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yersfelöer Tageblatt

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Nr. 199

Freitag, den 23. August

1922

fluIßeBßng der BßijßrMßii taßrifnung 1 »>? Wie dasB. T." erfährt, wird die bayerische Re­gierung die von ihr erlassene Verordnung zum Schutze der Republik am Freitag ausheben.

*

Der bayerische Konflikt scheint nun. Gott sei Dank, definitiv beigelegt zu sein. Ein Glück, datz er in die reichstaaslose Zeit fiel, sodaß nicht von den Rednerpul­ten aus der Parteien Streit und Hader in die Welt hin- ausgetragen werden konnte, der unfehlbar zu dem furcht­baren äußeren Druck auch noch zerstörende innere Zer- sctzuna gebracht hätte. Deutschland befindet sich ietzt seit dem Abbruch der Londoner Konferenz in einer so ver­zweifelten Laae, daß xs direkt vor dem Abgrund steht. Jedwede. auch die kleinste innere Erschütterung nur kann es zum Absturz bringen. Und da muß man dem Reichspräsidenten doppelten und dreifachen Dank zollen, daß er mit anerkennenswerter staatsmännischer Taktik und mit einer vorbildlichen Geduld alles daran gesetzt hat, um den gefährlichen Ritz im Reichskörver wieder

so zu verdichten, datz das Reichsganze fest zusammen­gefügt bleibt. Er vermied es mit kluger Selbstbe- Herrschung, sofort das schwere Berfanunasgeschütz aufzu- fahren. Er ging den goldenen Mittelweg. der in so schwieriger Lage der einzig gangbare war. Das Kon­fliktsmoment war das ungünstigste, ja, gefährlichste. Das Schutzgesetz erregte im Reichstag die Parteileidenschaften in höchstem Maße, während drautzen vor den Toren des Reiches Poincaree sich mit neuen Zerstörungsplänen trug und auf Mittel sann, die Londoner Konferenz zum untauglichen Friedens- und Verständigungsinstrument zu machen. Ihm kam der deutsche Kader gerade,gele­gen. Der Reichstag und die Reichsregierung gingen beim Schmieden des Schutzgesetzes und später bei seiner Handhabung doch etwas allzu schroff vor. Und es zeigt sich auch hier wieder einmal die Wahrheit des alten guten deutschen Sprichwortes:Allzu scharf macht schar­tig." Sie vergaßen, datz es in Deutschland, auch eine nicht unbeträchtliche Anzahl von Leuten gab und gibt, die sich durch eine derartige Handhabung von Ausnahme­gesetzen tief verletzt fühlen, und daß schließlich auch auf die Psyche eines Volksstammes wie Bayern Rücksicht genommen werden muß, so sehr es auch de facto im Un­recht ist. Und dann hätte man vielleicht dem Geietz bes­ser einen anderen Namen geben sollen. Nicht einen mit so tendenziöser Spitze. Eine Republik muß sich organnch aus sich selber heraus entwickeln. Sie soll frei erwachsen und nicht zur Treibhauspflanze werden. Vielleicht wäre der TitelGesetze zum Schutz der bestehenden Reichs-

«««« «m H wieder: der Ton macht die Musik. Damit soll aber mch. auch mit einem Worte nur gesagt werden, daß Bayern im ^orfife Ivar. weder moralisch, noch rechtlich. Mora-

im Rechte war, weder moralisch, m lisch nicht, weil ihm das Reichswohl .---- -. ,, Mularistische Interesie gehen muß. und rechtlich nicht, weil Reichstag und Reichsrot mit großer.Mehrheit das Gesetz angenommen hatten und weil Reichsrecht Lan­

jedwedes var-

desrecht bricht. . _ , ,,,

Zum Glück hatte gar bald angesichts der furchtbaren Gasabr in der Deutschland letzt schwebt, die Preise jeden Streit im bayerischen Konslikt ^beiseite.. gestellt und es der Vermittlungsaktion des R^ÄMMsidenten allem überlassen, mit staatsmamiismer Geichicklichkeit und echr deutschem Empfinden den bösen Streit beizulegen. Und das ist ihm denn endlich auch gelungen. Auch dle baye-

Renieruna hatte sich in anerkennender Weise Mi- le^ t noch zu vernünstiger Nachgiebigkeit besonnen und nÄt halsstarrfg auf ihrem vart^

bebarrt ilcachgiebiakeit hüben und Nachgiebigkeit drn- Besser wäre es gewesen, wenn der Bogen nicht nnritfiereitt so straff gespannt worden wäre. ZeZde ?etzt brauchen wir feste innere Geschlossenheit. N-ckt mehr die gepanzerte Kriegsfaust bedroht uns. son- E a posinrr-cr' und Notgespenst greift letzt von nn^i^mit dürre? Hand tief an Deutschlands Herz, und da heM es vor allem: Einig bis auf die Knochen bleiben!

Deutsche GegCNVGrschläge.

ÄSrt

aeWe'« hat. Die beiden Delegierten dürften nach Be- e«dig««g dieser Sitzung im engen Kreise darüber bera­ten haben. wie diese Vorschläge der deutschen Regrerung aufznnchmcn seien. Wie vertäutet, soll am ^.onnervtag wieder eine Zusammenkunft der der den Mit dem Reichskanzler stattfinden. «nd es ist möglich, daß hierbei eine Antwort anf die dentschen Vorschläge erfol­gen wird.

Kavineltssttznng.

^-Mittwoch nachmittag 4 Uhr ?anö eine wichtige Ka- binettsitznug statt, an der nahezu alle. ^eichsmunster teilnghmen. Die Beratunaeu betrafen die österreichische ^ruae und die gegenwärtige Lage des Revarationsprob- lems Hierzu ist zu sagen, daß die.Verhandlungen mit bett beiden Vertretern des Garantlekomitees nnveran- . weiter gehen und daß von einer Beendigung oder einem Abbruch vorläufig noch gar keine Rede feilt könne.

| Scharfe italienische Absage an Porucaree.

6 Turin erSiampa" macht in eitlem Leiiart >le> s daß die Haltung Italiens in der

' RevarationRage von Poincarees himmelweit ver- 'MM-M'U sei Es sei ein großer Irrtum, zu glauben, daß ^ nu n von eimr Solidarität der italienischen und der französischen Revarationsinteressen sprechen könne, ^lein auch Italien den Standpunkt vertrete, daß es 3seine Schulden an die Verbündeten nur im Verhältnis

zu der von Deutschland eingehenden Reparationen be­zahlen könne, so könne es doch teilte Politik mitmachen, die anf den Bankerott und die Vernichtung Deutschlands abziele, nur um Frankreich zum wirtschaftlichen und po­litischen Beherrscher des europäischen Festlandes zu ma­chen. Diese Politik der vernunftlosen Gewalt müste ganz Europa in kurzer Zeit ins Verderben stürzen. Was die jüngste Rede Poincarees in Bar le Duc angehe, so sei diese Rede, so sagt das Blatt, eine Rede vom Haß ge­gen das deutsche Volk gewesen.

DieReiorsiouen".

?< Der Generalkommissar in Straßburg hatte Mitt­woch mit Poincaree eine Unterredung über die nom Ministerpräsidenten in Elsatz-Lothringen verfügten Wiedervergeltungsmaßnahmen. Die Gerüchte über ets neu Widerruf dieser Verfügung sind von der französi­schen Regierung nicht dementiert worden. An maßge­bender französischer Stelle wird nur erklärt, daß die Ankündigung über den Widerruf der Maßnahmen, wenn nicht unrichtig, so doch wenigstens verfrüht sei. Eine Aenderung der Verfügung könne jedenfalls erst nach der Rückkehr der Reparationskommission aus Berlin in Be­tracht kommen.

Vor der Entscheidung."

w Berlin. (B. Z.) Die Verhandlungen der deutscher Regierung mit den beiden Abgesandten der Repara- tionskommission Bradbury und Mauclere stehen vor dem Wendepunkt. Die Entscheidung wird, wenn nicht am Donnerstag, so doch gewiß am Freitag fallen. Don­nerstag vormittag 10 Hör ist das Reichskabinett zu einer Sitzung zusammenaetretem Danach sollen die Verhandlungen mit den ausländischen Delegierten fort­gesetzt werden. An der Besprechung der Delegierten der Revarationskommission mit dem Reichskanzler Dr. Wirth am Mittwoch konnte Reichsminister Dr. Hermes, der erkrankt war. nicht teilnehmem Donnerstag vor­mittag 10 Uhr begann eine Chefbesprechung der Minister wegen der am Mittwoch abend gepflogenen Verhand­lungen mit dem Reichskanzler Dr. Wirth. Vormittags 11 Uhr referierten Bradbury und Mauclere mit dem Reichskanzler Dr. Wirth und dem Reichsminister Dr. Hermes auf Grund der Verhandlungen am Mittwoch. Die Lage ist ernst, aber nicht hoffnungslos. Von einer sofortigen Abreise der Delegierten ist nicht die Rede.

Die Berliner Moratoriumsverhandlungen.

v°«. Berlin. (S. C.l Die Kommissare der Revarations- ! komnnssion haben ihre Zimmer im HotelEsplanade" jjjjjMjiÄ Ü

den auch keine amtlichen deutschen Mitteilungen über das Ergebnis der Besprechungen ausgegeben. Dagegen bringen Havas und die ganzen Pariser Zeitungen am Donnerstag früh wieder lange Telegramme aus Ber­lin, wonach die deutsche Regierung in den Verhandlun­gen am Mittwoch Schwierigkeiten gemacht und ihre Zu- stimmnng nachträglich an eine Reihe schwer eingreifen­der Forderungen gekriüpft habe.

»-t> Berlin. (B. T.) Donnerstag vormittag um 10 Uhr hat in der Reichskanzlei eine Kabinettssitzung stattge- funden, in der die gegenwärtigen Verhandlungen mit den Vertretern der Revarationskommission erneut einer Erörterung unterzogen worden sind. Gegen 11% hör wurden die Herren Bradbury und Mauclere wiederum vom Reichskanzler empfangen. Diese Besprechung dauerte bis 1% Uhr. Der Stand der Dinge laut nch ge­genwärtig etwa folgendermaßen formulieren: Die Vor­schläge und Anregungen, die von der dentichen Reaie- cuna Mittwoch abend den beiden Delegierten der Repa­rationskommission zur Kenntnis gebracht worden und, tragen noch keinerlei offiziellen oder endgültigen Caamk- ter. Alle Nachrichten der Pariser Presse über den an­geblichen Inhalt der deutschen Vorschläge beruhen auf falschen Voraussetzungen. Ein fest umrinenes deutsches Angebot liegt zur Stunde noch nicht vor. Es hangt ganz und gar vom weiteren Verlauf der nach wie vor in Fluß befindlichen Unterverhandlungen ab, welcher Art ein deutsches Angebot sein könnte. Bestimmt veruchern kann dasB. T.", daß die Meldung desEckw de Paris", der zufolge Deutschland die Berbringung von 5p Mil­lionen Goldmark in das besetzte Gebiet zur Sicherstel- luna der Holz- und Kohlenlieferungen an Frankreich angeboten habe, nicht zutrifft. Man nimmt vorläufig an, daß im Laufe des Freitags die Verhandlungen zu Ende geführt werden können. Eine Verzögerung im letzten Augenblick ist aber selbstverständlich immer noch möglich.

s«>Genf. (S. C.) DerTemps" meldet aus Berlin: Die Dienstag- und Mittwoch-Besprechungen haben die Revarationsverhandlungen vorläufig nicht weiter gefor­dert. Der deutsche Finanzminister Hermes ist zwar zu einer Kontrolle der Ruhrkohlenförderung und der Ruhrkohlenausfuhr bereit, stellt aber Gegenforderungen hinsichtlich der Verankerung der deutschen Souveränität.

Pariser Drohung.

Genf. (S. C.) Das halbamtliche ^Journal des Debats" warnt am Donnerstag früh in einer langen Regierungsauslassung Deutschland vor Anichlutzab- machungen mit Oesterreich auch hinsichtlich wirtsw.aft- lickier Art, da die Moratorinmsvcrhandlungen und jede Hilfe>- Deutschland in diesem Falle sofort zum «till- stand konnnen würde.

Frankreich bleibt eiumarschbereit.

Genf. lS. E.i DerMatin" meldet: Die Regierung bat sich für die Zurückbehaltung des letzten Jahrganges um drei Monate entschieden. Die Vorlage an die Kam­mer wird damit begründet, daß die ZurückbehMtuna durch die allgemeine Lage notwendig sei, nachdem der traiizösische oberste Kriegsrat es für wünschenswert er- daß vor Entlassung des alten Jahrganges der neue in den militärischen Grundregeln ausgebildet sei.

Die italienischen Schulden an Frankreich.

-^daris. (T. U.) Die zahlenmäßige Darstellung der italienischen Schuld, die Poincaree bei seiner Rede in Bar le Duc ausgeführt hat, hat von italienischer Jette eine Widerleauna gefunden. Die Turiner ZeitungGa» Witte del Povolo" erklärt, die Ziffer sei nicht richtig. Hat® Erkundigungen an maßgebender italienischer Steile be-t dauvtet die Zeitung, versichern zu können, daß die fran- wnfcöen Schulden an Italien sich mit den italienischen Schulden an Frankreich nicht nur ausgleichen, sondern daß nach den letzten Berechnungen die französischen Ver- buchungen an Italien sogar um 200 000 bis 300 000 Franken überwiegen.

Forderung nach Einfüßrung der IroungsiwlKW;

«-^Berlin. (T. R.) Der Allgemeine deutsche Ge- werkfchaftsvund hat dem Reichswirtschaftsmin' .er fol­gende Forderungen unterbreitet: Beschlagnahme der Lebensmittel, Kleider und Schuhe, Stationierung der­selben, Festsetzung eines Zwangsknrses der Mark, Fest­setzung von Höchstpreise«, Uebernahme des gesamten Ausfuhrhandels durch die Reichsregierung. Devtscneiu- käufe und -Verkäufe nur durch das Reich, schärfste Ueberwachnng der Preisbildung durch das Reich, sofor­tiges Verbot von Kuchen- und Lnrnsbackware», sofor­tiges Verbot der Herstellung von Likören, Konfitüren, Schokolade nfw., Einschränkung der Biererzengnng, Verbot von Schaumweinfabrikatton für den Lurut-oer- brauch, Einfuhrverbot für Weine, Apfelsinen usw. Die Gewerkschaften haben diese Forderungen schon zu Au- fang der vorigen Woche dem Reichswirtschaftsminister vorgetragen, ohne daß eine bindende Siellnngnahme des Ministers zu diesen außerordentlich weitgehenden wirt­schaftlichen Fordornugen erfolgt wäre. Es bleibt abzn- warten, wie sich der Reichskanzler zu der von den Ge­werkschaften geforderten Wiedereinführung der Zwangs­wirtschaft stellen wird.

Die Dergandlunoen mit oesterreiH.

Der Besuch des österreichischen Bundeskanzler Dr. Seivel und des österreichischen Finanzministers Segnr bei der Reichsregieruna in Berlin bat Mittwoch abend mit der Abreise der österreichischen Herren aus Berlin seinen Abschluß gefunden. Die Besprechungen mit der Reichsreisterung trugen den Charakter herzlicher nach­barlicher Freundschast. Die volittschen Berhandlrrnaen wurden Mittwoch vormittag vor einem Frühstück, das der Reichskanzler den Vertretern der österreichischen amiisa» minister der beiden Staaten und der deutsche Reichs-- wirtschafisminister bei. Der österreichische Bundeskanz­ler erörterte ausführlich die Lage, wie sie vom politischen und wirtschaftlichen Standpunkt aus für Oesterreich nach dem Ausgange der Konferenz von London stch ergeben hat. Bekanntlich wurde Oesterreich dort hinsichtlich der Kreditfrage an den Völkerbund verwiesen Der Bun­deskanzler legte dar, daß Oesterreich nach Lage der Dinge selbstverständlich seine Angelegenheit beim Völ­kerbund mit allem Nachdruck betreiben werde, daß aber eine BersÄlevvuna von den größten Nachwirkungen nicht nur für Oesterreich, sondern auch für Zentral- eurova sein müßte. Die Beivrechungen ergaben voll­kommene Uebereinstkmmuna darüber, daß Oesterreich zur Erlediauua der Kreöitfraae trachten müsse, durch wirtschaftliche Maßnahmen, bet denen es naturgemäß auf die Unterstützung feiner Nachbarn angewiesen sei. über die aeaenwürtiaen Schwierigkeiten hrnwegzukom- men. Im Anschluß hieran wurde eine Reihe von Ein- zelfraacn erörtert, wobei auf deutscher Seite freund- schafiliche Bereitwilligkeit hervortrat, im Rahmen des eigenen Könnens dem bedrängten Brudervolk, wo ir­gend möglich, Hilfe zu leisten. Weitere Verhandlungen über die sich hierbei ergebenden Aufgaben schließen sich an die Berliner Besprechungen an.

Die Ermordung Eollius.

Ueber die Ermorduna des Generals Michael Collins. des Oberbefehlshabers der irischen Nationaltruvven, ist an Einzelheiten bisher nur bekannt geworden, daß die Tat in der Nähe von Baudon in der Grafschaft Cork durch einen irischen Rebellen ftattfand, der auf Collins schoß. In einem Zeitraum von 10 Tagen sind mithin zwei hervorragende Persönlichkeiten. Grifiith und jetzt Collins, zwei Freunde und Mitarbeiter in der großen irischen Sache, dem volttischen Fanatismus zum Opfer gefalle«.

Korfanty als Kohlcubaron.

Die Forderung der Polen auf Zuerteilung der Del- brückschächte und der Königin-Luise-Grube wird offiziell zwar im Namen der Warschauer Regierung gestellt, in Wirklichkeit sieben aber, wie aus Breslau gemeldet wird, geschäftstüchtigs polnische und französische Kapita­listen mit Korfanty an der Spitze dahinter. Die Kom- gm-Luisc-Grube und die Deibrückschächte sind Eigentum des preußischen Fiskns. Falls diese Gebiete an Polen kourmen, würden sie damit Eigentum des polnischen Staates, der sämtliche fiskalischen Gruben an et« pol­nisch-französisches Konsortium, an dessen Spitze Kor­fanty als Aufsichtsratsvorsitzender steht, zur Ausbeu­tung auf 30 Jahre verpachtet hat.

Frankreich gegen einen Anschluß.

«-* Paris. (B. Z.)' Die Pariser Blätter beschäftigen^ sich ausführlich mir dem Besuch des österreichischenZ Bundeskanzlers in Berlin und machen «timrmma ge- $ gen eine Verstärkung des Anschlußgedankens. fübr 3 derEclair" in einem amchenrend inwirierten Aruleix aus: Der offizielle französische Standpunkt fei aener^ jede Analiederuua Oesterreichs an Deufichlaud. Egge^ aen könne niemand vermeiden, dan Rom oder Prag da, österreichische Problem zu lösen versuche.