vereinigten Staaten sich auf den Konferenzen über die Reparationsfrage vertre
ten lasten werden.
Eine neue Eutwaff»»»gsuote Frankreichs.
^ Köln. (T. R.) Reuter meldet aus Paris, daß eine neue Entwaffnungsnote am Dienstag nach Berlin ab-
geht.
Die Beratung der neue» Vorschläge.
^.Berlin. (L.-A.) Die Beratungen über d,e Re- parationsfrage wurden am Montag lnnerhalb der Regierung fortgesetzt. Wie von Unterrichteter Seite mit- g^teilt wird, dürsten die Besprechungen sich wenigstens noch bis zum Mittwoch hinziehen.
Die Ligttidatio« des deutschen Eige»t«ms in Fraukrerch.
w Genf. Der „Temps" meldet: Die Liquidierung des deutschen Privateigentums in Frankreich urmmt ihren Fortgang. Die französische Regierungl erwarte», daß aus der MqMermrg der deutsche» Besitztümer dem französischen Staatssäckel nugesähr 18 Milliarde« Franken z«flietzen werden.
Ein fieMülisminiHerium Siegerroold.
w Ministerpräsident Stcgerwald setzte am Sonntag seine programmatischen Besprechungen mit den wem- ,-,„„ M^rsönlfchkgi^n- 4srt^ "öl^-er-^ ttkebsrusom^ vvri- Ministerien aufgefordert hatte. Auch für Montag vormittag sind noch solche Besprechungen anberaumt. Das Kabinett wird ein GeschäftsministeriilM, rn dem Fuch- beck und Am Zehnhoff als Fachmimster Slerben. Es dürfte aber erst im Laufe des Montags fertiggebrldet und am Dienstag dem Landtage vorgeitellt werden.
-x Weiter wird uns hierzu gemeldet: Die ,rraktwns- sitzung der Mehrheitsfoztaldemokraten am Sonntag hat beschlossen, gegen die Bildung emes Nebergangv-lG-.- schafts-) Ministeriums durch Stegerwald keinen Ein- fnruA zu erheben. Damit ist die parlamentarfsche Mehrheft für das neue Beamtenkabinett Stegerwalds vorläufig gesichert. _
Für ein ungeteiltes deutsches Oberschlesien.
«~. Berlin. Für ein unteilbares Oberfchlesien fanden am Sonntag MasseukvRdgevnugen heimattreuer Ober- schlesier im Lustgarten statt. Etwa 15 Mb Perioncn nah- men daran teil. Die in Grotzberlin anmfffgen Obe.- schlesier erhoben flammenden Protest gegen iebe Ab- si^r einzelne Gebiete aus dem feit mehr aly <00 Jahren ' zu Deutschland gehörigen Oberschlesien herauszu- ^ißen Zm AnsMutz an die Kundgebungen formierten sich drei nach Tausenden zählende Züge und zogen unter Burantritt von Musikkapellen die Linden entlang durch ^? Sottet Halleschen Tor, wo sie sich mit einem Hoch auf das unteilbare deutsche Oberschlesien auflöswm ^^^^E Terror bei der Abstimmung.
X ZüriÄ. iF. Z.) In einem Affssatz über die deut- Dokumente über Oberschlesien kommt der Berber Veittreter der „Neuen Züricher Zeitung" zu dem Schluffe daß in Oberschlesien ein organisierter Terror nur von den Poleff ausgebbt worden ist. Es mbt Po- lttikev so beitzt es in dem Artikel, die bei allen berath« aen Anläffen 50 Prozent abznziehen pflegen. Auch wenn Man rabuc. «5*Ä,»JttÄ,*Ja JS'WIIWÄ ÄSÄ’Ä
‘Roien — bie Stimmen der Emigranten ^uszuschclden itvd die Stimmer» der Dörfer denen der Städte vv^u- &S - so übernebmen wollte, so seien die deutschen Stimmen vie wichtiger einzuschützen denn es woll" viel beißen wenn trotz des Terrors bet bet Abstimmung sich die Wage auf Seite Deutschlands geneigt hat.
Die Anfchlutzbev»eg««g i« Oesterreich.
x Die am nächste» Sonntag in Tirol 3aytobeiibc Volksbefragung über den Anschluß an D^ltschland hat bekanntlich eine neue Drohnote gegen Deuttüf-Oeöei^ relck zur Folge gehabt. Um gegen^dtesc^^Y^^Äsche BtSfittt ?sN MTötCÖTCtCM. ÖöHc Ö€T ÖftCTTCl^ttuK vCltHuH Bolksbund zum Sounwg voruftttag nach Den KEvrer- lichtspielen in Wien eine «EroEeEch stark besuchst Bersmnmlung eiuberufeu. In »br wurde ettlstwnmg folgende Entschließung angenommen In den Tagen der größten Not Deutschlands erleben wir dir stärkste österreichische Rnschl«ßbeweg«ns, die ßeohe Mg auf bie seit langem gehegte Gemeinschaft aller Deut
schen. Selbst die Friedensverträge von Versailles «nk
St. Germain ermächtigen uns in den Artikeln 80 un6
88. vom Völkerbund die Achtung des verletzten Selbstbestimmungsrechts zu fördern. Aber nicht die geplante
Volksabstimmung, soudern die in Wien überreicht-
Drohnote widerspricht dem Vertrag: sie verstößt gegen Volksrecht, Völkerrecht und Völkerbund. In treuer Gemeinschast geloben wir, nicht zu rasten und nicht zu ruhen, bis unserem Volke die Einheit nach dem Recht
der Idee geworden ist.
Oesterreich läßt sich eiuschüchterv.
x Wie«. (T. R.) Der B»«deska«zler teilte tun
So««tag dem Vertreter des Korrespondenz-Büros mit Satz das Kabinett unter Sem Eindruck der Ententenote« die Anschlutzfrage endgültig bis September vertagt habe.
Auch der Appell an den Bölkerbnnd in der Anschlntz- srage werde znnächst nicht erfolge».
Die Besolduvgsrefor« ia Oesterreich.
9* Wien. (L.-A.) Die Regierungsvorlage zur Br- soldungsreform der Beamten und der Staatshilfsarbet- ter sieht einen Mehraufwand von 30 Milliarden (!) vor.
Die Trauerferer in Schloß Doorn.
X- In Schloß Doorn fand Sonntag abend eine Trauerfeier für die verstorbene Kaiserin statt. Von den Angehörigen waren der Kronprinz, Prinzessin Viktoria Luise, die Hei^ogin von Braunschweig und Prft» Oskar anwesend. Außerdem waren Prinz Heinrich uns Fürst Fürstenberg sowie eine Reihe von Persönlichkeiten, die der Kaiserin den letzten Jahren nahe gestanden hattten, nach Schloß Doorn gekommen. Nach der Trauerfeier wurde die Leiche nach dem lo Kilometer entfernt gelegenen Bahnhof Maarn übergeführt un»! in den Zug geschafft, der Montag früh nach Potsdar» abfährt. Der Kaiser, der Kronprinz und die übrige« Traueryüste gaben der Seiche das Geleit bis zum Bahp--
Hof.
Zur Beisetzung der Kaiserin.
x Berlin. Die Reichsministerien haben denjenige«- Beamten, die an der Beisetzung der Kaiserin in PotS- baut teilnehmen wollen, für den Bettetzungstag Urla«» erteilt. Der Urlaub beschränkt sich auf diejenigen Beamten, die schon der alten kaiserlichen Regierung cmae- hört haben.
Zur Verhaftung Max Hölz'.
X Mit dem in Berlin verhafteten Kommnnfste»--
weise dafür, daß die russische Sowjetvertretung dem vm» den deutschen Behörden Gesuchten iortgeietzt Amlrechtz in ihren Rälimen gegeben hat. Max Hölz hat bei sein« ersten Vernehmung am Sonnabend die Ausführung von Enteignnngen von insgesamt 785 000 Mark zu gegeben.
Die Gefoljr der „korjanln-liinie".
Das Ergebnis der Abstimmung in Oberschlestenhatz, ein doppeltes Gesicht, ein deutsches und ein polnisches.- je nachdem es von Freund oder Feind Deutschlands ge-> setzen wird. Freunde haben wir wenig, ^einde aber überall, und Feinde sind es, die entscheiden über das Schicksal Oberschlesiens. Was sie abtrennen können vow Deutschland, das tun sie sicher, darüber dürfen wir uns keiner Illusion hingeben. Der deutsche Standpunkt HC
Willenskun
t Friedensverträg klar und unzweideutig dio ^^..^..ndgebung der Einwohner lautetmit MebrheW für Deutschland: geographisch und wirtschaftlich E Oberschlesien ein unteilbares Ganzes. Also kann eS nur eine Grenze geben, — die alte Rerchsgrenze. — Anders ist natürlich die polnische. Beurteilung der MS°- stimmung. Ihre Argumentation ist eine ernste Gefahr- Das „wahre Ergebnis der Volksabstimmung , wie Kor-- santn es errechnet, ist folgendes: vier Krene haben eire polnische Mehrheit. Eingekeilt dazwischen liegt ba» Industriegebiet, um das letzten Endes der ganze Äamr? gebt. Im Industriegebiet haben die großen Städte überwiegend deutsch gestimmt die kleinen Landgemeu - den aber volUsich. Mit Hilfe dieser vier polnische» Kreise und der polnischen Landgemeinden gaben nu * die Polen aus Oberschlesien ein „polnisches Mehrheit-.-- gebiet", die sogmannte Korfanty-Linre, beransgerechn.. dieser polnische Mehrtzeitsblock umfaßt das Land reck .» der Oder fast bis Oppeln und den größten südöstlichen Veit — reichlich zwei Drittel Oberschlestens. Die^polnischen Berechmmgen für dieses „Mehrbeitsgebiet ergeben 51,6 % Stimmen für Polen. .
Dieses Mehrbeitsgebiet soll auch ern natürliche Komplex sein, dessen Geschlossenheit öilrch ethrwgrarh sche, geographische, geologische und wirtschaftliche Beu- hältume gestärkt würde Auch by dann ^mrtfclümck zufallende Teil auf dem linken O Arufer und im Norden sttt ein in sich geschlossenes Gebiet, das durchaus e^ selbständiges Leben zu führen vermöge. — Es wa. verkehrt und ein grober Selbstbetrug, wollte nmn diese polnischen Teilnngsvorschlag als ein bloßes Zahttne verkment zu Propagandazwecken bewert^. ®O » Borschlag Korfantus, den er auf Aunorsermrg Rvnds der interalliierten Konnnission unterbrettet b ES ist Sie Mindestforderung der polnischen Regier-
An uns aber ist es, der Wett zu zeigem-atz : «na hem Körper Oberschlesien nickt einen Teil nach
auS Sem Körper Ober-,.-,........ ^--^— ^
fallen einfach Hermtsschneioen und herausrMnen k<-
- ' -it von 51,6 % ergibt, Satz ''
Iridustriegebietes nicht ei’
der eine polnische M die deutsche Mehrhet drrrch Znsammenfaff »en auf dem Papier Wett schaffen kam».
Mehrheit«- en und a»! ^ e körmen wir nur,