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Hersfelöer Tageblatt

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% A ! strllnng ins Haus. <- druck und Verlag von Ludwig -

/imtkcher Mnzerger für den Kress Hersfel- L^^^^______|

Nr. 94

Sonnabend, den 23 April

1931

Mchianüs Bitte um kZiMtew«.

»iNf Gnade r^d Ungnade an Amerika ausgeliefert.

Die Reichsrc^ierung hat an den Präsidenten der

- reinigten Staaten folgende Note gerichtet:

Fm Namen der deutschen Regierung und des deut- ax« Volkes beehre» sich die Unterzeichneten, trotz des vrmell noch bestehenden Kriegszustandes an den Pra- ädenten der Vereinigten Staaten von Amerika den An- >raa zu richten, in der Reparationsfrage dre Berm»tt- lrma zu übernehmen und die Summe festzusteken, d e Dentschland an die alliierten Mächte z« zahlen hat. Wrr f»recbeu gleichzeitig die dringende Bitte aus, die Zu- Kimmung der Alliierten zu einer solchen Vermittlung ^^Dabei^erklären wir feierlichst, t>atz die deutsche Re- «ermig ohne Einschränknngen oder Vorbehalte bereit und willens ist, den alliierten Mächten d'emmge Summe als Reparation z« zahlen, ine bei vra- Went der Vereinigten Staaten «A,* f^^^^? -N k«»q und Unter,nchnng recht und billig befinden sollte. Sie verpflichtet sich hiermit ansdrückstch, seinen ^chieds- lprnch, wie er auch kanten üiöge, in allen Ernzelherteu sowohl dem Buchstaben wie dem Geiste nach zn erfüllen. Tjef durchdrungen von der inneren Berechtigung dieser Bitte und unzmeiielbaren Aufrichtigkeit, unterbreitet ^8 deutsche Volk durch seine nerfGi?ini^ma£^

rititö dem Präsidenten der Vereinigten Staaten d.u »l«>-. *-** (ää si0At hie w d er st cb tlieh c ^wffnunct 6 iv ©ewdb" Ä Ser K auf Ätz nach Siecht nnd Gerechitake t JHf endgültige Entscheidung gefällt werde, zur ENÜl- luna tieigesüblter Wünsche aller zivilisierten Natronen, 5? «Lüd!L »fei, »« »i*ä Zwanasmaßnahuieu und zur HerbeKthrnn« d s aue-

Kens der Welt.

Reichskanzler Fehrenbach

Reichsnriuister des Auswärtigen Dr. Snnvns.

rund feiner ... . eine e«dgiiltlge

Berliner Pressestimme«.

our deutschen ülote, die Amerika als Schiedsrichter Altruft, schreibt dieDeutsche Allg. Ztg" u a.: Auch für »eir daß der amerikanische Prandent dem Appell »er deutschen Regierung Folge leistet, dürste nurn kaum Mntü bie ^ in erster Linie die französische Regierung, aus die Wetterführung der Zwmtasmatznähmen vorläufig verzichten werden. Räch

Setcs bemächtigen. Den Polen möchten ne ber dreier L Lnhe 'Obe schrien zuschanzen, ja wgar die Tschccho-Slotvakei soll dazu verlockt werden, in den

««WW^Ä^ « L« gÄÄÄ'SSV« S vor eine vollendete Tatsache gestellt worden dw ,^ rviitftereit aber nicht mehr andern kann. Vor teilte äreS Bern,nilich ist die Bitte an Har- ding eine Wiederholung der so unglücklichen Pttte ai Eon ein Schlag in ö Wasser, denn Herr Harding niird voraussichtlich ablelmen in Rücksicht am den beste- benden Kriegszustand und mit Rücksicht nur die (freu»i' ^^"n äeu M erien Staaten, insbesondere zu Frank­reich! ^as durch B-imd sich jede Vermittlung verbe- * E' ^crinania" schreibt: Es ist gewiß ein unge- tfS^cÄM ÄS*. «W SÄS«Ä

88 zuges« dan jedes erlaubte Mittel und ,ei es ÄSÄÄ ?'Ä'SS8?> das den sche Volk das Zutrauen lmben, das; M M Sioranssehuugen und möglichen folgen, des Schrittes S1 ermosteit haben, der zum tweüe» Mal das LkMNml des deutschen Volkes in die Hände des mach' Eclün des u wi Ozeans legt. Man wird gut ^ f^ b^ ^die jeden Deutschen bei der Erinnerung an die erste amerikanische Enttäuschung überkommen müssen, zu unterdrücken und darauf ou JSS U B und.Gerechtigkeit noch nicht in der ^\^^^ sagt- Das Programm an den Präll^nEn Harding ist der höchste Beweis des Ver- ttamus den jemals eine Nation dem Oberhaupt einer linderen Ration dargebracht hat. Amerika war un Kriege der Verbündete der Staaten, die letzt Deui,^ r i r.Affttitfii Hnh inall tveis; tu Deuticlktand, daß der^Präsideui Harding den ehemaligen Alliierten Trotz Abseünuttü des Versailler Vertrages eine üarke der rlvlcbuuug c^ Dentschland aus

S«ulvaw &« !xaten des Präsidenten Har- .i.L(^n Ärm?^ das; er und seine Mcnierltzia die Grundsätze des Friedens und der Welt- Regierung om cc Erwägungen stellen. "dmmg ^^»l'Är Die deutsche Regiermng

. *firviniitiirh dessen oekgeWisseri haben, daß Herr nurh fi* OotuHl1^ ^K nicht gleich an 0er .^attmifl d^e au .rum urtudestcu darf sie aus- ?LLn^jslm°».-!,--

«S la5ÄÄ"S« SÄÄl*TM H»°NN' M' «EUM.f.

. nttnwt und die FrtttiakE^u'vec'>-n<.!-l. und - daß die Eutente sich bereit erklärt. ' eie t als Tsm-dc-ZM'er au- zuerkenueu. Der Vertrag von Verwilles kenn; bc- kanutlich ein solches SchiedsriWe:--nm nicht. Er stellt Deirtschlaud unter die Allgeivalt der Reparattonsko:;! mission, die wie ein SoudergeTän ohne Zulassung 8 irgend einer Berufung urteilt.

Die deutsche Note in WaHrrrAmr.

W Frankfurt. DieBasier NaSrichten" melden aus Neuyork: Die auswärtige Kommission des unter : fanifebett Senats wird erst alle Sonnabend zu dem t- nt- i scheu Bermittlnngsvorsck'lag Stellung nehme«. 4to der Neuyorker Börse fällt die Mark weiter. Der Staats- ! sekretär Hughes erklärte am Dounersiag im Seuatsans- schuß kurz, daß der ersten indirekten Aure"v.ng Dercstch- landS eine ausführliche NoT aefolgl sei, ßT B-acoMug verdiene, da sie Borschläge enthalte über die Berband- hiHgcn, die mit den Alliierten aufacnommen ieien.

Die Ueber ras thu »8 der Parteiführer.

w Berlitz. In der Besprechung der Parteiführer bei Dv. Simons wurde von är. -hrheitssozia-de.:;c-kratttchc. und deutschnationaler Seite an dem Schritt der deut­schen Regierung Kritik geübt Der Abgeorducie schcide- mann äußerte sich außcror-'cittttch ckevttim über ven Wert deS Appells au Harding. und der Äogeerdverc D-. Helsserich lehnte es ab, aus eine Diskus!ou des ^ckunle- einzugehen, der seiner Ansicht nach der m-. Zuhstc von allen wäre, die getan werden könnten. Er lehnte du-, umsomehr ab, als die gartet jähr er vor eine rollenden Tatsache gestellt worden sind. Im Verlauf der Bespre­chung stellte sich heraus, daß der Vatikan dreThm über­tragene Vermittlung bei Harding mit der Begründung abgelehnt hat, daß durch die F »diskretion öeuUaKT Presseorgane von vornherein die PcvgUcokeu erncS er­folgreichen Schrittes ansgesä-aiiei werde. Die Vertre­ter des Zentrums gingen lediglich am die teronmac Be­handlung des neuen Schrittes der Regieriiug ein. Es wurde schließlich miverbindiiw vereinbart daß der Reichstag am Freitag zunächst eine Erklärung des . RerchSaußeumintsters entgegemtehmen, deren Be­sprechung jedoch nicht im Plenum, fouderu im Ausnc.r- tigen Ausschuß stattfinden soll. Aus dein ^erlaufe der Besprechungen gewann man den Eindruck, Mb auch die

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Die Antwort der amerikanischen Regierung.

^ Berlin. Die "lutwort der amertkauischen Regie­rung hat solgenden Wortlau!: Die ameriknnifche Re­gierung ist nicht in der Lage, ihre Zustimmung dozu zu geben, in der Revaratiouötrage direkt zu.vermitteln. Sie ist durchdrungen von dem Ernst der aufgeworfenen strafe und deren Bedeutung für die Mn.n -belt. . ^ ie Vereinigten Staaten sind selbst stark an einer.daldrgen und gerechten Lösung dieser Frage. urter^stert. ^Te amerikanische Regierung wünscht dringend eine wfom tiae Wiederaufnahme der Verbaudluugen -tut, Bot Mederholt ihrer ernsten Hofstumü Ausdruck, daß die deutsche Regierung schnell Borschlage sormuneren möchte, die eine aemisie Gmindlage bieten. »ölte die deutsche Negieren diesen Weg einschlagen, wwilldtt auwrikanische Regierung tu Erwägung P^en, die Ange- legeuheiten den alliierten Remerungeu m einer für diese annehmbaren Weise zu nuterbreitcu, damit dw ^erhand- lmigeü bald wieder aufgenoviNien weiden können.

15 Milliarden Dollar Entfchildiqnug.

^ Washington, lF. 3.) .Wie h-ilbanuttch a«- acdeutet wird, teilte Harding dem iranqüstscheu Mttl>m r, li!'Hki^l>nit>u Millerand mit, daß ein Betrag von 15 Nil- liarderr Dollar wahrscheinlich Deutschlands höchste Ln- ktuuasfähiakcit darstelle. Diese Summe hat auch ein amerikanischer Wirtschaftssachverständiger, der MttgNed h-r »ubelcaatron war, berechnet. Die Rcsoltt- H»ä *K«or wird weiter verlegt, iede»lfai!s Gegen, der Verhandlungen, die hinter den Kulissen statt,!u e».

Die Ausiaönng der französischen Presse.

^ Zürich. DieNeue Züricher Zeitung« meldet au- Barts- zu einem Neuyorker Telegrauim desMatin des Temvs" ivird erklärt, daß Dciitschlands neuer Schritt nur Aussicht auf Annahme durch die Alliier en lmbe ine Bit die Militärischen BZchlüiie der - .llner teu nicht aufgehoben zu werden brauchen, r -e deutichc Zu- stimiunug zu den evtl. v"nHmding zu machen den ^r schlagen müsse bis zum 1- Mai in Pari- fein.

Der Wiederaufbau^orschlag Deutschlands.

z m Anschluß alt die deutsche ^Rote an Hardkltg mF'! »s-u« « * ä;&Ä eine dentsche Rote aGeheu, in der Zoischlage für öc.. Wiesetanfban Frankreichs gemacht werden. HU dieser

. SSÄ-JÄ1» »Ä der Oefsentlichkeit bekannt äegebcn n^dcm

. BorheBge Fühlnugnahme mit WasSrngton

-t Berlin. Die.^ deutsche Regrerultg bat sich Alt i ne. Bitte au Harding nicht ohne vorherige Nthmugucchmc mit'ÄU*8 »x-s-iK- M£ sich dort nicht abgeneigt ltz^igt habc, da v- utt» er Wiu'sche einmal airzuhörem^iese Nachricht durch den Entschluß der WashMgtoner ^ stütigt, nur ist zu bedcukeil, da« dem ^ ding die deutschen Vorschläge nicht genügend nar muvr breitet morden sind.

Die Ablehnung der BermMlung Amerikas.

)* Havas meldet aus Neuyork: Fm Senatsausichuä (tihe Hughes die ablehnende Antwort aus ein deutsches Permittlungsersuchen mit. Nach den Ausführungen des Staatssekretärs wird die Ablehnung der deutschen Ber miitlni'gSvorschläge ausführlich begründet.

w SerHerald" meldet aus Washington: Die ao- lchncude Antwort auf die deutschen Vorschläge wird da­mit begründet, Mb Amerika nur an einer Vermittrung mitivrrfen könne, die von allen Vertragsstaaten gebilligc würde. Die deutsche Mark beginnt in Renr.ork m fallen.

Kein Anfschnb der Zwangsmatznahnten.

»m Aus den Berichten über die Sitzung des Unt«- hguses und der Rede Lloyd Georges meldet Reuter, da« der Premierminister keine Vertagung der am i. Mar einkMenden Zmangsinatznahmen gegen Deutschland in Aussicht stellen konnte. Die erwarteten deutschen Ge­genvorschläge hätten sich solange..verzögert, daß ittl^t nicht mehr die Beschlüsse der Alliierten abwenden könn­ten. die in der Besprechung in Hothe ihren Abschluß fin­den sollen.

Die miltiärischeit Vorbereitangeu in Frankreich.

^ Wie aus Karlsruhe gemeldet wird hat der Zivil- kommissar kür das erfaß ein Verbot der Nachrichten über TruppenbApegtingen bis zum 10. Mai erlaue«. Die . Neue Sirastburger Zeiinug" meldet, daß hinr neue ÄolsuialreMmenter über Stratzburg und Dcetz m das besetzte deutsche Gebiet abgegangen sind. An den Rhenr- Übergängen haben die Frauzolen Artillerie «uffahreu

lassen.

Keine Mssicht auf friedtichen Ausgleich.

x Aus Paris wird gemeldet, daß jede Hoffnung «uf einen friedlichen Ausgleich zwischen der Eiltente und Deutschland ohne Nnweudnng von ZmangSmatzu.abmen qeschit'unden ist. Wenn Toutichland der Lage Rechmnrg tragen wollte, so würde es nicht so viele Ausslüchre iu- chen, sondern seinen guten Willen mit ehrlichen und of­fenen Absichten zeigen.

Amerikas Bedingungen.

w Italienische Remerungskreise sind der . Ansicht, daß die Folgen, die sich durch den Wiedereintritt Anre» rikas in den Obersten Rat ergeben folgende iem wer» beu: Ueberprinung des Völkerbundsvertrages Wieder- aufrolluna der deutschen Entmafsnungssrage und der Krieasfchükdeo '.^ cättweten Bei der Vcgeiuna der

^ Nach einer Anköudigullg des frauzösischen Bot­schafters in Berlin ist eine Note an Deutschlaird gegen die deutsche Nntcrstützmtg der Anschlußbewegung in

Oesterreich uniermead.

Frankreichs Ausfuhr deutscher Pflichtkohle«.

s^abön. lF. G -AT Die Transportarbeiter umt Süd-Wales haben beschlossen, keine aus Deutschland, Frankreich oder Amerika summende Kohlen mehr M befördern. Die Auwendung des Beschlusses auf die aus Frankreich kommenden Kohlen zeigt deutlich, welchen Umfang der Handel mit den deutschen Wiedergurma- chunqskohlen augenmumen hat. Am Sonnabend findet die Konferenz der Regierung mit den streifenden Par­teien statt. Die Wiederbeschästigung der streifenden Bergleute wird aus große Schwierigkeiten stoßen, da nach vorliegenden Meldungen 45 Grrrben überschwemmt

sind.

Englische Borftellnuge« in Paris.

»» London. Fm Unterbnuse sagte Hamswortb aus. eine Ansräge, bei der iranzösisiben Regierung seien we­gen der Kritik mehrerer französischer Blätter an der in­neren Politik Englands und an der Politik der Allst or­ten offizielle Vorstellungen erhoben worden.

MederwrZhl Skegermalds.

Der preußische Landtag hat in feiner Sitzung am Donnerstag die durch den Verzicht notmenbiß gewordene h'euwabl des Ministerpräsidenten vorgenmumeu. Der Wahlakt dauerte fast eine Stunde. Um 2,10 Uhr ver­kündete Präsident Leinen das Ergebnis. Danach und ;',71 Stimmzettel, darunter 22 unbeschriebene, abgegeben worden Von den 349 abgegebenen Stimmen haben er­halten: Wohlsahrtsmiurper Stegcrnwld 227, der Sishe- rige Miniiterpräsideitt Braun 100, Slbg. Ludnug iU-tabb i 21 tutb Abg. Busch lZentiT t.

Ministerpräsident Stegerwald ist also iviederge- wäbit ' Für ihn haben die Dcutschnationaleu. die Deur- sche BölkspäAei, das 3ewnni und die Demokraten ge- iUmmt. Das Ergebnis der Wahl wurde vom Hause mit Tube ausgenommen. Ministerpräsident StecvenWö Wi' d sein Kabinett am Freitag.dem Landtag vorstellen. Wie von unterrichteter Seite verlautet, ist als Minister des Fuuern an Stelle des Reichsministers a. D. Schiffer Oberbürgermeister a. D. Dominikns in das neue Rnni« fterium eingetreten.

Stegerwald über sein Ziel.

Das neu gegründete Organ der christlichen Ge.'v?rk- schastenDer Deutsche" bringt einen Artikel des preußi­schen Ministerpräsidenten Stegerwald, in dem er die vom sozialdemokratrscher Seite aufgefießfe Behauptung, daß das ganze Ziel der lebten Wochen daraus angelegt ae» wesen sei, die SöLtaldemokratie aus den preußischen M - Historien hinaus zu manövÄeren, alK.eme Umbiegnna der Wahrheit oder als abnchlliche VErken­nung seiner grundsätzlichen Einstellung zu dicker Kcage scharf zurüctweift Unter Hinweis auf die gewaltige