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Kersfelöer Tageblatt

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Hersfel-er Kreisblatt^

Amtlicher Anzeiger für den Kreis Hersfelö

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Nr. 51

Mittwoch, den L. März

1922

Der umgefallene Lloyd George.

ES erscheint uns müßig, das Fragespiel der fran- «Sstschen und englischen Presse mitzumachen, wer der mgentlicheSieger" von Boulogne sei, Poincaree oder Lloyd George. Ohne Zweifel haben beide Staatsmänner Zugeständnisse machen müssen, Poincaree auf formalem Gebiete, Lloyd George was schmerzlicher ist auf Mchlichem Gebiete. Jede Verständigung zwischen Frankreich und England ist aber bisher aus Kosten Deutschlands vollzogen worden, und so wird man ohne Übertriebenen Pessimismus annehmen dürfen, daß die Boulogner Zeche von Deutschland bezahlt werden muß. Alles das, was in dem amtlichen Kommuniquee über die Vereinbarungen hinsichtlich der bestehenden Verträge And der deutschen Zahlungsverpflichtungen gesagt ist, Bedeutet insofern nichts Neues, als über diese Fragen Bereits in Cannes Einverständnis zwischen den Parteien «geherrscht hat. Neu und für Deutschland folgenschwer Äst«dagegen die Verweisung der von der Genueser Kon- serenz nicht zu behandelnden Fragen vor das Forum »es Völkerbundes und der Verzicht auf die Erörterung Ser Rüstungsfrage. Gerade die Frage der Abrüstung M Lande hatte als Prüfstein für den guten Willen Frankreichs gelten können, der allgemeinen Unruhe in Europa und dem wirtschaftlichen Elend ein Ende zu be- «etten. Daß Frankreich hier seinen Willen durchzusetzen verstanden hat, dazu noch mit der Komplikation, daß es Larauf besteht, der Artikel 6 des Canner Beschlusses, Sufolge sich alle Länder jeden Angriffs auf ihren

barn zu enthalten haben, solle nicht für Deutschland gelten, sodaß das Recht Frankreichs auf weitereSank- ttönen" gesichert bleibe, dies alles ist von größter Tragweite und kommt einer beinahe völligen Achterkla- runa Deutschlands gleich. Es hat sich von Lloyd George in Boulogne ausdrücklich die Zusicherung geben lassen, Haß das Problem der europäischen Abrüstungen in Genua nicht zur Erörterung gestellt werden dürfe, und »as mit der lendenlahmen Begründung, daß Deutschland Sie im Versailler Friedensvertrage vorgesehenen Ver­achtungen noch nicht vollkommen erfüllt habe. Da sich diese Behauptung in dem erwähnten Zusammenhänge nur auf die Entwaffnung beziehen kann, so vergleiche Man damit die Erklärungen, die der englische Premier- Minister vor dem Unterhause abgegeben hat und in denen 6t davon Mitteilung machte, daß Deutschland in einem Holchen Maße entwaffnet fei, daß es für Jahrzehnte Hin- gus als ernsthafter Gegner für Frankreich nicht mehr in Betracht komme. Was naiürlich eben Bieten charakter- »esten Ll '"

Wir hätten dann zwar Beschäftigung im Julande, ab« keine eigentliche Ausfuhr.

Französische Reformpläne für die deutsche Wirtschaft.

Idet:Ere Nouvelle" glaubt die Arbeiten der französischen bereitung der Genueser Kon--

schland bezahlt werden muß. ichen Kommuniquee über die

en, der allgemeinen Unruhe in östlichen Elend ein Ende zu Be« hier seinen Willen durchzusetzen

^^^^ . :esen charakter­

festen Lloyd George nicht im geringsten hindert, seinem Freunde Poincaree zu bescheinigen, daßDeutschland Mtnr^rrvfttchnmgen nicht voukommen erjUM^chave.

Wie Lloyd George irr dieser Frage einen Meinungs- NMschwung vollzogen hat, so auch in seiner Stellung »um Völkerbünde. Der Leiter der englischen Politik hat As in die letzten Tage hinein seine offene Abneigung gegen den Völkerbund erkennen lassen, den er, in Ueber- einsiimmuna mit dem Präsidenten Hardrng, durch euren Lahren Rund aller Nationen zu ersetzen wünschte. Jetzt scheint sich Lloyd George mit der Genfer Lrga der Na- 8MK«

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daß auch Deutschland und Rußland zum Völkerbund Kugelassen werden müßten; aber das ist ein schwacher Trost für uns, denn wir wiesen gar wohl, daß Frankreich Sas Genfer Parlament sozusagen in der Tasche hat, um- somehr, als es sich hier frei von der gefitrchteten ameri- kanischen Kontrolle weiß. Dahin ging ja denn auch von Anfang an die Taktik des französischen Regierungschefs, mämlich durch Einschaltung des Völkerbundes die eng- rtschen Widerstände aus ein Rtin^"""" ^^-.»r*»«^*»»» und sich dadurch völlig freie Hand sicherm Das ist ihm offenbarglc

Lloyd George, der sonst so witzig i ... ,

«die bösartige Ironie der französischen Presse nicht, die 4hm angesichts der schweren .sachlichen Kapitulationen »vr Poincaree mit einem Zynismus sondergleichen sein Prahlendes Aussehen und seine gute Laune.nach be­endigter Konferenz bescheinigte. Gewiß ist es richtig, Satz das vereinbarte Kommumauee allerhand Deutun- gerr zuläßt. sodaß der Spielraum der Genueser Kon- Irenz vielleicht doch noch etwas weiter gesteckt sein wird, Vls gegenwärtig miocnommen werden darf, aber was will das besagen gegen die unumstößliche Tatsache, daß Kch Poincaree als Herr der Sitlmtwn erwiesen hat!

;g des Völkerbundes die eng- uu SNinimum abzuschwächen gegen Deutschland zu glänzend gelungen, und ist, empfindet scheinbar

Die SachNeferungen.

^.Das Reichskabtnett dürfte sich voraussichtlich am Dienstag mit dem Abkommen über das neue Eachlei- ^^cr1^ WteüeraufbaumiNlsteriumS, des

Reichskmnmissariats und der Landesbeauftragten kann infolge des Uebereinkommens über das neue Sachltefe- »ungssystem in s I x-

Won der freien Lieferung sind

großem Umfange ausgebaut werden. ^ v^ r... Lieferung sind nur wenige Waren aus- genoumren, so Nahrungsmittel, Holz, Zement und ei- Uge Chemikalien, für deren Ausfuhr Kontingente be- !stehen. Bur Erledigung von Aufträgen auf diesem Ge- biet werden Lanöesauftragsstellen und NeichSkommts-. sartat bestehen bleiben.

Dr. Sorge über die Sachliefernugem

^.Der Reichstagsabgeordnete Dr. Sorge, der Präsi­dent des Reichsverbandes der deutschen Indust^e, sprach jtn Srel .en über wirtschaftliche und politische Tagetzsra- Aaem Er Habe gehört, daß Deutschland auf Grund der I Wiederherstellung zu Sachlieferungen an Pole«, Ru- ß Äuiem Tschechien «frei, herangezogen werd« sMe.

in der Lage zu sein, über die Arbeiten der sranzüsischeu Sachverständrgen zur Vorbereitung der Genueser Kon­ferenz einige Mitteilungen zu machen. Hinsichtlich Deutschlands sei die französische These, das künstliche WirtsÄaftsregime in Deutschland zu beseitigen, das ihm dank seines niedrigen Wechselkurses die Möglichkeit gebe, Hand auf Mitteleuropa zu legen. Deutschland müsse aufhören, siktive Herstellungspreise für die Aus­fuhrwaren zu benennen. Das allein werde die Wieder­herstellung des normalen Warenaustausches und den Abschluß neuer Handelsverträge gestatten.

Die Pariser Fiuauzkouferen^

H>®ie Pariser Konferenz der Fnmnzmiutster Frank­reichs, Englands, Italiens und Belgiens wird erst am 9. März im Finanzministerium abgehalten werden.

^ Paris. (F. G. A.) Die Finanzminister Frankreichs, Englands und Belgiens werden voraussichtlich am 3. März in Paris zusammenkommen, um sich 1iber die Berteilung der deutschen Reparationszahlungen unter den alliierten Mächten, die Festsetzung der Besatzungs­kosten und über die Ausführung des Wiesbadener Ab­kommens zu verständigen. Die Finanzminister werden die Denkschrift des dentschen Reichskanzlers überprlifen. Der Reparationsausfchuß wird sobald als möglich den Zahlungsplan für das Jahr 1022 sestsetzen und die Re­form- und Garantiebedingungen festlegen.

Die Termiufestsetzuug für Genua.

w Rotterdam. (S. C.) DieTimes" melden, daß die Aussprache zwischen Lloyd George und Poincaree eine endgültige Festsetzung des Eröffnungstages für die Konferenz von Genua noch nicht gebracht hat. Obwohl der 10. April jetzt in Aussicht genommen sei, könne der Termin nochmals um einige Monate verschoben werben, falls die Umstände politischer Art eine Eröffnung der Konferenz ohne die Hinzuziehung der Veremigten Staaten nicht ratsam erscheinen ließen.

Sr die bwohl

Die verlorene Genueser Konferenz.

r«i> Zürich. (S. C.f DerTagesanzeiger" meldet aus Paris: Die Deutschen haben die Konferenz von Genua bereits verloren, bevor sie überhaupt begonnen hat. Der englische Ministerpräsident hat am. Sonnabend Deutsch­land erneut preisgegebeu. Nicht einmal die internatio­nale Anleihe für Deutschland soll aus der Konferenz von Genua erörtert werden, weil diese eine Folge des Frie­densvertrages von Versailles ist und her Reparation

deshalb, daß England niemals etwas erhalten werde Wozu also diese Armee aufrecht erhalten, wenn sie nicht in der Lage ist, die Bezahlung unserer Kriegsschuld« zu sichern und zu nichts dient? Niemand glaubt daran daß von Seiten Deustchlands irgend eine Gefahr be­stehe. Man müsse sich mit Recht fragen, warum ©ny land sich nicht aus einem Geschäft zurückzieht, daß es nichts mehr angeht."

Dar Aurlieferungs-Begehren.

Aus Paris wird gemeldet: Der dem nationale* Block angehörende Abgeordnete Bonnet, der mehrfach den Ministerpräsidenten Briand in der Kriegsbeschul- digtenfrage interpelliert hatte, schreibt imRadikal", seitdem der vom Obersten Rat eingesetzte Ausschuß zur Begutachtung der Leipziger Urteile seine bekannten bei­den Resoluttonen gesagt habe, habe Briand gehandelt er habe den verbündeten Regierungen seine Absicht be­sannt gegeben. Er sei jetzt damit beschäftigt, die Akt« der von französischen Kriegsgerichten abzuurteilend« Angeklagten zu vervollständigen. Diese Vorbereitung« seien peinlich genau und würden eine gewisse Zeit er­fordern. Deutschland werde aufgefordert werden, die Beschuldigte« auszuliefer«. Wenn es nicht Folge leiste* würden die im Versailler Vertrag vorgefehenen Sank-' tionen (gemeint ist die verlängerte Besetzung der Rhetts lande) angewendet werden.

In Berlin ist von dieser Vorstellung der Entente­mächte bei der deutschen Regierung nichts bekannt.

Die Leipziger Prozesse.

«-«-Aus Loudo« wird gemeldet: Der GeneralstaatsM- walt erklärte auf eine Anfrage, daß ein vom Oberst« Rat eingesetzter Juristenausschuß zur Untersuchung deS deutschen Berichts über die Leipziger Verhandlung«- jetzt berichtet habe, daß einige Verhaftete freigesproch«. worden seien, die man hätte verurteilen müssen. D« deutschen Regierung seien Vorschriften gemacht worden eine Wiederverhaftung der Betreffenden anzuordn« Ueber die Wiederverhaftung liegen bisher keine Nach­richten vor.

92 Milliarden Fehlbetrag.

dtenc-^ wertetrrtm-^^ «e »tomtut

Mission nunmehr wieder Herrin der Läge ist.

^Berli«. (L. A.) Die cndgulngca Emnahmen ttnl» Ausgabe« des ReichshaushalieS für E lieg« jetzt vor. Es ergibt sich ein Fehlbetrag von aber 92 $tib liarden, genauer 92 100 Millionen. Im a«ßerorde«v ließen Haushalt rechnete mau mit Wer 92 Milliarde», genauer 92110 Millionen, besam aber nur 18 Milliarden. Dazu kommt de etremwrmn^rizs

Die Jnsirnktioven für Genua. , m

>» Rotterdam. (S. C.> Rcirters Bericht über die Be­sprechungen zwischen Lloyd George und Poincaree mel­det, daß die französischen und englische« Delegierten für Genua gleichlanteLde Jnftruktionc« von ihren Regie­rungen erhalten werden. Die Frage der dentschen Sach- leistnuqe» soll auf der Konferenz von Genua nicht er­örtert werden, weil dies nach den Bestimmungen des Versailler Vertrages nicht zulässig sei. Ebenso soll die Anerkennung der Sowjetregierung i« Rußland nicht Gegenstand der Erörterungen in Genua sein.

Ei« internationale® Konsortium.

fr* London. <F. Z.) Die in der letzten Woche abge­haltene Tagung des Ausschusses für die Festsetzung des in Cannes beschlossenen internationalen Konsortiums ergab die Bildung einer internationalen Zentralstelle mit dem Sitz in London. Das Anfangskapital betragr vier Milliorren Pfurrd Sterling. Daneben sollen zwei kategorische internationale Organisationen geschaffen werden, und zwar die erste bestehend aus den fünf Haupt­mächten England, Frankreich, Italien, ^Belgien und Deutschland, die zu gleichen Teilen und mit gleicher Be­rechtigung mitwirken, und die zweite aus den besonders aufacforderten kleinen Staaten, darunter Holland, Schweiz und Dänemark, die nur geringe Anteile haben. Die Vereinigten Staaten sollen zur Mitwirkung in der ersten Kategorie eingeladen werden; jedenfalls werden sie aber die Teilnahme ablehnen.

Der neue italienische Außenminister in Paris.

w Paris. (F. Z.) Der französische Ministerpräsident hat, wie von unterrichteter Seite mitgeteilt wird, den Wunsch geäußert, mit dem neuen italienischen Minister deS AuSivärtigen, der auf seiner Reise von Wasyinton nach Rom Paris berührt, eine Unterredung zu haben. Der üaltenifdye Außenminister ist mit der italienischen Delegation in Le Havre engetroffen. Die Begegnung mit Poincaree wird Dienstag abend oder Mittwoch vor- mittaa in Paris stattfinden. .

wMariS/ (F. G. A.) Der neue italienische Auyen- minister wird für Dtenstaa in Paris erwartet Damit die Konferenz von Genua in harmonischer Weise ab- schliesten sann, ist, wie in den Pariser politischen Krei­sen erklärt wird, eine Aussprache mit dem italienischen Außenminister notwendig. Es darf von seiner Seite aus eine Ueberraschuna erfolgen.

Untcrbangdcbafte über die flucht der Uvootofsiaicre.

w London. (L. A.) Im Unterlaufe wurde die FluM der Ubootostiziere Boldt und Dittmar und der Stand der Abrüstung in Deutschland verhandelt.

Englische Zeitnnrtsstimme für die Zurückziehung

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Reuters Bericht über die Be- "loincaree mel-

Reichsdruckerei mit 94 samtfehlbetrag von 82110 Millionen, liarden Mark.

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man den U illione» ab, so bleibt ein Ge* Millionen, also über 92 Mib-

Die Durchführung der ZVangsanleihe

w Berlin. (B. T.) Im Rcichssinanzminisierim» fanden Dienstag vormittag Beratungen mit den Ver­tretern der Industrie, des Handels, der Banken und der- Arbeiterschaft statt, in denen über die das Steuerkompro» miß betreffenden Fragen verhandelt wurde. Diese Ver-^ Handlungen drehen sich in der Hauptsache um die Hohe des Zinsfußes, der für die Zwangsanleche nach den er- sten drei Jahren erhoben werden soll. Obwohl die VeD-« Handlungen erst Ende der nächsten Woche zu Ende gehe» dürften, darf man bereits sagen, daß ein modriger Zinsfuß in Betracht sammt. Die Veranlagung jit£ llwangsanlcihe dürfte voraussichtlich nicht, wie anfangs beabsichtigt wurde, uach der letzten Notopferveranlaguna-

Dezember 1919 als Stichtag erfolgen. Es wird

vom 3-.................... , .. _ . _ , ,

vielmehr erwogen, die Veranlagung zur Zwangsanleihe nach der Vermögenssteuerveranlagung für 1922 vorzrr-- »ebmen. Dabei soll indessen nicht solange gewartet werden, bis diese Steuerveranlagung. für das lau sende Jahr fertiggestellt ist. Das würde selbstverständlich viel Seit in Anspruch nehmen. Dadurch würde auch den Zweck der Anleihe verfehlt werden. Vielmehr werde» voraussichtlich bestimmte Vorauszahlungen auf die Zwangsanleihe angeordnet werden können. Die. Ein», zablungen für die Zwangsanleihe sollen ratenweise er* folgen, doch werden die Raten so zu bemessen sein, das: die völlige Einzahlung der Zwangsanleihe bis zu Früh-

' - 1923 erfolgt ist. So dürfte man etwa

folgen, vow weruen tue yiuien iv ou uvuusmv »cuu v«p die völlige Einzahlung der Zwangsanleihe bis zu rrruh- fahr 1923 erfolgt ist. So dürfte man etwa mit viertel--, jährlichen Einzahlungsraten zu rechnen haben. Mi» den Arbeiten für die Zwangsanleihe gehen die Bcra- hntaen über die im Steuerkompromitz vorgesehenen Steuergesetzentwürfe Hand in Hand. In Frage kom­men 14 neue Gesetzentwürfe einschließlich des Mante^. gesetzes. Die Beratungen werden in dem e>teueraiiaimnt am Donnerstag fortgesetzt werden. Auch sie werden wie die Beratungen mit den Berufsvertretern vermutlich im Laufe der nächsten Woche beendet sein. Zur Ver­handlung stehen gegenwärtig nur noch die Umsatzsteuer und die Kapitalverkehrssteuer. Die neuen «teuergesetzS dürften, soweit sie nicht rückwrkend sind, wahrschenilich if April in Kraft treten, 14 Tage nach der Veröffent» lichung im Reichsgefetzblatt.

DieDail Mail Gazette" schreibt:Die Fraae der Besatzungstr-uppen wird von den englischen Steuer- träaeru neuerdings aufgeworfen. Die Kosten der Rhein- armee wurden durch die Zahlungen Drittschlands bücher noch nicht gedeckt. England hat noch nicht einen Penny

Zur Reichspräsidentenwahl.

Wie dieDeutsche Allg. Ztg." erfährt, teilte bSk Reichskanzler den Parteiführern mit, er werde in kürz^ Her Frist mit ihnen wegen der Wahl des ReichSpr^ fidenten Fühlung nehmen. In der KanSidatenfrage sei bisher von einer Einiquna der bürgerlichen Parteien au eine einzelne Persönlichkeit noch nicht die Rede. Unzu treffend sei, daß v. Kahr als Kandidat der Deutschnatto nalen angesprochen werden könne. Die Deuttchnaiionaic Bolkspartet sei bisher «och «icht tu der Lage gemäe».