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Hersfel-er Tageblatt

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Sir 115 Mittwoch, den 17. Mai 19»»

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Die ksttferenZ auf Reisen.

Nach Cannes Genua, nach Genua der Haag. Wo es enden wird, weife suraeit keiner: nur daß das Biet die Befriedigung Europas und der Wiederaufbau der Weltwirtschaft, aus diese Weise wohl schwerlich erreicht werden wird, kann als ziemlich aewife gelten. Die Ge­nueser Konferenz steht vor dem Abschluß. Von all den Aufgaben, die eine Weltwirtschaftskonferenz su lösen hat, ist so qut wie nichts der Verwirklichung näher ge­bracht worden. Der Entschluß der Konferenzmächte, die Genueser Tagung durch eine Besprechung in den Niederlanden abzulösen, trägt alle Kennzeichen des Ver-

legenheitsvrodultes an der Stirn. Lloyd George Har sein Gesicht gewahrt, die Franzosen sind um die Gefahr herumgekommen, als Saboteure der Genueser Konfe­renz kompromittiert zu werden. Dazu die Hoffnung auf Amerika, ohne das es nun einmal nicht geht. Das sind die eigentlichen Ergebnisse, die die Konferenz er­zielt hat. Der deutsch-russische Vertrag, der für uns formell und sachlich die größte Bedeutung hat. wenn auch seine Auswirkungen in wirtschaftlicher Hinsicht und auch in politischer Beziehung von der Entwicklung in Rußland abhängen, ist dagegen nur ein Produkt der deutsch-russischen Verhandlungen, und die Genueser Konferenz hat an dem schnellen Abschluß dieses Vertra­ges nur insofern ein Verdienst, als üe den Ausschluß Deutschlands von dem inneren Wiederaufbau Rußlands oder besser gesagt, der Ausbeutung der unerschöpflichen Naturschätze Rußlands herbeizuführen versuchte.

Wenn auch die heikelsten Themen in Genua von vornherein nicht behandelt werden sollten, das Krieas- entschädigungsproblem und die Kriegs? Hulden, so sind die Mächte auch über das Problem des russischen Wie­deraufbaues keinen Schritt vorwärts - gekommen. Hier sind es hauptsächlich Frankreich und Belgien, die sich einer Verständigung über die Wege und Mittel, die zu einem Wiederaufbau führen könnten, mit beharrlicher Annachgiebigkeit und konseguenter Verfolgung ihrer bisher eingenommenen Haltung und verwüsten Ziele entgegensetzten. Nun sollen im Haag die Sachverstän­digen der fünf einladenden Mächte zu ein, r Konferenz zufammentreten, zu der in letzter Stunde noch die Rus­sen zugelassen worden sind. Deutschland, das in erster Linie dazu befähigt ist, tatsächlich und wirksam an dem ssischen Wiederaufbau mitznarbeiten, weil die aegen- sitigen Interessen dieser beiden Länder /r.rgemeinsa­mes Zusammenarbeiten bedingen. ift.v

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wohl kaum führen begründet. Selbst finanziellen Hilfs- an dem russischen

chtbrinaender Arbeit dürste, liegt in dieser Tatsache Amerika würde trotz feiner sähiakeit die deutsche Mitarbeit , Wiederaufbau nicht erfetzeii. Die runüche Pro- sischen Wiederaufbau nicht ersetzen. Die russische Pro­duktion ist auf die Hilfe deutscher Arbeitskraft angewie­sen, denn der Etiifluß deutschen Könnens und der deut­schen Technik in der ruMschen Industrie ist,so groß, daß sich die Inbetriebsetzung der rumschen Wirtschaft nicht vom grünen Tisch aus im Haag regulier-en laßt.

Trotzdem wird die deutsche Diplomatie die weitere Entwicklung der Verhandlungen mit Rußland mit -er größten Sorgfalt verfolgen müssen damit nicht die Fa­den. die in Genua gesponnen worden und, wieder zer­

rissen werden.

Das Wade der Gemreser KONfereaz.

«-^Berlin. (S. C.) Die schweizerische Deveschenagen- tur meldet aus Genua: Die Antwortnote der Alliierten auf das russische Memorandum wird am Mittwoch über­reicht. Erst nach der UeberreiÄung der Antwort an Rußland beginnt die allgemeine Abreise der Delegatio­nen aus Genua.

Amerika lehnt die Einladung ab.

^ Genua. (B. TU Es ist eine inoffizielle Mitteilung Amerikas hier eingetroffen, in der Amerika erklärt, es sei ihm nicht möglich, anf Grund der am 11. Mm von ssn Russen erteilten Antwort an der Sachverständigen- lOnferenz im Haag teilzunehmen. Ev ^lat dann eine , Zehr lange Auseinandersetzung über die Grunde. die es ; den Vereinigten Staaten nicht möglich machen, an den l Hauger Beratungen teWunehmen. Außerdem habe Amertl-a an der Konferenz von Genua Et teilgenom- ; men, und da die Haager Konferenz eine Fortsetzung der , Genueser Konferenz sei, so sei es Amerika mch. möglich, , sich an den Verhandlungen im Haag zu beteiligen. Ame­rika sei aber bereit, eine StudicnkommMon nach ^nv- land zu schicken, und sei ferner bereit, in eine Drsku,- sion über die russische Frage einzutreten.

Die Meldungen, die von einer bedingten Annahme i der Einladung durch die Vereinigten Staaten wissen wollten, sind deinrfach verfrüht. Sie scheinen eine miß­verständliche Auslegung des positiven Teils der ameri­kanischen Antwort zu sein.

^ Die zustimmende Antwort Amerikas betreffs einer Teilnahme an der neuen Haager Konferenz ist Montag abend in Genua einnetroffen. Amerika nimmt unter zwei Bedingungen teil: 1. daß die Konferenz nur Bor- schläge, aber keine endgültigen s-sedingnugen zu euiwer- fen bat. und 2. daß während der Berhaudlungen keine , cerorataüEommcit mit Ausnahme der vier erwähnten, iKtcitd laufenden Bertr.ge Italiens, Schwedens, Iavaus und der Tschechv-Slowaket geuhloöen werden dürfen. Dir erste Bediugnng entspringt zweifellos dem Wunsch Amerikas, nicht überstimmt zu werden und freie Hand L' behalten. Auf der Haager Konferenz werden somit sämtliche Mächte mit alletniger Ausnahme Deutschlands . ..... ..........................,....

Dl rtreien sein. Ast cd die Zulassung Rußlands ist wie ^Einzelheiten, hob die Persönlichkeiten der Bevollmäch-

von englischer Seite mitgeteilt wird, noch nachträglich beschlossen worden.

Weiter wird hierzu aus Genua gemeldet: Der ame­rikanische Botschafter Child, der zur Beobachtung der Konferenz in Genua weilt, hat Montag abend bereits einigen amerikanischen Journalisten Mitgeteilt, daß die Regierung der Vereinigten Smaten eine Einladung zur Teilnahme an der Haager Konferenz in wohlwollende Erwägung ziehen würde. Diese Mitteilung bedeutet, daß die Frage der Teilnahme Amerikas an der Haager Konferenz'eine günstige Entwicklung nehmen wird. Inzwischen ist die bedingt zustimmende Antwort der Vereinigten Staaten eingefroren.

Verhau-lunge« mit -eu Russeu.

«-!-Genua. lD. A. Z.l In der Sitzung der politischen Unter-kommission am Dienstaa, an der die Russen tetl- nahmen, wurden ihnen die Beschlüsse der Mächte vor« gelegt und in zweistündiger Beratung im einzelnen er­örtert. Hierauf erbaten sich die Russen eine 24stündige Bcöenkzeit. e-^Geuua. (B. T.) In der Sitzung am Dienstag vormittag machte Tschitscherin Einwendungen gegen Haag als der Sachverständigenkonferenz. Es wurde ihm darauf mitgeteilt, daß der Ort der Konferenz noch nicht genau feststehe. Ferner stellte Tschitscherin die Frage, warum Deutschland nicht nach dem Haag ein- geladen worden sei worauf ihm geantwortet wurde, daß durch den Vertrag von Rapallo Deutschland aus den Kollektivverhandlungen mit Rußland ausgeschieden sei.

Die französischs Regierung befriedigt

>»> Paris. (F. G. A.) Am Quai d'Orsey wurde am Montag abend, wie dasEcho de Paris" erfährt, von zuständiger Seite erklärt, die französische Regierung fet von der Entwickelung der Konferenz von Genua sehr befriedigt, denn sie habe keinen Stellungswechsel vorzu- nehmen brauchen. Sie habe sich zu nichts verpflichtet, sie habe keinen Bruch herbeiaeführt und sie siehe den Engländern näher denn je. Die Engländer hätten ein- gesehen, daß die Entente mit Frankreich unbedingt not­wendig feL Lloyd George dürfte es sich jetzt nicht neh­men lassen, Wer Paris heimzureisen mm bei dieser Gelegenheit eine Unterredung mit Poincaree zu haben. Sollte er diesen Wunsch äußern, so würde Poincar ihn mit Vergnügen erfüllen selb ------ "

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ordbahn-

Bevorstehende Abreise der deutschen Delegation.

»^ Mönche«. (S. C.) Nach einer derMünchen-Augs- burger Abendzeitung" vorliegenden Meldung aus Ge- nua trifft Reichskanzler Wirth mit dem Rest der deut­schen Delegation am Frettaq oder Sonnabend aus Ge- mm in Berlin ein. Der Ausschuß für Auswärtiges wird voraussichrltch am Montag oder Dienstag in Berlin zusammentreten.

Die Rückkehr Lloyd Georges.

s-» London, (fv. G. A.) Man nimmt an, daß Lloyd George am Freitag die Rückreise nach London antreten und iium Wochenende in London sein wird. Zu Beginn der nächsten Woche wird er dann im Unterhause genauen Berictt über die Vorgänge in Genua erstatten, doch glaube man, daß er in Anbetracht oer ungeheuren Ar­beit, die er hatte und die er in nächster Zukunft noch ha­ben wird, zunächst für drei Tage ausruhen dürste.

Die nächste Bölkerbundstagnng.

« Genf. «L. A.) Die nächste Tagung der Völker­bund sversammlunq ist auf den 4. September festgesetzt worden.

Erkelenz Wer Gevna.

w In Düsseldorf sprach der Abgeordnete Erkelenz, der aus Genua zurückgekehrt ist. Er betonte, daß man die Konferenz von Genua nicht beurteilen dürfe nach dem, was am Schluß protokolliert und unterschrieben werde, sondern man müsse sie in ihrer Gesamtwirkung auf die öffentliche Meinung der Welt beurteilen. In dieser Be­ziehung werde sie von größtem Einfluß sein. Erkelenz bill gte den Abschluß des Seutsch-rnssischen Vertrages, sieht darin aber nicht den Beginn eines Sonderbünö- nisses zwischen Deutschland und Rußland. Insbeson­dere wandle er sich gegen die Schlußfolgerung die die russischen Volkskommissare Trotzki und Bucharin aus dem Vertrag gezogen haben. Der Vertrag sei ein Frie- densiustrumeut. Man müsse sich darüber klar fein, daß Deutschland nicht irgendwo an der Wolga liege, sondern am Rhein und im rheinisch-westfälischen Industriege­biet. Der Redner äußerte sich dann auch zu dem an­geblichen Plan einer sogenanntenRhein-Republik". Er ist nicht geneigt, die von dieser Seite drohende Ge­fahr als ernst zu nehmen. Sollte sich ein Häuflein Leute finden, die im besetzten Gebiet einen Putsch ver­suchen, so müsse eine genügende Anzahl ernster Män­ner zur Hand sein, die den Putschisten unter Verab­reichung einer ordentlichen Portion ungebrannter Asche die Noiwendigkeit der Einheit des deutschen Reiches be!- bringen.

Das Schicksal Oberschleffens.

Das deutsch-polnische Abkommen über die Regelung der Nebergangsverhältuisse in Oberschlesien ist von den Bemumächtigten des Deutschen Reiches und der Repu­blik Polen in Genf in öffentlicher Sitzung unterzeichnet worden. Präsident Calonder eröffnete die Sitzung mit einer langen Ansprache, in der er die oberschlesische Frage als eine der schmerzlichsten bezeichnete, die der Friedensvertrag aufgeworfen habe. Im Verlauf seiner im übrigen sehr optimistischen Ausführungen schilderte er die deutsch-polnischen Verhandlungen in allen ihren

ttgken und die Schwierigkeiten der Verhandlungen her­vor und sprach die Hoffnung aus, daß der nunmehr ab­geschlossene Vertrag eine gedeihliche Entwickelung Ober­schlesiens gewährleisten möge.

Hierauf ergriff Minister a. D. Schiffer das Wort. Er führte aus: Wir verstehen, Herr Präsident, Ihre Be­friedigung, aber während die Ihrige ungetrübt un­vollkommen ist, darf es die unserige nicht sein und kann es nicht sein. Es wäre unmöglich und unwürdig, das nicht an diesem Orte und in dieser Stunde offen und frei auszusprechen. Auf uns lastet der Anlaß, der zu die em Tage geführt hat. Sie bezeichneten selbst die vbrrschle- fische Fraae als eine der schmerzlichsten, die der Vertrag von Bersailles aufgeworfen hat. Sie berühr en damit eine Wunde, die uns trennt Der Akt, den ichan un­terzeichnen werde, ist der letzte Akt einer Tragödie, die aber für uns nicht bloß Schauspiel, sondern armmme Wirklichkeit ist. Zu den Verhandlungen nach Genf hat uns nicht freie Betätigung eines freien Willens, sondern der Zwang der Entscheidung vom 31. Oktober 1021 ge­führt. Die Rechtsverwahrung, die wir gegen sie ein­gelegt haben, besteht fort Sie wird auch durch meine Unterschrift unter den vorliegenden Vertrag nicht be­rührt. Aber die Tatsache, daß mit dieser meiner Unter­schritt, wenn sie die verfassungsmäßige Zustimmung des deutschen Reichstages erhält, der Tag näher rückt, der die Abtrennung eines großen Teiles von Oberschlesien zur Ansführug bringt, der abermals Tausende von freien Teutschen vom deutschen Volke trennt, zerreißt uns und läßt keine wahre Genugtuung und keine echte Befriedigung in uns aufkommem Immerhin, das beste eines geschichtlichen Augenblicks besteht darin, daß er nicht bloß ein Ende, sondern zugleich auch ein Ansanz ist, deshalb haben wir, um dem Augenblick gerecht zu werden, nicht bloß in die Vergangenheit zu sehen und nickt bloß an der Gegenwart zu haften, sondern müssen unseren Blick auch in die Zukunft richten.

Schwere Gefahren für das deutsche B»tb.

Sehr traurige Erfahrungen und ernste Bedenken veranlaßt die deutsche Aerzteschaft, die SefRntlimteit und das Ausland immer wieder über die gesundheitlichen Folgen der unerträglichen politischen auszuklären. ,

. ,-. __________ und Umgebung zum s wird hier gesagt, wie sehr schon die grau­same Verlängerung der Blockade Wer das Kriegsende hinaus ganze Jahrgänge unserer Jugend dauernd in ihrer Entwicklung geschädigt hat. Eine kurze Besserung wäre deutlich wahrzunehmen gewesen als die Ernäh- rungSurrhältnisse besser wurden und die Menschen sich unter dem eisernen Zwang bet Notwendigkeit jeden Ln- Ms abgewöhnten und ihr ganzes Einkommen für die Nahrung ausgaben. Dieser flirte und spärliche Licht­blick hätte sich nunmehr als trügerisch erwiesen, denn ein schweres Hungerfahr stände bevor. Durch die ungeheu­ren Revarationslasten würde die Währung bis zum Nullpunkt sinken, und die Einfuhr vou Lebensmitteln würde unmöglich werden. Eine neue Gefahr stünde >c= vor: die Kohlennot. Die Kohlenpreise würden uner­schwinglich fein und das Elend der hnuqernöeu untere ernährten Bevölkerung durch Frieren auf bar anal- vollste gesteigert werden. Senchen und Elend werden die Hoffnung unseres Volkes, die Kinder, vermeh rn. Es wäre also dringend nötig mit allen zur Verfügn m ste­henden Mitteln dem Steigen der Kohlenpreife unver­züglich Einhalt zu tun.

BeurlauLung -es französischen Ge.an-ten in Mäu ben. »-^München. (8. All Der französische Gehrndte in München hat einen Itrlaud angetreten, der mit den Fäl­schungen -es Freiherr« Leoprechting in Verbindiiag ge­bracht wird.

Italiens Entfchädignngsfor-ernnq für die Besäst nun.

^Berlin. (S. C.) Die Italiener haben in einer hier eingegangenen Mitteilung die von Deutschland n er­stattenden Besamrngskosten für das erste Viertel fuhr 1922 mit einer Milliarde 450 Millionen Mark festgesetzt.

Die Betriebsrätewahle« bei der Eisenbahn.

»^-Berlin. (S. C.) Das Endergebnis der am i st und 11. Mai erfolgten Betriebsrätewahlen bei der Rei "s- bahn liegt seit Ptontag dem Reichsverkehrsminister vor. Es haben erkalten 62 Prozent der abgegebenen F: n- men der Deutsche Eisenbabnerverband, 80 Prozent der Allgemeine Eisenbahnerverband. 8 Prozent der revo- luttonäre Betriebsrat. Das genaue ZahleneraeSniS soll Ende der Woche veröffentlicht werden.

Ein Gesetz über Lohnstatistik.

»^ Berlin. Dem Reichstag ist der Entwurf eines Ge­setzes über Lohnstatistik zugegangen. Er sieht für die Reichsregierung die Ermämtiguügvor.mit Zustim ung des Reichstages und nach Anhörung des zuftSn^igen Ausschusses des Retchswirtschaftsrat^ Erhebungen üoer die Lohn- und GehaltsverbaktnOe anzuordnen. Der ReichswirtschaftSrat soll auch Vorschläge für die Zu­sammensetzung des loimstatistischen Beirates durch- ftihren. Die Kosten der Erhebung trägt das Reich. r- widerhandlungen gegen die aufgrund des Gesetzes er­lassenen Bestimmung können mit Geldstrafe b s v: i00000 Mark belegt werden. Jeder Ärveitgeber. dem s ie amtlichen Erhebungspapiere zugehen, ist verpflichtet, sie vollständig und wahrveftsgematz aus^ufüllen. Der Zweck dieser amtlichen Lohnstatistik ist, eine richtige nnd eht= Zeitliche Gewerbe- und Einkomnn'nsteuererhebung durch- z'lführen, weil die Regierung die Ansicht vertritt, daß noch weite Kreise von Lohnempfängern und GeisaliS- beziehern unrichtig deklarieren nnd steuerlich nickt ab- führen, wozu sie gesetzlich verpflichtet sind.