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| tzersftlöer Tageblatt

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HersfelS

Nr. 130

Dienstag, den 33. Mai

t933

Der Stand der ErnZhTNKg.

215. Sitzung des Reichstages.

Der Gesetzentwurf über die Antouausse der Reichs, bauk, wonach die Leitung der Rerchshänk ausschließlich dem Rcichsbailkdirektorrrm zristeht, wird ohne Aussprache in zweiter und dritter Lesung angenommen.

Der Gesetzentwurf über Mieterschutz und Miet- eiuignugsämter wird dem Wohnungsausschuß über- wiesen.

. o Us folgt die zweite Beratung des Haushaltsplanes des Neichsnnnistcrö für Ernährung und Landwirtschaft. Der Ausschuß fordert ein Gesetz, wonach in Zukunft Vermnfe von Ländereien an Ausländer schon von X Hektar Größe an und nicht wie bisher erst von fünf Hektar, an odr Genehmigung der Regierung bedürfess. Die Förderuirg der Tierzucht soll duch Veranstaltung von Tierschauen erfolgen. Für die Förderung des Ge­müsebaues sollen Mittes bereitgestellt werden. Die Sicherstellung einer genügenden Brotreserve wird ver­langt. Liefernngsverträge für Kartoffeln werden emp­fohlen. Dem Schiebertum soll gesteuert werden. Gegen Zuckerverkäufe nach den: Auslande wird Einspruch er-

Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft Kehr leitet die Verhandlungen ein, Da die Versorgung der Bevölkerung mit ausreiHeuden Nührungsnsstteln Voraussetzung für die Erhaltung der Kräfte des schaf-

Su Volkes ist, so bedarf es der Aufbietung aller

e, um hier Gefahren zu vermeiden. Maßnahmen zur Steigerung der Produktion können erst nach Jahren .Erfolge zeittgen. Doch hat schon im Jahre 1921 die An- baufläche gegenüber den: Vorjahre für Brotgetreide um t8,3. Prozent, für Kartoffeln um 9 Prozent zugerwmmen. Die Deckung des Bedarfes aus dem eigenen deutschen Booen ist nicht von heute auf morgen zu erzielen. Die Bevölkerungsdichte ist von 120 Einwohnern pro Qua­dratkilometer auf 131 gestiegen. Der Abbau der Ein- jubroerbote wurde im Interesse der Volkswirtschaft planmäßig fortgesetzt. Die Mehletnfuhr ist ebenfalls freigegeben. Auch weiterhin soll durch den Abbau der Linfuhrverhote Erleichterung geschaffen werden. Dw -Fosteu der Ernährung sind vom it.Zfachen im April 1^29 bis heute auf has 43,bfache gegenüber dem Frieden stiegen, Bedguerlich ist, daß einzelne Personen die Knappheit Her Lebensmittel zur Befriedigung chrer Mldgier ansnutzen, damit die Teuerung verstästrst' , iE^rz»^rrv^6M^und^nt^n^ att^^^^d^ Wiedereinführung der Zwangswirtschaft für die Kartof- An stehen fchon technische Schwierigkerten entgegen. Deßt Wird schon versucht, die Ernährung durch,Liese- 'ÄittgSvertröge zu sichern. Eine scharfe KonzeMoHörung )cs Auskaufes wird erwogen. In der Kartösseierntezess M der Verkehr hauptsächlich für den. Karioffeltranspmt Verstärkt werden. Die Getreideumlgae in Höhe von 2,o Millionen Tonnen ist bis auf geringe Rückstände erfüllt. Die Landwirtschaft hat damit ein Riefenopfer gebracht. Die Verhandlungen über die künftige Gestaltung, der Brbtversvrgnng stehen vor dem Abschluß, D:e Reich-o- «etreidestelle hat die Bedarfsmenge bis zum 31. August & der Hand und tft daran, die Sicherung ü:s zum 31. Oktober Surchzrssühren. Zukauf von ansläuMsthem Ge­treide ist notwendig. Die Maßnahmen zur BerbiMgimg des Brotes mit Reichsmitteln müssen leider fortfallen, so daß es nicht möglich sein wird, die Msyermen Brot­preise zu halten. Der Minister bestreuet. daß die Reichs- aetreidestelle an der Höhe des Brotpretses schuld lei. Be- danerlich seien die Mängel der Zuckerversorgung. Zucker ist nicht ausgeführt worden., Dre notweudcge Fleischeinfuhr wird durch die Geldenrwertung mehr und mehr verhindert. Auch zur Msschverbclllgung können keine weiteren Reichsmittel gegeben werden. Dagegen soll die Kinderspeisung durch unentgeltliche Hergabe von Milch und Zncker weiter unterstützt werden. DenZun- rikanischen Quäkern gilt herzlicher Dank. Das Hilfs- NL deutschen Landwirtschaft wird entschieden nnter- «itut Die Landwirtschaft soll besonders mit künstlichen DünaeMteltt versorgt werden. Für die Einführung von RMwhosvhaten sind aus Reichsmitteln 500 Millio- m mr Verfügung gestellt. 420 000 Tonnen siudein- gefübr wordem Der Landwirsschaft werdemetwa Tret- vieiüel der vor dem Kriege verbrauchten Phosphormenge mr VerMauna stehen, ferner auch Kali in ausreichender Enge. Der Minister teilte weiter mit, daß die For­schungsinstitute wieder stärker unterstützt werden sollen. Ein Geseüentmiirf über eine vorläufige Landwirtschasts- kammer ist vollendet. Auch Forstwirsschast und Fischerei sollen voll ausgenutzt werden. Tüchtige Arbeitskräfte sind nötig, wenn es gelingen soll, Verbraucher und Er- ^-'uaer zu gemeinsamer Arbeit zu verbinden, wenn die Kluft zwischen Stadt und Land zum Gedeihen des Gan­zen überbrückt werden foll.

Abg. Thontsen (tm.) empfiehlt die folgende gemein­same Entschließung Hergt (tm.), Dr. Becker-Hessen (D. Np):Die Sicherstellung der Versorgnny der Bevölke- ruita mit Brotgetreide in Form einer öffentlichen Ge- tretbeumtage ist nicht mehr möglich. Jede ZwangÄnatz- nabme hindert, wie die Ersahrung gelehrt hat, die not­wendige Vermehrung der landwirtschaftlichen Erzeu- anna und gefährdet dadurch die dauernde Sicherstellung der Ernährung der Bevölkerung. Diese bedenklichen einigen würden bei der Beibehaltung des Umlageverfah- rrus auch für dieses Jahr sich noch stärker geltend ma- Aen. Es sind daher Ataßnahmen zu ergreifen, die dahin vielen auf anderer Grundlage die Brotversorgung zn w'währleisten und das Brotgetreide den Bedürfnisjen der wirtschaftlich schwachen Bevölkerung entsprechend zu verbilligen."

Abg. Schmidt-Köpenick lSoz.s bekämpft die hohen Preise für die landwirtschaftlichen Produkte, die für weite Kresse der Bevölkerung einfach unerschwinglich seien. Der Redner fordert eine Gesetzesvorlage, wonach für das Wirtschaftsjahr 1922/23 das Umlageverfahren für die Er­fassung des Brotgetreides beibehalten wird, und zwar soll ein Bedarf von 4)4 Mill. Tonnen sichergestellt werden.

Abg. Blom iZtr.) begrüßt das uneigennützige Hilfs- werk der Landwirtschaft, verlangt vor allen: Förderung der Düngerversorguna und fordert eine Brotverbilli- ünnasaktion.

Abg. Dr. Hertz (Unabh.) vermißt eine Stellungnahure des Ministers gegenüber manchen Drohungen der land- wrrtschaftlichen Organisationen.

Abg. Dierpreiter (Bayer. Vpt.) verlangt, daß aus dem vorhandenen Kulturboden alles herausgeholt werde, was irgendwie menschenmöglich sei. Bayern sei bei der Verteilung von Düngemitteln benachteiligt worden.

Abg. Bachmeier (Bayer. Bpt) bestreitet, daß die Landwirtschaft im Gelde schwimme, sie müsse im Gegen­teil Geld aufnehmen, um Kunstdünger zu kaufen.

Das Haus hat sich inzwischen geleert. Es sind nur noch zwei Abgeordnete anwesend. «

Montag Einzelbesprechungen.

Die Getreideumlage 1922.

Die Reichsregierung hat den Ländern den Referen- tenentwurf zu dem Gesetz über die Regelung des Ver­kehrs mit Getreide aus der ernte 1922 zur Stellung­nahme zugehen lassen. Es bleibt wie im Vorjahre bei einer Umlage von 2% Millionen Tonnen Getreide durch die deutsche Landwirtschaft, von denen ein Viertel bis zum 15. Oktober 1922, das nächste Viertel bis zum 13. Dezember 1922 und der Rest bis zum 28. Februar 1923 aufzubringen ist. Am § 3 wird neubestimmt, daß die oberste Landesbehörde vor der Festsetzung der Liefer­pflicht jedes einzelnen Komvumalverbandes sie land- wirtscWftlichen Berufsvertretungen von der Unterver- terluüa hinzuzuziehen habe. Zum Ausgleich von Aus­fällen soll ein Zuschlag von 15 Moz. (im letzten Fahre 10 Prr^.) gestattet sein. Auch kann die gesamte landwirt­schaftlich ausgenutzte Fläche. Nicht Sloß die mit Getreide Besteck, zugrunde gelegt werden. Die oberste Grenze für tue Freilassung ist bei der Getreideanbaufläche wieder vier Morgen, wenn aber die Umlage Nach der landwirt- schafissch ausgem?tziZ: Fläche verteilt wird, so sollen Flä- toMem ^^j^D^RmensöÄÄ^wohl die Kommu- nalveEnöe als auch die Gemeinden einen Ausschutz der Erzeuger hinzuziehen, der nach näherer Bestimmung der obersten Lundesbehörde zu bilden ist. Das Liefersoll soll den Erzeugern bis zum 15. August 1922 bekanntgegeben werRA. Die Geldstrafen gegen Zuwiderhandlungen MHen von 50 000 auf lOOOOO Mark erhöht. Bon be- rotSerer Wichtigkeit ist die Festsetzung des Preises. Im laufenden Wirtschaftsjahr wurde bekanntlich der Preis von der Reichsregierung mit Zustimmung des Reichs­rats und eines vom Reichstage gewählten Ausschusses von 28 Mitgliedern bestimmt. Für das neue Wirtschafts­jahr ist vorgesehen, daß der Reichsminister für Ernäh­rung und Landwirtschaft nach Anhörung also nicht mehr Zustimmung der Ausschüsse des Renhsratv und des Reichstages die Preise festzusetzen hat, die den Er­zeugern für das Umlagegetreide zu zahlen sind. Es. ist ferner vorgesehen, datz. wenn sich im Laufe des Wrrt- schaftsiabres ergibt, daß die zuerst festgesetzten Presse nicht mehr angemessen find, die Preise von dem Reichs- ernährungsministcr nach Anhörung der Ausichüsse des Reichsrats und des Reichstages für die zum 28. Februar 1923 abzuliefernde letzte Hälfte anderweit bestimrnt wer­den. Der Preis, der für die am 15. Oktober und w. D^ zember abzuliefernde Hälfte bezahlt wird, wird also durch den Reicüsernäbrungsminister festgesetzt.

Nach Genua.

r^Berli». (S. C.) Für Montag 12 Uhr haben die meisten Fraktionen des Reichstages Sitzungen einberu- sem um sich mit der in Genua geschaffenen Lage zu bc= fassen. Die Informierung der Parteiführer durch den Kanzler erfolgt nachmittags im Aisschluß an ^ des Reichskabinetts, die auf 11 Uhr vormittag anbe­raumt war. RetchSminister Rathenau hat beretts Sonn­tag abend einige Besprechungen mit Partessttunden ge­habt. Er zeigte großen Optimismus über Mnua und bezeichnete weiter die Erfolge der deutschen Delegation ^ Berlin^^B^ Das Reichskabinett ist am Mon- taä vormittag 11 Uhr M einer Sitzung znmmmengetre- e , uu dcn Bericht des Reichskanzlers Wirth und des A ße^ Rathenau über die Konferenz von Sa S Vorläufig besteht die Absicht, daß Dr. Wirth am Freitag tm Reichstag über Genua sprechen wird. jedenfalls wrrd er nicht vor dieiem Tage im Reichstag sprechen.

Eine Ansprache Lwvd Georges.

^Rotterdam. (S. Der.Conramt" meldet aus Lon­don: Bei seiner Ankunft auf dem Bahnhof hielt Lloyd George als Dank für die ihm bereitete große Kundgebung eine Rede an die Menge, in der er sagte: Ich komme von Genua zurück, wo der dauernde Friede der Völker begründet worden ist. England bat die Freundschaft al­ler europäischen Staaten gewonnen, und England wird auf dem einmal bekrittelten Weg weitergehen. Wir ha­ben heute keinen Feind mehr und w:r müssen den Fein­den die Gleichberechtigung zugestehen, die sie bis zum Ansbruch des Weltkrieges gehabt haben.

m London. (L. A.) Lloyd George hat demOb erver" ein Manifest gesandt, das am Montag früh erschienen

ist, in dem er über das Ergebnis der Genueser Kamt ferenz seine ausdrückliche Befriedigung zum Ausdruck bringt. Der Burgfriedensvertrag und der Zusammen­tritt der Konferenz im Haag stellen für Europa einen großen Fortschritt dar. Rußland sei der Welt wiederge- geben worden, und die europäischen Nationen könnten in Erwartung der Lösung all dieser Fragen erleichtert aufatmen.

Wieder in Berlin.

-* Am Sonntag nachmittag UM 6 Uhr fand eine Be­sprechung des Reichskanzlers und der Minister Ra- thenau und Schmidt beim Reichspräsidenten Ebert statt. Am Abend begab sich Reichskanzler Wirth in den Reichs­tag zum empfang der Wiener Sänger. Auf Montag vormittag 11 Uhr ist eine Sitzung des Reichskabinetts anberaumt.

Pariser Kabinettssitzung.

^ Gcnf. (S. C.) Das ^Journm" meldet aus Paris: Barthou ist Sonntag früh 10,30 Uür in Paris eingetrof- fen Um 11 Uhr war Barthou Senn Ministerpräsidenren Poincaree und um 12 Uhr fand die Sitzung des gesam­ten Kabinetts statt. Havas gibt Sonntag nachmittag fol­genden Bericht über die Kabinettssitzung aus: B-rthons Stellungnahme in Genua wurde vom Kabinett einstim­mig gebilligt. Eine endgültige Entschließung über

Frankreichs Stellungnahme im Haag wurde ausgesetzt, nachdem das imsfifche Verhalten auf die französischen Be­dingungen verschiedene Deutung zulätzt. DemTeurps" zufolge wurde die deutsche Frage in der Kabinettssitzunz überhaupt nicht berührt. Die Besprechungen im Kabi­nett über Genua r

aber Dienstag fortgesetzt. Der t auf Einladung des Minister-

Sonntag-Sitzung Wohriken____________

Präsidenten auch die Generäle Foch und Castelneau bei.

Die Berhaudlungen Hermes m Paris.

»»Paris. Ueber den Stand der vom Retchsfiuanzmi- nister Dr. Hermes geführten Verhandlungen berichtet aer Temps": Dr. Hermes sei nach Paris pekommen, um mit Vertretern der Entente im Wiederherstellungsausichuß einen langen Meinungsaustansch zu pflegen. Der Z:veck dieser Verhandlungen fei, in eine Prüfung dariiber enr- zutreten, ob eine Grundlage bestehe, auf der die deutsche Regierung vor dem 31. Mai Vorschläge ausarbeiten könne, die vom Wiederherstellmmsausschuß in Betracht gezogen werden könnten. Der deutsche Mimster habe einen zusaurmenfassenden Bericht über seine Verband Jungen nach Berlin geschickt und die Borfchlä

uelle fe Dr. einen tgsaustausch usst

den Mitgliedern des Wiederherstellungsausschusses fort. DasJournal des Debats" hat zugegebem daß der Aus- fchuß in den Vollsitzungen sich bis jetzt noch nichr damit be­schäftigt habe, daß also die Nachrichten einiger französi- feber Blätter, der Ausschutz habe die deussche:: Vorschläge zurückgewiesen, falsch ist.

Hermes reift zur Berichterftattnna »ach Berlin.

»» Berlin. (B. £.) In der Kabinettssitzung am Mon­tag wurde außer über die Ge:meser Beratungen auch über die Besprechungen, die gegenwärtig zwischen dem Reichssmanzminister Dr. Hermes und der Reparations- tommiffum in Paris schweben, gesprochen. Danrit im Zusammenhang wurden die am Mittwoch beginnenden Anleiheverhandlungen erörtert. Reichsfinanzminister Dr. Hermes kommt am Mitttvoch von Paris nach Ber­lin, um dem Reichskabinett über den bisheriyen Gang der Verhandlungen mit der ReparatiorMommifsion Be­richt zu erstatten. Ueber den Stand der Besprechungen mit der Reparationskonnnission latzt sich im gegenwär­tigen Moment nur soviel sagen, daß sie nicht ungünstig verlaufen, wie es nach verschiedenen französischen Blät- termeldungen den Anschein haben könnte. Ob hteichs- finanzminister Dr. Hennes wieder nach Paris zuriickkeh- ren wird, steht noch nicht fest, ist jedoch wahrscheinlich. Er wird sich voraussichtlich in Berlin ein bis zwei Tage anf= halten. Ueber das Programm der Reichsregierung für die nächsten Tage ist iwd> nichts Endgültiges festgesetzt, da die Beratungen des Reichskabinetts am Montag nach­mittag um 2 Uhr noch keinen Abschlutz gezeitigt hatte::.

Morgans Anleihepla«.

»»Paris. (B. Z.) Morgan, der entgegen seiner ur­sprünglichen Absicht in London geblieben ist, wird Diens­tag abend in Paris eintreffen. Mittwoch früh tritt der Anlcihe-Aus'chutz der Reparationskonmssssio» zufamvre». Wie dieTribüne" meldet, rechnen die Amerikaner au: ein Avleiheergebnis von 1 Milliarde Dollar, wenn ge- uügenb hohe Verzinsung, wahrscheinlich 9 Prozent, zuge­billigt mürbe und die Alliierten sich verpflichten würden, keine weiteren deutschen Gebiete M besehen. Nach dem amerikanische!: Auleiheplan wird ein Viertel der Anleihe Deutschland für Rohstofskänfe übergeben werden. A sol­len als Vorausbezahlung der Reparationslrerpflichtini- gen an Frankreich gehen, womit selbsttätig eine Stabili­sierung des Markkurses erreicht werde.

Die Kreditmssähigkeit Oesterreichs.

»»Amsterdam. Der Präsident der Niederländische:: Bank, Vissering, der, wie kiirzlich bericistet wurde, in einem Ausschuß zur Prüfung der Frage der Beschaffung einer internationalen Anleihe für Deutschland berufen worden ist, beschäftigt sich jetzt auch mit der Sanierung von Deutsch-Oesterreich. Nach seiner Meinung, die sich mit der des holländischen Ministers des Auswärtigen, van Karitebek. decken soll, sei der Wiederaufbau von Deutsch-Oesterreich möglich, wenn zu gleicher Zeit die Finanzen der benachbarten Staaten geregelt würden. Eine Wiederaufrichtuna sei aber mir möglich durch Han­delsverträge mit den benachbarten Staaten und durch gegenseitige Abkommen über die Zölle. Eine Auleille zur Wiederaufrichtuna Oesterreichs kouinre :mch der Meinung Msserings erst in zweiter Linie in Frage.