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KersMer Tageblatt
; Anzeigenpreis für die einspaltige Petitzeiie »der ♦ - deren Raum io pfennig, für auswärts so Pfennig, : : 6b Reklamezeile 1.50 Mark. Bei Wiedecholungen: 1 Nachlaß. ❖ Kür die Schriftleitung verantrvsctllch • r Kranz Jans in tz-rsftlS. Zernfprecher Nr. S. :
yrrsfeiöer Kreisblatt" IsssBES
Amtlicher Anzeiger für den Kreis Hersfelü i^V^LL^^M"^
Rr. 110
Freitag, den 18 Mai
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liess toterem der filliterten
Teilnahme Deutschlands und Amerikas.
Aus Paris wird gemeldet: Man erwartet, daß vor dem 1. Juni eine neue Zusammenkunft des Obersten Rates stattfinden wird, auf der auch die Bereinigten Staaten und Deutschland vertreten sein sollen. Sie oll die Zahluugsmeife besprechen und die oberschlesische Frage erledigen. Die Konferenz wird, wie man glaubt, Mtweder in Belgien oder in Italien stattfindenr Ost- ende und Stresa werden genannt. Grolittl besonders wünscht dringend, daß die Konferenz in Italien statt- Mde, da er sonst nicht imstande wäre, teilzunehmen, andererseits aber Briand und Lloyd George zu treffen wünsche. Die Teilnahme Amerikas wird dem Erwarten «ach wesentlich zur Klärung des Problems beitragen. Die französische Presse begrüßt allgemein die Annahme des Ultimatums, fordert aber von der Regierung, daß die Jahresklasse 1919 mobilisiert bleibe, bis die Jahresklasse 1921 vollständig ausgebildet sei, damit sofortiges Vorgehen möglich wäre, wenn Deutschland sein Ber- Mechen nicht erfülle. Die sechs im Düsseldorfer Gebiet stehenden Divisionen bleiben dort, bis Deutschland die erste Milliarde bezahlt. Dann wird auch Düsseldorf geräumt, und die Franzosen gehen, dem Vertrag entsprechend, auf den Rhein zurück.
Die französische Presse nicht begeistert.
♦* Die Nachricht über die Annahme des Ultimatums durch den Reichstag und die neue Regierung hat ^ Paris scheinbar seit
-nrch den Reichstag und die neue Regierung hat in Paris scheinbar keinen sehr tiefen EinKucr gemacht. Man traut der neuen Regierung keine starke^ Haltung Kgentiber der Opposition zu. „Petst Paristen betrach
■ die durch die Abstimmung bekannt gewordene Mehrheit für viel zu gering, wenn er auch begrum. daß die rechtsstehenden Kreise um Helfferich und dre Deutsche Volksvartei vorläufig wieder aus der Negierang entfernt seien. Sehr interessant ist eine Bem^lung ces *Äro", in her auf die Haltung Amerikas hurgennelen wird. Das Blatt behauptet namlcch, „Amerika. aeMe alles, was Frankreich unternehme^,.- Da die Mfierten setzt einen „fest umrisienen Schern" in der Hand hatten, Habe Deutschland keine Mögltchkert mehr, sich der st^- pflichtung der Bezahlung zu entziehen. Die franko rsche Armee siehe immer noch Gewehr bei Fuß unp sei entschlossen, bei der ersten Verfehlung ohne weitere Be- Äwechung die Zwangsmaßnahmen in Anwerrdung zu ?^nqen. In dieser Beziehung sei Fränkisch nnlwus-
Fuß und sei end ißite weitere Be
ig, ob der neue irih heiße, denn richt geändert.
ÄsMu Saß dieUnwrschrift der deutschen Regierung M diesem Falle zweifellos auch die Durchführung der alliierten Forderungen bedinge, ^Mst die Aktton um insiwlbar einsepen wird. Das Boulevard-Blatt „ercyo sä Maris" glaubt nicht an die Ehrlichkeit der deutschen, «nferirfirift und hält es für gleichgültig, ob der neue Reaternnaschef Scheidemann oder 'Wich heiße denn das deutsche Volk habe sich im Grunde nicht geändert.
raauL andere Haltung hat in den Maitagen des Jahres 1871 die deutsche Presse eingenommen. In ihr wurde damals die Wiederkehr des Friedens und der
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sS»" ÄÄ « » Erkenntnis der wirtschaftlichen Nachteile, die ste am kne
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<_. t Tirfiente Trankreich darin lag, daß Frankreich in feMer wirflchaftlichen Entwicklung möglichst wenig ve- «inivnAHni würbe Eine ganz andere Haltung illNiMi narllchnlichkeit ^it nd ^Bernichtung werden sich aber auf liJ Ä r ‘mei mehr zeigen und Europa klar machen, Lei» unstcheL ?nd unhaltbaren Zuständen es ent*
gegengebtb ^ote in London übergeben.
Die „Times" geben bekannt, daß die w™fw«nn hie des Ultimatums Äbie^eiüfÄeüfei^ hat. Lloyd George gab^bekannt, daß Deutschland alle Bedingungen ange- nommen hat^^ italienische Prestestimme.
_. Der Mestagero" nennt die Annahme des Ulti- ivmums einen Akt vernünftiger Unterwerflmg. Es fti ...... a>> Xfr oett mit der Legende vom armen ^eutich- f^vd di- in Italien noch viele Anhänger habe, aufzm ^,' . in her deutschen Privatwirtichaft zeige sich ^tneaußerordentliche Wiederarlibaufähigkelt. Italien K° das am İ"?» Leibe, nachdem es wieder Mt bil. Ugen deutschen Waren überhanft wirb.
Die nächsten Folgen des Diktats.
^tTnstgeant" ew Protokoll zur Ergänzung des Frie- dmlövertrages zu unterzeichnen haben. Z^ueral Rollet 8 eilte Note überreichen, in der der deutschen Regie- betragen wird, die Ostfestungen bis zrwl 81. M ÄSÄ d-s SI««. and Marinewesen
bis längstens Ende Juni abzubauen. Die interalliierte । Kommission, die sich mit der Aburteilung der Kriegsschuldigen beschäftigt, wird in Berlin neue Schritte un- i ternehmen. Sie schlägt die Errichtung eines besonderen , Gerichtshofes beim Reichsgericht in Leipzig vor. Dreier soll die Tätigkeit sofort aufnehmen. Die Boffchafter- konferenz wird einen Bericht über die gesamten Verfehlungen Deutschlands gegenüber den Bestimmungen des Friederisvertrages verfassen. Die Ueberwachungs- kommissiorr soll neu organisiert werden. Die Kontrolleure werben in ganz Deutschland umherreisen und m den wichtigsten Städten Ueberwachungszentralen er* richten.
Dauernd die Pistole auf der Brust.
Erklärungen Lloyd Georges.
<«> Rotterdam. In einer Unterhaussitzung erklärte Lloyd George auf eine Anfrage eines Vertreters des englischen Arbeiterbundes, ob die Entente trotz der Annahme des Ultimatums nach Deutschland marschieren würde: Da die Bedingungen der Alliierten durch die Unterschrist der deutschen Regierung wohl angenommen, aber noch nicht erfüllt seien, müßten die Alliierten auch weiterhin jederzeit zum Einmarsch bereit sein, falls Deutschland den Versprechungen keine Taren folgen lasse. Der Vertreter des Arbeiterbundes gab sich mit dieser Auslassung des Premierministers zufrieden.
Die Entente bleibt marschbereit.
im- Duisburg. Die in Düsseldorf einauartierten Ententetruppen, die zur Besetzung des Ruhrgebiets dienen sollten, bleiben nach einer Verordnung vorläufig noch in den dortigen Quartieren. Eine Anzahl aridere Ortschaften hat neue Einquartierungen erhalten.
Genf. Wie Havas meldet, hat der Oberste Kriegs- rat die teilweise Aufhebung der getroffenen Mobiliste- rung abgelehnt. Auf Grund der aus Berlin vorlregen- den Meldungen habe sich der Oberste Rat mcht für ine Aufhebung entschließen können. Die Entscheidung soll dem Rat der fintierten überlassen bleiben.
Paris. (8. Ab Ueber die französischen Vorbereitungen zur Ruhrbesetzung meldet das „Echo detzarlS, daß alle Truppen im besetzten Gebiet in bisheriger Stärke konzentriert bleiben. In Solingen ist das Armeekorps und in Duisburg das 72. Korps mit zwei Kavalleriedivisionen konzentriert. Im ganzen waren von Frankreich für die Besetzung des Ruhrgebrei^ «2 000
Mann bereitgestellt. „-w,
** Paris. (B. Z.) Ge der Scittschen Regierung einer kurzen Frist die &
Seite hören, sind weitere Vorbereitungen für den Vormarsch in das Ruhrgebiet von den Franzosen einstweilen eingestellt worden. Die Einquartierungslasttti in Düsseldorf werden in den näMen Tagw erheblich erleichtert werden. Irgend welche Anzeichen dafür, daß Düsseldorf und Duisburg geräumt werden, sind aber iwch nicht benierkbar.
Noch keine A«fheb««g der Zwaugsmatznahmen.
w Mlf eine Anfrage des Abgeordneten Lambert im englischen Unterhause teilte Lloyd George mft, daß d^e Annahme des Ultimatums der Alliierten durch DeiftsÄ- land die bisher angewendeten Zwangsmaßnahmen mcht anfheve« würde.
Die Entwaffnnngsfrage.
^ Das „Journal" meldet aus Paris: Am Mittwoch fand unter dem Vorsitz Millerands eine Besprechung der führenden Politiker und Militärs über die Entivaffnung statt. Beschlüsse wurden nicht gefaßt. Die Beratungen wurden auf Donnerstag mittag vertagt.
~ Paris. (B. 3-) General ^üet hat am Mittwoch dner kurzen Frist die Verminderung der Offiziere und Beamten des Reichswehrministeriums durchzuführen. Weiter hat Deutschland an Kriegsmateriat. noch>668 Kanonen aus den Festungen an der Ostgrenze abzullefern. Königsbekg darf nur 22 Geschütze behalten.
Die AMrteiluug der Kriegsbeschuldigten.
w Berlin. Reichsminister Dr. Sch^kfer hatte Besprechungen mit den filhrenden Beanrten feine» Ministeriums über die Frage der Aburteilung der Krieg-'b<- schuldigten. Der Minister wird dem Kabmett entsprechende Vorschläge unterbreiten.
Das Verhältnis Bayerns zum Reich.
w Aus bayerischen Regierungskreisen verlautet: Dre bayerische Regierung hai W sttzt noch kenrerM nis erhalten von den Resten bei iReW
der Entwaffnungsfrage. Bon erner M^'steMrastde.ftm- krise in Bayern kann seine Rede seim Es stcht fest, daß die Frage der Entwaffnung der EimvoWerwehren nwn imstande sein wird, das Verhülttns Bayerns zum Rc twe entschieden zu beeinflussen.
Die neue Konferenz iu Osteudc.
Paris sV. Ist Die neue Sitzung des Obersten Rates ist für ben' 3. Juni S/Wlant. DeuEand wnch zu ihr eingeladen werben. UuA Amcrifir wfiö veitre-- ten sein. Dabei sollen Haupt,cMich die Lablungsmodg, litäten erörtert werden, die Rüunu^ vmr ^msvurg und die Regelurrg der oberfchlesischen Frage. Dre Kon serenz wird in Ostende stattfinden.
Gegen ein «erres Eingreifeu Amerikas.
w Paris. Im Senat in.Washington ist eE lution eingebracht worden, ^^ ^62» ^w der Bereinigten Staaten an öetl enropaischen ^eryauo langen ausspricht.. Der Senat wird sich in kommender Woche mit der Resolutron beschäftigen.
Befriedig»«« über die Annahme in Amerika.
-^ Neuyork. (F. 3-) Man ist in Amerika allgemein von der Annahme des Ultimatums durch Deutschland befriedigt. Die Blätter geben der Erwartung Ausdruck, daß späterhin eine Milderung der Deutschland auferleg- ten Bedingungen eintreten wird, und vertreten die Anschauung, daß Amerika, das künftighin Sem Rat der Alliierten angelören wird. hierfür eintreten wird.
•~ Neuyork. (B. T.) In WaMngtouer Regierungskreisen herrscht große Befriedigung über die Annahme des Ultimatums durch den deutschen Reichstag. Der Vorsitzende des Senatsausschusses für auswärtige Angelegenheiten, Lodge, erklärte, daß damit der wichtigste Schritt auf dem Wege zur Regelung der Geschäfte der gesamten Welt getan worden sei.
Die Hole der Entente an palen.
Nach einer Meldung der „Bost. 3tg. aus London stellt die vom Botschafterrat an Polen gerichtete Note über Oberschlesien fest, daß die polnische Regierung sich vollkommen der Verpflichtung entzogen habe, die in
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über Oberschlesien fest, daß die pol vollkommen der Verpflichtung en--------- . ihrer Macht stehenden Maßnahmen sofort zu ergrei um das Resultat der Aufstandsbewegung in Obers, sien sofort zu verhindern. Es sei erwiesen, daß die Insurgenten eine große Anzahl von Waffen und Munition aus Polen erhalten haben und dau sich unter deu Aufständischen Soldaten in polnischer Uniform befanden. Die polnische Regierung wird anfgefordert, öffentlich und kategorisch die Aufständischen zu desavouiere« und die Schuldigen und Aufständischen auf ihre Verfehlungen hinzuweisen und die strengsten Maßnahme« zu ergreifen, um jede Verbindrmg mit den overfchlest« schen Agitatoren rundweg abzuschneiden, gleich welch« Art diese Verbindungen sein mögen. Die alliierten Regierungen sind gesonnen, ihre Verpflichtungen aus dem Versailler Vertrag zu respektteren und würden sich gezwungen sehen, die polnische Regierung geldlich verantwortlich zu machen für jeden Schaden, falls polnische Elemente versuchen sollten, sich an dem Eigefftum der Oberschlesier zu vergreifen. Die alliierten Regierungen seien gesonnen, die Aufgaben, die ihnen der Vertrag von Versailles bezüglich Oberschlesien auferlegt, in voller Freiheit zu erfüllen und sie werden sich in seiner Weise durch einen Versuch beeinflussen lasten, der sie vor eine vollendete Tatsache stellen möchte.
Polnischer Truppenbefehl.
^ In einem Tagesbefehl des Kommandeurs der
- Soldaten, Ausständige, ein Be-
r^.,u , „„
zwingt uns, die emge
schreiten. Aber ibr dürst nicht nergeffen, daß der Kampf noch nicht zu Ende ist. Wenn die Zeit da ist, wo der Befehl kommt, werden wir weiter in den Kampf ziehe«- gegen den Feind zur Befreiung des Rechtes.
Korsantv lügt das Blaue vom Himmel.
»-^ Das Reichswehr-Gruppenkommando Breslau teilt1 mit: Im letzten polnischen Heeresbericht heißt es, daß auf deutscher SeUe Reichswehr-Abteilungen festMstE worden feiern Kein einziger Reichswehrtoldat bestm^r sich in Oberschlesien. In dem polnischen Heeresberichr, heißt es weiter: Durch die Tatsache des Einsetzens der Reichswehr ist eine neue Lage geschaffen worden. Weiter wird in dem Bericht gesagt, daß in Deutschland acht Jahrgänge mobilisiert seien. Diese Angaben lasier» klar ersehen, daß es sich um offensichtliche Lügen handelt.
Anerkennung der Korfauty-Linie?
„Times" melden aus Beuchen, die Verhandlungen
K' hen der interalliierten Kommission und den volnr-
Aufständischen hätten zur Nnerkennnng der M»r- fanty-Linie als Demarkasionslime der aufständischen Bewegung geMrt. Die interalliierte Kommission übernahm die Verantwortung für die Oberaufsicht des Gebiets. Die Aufständischen erhielten jedoch dre Kontrolle der Eisenbahnen. Wie das Blatt weiter meldet, fft dre Demütigung der Alliierte« in Oberschlesieu vollständig. „Times" zufolge können Worte die Erbitterung und Entrüstung der britischen und ttalienischen Vertreter nicht schildern. Seit Monaten sei die Parteinahme der Franzosen zu Gunsten der Polen bekannt.
Die „Oberschlesische Post", eine in Gleiwitz in deutscher Sorache erscheinende polnische Zeitung, melder: Das polnische Kommarido veröffentlicht folgende Bc-,
den alliierten Behörden sind dre mrlitar,scheu
neu eingestellt und eine Demarkattonslime 1 stellt worden, auf welcher die Aufständischen Halt haben. Die interalliierten Behörden haben die Garantie übernommen, diese Linie aufrechtzuerhalten und den Waffensttllstand durchzuführen. Die DemarkationSlin-e läuft längs der Oder bis zur Fähren westlich von Dzier- gowitz, darauf durch Kandrzin westlich von Niest, Groß- Strehlitz und Kolonrowska, östlich von Gutentag, durch Botzanowitz, Kreis Rosenberg, und zur polnischen Grenze. — Der Chef des Stabes (ße^) Borelowsky. — Der Führer der Gruppe Ost: Hauk.
Die Lage in Oberschlesie« stationär.
Die Lage in Oberschlesien ist seit 48 Stunden sta tionär. Hin und wieder ist eine Fernverbindung : Oberschlesien möglich, die aber nur geringe Derstän a gung bringt, da die meiste» direkten Leitungen von -^ len zerstört sind. In Kattowitz wurde der Eimnar! der Polen Mimvock früh erwartet.
Polnischer Raub im Hasen von Kofel.
<h* Bon zuständiger Berliner Stelle wird gemeld? - Bei den letzten Kämpfen gegen den Hafen von Kon