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^ersfel-er Tageblatt

HersfetKer Kreisblatt"

Amtlicher Anzeiger für den Kreis Hersfeld

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r Scang §unk in hersfelü. Zernsprecker Nr. 8.

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Nr. 168

Donnerstag- den 21. Juli

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1931

Deutschland und Amerika

DieChicago Tribune" meldet aus Paris: Der Lhemalige Geschäftsträger Dresel hatte gemäß direkter Aufträge aus Washington Unterredungen mit dem Au- jenminifter Dr. Rosen über die Frage, wie die Frie- Deusbedingungen zwischen Deutschland und Amerika feftgefteUt werden sollen. Ueber den Inhalt dieser Ge­spräche ist der Korrespondent derChicago Tribune" in der Lage, einiges mitteilen zu können. Er erklärt, daß die amerikanische Regierung Anregungen der deutschen Regierung zu haben wünsche, wie der Friede am wirk-

der Lage, einiges Mitteilen zu könne, die amerikanische Regierung Anregu Regierung zu haben wünsche, wie der _____ grasten gestaltet werden konnte. Der Geschäftsträger resel erhielt vom Washingtoner Staatsdepartement außerdem zahlreiche Anfragen, die er im deutschen Aus­wärtigen Amte vorzulegen hatte. Jedoch erklärte der Geäwhrsmann derChicago Tribune" die Nachricht als falsch, daß eine amtliche Note betreffs des Friedens be­reits in die Hände der deutschen Regierrmg gelangt wäre. Es wird angenommen, daß der Gedankenaus­tausch zwischen Dresel und Dr. Rosen die Stellung des Präsidenten Harding in dieser Frage bedeutend erleich­tern würde. Deutschland blicke auf die Bereinigten Staaten als die einzige uninteressierte Mach:, die an der Ausarbeitung des Friedensvertrages mitgewirkt habe, und Deutschland hoffe deshalb auf Amerikas Un­terstützung bei der Lösung der Saarfrage, der oberschle- sischen. der Danziqer und anderer Fragen, die Deutsch­land als ungelöst betrachtet. Dazu wird erklärt, daß bet den FrieSenserörterungen, die jetzt zwischen Dresel und anderen Personen stattsanden, von deutscher Seite diese Fragen nicht aufgerollt werden könnten, weil ihre Lö­sung im Sinne des Versailler Friedens seinerzeit mit Zustimmung Amerikas erfolgt sei.

auf die Tagesordnung gesetzt würden. Es sei z. B. möglich, daß Briand es vorziehen würde, die Frage des Orients gegenwärtig vor dem Obersten Rat nicht er­örtern zu lassen.

Jtalie« schließt sich au'.

»* Der italienische Gesandte in Berlin hat einen gleiche« Schritt, wie ihn der französische Gesandte am Sonnabend in der oberschlesischen Frage tätigte, unter­nommen.

EinvSbnfnug des auswärtige« Ausschusses?

^ Berlin. Die Mitglieder des Ausschusses für aus­wärtige Angeleaeirheften im Reichstage fordern die Ein­berufung des Ausschusses behufs Stellungnahme zu der neuen Drohuote Frankreichs über Oberschlesien. Eine Entscheidung über den Antrag steht noch aus.

nommen. Nach Anzeige der LandwirtschaftskammL. für Brandenburg fehlen auf den brandenburgischen Gü­tern über 1100 landwirtschaftliche Arbeiter.

Ein englischer Millionenkredit.

** Halbamtlich wird gemeldet: In den letzte« Tage« ist zwischen der Eiufnbrgesellschast für Getreide- «vA Futtermittel mit Zustimmung des Eruähruugsmmiste- riums und des Reichsfinanzministeriums ein Abkou»-

wen mit einer großen Gruppe troffen morde«, «ach dem der Kredit in Höhe von zunächst 3 ling zur Verfügung gestellt mi käufe von Uebersee.

Baske« «es fellschaft ei*

Deutsch-amerikauische Verhandlungen.

*>* Berlin. (B. T.) Washington hat ofstziell mitge- teilt, daß zwischen dem amerikanischen Vertreter in Ber­lin, Dressel, und dem Außeirminister Dr. Rosen Ver- Handlungen bezüglich des Abschlusses eines Vertrages Mischen Deutschland und Amerika begonnen haben.

Die deutschen Vermögen in Amerika.

** Rotterdam. DieDaily Mail" meldet aus Wa- jhftrgtou, daß sich der amerikanische Senat und das Re­präsentantenhaus bis zum Herbst vertagt haben, ohne die gesetzliche Regelung der Freigabe der deutschen Ver­mögen in den Bereinigten Staaten erledigt zu haben.

Deutschlands wachsende Handelsflotte. MW

SJtrmtnrra^lme^

nach Südamerika vertreten sein. In diesevr Monat werden mehrere im Bau befindliche große Dampfer fertiggestellt sein.

Die EnlroeilfiEing in overjchiejten.

m Von den polnischen Aufständischen in Stärke von etwa 2 Regimentern, die in Hohensalza entwaffnet werden tollten, leistete nur ein klemer Teil dem Befehl, die Waffen abzuliefern, Folge. Als Grund gaben die Meuternden an, der Staat schulde ihnen den Lvld in deutscher Währung. Erst nach einer Salve, wobei es zwei Tote und 15 Verwundete gab, konnten sie ent­waffnet werden.

Gegen die oberschlesische« Morde.

9^ Eine Anfrage eines Reichsratsabgeordneterr be- schäftigt sich damit, daß in Oberschlesien eine Reihe deut- scher Eiseubahuangestellter von den Polen ermordet worden ist und ersucht die Reichsregierung um Aus­kunft über die Schutzmaßnahmen.

Polnische Greueltaten.

«.In den oberschlesischen Wäldern sind soeben die verscharrte« Leichen des Amtsvorstehers Wagner aus Gascowitz, des Polizeiwachtmeisters Rrchter aus Ryb- Mk und des Gerichtsaktuars Herbert Seidel aus Ratr- bor aufgefunden worden. Seidel und Richter stud aus einem mtae der unter der verantwortftchen Leitung der interalliierten Kommission nach Ratibor^fuhr, m s,0M ciHfiiraenten herausgeholt worden. Wagner wurde zerstückelt. Den Gerichtsaktuar Seidel haben die^pol- nischen Insurgenten, nachdem er einen Bauchschuß er­halten hatte,'zu Tode gequält.

England läßt Frankreich allem!

»^Berlin. Wie das Berliner Tageblatt hört, wird «ich der englische Botschafter in Berlin dem Protestsemev rranzösifcheu Kollegen im Hinblick auf die oberschlesische Frage uicht anschließen,

England im Gegensatz zu Frankreich.

,» DieMorningpost" erfährt aus guter Quelle, dai; die englifche Regierung den gegenwärtigen Zeftpun.i ftir geeignet halte, eine Sitzung des Oberjten Rates ab- Inhalten, in der die Berichte der Oberkommission der Alliierten geprüft und das oberschlesische Gebiet b"1*^' teilt werden könnte. Der letzte Vorschlag Briands. ixr «>iner Piertaaung des Obersten Rates ins Endlos. - yMiU) komme, habe in England sehr enttäuscht. Grotz- britannien könne nicht die Kosten^er ^Eren Ver- SSÄ* W Wer'Ä ' We? die Frage der Entlassung der Truppen des Gerre- rals Höfer eingelettet. In englischen Kre>sen berrW die Anschauung vor, daß Frankreich den Zusamnwn- tritt des Obersten Rates deshalb nicht wünscht, wcrl keine Tagesordnung festgesetzt wurde. Es WnE leicht Leschebön, daß auch andere Tranen als die oberschlcumie

Die Vorgänge in Krappitz.

9b* Die LondonerDaily Mail" hatte eine Aufsehen erregende Meldung gebracht, wonach in den französischen General Gratier geschosst An zuständiger Stelle wird nun erklärt,dc.^ ... ____ ein solches Attentat nicht vorgekommen fei Dagegen ist richtig, was bisher verschwiegen worden ist, datz die Stadt ohne ersichtliche Ursache plötzlich von den Franzo­sen kriegsmätzig besetzt worden ist. Die Polizeistunde wurde sofort auf 9 Uhr festgesetzt. Zahlreiche Arbeiter und Privatleute, darunter ein Arzt, die von diesen Befehlen nichts wußten, wurden auf der Straße ver­haftet und zum Teil mißhandelt.

Frankreich le«Ä ei«.

ü^- Die offenbar ablehnende Aufnahme, die nach den in Paris vorliegenden Blätterstimmungen die franzö­sische Note in den politischen Kreisen Englands gefunden haben muß, scheint auch Paris wieder z«r Besinnung S" icht zu haben. Man erkennt unschwer die neuen

liniert des französischen Ministeriums des Aeutze- ren, wenn die Pariser Abendblätter am Dienstag be­reits zum Rückzug blasen und übereinstimmend ver­sichern. daß Brianö keineswegs die Hinausschiebung der oberschlesischen Entscheidung auf ungewisse Zeit beab­sichtigt habe und daß nichts im Wege stehe, wenn der Oberste Rat sofort nach der Entscheidung der Sachver­ständigen zusammentrate, um die oberschlesische Grenze endgültig zu regeln.

Die Flüchtlinge aus Dberschlefien.

6»* Die während des letzten Aufstandes in Rybnick festgesetzten Geißeln sind am Dienstag freigelassen wor­den, während ein hohes-egeld für sie bezahlt worden nwr . Die Unvr > "^-^^-^£^^^**1

' Krappitz auf . ,sen worden sei. 4, daß in Krappitz

Scheidema«« Reichspräsident?

DerTag" bringt die Meldung, es verlaute go- rüchtwetse aus Cassel, daß Scheideummr Reichspräsident werden wolle.

Für ei«e bürgerliche Einheitsfrovt.

** Das führende Reichstagsmitglied der Deutschen Bolkspartet für Hamburg, der Hamburger Senator Dr. Pieper, griff in einer Münchener Ata nenveriarmnliutg als Hauptredner des Abend die beiden Träger der Reichsregierung, den Reichskanzler Dr. Wirth und den Wiederaufbauminister Dr. Rathenau auf das aller- schärfste an. Er bezeichnete Berlin als das deutsche Schwächezentrum, dessen Nachgiebigkeit Deuffchland und das deutsche Volk zugrunde richte. Die Rede des Dr.

" elte in der Aufforderung zur Bildung einer

Pieper bürgerli

)en Ernhertssront m Nord und Süd. Die Folge« des verteuerten Brotes.

** DerVorwärts" betont in einem Artikel, der Plan der Brotvertcuerung werde «ene Lohukämpfe der Arbeiter und neue Gehaltsforderungen der Beamte« zeitigen. Der Mittelstand werde jämmerlicher als je zuvor darben. Es werde die Aufgabe der Gewerkschaf­ten sein, wenn nötig, die politische Macht der breite» Massen in Deutschland zu Hilfe zu rufen.

Keiu Lohnabbau?

* Die Gewerkschaften erklären, daß infolge der Brot- preiserhöhung an einen Lohnabbau in absehbarer Zeit nicht z« denke« sei.

Die feindliche« Brüder.

»* Berlin. <B. Z.) Die Vertreter der deutschen kom­munistischen Arbeiten ei wurden voo der.

amtlicher Feststellung bis zum 15. JNU mliwu.

Das NerchsLaSinett blewi.

^ Halbamtlich wird mitgetellt, daß die. veuerdiugs anftretenden Gerüchte, das Neichskabiuett fet zum Rück­tritt cutschlosseu, nicht zntreffeud feien.

Tokios Mißtrauen.

Der japanische Marineminister erklär^ in einer Unterredung:Japan hat weder die Mittel, ein Wett­rüsten mitzumachen, noch das Recht, Gefahr zu laufen, isoliert zu bleiben, falls er an der Wafhmgtoner Kon­ferenz nicht teilnimmt und sich der EtmschranUrng der Stüstungen widersetzen wurde. Es ist klar, daß sich m den Vereinigten Staaten und in England die öffentliche Meinung immer mehr für eine Abrüstung aussvricht und auch Japan nötigt, den ihm angebotenen Beratun­gen nicht fern zu bleiben." Graf Lkuma betonte semer- seits, die Zukunft Japans werde von den Abmachun- gen in Washington abhängen. Japan hat den Auftrag seine Rechte in Asien zu verteidigt. Aber auch die Vereinigten Staaten werden alle Anstrengungen ma­chen, die Tätigkeit Japans in China und Sibirrmt sin- zudämmen und werden deshalb die Ansprüche Chmas unterstützen. Die Teilnahme Großbritanniens, der Vereinigten Staaten, Frankreichs und Italiens an der Abrüstungskonferenz erscheint serechtferttgt, jedoch ver­mögen die Japaner mcht emzusehen, warum auch China nach Washington geladen wird.

Manneszucht!

Auf dem Münchener Sttstungßfest des Vereins deutscher Studenten hielt General L«de«dorff eine An­sprache, in der er u. a. erklärte: Viele schöne Worte seien hier gesprochen worden, von Liebe gum Vater­lande und zur Opferbereitschast, aber ein Wort habe

scheu Volkes und vor allem , mich in den Reihender deutschen Studentenschaft sei die Bora«ssetz«ng für alles andere. Sie fehle heute noch sehr, und schlimm werde es werden, wenn erst aus den Reihen der Studenten­schaft die alten KRegsteilnehmer verschwur^ Darum könne er sich auch nicht an mesem Abend mit zukunftsfrohen schönen Worten an die Versammlung wenden, sondern nur mit schweren Sorgen. Diese Sor­gen, die durch den Verlauf des.Erlanger StWententa- ges sogar vermehrt werden, minien emmÄ offen aus­gesprochen werden: wenn man sich darüber Aurweg- täuscht, leiste man dem Vaterlande einen schlechten Dienst. __

Das ReichskaRuetsnüd^ie Stenerm

** Berlin. Das Reichskabinett hat.dle Steuervor. läge verabschiedet. Der Reichsrat wird sich am kommen­den Sonnabend mit ihr beschäftigen

SenÄTÄ^ '" »

BmoAen hätt Mi Monat Juli um 5100 Personen zuge-

und unter _

Die «eueaLeipzig-ProzEe".

*-#- Leipzig. Die Wiederaufnahme der Kriegsbefchul- Sigten-Prozesse in Leipzig beginnt am 19. September Für die Monate September und Oktober liegen noch 16 Strasantrage vor. Erst noch Erledigung dieser An­träge kann die erste Serie der Kniegsbeschuldrgteuprv- zesse als beendet angesehen werden.

Die englische Kommissio« über Leipzig.

** Rotterdam. Einem Bericht desDaily Telegraph" zufolge ist die britische Kommission in Leipzig »ach England zurückgekehrt. Es wird erklärt, daß die in Leipzig gefällten Urteile nicht als befriedigend,angese­hen werden könnten, datz sie aber keinen Anlaß geben könnten, die noch dem deutschen Reichsgericht vorlrege»- den Anträge zurückzuziehen.

Zu den Erfolgen der Griechen.

* Einer Athener Meldung zufolge haben die Grie

K Daily ChrLricle" meint: Die Furcht dw g Türken an den Tag legen, laßt bunhbltcken, daß die Bedrohung der strategtscheu Elseubahnen durtb Me Griechen ernst zu nehmen sei. Das Blatt tritt dafür ein, daß England sich nicht an dem Kriege beteilige, be­vor es nicht selbst angegriffen werde, und daß e5 fetne vermittelnden Dienste nur dann andrste, wenn diese ge-

wünscht würden.

Belgiens Sozialdemokratie nach Gorlitz.

* In einer Versammlung der sozialdemokrattsche« Partei Belgiens wurde beschlossen, der Einladung der deutschen sozialdemokratischen Partei zur Teilnahme an dem Parteitage in Görlitz Folge zu leisten.

Die irische« Verhandlunge».

* De Balera soll aufgefordertwerden, am®om^ tag wieder mit dem englischen 'Premierminister SNsam- menzukommen.

Evglifche Kriegsdoknmente.

o* Geuf. DerTemps" meldet, datz die französische Regierung der VeröfferUlichung der englischen DÄw- mente über den Kriegsausbruch zugestnnmt H<K. Die Veröffentlichung soll in mehreren Banden erfolg, de­ren erster Band Ende dieses Jahres erscheinen soll.

Griechenlands Ziel.

^ Zürich. DerSecolo" meldet aus Athen, daß d«A 2500 türkische Kriegsgefangene emgetw^ weitere Meldung besagt, Satz in Athen 250 gefangene «c- mallsten und 100 russische Truppen als KriegvMfawE eingetroffen sind. Die griechische Zeitung«SnAw» schreibt, daß die griechische Offensive nur nach Besitzer- areifuna der gesamten von Griechen bewohnte« Orte a? der kleinasiatischen Küste beendet wiirde.

Leve»smittel««rnhen in Grasdenz.

(B. T.) Aus Graudenz wird gewcid

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w< Berlin. («* ««^ »»»«vm^

daß dort über die furchtbare Teuerung große herrscht, die auf den Wochenmarkten zu N^n

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