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ZersfelSer Tageblatt

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HersfeZ-er Kreisblatt"

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r. 42

Sonnabend, den 18. Februar

1922

Ikeüe GMerkarff Erhöhmrg.

80 Prozent Zuschlag.

El«K Berlin wird gemeldet: Nach einer halbmnt- en Mitteilung werden die GAterearise zum L März teilt um 20 Prozent erhöht werde«.

Schätzt man die Herbsttarife gleich 100, so werden die Wtartse also gleich 240 sein, mit anderen Worten, in Monaten springen die Transportpreise auf das fache.

Zur Begründung der Erhöhung wird offenbar halb- tlich aus Berlin gemeldet: Die Ausgaben der Reichs- M haben sich in letzter Zeit bedeutend erhöht. An die bester werden erhöhte Stunbenlöhne und besondere berteuerungszuschläge gezahlt. Die Teuerungszu­lage der Beamten wurden seit dem L Januar um 2000 :rk erhöht. Die Besatzunoszulage erfuhr eine Erhö- ag um 50 Prozent. Die ^Belastung der Reichsbahn cch diesen Betrag belauft sich auf rund drei Milliarden, t erfahrungsgemäß mit der Erhöhung der Bezüge ch die Steigerung der Materialpreise eintritt, ist mit er Ausgabensteigerung von insgesamt sechs Milliar- i zu rechnen. Die Bewilligung von Ueberteuerungs- schlägen für Beamte steht noch bevor. Eine weitere nausschiebung der Tariferhöhung ist nicht möglich, da Ausgaben zum größten Teil bereits feit dem 1. Ja­ar eingetreten sind. Die Privatbahnen werden er- ichtigt, sich der neuen Tariferhöhung anzuschlietzen.

Wm-e Welt hätte Vorteil davon. Der Wg. Avdriot hat 6er Kammer einen Borschlag überreicht, -er die Aw- na^ne dieser Projektes von Seiten Frankreichs emp- Die deutsche» Zehn-Tasezahlmrge«.

m Aus Paris wird gemeldet: Am Freitag ist die eierte deutsche zehntägliche Zahlung von 31 Millionen Gold­mark Reparationsgelder fällig.

Die Festsetzung der deutschen Zahlauge« für ISA.

»-»Die Berliner Morgenblätter berichten ans Paris: Der englische Vertreter im Wiederautmachungsausschutz wird beantragen, Sie deutschen Reparstionszahluaqe« für das Jahr 1822 auf 590 Millionen Goldmark, wie ursprünglich in London vereinbart worden ist, und nicht auf ,20 Millionen Goldmark, wie in Cannes geplant war, festzusetzen.

.-^ Aus Paris wird gemeldet: Die Antwort der eng­lischen Regierung auf den französischen Vorschlag, Sie Entscheidung über Sie deutsche Reparationsnote vom 27. Januar der Revarationskommission zu übertragen, ist bisher noch nicht in Paris eingetroffen.

Die MiMoN Veemelmans in Bsrlm.

brauche mit auf die Gefahr übM»<< des Stillen Ozeans bildete. M ktmrsbrechär konnte, ^-8^8e^WeE ^^S§ m Schrecken eines großen Weltkrieges zurückve^W habe» würde. Aber jetzt sei die Gefahr beseitigt.

Die Bestrafung der Streikschuldige».

te Aus BerN« wird gemeldet: Halbamtttch wird tW Sie Frage der Disziplinteruug von Beamten «n» Xr» Bettern aus Anla^ des letzten Eisenbahnerstr-iks eh*l Auslassung verbreitet, worin erneut betont wird, bei mir Streikurheber und solche Beamte, die durch GcwÄL iüttßfeUen oder Bedrohung von Arbeitswilligen sich »ev. §a«ge« habe«, entlassen werden fallen. Die ZaK der Difzipttnarsälle wird, sobald genaues bekannt ist, Wib- MP werben. Die bisher in der Presse verbreitete» Nachrichten über Maßregelungen von Beamten uns- i^Uer»fttrS falsch. Die Gesamtzahl der Disziplinarfälle

H

e Arbeiten der Reichsbahn, die auf eine Balanzierung z Haushalts" ^ " ----------------- "'--

den muß.

Ti»e Weltreise Dr. Michaelis.

»»Berti«. (L. A.) Die Abordn-ng der Repara- tionskomMrsfiv«, die unter der Führung des belgischen Delegierte« Veemelmans in Berlin eingetroffen ist, steht in Verhandlungen mit der Kriegslastenkom- Msftvn Die HasPtanfasbe der Kommission besteht in der UeberprüfAug des deutsche« Wirtschasislebens, ins- besondere soll die Abordnung die erforderlichen Unter­lagen für die bevorstehende Entscheidung der Repara- tto«VkvMmisfis« über die Höhe der dentschen ReZara- tionßzahlnngen «nd Sachliefernngen im Jahr, ------- schasse«. Bei der Besprechung ist NNN auch 1 einer Ausdehnung des Wiesbadener Abkom

PS ehemalige Reichskanzler Dr. Michaelis deE sich bekanntlich am 20. Februar in Rotterdam mit ?eL» *«®ßttin an Bord eines Hapag-Ostasiendampfers, u« Surch Sen Suez-Kanal nach China zu reifen. Er tt vom StuSenten-Weltbun- eingela-en, um an -er Web^ N^Kmiferenz, die in Peking in den ersten Tagen Aprils stattflnüet, teilzunehmen. Der Weltbund 42 Staaten, deren Vertreter zum ersten Wale nach Kriegs in^Peking vollzählig wieder zus -

" 'unft ausgehend, hab« er WieöerünnaherrnW:

aben

ts auch durch Verringerung der Ausgc . t, sind in vollem Gange. Im Haushalt .....

22 sind beispielsweise bereits über 50 000 Köpfe roeui- £ vorgesehen, als zur Zeit vorhanden sind. Von riefen len bis zum L Avril 20 000 eingespart werden. Auch sparuiffe an Material, besonders an Kohlen und Hmieröl, sind durch besondere Maßnahmen schon für $ nächste Zeit sichergestellt. IM

rauslaufen,

für

Versprechungen, daß gespart werden foN, sind bet jt- r Tariferhöhung gemacht worden. Aber diese Verspre- mgen haben bisher noch nicht das Defizit beseitigt, und bleibt uns nur die Hoffnung, daß diese Versprechun- A einmal in Erfüllung gehen. Die fortgesetzten un- tzeuren Verteuerungen der staatlichen Verwaltungen Den naturgemäß alle greife weiter in die Höhe trei- N und damit die gesamte Lebenshaltung verteuern, te Umwertung und Entwertuua vollzieht sich wie ein »islauf. von dem aber nur das eine tröstlich ist, daß | doch nicht ewig dauern kaun und wird.

U ömWelsMWßMg im WMM

e 1922 bei

, die Frage

_______,_____,,,_jer AbkomAreus auf Belgien zur Sprüche gekoMme«, allerdings nur ««ver­bindlich, da die Abordnung nicht speziell belgische Jvter- mr>A% "'M' **

Die Festsetzung der Reparattsaözahlauge«, ^»Geaf. (& C.» Nach einer Meldung desEcho de Paris^ wird die Revaranonstrulmission bereits am Montag die von ihr festgesetzte Höhe der deutsche» Repa- rationszMungeu für dal Jahr 1922 d?n amierten Ka­binetten bekanutgeven. Auch die von Deutschland «es 2» gebenden BürgschsftT« und WänSer wurden von der Reparattonskommission bis Montag festgelegt sein. Die Konferenz der alliierten Finanzminister. Sie die Vertei­lung der deutschen Reva aiiöu Stumii? »"'aein ton. Hübet

T

werden. Vom christlichen Star diese Studentenorgantsationen der feindlichen Völker nach dem Kriege in meist £^«#2$ erfolgreicher Arbeit gedient. Die 5 Chrrstliche tu-entenvereinigimg hat unter der TUttß des igen Reichskanzlers, der ihr ,

der ist, in ttrbiger Znrückhaltuna gegen vorzeitige Her- isammenschlusses den Standpunkt betont, bar tt zum Stege kommen müsse, ehe man M» ereuzen zusammenschließen und zu Verhandlrm< einen Tisch fetzerr könne. Für dieses Strebe« ahrbeit haben gerade die christlich gesonnen« -----er ehemaligen Feindstaaten ein erfreuliches uandnis gezeigt. Sie wollen nicht dem laxen G fatz huldigen, daß Vergangenes vergangen sei scheuen sich nicht, die Wahrheit bloß^ulegen

die zu

«en an

insbesondere bet den Ostasiaten den

««

Reparattonszahlungen schen Regierung mitgeteilt werden.

FrimsSfische Abgeordnete in Berlin

der beut«

rg der Verbrauchergruppe, für die Frau Kromer ^werwiegende Bedenken geltend machte, nach längerer ! -schäftsordnungsdebatie im Hammelsprung mit 107

gen 96 Stimmen an den Ausschutz für Siedlungs- und ohnungswesen zurückverwiesen. Der Antrag des fu mzpolitischen Ausschusses auf AttsheSnn« des Depot- ranges wurde, nachdem sich auch ein Vertreter der Lichsregierung dagegen ausgesprochen hatte, abgelehnt, «rlätzlich der Brotserteuernug legte bei wirtschaftSpo- ische Ausschutz eine Enischließuug vor, in der die eichsregierung ersucht wird, Maßnahmen zu treffen, trdi die die Lohn-, Gehalts- und Rentenempfänger und gewerbsunfähigen Kleinrentner in den

gewervsunfüyiaen znemrenruer in oen Stand ge» 13t werden, die Folgen der Brotpretserhötzuns i« vot- I r Auswirkung zu ertragen. Der Berichterstatter Dr. II aguft Müller erkannte an, daß das Reich zum Abbau r r Zuschüsse zur Berbilligung der Lebensmittel durch lie Entente gezwungen ist. Er bemaß die durch die rotpreiserhöhung entstehende Mehrbelassuua auf führ- Ä 293 Mark für den Einzelnen. 58S Mark für ein Ehe- dar und 1180 Mark für eine vrerköpflge Familie. Bon rbettnehmerfeite wurde darauf hingewiesen, daß sich die chensbalttrug durch die weitere Auswirkung der Brot- :eiserhöhung Um etwa 50 bis 78 Prozent verteuere, so- bei einer vierköpfigen Familie eine Erhöhung des tunöenlohnes von 1,40 bis 2 Mark noiwenüig ist. acbdem noch Oekonomierat Rob-e«i,cher darauf binge- iesen hatte, daß die Brotpreiserhohung her den Land- irten große Mißstimmnna hervorgerufen habe und das inkommen -er Getreideumlage erschweren werde, nrde die Entschließung angenommen. Hierauf ver- !gte sich das Haus aus unbestimmte Seit

Neue Methode der Schuldeneknteewnng?

Ein neuer Plan zur Regelung der deutschen Kriegs- hulden ist nach einer Meldung aus Paris von Frede- -x Brunet ersonnen worden nud hat die Unterstützung er französischen sozialistischen Partei gefunden. Der lbg. Rnbriot, der in der AvendzeitnngBoulevard* für tefe Idee eintritt,'schreibt:Der Gedanke BrunetS ist, Mt Zustimmung aller Beteiligten die Forderungen der tatterten an den Völkerbund zu übertragen, dem die Aufgabe zufiele, die in feine Hände gelegten Werte durch 1e Prägung einer internattonalen Münze zu finanzie- en. Diese Münze würde in der Höbe der Forderun- jen aitsgegeben und durch den Völkerbund an die Glüu- üger verteilt werden nach einem Verteilungsplan, über ich sich die Regierungen zu einigen hätten. Auf diese Weise wären die Schulden zu bezahlen, und Deutsch- ond hätte ausschließlich mit dem Völkerbund zu tun. Deutschland würde leichter und ohne Feindseligkeiten eine Schuld abtragen können und hätte nicht mehr Mig, «ach der Revision des Versailler Vertrages zu rufen. (?) Es gäbe keine bessere Garantie für den Frie- nem Bankett, fei, als bis StabtlWruM -xr^eAtWe» Cchustz.. £te jeder, der an

»»Berli«. sV. T.s Am Freitag werden die französi­schen Deputierten P. Renauld und Professor Lichtender- ger in Berlin eintreffen, um die polMsche Lage in Deutschland zu studieren. Besonders soll auch die Re- parationsfrage einer eingehenden Prüfung unterzogen werden. Die »eiLen Franzosen kommen einte offizielle NMsio».

*

Die Rsrarbei'L« für Gemra.

**> Berti«. (£ AI Sest Wochen bildet die bevorste­hende internationale Wirtichiutskonfereuz von Genua den Gegenstand eingehender Beratungen der einzelnen Ministerien, namentlich des Re-citSwirtfchaftsministe- rinms, das mit den Svitzenverbänden der deutschen Ge­werkschaften in enge Fühlung getreten ist. Das Pro­gramm für die Konferenz von Genua hat sich als viel umfangreicher erwiesen, als zunächst angenommen wor­den ist, sodaß sich die Beratungen auf einen grotzen Fragenkomplex erstrecken. Einige der wichtigsten The­men sind: Die Finanzfrage, die Regelung des Geldum­laufs, die Frage der Zentral- und Emissionsbanken, der Wiederaufbau. Sie Balutafrage, die Organisation des Kredits, allgemeine Wirtschafts- und Handelsfragen, Er- leichterimg der Bedingungen für die Ein- und Ausfuhr Schutz des industriellen, literartschen und kürsstterlschen Eigentums, Regelung des KonsulatweienS und endlich das weite Gebiet deS Transportwesens. Die Zusam­mensetzung der deutschen Delegation für Sie Konferenz von Genua ist noch nicht erfolgt.

»^Berlt«. <L. A.) Aus London wird gemeldet: Die Konferenz der alliierten Sachverständigen zur Bespre­chung der internationalen Konferenz von Gnrua wird, wie derEvening Standard* mittet», wahrscheinlich in der nächsten Woche stattfinden Die englis^n Sachver- ständgen haben bereits bedeutende ForttHritte mit den

aka-emischen Kreiie» dieser Länder rer Aufklärung über, die große« internationalen Probleme uu- Frage« da?! Gegenwart dienen will.

Borwmis Programmrede.

»»Aus Rom wird gemeldet: In der Kammersitzrrn» am Donnerstag hielt Ministerpräsident Vonomt seine Prograuunrede. Italien bleibe Mitglied der Gruppe der Großmächte, die die Weltpolitik beherrschen. Da eS indessen vo« Friedensliebe erfüllt sei, so müsse Jtalte« v^snchc». den Geist der Mäßigung und der Versöhn««» in die Polittk der Großmächte himlnzuirage«. da nur -a-urch Mein der Wiederaufbau Europas gelinge» könne. Italien habe in Cannes neben Großbritannien gestanöen, um Sie Einberufung der großen internationa­len Konferenz turn Genua, auf der Sieger, Besiegte und Neutrale zusammentreten und unter gewissen Bedingun­gen kapitalistische und Sowjet-Wirtschaft sich einander be­gegnen sollen, an ermöglichen. Die große Wirtschafts- konferenz werde an dem bestimmten Tage, der bisher noch nicht geändert worden sei, stattfinden.

Dir große Koalition endgültig gescheitert.

»-»Berlin. (S. C.) Die MehrHeitssozialtste» habe» Donnerstag früh eine Fraktionssitznng abgehaltei» Ueber das Ergebnis dieser Sitzung wird letzt mitgeteilh daß die Mehrbestslozialdemokraten nach dem Verhalte» der Deutschen Volkspartei bei der Abstimmung am Mitt­woch im Reichstage über das Vertrauensvotum lür die

Vorarbeiten zu der Konferenz von Genua gemacht. 5 Unterstaatssekretär für auswärtige Angelegenhesi teilte am Donnerstag abend im Unterhause mit, daß t der Regierung in Litauen die Bitte eingetroffen sei, der Konferenz von Genua teilnehmen zu dürfen. S Staatssekretär süßte hinzu, daß dieser Bitte entsproß

ten

_____ .... Hause mit, daß von ten die Bitte eingetroffen sei, an

worden sei.

Amerika vnd Ke«na.

»»Aus Parts wird gemeldet: Haft einer Meldung der «Morningpost* ist eine Erklärung der Regierung der Vereinigten Staaten von Nordamerika über die Teil­nahme Amerikas an der internationalen Wirtschaitskon- ferenz von Genua in den nächsten Tagen «och «icht 8« erwarte«.

Llovd George über die Abrüstungtzkonfereaz.

»»DerLok.-Anz.* meldet aus Amsterdam: nem Bankett zu Ehren Balfours erklärte Lloy

Auf et»

litten mit der Volkspartei einzutreten.

Eisberufvsa »es Auswärtige« Ausschusses.

»»DieD. A. Z." teilt mit: Der RetchstagsauSsch«»? für auswärtige Angelegenheiten, der am Sonnabend zusammentreten wollte, ist von seinem Vorsitzenden. Dr. Stresemann, für den 2L Februar, norm. 10 Uhr etnde- rufen worden.

Sie französische Treffe über das Bertrsueusoottn».

»^.Z« der Abstimmung des Reichstages über das Ver» trauenSvotum für die Regierung Wirth schreibt da» ^Journal des Debüts". Wirth ist aur geduldet. Er aitt vorübergehend als unentbehrlich wegen der außenpoli­tischen Lage. Die .Libertee* folgert ebenfalls aus der schwachen Mehrheit für das Vertrauensvotum, daß die ««torttät des Kanzlers nicht groß sei. Deutschland werde seine Verpflichtungen an Geld und Sachleistun­gen gegenüber der Entente nur dann erfüllen, wenn die A-ekutivgewalt nicht nachgebe. Der ^Temps* meint man Hütte von der Abstimmung nicht mehr erwarten kön­nen, weil der Reichst«« ein M«d der Wähle« int 3»»