Einzelbild herunterladen
 

Hersfelöer Tageblatt

' t Anzeigenpreis für die einspaltige PetitzUie oder ; M^^ E^^I tXol ^ E :

; örre»Raum40pfennig,fürausMärtsSopfemvg, : OtwIWWw

öie RekiameALlle l.SOMark. Lri Meöechoiungen r - / f ,

j * hranz Kunk in stersfti». Kernfprecher Nr. S. | Mntlichee Anzeiger für den Kreis hersfel- -

iAheini jeden Sodieniag. Der Bezugspreis bevägi m voraus zobibar, für ßersfeld 9.00 Mk., darä Äe Post bezogen 12.00 Mk., bei freier ZulteifuM ms Bous. Dru* und Verlag von bndoig Fh6$

Budiärwekerei in Reisfeld, (Ilitgfied des VDZV.

Nr. 227

Mittwoch, den ^8. September

g«w«^^:»y-g.y* K^ggywy» g!iig <" wj^itimi--g g

im

Vorbesprechungen

Hellen Besprechung wattig bestehen, w

^ Aus parlamentarischen Kreisen erfährt das

T.": Alle diejenigen, die in den Besprechungen der Parteien mit dem Reichskanzler, die an» Montag abge- halten worden sind, den Beginn für die kommende große Koalition im Reiche sahen, dürften sich in dieser An­nahme tWsche». Verhandlungen über die Kabrnettsum- bildung voll Bedeutung sind auch in der mternmktw- nellen Besprechung am Montag nicht erfolgt. Gegen- ' wärtig bestehen, wie parlamentarische Kreise erklären, zwischen den 'Anschaunngen der Mehrheitssozialdemo- kraten und der Deut scheu, Volkspartei in wichtigen wirt­schaftlichen nnd Bslitifchen Fragen noch große Differen­zen, deren Beseitigung erhebliche Scynuerugkeuen berei­ten wird. Filter dieser Gegensätze liegt in der BeuAer- lung der Stenerfrage. Der Besuch des Abg. Dr. Streje- mau« beim Reichskanzler Dr. Wirth, der zwei Snmüen dauerte, galt in der Hauptfachs der Frage der Kabinetts­umbildung im Reiche und best immer noch entgsgenste- henden Hindernissen. Positive Entscheidungen von Be­deutung wurden nicht getroffen. Daneben aber, wurden selbstverständlich auch die bevorstepellden Weitem des Reichstages hhö ihre Verteilung erörtert. Man nimmt in parlamentarischen Kreisen an, daß die MmWog bc» Kabinetts in Preuße« der der RmchsrogieruW voran- aehe« dürfte und voraussichtlich vollkommen getrennt von dieser verhandelt werden wird. Die Fraktionen oes preußischen Landtages treten am Dienstag zusammen. Voraussichtlich dürfte daran anschließend eine interfrak­tionelle Besprechung stattfinden.

Verhandlungen über die RegierungsUMbildnng.

i». DerL. A." schreibt: Montag nachmittag weilte der Führer der Deutschen Volkspartei Dr. ^e-emanu, einer Einladung folgend, denn Reichskanzler Dr. Wirth' um sich mit ihm über die Frage der Kabinettsumbildung im Reiche zu unterhalten. Wie uns hierzu von unter­richteter Seite mitgeteilt wird, ist nach dreser Bespre­chung nunmehr damit zu rechnen, daß Mc VerWnd. langen über die Kabruetismubilouug in den aller»äch- sten Tage« bcg'u-«en werden. An dem Standpunkt der Deutschen Volkspartei hat sich nichts ' geändert. Das gleiche gilt für Preußen. Hier ist man, wie uns «Kar» wird, zwar noch nicht an die Fraktion der Deutschen Volkspartei herangetreten, doch kann man auch hier da­mit rechnen, daß man sich gleichfalls in den uachft-N , ' Tagen mit der volksparteilichen Fraktion m Veroin- dung setzen wird. Was die Besprechungen zwuchen dem Reichskanzler Dr. Wirth und Dr. Stresemann betrifft, * " 3 '^ Vermutungen vorzubengen.

Daranr ymwecwo, uuy um i>w y< KÄÄ S !E'R-q-»>w E. zufordern, oder daß er einen Kanzlerkandidaten mr, dtt. Wbinettsbilönng betrauen muß, der sich dann semer- ketts mit den Parteien ins Benehmen wüt» Ju dic^-m .^ialle dürste sich der Reichspräsident dwek- an die Dmit- sche Volkspartei wenden, um ihr die Frage vorzulegen, ob sie bereit sei, sich an der Regierung zu beiethgen. Das ist bisher noch nicht geschehen.

Die GrKße der NememMgsAWMdmrg.

Rsrlin Von amtlicher Stelle wird uns erklärt, UMSn^KKN'^ SMs«»w ^H^i-Mn n^/m^knvben bäben ist auch die Nennung MMW Die Mk «®K y^'^r NW^NMÄS® frOWfÜö ^E^Eische Debatte im Reichstag.

^ Berlin. Vor der für Mittwoch cinberusetten S» - Luna des Pleliums des Reichstages wird der Aelteu^n- ausichntz zusammentreten. Es wird sich vor- allen» da-

WWEM" SÄÄÄ1 $ Verordnung des Reichspräsidenten üom W. August aus- hää ®bi 5S «r»W4> Sem ReWt-a »»r. St°S"%SiiS Ä,6»ro $M«bk& «M ^ Sircsemann über die Geivafttäftgkei- wn gegen deutschnatioirale Veranstaltungeu und me ,^ lerpellation Agnes und Genosien

schwörungen verbunden werden.. Me mnerpoumM Debatte soll an» Mittwoch dMÄ eine Rede ö^s Rei tw- kanzlers eingeleitet werden. ®ÄVÄSS die Beratung des deutsch-ameUkmu.ch^t E- träges erfolgerr und bann die d^ssprackw nim me ^Dp- pauer Explesionskatastrophe. Vmr Mittwoch an,.»n das Reichstagsgebliude, solange das Plenum rag., die Retchsslagge schwarz-rot-gold tragen.

Die Besprechnuge« über die Kreditaknan

»« Am Montag traten anf Einladung desReichs-

Mund^de^lmS^

L/LZ«

ken geplanten Aktion für die Reparaiionsverpflichtun- Sen zu erörtern.

Der neue BorMsnde der ZeutrumsfrEio«.

8^ Berlin. Die Zeutrumssräktion des Reichstages wählte an Stelle des verstorbenen Abgeordneten Trim- born den Reichstagsabgeordneten Marx zum Vor­sitzenden.

BerMMÄRcheK.

Amtlich wirb aus München mitgeteilt: Das Ergeb­nis der zwischen der bäuerischen Staatsregierung und der Reichsregierung gepflogenen Verhandlungen über den Erlaß der Reichsregierung vom 29. August und über die Aufhebung des Ausnahmezustandes in Bayern wird am Dienstag nachmittag der Gegenstand von Beratun- gen im Berfasiungsausschutz des Landtages sein. Um der verfassungsmäßigen Entscheidung des Landtages nicht uorzugrcifen, wurde bisher von der Veröffent- lichung des Wortlauts der Abmachungen Abstand ge­nommen. Bedauerlicherweise wurde, da durch eure^In­diskretion eine unrichtige Veröffentlichuiig der Abrua- chrmgen erfolgte, der Eindruck erweckt, als ob nacy den jetzt getroffenen Vereinbarungen der Reichsminister des Innern felbständig Verfügungen erlassen könne und daß den Larrdesbebörden das Recht der Beschwerde an den Reichsratsausschuß zustehe. Das ist falsch. Es wurde im Gegenteil vereinbart, daß die Landeszentral- behSrdeu allein das Recht znm Erlaß von Verbote« haben. Dem Reichsminister des Innern ist lediglich das Recht eingeräumt, an die Landeszentralbchörden uO)» Ersuchen um Erlaß von Verboten und Beschlagnahmun- gen zu richten. Wenn die Laudeszentralbehörde glaubt, einem solchen Ersuchen nicht Folge leisten zu können, so tritt eine schiedsrich-erlichs Entscheidung der föderativen Instanz, des ReichsratsauSschusses ein.

Wie aus London gemeldet wird, befaßte sich, Chur­chill in seiner großen Rede in Dundee mit dem Atreder- qang k>es Welthandels und der Washingtoner Kmrfererrz. Das WährMlassystem zwischen dem einen und dem an­deren Staat sei znm großen Teil gelähmt. Kredit und Unternehmungen seien behindert. Ungeheure SchMden vom Minderten und Tausenden Millionen Pfund «ter- ling und sogar noch riesenhaftere Zahlungeu würden von dem einen Lande gegenüber den anderen geltend ge­macht. Diese Schulden und Entschadigunge»» überschrit­ten die Mittel mid Methoden der Bezahlung. Die gro­ßen Nationen bei Wett böten ein merkwürdiges pathe­tisches Schauspiel. Amerika, England, Frankreich un.d Italien, alle hoffen riesenhafte Summen von einander oder von Deutschland herein zu bekommen. Die bölam ._. - ..-.:......... ^"» tt^n^ n»- VäV^u-LverbalirrM

natwnen auszUführen, da diese L«e-r."-^

mehr schulden, als sie bezahlen können. Sin Beispiel dasiK sei der größte Schuldnerstaat Deutschland und der größte Gläubigerstaat Amerika. In Deutschland arbeite die Industrie intensiv. Deutschland werde durch seme Ausfuhr in die Lage versetzt, leben Marki, den es besitz.?, zu erobern. In den Bereinigten «tasten sei die Lage ganz anders. Sie verfügten über Berge von Gold. Der amerikanische Ausftrhrhandel sei redoch senr einge­schränkt. Die amerikanische Flotte sei ein öölfftändiger Fehlschlag. In Arnerika seien dreimal so viel Errverbs- lose wie in England und ein Steigen der Kurve für die Lebenshaltung in den Vereinigten Staate« ^

die unmittelbare Zukunft angetünbigt Diese Gegen­sätze beweisen die unbedingte Notwendigkeit der Staat-- männer aller Länder, sobald als möglich zusammv»» zu kommen, irrn sich erneut diesem drobken^des ruternatro-

;M^

^ li.hz^livhr.hnh'hv sich selbst iiicht von der Krl- iik onsnebnieri Immerhin sei England von allen neg- reichen Liinbern sicher dak clnslchtovEe Land in se^ S"S!iL?S>o>I"°^

K°»l,Ä»'SKL nK^

Ä EiMlond Ente <

und alle Schulden zu streichen. Dies würde ^rns Vor teil der Welt fein, wenn alle internationalen Verpflim- tmmen, die sich aus dem Kriege ergeben häbem, auf^^prak­tische Dimeiisionen herabgesetzt Ä'd ^r eine Kategmw für sich gestillt würben. Numitielb^ notwendig fer ein Mittelding wn iniernationaler Wahrung, das von ^rioasvervffichtrlngen unbeeiirflllßt sei. Cme ^onnreux, über die Scbafsmrg normaler Währung würde^ 'vertvoller fein und sei noch dringender. ^ ^^J.iJÄpr;.^ satt Mb ?irh Ute eine aus der anderen cntwtcrein werbe.

' Hierauf wandte sich Churchill ^'tM^^J^M^ebcit- mnniftifeben und bolschewistischen Agitation

falls große Schuld daran trage, ya »die ^junbuitg Uteri 'nerUfacri werbe Er erörterte weiter die furcht­bare Lage die die Bolschewistcu über Rußland gebracht

^"^'in man den Schwierigkeiten der NErieE- WLMFKkWWfN^^ ficn§ fei notwendig das SmanimcitwUfeit Frankreichs und Deutfchlands, «!»» die Wohlfahrt Ciao pas wieder aufzubauen, zweitens & ««i^ sammeuarbeit der Bereinigten «taaten, EttoßMttan

s»a L»°«««

ÄSK» ss s »M»

Ein Zusammenwirken zwischen Großbritannien, Franks reich und Deutschland würde niemals zustandekommen/ wenn England mit Deutschland aus Kosten Frankreichs Freundschaft halte. Int Gegenteil, nur dadurch, daß Eirgland Frankreich fühlbar mache, daß es noch immer sein Freund sei und ein Frennd in der Not, werde Eng­land die stetigen Beziehungett für das Vertrauen in Frankreich und Europa schaffen und eine Lage nbaneit, alle zwischen Deutschland und Frankreich beugende Spannung zu mildern und eine ei»lträchtigc aemeutfame Aktion dieser drei Mächte zu fördern, von denen nicht eine einzige artsgelassen werden dürfte, wenn Europa seinen früheren Reichunn und Ruhe wieder gewinnen wolle. In gleicher Weise könne England die fitebltuS Zukunft im Stillen Ozean sichern, aber nicht, wenn es die wohlerprobte Frentidschaft mit Japan von sich weite, Es müsse ein Einvernehmen zwischen den drei See­mächten des Stillen Ozeans zustandegebracht werden auf der Grundlage gemeinsamer Interessen und gegen,tuy gen Vertrauens. Churchill erklärte schließlich, er »ehe große Hoffnungen auf die Washingtoner Konferenz. 4.tg Konferenz bedeute den wirksame»! Eintritt der Ver­einigten Staaten in die Verantwortlichkeiten und Schwierigkeiten der Weltpolitik.

Das Echo der Rede 8hr»rchills.

London.Daily Mail" veröffentlicht Aetltzeruu- gen von Personen zur Rede Churchills: Baiikiers Srr Wildert Ry erklärte, die Streichung der Kriegsschulden werde ant Lösung des Währungsdurcheinanders wesent­lich beitragen. Die Maßnahmen hätten jedoch oeretts vor zwei Jahren getroffen werben müßen. Wenn die britische Stegierung auf die Großbritannien geschuldeten Beträge verzichten würde, so wurden die Vereinigten; Staaten bald dem englischen Beispiel folgen. Der «atz, Churchills in seiner Rede, daß die internationalen Ver-. pflichtunaen neu erwogen und vermindert werden mirs., fm, werde als ein Wink an Amerika ausgefant, daß dce Lage sich bessern mürbe, wenn die Beträge, die Europa England schulöe, gegen die Schulden Englands an die Vereinigten Staaten ausgerechnet wurden.

MgMßLZLRlls KUjUöWg? 'WMgSMOMMLN.

v-i Frankfnri. lF. 3-) Wie dieF. .3-" »o« gut- «uterriHteter Seite erfahrt, werden die rmrtichastlia-e» »WaugsMaßnahmen «ub damit die Zollschrar.keu am hei« in der Nacht vorn Freitag zum S-m«abs«b die­ser Woche «m 12 Uhr aufgehoben werde«. R«s Paris traf hierzu allerdings noch keine Bcsiätigrrns ein.

Der deuifch-ameAkarnsche Friedeusvertrag.

Nach einer Meldung aus Wafdingts» hat die naiskoiMniCion für auswärtige Angelegenheiten ven eierven ange-

sen. Sobald er rarifiziert . , , , ^ Harding im Kongreß beantragen, den Eintritt Ameri-- kas in die Repararionskommission zu billigen.

Ein vollkommener Friede, irflärte in einem ®riefe an

« Harding erklärte in einem Briefe an Lodge^, der imi Senat verlesen wurde, daß die Friedensvertrage mit

den Zeniralmächten eine vollkommene Rückkehr znm Frieden bedeuten. Senator Lodge wiederholte imSe-, nat, daß die amerikamWen Truppen am Rhein so schnell wie möglich nach der Ratifikation zmöckgezogen werden

Der ^Friedcrcsvertrag mit Ameetta vor dem Reich Uag?

>* Berlin. (F. G. A.) Dem Reichstag ist der Me-^ -ensvertrag mit den Bereinigten Staaten zugegaiMN.» Aus der begleitenden Denkschrift ist hervorzuheben daßi die Verhandlungen von vornherein dadurch bedingt ge-, wesen seien, daß die amerikanische Regierung an MS. Friedensresolution vom 2. Angnst gebunden war undj deshalb darüber hinausgeherroe deutsche »orderuimeni nicht berücksichtigen konnte. Durch den Ber-trag ® nicht das gesamte Berfailler Bertragswerk im Verhalts nts Mischet» Deutschland und dewVereiMateu Stame» angeurandt, insbesondere sind die Strasbenimmttngen »N den vorliegende»! Vertrag nicht aufgeuonunen wmoem Das Verlangen nach Entwakfnu«g dtt Di^rbeitssolizew

Genf. DerTemps" meldet: Dw Forderung deS Generals Rollet an Deutschland nach Entwaffnung dcr Sicherheitspolizei ist mit Znstmnnung des Botschafter- rats ersolgt. In Paris beurteilt man die,neue Zch^ mim der deutschen Regierung, der E»ftwafuimi'w,orde- rung »rachzukommen, als Hennunngsn-omeni si-r die Herstellttna verlranensvoller Beziehungen zwisareu Pa- ris «Nd Berlin. !

Frarr-sstfches Drängen. , t

» Berlin Die Antwort auf die neue Entenieforbe«, rima betreffend die R«flöf»na der bisbertge« mttrtari- schen Organisa-ione« der Sicherheitspolizei in Deutich- tn;>d wird seit Sonntag im ReichskaRnett beraten. ^n-, zwischen ist ein Schritt des französischen Boftcbauers^el- folgt. der mit Beschreuumung der dentsünn Antwort "E' Die Vorschläge Rathevans.

»-» 31t den neuen Besprechungen zwischen Dr. Ra- fbemui und Loucheur, die in der 8«ü vom ü. bis b. ^k- »ober stattfindeu sollen, verlautet, daß es sich bei den hisherigen Borscklägeu Dr. Rathenans um Summen von schwindelnder Höhe bandle. Der Weg, den Ri^- tbenan für die Erhöhung der Sachlftnungen beschpec en wollte, ist nicht der der freien Wirtschaft zwischen bei­den Völkern. Rathenau vertritt vielmehr cme Ma«- wirtschaft anstelle der Kriegs- Ä«» Unsere Sachleistungen sollen durch fm ^ d ^ i ^ Leistungsverbäude hindurch gepreßt werden. Von an- derer Seite wird gemeldet, Rathenau habe ben tran^o-