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Nr. £&6
Gottnabend, bett 8» Oktober
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Das Wiesbadener Abksmmen.E^ ÄS Ä
Der Hauptvertrag unterzeichnet.
W- Die Minister Dr. Rathen«« und Lonchenr haben am Donnerstag in Wiesbaden in Vollmacht ihrer Re- giermtgen das Abkommen über die dentschen Sachliefe- rungen an Frankreich abgeschlossen. Die Unterzeichnung der Äebenabkoinrnen wird voranssichtlich am Freitag erfolgen. In dem Hauptabkommen bekunden die beiden Regierungen ihrer, Willen, den Wiederaufbau der zerstörten Gebiete Nordfrankreichs durch Lieferung bezw. Bestellung von Einrichtungen, Betriebsgegenstäuden
' ~ " ffen in möglichst großem Umfange zu be-
nach links (?). Während der Konferenz der beiden Minister haben die deutschen und französischen Sachverständigen die vier ergänzenden Abkomlnen, die in einem losen Zusammenhang mit den Wiesbadener Abmachungen stehen, zur Unterschrift vorbereitet.
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gin«en. Es handelt sich mithin um SachlieferuAge« im Sinne der Anlage 4 des Teils 8 des Friedeusvertrages.
Die Minister Dr. Rathenau und Lonchenr haben also am Donnerstag in Wiesbaden das Abkommen im Austrage und mit Zustimmung ihrer Regierungen abge- schlossen. Der Auswärtige Ausschuß des Reichstages hat in seiner Dienstagsitzung das Abkomemn gebilligt und sich in seiner überwiegenden Mehrheit dafür erklärt, daß es abgeschlossen wird. Der Reichsjustizminister Dr. Schiffer hat dargelegt, daß sich die Abmachungen innerhalb des Rahmens des Friedensvertrages halten. Eine Zustimmung der beiderseitigen Parlamente wird also offenbar nicht für erforderlich erachtet, sodatz das Abkommen, soweit Deutschland und Frankreich in Frage kommen, mit der Unterzeichnung als abgeschlossen gilt, was natürlich nicht ausschlietzt, daß es von einzelnen Fraktionen, die es nicht billigen, im Reichstag und in der französischen Kammer zur Debatte gestellt wird. Unbedingt erforderlich ist zur Gültigkeit der Abmachungen, da sie die Frage der Wiedergutmachung betreffen, die Zustimmung der Reparationskommission. Am 29. September haben sich die fünf Hauptvertreter im Wieder- gutmachungsausschnß unter Vorsitz des französischen Delegierten Dubais bereits damit beschäftigt. Eme Einigung ist damals noch nicht erzielt worden. Es wurde mitgeteilt, daß eine Vollsitzung der Reparationskommission in etwa einer Woche zu den Abmachungen endgültig Stellung nehmen werde, wenn die einzelnen Abteilun- gen des Reparationsansschusses ihre Prüfung beendet Hätten. Trotz anfänglichen Widerstandes namentlich von englischer Seite ist kaum zu erwarten, daß die Re- parationskommission den Abmachungen ihre Zustun- mung versagen werde. Durch das Abkommen wird erreicht, daß ein großer Teil der Reparationszahlungen, der in Gold oder Devisen hätte erfolgen müssen, in Sa
hat in seiner Dienstagntzung das Abkomemn gebilligt und sich in seiner überwiegenden Mehrheit dafür erklärt, ' ' ~ " ------ ’ ‘ Der Reichsjustizminister Dr.
Baldiger Beginn der SachtteferAuge«.
u-4- Berlin. Nachdem das Wiesbadener Hauptabkommen Nathenau und Loucheur unterzeichnet ist, wird nunnrehr mit der Lieferung voll Maschinen und Material sowie von Vieh alsbald begonnen werden. Die einzelnen Regierungspräsidenten sind von Berlin aus angewiesen worden, sofort Ausschreibungen zu erlassen, in welcher Höhe aus ihrem Bezirk Pferde, Rinder, Kühe und Kälber für das französische und belgische Wiederaufbaugebiet zur Verfügung gestellt werden können. — Wie verlautet, dürften auf die Provinz Hessen-Nassau ungefähr 700 Pferde und etwa 1600 Stück Rindvieh, Milchkühe und Jungvieh entfallen.
Frankreichs Vorteil.
im- Bern. Aus Paris wird gemeldet: Die Repara- tionskomniisston wird am 16. Oktober das Wiesbad! Abkommen ratisizieren. Der „Temps" uud der „Ma- tin" stellen seit, daß der Vorteil des Wiesbadener Abkommens, das einen Geheimvertrag enthalte, auf feiten Frankreichs liegt, weshalb mit einer erheblichen Mehrheit in der Reparationskommifston für das Abkomnien
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zu rechnen sei.
Die iDißÄ« NeöMMgmmKl MemWnsl.
»-« Wiesbaden. (B. M Die Rebenabkomme», über die in den letzten Wochen in Paris verhandelt mürbe, sind Freitag vormittag 11,30 Uhr unterzeichnet worden. Es handelt sich um die Substitution von Maschinenmaterial, die Lieferung und Restitution vou Vieh und das Abkommen über den Kohlenpreis. Es verdient hervorgehoben zu werden, daß die Verhandlungen, die in drei Etappen geführt worden sind, in keinem Stadium gefährdet wurde«. Es war aus beiden Seiten durchaus der feste Wille ssrhanden, sachlich zu arbeiten «ud zu einem vernLustigs« Resultat zu kom- me«, das nicht dazu verurteilt ist. auf dem Papier stehen zu bleibe«, sondern in die Wirklichkeit ««gesetzt werden kann.
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Die Freigabe des deutsche«
Reichstagsfraktionen abhängig gemacht werden sollen,? Es verlautet, daß dann möglicherweise bereits am Mittwoch eine neue interfraktionelle Besprechung im Reichstag stattfinden wird, die hauptsächlich den Fragen des Finanz- und Steuerprogramms auf Grund der Ergebnisse der Verhandlungen der Industrie gewidmet feilt soll.
Die Besprechungen der Parteiführer.
im Berlin. Die Besprechungen von Partei M Partei werden erst am Freitag wieder ausgenommen werden. Die nächste gemeinschaftliche Besprechung der Partei-; sichrer mit dem Reichskanzler findet erst in der ttachnen Woche am Msttwoch statt, nachdem der Reichskanzler nach Berlin zurückgekehrt ist.
Die Deutsche Volkspartei und die Unabhängigen.
>m Berlin. Wie verlautet, hat die- Fraktion der Teutschen Volkspartei im preußischen Landtage sich bisher nicht auf den Standpunkt gestellt, ein ZusammengeheNj mit den Unabhängigen bei einer Regierungsbildu.rg von vornherein abzulehnen, im Gegenteil, die Verhandlungen, die mit der Demokratischen Partei gemeinsam wegen der Bufnahnre der Unabhängigen in die Regre- ruugskoalinon gestihrt werden, sind noch nicht abgeschlossen.
Anfrage an die Bayerische BEspartei.
<m Berli«. Wie aus Nürnberg gemeldet wird, ist an die Bayerische Volkspartei nunmehr die offizielle Anfrage der Mehrheitssozialtsten ergangen, unter welchen- Bedingmlgeu die Bayerische Volkspartei sich an einer Regiernngsbilöung mit den Unabhängigen, dem Zentrum und den Mehrheitssozialisten beteiligen wurde. Bon der Demokratischen Partei ist in der Anfrage keine
Rede.
Rein sozialistische Regiernng tu Thuri fe*' Weimar. Freitag vormittag 11 Uhr----- Thüringer Landtag unter fcharsem Protest aller bürgerlichen Parteien eine rein sozialistische Regierung gebildet. Ministerpräsident und gleichzettig Justtzminister; stein, der neuerlich zu der:
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wurde Freiherr von Brandenstein, der neuerlich zu der? Mehrheitsfozialdemokratie übergetreten ist. Wirt- fchastminister wurde Fröhlich (Unabh.), der dieses Portefeuille bereits inne hatte. Finanzminister Hartmantt Mehrheits-Soz.), Simeuntiniüer Hermann (Unabh.),! Redakteur in Eisenach. Das Kultnsministerium soll der Unabhängige Lehrer Kraitz in Gera erhalten.
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ein Weg bleibe, aus dem zunächst noch rmmm w w riere des ^JA^^ zweifelhaft,
slÄ® «’M Ä» Ä triebene Zwangssyndiö erung. ^ verständnisvollen meinet Settung" erflait L^rationswerkes dürfte die V Durchführung des neuen ^n die übernom-
deutsche Fttdnstcie wi ^L AL^y^te von insgesamt 7 weiten Leist^gen im Ge amtwcn ^ «ossischen Zei- Milliarden dR^k zn leisten. . )^^ ein großer enro-
tung" ist der Vertrag öön N! vnd wahrschein- iM4N Bft&^imK Ägliwen^VoransseMmgen für ' $ W >Ä? Ä»X Friedens in unserem
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SIS «ft, «tS Pi-nuorker Börse erwartet letzt eine M.ieue s HSedX gesamten deutschen Ventwgens m den Vereinigten Staaten. »
Die BesKtzUNgsSosten.
snt? des Beschlusses der Reparationskom-
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piner Woche trafen Berireter amerikani grupperr in Berlin ein, um mit Vertretern der Industrie wegen der Anleihe zu verhandeln. ^rurre Verhandlungen über eine mnerikannche Anleche nnoen im Auslande statt. Am Donnerstag traf das ^rngebm einer dritten amerikankiKen Finanzgruppe rn Berlin ein, wonach am Freitag weitere zwei Vertreter von ^E^^ft-Ä«»»« «r M-i!-» Gvidmillrkrde. ^ÄÄSÄÄ» &SS ÄftSÄä H
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bei sich zeigte, daß die Durchftrhimng des Angebots der Industrie bereits feste Formeil anzuuehmen beginnt.
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»^'Aachen. Hier hat wieder einmal ein großer Aus, verkauf begouue». Der jetzige; Niedrige «tand der beut» scheu Mark ermöglicht es den Stoff<uti
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Preise "für alle Wareü'"autzerorde«tlich in die LM.^ Mede«, sodass allgemeine Unruhen und Mitzhelligkeuc« Mt erwarten sind. Die Steigerung der Arbeitslöhne und Gehälter geht ins Unermeßliche.
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Braun macht in einer „Was wird aus Europa. bett telten Schrift Vorschläge über die Lösung d^s Repara- <i»«K»vablems Er weist nach, daß die Fortsetzung der d«ck das Londoner Ultsinaw auferlegten Repara- BSSsiiSsssc^S ^i-we Möglichkeit, die Zertrümmerung des wirtschaft- fitheu Europa zu nerrneiden wäre ein ^-mammemchlnß ?S ÄU vor allem Englauds> Amerikas und DeutsckMvrds -nm Wiederausbau Rußlands, das l\tni ritt t'Hilcicr ^luftCifinio^Öcrb für ©itropcx btctbcn nü^h/^n^^ Vorschläae sich mit Gedanken gäugenbe- Ä, ^vSfföu und '->d°--»«*K und amerikanischen Presse angedeutet waren, m-d sie von allgemein politischer Bedentnng.
Aus Anlaß der^'bttwrlt^enÄ Entscheidung des VötterbnnLei^schreibt' ^ «unit Be-ÜE
Ä dem Wege des Plebiszits und im Einvernehmen.mit