Hersfel-erTageblatt
S tzLrsfelöer Kreisblatt"
□ Amtlicher Anzeiger Dr -en Kreis Hersfels
Nr 148 Dienstag, 27. Juni * 1922
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Drei Sitzungen des Reichstages.
Im Reichstag herrschte am Sonnabend wegen der Eruwrdung Rathenaus eine ungeheure Erregung. Um 12% Uhr kam es im Sitzungssaal, wo sich bereits viele Abgeordnete aufhielten, zu ungeheuren Tumulten. Der Abg. General von Schoch (D. Vpt.), der in den Wandelhallen mit Abgeordneten der Linken in einen Wortwechsel geraten war, war in den Sitzungssaal getreten, wo Mitglieder der U. S. P. und Kommunisten mit lautem Geschrei auf ihn eindrangen und ihn niederschlugen. Es entstand ein ungeheurer Tumult. Von allen Seiten stürzten Abgeordnete herbei, ebenso die Beamten des Reichstags. Die Besucher der Tribünen hatten sich in höchster Erregung von ihren Sitzen erhoben. Schrille Schreie und laute Rufe ertönte«. Es gelang schließlich, den Abg. Schoch in den Arbeitsraum der Stenographen zu bringen, dessen Eingangspforte verschlossen wurde. Um 12,30 Uhr erschien Präsident Loebe im Sitzungssaal mrd erklärte, er könne im Augenblick die Sitzung
Mcher Seite wurde fortgesetzt gerufen: Raus mit den Deutschnationale«! Auf fortgesetztes Bitten des Prä- Pdenten verlassen schließlich die meisten Abgeordneten unter großer Unruhe den Saal.
Sitzungsbericht.
eröffnet. Der Reichskanzler mit sämtlichen Mimstern sind in Trauerkleidung erschienen. Der Stuhl des ermordeten Außenministers Dr. Rathenau war mit schwarzem Flor umhängt. Aus dem Tisch stand ein kleiner Strauß mit Eichenlaub. Als der Abg. Dr. Helfferich den Saal betritt, erheben sich die Abgeordneten der Linken. Rufe wie „Mörder, raus mit ihm!" merden laut. Die Unabhängigen und Kommunisten drängen gegen rechts vor, während sich die Abgeordneten der Rechten schützend um Helfferich sammeln. E--' bildet sich ein wirrer Knäuel von Menschen. Mehrere
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ein Tumult, der eine Viertelsturrde lang andauerte. Der; Abg. Künstler (U. S.) ruft dem Reichskanzler zu« „Schreiten Sie ein, sonst sind Sie der Nächste! Den Präsident bittet um Ruhe. Der Reichskanzler sagt, man habe sich versammelt, um einen Toten zu ehren. D Linke erhebt ungeheuren Lärm, es sei eine Schande, d die Mörder noch hier seien. Die kpmmnncsnfchen A geordneten erheben drohend die Fäuste und verlang« von der Regierur^ zu «BLsm was nS getchr Moe w was sie um vorliegenden Falle zu tun gedenke.
Darauf hält Präsident Lobe eine Gedenkrede zu Ehren des Verstorbenen, in der er die ungeheure Ge- mhr beleuchtet, die dem deutschen Vaterland jetzt drohe. Er sagte: Rathenau, der seine Ruhe aufgab, um der deutschen Republik zu dienen, ser ein Opfer von Mördern geworden. Entsetzen müsse.alle erfassen nach dre- &r Mordtat. Die Verachtung gelte denen, tue diese Tat vollbracht haben, aber es steht mehr auf dem Sprele, Nämlich das deutsche Land und das öeutiche Volk. Dre Sr hätten Spießgesellen gehabt- (Zuruf der Kom- isten: Helfferich!) Hinter den Mördern stehen an-j dere Kreise, die sich schützen und unterhalten. Das Blut« des Ermordeten fällt nicht nur auf die Mörder sondern« -auch auf die, die sie dazu anreizten. Ohne drese Hetzer- Hände dieser Stuhl heute nicht leer. Sie hat eine ge- Wisse Presse gehetzt und gehöhnt, als das Attentat auß Scheidemann mißlang, einer nach dem anderen von uns- erliegt der kalten Mörderhand. (Zuruf links: „Aber »etzt ist es Schluß!") Diesmal traf der kalte Mordstrahl einen Mann, der geeignet schien, die Fäden wieder an*
liches Beileid aus.
Darauf brächte der Sozialist Wels ein Hoch auf die Republik aus. _
Reichskanzler Dr. Wirth schloß sich den Worten des Präsidenten an und erinnerte an die große Friedens-- rede Rathenaus in Genua. Dieser Mann wies deK Weg zur Verständigung, er fiel nicht nur um sein Volk, sondern um die Menschheit. Wehe denen, die dieses
der Fahnen der
große Werk der Versöhnung der Nationen mit diesem Morde störten. Rathenau habe keine Gegner gehabt, aber von dem Augenblick an, wo er offen in den Dienst der deutschen Republik trat, hätte er nicht nur Feinde, sondern Todfeinde gehabt. Sein Werk wird werter forgesetzt werden. Alle wahren Republikaner Deutschlands werden aus diesem Tag die größte Kraft schöpfen, um mit denen abzurechnen, die unser Volk dem Tod gerveiht haben. Die Arbeiterschaft Deutschlands hat in den bitteren Tagen, wo das Chaos über uns Hermeder- aina keinem Vertreter bürgerlicher Auffassung auch nur ein Haar gekrümmt. Seit Aufrichtung der Fahnen der Revublik wird aber ein Gift mit Millionengeldern in , unser Volk geworfen. Bon Königsberg bis Konstanz sind HeAr mr der Arbeit, während wir aufrichtig bemüht sind, dem Vaterlande zu dienen. Der Kanzler gedenkt dann der Verdienste Rathenaus, der gestern noch den ilM Mmebotenen Schutz abgelehnt habe.
erklärt wir Rechten gewendet, daß es so nicht mehr weitmgehe wie bisher. Er fordert die Arbeiter aller Parteien und die freihEicheu
der Republik zusaurmenznstehen. (Lebhafter Beifall.)
Abg Dittman« (U. Sä teilt mit, daß die Zentrale seiner Partei erfahren habe, daß die Ermordung Ra- thenaus das Signal zum Sturze der Republik sein sollte. Lebhaftes hörh hört! links). Die Parole der Ver-
iwworer sei, daß in der Nacht nach dem Ministervwrd alle anderen Minister ebenfalls ermordet werden sollten. Der Redner ruft das deutsche Proletariat zum Kampfe gegen die monarchistische Reaktion auf.
Aus Antrag des Abg. Müller-Franken (S.) und des Aba. Hsslmann (IL S.) wird beschlossen, die Rede des Reichska-lzlers und die des Reichstagspräsidenten au! Reichskosten im deutschen Reiche anzuschlagem
Die MwxdrMng zum Schutze der Republik«
Ju der Abendsitzung des Reichstages am Sonn- ahe«d. Sie kurz nach 8 Uhr von dem Präsidenten Löb< eröffnet wurde, nahm sofort Reichskanzler Dr. Wirtk das Wort, um die Verordnungen des Reichspräsidenten zmn Schutze der Republik bekannt zu geben. Es heiß! darin u. a.:
VersaMAWnge«, Umzüge und Mmdgebunge» können verböte« werde«, wenn die Besorgnis begrün bet ist, daß durch sie die Ruhe und Ordnnug und det Bestand der Republik gefährdet wird, oder daß man ü ihnen z« Gewalttaten gegen Mitglieder der jetzige« oder einer früheren republikanischen Regierung des Landes anreizt, solche Handlnugen billigt, oder die republikanischen Eknrichtuugen des Landes in einer dem inneren Frieden gefährlichen Weise verächtlich «mcht. Vereine und Pereinignngen, die Bestrebungen dieser Art verfolgen, könne« verböte« u«d aufgelöst werden. Mit Gefängnis bis zu 5 Jahre« und mit Geldstrafe bis zu 500 000 Mark wird bestraft, wer öffentlich Gewalttaten gegen die republikanische Staatsform oder Regie!»
rungsmitglieder verherrlicht, belohnt oder begünstigt wer zu Gewalttaten gegen diese Personen aufforderj lrmd wer sie verleumdet oder beschimpft und schließlich wer öffentlich die republikanische Staatsform oder die Reichs- und Landesfarbe« beschimpft. Die für den 28, J»»i geplanten Veranstaltung« zur Erörterung der - - dfrage, die Regime«tsfeier« u«d ähnliche lugen «rerde« verboten.
Bera»!
st»-«-Zum Schluß der Reh
äagssitzung am Sonntag
i den § 1 Abs. 2 der Verordnung des Reichspräsiöew- t dahin geändert hat, daß auch die Reichsgerichtsräte Staatsgerichtshof vom Reichspräsidenten ernannt und nicht vom Präsidium des Reichsgerichts.
BesprechÄKg der NegisrungserüMrung.
Der Reichstag hiell am Sonntag eine Sitzung aß. S^e Tribünen waren überfüllt, auch die Logen für die Diplomaten und die Abgeoronriencher Länder. An Den Ätegterungsttschen haben mit dem Reichskanzler Dr Wirth die Ministerpräsidenterc der Länder Platz genommen. Präsident Löbe eröffnete die Sitzung um 12,45 Uhr und stellte fest, daß der Abg. v. Schoch nach seinen eigener Angaben nicht geschlagen, sondern, als er dem Abg. Brüninghaus zu Hilfe eilte, an den Händen und Kleidern gepackt und hin- und hergezerrt worden ist. Als dem Äba. Brüninghaus vorgeworfen wurde, er trag« eine Mitschuld an der Tat entgegnete Brüninghaus, eZ sei lächerlich, ihn mit der Tat in Beziehung zu bringen, er finde das geradezu komisch. In der großen Erregung ist das so aufgefatzt worden, als ob er die Erregung des Hauses als komisch erklärt habe. Das Haus tritt dann in die Besprechung der Regierungserklärung ein.
Abg. Wels (Soz.): Die deutsch-völkische Hetze zeMgi ihre Erfolge. Dieser Jude, war ein so guter Deutscher, wie nur je einer in Deutschland einmal geboren worden ist. (Sehr wahr! links.) Die deutschlmtionale Partei hat niemals eine scharfe Grenzlinie gegen die deutschvölkische Bewegung gezogen, in der die Mörder zu suchen sind. Darum und nicht etwa, weil wir glauben, daß die offiziellen Führer der deuttchnatimralen Partei den politischen Mord begürlsttgten, darum machen wir die deutschnationale Partei für den Mord an Rathenau ver- rnlwortlich. (Zusttmnnmg links.) Bon dieser Berant- wortuna kann die Partei sich nur ft^eimachen, wenn sie den Strich zwischen sich und den Deutschvölkischen zieht und hilft, die deutschvölkischen Mordnestei' auszuhebent Wir fordern ein rücksichtsloses Vorgehen der Regierung zogen die Geheimorganisationen, riicksichtsloses Verbot Hier Regimentsfeiern und Appelle. Unsere Nachsicht mit »en Mördern ist zu Ende Schuldig an dem Verbreche« machten sich nicht nur diejenigen, die Kopf und Hand da- kür hergaben, sondern auch die Speise, die ihre Gelder zur Verfügung stellten. Ihre Vermöqeir müßten dem Staate verfallen sein und müßten enigezvgen werden. «Zustimmung links.) Die schwarz-weiß-rote Fahne, der früher die Millionen folgten, die sich heute zu uns und unserer Fahnen bekennen, ist heute zur Diörderfahne geworben. Ihr Arbeiter, laßt euch nicht vrovozierenL Macht die Hoffnung der Reaktion auf Putsch und G«-- valitätiakeiten zu nichte! Stützt die Republik! NiedKS «tt der Reaktion! Es lebe die Republik!
Abg. Marx (Ztr.): Eine mrgeheure Tat hat nicht nur das deutsche Volk in seiner Gesanttheit sondern auch ei- nen großen Teil des Auslandes außerordentlich erschüttert. Wenn ich auch politisch auf anderem Boden gestanden habe als der Ermordete, kann ich doch nicht unterlassen, mein Urteil zu sagen: Es ist einer der Besten aus unserer Mitte aenontmen worden. Er war ein mltadeliger Charakter, ein Mann von bochidealem Gedankenslug, ausgezeichnet in seinen, vielleicht für manchen zu sehr idealistisch gerichteten Ausführungen, aber ein Mann von hohem Getstestum, untadeligem Charakter und reinem Herzen. Ich weise es wett von mir, Hier die Behaupttmg mrfzustellen, daß eine der Parteien dieses Hanfes irgendwie direkt an der Tat die Riitschnld trage. Aber das darf ich mit aller Vorsicht hier sagen, die stb sonst auzmvenden pflege: Die Atmolvüärc. die
von eurer Partei in diesem Hause in erster Linie durch ihre monatelang fortgesetzt angewendete Politik und scharfen Kritik geschaffen worden ist und die die Leidenschaft weiter Bevölkerungskreise herangebildet hat, war geeignet, wie keine andere: solche Wirrköpfe zu veran- laffen, zur Piswle zu greisen und dem Wunsch, der von dieser Seite angeregt war, Ausdruck zu geben. Ich bitte die Deutschnationale Volksvartei, in diesem Sinne eine dringende Mahnung an ihre Presse zu richten (Sehr richtig!), die seit Monaten und Jahren darauf ausgeht, die polttischen Leidenschaften zu entstammen, in geradezu unveranttvortlicher Weise. Der Mßa. Marx erklärte idie volle Zustimmmra seiner Partei zu den Ausnahme- berordrmngen der Regierung.
Als darauf der Abg. Hergt (d.-n ) das Wort ergriff, rmrrde er von der Linken mit stürmischen Rufen „Raus mit der Mörderbande!" empfangen. Er verurteilte das Verbrechen, wandle sich dann aber scharf gegen die Ver- rrümrng des Reichspräsidenten.
Reichsmtnister Rodbruch teilte mit, daß die Verordnung hervorgerufen sei durch die Ausschreitungen rechtsradikaler Seite und daß dieselbe rächt gegen links ange- wendet werden solle.
Nachdem der Abg. Crispfe« OL S. P.) die Stellung- nahme seiner Partei bekalrurgegeben hatte, ergriff der
Reichskanzler das Wort zu bedeuiungsuollen Aus- Mhrungen, die wiederholt von dem tosenden Beifall der Mehrheit des Hauses unterbrochen wurden. Er rechnete scharf mit der rechtsradikalen Hetze ab. Die Rede Dr. Hergts habe ihn schwer enttäuscht, da der Redner dir Gelegenhett unbenutzt gelassen yaoe, einen Strich zu zie- £en zwischen seiner Partei und denjenigen, gegen die die keiderrschaftlichen Anklagen des deutschen Volkes sich richtete. Der Reichskanzler sprach von einer politischen Bertierkhett. von der manche Kreise befallen seien und die nur beseitigt werden könne, wenn alle daran arbeiteten. die Atmosphären zu entgiften. Er fuhr u. a. fort: „Ich war soeben Zeuge des Aufmarsches der großen Masten zur Demonstration im Lustgarten. Da war Ordnung, Disziplin, da war Ruhe, aber täuschen sich die aöxiifc m LeuifchMtw n«ht über ine äußWe Ruhe. Über sie Nnaefährlichkeit dieses Vulkans, der, wenn er los- driM ihnen ein Beispiel geben samt (Die folgenderr Worte des bleichskarrzlers gehen in stürmischem Händeklatschen und Beifall im Saale und allen Tribünen un= ter.) Der Reichskanzler warf zum Schluß einen Blick auf die Erschütterungen, denen der deutsche Volkskörper im letzten Jahre ausaefetzt war. Er betonte, daß unter den Persönlichkeiten, die dazu berufen waren, die Fäden mit dem ehemaligen feindlichen Auslande wieder anzu- spinnen, Walther Rathenau in vorderster Linie gestanden hat. Unter stürmischem Beifall schloß der Reichskanzler mit den Worten: „Es bestehe kein Zweifel, der- Feind steht rechts.^
Der Abg. Heintze (D. Vpt.) erklärte sein Einverständ--" uis mit der Verordnung, gab jedoch der Erwartung Ausdruck, daß dieselbe ebenso gegen links gerichtet angewendet würde.
Der Demokrat Dr. Peterse«, der Abg. Gerstenberger (Bayer. Vpt.) stellten sich gleichfalls auf den Boden der Verordnung. Nach einer heftigen Anklagerede des Kom- mrmisten Koenen schloß die Aussprache. Das Haus ver-, tagte sich auf Dienstag.
Die Beschreibung der Täter.,
^»Das Berliner Polizeipräsidium gibt von den mut- maßlrchen Mördern Rathenaus folgende Beschreibung: Die eine Person war bis 1,68 Meter groß, schlank, mit8= kulös, mit dunkelbraunem, fast schwarzem, in der Mitte gescheiteltem, an den Seiten des Hinterkopfes fast ins Schwarze gehendem halblangem vollem Haar, auffallend starken schwarzen, über Nasenwurzel fast zusammengewachsenen Augenbrauen, mit dunkelbraunen Augen, vorstehender Adlernase, kleinem dunklen Schmrrrbart, gestutzt, fast mit Mundwinkel abschneiöend, blasser Gesichtsfarbe, hagerem Gesicht mit scharf angedeuteten Backenknochen. Alter fchätzungsweise 24—26 Jahre. Bekleidung: Brauner lederner Automobilmantel, in der Mitte durch einen 3—3(4 Zentimeter breiten Braunem Lederriemen zusaunneugefaßt. Mantel war oben geschloffen. Man sah aber einen weißen Stehkragen. Dunkewrmrne Schuhe von breiter Form. Hellbraune Ledergamaschen. Mantel war vorn und hirrten unrge- schlagen wie beim Reiter, sodaß man die hellbraune« Stiefelhosen mit Besatz, anscheinend von Leder, sehen konnte. Der Mantel war ungefüttert. Antokappe von heMrauner Farbe und Ohrenklappe. Der Mann machte in seiner ganzen Erscheinung fast den Ausdruck eines Ausländers. Er trug eine nach oben geschobene braune Autobrille in der Farbe der Autokappe.
Beschreibung der zweiten Person: Schlanke Statur, aber kleiner als Nr. 1. Blonde Augenbrauen, bartlos. Feine zierliche. Nase, sodaß das Gesicht ein fast mädchenhaftes Aussehen hatte. Auf der linken unteren Wange oberhalb des Kimrbackens, nicht weit vom linsen Diuud- winkel entfernt, deutlich sichtbare Narbe, Alter 24—26 Jahre. Bekleidung: Automantel aus Leder, etwas Heller als der von Nr. 1, hellbraune Antokappe mit Ohrenklappe, sonst wie Sir. 1.
Beschreibung der dritten Person, des Chauffeurs: Dunkelbrau» gekleidet, hellbraune Reisemütze mit
Tra»erkn«dgebtt«g im preußische« Landtag.
Kurz nach Erüsfnmm der Debatte in der Landtags- Rdmm am Sonnabend wurde dort die Nachricht von der 8mwrbmta des deutschen ReichsaußenmMisters Dr. Rathenau bckanut. Des Hauses bemächttate sich eine ungeheure Erregurrg. Die Sitzung wurde infolgedessen um eine Stunde vertagt. Vor Eröffnung der neuen Sitzung jMtspanu sich dann ein sandaemeuae vor b<-m «rLNdcit-