Einzelbild herunterladen
 

hersfelöer Tageblatt

I WI i Erscheint jeden Wochentag Der Bezugspreis betrögt

t monatlich für Bersfeid u. durch die Post bezöge« bei ,rel6r Zustellung ins Baus, Abholer

, F r :7.00 MK. « Bruch und Verlag non budmlq Funhs

Fmtücher Anzeiger für den Kreis yersfelo L Budidrucherel in Bersfeid, mitglied des VDZV. |

Nr. 86 Dienstag, den 11. April lSS»

Erscheint jeden Wochentag Der Bezugspreis betrügt monatlich für Bersfeid u. durch die Post bezöge« 8.00 MK., bei freier Zustellung ins Baus, Abholer 7.00 MK. « Bruch und Verlag non budmig Funhs Budidrucherel in Bersfeid, (filtglied des VDZV.

Anzeigenpreis für die einspaltige Petitzeile oder deren Raum 1. Mark, für auswärts 1.50 Mark, die Rehiamezeile 3. MK. Bei Wiederholungen Dachlah. .+ Für die Schriftleitung Derantmortlidi Franz Funh in Bersfeid. + Fernsprecher Dr. 8.

Die Vorkonferenz in Genua.

>-*Am Sonntag vormittag und nachmittag hat in Genua eine Borkonferenz der englischen, französischen, italienischen und belgischen. Delegation stattgefunden. be Facta hielt die Eröffnungsrede. Schanzer wurde zum Präsidenten der Vorkonferenz ernannt. Gegen­stand der Borsitzung war die Aufstellung der Tagesord- mmg für die Konferenz. Wahrscheinlich wird König Viktor Emanuel nach Genua kommen.

<h> Genua. (F. &) Ueber die Vorbesprechung der Al­liierten am Sonntag nachmittag, die von 4 bis 7 k Uhr Säuerte, wird bekannt, daß man sich mit den Methoden beschäftigte, die auf der Eröffnungskonferenz eingeschla­gen werden solleir. Es wurde beschlossen, Daß der italie­nische Ministerpräsident de Facta am Schlüsse seiner gro­ßen Rede unter Bezugnahme auf die Entschließung von Cannes erklären soll, datz die anwesenden Delegierten durch ihr Erscheinen die Zustimmung ihrer Regierun­gen zu den Beschlüssen von Cannes ausdrückien. Das würde, falls die Russen nicht sofort Einwendungen erhe­ben, bedeuten, daß die Russen die Eigentumsrechte re­spektiere«. die Schulde« anerkennen und die im interna­tionalen Recht enthaltenen Verpflichtungen beobachte« und künftig gegen die Nachbarstaaten keine Angriffe «kehr untervehme« werden. Du Vorkonferenz soll

durchaus nicht reibungslos verlaufe! sein. Lloyd George und Barthon feien lebhaft aneinan er geraten, als sich Barthon nicht mit dem Borschlag Lloyd Georges einver­standen erklären wollte, datz in die vier zu bildenden Kommissionen auch deutsche und russische Vertreter aus­genommen werden sollen. Es kam schließlich zu einem Kompromiß. Es wurde beschlossen, daß möglichst wenig Vollsitzungen stattfinden sollen. Die Ausarbeitung der Vorlagen soll in den Kommissionen erfolgen. Die Voll­sitzungen sollen nur die Beschlüsse der Kommissionen ra­tifizieren.

Der erste Sieg der französische« Politik.

** Paris. lD. A. Z.s Sauerwein schreibt in der Mon- tagausgabe desMattn": Der gestrige Sonntag hat den Rückzug Lloyd Georges etnaeleitet. Die französische Po­litik hat den ersten großen Erfolg errungen. Den Sow- sets bleibe nur die Wahl zwischen der Annahme der Bestimmungen von Cannes oder ihr r Abreise. Das Schicksal der Konferenz von Genua ist tatsächlich wäh­rend der Lloyd George-Krise in London entschieden worden. Dettischland und Rußland Bbc« all- Ansstch^ »erlor-n, eine »g£^^

"Wvsicn Erfolg der französischen Politik bedeute. Ueber diesen Erfolg bedeute es nur wenig, daß man zusttm- men mußte, daß Deutsche und Russen in die politische Kommission ausgenommen würden, denn diese Kommis­sion werde künftighin keinen Onensiockarakter haben.

Die Ankunft der Deutsche« in Genua.

>»Die Aufnahme der Deutschen von der italienischen Grenze an war mustergültig. Um 8,10 Uhr kam am Sonntag der Sonderzug der deutschen De.-ßation mit dem Reichskanzler Dr. Wirth, dem Außenminister Dr. Rathenau und dem Staatssekretär Hemmer an. Da die Borsitzung der Alliierten, die bereits um 4 Uhr be­gonnen hatte, noch tagte, entsandte Ministerpräsident de Facta den Minister Rossi zum Empsang der Gaste. Das äußere Vahnhossbild war das bei einem großen Empfang übliche. Nach kurzer.Ansprache durch Staats­sekretär Nosi und den Präfekten von Genua begaben sich die Führer der deutschen Delegation in dasEden =

Hotel.

Der Empfang der Deutschen in Geuua.

Basel. lS. C.» DieBasler Naiionalzeitung" mel­det aus Genua: Minister Rossi, der die deutsche Delega­tion um 8,15 abends in Vertretung des italienischen Mi- nisterorüsidcnten de Facta anf-dem Bahnhof in Genua empfangen hat, richtete herzliche Worte der Begrüßung an den deutschen Reichskanzler und gab dem Wunsche der italienischen Regierung Ausdruck, die Konferenz von Ge­nua möge die Grundlage für die gegenseitige Annähe­rung Italiens und Deutschlands bilden. Der Reichs­kanzler Dr. Wirth dankte Rossi und versicherte, da» er mit dem ehrlichen Willen nach Genua gekommen sei, die Jahre der Bölkerbckümvfung zu vergessen und nicht nur an der wirtschaftlichen, sondern auch kulturellen Wieder­annäherung der Staaten auf der Konferenz mitzuarüei- ten. Zwischen Deutschland und Italien gebe es keiner­lei Beranlassuna zu einer kulturellen und rotrfichaftlidien Absonderung. Minister Rossi schied von der deutschen Delegation mit einem Händedruck. Am späten Abend sandte der italienische Ministerpräsident de Facta seine Karte in das Edenlwtel, in dem die deutsche Delegation 60 Zimmer belegt hat.

Die Ecöfsrnmgssitzm-g am Montag.

4* Zürich. (S. C.s DieRene Züricher Seihum" viel» bet "aus Geuua: Die erste Sitzung beginnt Montag morgen um 10 Uhr. Vorher Muhet gegen 9 Uhr eine nochmalige Zusammenkunft her vier alliierten Staats­männer Englands, Frankreichs, Italiens und Belgiens statt Der Montag wird voraussichtlich mit den großen Reden des italienischen Ministerpräsidenten de Facta und des englischen Premierministers Lloyd George aus- Ä gefüllt werden. Ueber den Inhalt der großen Reden der beiden Staatsmänner wird strengstes St llichweigen * bewahrt Bis Sonntaa abend waren 1232 ausländische > Du legierte in Genua eingetroffen. Die Enaländer sind 'mit 72 die Franzosen mit 31. die Belgier mit 47 und die ' Deutschen mit 182 Delegierten vertreten.

; Die Tagesordunvg der Eröffnungssitzung.

W Die Sitzung am Montag, die nachmittags um 3 Uhr eröffnet wird, wird sich folgendermaßen, abspcelen: Der italienische Ministerpräsident wird eure kurze Be-

grnstrnrgsanfpräche Dorten. Daraus wird Lloyd George seine Wahl durch Akklamation vorschlagen. Nach der Wahl wird de Facta eine großangelegte Rede halten, in der die italienische Stellungnahme begründet und fest- gestellt wird, daß das Fundament für die Genueser Kon- ferenz auf der Annahme der Beschlüsse von Cannes auf» gebaut wäre. Darauf wird Lloyd George seine mit Spannung erwartete Rede halten, in der ausdrücklich auf das Weltabrüstungsproblem in Hinsicht auf die Ost­staaten hingewiesen wird. Dann wird Barthon für Frankreich das Wort ergreifen. Tbennis wird für Bel­gien sprechen. Außerdem werden TschitsÄerin für Ruß­land und Wirch tür Deutschland zu Wört kommen. Außer den vier Hauptdeleaationen, deren Ehrenpräsi­denten die eingelaöenen Machte stellen werden, werden noch drei weitere Kommissionen gebildet werden, eine fünfte Kommission für die Austiz, eine sechste für die Re­daktion der Beschlüsse und eine siebente für die Beglau­bigung der Vollmachten. Diefe Tagesordnung hat auch die Billigung der kleinen.Entente gefunden, die unter dem Vorsitz Dr. Beneschs gleichzeitig tagte.

Deutsche Denkschrift.

»* Von dem sehr umfang reichen Material, das die deut­schen Delegierten nach Ge.cna mitgenommen haben, um­faßt der erste Teil 396 Druckseiten, der zweite Teil ist ungefähr von dem gleichen Umfange. Beide Teile ent­halten überaus reichhaltiges Material, nicht nur über die Lage Deutschlands, sondern auch über die russische Frage. Vor allem sind in dem Material sehr genaue statistische Darlegmcgen enthalten, wobei die neuen Stenergesetze schon mit berücksichtigt sind. Dann beschäf­tigt sich der erste Teil mit )er Frage der deutschen Wäh- tnng, mit dem Programm der Stabilisierung der Mark «nd der Anleihe. Dabei r ierden auch die Erfahrungen der deutschen Regierung mit Anleiheverhandlungen in neutralen Finanzkreisen behandelt. Znr Währungs- srage weist das Dokument in a. auf die kürzlich in Neu- Indien durchgeführte Währungsresorm hin, die ein sehr gutes Ergebnis gehabt haben soll. Das Material macht nicht Borschläge in der Reparationsfrage, sondern gibt eine rein sachliche und zahlenmäßige Darstellnng der wirtschaftlichen and fiuanziMen Lage Deutschlands.

Aentzerungen deutscher Vertreter.

* Einem Mitarbeiter desB. L. A." gegenüber äußerte sich Minister Dr. Rathen«-^überdieSMMMMgMW mieser Genua kann nichts

Sie Einleitung internationaler Bezie­hungen. ' Die erste Konferenz wird als Vorbesprechung des wirtschaftlichen Wiederaufbaues Europas gelten körrnen. Machen Sie daS deutsche Volk darauf aufmerk­sam, daß es, soweit Genua in Frage kommt, seine Er­wartungen nicht überspannen soll. Das deutsche Volk darf nicht zu viel erhoffen, soll aber auch nicht Hofsnungs- los in die Ankunft schauen.

Ftnanzmtnister Hermes äußerte sich knrz: Wir müssen hosfen. Ob diese Hoffnung von Erfolg gekrönt sein wird, läßt sich heute noch nicht sagen. Genua be­deutet etwas Neues, und wir müssen abwarten, was sich für Deutschland aus dieser Konfereuz ergeben wird. Wir gehen nach Genua im Geiste der wirtschaftlichen Soli­darität Europas.

Wirtschäftsminister Schmidt führte aus: Deutsch­land wird sich an den Konferenztisch setzen mit dem besten Willen, praktische Arbeit zu leisten. Wir werden uns bemühen, daraus hinzuweisen, daß wir bereit sind, soweit es in unserer Macht steht an dem wirtschaftlichen Wiederaufbau Europas mitzuarbeiien.

Der Wiederaufban Deutschlands Hauptfrage.

Die Konferenz der Nentralen hat eine völlige Einig­keit darüber ergeben, daß die Hauptfrage der Wirtsthast für ganz Europa die wirtschaftliche Wiedcraufrichtnng Deutschlands ist. Einer der Delegierten hat betont, dan, wenn man Deutschland zum Bankerott kommen lasse, dies den sofortigen Bankerott seines Landes und den anderer Länder nach sich ziehen würde.

Unterredung mit dem italienischen Delegierte«.

** Genua. (F. A.) Von der Deutschen Delegation har­ten am (Sonntag unmittelbar nach ihrer Ankunft im Edenhotel der Reichskanzler Dr. Wuth und der Außen­minister Dr. Raiheuau mit dem italienischen Mnnstcr- präsidenten de Facta und dem Außenminister Schanzer eine längere Unterredung über das Programm der Kon­ferenz von Genua.' Boraussichtlich wird der Recchs- kanzler Dr. Wirth schon in der Eröffnungssitzung mm Montag das Wort ergreifen. Ministerpräsident be Facta muh in einer wichtigen Angelegenheit der in­neren Politik nach Rom zurückkehren. An seine Stelle wird voraussichtlich der Außenminister Schanzer das Präsidium der Konferenz übernehmen.

Freiheit beS Handels.

--»Amsterdam. (8. A.) Aus London nnrö gemeldet: Der Genueser Konferenz ist ein Aufruf zuneschicki wor- deu, der von über 800 der führenden britischen Ban­kiers, Grotzkaufleuten nnd Indnstrcellen nnterzerchnet ist, und der um Aushebung aller Han-elsbeschranknn- gen ersucht.

Schöne Worte. t

w Genua. (L. A.i Die Eröffnilugssitzung der Konfe­renz am Moniag wird entaegen der bisherigen Annayme sich nur auf drei Stunden erstrecken. Die Eröffnungs­rede des italienischen Autzeumintsters Schanzer wird keine neuen politischen Töne anschlagen, sondern nur eine warnte Bitte an die Teilnehmer «nterstrelche«, znm Heile der Allgemeinheit sich an der Arbeit der Konferenz zu beteiligen.' Barthon beabsichtigt, seine Rede frei und ohne Konzept zu halten. Die Rede von Lloyd George wird betyrren, daß es sich um keinen Gerichtshof, sondern um eine Konferenz von Gleichberechtigten handle, die alle danach streben müssen, der Gemeinschaft 3« Kielten.

Lloyd George wird anßcrorvemlich warme Tone anzm. schlagen wissen.

Was die Konferenz Deutschland kostet.

** Berlin. tS. C.) ^str die-Kosten der Reise der beut* sehen Delegation nach Genua sind vom Reichsfinanz-i Ministerium vorbehaltlich der Etatsverrechnuug 200. Millionen Mark angesetzt worden. Die Geiamtkosien des Aufenthalts der deutschen Delegation in Genua früh bei einer vierwöchiaen Dauer -er Konferenz mit zwer Milliarde« Mark veranschlagt worden.

Die Londoner Wetten-über Genua.

x> Rotterdam. iS. C.) DerRotterdamsche Courmck" meldet aus London: Am Wochenende standen die Wet. ten in London für Genua wenig günstig. Von rund lk Millionen Weitaufträgen lauteten 75 Prozent gegen ein« formelle Einigung der Konferenzteilnehmer bezüglich der Stabilisierung der Valuten. Hinsichtlich der Gciväh- rung von Reparationserleichterungen an Deutschland auf der Konferenz von Genua standen die Wetten 7 gegen 2.

Die Konferenzsprachen.

r-t- Es ist vereinbart worden, daß die offizielle Konfe­renzsprache Französisch nnd Englisch gelten werden ebenso ist auch die italienische Sprache zugelassen.

Eine Besprechnng mit Tschitscherin.

6-* Aus Genua wird gemeldet: de Facta und Schanzer haben am Sonntag vormittag mit Tschitscherin die erste Besprechung gehabt. In der Besprechung sei nur von dem Verfahren und der Beratungsmethode der Kon­ferenz die Rede gewesen.

Reist auch Leni« nach Genna?

M- Aus Prag wird gemeldet: Tschitscherin hat dem Ge­nueser Berichterstatter der hier erscheinenden Zeitung Bohemia^ erklärt, wahrscheinlich komnie Lenin persön­lich nach Genua.

Die Kündigung der linsflundung.

Aus Paris wird gemeldet: DerTemps" widmet der engliswen Note, in der die Ziusenstundung gekündigt wird, einen langen Leitartikel. In derselben Nummer berichtet Nikolaus Roosevelt über die KusammensetznuL. der von öardiua mnaeicnttu - ^^..^tmH-rnn^TTfrate L^MMMMMMWMUMVrtkenic-TÄnlocn an Amerika. Noose- ucit macht daraus aufmerksam, daß die Lösung der inter­alliierten Schuldenfrage außergewöhnlich heikel sei. Die Verhandlungen würden in der Reihensolge der Besen- tung der Anleihen geführt. Die Regierung Amerikas werde zuerst mit England, dann mit Frankreich, darauf mit Italien und schließlich mit Belgien verhandeln. Diese Verhandlungen berühren den materiellen kritt- schen Punkt der großen Reorganisattonsarbeit der vom Kriege betroffenen Völker." Roosevelt zitiert ausdrück­lich einen Bericht über die deutsche Reparation, dem Hoo- ver seine Zustimmung gegeben hat. Es heißt in dem Be­richt. es bestehe keine Aussicht, die Welttransaktionen zu stabilisieren, bis die Erfüllung der deutschen Reparatio­nen zuerst auf einer Grundlage geordnet ist, auf der nicht nur die wirtschaftliche Kraft Deutschlands zur Lösung der gerechten Aufgabe der Wiederherstellung der zerstör­ten Gebiete herangezogen werden kann, sondern auf der auch die Reparationen nach der tatsächliche« Leistrmgs- sähjgkeit Deutschlands berechnet werden können. Es ist für die wirtschaftliche Stabilität Europas unumgänglich nötig, sagt der Bericht, daß die ^^^^«^^^^ zu Lande auf dem europäische« Kontinent herabgesetzt werden. Roose­velt zitiert im weiteren auch eine Ansicht des Außenmini­sters Hnghes zu dem Bericht über die BuLgeterklärun- gen und über die Rüeinarmee. Hoover hat in einer Ber- sammlung dem Führer der republifanikben Partei im Senat rund heraus erklärt, er widersetze sich einer Teil­nahme Amerikas an europäischen Wirtschascskonferen- zen. seien sie nun in Genua oder anderswo, bis sich Eu­ropa folgenden zwei Bedingungen unterwerfe:

1. muß Frankreich feine Armee auf den Friedenssuß Herabfetzc« und seinen Staatshaushalt auf dem die RL- stuugsabgabe« lasten, ins Gleichgewicht bringen,

2. muß Rußland fast seine ganze Armee entlasse« und Garantie dafür gehen, daß es imstande ist, eine sta­bile Regierung zu geben.

Im Leitartikel stellt nun derTemps" fest, daß die Kündigung der englischen Ainscustuuduoß zur Folge ha­ben wird, daß Deutschland bedeutend weniger bezahlen muß, als es den Staaten schuldet, denn es werde fraglich sein, ob es im nächsten Jahre die 3'/- bis 4 Milliarden Mark ausbringen könne. Dagegen werden zwei andere Mächte, die Anspruch auf Zieparation haben, viel mehr bezahlen müssen, und zwar in Psuud Sterling, als sie in Goldniark beziehen sollten. Das sind Frankreich ynb Italien, die England die Zinsen ihrer Schulden zu be­zahlen haben, aber von Deutschland nichts in bar erhalten oder sozusagen nichts beziehen werden mit Rücksicht aus die betatsche Priorität. Die englische Note beweise offen» bar. daß die englische Regierung eine allgemeine Rege­ln«« der Kricgssch«ldenfraqe erreiche« will.Alles in allem und um die Dinge beim rechten Namen zu nen- nen." saqt derTemps".Handelt es sich also darum, die Welt einer anglo-amerikanischcu Vorherrschaft zu «nier- werfen, eine Vorherrschaft, die auf der Herrschaft des Geldes beruht.

*

Und das paßt natürlich Frankreich nicht. Dadurch werden seine VorherrschastSpläue in Europa vernichtet.

Tagung des deutschen Beamtenbundes.

In der Schlußsitzung wurde eine von der Bundeslei­tung eingebrachte Entschließung einstimmig angenom­men, in der eS heißt:Der Bundestaa erhebt entschic-