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HersfelSer Tage

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Scans $unE in Hersfelö. Kernsprecher Nr. 8.

tzersMer HretoMatr

Amtlicher Anzeiger für -en Kreis Hersfel-

Nr. 224

Sonnabend, den 24. September

EritfieHTjedeinJoSenfag. Bor Bezugspreis befragt im Daraus zabtbar, für Bersfeld 9.00 MK., durdi

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: ins Raus. Druck und Vertag Don budmig Funk Budidru&erei in ßersfeld, tllifglied des VDZV.

W21

r Das neue bayerische iliiniflßrium.

? M Der neue bayerische Ministerpräsident Gras Ler- ; chenfeld hat im Landtage die Zusammensetzung der neuen ; Regierung bekannt gegeben. Das Ministerium ist wie Dlgt besetzt worden:

; Miuiste-präsident, Minister des Aeutzeru und Ju- guister Graf Lercheufeld, Minister des Innern Dr. wer, Finanzmirrister Dr. Krausueck, Landwirt- Wutzltzvfer, Handel, Industrie u. Gewerbe Hamm, le FÜrforge Oswald, Kultus und Uttterricht Dr. Matt. Der Landtag erklärte zu dieser Ministerliste seine Znstimmnng.

Der Landtagsprästdeut dankte dann unter dem Bei­fall der Mehrheit der früheren Regierung, besonders dem Mittisterpräsideuten Dr. von Kahr, der in autzeror- deniiich schwerer Zeit die Regierung überuvunnen und dem Baterlaude wertvollste Dienste erwiesen habe. Er glaube, im Namen der großen Mehrheit des bayerischen 1 Volkes zu sprechen, wenn er sage, daß die Gefühle des Dankes und der Verehrung im Herzen eines großen Teiles der bayerischen Bevölkerung auch in Zukunft für Herrn von Kahr weiter bestehen werde. «Beifall.)

Dann gab der Ministerpräsident Graf Lercheufeld in kurzen Strichen sein Programm bekannt. Er erklärte, daß die Aufrechterhaltung der mühsam errungenen Ruhe und Ordnung im Staate seine größte Aufgabe sein werde, daß im Verhältnis zum Reiche bei ihm die Treue zum 1 Reiche unverbrüchlich feststehe und ferner, daß er sich bei I seinen Aufgaben von dem Gedanken sozialer Versöhnung

1 Leiten lassen werde. Es sei aber selbstverständlich, daß ' auch vom Reiche aus die Rechte der Länder gewahrt wer­den müssen, und er wünsche, daß es der neuen Regie­rung gelingen möge, mit der Reichsregierung zu einer etnigenden, die Rechte der Länder anerkennenden Grund­lage zu fonwit. Er sei davon mberzeugt, daß die neue Regierung bestrebt sein werde, zu ihrer Richtlinie zu machen, daß eine Ver,nirlderung der schrossen Gegensatze tu unserem Volke herbeigeMhrt werden müsse.

« Nach einer weiteren Meldung aus München mgie Graf Lercheufeld in seinen programMatischen . Erklärun­gen noch, daß die Grundlinie seiner Polttlk dleielbe sem werde wie die der früheren Regrerung. Der alleinige Grnudgedanke soll sein die gieße zu Bayern, die Liebe zum großen deutschen Baterlande. Die Rede des Ml- Nisterpräsidenten wurde von der Mehrheit mit lebhaf­tem Beifall ausgenommen.

> ^roich.

I

3 W ie vonaEentischer Seite verlautet, legier neue bäuerische Ministerpräsident Graf Lercheufeld auf Nue ttändia" Tühluugnahme mit der Reich^regkernnä den swiu Bei seiner demnachstigen Anweseuheit in

U5nn Td 'GMf von Lerchen nicht nur die Ver- ^rlin nsi Reichsregierung über die bekannten

Stelchlüsie^e? ständigen Ausschusies persönlich führen WMZWMW wiederholt der Fall gewesen ist, woraus dann dlv ernstesten Konflikte entstanden sind.

Hoffnung auf schnelle Verständigung mit Bayern. 3 In parlamentarischen Kreisen wurde dm NachE fcA{i <avki «-rLenfeld am Sonnabend i» Berti» elnirep. M Sbe um sich mit der Reichsregierung persönlich

»

E&t MTÄ N S Eu^i^f, blauer»! sondern man hofft auch insbesondere, Äu^neit ihre endgültige Erledigung finden werde.

«S^ K-MKK" ÄÄ «nTs»iii'Aa« eine neue Itnlme^ »ÄÄ

Berlin uns Miwch-n._,,,,

Die große Koalrtron.

«>-E ««.MM. ÄmuuMe £ SLLkS^

Partei auf dem Boden

In Konsequenz dieser. Stellungnavm ^^^3^ selbst die Notwendigkeit ein r » m;i) reibungslos zu um in Deutschland möglichst >n "^^ ^u. Strefemann konstanten Btthaltntsien s> « «esttevungen, Bürger wandle sich nachdrücklich gegel sich wiederholt zur «nb Arbeiter zu trennen und erkl^ bereit, deren «usammeuarbeit mit ^ ®$ augenblicklich in

Ä' Ä R-ZKsLLLN'R Volkspartei habe ihm zu dieser Am am radikale Sozialdemokratie, dtt durch ^-«gestimmt. ^Insbesondere

und Außenpvlittk sei >m Re ck ^o(tc3 umfassende Koa« &r «"Seuna 6er Ule® cruna uollUWes St-

fordernis. Die Ausführungen Stresemanns fanden lev- ] haften Beifall.

Dje Aufbringung der Reparktisnen.

Der Industrie- und Handelsausschutz der Deutschen I Volkspartei trat in Anwesenheit der Reichstagsabgeord- neten Dr. Becker, Dr. Cremer und Dr. Curtius in Hei­delberg zu einer Sitzung über die Steuervorlagen zu­sammen. Dr. Cremer kennzeichnete die Wirkungeit auf Handel und Industrie und kam zu dem Schluß, daß mit den von der Regierung gemachten Vorschlägen das Er- süllungsprogranun des .Kabinetts Wirth nicht dnrchge- führt werden könne. Die Vorwürfe des Kanzlers we- gen angeblich mangelnder Hilfsbereitschaft der deutschen Jndusttie habe nur dann Aussicht auf Erfolg, wenn es bald gelinge, mit den Gläubigern Deutschlands unter Garantie des Reiches zu eurer Einigung zu gelangen, die den Znsammeubruch der deutfcherr Wirtschaft aus- schließt.

Die Frage der KaSiuettserweiternug.

«K-! Berlin. (B. T.) Die Frage der Umbildung der Kabinette im Reich und in Prenßen drängt nunmehr zur Lösung. Die eigentlichen Verhandlungen zwischen den Parteien werden allerdings kaum vor Mouiag ihren Anfang nehmen können. Ncuerümgs scheint man mit der Nköglichkeit zu rechueu, daß zunächst das preußi­sche Kabinett rekoustruiert werde, während im Reich die Angelegenheit noch eine Zeitlang verschöbe«.: werden soll. Wahrscheinlich wird bereits in der nächsten Woche das gesamte preußische Kabinett seinen Rücktritt erklären. Im Reich haben irgendwelche Verhandlungen über die .KavinetiSumbildung noch nicht stattgesimden. Auch die Persimeufrage ist noch ittcht berührt worden, dkur das eine steht fest, daß Reichskanzler Wirth, hinter den sich jetzt die Sozialdemokraten gestellt haben, die Kabinetts­umbildung in die Hand nehmen wird. Der Posten des Außenministers dürste saunt nen besetzt werden. Da­gegen scheint es wahrscheinlich, daß man der Deutschen Volkspartei das Finanzministerium anbieten und sie ersuchen werde, einen Minister ohne Portefeuille zu stellen.

Das WlSsLadLilLr AöLsMMSK.

** Die Reparationskommisfiou wird sich nach einer Meldung aus Paris int Lame der nächsten Wochen unt dem Wiesbadener Abkomnrcu beschäftigen. Die Nach­richt, daß das Abkornmen am 1. Ottober in Kraft treten würde, ist daher mirichtig.

Loucheur im zerstörten Gebiet.

s-t Dv" svnurösiscbe Minister für die zerstörten Ge- aelmü ^'rr': ^.'^.llWWWMllMl'^" SEMS Über den Standpunkt des WiederansSanes unterrichten ^ParlS. (B. 3) Der Wiederaufbanmiuister Lou­cheur unternimmt augenblicklich eine Juspektronsrene durch die Departements Pas de Calais und Smame. Ber dem Empfang in Lens erklärte er, er werdeseln MoglaH- zes hin um die Frist zur Vollcuduug der Wieöeraufoau- arbetien- auf 7 Jahre zu beschränken. t

Keine neue Begegnung der Wiedemufvaummister.

Berlin. (B. T.) Wie aus parmlamentarischen Kreiierr verlautet, wird voraussichtlich ke:ne neue Be­gegnung zwischen den Ministern fstathenan und ^vucheur Unt finhen Die Frage der Nebenvertrage wn'd wahr- totiS^tur~von S und Sachverständigen der tnna des Wiederansbauabkommens wird vorausnchtllch in der Sitzmig des Reichskadwetts am Sonnabend er-

folgen. Bericht Rathenans.

Hi In der Donnerstagsitzung des Reichskabinetts er­stattete Wiederaufbaumtnister Rathenau Bericht iwer Lnit -f&ntmitrf h^s Wiesbadener Abkommens mit dem französischen Wiederaufbamninister Loucheur. Die Be- svrechunaen über den Vertrag werden am Freitag nr d

französischen Wiederaufbammmner nvucw-ur. ^c ^ sprechungen über den Berttag werden am Freitag ur d ^^"° NZL-«»-»««-°-*>«-.

ÄÄ^^^^ GolS,!iark festgesetzt.

Baldige Aufhebung der ZwangsinaMahme»

ä r 18 Der »Temps" meldet: Der deutsche Bot- Matier in Baris hatte eine Besprechung mit dem Mi-

Rriaiidund Wiederaufbauminister Loucheur.' Bei dieser Besprechung wurde dEdentfckctt Botschafter die baldige Aushebung bm- wirtschaftlichen -«Ä^D"S* SS E&M u>lrWUI»m 3n«iii«Mioeim6m $ ®^g 'ÄM®^ ÄSFääää lCob »rfs^'^^0^^ BerSa»dmua«>i w-g-n Aufhebung der wirtschaftlichen Znmngsmatznahtnen find in gutem Fortschreiten.

Abreise der Finanzkontrollkommisston.

m <«enf Aus Paris wird gemeldet: Die Finanz- kontrollkommission hat am DvnnersMgl PariS »alg

WfL«» S«^

Stinnes über die Unerfüllbarkeit der ReparaNouem / r- London. (B. B. Z.) Stinnes gab einem engli­schen Pressevertteter ein Interview, in dem er sich scharf gegen die Revarationsforderungen der Alliierten wandle und sie als unerfüllbar bezeichnete.

Der.deutsch-amerikanische Friedeusvertrag, e* Ne«ysrk. (F. Z.) Der Senatsausschutz für aus­wärtige Angelegenheiten beriet den Leutsch-amerrkani- toen Friedensvertrag. Die Anhänger des Demokraten Wilson beanttagten eine Aendernng: führende Repu­blikaner trafen demgegenüber für eine sofortige Noti­fizierung ein.

Gegen den Preiswucher.

Die Berliner Blätter bringen einen Erlaß des preußischen Ministers des Innern an die Oberpräsiden- ten, der dazu anffordert, mit allen Mitteln und Kräften - nachdrücklichst dagegen vorzugehen, daß die Preisstecge- mnaen auf allen Gebieten des tägliche» Bedarfs, ms- besondere der Lebensmittel, die in keinem Verhältnis zu den wirklichen Ursachen stehe«, durch künstliche Zu­rückhaltung und gröbliche Verfälschung wichtiger Le- bensmitteb Wnchercharakter annehmen. Eine eingehende und fortdauernde UeSerwachung sei nötig. Die Poli­zeibehörden werden zu erhöhter Tätigkeit aufgefordert. Sie solle» u. a. auf den Aushang der Ladenprerie ach­ten und unzuverlässige Personen vom Handel aus- schlietzen.

Dor gileHW-M'üWen PnßdßnsgßrOandiungßfL

Nach einer Meldung aus Athen fanden wieder Be- sprechnngen zwischen Regiernngsmitgliedern itatt. I« Regierungskreisen bervahrt man vollkommeues Sttll- schweigeu über die Art, wie die Friedensverhaudlungc« aufgeuommen werden sollen. Die offiziöse Zettung Nea Himera" meldet, daß sicher sei, da» dre Friedens- verhandluugen durch Vermittelung der Alliierten be­gonnen werden würden, welche die Besttmnurngen des Vertrages garantieren müßten.

Ein Erlaß gegen die La«dfriedensb röche.

Die Gewalttaieii gegen anders Gesonnene, die sich in letzter Zeit in erschreckender Weise häufen, haben, wie derL.-A." meldet, den preußischen Minister des In­nern zu»l Einschreiten besttmmt. Die VeröfsentlichUM eines Regierungserlasses steht bevor, in dem der Dnni- ster des Innern strenge Maßnahmen gegen die gewalt­same Störung von Versammlurrgen und Veranstaltum gen anordnet. Alle derartige Gewaltakte werden als Larrdsriedensbruch bestraft werden.

Dolttei Reisende gemeldet, die angeben, daß sie die tu den Steckbriefen bezeigten Mörder Erzbergers mit ihnen nach der Schweiz gefahren seien. Sie ivollen du Täter nach der Photographie besttmmt wieder erkcinM habeu. Die Nachforschungen der.Polizei in St. Gallen blieben ohne ein positives Ergebms.

Die Mörder Erzbergers in Belgwu?

^ Nach einer Meldung ans Brüsfel wllen zwei Kauf­leute, die von Haus zu Haus chre Waren anbRem alS Schulz mtß Tyllcsen erkannt worden lern. Die Pol^et in Mons, wo die beiden sich zuletzt gezeigt haben, hat ei­nen Haftbefehl erlassen.

Die Spekulation auf Dentschlands Bm?k<ttvtt.

^ Der Berliner Korrespondent eines Pariser Blat­tes berichtet über eine Unterredung, die er mit eurem Mttgliede der Interalliierten Garanttekomnnlston hcttte. daß uuur in den Kreisen der Garantiekomminion d^ deutschen Zahlungsfähigkeit sehr skeptrsch gVettüberstel,e.

seien Zweifel darüber aufgekoumren, oh ey Deutsch- lanft möglich sein werde, die nächsten Zahlungstermtne, deren erster der 15. Dezember istz einzuhalieu. Die von der deutschen Industrie der Regierung in Aussicht 66- siEe E sei von nicht allzu .großer Bedeuttmg. In Frankreich nmche man ück bereits Sorge darub^> wa>- werden solle, wenn Deutschland mchi zahlen könne.

GrtÄ'sche Frtedevssehnsncht.^

utirick Die Agentur Stesanr melder aus Atyen, dasi die aesamte griechische Presse sür eine Beendigung der kleinasiatischen Feldzuges auf der Grundlage der bis­herigen Waffenerfolge einirrtt. ^ .

Reife des griechischen Mintsterprasidenten nach Ä^n.

Paris. Die offiziösen englischen mch tta^stfü-tt Aaenturen teilen übereinstimnlend mit, daß. der «u- »«S2« imter welchen Bedingungen die griechlscht. .lieniLri.... grell wS» »«»,»W?® » twt»M Times erfahren, daß der Plan, i B^&ä««.^ land imangenehm sei. % M . ÄVfS L^^^^Ämu

England und Irland.

^ Alls London wird berichtet: Seu zw^.Tagen, finden sich englische Minister in Schottttmö> bei dwr ^: miernnnister. Es sanderr fast unausgeletzt Sitz - sMtt, wobei die Antwort an den IrensMttr de - sehr eingehend erörtert wurde. Die Lage wird hm