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Hersfelöer Tageblatt

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Nr. 206

Sonnabend, den S. September

1922

Das Moratorium abgelehnt.

Zahlung mit Sechs-Monatswechseln.

»^Die Reparationskommiffio« hat Donnerstag abend nachdem sich die Berhaudlnuge« unerwartet lange hi«- gezoge« hatten, gegen 7% Uhr die Entscheidung über das -deutsche Moratorium gefällt. Sie hat auf die erste Frage, ob Deutschland für die nächsten Zahlungen ei« Mora­torium gewährt werden soll, mit nein geantwortet. Für das Moratorium stimmte «nr der englische Delegierte, dagegen der französische und belgische Vertreter, wäh­rend sich der italienische Vertteter der Stimme enthielt, was bekanntlich ebenfalls als Ablehnung bewertet wurde. Dagegen hat die Kommission einstimmig, also der französische Delegierte einbegriffen» den belgischen Kompromißvorschlag angenommen, wonach Deutschland bis zum Ende des Jahres ein Zahlungsaufschub für die Barleistungen gewährt wird in dem Sinne, daß Belgien an Stelle der Barzahlungen. Sechs-Monatsschatzwechsel ««nimmt. Ueber die Sicherstellung dieser Wechsel wird die belgische Regierung direkt mit der Reichsregierung verhandeln. Belgien soll es absolut freigestellt sein, sich mit Deutschland über die Garantie nach eigenem Gut­dünken z« einige«.

Die Entscheidung von Paris ist gefallen. Das Stun- dungsgesuch Deutschlands ist abgelehnt worden, und die Reparationskommission hat versucht, durch ein Kompro­miß im gewissen Sinne einen Ersatz für ein Morato­rium zu schaffen. Von dem deutschen Angebot über die Sicherstellung der Holz- und Kohlenlieferungen hat die Reparationskommission keinen Gebrauch gemacht. Die ganze Entscheidung ist ein Berlegenheltsprodukt, das tms in unserer furchtbaren Lage, in der wir uns befin­den, so gut wie nichts helfen kann. Zwar sollen die Barzahlungen an Belgien nötigenfalls bis Ende dieses Jahres durch die Aushändigung von Schatzwechseln ab- gelöst werden, die dann nach Ablauf von 6 Monaten rinzulösen wären. Die Lage Deutschlands mag augen­blicklich dadurch etwas erleichtert werden, bei Fällig- werden der Wechsel werden sich aber doppelte Schwierig- , ketten einstellen. Im übrigen steht noch offen, wie sich

M" Poincaree zu der Entscheidung der Reparatconskommis- ston stellen wird. Die Tatsache, daß tretet Dubais tiM^Jiriü^ cblag aemmmi bn*. beweist noch nicht, daß Poincaree die Ent­scheidung der Revarationskommission auch wirklich ach- K ten wird.

" Deutschland ist in der denkbar möglichsten Weise den Alliierten entgegengekommen. Der deutsche Vorschlag, der ausführliche Angaben über die Haftung der deut­schen Industrie für die Kohlen- und Holzlieferungen enthäü, ist vorher in den Verhandlungen des Reichs­kanzlers mit den Vertretern der Industrie in allen seinen Einzelheiten besprochen worden. Auch, die Ver­treter der Bergarbeiter sind im Reichsarbeitsmrnlsterrum darüber gehört worden. Noch einmal will Deutschland alle seine Kraft anstrengen, um sich vor dem Untergang und Europa vor unermeßlichem Schaden zu bewahren. In England sieht man mit klaren Augen die Ge­fahr. Die Londoner Presse weist mit Nachdruck darauf hin, daß es für Deutschland um Sein und Nichtsein gehr. Es könne nur gesunden, wenn es seine Inflation ver­mindere, und das sei wiederum nur nroglich durch eure internationale Anleihe.

Der Pariser Beschluß zeigt wiederum, daß sich zwei Kauz extreme Parteien gegenüberstehen, unter denen eine Verständigung, wenn man überhauvt noch so sagen darf, immer nur auf Kosten Deutichlauds möglich ist. Der belgische Kompromißvorschlag hat ermöglicht, Satz die Gegensätze, die zwischen den Alliierten in der Frage bestehen, wie weit man Deutschland auf Grund des Ver- sailler Diktats belasten könne, auf eine Formel vereinigt wurden, die wenigstens den Bruch unter den Alliierten verhindert, ohne natürlich dazu angetan zu sein, die Meinungsverschiedenheiten zu verringern oder zu über­drücken. Die Entschädigungsfrage, die heute so schwer auf Deutschland lastet, aber auch nicht minder schwer auf den Siegerstaaten, bleibt weiter ungelöst. Unter diesen Umständen ist eine Reform der deutschen Finan­zen ebenso unmöglich wie die Aufnahme einer äußeren Anleihe. Die Revarationskommission hat ja einleitend klipp und klar festgestellt, daß Deutschland in der Welt kreditunwürdig geworden ist. Der Beschluß, den die Revarattonskommission gefaßt hat, ist allerdings nicht dazu geeignet, das Vertrauen des Auslandes zu stärken. Die Aufnahme einer internationalen Anleihe wird da­her nur ein Trugbild bleiben. Eine innere Anleihe in Deutschland muß tm gegenwärtigen Augenblick schon an dem großen Kapitalbedarf unserer Wirtschaft scheitern. Die Aussichten für die Zukunft sind daher weiter recht trübe.

Der Wortlaut der Entscheidung.

w®er Beschluß der Revarationskommission hat fol­genden Wortlaut: Die Wiedergutmachungskommission, die über die neue Anfrage Deutschlands vom 12. Juli Silber ein Moratorium beraten hat, zog in Betracht, daß Alias deutsche Reich alle Kredite im In- und Anslande Docrlorc« habe und daß die Mark ständig fällt und zwar Sbis jetzt auf 0,03 ihres Wertes, und beschloß deshalb: $ 1. die Entscheidung über die deutsche Antwort, so wie Ute vom deutschen Reich vorgelegt wurde, zu verschieben, «biS sie den Entwurf einer radikalen Reform der ösfeut- ziiche« Finanzen Deutschlands erhalten hat. Dieser Re- «formentwurf soll enthalten: «) Herstellung deS Gleich­gewichts im Budget, b) für den Fall, daß die in der Re- »parationskonttnissto« vertretenen Regiernygen ihre Zu-

«lmmnng erteilen sollten, Ste event. Herabsetzung der äußeren Laste« Deutschlands in dem Maße, wie sie von der Kommission znr Wiederherstellung des deutsche« Kredits für nötig erachtet würde, c) eine Finanzreform d) die Ausschreibung von äußeren und inneren An­leihen zu dem Zwecke, die Finanzlage z« konsolidiere«-

2. beschieß die Kommission, v« die nötige Zeit zu finden, Sie in § 1 beabsichtigten Maßnahmen oorzvbec reiten und auSzuführen» an Zahlnngsstatt für die am 15. August und 15. September fälligen Raten «nd falli in der Zwischenzeit andere Abmachungen nicht getroffen werden, anch für die folgenden Raten vom 15. Oktober ris zum 15. Dezember 1922 deutsche Sechs-Monatsschatz- scheine entgegenznnehme«. Sie seien in Gold z« be­rechnen und durch Garantie« sicherzustellen, über die die deutsche Regierung und die belgische Regierung, der diese Zahlungen zukomwe» sollen, sich zu verständige« haben werden. Falls ein solcher Akkord nicht zustande­kommen sollte, so würden die Schatzscheine durch Hinter- lcguug einer Summe in Gold in einer von Belgien zn- gelasienen auswärtigen Bank garantiert werden.

Der Begleitbrief. ~

^ Ihrem Beschluß hat die Revarationskommission fol­genden Begleitbrief beigefügt: Die Reparationskommrß sion hat die Ehre, der deutschen Regierung betttegent ihren Entschluß antwortlich des Briefes des deutschen Reichskanzlers vom 12. Juli bekanntzugeben. Da du . Revarationskommission es nicht für gut befunden hat, das von der deutschen Regierung verlangte Moratorium zu gewähren, hat sie es ebenfalls für den Augenblick als nicht vorteilhaft angesehen, sich über die von der deutschen Regierung vorgeschlagenen Anträge auszu- sprechen, die die strikte Durchführung der Kohlen- und Holzlieferungen, wie sie die Revarationskommission ver­langt, betreffen. Die Revarattonskommission behält sich aber das Recht vor, die Inkraftsetzung derartiger von der deutschen Regierung vorgesehenen Vergleichsanträge zu verlangen, wenn in Zukunft die oben erwähnten Holz- und Kohlenlieferungen nicht in einer die Kommis­sion befriedigenden Weife vor sich gehen sollten.

gez.: Dubois, Bradburv, Sallvago-Raggi, Leo Delacroi

Lebensmittel

, ,r ein und dieselben Waren, die sich vor den Augen des kaufenden Publikums fast stündlich erhöhte, so erregt, daß sie zahlreiche Stände stürmte und vmwarf trab die Warcu zum Teil zertrat.

, Satz der amerikanische inoffizielle Beobachter in den Handlungen der Reparattonskom- mission, an denen Staatssekretär Schröder nicht teilge- nommen hatte, zugunsten des belgischen Vermittlungs­vorschlages nach fruchtloser Diskussion eingegriffen habe. Er habe erklärt, Amerika könne gegenwärtig zwar nichts unmittelbar zur Sache tun, aber die amerikanische Re­gierung treffe Vorbereitungen, um im November posi- ttve Vorschläge zu unterbreiten. Er sei der Ansicht,daß >g zugunsten der Sicherung der gegenwärtig theilten belgischen Rechte wohl eine Beruck- udiene, umsomehr, als dadurch die Basis für re Lösung geschaffen wäre. Der franzoniche

ein Vorschlg

in Frage geL sichtigung verdiene,......... . . . . ....._

eine künftige Lösung geschaffen wäre Der franzoniche Delegierte Dubois lehnte indessen auf Grund formeuer Instruktion die weitere Prüfung des belgischen Planes rundweg ab.

Dubais über das Urteil der Reparatiouskommissio«.

»-»Paris. Havas meldet: Der Vorsitzende der Repa rationskomunsston erklärte den Journalisten die Ent­scheidung der Kommission. Er wies zunächst darauf Hin daß Bradbury nur noch den ersten Teil seines Vorschla­ges aufrecht erhalten habe. Dieser wurde mit 3 gegen 1 Stimme abgelehnt. Nach dieser Abstimmung habe bei Vertreter Belgiens den Vorschlag gemacht, Bedingun­gen festzusetzen, nach denen Deutschland zu bezahlen habe. Danach soll Deutschland der Revarattonskommis- sion Schatzfonds in Goldwert und mit sechsmonatiger Laufzeit überweisen, die durch Garantien zu sichäm seien. Belgien werde diese Fonds tatsächlich diskontie­ren können. Würde Deutschland die geforderten Si­cherheiten verweigern, so werde die Reparattonskomulis- sion berechtigt sein, den Alliierten eine absichtliche Ver­fehlung Deutschlands bekanntzugeben, und diese wer­den die notwendigen Zwangsumßnahmen beschließen. Somit habe erstens die Revarattonskommission das Mo­ratorium abgelehnt und zweitens einen Antraa ange- nommen, durch dessen Ausftihrung Belgien Geld erhal­ten werde. Die Annahme des belgischen Borschlages sei einstimmig erfolgt. Die Abmachungen entsprächen den belgischen Wünschen, um so den Alliierten zu ermögli­chen, in naher Zukunft und aller Ruhe die allgemeine Regelung des Problems der Entschädtgungszahluugeu mrö der interalliierten Schulden vorzunehmen. Nach der französischen Auffassung könne die erreichte Fassung eine allgemeine Erleichterung hervorrufen. Die Havas- meldung schließt: Man kann sich unschwer Rechenschafi darüber ablegen, Saß infolge der auferlegten Zahlungs­bedingungen Deutschland Belgien die am 15. August und an den folgenden Terminen fälligen Raten zu be­zahlen hat, sofern es nicht Gefahr laufen wolle, die im Falle einer Nichterfüllung vorgesehenen schwerenSank­tionen" über sich ergehen zu lassen. Nur sei abzuwar- ten, welche Antwort Deutschland auf die Mitteilung der Revarationskommission erteilen werde.

I« Erwartung des amtlichen Textes.

»-»Berlin, (ß. A.i Reichskanzler Dr. Wirth hatte sich vorbehalten, für Freitag noch einmal die Parteiführer zu sich zu bitten, um mit ihnen die durch den Beschluß der Revarationskommission geschaffene Lage zu bespre­chen. Diese Beratung dürfte aber voravssichtlrch erst im Laufe des Sonnabends stattfinden. Als Grund führte der Reichskanzler in den Ansführungen, die er zu Be­ginn der Sitzung des UeSerwachungsausschusseS am Freitaa machte, an, daß er es für verfrüht halte, darüber in einem Augenblick amtliche Mitteilungen zu machen, in dem der amtliche Text noch nicht, vorliegc.. Die Her­

reu, die in Paris mit der Reparanonskommrucon ver­handelt hätten, kämen Sonnabend früh nach Berlin zu­rück. und es wäre notwendig. ste erst zu hören. Denn sie könnten über den Geist und den Sinn der Enttchei- duua der Revarationskommission zuverlässig Auskunft geben. Der Reichskanzler werde dann sobald wie mög­lich die Parteiführer in die Reichskanzlei bitten, um mit ihnen die autzenvolittsche Lage zu besprechen. Er hofft zwar, daß diese Beratung bereits am Sonnabend statt- finden könne, trotzdem sei es noch nicht ganz sicher.

Frankreichs Schulden au Amerika.

DerSKatin" teilt mit, daß der aus Amerika zn- rückgekehAe Parmentter eine Unterredung mit dem französischen Finanzminister hatte, der darauf Poincaree Bericht erstattete. Bei seinen Verhandlungen in Ame­rika haben die amerikanischen Delegierten Parmentter gegenüber ihren Gesichtspunkt nicht geändert, sondern von Frankreich verlangt, daß es die Regulierung seiner während des Krieges aufgenommenen Schulden durch den Abschluß von Vereinbarungen im Rahmen des Bundesgesetzes ins Auge faßt.

Gewerkschaften und Teuerung.

»^-Berlttt. (B. T.) Vertreter der gewerkschaftlichen Spitzenorganisatton, des Allgemeinen deutschen Ge- werkschaftsbundes, des Gewerkschastsringes, des Deut­schen Gewerkschastsbundes und der Afa, traten Freitag vormittag zusammen, um Stellung zu nehmen zu den bisherigen Maßnahmen der Reichsregierung gegen die Teuerung. Was darüber bisher bekannt geworden ist, wird in den Kreisen der Gewerkschasten als vollkommen ungenügend erachtet und die Durchführung der vor ei­nigen Tagen überreichten Borschläge gefordert. Die Spitzenoxganisattonen haben als Ergebnis der Bespre­chung in dringender Form sofortige Verhandlungen mit der Reichsregierung gefordert.

Teuerungsunruhen i« Neuköll«.

-*. Berlin. (F. Z.) Der Neuköllner Wochenmarkt war Donnerstag der Schauplatz ernster Lebensmittelnn- rnhe«. Die Menge, die über die Höhe

Auch die einzelnen Händler, besonders die Inhaber der Margarine- und KäseverkanfSstände, wurden zeitweise stark bedroht. Nur ein großes Polizeiaufgebot konnte die unruhige Menge verdrängen. Schon am Mittwoch hatte sich ein ähnlicher Fall ereignet

Maßnahme« gegen Tcnernukdurrrnhev im Saargebiet. s-» Frankfurt, a. M. sB. Z.) Die oberste Polizeiver- waltuna des Saargebiets hat die erhöhte Bereitschast von Nachtpatrouillen der Gendarmerie angeordnet, da man Teuerungsnnruhcn, wie sie im Herbst 1919 vorgekom­men sind, befürchtet.

Die sozialdemakratische« Parteitage.

»^Berlin. (F. G. A.) Der Partettag der unabhängi­gen Sozialdemokratie, der irrsprünglich am 1. Oktober in G-ra beginnen sollte, ist auf den 20. September ver­legt worden. Maßgebend hierfür war das Bestreben, gleichzeitig mit dem Augsburger Parteitag der Sozial- demokratte zu verhandeln. Wenn eine Einigung erzielt wird, soll am Sonntag laut demVorwärts" eine eintä- ige gemeinsame Tagung wahrscheinlich in Nürnberg ver­unstaltet werden.

Reichsbanknote« z« 50 000 und 100 000 Mark.

»»Berli«. (B. T.) Wie eine Parlamentskorrespou- Lenz erfährt, sieht sich die Reichsbank infolge der Geld- entwertung und der Not an Zahlungsmitteln, die selbst durch Anspannung aller Kräfte der Reichsdruckerei nicht au beheben ist, gezwungen, zur Erleichterung größerer Zahlungen Banknoten zu 50 000 und 100 000 Mark zu- nächst in kleiner Menge herauszugeben.

nai

Die österreichisch-italienische« Verhandlunge«.

»^Rom. In einer Unterredung des Vertreters der Tribuna" sprach sich der Generalsekretär des inöustriel- - - - " Runion mit Oesterreich rratsbeschlusses verhan- ster mit dem österreichi-

ten Verbandes gegen eine Zo' aus. Auf Grund des Ministen. ,

delte der italienische Schatzminister mit ----- sehen Sachverständigen Schüler, um festzustellen, au welchem Wege und mit welchen Mitteln Oesterreich zr

helfen feL

Betriebsräte und Gewerkschaften.

Eine Vollversammlung der Betriebsräte Großber- lins, in der über 5000 Betriebsräte vertreten waren, hat einen offenen Brief an das deutsche Proletariat beschlos­sen, in dem der Unzufriedenheit mit den bisherigen Maßnahmen der Gewerkschaften Ausdruck gegeben und vom A. D. G. B. die Eiuberufnnq eines Reichsbetriebs- rätekongresies innerhalb 4 Wochen gefordert wird, der aus Urwahlen hervorgehen soll. Außerdem wurde ein lögliedriger Kontrollaüssämtz gebildet, der bei den Be­hörden und der Regierung auf energische Schritte gegen den Wucher dringen soll. Die Versammluna gab ferner der Hoffnung Ausdruck, daß die von der freigewerffchafts lieben Betricbsrätczenttale auf den 4. September ein- berufene Betriebsräte-Geuerawersammlung die heutige« Schritte billigt und so bald als möglich eine Vollver-1 sammlung einberufen werde, die den Rcichsbetriebsräic-^ kongreß vorbereitet. Andernfalls soll der Kontrollaus-ö schuß die Vollversammlung einberufen und ten Reichs-j betriebsrätetongreü organisieren.

Aufruhr tu Judie«.

Nach indischen Zeittrngsnachrichten sind die Polizei-i siationen im Bezirk Godaveri geplündert worden. ESI sind sofort Polizeiverstärklmgen abgegangen. Militärs soll folgen. Die Lage wird als kritisch betrachtet. *