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Hersfelöer Tageblatt

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Hersfel-M KreisbLatt"

Amtlicher Anzeiger für öen Kreis hrrsfelö

Pe. 35

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Freitag, derr 10 Februar-

! Erschein! jeden Wochentag Der Bezugspreis beträgt | monatlich für ßersfeld 6,00 lllark, durch die Post j bezogen 6.50 Mark, bei freier Zuliellung ins | Baus. & Druck und Verlag von buduüg Funks : Buchdruckerei in ßersfeld, (Ditglied des VDZV.

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Nach dem Streif.

wSie soziademlokratische Reichstagsfraktion besprach am Mittwoch in zwei Sitzungen die durch den Abbruch des Eiseubahuerstreiks geschaffene Lage. Es besteht volle Einmütigkeit darüber, daß keine Nachspolitik getrieben werden darf und daß die rasche Aufhebung der Aus- nahmeverorduung des Reichspräsidenten zu wünschen sei. Wie derVorwärts" erfährt, tritt die Reichsre­gierung am Donnerstag nochmals zu einer Beratung über die Aufhebung der Verordnung des Reichsprä- § deuten, die von dem Grade der Wiederaufnahme der rbett abhängig gemacht werden soll, zusammen. Nach den bis jetzt vorliegenden Berichten der Eisenbahndirek­tionen kann bereits am Donnerstag mit einem ziemlich fahrplanmäßigen Verkehr auf fast allen Bahnstrecken gerechnet werden, sodass auch die Aufhebung der Ver­ordnung des Reichspräsidenten noch im 8aufe LeS Donnerstags zu erwarten sein dürfte.

»»^ Berlin. (S. E.) Die Wiederaufnahme des Eisen­bahnverkehrs im Reiche geht normal vor sich. Im Di­rektionsbezirk Berlin konnten bereits fünfzig Prozent der fahrplanmäßigen Züge verkehren. Der gesamte fahrplanmäßige Verkehr im Reiche dürfte sich nicht vor Mitte der kommenden Woche durchführen lassen. Im Ruhrrevier harren 900 Kohlenzüge des Abtransportes in die benachbarten Direktionsbezirke. Das Reichsver- kehrsministerium beziffert den Verlust an Einnahmen durch den Streif auf schätznnasweis,' 4 Milli» ,den Mark.

»-»Berlin. (B. T.) Wie dasB. T." hört, se it das Reichsverkehrsministerium mit, der Eisenbahnverkehr fei auch im Reiche wieder zum größten Teil aufgenom­men, da die Beamten vollständig zum Dienst erschienen sind. Verzögerungen in der Wiederaufnahme des Bs- triebes sind nur dadurch entstanden, daß das Telegramm der Streikleitung in Berlin, in dem die Beendigung des Streiks mitgeteilt wird, in den einzelnen Bezirken im Reiche für gefälscht gehalten wurde. Die Technische Nothilfe konnte fast überall aus den Eisenbahnbezirken zurückgenommen werden, ebenso die Schutzpolizei.

Besprechungen der ReichsregiernnM

k» Das Reichskabinett ist am Mittwoch zu keiner Sit­zung zusammeugetreteu. Es fanden lediglich Bespre­chungen der einzelnen Reßorts statt, die sich mir der Frage der Abwicklung des Eisenbahnerstreiks und sei­nen Folgen, sowie mit laufenden Angelegenheiten be- fchüstigtcn.

Die Lage im Caffeler Bezirk.

"M-Die streikenden Eisenbahner sind im «aure oes Rcitt- wvchs in allen Orten des Direktionsbezirks Cassel voll- {tändig zum Dieust zurückgekehrt. In Bebra erfolgte >ie Wiederaufnahme der Arbeit am Donnerstag vormit- ag um 10 Uhr. Vorläufig muß jedoch noch nach dem Noisahrplan gefahren werden. Doch hofft man, daß in den nächsten Tagen meckere Züge eingelegt werden können. Der D-Zugverkehr nach Frankfurt a. M. ist noch nicht wieder ausgenommen ivorden. Dagegen fährt aber wieder ein D-Zug nach Berlin. Am Freitag und Sonnabend sowie in den nächsten beiden Tagen fährt der D-Zug nach Berlin in Cassel um 10,25 Uhr vormit­tags ab, und zwar über Nordhausen-Halle. In Halle ist der Anschlüß nach Berlin gesichert. Die E seubahn- direktion hosst. den fahrlanmäßigen Verkehr, wie er vor dem Streik bestanden hat, im Laufe der kommenden Woche wieder hcrzusleilen. Der Postverkehr wickelt sich wieder in alter Weise ab. Während des Streiks ist es in dein Kasseler Direktionsbezirk zu irgendwelchen Zwischensälleu nicht gekommen. Dagegen wurden meh­rere Lokomotiven, die nicht vom Wasser entleert worden waren, vom Frost beschädigt. Die Lokvuwckvbeamteu haben sich bereit erklärt, diese Schäden selbst auszu- besseru. Die Presse wird von der EisenbahudEektiou ge­beten, allen zu danken, die sich während des Streiks der Nothilfe zur Verfügung,gesiellt haben. Die pols-cilicheit Maßnahmen sind aufgehoben worden. Auch die Not­hilse, die in Stärke von mehreren hundert Mann ein­gesetzt worden war, ist zurückgezogen worden. Die 9(0= lösUug vollzog sich eine Stunde vor dem Eintreffen der streikenden Beaucten ohne Reibung.

Die ersten Maßregelungen.

M-®erlitt. (S. C.) Die ersten Maßregelungen anläß­lich des Eiseubahuerstreiks sind am Donnerstag morgen erfolgt. Auf dem Güterbahnhof Spandau wurde vier Beamten des Betreten des Dienstgebäudes auf Anord­nung des Eiseubahupräsidcuteu untersagt. An einer anderen Stelle wurden drei Beamte nach Hause geschickt, weil sie während des Streiks zu Sabotageakte ausgeior- dert hatten. Iu Groß-Bertiu sind am Mittwoch 85 Prozent der streikenden Eisenbahner und Lokomotiv­führer wieder zum Dienst erschienen.

M Berlin. (F. Z.) Das NeichSkabiueit hat für die Bestrasuna der Streikichuldigen Richtlinien aufgestellt. Bisher sind 71 Disziplinarverfahren gegen die Urheber ds Streiks eingclecket worden, die voraussichtlich mit Dienstentlassung ende» werden. Ebenso sollen diejeni­gen Beamten mit Dienstentlassung bestraft werden, die zu irgendwelchen gewalttätigen Angriffen auf Züge, Bc- drovnna von Arbeitswilligen usw. aufgeforöert haben. Wegen bloßer Beteiligung am Streik sollen nur Ord- Uungsstrafeu verhängt werden. Von Geldstraien soll nach Ntöglicbkeit abgesehen werden. Mit der Anssüh- rung der Richtlinien ist der NeichsverkehrSminisier bc- austragt worden.

Ruck die Teiegraphenarbeiter wollen wieder arbeiten.

^. Berlin. (F. G. All In einer Vollversammlung der Berliner Telegraobenarbeiter wurde am Mittwoch abend beschlossen, die Arbeit am Donnerstag wieder aufzu- uchmen.

i Beilegung des Gerneindearbeiterstreiks in Berlin.

««-Dtc streikenden Gemeindearbeiter in Berlin gaben am Mittwoch abend den Beschluß besannt, den Streik abzubrechen und die Arbeit sofort wieder aufzunehmen. Der Berliner Magistrat wird sich im Laufe des Don­nerstags in einer außerordentlichen Sitzung mit den er­forderlichen Maßnahmen beschäftigen.

^Berlin. (L. A.) Der8. A." berichtet: In den Wasserwerken bleibt die Technische Nothilfe noch ein­gesetzt, da die alten Belegschaften nur zögernd zur Ar­beit zurückkehren. Die Arbeiter der Wasserwerke ver­langen, daß bei der Wiederetnstellung der alte Betriebs­rat zu Rate gezogen werde. Wie bei der Straßenbahn wurde auch die Auffassung von der Direktion geltend gemacht, daß der alte Betriebsrat, fristlos entlassen und nicht mehr im Amte sei. Beharrt die Arbeiterschaft im Ausstands, so werden in erforderlichem Umfange Neu- einstellungen vorgenommen werden.

Neue Berhandluugeu mit den Gewerkschaften.

r-- Berlin. (S. C.) Der Reichskanzler hat für Sorm- abend die Spitzettorganisationen zu Verhandlungen über die Ueberteuerungsznschüsse, die Grundgehälter und das Arbeitszeitgefetz eingeladen. Damit würden die letzten Forderungen der Reichsgewerkichast deutscher Eisen- bahnbeamten und -anwärter erfüllt werden. Auch die Schaffung eines Schlichtungsausschusses, die noch nach der Einigung am Dienstag von den Gewerkschaften ge­fordert wurde, hat der Reichskanzler Dr. Wirth inzwi­schen zugestanden.

Kommunistische Wühlarbet in Berlin.

fr* In Berlin versuchten die Kommunisten wieder ein­mal, die Bevölkerung in Verwirrung zu bringen. Sie . gaben durch Flugblätter bekannt, die Regierung fei ge­stürzt und der Generalstreik proklamiert worden. Es wurden die fragwürdigsten Zeitungen feilgeboten, in de­nen u. a. mitgeteilt wurde, der berüchtigte Massenmör­der Großmann sei aus dem Gefängnis entlassen worden. Einer der Verbreiter solcher Gerüchte konnte von der Polizei festgenommen werden.

Am ZtmASS zmd RKlhe??.KN»

Hugo Stinnes hat am 4. d. M. einen Brief an die Frarikfurter Zeitung" gerichtet, in dem es u. a. heißt: Ich bin nach London gefahren, nachdem ich als Privat­mann vmi englischer Seite darum gebeten worden war. DieD. A. hat recht, wenn sie sagt, daß die Berichte Ihres Londoner Korrespondenten falsch sind, ebenso wie seine Angaben über die angebliche, englische Auffassung von gen Germanien, nie m- m .<v>iuw nu i«<r»4 anlaüung hatte und die von Ihnen ebenfalls brüh wiedergegeben sind. Die in Betracht kommenden Per­sönlichkeiten haben sich bestimmt zu Ihrem Korrespon­denten weder direkt noch indirekt geäußert. Diese Tat­sache kennzeichnet deu Wert Ihrer Veröffentlichung ge­nügend. Ich lehne es nach wie vor ab, mich über Pri- vatgespräche zu äußern, für die VÄtranlichkeit verein­bart war und beiderseits gehalten worden ist. Ver­gegenwärtigt man sich diese Sachlage, so kann der Leser über ine Vorgänge, über -ve sie insbesondere in den letzten zwei Monaten berichtet haben, nicht zweifeln, daß es sich bei Ihrem Londoner Korrespondenten um Mei­nungen handeltmade in ©ermann", und daß in ge­wissen Kreisen in Berlin, Frankfurt und anderwärts ein systematischer Zeldzug mit dem Ziele geführt wird, die­jenigen dem deutschen Volke als unpolitifd) und mr Auslande verhandlungsnnfühig hinznstellen, welche die­sen gefährlichen Kreisen unabhängig und nnbeeinflnßl gegenüberstehen. Dieses falsche Spiel wird mehr und mehr im In- und Auslande durchschaut werden. Die Mtuisterschaft des Herrn Dr. Walter 8>'atbenau hat mit diesen Sinnen im Grunde nichts zu tun, auch wenn die oben erwähnten Kreise ihn sinn Gegenstand nneinge- fchrünkter Bewunderung machen." .

In dem Schreiben wird bann weiter ausgeführt, daß dke Ptehrbeit des denischen Wirtschaftslebens mit den Rathenaufchen Methoden nidit einverstanden fei. Seine aeiitige Bedeutn na könne nicht bestricken werden, wenn man auch den Ministerpolteu für einen Mann seiner Stellung und seiner Art als ungeeignet aftiehen möge, ^em Außenminister Rathenau wünsche jeder Deutsche im Interesse des Vaterlandes größtmöglichen wirklichen Erfolg, so ablehnend und bedenklich sich weite einsichts­volle Kreise her Ernennung Rachenans gegenüber auch verhalten mögen.

DU Genueser Rsyferenr»

England gegen die Vertagung.

t-^Ans London wird berichtet: 'Wie aus RsgiernngS- kreifen verlautet, wird die Antwort der englischen Re­gierung auf die neue französische Note, in der die Ver- tagnna der internationalen Wirrschaftskonferenz von Genua bis Mitte April gewünscht wurde, ablehnend ausfallen. Die englische Regierung hält an ihrer For- dernng fest, daß der 8. März als EröffunuMermm der Wirtschäftskonferenz von Genua beibcbalteu wird. Es wird auch in englischen Regierungstreuen als unmöglich angesehen, die Tagesordnnng für die Konferenz von Genua vorher zu bestimmen und genau abzugrenzeu. Deshalb könue auch der Wuusch der französischen Regre- ruug, vor der Konferenz von Genua eine diplomatische Vorkonferenz stattfinden zu lassen, nicht gutgeheißeu iverdm.

Geht Amerika doch »aur Genua?

M' §Iu3 London wird gemeldet: Gleichzeitig mit der französischen Note traf auch eine Meldung des englischen Botschafters in Washington hier ein, aus der mit Sicher­heit her vergeht daß Präsident Harding in seiner Erklä­

rung am Sonnabend zum Ausdruck bringen wird, daS: die Vereinigten Staaten von Nordamerika die Einla-, dung der italienischen Neqcernng zur internationale«, Wirtschaftskouserenz von Genua annetzme« werden, unöi zwar mit Rücksicht auf die politische Gesamtlage. Wisi aus zuverlässiger Quelle verlautet, soll die italienische Regierung bereits von dieser Absicht der amerikanischen^ Regierung inoffiziell informert worden fein. _

Die Geheimniskrämerei Poincarees.

t-* Aus Paris wird gemeldet: Die Note der französi­schen Regierung an England, in der die Bedinguuge« für eine Beteiligung Frankreichs an der internationale» Wirtschaftskouferen von Genua aufgestellt sind, ist von der französischen Regierung noch nicht zur VerösfenÄ- chung freigegeben worden. DerTemps" spricht daher den Wunsch nach einer baldigen Veröffentlichung aus^ und wendet sich gegen die Geheimniskrämerei der fran­zösischen Regierung, die seit dem Amtsantritt Poinea- rees wieder Mode geworden sei.

Die Borarbeitcu für die Wirtschäftskonferenz.

t-* Rom. (F. G. A.) Die vorbereitenden Arbeiten flir die Wirtschäftskonferenz von Genna sind durch die Mt- nisterkrise ine Italien weder unterbrochen noch verzögert worden. Unter der Leitung des Generalsekretärs der Konferenz, Baron Avezzane, werden die Vorarbeiten fortgesetzt.

Frankreich kau« sich nicht beruhige».

«-$> Paris. <F. Z.) Der Kammerausschuß für auswär­tige Angelegeuheiten beschäftigte sich in seiner letzten Sitzung mit der in Cannes vom Obersten Rat getroffe­nen Entscheidung, auch Rußland und Deutschland zu der internationalen Wirtschäftskonferenz in Genua eiu- zuladen. Potucaree erklärte, Frankreich könne der Siu- Jadung weder zustimmen, noch diese aßlehnen, da die Einladung mit der Unterschrift Frankreichs erfolgt sei Indessen habe Frankreich nicht nur das Recht, souderu auch die Pflicht. Sie erforderlichen Garantien zu schaffen, Damit keine Rechte, die Frankreich aus den Vertragest besitze, auf der Koufcreuz von Genua in Frage gestellt würden. In diesem Sinne betätige sich die französische Regierung.

Die Zmaugsaulerhe.

»«»München. (S. 6.) DieMüncheu-Augsburger Abendzeitung" meldet aus Berlin: Die Borlage auf Ausschreibung einer Zwangsanleihe ist am Dienstag, den 7. Februar, vom Reichsfinanzmiuisterium dem Reichskabineit zugeganasn. Der Reichsrat Mt sich he» läge besassen. Der Rc-LStag wird das VSfsö ENSe'Fe­bruar oder anfangs März zu verabschieden haben. Der Gesetzentwurf sieht die Ausschreibung der Zwangsan­leihe bereits zum 1. April S. Is. vor.

Die HeraVfcstn«g»Scr Barzahlungen.

^Notterdam. (S. C.) DerRottc" damsche Courant^ meldet aus Paris: ImTemps" undAkatin" kommt allgemein zum siusdruck, daß die Verhandlungen der Alliierten über Die deutsche Note, tu der der neue Zah­lungsplan der deutschen Regierung milgeteilt wurde, wesentliche Zugeständnisse an Dentschland nicht gebracht laben. Die HcraSsetznng der deutschen Zahlungen um 78 Millionen Goldmark für das Jahr 1922 wird jetzt auch in dem halbamtlichenJournal des Debüts" be­stätigt. In dem Blück wird aber gleichzeitig die Kon­trolle der deutschen Finanzen Durch die Alliierten vom 1. Aprtl ab augeHinDtaL Vor Neubildung der italieni- fcheu Regierung, die den Beschlüssen der alliierten Ka­binette noch zustimmen muB. ist mit einer Antwort der Alliierten an Deutschland nicht zu rechnen.

Die dritte dentsche Zelmtage-Zahlung.

t^-Paris. (F. G. As Die Neparationskommissio» gibt bekannt: Gemäß der Enffcheidnug her Reparations- komwisston, die am 13. Januar getroffen worden ist, hat Deutschland soeben an die von der Garantickommission bezeichneten Bauken die Drii c Zahlung von 81 Millio­nen Mark in Ansladcdsvifen geleistet.

Die Eiuschränknug der englische« Seeriistnnne».

»-^ London. lL All Die Admiralität bat Befehl ge­geben, die Rekrutierung für d e Flotte und für Die Ma- rtne-Infantsrie sofort ctnzusteven. Eine Ausnahme wird für die Schiffsjungen gemacht von denen bis auf wei­teres die Woche 40 ««geworben werden. Sie Admira­lität hat sich bereit erklärt, 1500 Heizer und Heizergehil- fen zu entlassen.

CWrzsrt Ktzsr die ViindN'tz-PMM.

t-t- In einer Rede im Unterhanse erklärte Der englische Außenminister Cnrzo» mit Bezug auf das geplante Itcbereinfommen zwischen Großbritannien und Frank­reich, seiner Ansicht nach würde es ein großer Fehler sein, dieses Usbcrcinkonnucn, wie von mancher Seite gewünscht werde, als ein Ollsnnvbündniö anzufehem Sein Bestreben nach Dem Kriege fei es gewesen, aus Dem Netz der militärischen Bündniise beranszukommen, dn'ch die Eurova in zwo bewirk-uete Laosr aeteilt war. was den Frieden der Welt mehr bedroht als gesichert habe.

Die iLMeuZLe K«Si»ett»Srrfä.

«--'Aus London wird gemeldet: Einer Rsntsrwsldnng aus Rom zufolge wurde am Mittwoch der ehemalige Ministerpräsident Orlando »ach einer längeren Unters redung mit Dem Knöig mit der Käki«e:isRld»ng betraut.

h-SIüö Mailand wird berichtet: Set nalieuckche Kam­merpräsident he Nicolai hat die Bildung des neue» Ka- binockS nach einer längeren Überredn«" mit dem König abgelchnt. Die Ablehnung de Nieolais tat in den Won- delgängen der Kammer großen Eindruck gemacht. In