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i MAem-mtzküs für dfs einspaltige petitzeKe cOet » ScrroUaum 40 Pfennig, für auswärts L0 pkermig, r : ötr NrklamezeR I.So Mack. Dei wieSerholuntzen : ; Nachkü^ Kür dir Schrtstl-riLung verantwortlich ;

Franz Kmk in hersfclL. Keensprecher!M 8. :

hersfelöer Kreisblatt"

Mntlicher Anzeiger für den Kreis HersfelS

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Nr. SZK

FreitMA, dem 30* September

1931

Die UtzMerMKMHgSumdNSmrg.

im- Ministerpräsident Stegerwald weilte Mittwoch abend beim Reichskanzler. Mit ihm waren die Führer der Koalitionsparteien und Dr. Stresemann erschienen. Die Regierungsumbildung im Reiche und in Preußen bildete ausschließlich den Verhandlungsgegenstand. Es muß dabei hervorgehoben werden, daß die von maßge­bender Stelle wiederholt betonte Wichtigkeit eines Bor- gehens der preußischen Kabinettsumbildung vor der im Reiche gegenwärtig von den interessierten parlamentari­schen Kreisen aus guten Gründen nicht mehr so aner­kannt wird, wie dies noch vor einigen Tagen der Fall war. Am Donnerstag wird man mit einem endgültigen Beginn der Verhandlungen durch Stegerwald rechnen können.

im Sowohl im preußischen Landtag als auch im Reichs­tag haben am Mittwoch Fraltivnsntzungcn staltgesun- den/ ohne daß es zu einer Klärung der Frage der Ka­binettsumbildung gekommen wäre.

DerVorwärts" zur Regierungsumbildung.

m DerVorwärts" nimmt zu dem ThemaKabineits- fragen" in seinem Leitartikel Stellung. Es heißt darin: Zentrum und Demokraten müssen einselren, daß die So- zialdemokraten in ein umgebildetes preußisches Kabinett nur dann eintreten können, wenn sein Gesamtcharakter die Erfüllung der Görlitzer Forderungen garantiert. Ein solches Kabinett kann in Preußen mit Volkspartei- leru geschaffen werden, wenn in den berufenen Persön­lichkeiten die notwendigen Garantien gegeben sind; aber auch ohne die Volksparteiler, da ra auch ohne diese eine knappe Mehrheit für die Koalition bestände. Des wei- . teren wird betont: Hätten wir noch eine einheitlirhe So- zialdemokratie oder auch nur eine zuverlässig funktio­nierende Arbeitsgemeinschaft im Reiche und in Preu­ßen, dann wäre der Sozialdemokmiie' die Notwendig­keit, den Görlitzer Beschluß zu fassen, erspart geblieben. Auch jetzt wären, falls sich die Nnabbängkgen zu einer Politik der positiven Mitarbeit bereitfänden, überra­schende Wendungen nröglich.

m Berlin. Im Anschluß an die Mittwochsitzung des Landtages haben Besprechungen der Parteien des preu­ßischen Landtages zur Regierungsnenbildung in Preu­ßen stattgesunden.. Vorläufig war.eine Ueberbrückung der Gegensätze noch nicht numlich. Für Freitag hat Ministerpräsident Stegerwald die Parteiführer des Landtages zu einer Besprechung geladen, um Vorschläge der einzelnen Parteien zu Mwit. M>niste^«eäy>Wt beteiligen würde. , Private Besprechungen beim Reichskanzler. im Merlin. Reichskanzler Dr. Wirth hatte Mittwoch aBetti) die an der Frage der Kabinettsumbildung betn- lWen Fraktionsführer zu einem Mendessm eingeladen, das st cd eine Aussprache über dieses Thema sM0ß. 9iitt6 der Reichspräsident und der preußische Mianffter- v^äsident Steaerwald waren erschienen. Die Besprechuu- An«abwen einen r gedeihlichen Verlauf. So vor­eilig es auch wäre, im Augenblick schon von xuHlwen^ Kachelt zu sprechen, so Bestand doch eine weitgehende Einigung über die wesentliche d?^E>lage der neuen Jr» beits gemeiuschast, nämlich die Ftuanstrage.

MAftzebunD der ZoLgrenze.

Ministerpräsident Briand als Vorsitzerster des Obersten. Rates hat dem deutschen Botschafter Dr. Mayer eine Note überreiche^laßem in der m.Hete'lt wird, daß die wirtschaftlichenSanktionen' rmt W.rkttug vom 30. September anfgehoben werden. ^W.^A d^te schließt sich ininnnhp Bulkordernua an: Die Alliierten laden die deut- Rw Reaienmg ein, möglichst bald ihre Delegierten zu V'-iZnen die zusammen mit den alliierten Sachver- Mndigen die Modalitäten festsetzen werden, nach denen Ll'enzen aevriift und ausgestellt werden in Mber- cinstMrmuna mit der Entscheidung des Obersten Rates vom 13. August 1991. «eüer den Verlauf der Verhandlungen wegen der unn Ta-aukreich verlangten Kontrolikvinmission hat man ku s)u rotsten Tagen nichts mehr zu hören bekommen. " Da^mm^ic wirischaftlichen Zwangsmaßnahmen tatfäckn S ^Lebnben werden, wird man darauf gespannt sein ÄÄiSre N- K ^ X eine Kontrolle des deutschen Ein- und Atts- ^m^ussts ouszuiiben, durchzusetzen. Der deutsche Wo^Edol in den besetzent Gebieten hat dringend vor ^ÄSh iUett ff Ueber Art und ^o!u»istK^^ieser^ neuen Kontrollkommission verlautet ?ÄÄ ihre Wirksamkeit nach Aufhebung der Q^UrtPm^^ Zue Erleichterung, für den Handel ?MSrh bezweifelt werden. Vor allem rU.k hien Me Vef rd tmmcit unserer Exportfirmen nicht äs* «fsaiÄH ^i.«*?nMh8 l\nf< stssb ^tüenU aulchciiwild künftig ®?ÄM?«h fÄati&cr^ betrieben werden. Für ftM Ä-°W»,«-N w *«|« *« deutlich genug werden. ,,., Pariser Pressestimme«.

m. Die Aushebung der wirtschaftlichen Zwangsmaß- i.^iA wird in Pariser Morgerrpresse eingehend Mmen_ w iv^'i ^o ^^ 4 allgemein eine gewisse Zu- neftenb0 selbst in den Blättern, die der Aus- . ÄAda^W ^ ^.asnmß i nicht vollkommen ab- ; ^äÄLd^ vorauszusehen war,

wense« sich ore recyrsiteyensen Blätter gegen die Maß­nahme und benutzen diese Gelegenheit mehr oder we­niger zu offenem Angriff auf die Politik des Kabinetts Briand.

Aurrahms der eVgttschsn Vorschlags,

M Rotterdam. DieMorningpost" meldet aus Genf: Der Ausschuß des VölkerlumLsraies hat sich für Sie euglischen Vorschläge für Oberschlefien ausgesprochen.

m Rotterdam. DerTimes"-Korrespondent meldet feinem Blatte aus Genf, daß der Ausschuß des Völker- bundsrates bereits feinen Beschluß gefaßt habe und zwar auf Grund der englischen Borschläge, die durch belgische und brasilianische Anträge modifiziert worden seien. Der Bericht hat dem Vorsitzenden des Völker- bundsrates noch nicht vorgelegen.

m Rotterdam. TueMorningpost" meldet aus Genf: Die Vorschläge des Ausschusses für Oberschlesien sollen am Freitag dem Plenum des Völkerbundsrates zugehen, der in den ersten Tagen der nächsten Woche in die Be­ratung der oberschlesischeu Frage eintreten wird. Daß die Beratungen des Ausschusses vorläufig zu Ende sind, beweist auch der Umstand, daß der Belgier Hnysmans auf acht Tage nach Brüssel gereift ist

Das Wiesbaberrsr Abkomme«.

m Karlsruhe. Die «Stratzburger Neue Zeitung^ meldet aus Paris: Am Nepacatio:-sausschuß gab Lou- cheur aus den Abmachungen mit Raihenau beGunt: Die deutsche Regierung wird die Lieferung der Sach­werte zum jeweiligen Frankenkurs aüsführen. Sie-wird ferner in eine monatliche Kündigung des Abkommens einmütigen, und sie verzichtet auf die Einwendungen gegen Nückweisungen und Beanstandungen der franzö­sischen Regierung. Die Erklärungen Loucheurs erreich­ten, daß die Nationalisten ihre Opposition gegen die Wiesbadener Abmachungen onfgabeu und die Vorlage gegen die Stimmen der sozialistischen Parteien und der Deputierten der Wiederaufbanzone vom §lussch«ß ge­billigt wurde.

m Paris. (B. T.) Minister Loucheur hat vor der Kammerkow.missivn der befreiten Gebiete einige Anga­ben über die Wiesbadener Vereinbarungen gemacht. Lonchenr zeigte an, daß in St. Quentin eine Zentral­stelle für die deutschen Lieserunge« geschaffen werden soll. Er sprach die Hoffnung aus, daß die Wiesbadener Abvimhungen vor Ablauf des nächsten Monats in Kraft treten werden.

I. Kann Deutschland zahle«?

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tikel auf die Schwierigkeiten der derftschen Industrie ym- gewiese« wird. ES wird betont, daß DeutsüM'.rd :em wirrfchaMches. Gleichgeusicht nicht wieder erhalten könne, Wes fE uicht in der Lage sei, über feine Dmems- bedurgungen zu bestimmen und einen neuen Wohlstand aufzulmuem Die Lasten des FrtedLi'.Zverirages machten zum Teil die produktive Arbeitskraft des Landes un­fruchtbar.

Die Beratungerr über Merschleftsu.

m Nach einer Meldung aus Genf verlautet, daß die Entscheidung des BölkerbundSrates in der oberschlen- schctt sTrage sich nach einer Greuzlmie orientiert, d.e ungefähr der Sforzaliuie, entspreche.. Man verwert außerdem, daß der Rat bei seiner Entswerdung ^« An- lichten Rechnung getragen habe, die von den deutschen und polnischen Arbeitecorganfta-ivnen in Obersch.ene» ausgedxückt worden sind, sowie der Anncht der ^,nter' nationalen von Amsterdam, die, wie behaupte wird, dem Rat ein Memoran dum^ubergeoen haben soll.

Allem Anschein nach stammt die vorstehende Mer- Suna aus interessierter Quelle und dürfte nur den Zweck haben für eine Entscheidung in dem angedeuteten Sinne Stimmung zu machen. Nach den in den legten Tagen verbreiteten Meldungen war anznnehmen, daß «ch der Völkerbuudsrat dahin aussprechen wird, daß das Fn- Lustrieaebiet in Oberschlesien bei, Deutschland verbleibe. Auch die Meldung, daß England in dieser Hinnchi sem^ e<in«lntz oeltend aemacht habe, wcnii vielle.chi anal ntdii Lireli j-! doch indirekt^ ist bisher llicht dementiert tbost den und wird es auch wohl nicht werden, weil England «?a2Ä m das oberschsesische FuLMriegebiet, falls es an Ä fiele, für die europäffche Win verloren

es auch wo:

>hl nicht werden, iveil Engllaud M^Mche Jn-Mrwgebiet, falls europäffche Wirnchast verloren

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wäre«

^iir die Unteilbarkeit OberMefieus.

Är®iäünde, die verschiedenen Judw ftrievereinwungen de Beamten und am» der fafßoIU ^ Q H M die ReWSregiermlg aewandt und ; r .'N ^nrnde Mc iae von Material über die polft'.säw uuS wirtschaftliche Unteilbarkeit OVerschlestens über- mfttelt m t der Bitte, dieses Material den alliierten Re- a ermmen und dem Völkerbund zuzulciten. Dw Reichs- reat-rma tat die ihr übermittelte Denkschrift den zu- rr^ h nn P ^/nen «fr Sichinna übergeben und wird sie LwWt mit einer Note den alliierten Regierungen überreichen. . _. , _

Der Terror in Oberschlefien.

»e» Nachdem Hindenburg bis jetzt ohne polizeilichen Schutz dem Terror polnischer Banden auSgejeßt öewefen M iM dieier Ort nunmehr eine Hundertschaft ribstlw- vumgspolizci erhalten. Als die Beamte!! ln ^>en Or. einrückten, wurden von einem Polen aus der -'leime vter Neoolverschlisse abgegeben. Ein französischer Offi­

zier naym nun oie Waffe ao, vyne um an vertzamM' Bald darauf rückte die franzsische Besatzung ein, die M Menge auseinander trieb.

Die französische Note gegen den BoyLott.

m Vor einiger Zeit wurde im Auswärtigen Amt eine Enterrtenole überreicht, in der behauptet wurde, daß ein systematischer Bvvkott fremdländischer Waren in Denffch-" land im Februar emgefetzt habe, der sich dann auch auf andere Gebiete, so auf den Mein- und Kaffeehaudel aus­gedehnt habe. Die Hauptschuld wird dem Hansabuud, der allerdings anläßlich der rechts- und Vertragsbrüchi­gen wirtschaftlichen Zwangsmaßnahmen sich gegen den Ankauf ausländischer Waren ausgesprochen har, sowie mehreren Handels- und Finanzverbänden zugeschoben. Auch emzeme Regierungsstellen hätten die Angelegen­heit begünstigt. Die Note wendet sich an die d-mische Regierung mit dem Ersuchen, den Boykott einzustelle.:: denn ein lebhafter deutscher Ausfuhrhandel könne nach Frankreich nur dann einsetzen, wenn andererseits Frankreich ungehinderte Exportmöglichkeiten nach Deutschland habe. Die Note ist vom Auswärtigen Arm den zuständigen Stellen übergeben worden.

Die drohende KatKsirsPhe.

^ DieD. A. Z." schreibt in einem ArtikelDas Balutaeleud" u. a.: Das Wort Keynes,große Völker handeln oft mit politischer Unvernunft, die bei dem Ein­zelnen unverzeihlich wäre", erhält jetzt eine Bestätigung, die für ftufere Vertragsgegner keineswegs schmeichel­haft ist. Den deutschen Hinweisen auf die unausbleib­lichen Folgen des Reparationsabkommens verschloß man sich, wenn man sie nicht für Täuschung hielt nur um augenblicklichen Bedürfnissen in der Politik zu ae- «ügen. Man vergaß, daß eine Mißachtung einfachster wirtschaftlicher Tatsachen durch die Politik sich einmal bitter rächen muß, nicht nur bei den unsoliden Teile«, sondern in zunehmender Weise auch bei dem Teile, der die politische Führung bestimmt; die Wirtschaftsge­schichte ist voll von solchen Beispielen. Es fragt sich jetzt, ob man warten will, bis Deutschland unter dem vergeblichen Versuch, seinen Leistungen nachzukommerr,' zusammenbrechen wird, oder ob noch rechtzeitig genug bei dengroßen Völkern" die Stimme der Vernunft lebendig wird, die in einzelnen promenenten Vertretern der alliierten Wirtschaft schon wach ist. Man vergebe aber nicht, daß es jetzt nicht nur um das . al Deutschlands, sondern unausbleiblich um Las

tTTtb vor allem jcynen wirkenden

nahmen führen werden.

Der SchLverr in Lppau.

Bei der Oppauer Explosion ist, wie nunmehr fift- stcht, doch ein ungeheurer Schaden entstanden. Sowert bis jetzt geschätzt werden kann, sind an Maschinen. End Borräten zwischen 500 und 600 Millionen Mark ver­nichtet worden; die Schäden an den Gebäuden betragen zwischen 200 und 800 Millionen Mark. Dies sind jedoch lediglich die Schäden an dem Oppaueu Werk selbst. Nicht mit' einberechnet sind die großen Schad du in .Ludwigs - hafen, Mannheim und den anderen Orten der Nm- ^^Fraukfmt. (B. 3.) Der in Yppan an Maschine,n- vorrmen und Gebäuden entstandene Schaden dürfte über eine Milliarde betragen.

Noch weitere Tote in Dppau.

m Berlin. Nach Meldungen aus Mannheim noch 13 Schwer-verwundete in den öffentlichen Kr Häuser« gestorben. Die Untersuchung- durch die anwaltschast hat bisher keine Äütze für die Be der Direktion der Autlinwerke erbracht, daß Zündung des' Amvwniak-Sulfatlagers vor!legt, mehr wird zurzeit eine Anzahl AussagenvonÄrberxrn geprüft, wonach die Explosion zuerst in der Gasanstalt zum Ausbruch gekommen sein soll.

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Verhaftung Nahardts

M- Auf Anordnutig der Staülsauwaüschafl Berlm 1 ist der in Elbing bei Verwandter! zur Erholung wc:- lende Präsident der Berliner Handwerkskammer, Eg«n- obermeister Karl Rahardl verhaftet worden. Der Han- Hefehl wurde gestellt, weil gegen Rahardt der Berdmv- vorliegt, daß es gemeinsam mit dem Handwerkskammer- sekretär Hoffmann, eiunn mit Gefängnis vorveuraffen Mann, und zwei anderen Beamten der Handwerksmm- mer Betrügereien begangen und einen Meineid -seiet« stet hat. Ueber die Verhaftung ist bisher von der Staürs- anwgltschafl nichts bekannt gegeben worden. Er han­delt sich, wie die Handwerkskammer mittelst, um Mtmm Angelegenheiten. Sie W innerhalb des ^""nboirGbes vor einiger Zeit abgespielt bauen. Sdwindüm.^ wurde Rastardt von seinen yemnuten murbt, seine EbreEm- ter ausängebe« und von feinem Posten zuruckzu-reter.. Nabaröb glaubte aber, daß dazu reine Veranlaftung wäre bm er vor einigen Tagen seinen frenvilligen Rück­tritt erklärte, weil er gegen Herrn DttwiH von ber-MF- schaftspartei eine Berleumdungsklage erhoben' hd«e. Drewitz hatte ^n in einem FlWbwtt.sckwer ang^ Rahardt wird nach Berlin gejchaffi wLrdMf, >vo ser_ Vernehmung stattfindet. Hoffmcmil und die butwi an­deren Beamten sind sofort in Haft genommen h^ti . n ^n den nächsten Tagen wird eine umfangreiche MUe- fetmna der verschiedenen Aemter in der Handiverkskam- mer vorbereitet werd-«.

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