kersfel-er Tageblatt
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Nr 134
Beratungen des ÄnleiOeaesliOufles »»Aus Paris wird gemeldet: Das Anleihekomitee. das ounerstag um SVs Uhr zu einer Vollsitzung zusam- entrat, an der sämtliche Mitglieder teilnahmen, wollte Entscheidung darüber treffen, welches seine künftige altung sein soll angesichts der von Krankreich nicht ge- lligten Antwort der Reparationskommission über eine tl. Herabsetzung der deutschen Entschädigungsschuld.
Sitzung ist äußerst lebhaft verlaufen und dauerte s gegen 7 Uhr, ohne daß ein Beschluß gefaßt wurde, uf Kreitag mittag ist eine neue Sitzung einberufen, in er die Debatte weiter geführt werden soll und die, wie an versichert, einen interessanten Verlauf nehmen dürfte.
Das Echo in der Ententepresse.
„Dailu Chronicle" übt in einem Leitartikel Kritik an der Haltung der französischen Regierung gegenüber dem Bankierausschutz. Es sei unverständlich, daß die 8ranzosen den unerfüllbaren Reparationstraum den evarationen selbst vorzögen. Der Plan des Bankier- ausschusses sei der einzige vorhandene Weg, um den deutschen Kinanzen wieder auf die Beine zu helfen und zugleich auch das einzige Mittel, auch für Krankreich. Bargeld zu bekommen. Die Haltung der Franzosen sei vielleicht patriotisch, aber jedenfalls nicht geschäftsklug. Wenn dies so weiter gehe, könne die deutsche Anleihe Nicht verwirklicht werden, und Deutschland werde nicht an der Lage sein, die Verpflichtung, seinen Notenumlauf jeinzuschrünken, auszuführen.
„Morning Post" schreibt, der gegen 'üe Kranzosen Angenommene Beschluß der Reparationskommission betreffend die Erweiterung des Mandats des Bankier- ausschusses habe in Paris Ueberraschunohervoraermen anstatt Bestürzuna.
„Times" schreiben, zum ersten Male sei in der Re- Varationskommission in einer wirklich erstklassigen
Frage ein Mehrheitsbeschluß gefaßt worden. Die Siel- tonst Belgiens sei äußerst heikel gewesen. Man bn^fe, - - — ■ - • - omiß kommen wür-
Satz Sie Bankiers zu einem K den, daß die Gesamtschuld Der
Cands nicht <nrartastet
Sonnabend, den 10. Juni res Interesses lediglich die europäische Wirtschäftsläae stehen sollte. Führende Volkswirtschaftler hatten dies längst vor den leitenden Staatsmännern erkannt. In Frankreich empfinden weite Kreise der Bevölkerung die Notwendigkeit, zu einer Verständigung mit Deutschland, zu kommen. Glauben Sie ja nicht, datz Frankreich hierin vor England zurückstünde. Deutschlands Aufschwung ist nun einmal die wichttgste ökonomische Frage der Gegenwart.
Für jedes Land ist der innere Markt zunächst zwar der wichtigere, aber für ein Industrieland wie Deutschland hängt eine dauernde Prosperität lediglich von dem äußeren Markt ab. England braucht mehr als irgendein anderes Land wohlhabende ausländische Käufer. Deren Kaufkraft hängt aber in erster Linie davon ab, datz eben ihr Außenhandel gewinnbringenden Nutzen abwirft. Die wirtschaftliche Lage Englands ist nun einmal mit der Deutschlands so eng verknüpft, daß beide: Länder, mögen sie wollen oder nicht, auf diesen Zusammenschluß immer stestenfeittst angewiesen bleiben wer-, den. England hat in dem Berhältttts zwischen Deutsch-;
land und Frankreich eine sehr wesentliche Rolle zu spielen: es muß der Vermittler bleiben, um den alten Satz zwischen Deutschland und Frankreich allmählrch zu er-« sticken. Nordsee und Aermelkanal sind heutzutage keine' Grenzen mehr, sondern Verbindungsstratzen. Als > solche sieht man sie wenigstens in. England an. Dteine Anregung von der deutsch-englrsch-französischen Verständigung ist gerade in England am. sehr fruchtbaren Boden gefallen, und in Frankreich dämmert dre Einsicht, daß sie das einzig Gegebene darstellt.
Es verdient hervorgehobe: zu werden, daß es nicht nur feindliche, sondern auch cRalttche und amerikanische Truppen gewesen sind, durch me Frankreich litt, weil ne auf seinem Boden die furchtbaren Kämpfe mit den Dem- scheu zu bestehen hatten. Die Heere der Verbündeten aber verließen den Boden Frankreichs, ohne den auch von ihnen angerichteten Schaden wieder gutmachen zu helfen. Frankreich allein blieb das leidtragende Land. Das deutsche Volk müßte meines Trachtens nach sich Frankreich gegenüber pspchölogüch arider-- euiitellen.
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Sigungssumme vrmen rann. Wenn diesem Beschlusse zunächst auch noch keine vrakttsche Bedeutung beizumef- sen ist, so ist es doch für die weitere Behandlung der Anleihefrage von großem Wert, daß sich die Revara- ttonskommission in ihrer überwiegenden Mehrheit nicht der Einsicht des Bankierkomitees verschlossen hat, daß eine Anleihe für Deutschland nur-zu haben wäre, wenn seine Reparationslasten auf ein erträgliches Matz herabgesetzt würden. Trotzdem setzt man in Paris alle Hebel in Bewegung, um zu verhindern, datz das An- leihekonlitee sich sozusagen volittsch orientiert, indem es' den Betrag bestimmt, der als Grundlage für eine Deutschland zu gewährende Anleihe und damit als die ^gentliche und definitive Reparatwnszahlung Deutschlands zu gelten hätte. „
Sehr bezeichnend, ist die Stellungnahme des statt* Lösischen Ministerpräsidenten in dieser ganzen Angele- Nenheit. Er rechtterttgte vor französischen Presseverkre- tern, weshalb Frankreich gegen eine Erweiterung des Mandats für das Anleihekomitee gesttmmt und dadurch verhütet habe, datz die Herabsetzungsfrage klar formn« ziert wurde. Weiter sagte Poincaree, wenn Teutichland Surch eine Finanzkombinatton seine gesamte Wieder- «utmachungsschuld mobilisieren könnte, würde es den Verbündeten kaum mehr möglich sein, zur Erzwingung der dauernden Abrüstung „Sanktwnen" zu verhängen. Die Besetzung des linken Rheinufers würde bet emer solchen Regelung vielleicht aufgehoben werden müssem Auf jeden Fall sei es für Frankreich vorteilhafter, noch einige Zeit auf eine Nachzahlung zu verzichten.als seine alten Rechte preiszugeben. Mit so ungeschminkter Dew- lichkeit hat bisher noch kem franzön,eher Staatsmann die Ziele der französischen Polittk enthüllt. So drin-- aend Frankreich Geld braucht, so ist ihm der Wunsch», Deutschland nach Belieben zu knebeln, doch wichtiges Es will auf seine „Sankttonen" nicht verzichte». Mir dieser Beweisführung setzt sich aber Poincaree steuert* über der Behauptung, Frankreich könne aus wirtschaft lichen Gründen auf die übertriebenen Forderungen «« Deutschland nicht verzichten, ins Unrecht. OfiensichtlE braucht Frankreich kein Geld. Wenn es aber dieses Nichk nnve- Sank-
etneKpZeitralnnes von 20 Jahren suspendiert werden. Wenn diese Mittel angewandt würden, so sei es wahrscheinlich. daß Frankreich keine weiteren Ernwendunaen mache. Ein etwaiger Bericht der Bankiers werde viel- reicht eine allgemeine Debatte auslösen, die zu einer größeren Konferenz führen könne. „Es stehe nicht fest, Saß unter den gegenwärugen Umstanden eine Anleihe möglich sei. , ■ —-
Der -Demos" erklärt: Der Anleiseaä'sichuß vefin- Set sich in einer parrmgrÄt Lage. Eiuberufen hat man ihn zur Vorbereitung einer für die Reparationszahlungen bestimmten Anleihe. Auf eine von .ihm gestellte Frage hin trennen sich jedoch drer Gläubiger von dem vierten, der in die Minderheit gerat. Die drei Gläubiger stellen 40 Prozent der Gesamtschuld dar, der in Sie Minderheit geratene, Krankreich, aber 52 Prozent. Vom politischen Standpunkt ist der internationale An- leibeausschuß nach wie vor der Mandatar einer Mehrheit, denn die Antworten, die er erhalten hat, weisen die Unterschriften dreier von vier Delegierten auf, die ht der Reparationskommission Sitz und Stimme haben. Vom finanziellen Standpunkt aber arbeitet der Aus- jämß nur noch im Auftrage einer Minderheit. Nun sind die Bankiers und Finanzleute keine Polittker, man versteht also ihre Verlegenheit.
„Journal des Debats" schreibt: « wenn es dem Bankierausschutz gelingt, einen Anleiheplan aufzustel- len, ist es eine ausgemachte Sache, daß der Revarattons- kommission keinerlei Initiative bei der Auflegung einer Anleihe zusteht. Ferner hat Poincaree im Senatsaus- schuß für auswärtige Angelegenheiten erklärt, datz die französische Regierung als Hauptbedingung verlangen werde, datz die Anleihe keinerlei neue Beschneiduna der französischen Forderungen zur Folge habe. Die zwischen der Reparationskommission und dem Anlecheaus- schuß eingeleiteten Unterhandlungen scheinen also in eine Sackgasse zu führen. Der Anlecheausschutz werde das zweifellos einsehen, und wir würden uns nicht wundern, wenn er seine Mission als beendet betrachtet. & Die Höhe der Schuldsumme.
Der Pariser „Matin" bringt die Meldrmg, daß die von Deutschland geforderte Schuldsumme dem Beschluß der Alliierten zufolge nicht 132 Milliarden betrage, son>- dern daß man den augenblicklichen Wert dieser Suuune als Grundlage nehmen wolle, der sich mlf etwa 60 bis 70 Milliarden belaufe. Es sei jedoch sicher, daß dem An-! leibe-Komitee auch diese Summe noch viel zu hoch er- scheineii werde, weshalb es sie auf 25 bis 30 Milliarden «ermäßigt sehen möchte. Von dieser Summe solle dann Frankreich etwa 15 bis 20 Milliarden erhalten.
für eine MWmWWWW Dernandigung.
; Die „Deutsche Allgemeine Zeitung" veröffentlicht eine Unterredung ihres Pariser Vertreters mit Sir Thomas Backlay, und zwar auf Grurrd von Borschlä- aen zu einer deutsch-englisch-französischen Verständi- arma? die dieser vor einigen Tagen im „Figaro" gemacht hat. Backlav führte u. a. aus:
Mein Vorschlag dieses „dreieckigen" Bündnisses ist durchaus nicht neu. Ick) entwickelte ihn zuerst im „Figaro" am 5. Februar 1905. Ein Jahr später hatte ich Gelegenheit, ihn auf dem 3. internationalen Bauulwoll- ^ngretz in der Bremer Börse in einer langen Rede eingehend zu schildern. Seitdem verfechte ich diesen Plan unentwegt, weil es nach meiner festen Ueberzeugung zu einer solchen Verständigung kommen muß. Die ein- izelnen Minister des Aeutzern Europas sind viel zu spät! zu der »Erkennwis aekommen. daß im Mittelvuukc lv-i
hH eines Gläubigers zu s ner.
und Schuldner sind miteinander verbunden, aufeinander angewiesen. Der Glaubraer kann Idoch für sich stets das Recht beanspruchen, datz fern Schuldner tönt seine Lage offen unterbreitet.
Wiederkehr der Ruhe in OSerschlesten.
: »»Dnrck den BelagerungszräauS, die Entseiwurmin-^ terallnerter Truppen in das Unruhegebret in Oberfchle- sien und nicht zuletzt die Vermittlung der deutschen und der polnischen Gewerkschaftsführer, die sich zu der sogenannten Fünfer-Kommission. äusammengeschlossen haben, ist im großen und ganzen in Oberschlesien Ruhe eingetreten. , „
Reise des deutschen Bevollmächtigte« nach Berlin. »»Gesandter Eckardt, der deutsche Bevollmächtigte für das oberschlesische Abstimmungsgebiet, ist am Donners-« tag von Oppeln in Berlin zu kürzerem Amenthalt,em- getroffen, um mit den zuständigen Stellen der Reichs- und preutzischen Regierung über die noch strittigen »,ra- qe« des Räumungsabkourmeus Rücksprache zu nehmen. Die Verhandlungen über das Räumungsabkommen wer- iden voraussichtlich noch im Laufe des Freitags, sobald ^Gesandter Eckardt wieder in Oppeln eingetroffen m, wieder ausgenommen werden.
Hilfe für die oberschlesische« Flüchtlinge.
‘ Im Preußischen Staatsrat wurde ein Dringlichkmts- antrag der Staatsratsmitglieder Trappe, Dr. , Stephan u. Gem angenommen, wonach der Staatsrat bei den zuständigen Stellen darauf hinwirken soll, daß den Terrorakten und dem Bauöennnwefe« in Oberschlesie« Einhalt getau wird. Ferner sollen nach einem Zusayantrag Mittel und Wege gefunden werden, der verErebeuen oberschlesischen Bevölkerung zu helfen. Ein Regierungsvertreter sagte diesem Antrag weitgehende Unterstützung seitens der Staatsregierung zu.
| Frankreichs Widerstand.
Die von einer schweizerischen Zeitung in Zweifel gezogene richtige Wiedergabe des Beschlusses der Re- ! parationskommission, durch den der Auftrag des Au- leiheausschusses zur Ausarbeitung eines Gutachten-- kür die Gewährung einer internationalen Anleihe an Deutschlarld in dem Sinne erweitert wird, daß der An- : leiheausschuß auch berechtigt ist, im Zusammenhang mit den Bedingungen für die Anleihe auch Vorschläge über die Herabsetzung der Entschädigunasschulöen Deuts^ lands zu machen, wird durch den amtlichen Wortlaut des Beschlusses der Reparationskommission doch als zutreffend bestätigt. Danach hat der WieöergutuWchnugs- ausschutz dem Anleihekomttee folgende Antwort zuge- ftcUt: _
„Die Ansicht des Ausschusses ist die, daß das Man- hat des Komitees nicht so aufgefatzt werden soll, als ob es irgend etwas enthatte, was dem entgegenstänöe, Satz der Ausschutz irgendeine der zur Ausgabe von. einer äußeren Anleihe für Deutschland möglichen Bedurgun- - gen studiert, diejenigen nicht ausgenommen, die stm tm allgemeinen mit der Wiederherstellung seines Kredites im Auslarrö besassen. Tatsächlich wird jede Anregung des Komitees autzerorderlllich wertvoll sein ohne rr- aendwie eine Verantwortung für den Wiederaur- machunasausschutz festzustellen." „
Kür diese Entscheidung haben die Vertreter Englands, Italiens und auch Belgiens gestimmt.» Es ist also mit Mehrheit beschlossen worden, daß der Anleihe- ausschuß auch die Frage der Herabsetzung der. Entschä-
ttonen'nicht notwendig, um Deutschland zur von Suuunen, die man in Paris nicht b zwingen.
»»Paris. Die Verhandlungen im Wiederherstellungs- ausschutz haben eine volle Einmüttgkeit binsichllich der, französischen Entschädimulgsfrage ergeben. Pomcaree vertritt den Standpunkt, daß auf die Betonung des französische» Prestiges der allergrößte Wert gelegt wer--« den mußte. Die Aufmerksamkeit der gesamten Bevölkerung sei darauf gerichtet, daß unter allen UmstäriöeM die Schäden, die durch den Krieg in Nordfrankreich neu* ursacht worden sind, wieder gut gemacht würden. Vo« dieser Forderung sollte Frankreich unter keinen Umständen abgehen. ■ - -
Wird die Mark steigen? ]
Nicht nur die Börse, sondern die gesamte deutsche« Wirtschast ist an der weiteren Kursbewegung der Mark an den ausländischen Börsen sehr stark interessiert. Man sah bisher den Anleiheverhandlungen in Paris mit gemischten Gefühlen zu, da man fürchtete, daß beim Zu-« standekommen einer Reparationsanleihe die Aussichten des deutscl-en Ervorts durch eine sprunghafte Steigerung der Mark sich verschlechtern könnten. Neuerdings greift jedoch eine ruhigere Auffassung Platz. Man ist sich darüber klar, daß noch geraume Zett vergehen wird, bis
guna einer internationalen Anleihe erfordert umfang- j reiche technische Vorbereitungen, die sich noch über meh-f rere Dionate Anziehen können. Außerdem ist zu be°-, rücksichttgen, daß die Amerikaner sich an dieser Anleihe nicht beteiligen, um dem alten Europa eine besondere Wohltat zu erweisen sondern daß auch hierbei ihr ge- sunder Geschäftssinn auf seine Rechnung kommen will. Sie werd«! deshalb voraussschllich die Anleihe in mehrere» auf einen größeren Zeitraum verteilten Teilanleihen von vielleicht je 100 Millionen Dollar gewähren, um die Möglichkeit zu haben, bei dieser Gelegenheit ihre RoSstoWberWsse nach Europa abzustoßen und sie über Anleihekonto zu verbuchen. Außerdem steht ja noch nW fest, welcher Prozentsatz der Anleihe zu Reparationszwecken verwendet wird und welcher Teil der deutsche« Wirtschaft verbleiben wird. Der Börse ist aber wie jedem Sterblichen das Hemd näher als der Rock. Für ste ist vorläufig mrd vielleicht noch auf Monate hinaus der tatsächliche Devisenbedarf der deutschen Wirtschaft für die Bewertung der Mark entscheidend.
In dieser Beziehung sind aber die Ansfichten wenig
ein großer Teil der Wintersaaten nicht mehr in Betracht kommt. Das bedeutet für die kommenden Monate ver^ stärkte Zufuhr ausländischen Getreides. Außerdem ist Deutschland, das wichtigste Zuckerexportland der Bor-. kriegszeit, leider darauf bingewieserr, in nächster Zett einen Teil settres Zuckerbedarfes durch Zufuhren aus der Tschecho-Sloivakei zu ergänzen. Von ganz beson-, ders großer Bedeutung für die deutsche Zahlungsbilanz ist aber die Knappheit an Kohle, Koks und Roheisen, die wiederum als direkte freiste der ungeheuren Kohlenlie- ferungen an die Entente anzusehen ist.
Wir werden von Monat zu Monat größere Mengen, ausländischer Kohle einführen müssen, um die deutsche, Industrie vor einer Katastrophe zu bewahren. Süd- deutschland bezieht bereits bedeutende Mengen Saar- koble. die in französischen Kranken gezählt werden uut&l