Hrsfel-er Tageblatt
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Nr. 243
Montag de« 17 Oktober
1921
: Die Polen emmarschbereik.
i »* Wie das „Breslauer 8-Uhr-Nben-blatt" berichtet, »ollen vorn französischen Kommandostab bereits alle MaßnaHme« zur sofsrtigeu Besetzung öer de« Polen Bsprochenen Gebiete Oberschlesiens getroffen worden Die Besetzung wird erfolgen- sobald die Berkitu- ng der Eutscheröung des BölkerSundsrates bekannt BDer Vormarsch der polnischen Truppen wird so vor gehen, daß Pilsndski an ihrer Spitze sowohl in Katto- > als auch in Königshütte, Pletz und Nybnik einzie- wird. Nach seinem Einzüge in Kattowitz wird er «ine bereits fertiggestellte Knndgebnng an das polnische Dberschleften erlassen.
Beruhigung-spille.
**■ Znr Beruhigung der Kattowitzer Bevölkerung Wurde dem Landrai offiziell mit ausdrücklicher Ermäch- ßignng zur Beröffentlichnng von bestiruterrichLeier zuständiger englischer Seite in Oppel« mitgeteilt, daß die Entscheidung über das Schicksal Oberschlesiens noch nicht -getroffen sei und alle bisher darüber verbreiteten Mel- -Bungen falsch wären. Ein Anlaß zur Beunruhigung liege daher nicht vor.
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Wemt ja auch jeder klare Menschenverftaud und jedes Rechtsgefühl unbedingt fordert, daß Oberschlesien, Line Kulturstätte deutscher Wissenschaft, Technik und dcntfchen Fleißes, ungeteilt und uneingeschränkt bei
Deutschland verbleiben muß, so dürfte die vorstehende Meldung doch weiter nichts sein als ein Versuch, die deutsche Bevölkerung Oberschlesiens zu beruhigen und für kurze Zeit ein Pflaster auf die schwere Wunde, die ihr in Genf geschlagen worden ist, zu legen. Es ist nur (eine augenblickliche Besänftigung des Schmerzes, der Seme das ganze deutsche Volk erfüllt. Denn wenn ! wirklich die Entscheidung über das Schicksal Oberschle- siens noch nicht gefallen wäre, dann hätte man vielleicht doch in London Gelegenheit gesunden, offiziell gegen die Melduugen über den Beschluß des Völterbundsrates Verwahrung einzulegen und sie richtigzustellen. Dies ist aber nicht geschehen, rrnd von französischer Seite wird eifrig versucht, die Welt über die Stellung Englands zum genfer Beschluß aufzukläreu. Zwar liegen von englischer Seite amtliche Meldungen über die Haltung der englischen Regierung auch nicht vor, aber trotzdem kann, da sich London so verlegen in Schweigen hüllt, nachdem darüber bestehen, daß sich England mit dem „Spruch der Weisen" in Genf, die noch nie Oberschlesien gesehen haben und sich vielleicht erst an Hand der Landkarte orientieren mußten, wo es überhauvt liegt, einverstanden er- klären wird. Abgesehen von Frankreich und Polen, hat die Presse fast durchweg in allen europäischen Ländern sich mehr oder minder abfällig über das „salomonische" Urteil des Völkerbundsrates ausgesprochen. Auch die englische Presse ist mit Ausnahme der ausgesprochen dentschfeindlichen Blätter mit der Entscheidung nicht einverstanden, weil sie voraussieht, welche schweren wirtschaftlichen Folgen ein bankerottes Deutschland und - Mitteleuropa für England haben muß.
Ein Unglück für Europa.
, w Die dänische Zeitung „Politiken" verurteilt scharf in einem Leitartikel die Entscheidung des Völkerbunds- xates in der oberschlesischen Frage. Sie schreibt u. a.: Man hat in der letzten Zeit öfters in ausländischen Zeitungen lesen können, daß -der Völkerbundsrat in der oberschlesischen Frage ein „salomonisches" Urtell gefällt ihabe. Gröber konnte der Name des werfen Kövrgs nicht mißbraucht werden, denn das jetzt gefällte Urteil zer- 'schnetdet einen lebenden Körper und zertrümmert einen ! einen Organismus. Der Völkerbundsrat weist Deutsch- gnd die ehrenvolle Aufgabe zu, in den nächsten 10 bis r ß Jahren die Polen zu unterweisen, wie sie aus diesem t! Wäschen Lande etwas herauswtrtschaften können, aus "Aescm Lande, das einmal im sagenhaften Mittelalter Nein Teil Polens gewesen ist. Ntan ist versucht, zu fra- !V, ob in 15 Jahren überhaupt noch ein Polen bestehe« Wird. — Vmr den 14 Millionen Einwohnern der iLschecho-Slowakei sind nur 8 Millionen Tschechen und Slowaken, 3% Millionen Deutsche. Die Deutschen maischen also 87 Prozent der Bevölkerung aus. Trotzdem ^bestimmte die Friedenskonferenz, daß ganz Deutsch- Böhmen tschecho-slowakisch werden sollte, weil Mannes ; AIS unmöglich an iah. daß das deutsche Industriegebiet aus dem abzutr-etenden Gebiet herausgetrenut werde. Soll den» eine Qualmte gemacht werden, wenn es, M um ein Gebiet handelt, dessen Reichtum ausschließlich - durch deutsche Technik und öeutschen Fleißi geschaffen ; worden ist und dessen Verbleiben bei Deutschland für Uten Wiederanfban des Reiches und damit für das Wirtschaftsleben Europas von fuudameutalsr Beben- tung ist? Die Frage beantwortet sich selbst. Der Völ- I kerbund hat einen Beschluß gefaßt, der für ganz Europa
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ein Unglück bedeutet.
Katastrophale Wirtschaftsfolgen.
- Aus Berlin wird berichtet: Wenn sich die Nachrichten ^ über die Teilung Oberschlesiens bestätigen, gehe, . Prozent der oberschlesischen bezw. 82,5 d^ gesan
; dentschen Kohlenvorräte bis in tausend Meter Tiefe i verloren. 64 Prozent der oberschlesischen Steinkohlen- ! förderung kommen an Polen, was nach den Förderungsziffern von 1913 einen J«M^ausM von 2§ M
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Poleu verloren; ebenso konnnen sämtliche deutschen Zinkhütten Oberschlesiens in polnische Hand. Von der deutschen Bleierzförderung sowie den darin enthaltenen Silbererzen geht der Hauptteil verloren, da 75,4 Prozent der oberschlesischen Bleierzvorkommen in dem ab- getrennten Gebiet liegen. Für die Eisenindustrie lassen sich noch keine genauen Zahlen mitteilen, doch ist auch hier mit einem Verlust von mehr als 63 Prozent der oberschlesischen Eisenindustrie zu rechnen.
EKglKAd nimmt den Genfer Beschluß an.
** Paris. (B. Z.) Wie „Petit Parisien" aus London meldet, hat ein besonderer üabinettsrat den Bericht des englischen Delegierten im Völkerbundsrat, Balfour, entgegengenommen. Balfour betonte in seinen langen Ausführungen garrz besonders den objektiven und streng unparteiischen Charakter (?) des Studiums, das der Völkerbundsrat Über Oberschlesien vorgenommen hat, bevor er seine endgültige Entscheidung fällte. Bal- sours Ausführungen machten auf die anwesenden Minister einen so starken Eindruck, daß beschlossen wurde, ohne Vorbehalt der in Genf getroffenen Entscheidung zuzustimmeu.
Der Kampf UM das Recht.
m Berlin. Wie verlautet, sollen die deutschen Botschafter in London und Paris mit neuen Schritten beauftragt werden, sobald der Wortlaut der Entscheidung des Völkerbundsrates über Oberschlesien vorliegt. In welcher Richtung sich der deutsche Schritt bewegen wird, deutete der Reichskanzler bereits in seinen Auslassungen im Aeltestenausschuß des Reichstages an.
Der englische Botschafter bei Dr. Rosen.
»^ Berlin. Der englische Botschafter hat nach übereinstimmenden Nachrichten im Auswärtigen Amt vor- gesprochen. Sein Besuch galt in erster Linie den Besprechungen über die oberschlesifche Frage und die Entscheidung des Völkerbundsrates sowie der Stellung
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nähme der englischen Regierung in dieser Angelegen-
Heil. Daß England die Rechtsgültigkeit der Entscheidung des Bvlkerbnndsruies beanstande und ihre Nachpriifung
auf Grund der Bestimmungen des Versailler Vertrages vorbereite, fei dem Botschafter nicht bekannt. Er hält diefe Meldung auch für unglaubhaft.
KaSrusttssitzung.
M- Berlin. Das Reichstadinett i am Sonnabend
im München. Wie in München, so sollen auch in anderen Städten, lvie Nürnberg, Würzburg, Bamberg, Hof und Bayreuth, am Sonntag große Knnögebungen gegen die Entscheidung des Völkerbundsrates in der oberschlesischen Frage stattfindem
Die Drohung mit Zwangsmaßnahmen.
«m Genf. Das ministerielle „Journal des Debüts" schreibt, daß die Nichtannahme des Schiedsspruchs des Völkerbundsrates über Oberschlesien durch Deutschland Frankreich wohl in die Lage versetze, diese Zustimmung durch neue „Sanktionen" zu erzwingen. — Der „Ma- ttn"-Bertreter meldet aus Berlin: Deutschland umer- schreibt, wenn auch erst nach neuerlichem Sträuben und anen möglichen Widerständen. Für die Annahme des Schiedsspruches zeugt der Fortbestand des Kabinetts Wirth.
Der Schutz der polnische» Miuderheit.
im Basel. Laut dem „Basler Anzeiger" sind in den Abmachungen des Völkerbundsrates über ObersÄesien Nachtragsantrage enthalten, die für die polnische Minorität in den bei Deutschland verbleibenden Gebieten den Schutz der alliierten Mächte vorsehen. Dtes würde auf ein neues Eingreifen der Entente in die innere deutsche Verwaltung Hmanslaufen.
Wirtschaftsabkommen zwischen Frankreich nud Polen.
m- Karlsruhe. Die „Straßburger Neue Zeituug" meldet aus Paris, daß nach der Entscheidung des Bölker- bundsrates über Oberschlesien sofort zwischen Paris und Warschau Verhandlungen über ein Wn-tschaftsabkom- -.....zwischen Polen und Frankreich ausgenommen wor-
men zwis den sind.
FZammsnde Proteste.
m- In Oppeln fand eine von 26 Bürgerureistern ober- schlesischer Städte besuchte Versammlung statt. Es wurde beschlossen, an den Obersten Rat in Parts, Lloyd George in Loiiöon, an Briand in Parts, an Bonomi in Rom Telegramme zu seitden, in denen es heißt: Eine Entscheidung. wie sie anscheinend getroffen werden soll, kann die Versammlung nicht als gerecht ansehen und wird vom oberschlesifche« Volke nie und «immer aner-
kanut werden.
Der Gewerkschaftsring in Kattowitz richtete an den Generalsekretär des Völkerbundes in Geirf folgendes Telegramm: Mit großer E«trüstü«g vernehmen die oberschlesischen Arbeiter, Angestellten und die Beamien- lfi, daß die Möglichkeit besteht, der Völkerbundsrat
schuft, daß die Möglichkeit besteht, der Völkerbundsrat könne eine Teilung des oberschlesischen Industriegebiets beschließen. Es gibt i« Oberschlesien keinen Ar- beiter, Angestellten oder Beamte«, der eine TeNuug Oberschlesiens wünsche. Wir ermatten eine Entichet- -ung, die der völkischen und wirtschaftlichen Eigenart des Landes gerecht wird. Unsägliches Elend würde drrrch eine Teilung des Industriegebietes über die hiesige Av- beiter-, Angestellten- und Beamtenschaft hereinbrechem Tausende würden durch eine Teil«»« Oberschlesiens von ihrer Arbeitsstätte abgeschaitten, andere Tansende znr Answandernvg gezwnnge«. Der Gewerkschaftsring deutscher Arbeiter-, Anaeltellten- und Beamtenverbünde
verlangt ein ungeteiltes Oberschlesien und eine Enst, scheidung, die dem Ergebnis der Abstimmung und dem Friedensvertrag entspricht. Wir richten an den Völker- bundsrai das Ersuchen, Oberschlesteu ungeteilt bet. Deutschland z« belassen nnd eine Kommission von Sach- verstäudige« «ach Oberschlesien zu entsenden, um die Verhältinsse an Ort und Stelle zu prüfen.
In der Staötverordnetenversarmnlung in Breslau lag ein Dringlichkeitsantrag von Dr. Wohlau (Dem.) betr. Oberschlesien vor, dem sich alle Parteien anschloffe«. Er legte in letzter Stunde schärfste und nachdrücklich« Verwahrnng gegen die beabsichtigte Teilung Oberschlesiens ein, die de« Friedensvertrag verletzte, das Ab- ftimmuugsergebnis mißachte, Tre« und Glauben Hoh» spreche and Breelans wirtschaftliches Gedeihe« an her Wurzel treffe. Nachdem Oberbürgermeister Dr. Wagner in zündender Ansprache namens des Magistrats seine Zustimmung zu dem Antrag ausgesprochen hatte, traten ihm die Vertreter sämtlicher Parteien bet. Der Vertreter der Kommunisten, Gruichmitz, hatte vorher den Saal verlassen. Der Slntrag wurde einstimmig angenommen.
Protestkundgebungen im Reiche.
Der Vorsitzende des preußischen Suratsrates Adenauer sagte am Schluß der Sitzung ant Freitag, bis zu unserem nächste» Zusammen, neffen wird sich das Schick-^ sal Oberschlesiens erfüllt haben. Wir erblicken in de»! Zerreißung und Zerstückelung Oberschlesien, wie es anscheinend geplant ist, einen Bruch des Frie-eusvettrageS «Lebhafte Zuftimmungf und als ein weiteres dem deutschen Volke und Seit Oberichlesiern zugefügtes Unrecht, das wir nicht vergessen foulten. Was auch kommen möge, mir werden unfern oberschlesischen Brüdern dies Treue halten. lLebhafter Beifall.)
Der zu weiteren Beratmrgen wieder zusammeuse- treteue braunschweigische Landtag stimmte nach etnet Ansprache seines Präsidenten Wessel, in der dem tiefsten Schmerz über die geplante Zersrückeluug Oberschlesiens Ausdruck gegeben wurde, einer Erklärung zu, tu der es heißt: Die Loslösung deutscher Gebietsteile mit allem, was deutsche Tatkraft und deutscher Geist geschaffen haben, bedeutet eine Vergewaltigung des deutschen Volkes. Als Vertreter der Sraulffchlveigischen Bevölkerung protestieren wir gegen ein solches Unrecht und bitten die Retchsregierung, mit allen ihr zu Gebote stehenden Mitteln gegen die Entscheidung des Völkerbundes Stellung
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WWWssMbertee"'melöet: Wir glaubenHI'wiffen, daß- der französische Ministerrat sich mit der Frage der Aufhebung der militärischen „Sanktionen" befaßt hat. Der Ministerrat ist einstimmig der Ansicht, daß gegenwärtig keine Aufhebung der militärischen „Sanktionen" M Frage kommen rann.
Drohung mit Generalstreik i« Königshütte.
m Aus Königshütte wird gemeldet: Der Deutsche Metallarbeiterverdaud hat die Fnhrnng aller Orgmü- satiose« übernommen. Man arbeitet auf -e« Generalstreik hin. Der Kreiskontrolleur hat für KönrgsbüiW Tr»ppe«verstärk«Agett erhalte«, die zum Teil aus Pole« in französischer Uniform bestehe«.
Desi«terefleme«t Amerikas.
** Der „Heral^ meldet aus Neuyork, daß die amerikanische« Zeitungen mit Ausnahure der deutschen BlSt- ter keiserlei Kommevtar an die Entscheidung des BSl- kerbundsrates über Oberschlesien knüpfen. Allgemein' wird die endgültige Lösung begrüßt. Das Staatsdepartement teilt dem Vertreter der „Serald" mit, daß Amerika nach wie vor an den Beschlüssen des Völkerhunds- rates über Oberschlesien destnteressieri sei.
Was der Völkerbundsrat erwartet!
m Reuter meldet, daß der Völkerbundsrat dahin entschieden hat, daß seine Borschläge zur Lösung der ober- schlesischen Frage die bestehenden wirtschaftliche« Schwierigkeiten beseitigen mrd die Grundlage für ein devtsch-polvisches Abkomme« bilden sollen. Die Aus- führung der Vorschläge soll von einer Kommission überwacht werden, die aus Polen und Oberschlesieru besteht. Den Vorsitz soll ein von Polen ernannter Unpartettsther führen.
Die polnische Habgier.
mi Der polnische Außenminister erklärte einem Vertreter des „Mattn" gegenüber, daß keine unbedingte Zustimmung Polens zu der Entscheidung des Völker buudsrates über Oberschlesien ausgesprochen werden körme. Polen vertritt nach wie vor den Rechtsstart-- punkt, daß wenigstens das oberschlesische Jndustriegebte; ungeteilt an Polen fallen müsse. Wahrscheinlich würde die Warschauer Regierung die Annahule der Entsche - -nug des Völkerbundsrates mit einer Rechtöverwah rang aus sprechen.
Die Wirtschaftskrise in Europa
m Köln. An den westdeutschen Börsen.in Effe«, Düsseldorf und Köln hatte der holländische Gulden natzezri einen Preis von 50 Mark erreicht. Angesichts dieß geradezu katastrophalen Entwertung der Mark ist ma in Holland entsetzt. Einsichtige holländische Finanzleuie und Grotziitdustrielle vertreten offen die Meinung, daß der Ruin Hollands besiegelt ist, wenn es nicht peliti mit Hilfe der anderen Nationen, wie Frankretch us England, tiefeinschneidende wirtschaftliche Matznahrm wirffchaftspolMscher und bandelsökonom sicher A durchzuführen, um einen starken Druck cmf Hrs Mam Wirtschaftsleben auszuübeic. Holland ist beschaftmuvgc los, weil die Exporteure deutsche Waren Mer Art einem so billigen Preise unsteten kömiem z« dem ö. holländische» Fabrikante« die Ware«. nM^herstellen ^
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