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Kersfelöer Tageblatt

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TOT

Nr. 113

Mittwoch, den 18. Mai

1921

terfdjiirlung derßoge inooermitejien.

Die Untätigkeit der interalliierte« Kommission.

' w Es sind jetzt 16 Tage vergangen seit Beginn des Aufruhrs in Oberfchlesien, ohne Satz irgendwelche Maß­nahmen der alliierten Kommission erfolgt sind. Im Ge­genteil: gewisse Maßnahmen von Oppeln erregen in der Bevölkerung noch mehr Unruhen und Besorgnisse. Die Stadt Ricolai wurde von den Italienern verlassen und den Aufrührer» überlassen. Es verlautet, daß die Italiener die Stadt verlassen haben, weil eine franzö- Mche Abteilung in Ricolai eingetroffen ist, deren Füh- ver dem italienischen Obersten erklärte, er müsse auf Abordnung Lerouos den Befehl über alle interalliier­ten Truppen in Ricolai übernehmen. Unter diesen Umständen ist nur zu erklärlich, daß die Bevölkerung immer erregter wird. Die Zusicherungen Leronds, die dieser bereits vor drei Tagen in Oppeln gegeben hat, find in keiner Weise durchgeführt worden. Es ist noch nicht einmal der Versuch gemacht worden, ihnen ernst­haft nachzukommen.

Neue Kämpfe in Oberschlesien.

Die Feindseligkeiten in Oberschlesien beginnen nach einer Meldung derV. 3." wieder aufzuleben, da die Polen angesichts der Haltung der Entente sich zu einem Berzweiflungskampf rüsten und versuchen, mit allen Mitteln die jetzigen Stellungen auszubauen. Der deut­sche Selbstschutz verstärkt seine Avwehrlinie, die im öst- lichen Teil bis Kosel hinausreicht. Die Polen sprengten die Eisenbahnbrücke bei Klodnttz. Die Stadt Oberwitz fiel in die Hände der Polen. Es hat den Anschein, als ob die Polen versuchen, bis Oppeln vorzudriugeu. Die Interalliierte Kommission hat weiter keine Verteidi- gunasmatznahmen getroffen, sondern überläßt die Vor­bereitung der Verteidigung den deutschen Abstimmungs­polizeibeamten und dem deutschen Selbstschutz. Sie selbst verbrennt im Hofe des Regierungsgebäudes Akten.

Nach einem aufgefundenen polnischen Geheimbefehl, der sich auf die kürzlich stattgefundenen Kämpfe um Kandrzin bezieht, haben die Polen bei der Eroberung des Bahnhofes allein 175 Mann verloren. Der Bericht rühmt insbesondere die tapfere Haltung des ersten und des zweiten Bataillons des 16. polnischen Artilleriere­giments. Hiermit ist erneut die Verbindung mit der polnischen Armee einwandfrei festgestellt.

Ricolai von den Italienern geräumt.

^8 MMWWMMMLMÜk gen gebracht, die im oberschlesischen Aufruhrgebiet in den gefährdeten Kreisen vorgenommen worden sind. Nach dem Abtransport der italienischen Truppen aus Nicolai wurde der Ort von den polnischen Aufrührern besetzt, die die deutsche Abstimmnngspolizei entwaffne­ten und gefangennahmen. Zahlreiche deutsche Flücht­linge, die sich in Nicolai aufhielten, wurden verschleppt. Nach den neuesten Nachrichten ist Nicolai später von den Insurgenten wieder geräumt worden.

Auch Pleß «ud Rybuik von den Italienern geräumt.

Nach in Berlin. eingelaufenen Nachrichten haben die italienischen Truppen Nybuik und Pleß geräumt und sich in der Richtung auf Ratibor zurückgezogen. Die Städte Pleß und Rybnik, in denen eine schwache fran­zösische Besatzung zurückgeblieben ist, waren Montag abend von den Insurgenten noch nicht besetzt. Wie ver­lautet, ist ein Abkommen zwischen der interalliierten Kommission und den polnischen Insurgenten dahin ab­geschlossen worden, daß die Polen die beiden Städte nicht besetze» sollen. Ob die Polen diesen Vertrag halten werden, erscheint nach den Erfahrungen der letzten Zeit fraglich. Im Kreise Strehlitz haben Kämpfe stattgesun- den, bei denen auf deutscher Seite eine Anzahl Toter zu beklagen ist, die in polnischem Artilleriefeuer ge­fallen sind. Nach den bedrohten Gegenden sind deutsche Avoleute zur Unterstützung entsandt worden.

** Aus Kattowitz wird gemeldet: Die Städte, die von den Italienern geräumt worden sind, haben die fran­zösischen Truppen einaenonnnen. Sofort nach dem Ab­zug der italienischen Truppen drangen aber die Polen ein. Aufrührer besetzten die Stadt Nicolai, ohne von den französischen Truppen gebindert zu werden. Der Abzug der deutschen Beamten der Abstimmungspolizei wurde durch die Polen verhindert. 63 Beamte sind inter­niert. Verschiedene Dörfer und Städte lagen am Mon­tag unter Artilleriefeuer.

Keine TruppenverstArSungen für Oberschlesien

»^ B e rIi». (B. T.) Mitte vergangener Woche hat sich die Reichsreqierimg an die Kabinette in London n«d Rom gewandt und die Aufmerksamkeit der englischen und der italienischen Regierung auf den Ernst der Lage in Oberschlesien gelenkt. Hierauf gingen Zusicherungen in Berlin ein, daß die Deutschland nach dem Friedens- vertrage zustehenden Rechte unbedingt gewahrt werde» feste». Eine Entsendung weiterer alliierter Truppen­kontingente nach Oberschlesien käme aus innerpolitischen Gründen zur Zeit nicht in Betracht. Das Reichskabineit wird eine abwartende Haltung einnehme».

Die Reichsbank schickt die fehlenden Lohngelder.

Die Deutsche Reichsbauk hat sich nach einem Tele- ' gramm aus Oppeln nunmehr auf Drängen der Iuter- alUienen Kommission doch noch dazu bewegen lassen, die fehlenden Lohngelder für die Bergarbeiter nach - Oppeln zu schicken. Es sind in Kattowitz an Lohngel­dern 50 Proz., in Beuthen nur 35 Proz. vorhanden. In Hindenburg hat man, um das Geld vor dem Ztt- . Steifen Koriantus zu bewahren. eine grobe Summe

vernichtet, und dort find überhaupt nur 3 Proz. der nö­tigen Gelder vorhanden. Die Lebensmitteleinkäufe der Großindustrie für ihre Arbeiter konnten infolge der jetzigen Zustände ebenfalls nicht in genügendem Maße

^^, Gewerkschaften bei den Entente-Botschafter».

Wegen der Lage in Oberschlesien sind die deutschen Gewerkschaften bei den Botschaftern von England, Frankreich und Italien vorstellig geworden, um thuen die Auffassung der deutschen Arbeiter in der oberschle- stschen Frage persönlich vorzutragen. In der Aus­sprache wurde auf die Notwendigkeit hingewiesen, die deutsche Bevölkerung gegen die Plünderungen und ge­gen die Gewaltma kmahmen der Polen zu schützen. Es ergab sich übereinstimmend die Auffassung, daß der Oberste Rat in seiner Beschlußfassung über die Zuge­hörigkeit Oberschlesiens sich nicht durch den Auf stand der Polen beeinflussen lasten werde. Den Botschaftern wurde eine von den Gewerkschaften unterschriebene Denkschrift übergeben, in der es heißt:Durch An­nahme des Londoner Ultimatums wird das deutsche Wirtschaftsleben mit ungeheuren finanziellen Verpflich­tungen belastet. Die Abstimmung in Oberschlesien' hat eine überwiegend deutsche Bevölkerung ergeben, daß, wenn eine ähnliche polnische Majorität zu verzeichnen gewesen wäre, kein Zweifel gegeben wäre, daß die Po­len dieses zum Anlaß genommen hätten, die Zuweisung von Oberschlesien ungeteilt an Polen zu fordern. Das Gleiche müssen die deutschen Arbeiter verlangen. Die Gewerkschaften halten es für ihre Pflicht, darauf hin- zurveifen, daß eine weitere Herabdrückung der Lebens­haltung der deutschen Arbeiter eintreten muß und daß der 13. Teil des Friedensvertrages in Deutschland nicht durchgeführt werden kann, wenn die Regelung in einem gegen das Ergebnis der Abstimmung gerichteten Sinne erfolgen würde."

DeMsche Antwort an Briand.

In der Beantwortung der Note Briands über den Aufruhr in Oberschlesien ist der sranzösischen Regie­rung folgende Note übergeben worden:

Der Herr Ministerpräsident glaubt in seiner Note vom 7. Mai den Ursprung des Aufstandes einer falschen deutschen Zeitungsmeldung zuschieben zu sollen. Dem­gegenüber muß sestgestellt werden, daß es sich um die

Tiefe absichtlich gefälschte Veröffentlichung sollte offen­bar als Alarmsignal für die seit langem vorberettete polnische Aufftanösbewegung dienen. Die Note geht mithin von einer falschen Voraussetzung aus, was übri­gens auch Herr General Lerond dem deutschen Bevoll­mächtigten in Oppeln gegenüber aitsdrücklich anerkannt hat.

In der Note wird ferner gesagt, daß die aus deut­schen Quellen stammenden Meldungen über die Lage in Oberschlesien tendenziös gefärbt seien. Demgegenüber muß die deutsche Regierung mit Nachdruck feststellen, daß die tatsächlichen Zustände in Oberschlesien einen viel ernsteren Charakter tragen, als sie in der Note vom 7. Mai dargestellt sind. Trotz Wiederaufnahme der Arbeit an manchen Stellen ist irgendeine Besserung der Lage nicht festzustellen. Der Jusurgenteuführer Korfanty ist nach wie vor absoluter Herr der Lage, und es gelingt ihm täglich, seinen Machtbereich weiter auszudebuen: so ist am 10. Mai sogar der wichtige Eisenbahnknoten­punkt Kandrzin durch einen mit modernen Kampfmit­teln und unter Verwendung von Artillerie öurchgeführ- ten Angriff in seine Hände gefallen. Die Interalliierte Commission verfügt in dem größten Teile von Ober-- fdffefien über keinerlei Macht. Die in der Note erho­benen schweren Anschuldigungen sind demnach, wie dies auch Bereits von Herrn General Verend ausdrücklich anerkannt worden ist durchaus unbegründet."

Es ist erfreulich, daß die Aeußerung Briands, die durch ihren Inhalt und durch ihre Form allenthalten in Deutschland die Gefühle der tiefsten Entrüstung wach- gerufen Bat in'dieser Bündigen Form zurückgewiesen worden ist. Was die Note mit Worten nicht ausdrückt, wird Herr Briand zwischen den Zeilen lesen, und wenn in ihm eine Spur von jener Ritterlichkeit vorhanden ist, die- nach französischer Behauptung den Franzosen eigen sein soll, so kaun er nicht versäumen, sich wegen seiner Note an die deutsche Regierung alsbaldigst zu entschuldigen.

Neue Konferenz der Alliierten.

** Lloyd George hat die Feiertage auf seinem Land­gut bei Cheauers zugebracht, wo der japanische Kron­prinz sein Gast war. Er hat aber dauernd mit Dvwmg Street in Verbindung gestanden und sich regelmäßig über den Stand der Dinge, namentlich der oberschlesi- schen Frage, Bericht erstatten lassen. Wäbr'end der Feier­tage hat auch wiederholt ein Mci«u»gsausta»?ch zwi­schen London und Paris stattgefunden, mit dem Ergeb­nis, daß am Ende der Woche eine Sonderkvnfereuz zwi­schen Lloyd George und Briand arrangiert werden soll, entweder in Lympne oder, salls die Verhältnisse in Eng­land Llovd Georges Abwesenheit gestatten, in Bonlogne. Diese Besprechung ist als Einleitung in einer ,reue» Konferenz des Oberste» Rates gedacht, die fobald als möglich einberufen werden soll. In Londoner Regie- rungskreisen haben die Ausfälle der Pariser Presse ge­gen Lloyd George wegen seiner Rede über Oberschleyen sehr peinlich überrascht, und es wird ganz offen darauf bftiaemteken. Mft ein Serarttaer Ton durchaus nicht ge­

eignet sei, die bestehenden MeknungsverschtedenhetteW zwischen den beiden Regierungen beizulegen.

Englisch-französischer Mein««ssa»sta»sch.

** Wie die Pariser Blätter berichten, hat die englische Regierung der sranzösischen Regierung eine zwei Seiterk umfassende Deukschrift zugehen lassen, in welcher die englische Ansicht über die oberschlesische Frage dargelegt wird. Am Schluß der Denkschrift wird angeregt, -atzt Ministerpräsident Brtand und Lord Curzon im Ber-^ laufe einer Konferenz, welche entweder in Frankreich, beispielsweise in Bonlogne, oder aber auch in Osteudo stattfinden könne, in einen Meinungsaustausch über das oberschlesische Problem eintreten. Die französische Re-< gieruug antwortete darauf am folgenden Tage, setzte dewj französischen Standpunkt auseinander und machte gleich-, zeitig geltend, -atz die angeredte Aussprache erst statt-: finden könne, nachdem Ministerpräsident Briand mit der Kammer in Verbindung getreten sei, und wenn dieses die Ergebnisse der Konferenz genehmigt haben werde. Die Kammer wird rmch den Pfingstferien am kommen­den Donnerstag ihre erste Sitzung abhalten.

Wie weiter berichtet wird, werden sich die Alliierten^ auf dieser neuen Konferenz außer mit Oberschlesien auch" mit verschiedener! Einzelheiten bezgl. der Art der Ans-i gäbe von Obligationen der dentschen Schul- befassen.

Warschauer Wutaufälle.

>* Selbst wer feit Jahr und Tag an die wenig maß­volle Ausdrucksweise der polnischen Presse gewöhnt ist. ist erstaunt über die Gewalt des Sturmes, den die jüngste Nuterhausrede Lloyd Georges entfesselt hat: Hemmungslose Ausbrüche von Wut, Höhnungen und Drohungen füllen seit Sonnabend die Warschauer Zei- tmrgsspalteu.Kurjer Poranny" wettert über dieun- gentlemaniite Art, in der Lloyd George leichtsinnig eine elende und "widerwärtige Sache verteidige und Deutsch­land gegenüber den Standpunkt einnehme, dem einen richtigen Namen zu gehen, uns nur die internationale Höflichkeit verbiete". Die viel geleseneRzeczpesvo- lita" nennt die Londoner Rede einimpertinentes Ge­schwätz" und ruft höhnisch aus:Oberschlesien hat sechs, Jahrhunderte preußische Unterjochung verdaut, wir-^ aber auch Lloyd George verdauen". Das sind nur eür paar Beispiele von Warschauer Presie-Kommentaren, die sich nur durch die Stärke der an sich durchweg maß­losen Ausdrücke voneinander unterscheiden.

Im englischen Unterhause hat Lloyd George über den polnischen Aufruhr in Oberschlesien eine tempera- ment- und bedeutungsvolle Rede gehalten, die, wenn der englische Premierminister in dem entscheidende« Stadium der Lösung schwieriger und verwickelter Pro­bleme nicht schon öfter als einmal feine ursprüngliche Auffassung über die Lage der Dinge und ihre Regelung den Standpunkt der verbündeten Franzosen angepaßt und unterworfen hätte, geeignet wäre, die Welt in das größte Staunen zu versetzen und eine neue Aera der englischen Politik in Europa anzukündigen. Er hat in einer Weise über Oberschlesien gesprochen, die in DeMtsch- land die weitestgehende Beachtung finden wird und eine deutliche Absage an Frankreich ist, dessen republikani­sche Politik der Schaffung einer europäischen Kontinen- talherrfchaft sich heute in den Bahnen des napnlevmschcn Frankreichs bewegt, und die nicht nach Englands Wunsch» ist, da sie in mehr als einer Hinsicht für England unan­genehm zu werden droht. In Deutschland wird man sich vor allem die Erklärung Lloyd Georges in Gedächt­nis prägen, daß Gerechtigkeit walten müsse, auch wenn es sich um Derrtsche handele". Zweieinhalb Jahre nach Kriegsende waren nötig, ehe man in London sich zu dieser Erkenntnis durchgernngen hat. Aber we­nigstens hat Lloyd George den Mut gehabt, vor aller Welt festzustellen. Satz in der overschlesischen Frage dem deutschen Volke ein großes Unrecht angetan worden ist und welche Gefahren für den europäischen Frieden ein Raub Oberfchlefiens durch Polen bedeuten würde.

Aus dem nunmehr vorliegenden genauen Wortlaut der Rede Lloyd Georges geht klar hervor, daß er sich nicht nur in äußerst scharfer und Bestimmter Form ge­gen den von den Polen inszenierten Aufstand in Ober- fchlesieu ausgesprochen hat, sondern auch eine schwere Anklage gegen die Haltung Frankreichs erhoben und darauf hingewiefen hat, daß die polnische Frage mit dem Frieden Europas und mit der industriellen Krise, die heute so schwer auf England laste, zusammentzänae. Oberfchlesien sei seit Jahrhunderten deutsch, und die Ab- mung habe dies aufs neue bekräftigt. Während die Kommissare Englands und Italiens die unzweifelhaft polnischen Ecken Polen 'uerkennen. das übrige Gebiet aber bei Deutschland belassen wollten, verhieltM sich die französischen Commifutre dagegen ablehnend. Tann sei der Aufstau- auSgebrochen. Trete man dieser Ver­letzung d e s Kr i e d e n s v e r t x a g s nicht mit der strengen Gerechtigkeit, die England auözeichuc, entgegen, so fei er in Angst um den Frieden Europas. Sunipa- ihien oder Antipathien hätten hier keine Mulle zu spielen. England müsse ehrenhaft und fest entscheiden in Uebereinstimmung mit dem Friedensvertrage. Tie­fer fei die Urkunde der Freiherr Polens, die auf ihm beruhe. Das letzte Land in Europa, das ein Recht habe, sich über den Friedensvertrag zu beklagen, fei Polen, denn Polen habe den Vertrag nicht gewinnen helfen. Polen müsse darum den Vertrag bis aufs Komma ach­ten. Deutschland dürfe später den Vertrag mißachten, wenn die Verbündeten ihn jetzt nicht durchsetzen. Ueber die militärische Lage habe er kein Urteil abzugeben, aber wenn die Verbandstruppen die Ordnung nicht Berstet