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f. J^i»w».^».^ j Amtlicher Anzeiger für den Kreis Hersfel- ^.b^«.“»^. , :
N» 02 Donnerstag, den 21. April 1921
W stiisllslerung des kolSSezwnüss.
Haveustein über die Unmöglichkeit der Forderung.
^ Die Entente fordert, wie gemeldet, die Ausliefe- ^ima des Goldbestandes der Reichsbank. In einer Un- -^redung mit dem Mitarbeiter des „B. T." wandte sich ^ieichsbankpräsidcnl Haveustein gegen dieie Forderung, indem er erklärte: Bisher habe ich noch keiue offizielle Mitteilung über die neue Ententeforderung erhalten. Meine Kenntnis stützt sich daher nur auf das verösfeut- Kchte Telegramm des WTB. Auch das Kabinett hat Kj bis jetzt noch nicht an mich gewandt. Ich persönlich lte jedoch die Forderung nach Auslieferung unseres Goldbestandes für eine völlige Unmöglichkeit und ihre Erfüllung für völlig ausgeschlossen. Sie würde die Verdichtung unserer Valuta und unserer Wirtschaft zur Folge haben. Erneuter Sturz der Valuta und gleich- reitiqes Heraufschnelle« der Preise zu unerschwinglicher Höhe würden eintreten. Die Stimmung im Kabinett W mir noch nicht bekannt. Doch datf man wohl als ziemlich sicher annehmen, daß die Reichsregierung diese Forderung unbedingt ablehnen wird. Lange Kabinetts- deratungen dürfen sich angesichts der Unsinnigkeit des Verlangens der Entente erübrigen. Sollte mich das Kabinett noch um meine Ansicht befragen, würde ich mich selbstverständlich auch dort in diesem scharf ableh- «enden Sinne aussprechen. Es wird sich wohl hoffent- «ch und kann sich auch keine Regierung finden, die sol- cher Forderung zuzustimmen in der Lage wäre. Die Hier erörterte Forderung ist meiner Meinung nach nur »ine der zahlreichen anderen, die man in den nächsten Wochen noch an uns richten dürfte. Sie ist gewisserma- -en das Alpha im Alphabet und ein erneuter Beweis, wie die Entente ihre Versuche, Gewaltpolitik zu treiben, Hntsetzt. Wenn jemand fragen sollte, ob wir lieber die Folgen einer Ablehnung des Enenteverlangens auf rms nehmen wollen, so kann man nur darauf erwidern: Ruwögliches auszuführe«, ist eben unmöglich.
Ultimatum an Deutschland.
m> Der Wiederherstellungsausschutz hat am Dienstag _ ^?en Brief an die Kriegslastenkommission gerichtet, in i^ljr vieler uiii ge!e^.^-^ves^^.'HDAM^^K^L)KÄA-'--- • —,^...., ^ ^. ^s üg die Note der Wiederherstellungskommission itber die Zahluna der im § 235 des Friedensvertrages von Ver- Nilles vorgesehenen Beträge ablehnend beantwortet habe und sie somit ihren vertraglichen Verpflichtungen nicht nachgekommen sei. Der Wiederherstellungsaus- Mutz habe infolgedessen, um die ihm gemäß Artikel 23a des Vertrages zustehenden Privilegien wirksam zu ge- »alten, ohne jedoch dadurch evtl. Beschlüssen der alltter- kn Regierungen in dieser Frage vorgreifen zu wollen, -ie deutsche Regierung anfgefordert, als Sicherheit »ud Bürgschaft den Metallbestand der Reichsbank unver* füglich an die Zweigniederlassungen der Reichsbank in Sölu und Koblenz abzuführen. Der Metallbestand lönne auch weiterhin in den Bilanzen der Reichsbank Raurieren, jedoch könne die deutsche Regierung ohne Wie vorherige Zustimmung des Wiedergutmachungs- Esschusses über die Beträge aus dem Metallbestand Nicht verfügen. Sollte die deutsche Regierung „sich wei- gern, diesem Ersuchen nachzukommen, so würde der Wiederherstellungsausschutz gezwungen sein, in Ueber- einstinnnung mit Artikel 235 des.Frwdcnsvertrages von der deutschen Regierung die sofortige Aushmrdi- «tua des Metallbestandes der Reichsbank an den Wie- »erherstellungsausschnß zu fordern, ^n der Erkenntnis der ernsten Lage einer derartigen Aushändigung Habe er sich jedoch augenblicklich damit zufrieden gegebn, die Uebersührung des Metallbestandes der Reichs- bank nach Köln und Koblenz zu fordern. schließlich ÄM»
bis zum 22. April.
Das Reichskabinett lehnt die Goldaustteferung ab.
»* An den Berattmgen des Reichskabinetts über die Ententeforderung nach Auslieferung des deutschen Goldschatzes nahmen auch die Vertreter der Großbanken und der Reichsbankpräsident teil. Die ablehnende Stellungnahme der Reichsregiernng ist bereits dem französischen Botschafter bekannt gegeben worden, der die Ärderuug übermittelt hatte. Der Botschafter kün- diate^für Anfang nächster Woche die offizielle Enten.te- an die nach seiner Information Deutschland eme . Frist zur Anrlahme der neuen Forderung stellen würde. Der Botschafter bezeichnete noch die neue Forderung als unwiderruflich.
Franbrekchs Freude über Amerikas Nückkehr.
^ «aris. Die Meldung des „Matin", daß Vertreter ser Vereinigten Staaten wieder an den Beratungen der Reparationskommission und der Botschafter»onst^ renz teilnehmen werden, ist von allen französischen Zei- Bt^ä «Sf &»"SÄ Sff»rÄ«’®Ä»Ä genommen habe.
Amerika lässt Frankreich freie Ha«d.
^ «aris. Ueber die Haltnng der amerikanischen Re- aieruna gegenüber Deutschland melden trmizöstsche Zei-
w
land augehe und ein Eingreifen Amerikas von Frankreich peinlich empfunden werden könne. Nur wenn die Alliierten die Vermittlung oder ein Schiedsrichteramt wünschten, würde stch Amerika dieser Aufgabe unterziehen. In diesem Sinne schreibt der „Neuyork Herold".
Amerikas Haltnng tu der Neparationsfrage.
** Neuyork (F. Z.) Von einem formellen Vermittlungsvorschlag Deutschlands ist hier nichts bekannt. Man kennt nur die unbestimmten Bc-rliner Andeutungen. Die Washingtoner Regierung nimmt daher hierzu keine Stellung. Nur der Schatzsekretär Mellon bat erklärt, daß, wenn Deutschland vorschlagen würde. die Schulden der Alliierten zu übernehmen, Amerika ablehnen werde. Die Zeitungen geben diese Aeußerung ohne Kommentar wieder. Die Neparationsangelegen- Heit wird durch die Aapkrage überschattet, in der die Zeitungen die Regierung einhellig unterstützen. Die Ävmmissionsberatung der Resolntion Knox wurde wieder ausgenommen, jedoch liegt die Annahme durch das Plenum noch in weiter Ferne.
im Paris. Nach einer Meldung aus Washington hat sich die Mehrheit des Senatsausschusses für auswärtige Angelegenheiten gegen eine Vermittlung Amerikas ausgesprochen, weil sie der Ansicht ist. daß die-Vereinigten Staaten auch hier den Standpunkt vertreten müssen, der sie beim Eintritt in den Krieg gestihrt hat.
Ein französisches Urteil über den Wiederaufbau.
m Paris. Die „Humanitee" hat ihren Mitarbeiter, der bei dem verunglückten Versuch wegen staatsgefähr- licher Umtriebe verhaftet worden war, aber wieder frei- gelassen werden mußte, zu einer neuen Studienreise durch die zerstörten Gebiete entsandt. Er erzählt sonderbare Dinge über die Art, wie die Arbeiten des Wiederaufbaues durch Schieber und Spekulanten verzögert und ansgenutzt werden. Sein Urteil läßt sich in folgenden Worten Zusammenfassen: Die Leute, die am Wiederaufbau gewinnen, haben keinen Grund, ihn zu be- schlennigen. Der Krieg hat 4 Jahre gedauert, der Aufbau wird mindestens 20 Jahre dauern.
Regierung mehrere Programme aufgenem yar, unter denen die alliierten Regierungen eine Auswahl treffe«; können. Es heißt, daß der weitgehendste Borschlag dahin geht, eine Pauschalsumme zu zahlen, die in den er» sten 5 Jahren feste Zahlungen vorsieht, und zwar t» den ersten 2 Jahren je 2 Milliarden Goldmark, im 3, 4. und 5. Jahre je 3 Milliarden, also insgesamt 13 Milliarden Goldmark in den ersten 5 Jahren.
England nimmt an der Nnhraktio« nicht teil.
•m London. (V. 3.) En lands Stellungnahme zur
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dahin gekennzeichnet, daß Größbrttl-.unien an ver ge- plmrten Okkupation des Ruhrgebiets durch die Franzosen nicht teilnehmen wird, daß aber zwischen Paris und London völlige Harmonie besteht. Der hauptsächliche Grund, warum keine britischen Truppen daran teilnehmen, ist, daß England keine zur Verfügung hat.
Untersuchnug der dentschen Leistungsfähigkeit.
m- London. (B. T.) Aus Washington berichten ^bie „Times", daß erst am Dienstag die informatorischen Mitteilungen von den deutschen Vorschlägen tn Washington eingegangen sind. Ein unparteiischer Ausschuß sei einberufen worden, um Deutschlands Hilfs- anellen zu untersuchen und um die Grenzen festzustellen, innerhalb deren Deutschland zahlen könne, ohne daß seine Industrie zu Gründe gerichtet werde.
Einspruch Deutschlands gegen die Zwangsmatzuahmen.
■m Rotterdam. (Tg.) Die „Morningpost" schreibt, datz die deutsche Regierung gegen die von Briand ange- kündigten neuen militärischen und wirischastttchen Ztvangsmatznahmen Einspruch in London erhoben habe, weil sie eine Verletzung des Versailler Vertrages seren. Ebenfalls sei eine Vorstellung Deutschlands in Genf erfolgt.
Nur eine Spekulation?
im London. Der Berichterstatter der,„Daily News" meldet, daß amtlich in Abrede gestellt wird, die Alliierten hätten beschlossen, sich des Ruhrgebiets zu ermächtigen. weil Deutschland seinen Verpflichtungen nicht nackkomme. Derartige Berichte mrs Paris werden als Spekulation bezeichnet.
Polen darf Nicht fehlen.
m Nach einer Meldung aus Warschau kündigte der polnische Anßenminister den Beitritt Polens zu den Borschlägen der Entente an, auf alle deutschen Waren eine äbmozentige Abgabe zu erheben. Polen w^d die Abgabe erst nach der Entscheidung über Oberichlesien einführen.
Die Beratung der deutschen VarschlSge beendet
<m Das Reichskabinett hat am Dienstag seme Beratungen über die neuen Vorschläge an die Entente beendet. Aller Voraussicht rrach wird die Verolferttlichung der deutschen Vorschläge erst nach ihrer Ueberrelchung in Parts, das ist gegen Ende der Woche, erfolgen.
m Aus Paris wird gemeldet: Die deutsche Regierung beabsichtigt, einen Wiederaufbauplan für die zerstörten Gebiete vorzulegen. der eine BeteMgung der deuts^n Arbeitskräfte und Lieferung von Rohstoffen Wr Er- trägnissen vorsieht, außerdem eine Beteiligung der Alliierten an dem Gewinn der deutschen Induftrteunter- nehmungen, und zwar bis zu einem Gesamtbetrage von 30 Prozent. Schließlich würde Deutschland die Ententeschuld gegenüber Amerika auf sich nehmen und deren Zinsen tragen.
Was man in Frankreich erwartet.
m Die neuen deutschen Vorschläge werden schmr am Mittwoch in der französischen Hauptstadt erwartet, nachdem sie am Dienstag von der Berliner Regierrtna fest- aesctzt worden sind. Die französtsche Presse glaubt be-
land melden französische Zet- dem ste am Dienstag von der Beruner memer, der deutschen Kriegsschulden gesetzt worden sind. Die französtsche Presse gb den Alliierten und Deutsch- reits in der Laae zu fein, mitzuteilen, daß die
deutsche
Jukrafttrete« der Zollgrenze.
*♦ Am Dienstag um Mitternacht trat die rheinische Zollgrenze in Kraft. Die Zollbeamten beginnen sofort, mit der Erhebung der Abgaben, die den Beötngunge*- der „Sanktionen" entsprechen. Um 12 Uhr nachts umr-1 den alle Gitter, die über die Grenze kamen, der Zoll-, abgabe unterworfen. Hauytstelle im besetzten Gebiet tW! Ohltgs, wo Offiziere den Dienst versehen Bom 20.» April müssen alle Frachtbriefe von Zollinhaltserklärungen begleitet sein. Diese Erklärungen müssen die rich-, tige Einstufung nach dem deutschen Tarif enthalten. Ti« Zollkontrolle der Personen-, Eil- und Güterzüge erfolgt in Ohligs, die des Güterverkehrs in Oplaben Da» Zollamt in Opladen ist durch viele deutsche und mehrerm englis^ Beamten verstärkt worden.
Die Zollkontrolle.
e* Goldstein. (F. Z.) Der für den 20. April anoe« kündigte Eintritt der Zollgrenze hat sich in den frühen Morgenstunden noch nicht bemerkbar gemacht. Eine Zollkonttolle hat bis jetzt noch nicht stattgefunden. Es sind ledtglich, wie schon sei einigen Tagen, zwei franzS»« fische Beamte anwesend, die aber kaum ausreichen dftefr ten, eine Zollkontrolle vornehmen zu können.
■m Frankfurt. Die Zollstatione« am Rhein sind W Kraft getreten. Die Zollstattonen sind von französische» und deutschen Beamten besetzt, die aber noch keine I«-» strukttonen erhalten haben. Für die Strecke Frankfurt- > Worms ist die Zollstatton auf dem Bahnhof Goldfiett^ für die Strecke Frankfurt-Köln in Köln, für die Strecke; Wiesbaden-Limburg in Höchst und für die Strecke Tau- nus-Rödelheim in Rödelheim. Die französischen Sol-. baten kommen von der spanischen Grenze und find übe# ihre Versetzung nach Deutschland wenig erbaut.
** Maiuz. (F. Z.) Bon einer Zoll-Kontrolle zwischen z^4/7ÄÄsl^^z^ ^».^^ LL>L«tt. b»5 v«v der E«-- ^.
tenie in Ausführcmgen de- Londoner „SauMdueu- m» Mittwoch eingerichtet werden sollte, ist tn den frühe» Morqenstunden noch wenig zu merken. Der Verkeb» ist nicht beeinträchttgt. An den Uebergangsstationen M lediglich der übliche Aufenthalt von wenigen Minuten. In den Schnellzüaen wird eine Kontrolle des Gepäck* rvagenS nur durch einen französischen Nnteroffizie* ausgeübt. Eine Revision des Handgepäcks findet nicht statt. Bei dem Güterverkehr macht sich ein größerer t* dem Fahrplair nicht vorgesehener Ausenthalt bemerkbar.
Die Wirkung der Ausfuhravga-e.
m- Rotterdam. lD. Z.) „Daily Ehrmricle" melbeL. Saß seit Ankündigung der 50prozentigen Abgabe anr deutsche Waren die deutsche Ausfuhr über grotzbritau-^ Nische Häfen um mehr als 60 Prozent zurückgegangeM sei.
Das 5kefleltreibe« der frauzöfischeu Presse.
Die französische Presse beschäfttgt sich lebhaft mit der Frage, was Deutschland zu tun gedenke. Das »Journal" sieht eine Ministerkrise vor dem 1. Mai voraus. Im besonderen geben die Blätter ihrer Frerrde darüber Ausdruck, daß alle Versuche Deutschlands, einen Bermittler in der Schweiz, beim Vatikan oder in Amerika» zu finden, gescheitert waren. Uebrigens dementiert der». Vatikan offiziell die Nachricht, als ob er um irgendeirre» Vermittelung angegangen worden sei. Im „Echo de» Paris" wird rund heraus erklärt. „Alle Vorschläge, die Deittschland machen wird, werden die einstimmig? Ablehnung der Alliierten finden." Man erklärt, er gebe nur ein Mittel, durch das die Zwangsmaßnahmen, verhindert werden könnten, wenn nämlich Deutschlan» die Endsumme, die es zu zahlen bereit sei, festsetzt. Au? eine Schuldenübernahme au Amerika will man sich nicht einlassen, und Pertinax im „Echo de Paris" hat eidlich den Mut, zuzugesteben, warum Frankreich der erf Gläubiger Deutschlands bleiben will: Frankrei. , werde sich niemals seine Ansprüche gegenüber Deutstü land Nehmen lassen und auf sein Recht direkter Berfrn gung vetzichten.
Bor der Göfuna der kaSineitskrill
w Skachdem durch die Weigerung der Demokratische!' Partei, an einem Geschäftsuttutsterimu teilzunehme dem die Svzialdemokmtte ihre ZuMmnmnq versag!, auch die Bildung eines Geschäftsministeriums gescheite: war, hat Ministerpräsident Stegerwald nnumeyr bei Plan einer Minberheitsregicrnug in den Vordergrur gestellt. Seine Bemühungen gingen am Dienstag da hin, ein Minderdeitskabinett lediglich au§ Zentrum in Demokraten zu schaffen, für das für Beamtenfachmin stet Fachleute in Aussicht genommen sind. Wie Die" tag abend verlautet, haben Zentrum und Demokr- sich mit diesem Plan einverstanden erklärt. Es war mmmebr auch Berhandlunaen mit der Deutschen Bo partei und der Sozialdemokratie augeknüpft, die d »eil. einem solchen Kabinett zum mindesten .
livollende Nentralttät zu sichern. In später AN stunde verlautet, daß die Bildung des Kabinett großen nnb ganzen bereits vollzogen sei und tm &- des Mittwochs besannt aeaeben merk»-» con wo.'rSin .» ,