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Hersfelöer Tageblatt

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Nr. 152

Sonnabend, den 2. Juli

1^21

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Auch die zweite Zone geräumt.

»-» Wie aus Vresla« gemeldet wir», ist auch die Mette Zone von den Insurgenten geräumt worden. Die Eugläxder haben mit der Besetzung der zweite» Zone Dsnuerstag früh Begonnen. Die dritte Zone, die das deutsche Industriegebiet mit ihren Städte» eiuschlietzt, ist am Montag den alliierten Truppen zu «Vergeben.

Ei« Ansruf Höfers.

* General Höfer, der Führer des deutschen Selbst- Mutzes, hat einen Ausruf erlassen, in dem es heißt: Der Vormarsch der interalliierten Truppen hat begonnen. Das Interesse unserer Heimat erfordert es, daß wir uns der Interalliierten Kommission fügen. Die Inter­alliierte Kommission in Oppeln ist nrm einmal zurzeit die gesetzmäßige Regierung in Oberschlesien. Wenn die Polen wirklich Oberschlesien räumen, besteht für uns rein Grund mehr, den Schutz des Landes und das Eigen­tum der Bevölkerung zu sichern. Wenn wir gegen den ausdrücklichen Willen der Entente vorgegangen wären, dann hätten wir das Verbleiben Oberschlesiens beim Deutschen Reiche gefährdet. Wir häufen unseren Lands­leuten in Oberschlesien, die sich zum Deutschtum bekannt haben. Wir werden uns auflösen. Auch dabei werden wir die Selbstzucht wahren. Zum Schluß spricht Ge­neral Hoser die Hoffnung auf eine bejfere Zukunft des armen oberschlsfifchen Landes und des gesamten deut- schen Vaterlandes aus.

^ Bericht über dir Greuzseftsetzung Oberschlesieu.

: e-#i Oppeln. (B. 3.) Nach einer von dem Korre- spondenzbüro East Europe verbreiteten angeblich in .Paris eingegangenen Meldung aus Sosnowice sollen «sich die Mitglieder der Interalliierten Kommission in :Qppeln bereits auf den Wortlaut des Berichtes über die Grenzfestsetzung für Oberschlesien geeinigt haben. Man hofft, den Bericht am 10. Juli fertigste Heu zu können.

Die Pariser Beratungen.

' ix Am Donnerstag nachmittag fand im Quai d'Or- say eine Besprechung der deutschen und der alliierten j Sachverständigen über die Frage der Wiederherstellung /durch deutsche Naturallieserungen statt. Es wohnten der Sitzung von deutscher Seite Staatssekretär Berg­mann und Neichskommissar Gnggenheimer, von franzö­sischer Seiie Lonchenr sowie die Sachverständigen Sey- hour und Tannery. Es wurden keinerlei Berichte an

ändigen hielten die französischen Sach­verständigen mit einer großen Anzahl von Spezralisten und höheren Beamten eine Sitzung ab, um die gesamten bisher mit den deutschen Sachverständigen beratenen Einzelheiten über Naturallieserungen nochmals durchzu- besprechen. Eine neue Sitzung der Sachverständigen nt auf Freitag vormittag im Quai d'Orsay anberaumt.

»-.Havas meldet: Die beiden ersten Verhandlungs­tage haben die Ablehnung der Vorschläge der deutschen Delegierte» hinsichtlich einer Abänderung der deutschen Naturallieserungen gebracht. Auch die deutschen Vor­schläge, für die Erstattung der durch Deutschland wah­rend des Krieges beschlagnahmten Materialien neue Ab­schätzungen durch die Sachverständigen vorzunehmen, konnte von den französischen Vertretern nicht angenom­men werden.

Rückkehr Gnggenhcimers «ach Berlin.

w Paris. (V. Z.) Der Neichskommisiar Dr. G«s- genheimer reist nach Berlin zurück, um von der Regie­rung die französischen Borschläge zur Regelung der Sachleistungen zu unterbreiten. Tue Verhandlungen, über deren ^Verlauf keine Mitteilungen gemacht werden,

Forderung Fort mit denSanktionen" die ein Krebs­schaden am deutschen Wirtschaftsleben sind.

Die Naturalttefernngen an Frankreich.

** Genf. DerTemps" meldet, daß die Besprechungen der Sachverständigen in Paris am zweiten Tage zu einer Einigung geführt haben, Der srauzösische Borschlag wegen der Naturallieserungen für die Wiederaufbauge­biete gelangte mit geringen Abänderungen zur An­nahme. Danach sollen die deutschen Naturallieserungen .von Fall zu Fall fortgesetzt werden. Auch sollen die deutschen Vertreter in diesen Fragen des öfteren gehört werden. >

Riiduug dar amepilianilHen SejatzungslMWen.

** Aus Washington wird gemeldet, daß die amerika- Nischen Truppen aus dem Rheinland zurückgezogen wer­den sollen. Präsident Harding sei entschlossen, die «ne- rikanischen Besatzungstruppen unmittelbar nach der Un­terzeichnung der Friedensentschließung zurückzurufem Die Friedensresolutton wird wahrscheinlich am Natio­nalfeiertage der Vereinigten Staaten, am 4. Juli, ange­nommen werden. Die Zurückberufung der Truppen wird mit der Nationalfeier begründet werden. Wie ver­lautet, ist die französische Regierimg bereits von dieser Absicht der amerikanischen Regierung benachrichtigt wor­den, damit sie Vorbereitungen treffen kann, die amerika­nischen Truppen im Gebier von Koblenz ablösen zu lassen.

** Washington. (V. 3.) Präsident Harding hat die Bill unterschrieben, nach der die amerikanische Armee, vom 1. Oktober angefangen, auf 150 000 Mann herab­gesetzt werden soll. In einer Botschaft an den Kongreß erklärt Harding jedoch, mit diesem Zeitpunkt nicht eiu- verstarrden zu sein, solange Saatssekretär Hughes nicht erklärt habe, daß die am 1. Oktober zur Verabschiedung gelangenden Soldaten mit der Regierung ein Abkom­men über die Diestdauer geschlossen hätten und daß es erfüllt würde. Der Präsident fordert den Kongreß auf, dieser Situation durch ein Gesetz abzuhelfen. Das Repräsentantenhaus nahm den Marinehaushalt an und gleichzeitig den Antrag Borah, der den Präsidenten ermächtigt, mit England, Japan und anderen Groß­mächten Verhandlungen über die Verminderung der Streitkräfte anzuknüpien. Nur vier Mitglieder des Re- Mäsentantenhauses stimmten gegen die Resolution. Vor der Abstimmung wurde ein schreiben des Präsidenten an die republikanischen Parieiiührer des Revräsentmr-

Der Krieg i* Kledrafie«.

** DieMorningpost" meldet aus Koustanttnopeke Der kleinasiatischen Stadt Brusta nähern sich kematt- stische Vortruppen. Sie stehen im Rücken des bei Smyrna stehenden Heeres der Konstantinopeler Regie­rung. In Leonsicmttnopel herrscht noch Ruhe. Die Re­gierung hat die Hauptstadt n^ nicht verlassen.

»* Einer Meldung aus London zufolge steht der Be- giuu der griechiche« Offeuswe «nntttetbar bevor. Die Königin von Griechenland ist in Smyrna eittgerroffen. Der griechische Ministerpräsident Guncrris hielt i» Smyrna eine Rede, aus der das Programm der grie­chischen Politik in Kleinasien hervorgeht. Der Kampf um die Befreiung der Christen in Kleinasien soll äu­ßerst energisch durchgeführt werden. Mit dieser SrkkS- rung ist Gunaris weit über die Note an die Entente Hia.

- ausgegangen.

Begiuu der griechische« Offensive.

0* London. (F. G.-A.) Eine Meldung aus Athe« besagt, daß der Beginn der griechischen Offensive erfolgt ist. König Konjtatttiu weilt an der Front. Weiter wich gemeldet, daß die griechische Flotte die Küste des Sttnoar-

wurde in die Luft gesprengt.

Russische Truppe« «n der Smvr«g-Fr»«t.

** Paris. (F. G.-A.) Die griechische Gesandttchast ht Paris hat den verbündeten Regierungen offiziell mttge- teilt, daß die ersten Roten Truppen an der griechischen Front erschienen sind. Griechenland bittet deshalb die verbündeten Regierungen um Hilfe und Bermitttun«.

Erneuerung des enMH-jarrmiWen Bündnisses.

Die Beratungen der britischen Reichskonferenz über den englisch-japanischen Allianzvertrag haben eine Situation geschaffen, die es der Regierung als angezeigt

nen Ministerrat

renyarlfrs

6er Kongreß sich zu Gunsten der Abrüstung aussprechen

erscheinen ließ, _____ _____ ______

zuberufen. Alle Minister nahmen an der Beratung teil. Der Beschluß, den Kabinettsrat abzuhalten, wurde sehr schnell gefaßt. Die Einberufung erfolgte so plötzlich, daß der Lordkanzler Birkenhead durch einen besonderen Bo­ten aus dem Oberhause herbetgeholt werden mußte. Es

. soll der Beschluß gefaßt worden fein, den Bertrag z» er»

rage eiw

u enern.

gehen am Freitag weiter.

Forderungen ohne Ende.

** Der Präsident der Botschasterkonferenz und Dr. Mayer als Vertreter Deutschlands haben ein Protokoll «S^ SÄS S« schisse zu leisten hat. Die Bedingungen sind folgende: 1 Ablieferung der LuftschiffeBoöensee und ,Aorb= item" an Italien und Frankreich. Die. Ablieferung dieser beiden Luftschifse hat bereits stEgefunden. 2 Ueberaabe der Pläne der zeritvrten Lusijchlffe. Nach diesen wird der Wert der zerstörten Luftkreuzer festge­setzt werden. Die deutsche Regierung muß entweder den Betrag der zerstörten Lustschisse zahlen oder neue Luft­schiffe als Ersatz liefern.

Die Rechtlosigkeit im besetzte» Gebiet.

-x Der Neichskommissar für die beseisten Gebiete hat die Interalliierte Rheinlandkommifsion darauf aufinerk- sam gemacht, daß int besetztem Gebiet zu wiederholtem Male von den militärischen Be,otzungsbeyorderi Haftbe­fehle gegen Abgeordnete des preußischen Landtages erlas­sen worden sind. Der Reichskonmiissar weist daraus bin, daß allgemein den deutschen Parlamentariern nn üeiey- ten Gebiet das Recht der Immunität zuerkarmt worden sei. Die Antwort der Rheinlandkommission gebt dahin, daß in den Bestimmungen des Vertrages von VenaMes oder in dem Rheinlandabkommeu keine .vmmnmutr^ rechte für deutsche Parlamentarier anerkannt nnen. Im : Gegenteil: in dem Rbernlandabkommen fei ausdruattch ' den alliierte;! Militärgerichten die Ausübung der Ge­richtsbarkeit in dem ganzen besetzten Gebiet übertragen

dieser beiden Lus 2. UebergaSe der P!

diesen wird der W<

worden.

w In

Fort mit den ZwangomaMahmen! .

Berlin fand am Donnerstag eine Berprechuug ......-schiedensten Parteien

sprechungen verlautet.

. zwischen den Politikern der verschiedensicn Parteien statt. Ueber das Ergebnis der Besprechungen verlautet, daß in den nächsten Tagen eine mächtige Bewegung durch die.. Lande siffj.su ML die sich kMaSUlktt in der.

möge.

Englffdje öestreöungLN auf Rüdigafie fjefgofands,

0*Daily Expreß" meldet, daß einflußreiche Kreise der englischen Admiralität für eine Rückgewinnung Helgolands durch Verhandlungen mit Deutschland ein- tretem Ein Bericht des ersten Lords der Admiralität an die englische Regierung sei jedenfalls abgegangen.

Der dann an Bauern für die Entmannung.

x DieMünchener Zeitung" meldet: Der Reichskom- missar für die EMwafsnung hat Donnerstag früh der Reichsregierung ntitgeteilt, daß er die Entwaffnung Bayerns als dnrchgeinhrt ansehe.

x Berlin. Der Reichspräsident und der Reichskanz­ler haben in einer Kundgebung an die bayerische Re­gierung den Dank des Reiches abgestattet für die loyale Durchführung der Entwaffnung der bayerischer'. Einwoh- nerr.ehren. General Rollet hat den 2. Juli als den Tag bezeichnet, an dem die Uebergabe der während der jetzksabgeschlossenen EntwaffnuttgsaMon in Bayern ab­gegebenen Waffen an die Entente-Ueberwachungskom- mission in Berlin erfolgen soll. General Rollet wird sich Anfang der kommenden Woche persönlich zur Kontrolle der Entwaffnung nach Bayern begeben.

Erfüllung der Evtwaffnnngsfrist.

** Mit dem 30. Juni ist eine Reihe von Bedingungen des Ententeultimatums abgelaufen: Auflösung der Setbstschnüorganisationen, Ablieferung der sich im Pri­vatbesitz befindlichen Waffen und des überzähligen Heeresgerätes. In allen drei Punkten ist die Frist ein­gehalten und der alliierten Koatrollkonmiission Mittei­lung gemacht worden. Der Neichskommissar für die Entwaffnung, Dr. Peters, ist von der Reichsregierung endgültig mit der Abwicklung beauftragt worden.

Die Vorbereitung der neuen Steuern.

Die Beratungen des Reichskabinetts über die neuen Steuervoriagcn sind Donnerstag früh abgeschlos­sen worden. Außer der neuen großen Besitzsteuer ist auch einer Vorlage vom Kabinett zugestimmt worden, die die in Auslandsbanken befindlichen: deutschen Pri- vatgurüabeu der Besitzabgabe zuführen soll. Die gemm- ten neuen Steuervorlagen werden bereits in kommen­der Woche in ihren Grundzügen den Abgeordneten be­kannt gegeben werden.

Erhöhung des Vrotgetrsidepreises.

-x- Schon seit längerer Zeit war mit einer Erhöhung des Preises des Getreides aus der Ernte des Jahres 1921 zu rechnen. Die Angelegenbett hat am Donnerstag sowohl den Reichsrat wie den Reichswirtschaftsrat be- schäfttgt. Der Reichsrat hat für Umlagegetreide die fol­genden Preise beschlossen: Für die Tonne Roggen 2100 Mark oder 600 bis 700 Mark mehr als bisher, für die Tonne Weizen 2300 Mark, für die Tonne Gerste 2000 Mark oder 100 Mark weniger als bisher und für die Tonne Hafer 1800 Mark oder 300 Mark weniger als biSbev. ... _ .

Hauss« gen in München.

en Abgeordneten m

von mehreren sozi ... ______M ...

durch Polizeiorgane durchsucht. Die Durchsuchung er­folgte auf Anordnung des Ministerpräsidenten.

Vorläufige Zurückstellung »er netten Steuergesetze.

w Berlin. <F. G. A.) Der Aeltestenrat des Reichs- rages hat beschlossen, daß die Bercunng der neuen Steuergesetze solange zurückgestellt werden soll, bis un­ter den Parteien eine Vereinbarunq über die gemein­samen Beratungell der Gegenstände zustande gekommen ist. Es sollen nur noch vor den Sommerferien kleinere Gesetzentwürfe erledigt werden. Am Donnerstag näch­ster Woche wird der Reichstag in die großen Sommer­serien gehen.

Erzberger über die Reparationsfrage.

** Paris. (H Z.) DaJournal" veröffeittlicht Aeu­ßerungen, die Erzberger feinem Berliner Vertreter ge­genüber über die Reparationsfrage gemacht hat. Erz­berger glaubt, daß das Londoner Abkommen unter ge­wissen Bedingungen erfüllbar sei. Aber dieSankrw- nen" müssen aufgehoben und die oberschlemcbe Frage müßte entsprechend gelöst werden. Erzberger sprach sich sehr scharf gegen die Ansfubrabgabe aus, die allen nwg= lichen Betrügereien Tor und Tür öffne. Die geplanten neuen Steuern würden keinesfalls die erwarteten 20 Milliarden einbriitgem Das einzige Mttel, die uns auf­erlegten Veipslichtungen zu erfüllen, bestehe in einer Er­höhung des deutschen Kvhtenpreises auf 500 Mark.

Eine Rote Rußlands an England.

** Rotterdam. DieTimes" melden, daß die Sow- jetregierimg von der englischen Regierung die sofortige Freilassung der in Konstantnwpel verhafteten und auf englische Kriegsschiffe gebrachten russischen Sowjetver- treter verlangt habe. Die Note droht mit Sem Abbruch der Handelsbeziehungen, falls England dieser For­derung Rutzlmids nicht nachkormue.

Die Königswahl in Ungar».

tx Basel. Aus Bern wird gemeldet, daß der schwei­zerische Bundesrat die Aufenthaltsbewilligung des Er- kaisers Karl m der Schweiz bis zum 30. September verlängert habe. Nach einer Meldung aus Berlin hat in Budapest der Reichsverweser Horthy erklärt, daß die Königswahl in Ungarn unter allen Umständen Anfang September statt finden würde.

Plan einer Bölkerbank.

>* WaMngtoii. <F. G.-A.» Im amerikanischen Se­nat ist ein Antrag eingebracht worden, in Oteunpr! eine Bölkerbank zu gründen. Das <siniuöimgSkapital von zwei Milliarden vierhundert Millionen Dollar soll in 249 Aktien zu je zehn Millionen Dollar auSgegeben werden. Die Bank soll die Funktionen eines interna­tionalen Fknomzagenten ausübeu. Die Bereinigten Staaten und andere Regiernnlzen sollen als Akiümäre zugelassen werden.

Allerlei vom Tage.

e-* Der deutsche Botschafter in Tokio Veranstalter zum erstenmal einen empfang der in Japan lebenden Deut­schen. Die deutschen Kolonien in Tokio und Nokoheum Halieu einen bedeutenden Zuwachs erhalten.