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Kersfel-er

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Herr fetter Kreisblatt" ...... ..........

Amtlicher Mzeiger für öen Kreis Hersfel-

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Nr. 304

Donnerstag, den 29. Dezember

1921

steifer W®9*s UM Georges.

t*W die bevorstehende Konferenz in Cannes be­trifft, so wisse» die Blätter von einem angeblichen Zah­lungsplan Lloyd Georges zu berichten, nach dem u. a. England aus seinen Anteil an den deuischen EntschäSi- gnngszahlen verzichten wolle, was die Gesamtschuld Deutschlands W 103 Milliarden Goldmark vermin,der« würde. Wenn Lloyd George tatsächlich beabsichtigen sollte, auf der Konferenz von Cannes einen solchen Ver­zicht Englands auszusprkchen, so würde er dies nach Ansicht.Berliner unterrichteter Kreise wohl kaum tun, ohne die englischen Ansprüche in anderer Weise sicher- gestellt zu haben. Man glaubt also, Lloyd George werde, wenn er auf die deutschen Schuldenzahlung verzichtet, statt dessen Sachleistungen iu gleichem Werte fordern. Es würde erstmals die von Dr. Rathenau erstrebte Um­wandlung der Geldleistungen in Sachleistungen emtre- ten. Die Befürchtungen maßgebender Berliner Kreise gehen dahin, datzsiEngland nicht beabsichtige, diese deut­schen Sachleistungen für seine eigenen Bedürfnisse zu verwenden, sondern für seine beabsichtigten neuen Ver­handlungen und WirtschaftsbezisSnntze« mit Rnsil-md. So würde die Situation eintreien: der englische Expor­teur würde deutsche Waren nach Stabend liefern und so der deutsche Export nach Rußland völlig ansgcschaltet werden. In dem Wunsch Lloyd Georges nach Bespre­chungen mit russischen Vertretern sieht man in Berliner Kreisen eine Bestätigung dieser Annahme. In welcher Weise und in welchem Maße eine Neuregelung des Ent- schädigungsproblems auf der Konferenz zu Cannes er­folgen wird, hängt zum großen Teil auch von der Haltung Amerikas ab, dessen Vertreter, der Botschafter Hardings, nach einer Havasmeldnng bereits am 29. Dezember in Cannes einzutreffen gedenkt. Nach anderen Meldungen, die aus den Vereinigten Staaten eingetrvffen sind, scheint Amerika indessen noch nicht auf die Ansprüche an Eng­land verzichtet zu haben.

Nerre MahrruRg dsr NepakKimNsLsmMisstLN.

«>Echo de Paris" meldet: Die Revarationskommissto«

' Hat am Weihnachtsabend -ehte neue Mahnung nach Ber­lin gerichtet, die um beschleunigte Beantwortung der . letzte« Nöte ersucht. Die Neparationskommirsio« weist auf die Folgen hin, wenn ohne vorherige Gereinbarnn- gen Deutschland am 15. Janue seine Zahlungen nicht r""" Ale nächsten Am^Ge^Ä-^ ...........

ÄS SV&Ä

M Ls« IsSs Ä»WWW ^^ »LWÄer »ä; rung yave h sritinDit zu vermelden, die getan hätte. Das, 'M -^ J Weise duä) die Ab- ReparanollsElmsiw" ^^^^ in -London ge- machnnsen der Freiheit, Ä M SfistJ Ä*-w*

?»Mftn p ewrtern. P^.^r Blätter schieben die E«8 VGL^ uK°WS°L-?4S: D'Lk'« M 'L°r.SrkLL ^ N Ä WÄ ' öiinfiloere «!--'->>

uiclicii r^ Retchsrcgierllns wünscht AllAmist. _ »»AUS P-A «y ÄÄ^Stmi« mit 6'8 S'SKÄS^I-öÄaSK ston mitgeteilt habe, sie ^^ü^^ n . ^^y^ zu werden, und 15. Februar fälligen Z^ unternom- Das Blatt uteint'datzdelvlnTrn^ Bestim- mene Schrü daraus KlUe,^^ London festgesetzten mung, die in dem Abkomm n Prüfung zu unrer- gs K ÄfiSÄi»/®»«-« °-d----° ^?^ her Armeekommandante« nach Paris. Sn^ $%?, mto SeÄS Temps^LE mefe Beruil.ml , ^Eom der dentscheu ^ fj £J ^ß ^ttc allerdings in zusammen. DM L^Mdu n ^^,, weil man Frankreich keine Ettuau,^ V-rlincr Re­in Paris die Ä»H odeu des zögern- deutsche Man ftiÄi^ lei kaum rwä) drei Wochen

entfernt Beratungen in Berlin. ^s» ffSsftä 8 KMÄ bat die stic efie < tane ^ In Berlmer Wirt- VesKlusz ist urcht S^ sage nicht sehr optttm- schaftSkreisen hartem man ^ rechnen, daß wir biS

1 M'^Februar 60« N" Goldmark zu zahlen ha­

ben. Man ist bereits der Frage näher getreten, ob es «Äi ratsam wäre, den Goldbestand der Re-chsbank an- zugreiseu. Doch hat sich Reichsbankpräsident Havenstein gegen eine derartige Maßnahme ausgesprochen.

Lloyd George in Caunes erugetrsFe«.

>>4° Lloyd George ist am Dienstag vormittag um 10 Uhr tn Cannes eingetroffen. In seiner Begleitung Befand sich Churchill.

Teil«ahms Amerikas in Cannes

** ®ei-f. lS. G.) Havas meldet: Der Präsident der Vereinigten Staaten hat den amerikanischen Botschafter beauftragt, an der Konferenz in Cannes teilzuneHmen. Er wird jedoch nur eine begutachtende Rolle spielen.

Auch Foch reist nach Cannes.

»» Zürich. (S C.) DerTagesanzeiger" meldet aus Paris, daß Marschall Foch anf Einlaönug Briauds nach Cannes reifen wird.

SiLÄSLLLhVlMng auf Befehl der EnLerrte?

»»Der französische Ministerpräsident Briand hat sich in einer Besprechung mit dem Vorsitzenden der Repara- tionskommission damst einverstanden erklärt, daß das deutsche Steuersystem so abgeändert werde, daß die deut­schen Steuern durch Erhöhung um S00 bis 38« Prozent die gleiche Höhe erreichen, wre Bet den Staaten, die tn. der RepararionLkomurission vertreten sind.

(Im Verhältnis zu dem Wert unseres Geldes und der Höhe der Einkommen sind die Steuern in Deutsch­land im allgemeinen viel höher als in den Mtenteläu- dern. Es handelt sich hier wieder nur um einen Ver­such, der Welt glauben zu machen. Satz Deutschland es an genügend Anstrengungen, um die ihm auferlegten Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen, fehler: lasse.)

Neues EnteNtchegehre« nach deutschem Gold.

s» G e «f. (S. G.)Echo de Paris" meldet: In der am 26. Dezember nach Berlin abgegangeue« ueuc» Bor- stellung der Rexarationskommissivu ist erneut die Frage ver Stcherstelunrg der deutschen Zahlaugen durch den Goldschatz der Reichsbank angeregt worden. Im Zu- sammenhaug hiermit scheint die Reise des nach.Paris mit erweiterten Borschiägen gesandten deutschen Slaats- sekreiärs Fischer z« stehen.

Um den G M-estand der Reichsbank. ÄsawssÄ'S «s-M, her Vcrba«d der dentschen Jndusirrcilen wird in den nächsten Tagen gegen die Absicht der;W^^ testieren. Es verlautet zuverlässig, daß dr^rtzunsi des -Aeiamtvorstandes der ReichSbank, die am 2-j. ö». ^--- ftattaefunben hat, sich bereits mit der ss?^gabe emes Teils des Goldbestandes an das Reich für V^r^-^ck Entsc'lidigungSzahlungen befaßt hat, ledoch ohne einen Beschluß gefaßt zu haben.

Nach Seme LSsAKg der -NSooLfrage.

ging Washington wird gekabelt, daß die Gegensätze ^der Uvootsrage immer schärfer hervortreten. Frank- ^ich olaube sich einer geschlosienen engl< sw-am-rckan>- freien "Front gegenüber. Seine.Erefurchtungcn ,gingen dahin daß England mit Amerikas Hilfe deabsichlige, feinen allcnnlischen Weltmachlgedankc« öÜ^öerwrrlsich.n. Dies erschwere jedenfalls den Gang der Berhandlungen so i a l daß das Ergebnis bis jetzt noch negativ iet. Für die Vorschläge der einzelnen Länder M a«» eine MchibZt noch nicht ausbringen taücn, ledoch Lchri^e der amerikanische Vorschlag immer noch die.meiste^kinung rusind-u der für England und Amerika je Lou- neu, für Japan 86 000 Tonnen, für Frankreich und Ita­lien je 35 000 Tonnen Vorsicht.

Frankreich besteht uns seiner Ubootfordernng.

ÄV^iti» öüßüo Tonnen zu bestehen.

Neuer italienisch-südslawischer Zwischeafall.

»-^Anläßlich der durch italienische Matrosen in «ebe­nso am katholischen WeMrachtstaae üerin acht^ tigen Ausschreitungen beschloß die südslawi che öCgie rung bei der italienischeu Rcg-eruu« »» vvotest cren und, um die Wiederholung einer bewafflieten Juter- vention durch unberufene Organe zu verh.udern, an die Bei'vündcten Mit dem Verlangen lieraiiimtreten. itfl

SsÄfK

^&eÄifi^Ä den uichrcre Personen verletzt.

Offiz>or«entlaffimgen Sei der Slei^sm^. ÄÄS?Ä

hat der RetchsprasideW auf BorsttlM d^S Uerände« Heeresleitung in Ser^ReMSwebr «mi«««». ^ Dadurch runge« angeordnet, die jetzt, bZcmnt n^ c ^ ^ic». wird der Fordernny des Gene»ms niuu iv ^^ LWHGH'WMNH lNi(stS^LL«Dst7^

fcht, mit deren Bekanntgabe schon in der allernächst« Zeit zu rechnen ist. N. a. werden auch zwei Divistor» tommandenre, der Kommandant der zweiten Division q Stettin und Münster und der Kommandant der vierter Division in Dresden, ausscheiden.

Die Verhandlungen mit den Elfenbahner«

** Die Verbände der Eisenbahner waren vor dem Weich nachtsfest bei dem Reichsverkehrsminister Grüner vor stellig geworden, um Vorschläge über eine bessere Giltst« mag und Besoldung zu unterbreiten. Die Besprcchun gen, die am Dienstag tat Reichsverkehrsminlstertull unter dem Vorsitz des Ministerialrats Dr. Roser mit dei Vertretern des Deutschen Eisenbahnerverbandes, des Gemerkschaf: deutscher Eisenbahner und des Singeneilte! Eisenbahnerverbandes fortgesetzt worden sind, hatten wie aus Gewerkschaftskreisen verlautet, ein im mcssnb lichs« Negatives Ergebnis. Einem Versuch des Regie» rungsvertreters, die vom Minister Grüner vor Weih» nachten abgegebene Erklärung abzuschwächen, waren dis Gewerkschaftsvertreter entaegengetreten. Die einzige er» reichte Zusage bestand darin, daß das neue DA Klasse« Verzeichnis für die Arbeiter der Reichseisenbahnverwalt Lung rückwirkend ab 1. Oktober 1921 gestaltet werden soll. Dagegen sei über die Behandlung der Ortsllasseneintei« lung selber noch keine Entscheidung getroffen worden. Der Reichsverkehrsrntnister hat, wie aus zuverlässigst

lung selber noch keine Entscheidung getroffen worden. Der Reichsverkehrsminister hat, wie aus zuverlässigst Quelle verlautet, weiter darauf hingewiesen, daß zur Gesundung des EtsenbahnhaushaUs eine bedeutende Persorralverringerrrug durchgeführt werden müsse, und daß die endgültige Besoldungsregelung erst im Rahmen der allgemeinen Besoldnngsverhandlmrgen Mitte Ja­nuar erfolgen könne.

»* ^erlitt. lS. 6.) Eisenbahnerversammlungen tat Direktionsbezirk Berlin am 2. und 3. Feiertag haben sich mit der EifeuSahuerlohuSewegung befahl. Die Ver­sammlungen besonders in Sparrdau und Potsdam ver­liefen sehr stürmisch. In allen Versammlungen gelang­ten Resolutionen zur Annahme, die sich für die Urab­stimmung irr den Betriebe« über die Streitfrage aus- sprachen, falls bis zu dem gestellten Endtermin. dem 2. Januar, die bekannten Forderungen der Eisenbahner durch die Reichsregierung nicht bewilligt worden find.

^ Köln. (E. G.) Hier haben in den WersstäLLen Be- tricWrätcverfammlungen der Eisenbahner ilü :nrnd?u.

m'r^WCTmiiiii wu--»a mu t»'».^"> "^"**'* Wilder EisenSahuerteilstreik irn Ewerfelder BeJiL

»---Aus Elberfeld wird gemeldet: Auf^den -stmionQt im Eisenbahndirektionsbezirk Elberfeld sind amDien^ tag Tcilaussiäudc von Elsenbahnern ausgebrochem J« Bohwinlel und auch in der Güt-rachertigimg Elbers^ Eieinbeck ist ein Teil der Arbeiter ausuandig. DP SauptverMnde der EisenbahuarSeiter stehen der Bewe­gung vollständig fern.

Würdelos und charakterlos.

Noch tritt ledern Deutschen beim Rennen des NameE Bovoard die Schamröte ins Gesicht, noch ist der UebeB- fall und die Vergewaltigung zweier junger Pensionari^ neu der Ursulinerinnen durch marokkanische Nttmche^ tiere vor den Augen der Mütter jedem Rheuernder w frischer Erinnerung, noch hat sich die Erregung über dem Sreifpruß) der Täter und die Justiz mät gelegt, dere» Urteil sich darauf stützte, daß dem eidlichen ^eug iis deS Ovfers und seiner Mutter, die die ^ater besiimurt wie- dererkannten, nicht geglaubt wurde. Und schon tamn* ausBoppard wieder eine Nachricht, die aufs neue säm» und Empörung hervorrufen mun. Dm. marokkanische Besatzung wurde infolge dieser Vergewaltigung rmd d« ungeheuren Erregung der Bevölkerung damals, Most vor regt, und vor einiger Seit ist auch das ^lpeniägerba- taillorr, das sich noch in Voppard befand, nach Trier «^ transportiert worden, sodaß sich in dem bekannten bur- und Frenidenort setzt nur noch eine GeudarmerrestauM befindet, deren Anblick für die Bovparder immer noch 8^ ttii'nt die Erinnerung an die Sänndtaten der marolka- , Nischen^Angehörigen der französischen Armee wach 5* ^Sn haben es Bopparder Geschäftslente fertia ga- bracht ei« Gesuch um Wiederbeleanna Boppards »V einer französischen Garnison an das Oberkommando der Mbeinarmee zu richten. Die Jeder sträubt sich, diese« Beweis deutscher Charakterlosigkeit fefhudaUen, und kei« Ausdruck erscheint scharf genug, um die würdelose niedrige, nur aus Geldgier erklärliche HandlungsweiP dieser gesirrnungslosen Gesellschaft zu . branomarke^ Drei Geschäftsinhaber und ein alleres Aramein sind M Urheber dieses Planes. Sie ließen in. der Gesäm swe« das Gesuch zirkulieren, um Unterstristen .-.u mmmels. anenu auch der Erfolg ihren und der stra^izeien Envar- tungen nicht entsprach, so E die,Tatsache d^^^ doch fest, die nichts anderes als »5»Snct. Zerrst und einen Anschlaa auf die deutsche Ehre und - ^ darstellt.__

Begnadigung weiterer 7 Avignon-Gefangencr. "

»»Zürich lS. G.) Nach einer Meldung desZüricher , Tagesanzeigers" aus Paris sind für den l, znuma»; weitere 7 denticke Aviguaugefangenc begnadigt worden. Eine amtliche Bestätigung lag in Berlin allerdings out

'Dic'engUsche Presse über das Moldenderg-Werk. «-^Berlin In der englischen Jachpresie bat der .it- Bau des Goldenberg-WerkeS sRheinlarrd), eines de«