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Lksfel-sr Tageblatt

f FnZttgriipreiü für dir einspaltige Prtilzcilc vSrr $ r OecenKaum 40))fennig, für auswärts 60Pfennig, : die Reflamegeile 1.50ttiar?. Bei IDieOeeMungen $ | Nachlaß. » §ür die Schristicitung veraiitwortüch ;

Kranz Knick in hersfelü. Kernsprecher Nr. S. :

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ntiimer NnLemLe küN ö&ti Mers KekELQ ; B^r»^ in B^id, mnghed des vdzv. ;

MnLücher Anzeiger für den kreis Hersfel-

' Ne. 219

Vayerrzs URlmsek an Wirth.

Im ständigen Ausschuß -es bayerischen Landtages Mb Staatssekretär Schweyer eine Erklärung ab, in der es it a. heißt: Bei der gespannten Lage ist es vollständig begreiflich, wenn in der Öffentlichkeit die größte Er­regung über die vom Reichskanzler gemachten Darle­gungen herrscht. Namens der bayerischen Staatsregie­rung habe ich dazu folgendes zu bemerken: Es ist zu­nächst auffällig, daß der r"^

Weißmann in der Sache Reichskommissar. Bayern muß sich nachdrücklich gegen verwahren, daß ein Organ eines anderen Bnn- desstaates in Bayern tätig wirkt, ohne sich mit der baye­rischen Regierung ins Benehmen zu seyen. Man hätte erwarten dürfen, daß man wenigstens nicht auf Kinder­märchen wie das angebliche Vorhandensein emes ver­schanzten Lagers in der Nähe von München (Heiterkeit) und die Ueberwaclmng Ebrhardts durch bayerische Po­lizeibeamte hineinfällt, und was weiterhin den angeb­lichen Verkehr des Polizeipräsidenten Pöhner mit Ehr- Hardt betrifft, so ist folgendes festzustellen: Als-nach dem Kapp-Putsch im März 1920 die Marinebrigade Ehrhardt ausgelöst wurde, kam Kapitänleutnant Ehrhardt aller- Nngs einige Male in das Polizeipräsidium in München und auch in einige andere bayerische Stellen, um dort wegen der Unterbringung einzelner Gruppen seiner Leute vorstellig zu werden. Es handelt sich ausschließ­lich um die Beschaffung entsprechender Arbeitsgelegen­heiten. Zur selben Zeit ging Ehrhardt auch im Reichs- wehrmiuisteriuul unbeanNündet ein und aus. Es war damals noch in keiner Weise bekannt, baß ein Haftbe­fehl gegen Ehrhardt vorlag, der erst vom 15. Februar stammt. Ich habe den Eindruck, daß der preußische vorgegang-n ist und ich kann mich nur wundern, daß Staatskornmissar in seinem Bericht höchst leichtfertig der Reichskanzler sich diesen Bericht zu eigen gemacht hat, ohne sich zu vergewissern. Nach kurzer Debatte wurde die Erklärung des Staatssekretärs vom Ausschuß

es zu bemerken: Es ist zu- ier preußische Staatskommissar tätig geworden ist und nicht der _ - da-

zur Kenntnis genommen.

Seusationslüsteruheit.

Eigene Draht«, unseres Berliner M.-Mitarbeiters.

- - -^. "> " am Mittag" ^, __________euren bei Ro- berft Bauer, Kapitän Ehrhardt des Öfteren mit jenenver- n" beraten haben, hat in

»-* Der sensationelle Bericht derB. Z. Aber die Vorgänge auf dem Schloß Neube

4-Ielllleim^uprLLLH

schanzen Kappistenleuten" beraten haben, öat tu Mün- ,<2,, ßeareiflidie Aufregung erregt. Wie die Schloyoer- waltung auf Anfrage mitteilt, ist ihr ^^)ts davon be­kannt daß irgend eine der genannten Persönlichkeiten jemals auf Schloß Neubeuren Gast gewesen ist. er Schloßverwalter ist bereit, seine Aussage jederzeit etd- rjch erhärten. Die Baronin Herwarth ooit Bif.er.d

Q^if ftfiwcr leidend# c§ sei öc»5^ wd^ aend des ganzen Sommers auf dem Schloste itberharrpt N Lst empfangen GenerÄ Herwarth weilt

^ K^in M RoM^ neue? ^tNungen de^ Wir geben diefe Mit- -teMngerr des Berliner Sensationsblattes nur in Er­füllung unserer CSronistenyflicht wieder, weil sie' ßcher ÄÄ\Ä^ BBöB®äää Staatssekretär Dr. Schweyer im Landtagsaltsschuß ab­gegeben hat. _ .

Der Konflikt zwischen Berlin und München.

«»tritt <V. Z.) Die bayerische Regierung hat «K KÄÄWr Äfa®»^ kür d^ö feuMche Ordnung Beamten mit Ermittelnuge«

M kört besteht die Absicht, der bayerischen Re- aU SS H^MM ® KSÄX»Ä^ LS'LL^

Sitzung des preutzischw KabmcW darübm ^u^m nu Der"bayerischen' Regierung soll witgeteilt werden, daß der direkte Verkehr untergeordneter meußlscher ^teuen 8erausqebildet 6«6e. ^s, der SwatskonniMar ane, n die Reichsbehörden berichtet. ^....itsreMte

dahin beschränkt werden sollen, daß sie in kein HotzUG- recht eines Landes eingretfen dürfen ««b daß insve- , Sere der Vollzug eines Ausnahmezustandes Sache der t Landesregierung sei.

Bayern will einen eigenen Staatsprästdentcu.

^ w München. Der Alltrag der Bayerischen^"U^ - ") tei auf Schaffung eines Staatsprasideutenpoveus

l2rat daß di^ einen Gesetzent-

wÜri vmleg , der einen Staatspräsidenten an der Spitze - ^V\sSreaierunfi vor-sieht. Er soll Bayern nach au- vertreten ^l Präsidium des Lalldtags ge- wMer,nahen Gesetzentwürfe und Staatsvertrage verk«n- "en dw Minister im Einvernehmen mit dem Landtage

ttenfeld

Montag- den 19# September

berufen, die Beamten ernennen und Straferlaste ergehen lassen.

Die Stellnug der fräukischen Demokraien.

m- München. Von den fränkischen Organisationen der Deutsch-demokratischen Partei wird erklärt, daß eine Koalition mit den bayerischen Mittelparteien unter kei- nen Umständen mehr möglich sei und daß auch die Per­son von Kahrs als Ministerpräsident unannehmbar sei. Politisches Ziel müsse eine Koalitimr von der Deutschen Volkspartei bis einschließlich der Mehrheitssozialdemo- kratte sein unter Sluertcnnung der Reichsverfassung und Ablehnung jeder Kampffrontpolittk.

Verhandlungen mit Kahr.

w Die Bayerische Bolksparlei ist mit Herrn von Kahr bereits in Verhandlungen getreten, die Ministerprä- sidentschaft wieder zu übernehmen. Der Landesvorstand der Bayerischen Volkspartei tritt am nächsten Montag, der Landesausschuß der Partei am Nachmittag in Mün­chen zusammen. Der Landesausschutz der bayerischen Mittelparteien (Deutschnationale und Deutsche Volks­partei) wird dagegen am Montag in Nürnberg tagen. Die Demokraten werden am Montag und Dienstag in Müttchen beraten. Beim bayerischen Landesamt laufen fortgejetzt zahlreiche Telegramme und Schreiben aus den Kreisen aller Koalitionsparteien ein, die dem Minister­präsidenten das Vertrauen und die Erwartung aus- sprechen, daß er in sein Amt zurückkehre.

Eine Frage an Dr. Weitzmann, x DieBerliner Morgenpost" schreibt: Staatskom- mtffar Weißmann muß zu den amtlichen bayerischen Erklärungen umgehend Stellung nehmen. Schon die nächsten Stunden müssen volle AnskMung darüber bringen, daß die im Reichstagsausschatz gegen Bayern erhobenen Anklagen nicht leichtfertig erhoben worden sind. Auch rollte die Stellung des Reichskommissars für die öffentliche Ordnung einmal erläutert und be­gründet werden, warum die sicher notwendigen Schrrtte in Bayertt nicht von einem Organ des Reichs, sondern von preußischen Polizeibeamten erfolgt find. Denn dar­über besteht wohl allseitig Uebereinstimmung, daß sich preittzische Beamte in Bayern der geringsten Belcebthect erstellen» größerer Zahl hinzugezogen werden als bisher. Die «tetEchunaei baden lediglich den Z'^ck, die Vertreter per iötttttww rttfgvMivw.';.vas «v.'4>*. ^-»^' i>'' <«u»- ratungen nicht unterrichte^ waren.

Die Suche nach GoLd.

»* Die Besprechungen wegen der Beschaffung einer Goldauleihe werden,, wie wir erfahren, zwnchen den Berireier» der Regierung und den führenden Männern der deutschen Volkswirtschaft fortge-etit Nachdem W Frage Freitag vormittag rm ReparatkonHaüKchutz des Reichswirtschaftsrats erörtert worden war, schloß sich am Nachmittag eine neue Beratung an, an der auch der «kleichskauzler teilnahm. Sonnabend vormittag findet eine Besprechung statt, zu der die Bankdirektoren in weit eine ^u^w c^^er Neichsregieruug.

DieKöln. Ztg." schreibt: Seit etwa 14 Tagen M ein Plan in Arbeit, der in seinem Entwurf und m sei­nen Arcsmatzen das Gewaltigste dariteUt, was bis K-n zur Rettung des Vaterlandes ersonnen worden m. Die gesamte deutsche Wirtschafr ist eoen daher, den lügenhaf­ten Curtius-Sprung in öen?ibgrmw unserer Not zu tun, um ihn zu schließen, und so uns über den klaffenden Spalt hinüberzuhelsen. Die Arbeit ist zwar nwd uW abgeschlossen, und es wäre gut gewesen, wenn sie in der Stille vollends hätte ausreij-n konnem E» wandelt sich bei dem Plan um die Aufnahme einer großen rut»«- Mndsaulcihe, der als Sicherheit -re gestmte deutsche Wirtschaft dient, der Gemmtbesitz der Industrie, der Landwirtschaft, der Banken der Gewerkschasten usw. Von einer Staats- oder Reichsanleihe kann also keine Rede sein, sondern gewissermaßen von ^CZ.^^ in Genreinschaft mit den anderen W^duktivstaliden durch Vermittlung der Banken. Ueber die Art und Weist rie- fer Anleihe wird Näheres erst später bekannt rverden, indes kann soviel gesagt werden, daß sie die tmldeiw nnd ungefährlichste Form darfteRt, die benkbar ist und die es gestattet, das gegebene Pfand eines Tages wieder einzulöstik und heimzuholen. Die «Ritwn. Gesetzent­würfe sind schon zievrlich weit gediehen. Sobald sie erst einmal vorliegen werden, wird t«ch svigerr, daß all d e Phrasendrescher, die bisher von der Opferscheu der Sauptträger der Volkswirtschaft so ^ut geschwafelt.ha­ben, zum Schweigeu verhalten sind Die nächsten Ver­handlungen werden mit Vertretern der Lanöwirisöm,. abgehalten werden.

DerVorwärts" schreibt in seinem Leitarttkel, den erDauaer-Gescheuk" überschreibt, zur ^'^ge der In- dustriehülfe: Die Sozialdemokratie hat keine Veranlas- snng, von ihrer grundsätzlichen Forderung nach Erfas- fung der Goldwerte auch nur um Haaresbreite abzuge- ben, ehe die Gegenseite durch unzweideutige Fasiung ih­rer^^ Vorschläge Auskunft darüber gibt, ob es sich hier um eine Hilfe für die Republik oder mu eine der patriotisch ausgemachten Bluffs handelt, wie sie uns fett dem Kriege nur allzuoft geleistet worden sind.

DieGermania" gibt in ihrem LettarMel die Ant­wort auf die Ausführungen desVorwärts ' indem sie bezüglich der Konferenzen des Reichskanzlers mit den Vertretern der Industrie erklärt: Die Besprechungen haben den Erfolg gehabt, daß die Industrie sich durch ihre berufenen Vertreter bereit erklärte, ihre Kräfte zur Versttauna zu stellen und der Reicbsreaiernng das not-

1921

wendige Gold zuzumyren. Es ist also ganz klar, SW das Wie noch eingehender Beratungeir unterliegen uwtz. Wie wir hören, soll das, was die produktiven Stände aufbringen, und das, was der Besitz durch evtl. Belg- stung tragen muß, ein so deutlich sichtbares Opfer sein, 1 das es auch politisch einer Mehrheit im Reichstage zu einnöglichen möchte, die großen Steuergesetzentwürst; glücklich und rasch zu Ende zu führen.

Las Gebot der Stunde.

Die volksparteiliche Abgeordnete Frau v. Oheimb äußert sich jetzt in derMagdeb. Ztg." über die Stellung ' ihrer Partei nad) rechts und links. Sie schreibt: Die Deutsche Bolksvartei stellt den nationalen Gedanken über den Bereich der eigenen Partei hinaus auch Sie Sotztaldemokratie mit dem nationalen Geiste erfüllen. Die Macht der Idee muß über Idee der Macht gestellt werden. Auf diesem Wege treffen wir uns mit den Be­strebungen führender Sozialdemokraten, die sich bemü­hen, ihre Genossen zu staatspolitischem Denken und Wollen zu erziehen. Will man die bürgerliche Eiuheits- front und den Kampf gegen die Sozraldemokratie, so werden die Ansätze vernichtet und die Sozialdemokralem in das radikale Fahrwasser getrieben. Nicht aus Partei-. Interesse, um unsere Parteiführer in die Regierung zu setzen, geht unser Bestreben für die Politik der Mitte hervor, sondern aus dem klaren Empfinden, daß wir endlich zu einer stetigen Politik kommen müssen. Wir brauchen einen festen Regierungsblock aus starken par­lamentarischen Gruppen, die die überwiegende Mehr­heit des Volkes hinter sich haben. Nur so kann e«e Politik auf lange Sicht getrieben werden, und die Nu- ruhe, die unser politisches Leben beherrscht, endlich oer-' schwinden. Der ständige Regierungswechsel schadet um? unendlich im Innern und vor allem in der auswärtige» Politik. Das Ministerstürzen muß aufhören. Sarmu- lung aller auf dem Boden der Verfassung stehenden Ele- mente und Mitarbeit aller Volkskreise an den Aufgaben des Wiederauftzanes ist das Gebot der Stunde.

Sie

acht gestellt

Das besetzte Rheinland.

Nach den Mitteilungen des preußischen statistische» LandeSamtes über Größe und Bevölkerung des besetz- tett Gebietes (getrennt nach den 3 Zonen der S-, KP, 15* jährigen Besetzung) umfaßt das gesamte im Westen be- ***" «««.. ®.i «ho ^«AwtfiuiöT.. das Und 6.6 » S.

völkerung Deutschlands. Bon der Rheillpromnz, d^ nach Abtretung von Errpen-Malmedy noS 26 0M Q«»- Sratkilometer groß ist, sind die RegierungsbeL^ Aachen 31066 Quadratkllom. und Trier 5700 ^M- dratkilometer ganz, von den Regierungsbezirken Düs­seldorf 3395 Quadratkilom., Köln 2679 Qnadratklom und Coblenz 4638 Quadratkilom. besetzt. Mit dem Saargebiet 1484 Quadratkilom. gehören demnach 21 057 Quadratkilom., das sind fast 31 v. H. der gesam­ten Rheinprovinz, zum besetzten Gebiet. Der Regie­rungsbezirk Wiesbaden ist mit 2343 Quadratkilom., von der Besatzung betroffen. Außerdem find vom Freistaats Hesien 1812 Quadratkilom. mit 466150 ®inwoönern, von Oldenburg durch den Landester! Brrkemeld . Quaöratmeteim mit 50500 Einwohnern besetzt (Die auf Grund derSanktionen" besetzten Gebiete sind in die-! sen Zahlen nicht einbegriffen^

Der Kampf gegen die Zmangsmahnahme«.

Die halbamtliche Mitteilung der deutschen Reade- ruug, worin die alliierten «Regierungen für die ernsten wirtschaftlichen Folgen durch die Beibehaltung der

wortlii

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§eMManS^ha^e die' R^arattonsbedtngungeu ÄUße*' ÄÄ LÄSÄSÄ

mit dem Beschluß der franzostschen R^renma, die Sanktionen" veizubehalten, ewig sei und wie ölest Ver­weigerung einer einfachen MaßnaM

Deutschland aegenuber überhaupt verteidigt weroeu, könne. Der Aufrechterhattung dersanktionen", nach­dem Deutschland die Reparationsbedingungen ange- sk sy ®«s ®^^Fmk K shÄÄÄ^ L«- rasch beseitigt würden.

Ohne Vorbehalt und Bedingungen.

B^&Ä^W^O zwardie erste Milliarde gezahlt, sichabe bisher aber n. < nicht ihre Eillwilligung zu der Schaffung einer tu. alliierten Kontrollkvlmntssion erteilt Die Regier des Deutschen Reiches habe zwar in chrer Note v 26 August erklärt, daß sie unter gewissen Vedwamw in'eine Kontrolle der deutschen C'M-und Auswhi millioen werde. Brrand habe darauf uhristlicy m wartet und zugleich den deutschen Botscbaster tn P darauf aufmerksmn gemacht, daß die Aufhebung ivtrrschaftlichenSanktionen" von der -orurellen i lestr Bedingung abhauge. t hieranf nicht eingeaange-

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tlosen Annahme die' deutsche Antwort £-----..

könnten die wirtschaftlichen »Sanktionen"

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