Hersfelöer Tageblatt
Anzeigenpreis für die einspaltige Petitzeile oder deren Raum 3 — (Bark, für ausmürts 4 — mark, die Reklamezeile 10—mk. Bei Wiederholungen Dachlak. + Für die Schriftleitung uerantwortlich Franz Funk in Bersfeld. + Fernsprecher Dr. 8.
^^^^^1 Erscheint jeden Wochentag Der Bezugspreis beträgt
monatlich für Bersfeld u. durch die Polt bezogen
* ' 40.00 bei freier Zustellung ins Baus, Abholer
Amtlicher Anzeiger für den Kreis hersfelS | Budidrudcerel in Bersfeld, (Mitglied des §DZXL $ |
d^r. 807 Montag, den 4. September 1988
Die Interalliierten Druiden.
Frankreichs Antwort auf die Balfour-Note.
N*®er Text der von dem französischen Ministerpräsidenten dem englischen Botschafter in Paris überreich ten Note antwortlich Der Note, die von Lord Balfour am 1. August der französischen Regierung in der Frag, der interalliierten Schulden überreicht wurde, ist folgender:
Erngangs des Dokuments, rekapituliert Poincaree die Anregungen, Die die englische Note in Der Frage der interalliierten Schulden entwickelt, und weist daraus hin, daß Die französische Regierung ebenso wie Die britische überzeugt sei, daß das Reparationsproblem nur eine endgültige Lösnng erhalten könne, wenn es in Ägendeiuer Weise mit der Frage der interalliierten Schulde» verquickt würde, und betont, daß er Den dringenden Wunsch habe, daß diese Frage in einer weiteren bevorstehenden Konferenz aller alliierten Staaten gelöst werde. Im übrigen schließt die Note an Die Ausführungen der englischen Note an, in Der Lord Balfoui die französische Regierung auffordert, sich bereit zu halten, England in dem Maße zu bezahlen, in Dem dieses gezwungen sein werde, seine Schulden an Amerika zu bezahlen.
Hier setzt nun Die Beweisführung Poincarees ein. Er erklärt, daß in keiner Weise Die Frage der Kriegsschulden, die die Alliierten unter sich abgeschlossen hätten, mit derjenigen Der Reparationen verquickt werden könne. Die interalliierten Schulden seien nicht zum Vorteil der einzelnen Staaten, sondern für Die große Sache und zu einem großen Gesamtzweck abgeschlossen worden. Vom moralischen Standpunkt aus würde dies
nach französischer Auffassung eine An»»llier»ng Del Schulde» begründen. Jedenfalls müsse man behaupten, daß Diese Tatsache diesen Schulden einen von den gewöhnlichen interalliierten Schulden verschiedenen Charakter gebe. Die deutsche Reparationsschuld sei die not, wendige Folge freiwilliger und in der Mehrzahl «u- nützer Zerstörungen. Sie sei Die selbstverständliche Wiedergutmachung von Uebeln, die in den zerstörten Gebieten von der derrtschen Heeresleitung den staatlichen und privaten Unternehmungen zugefügt worden seien. Was Frankreich anbelange, habe es am meisten unter diesen Zerstörungen gelitten. Es habe sich in eine Zwangslage versetzt gesehen dadurch, daß Deutschland nicht bezahle und es selbst die Restauration feines Gebietes vornehmen müsse. Das ganze Defizit in seinem BüSget rühre daher, daß es Deutschland in diesem Punkte bereits zahlreiche Milliarden vorgeschosien habe, Frankreich könne also in keiner Weise irgerröeine Regelung der Schulden vornehmen, die es während des Krieges abgeschlossen habe, ebensowenig der Ausgaben, die es für andere und für sich gemacht habe, die es vielleicht ÖSSSSSÄ»® einer Weise genügende Zahlungen erhalten habe. Wenn aber Deutschland einmal seine Verpflichtungen inne- gehalten habe, dann würde sich Die französische Regierung einer allgemeinen Regelung der allgemeinen KrieassLulden Frankreichs nicht widersetzen.
gemeinen
ion
Was im besonderen Die Regelung der privaten Schulden anbelange, so müsse die französische Regierung noch einige Reserven machen. Es sei zu unterscheiden zwischen Den Kriegsschulden, die Frankreich in Amerika und England gemacht habe. Ein Teil der amerikani- kben Schulden sei nach dem Waffenstillstand abgeschlossen werden, als man Die amerikanischen Stocks aufkaufte.
heuchelt sich hier um eine gewisse kaufmännische Schuld. Für den Rest Der amerikanischen Schulden gilt natürlich dasselbe, was für die anderen interalliierten Schulden gilt. Man könne aber nicht vergessen, daß die Vereinigten Staaten in den Krieg eintraten, ohne daß ihre Existenz bedroht war. Hingegen sei England in den Krieg eingetreten, nicht nur um seine Unabhängig- Eeit, sondern auch das Leben, den Besitz und die Existenz seiner Staatsangehörigen und sein Land als Nation zu verteidigen. Im übrigen verlangt Potnearee, daß das britische Guthaben an Frankreich noch einer Revision unterzogen werde. Er weist darauf hin, daß alle Lieferungen, die von den französischen Intendanturen an die englische Armee im Laufe des Krieges gemacht wurden an diese zu dem eigenen Armeepreise abgetreten wurden, also zu demselben Preise wie Die Lieferungen an Die französische Armee. Hingegen habe England die Lieferungen während des Krieges an die französische Armee nur zn ausländischen Preisen mit den üblichen Aufschlägen und Gewinne« berechnet. Potnearee verlangt deshalb, daß diese Zahlungen einer eingehenden Revision unterzogen würden. _ r . .
«um Schluß weist Porncaree Dar am hin, daß Die Regierung Der französischen Republik in diesem Punkte einfach verlange, so behandelt zu werden, wie sie feiner= seit die Alliierten und ihre Schulden behandelt habe. W französische Regierung verlange Die Zahlung seines Guthabens von diesen Alliierten nicht, denn sie legt sich Rechenschaft darüber ab, daß diese Forderung moralisch urid materiell vorläufig nicht ausführbar wäre, und be- sckränkt sich im übrigen darauf, eine derartige Forderung auszilstellen. In den Schlußsätzen Betont dann das !Dokument in versöhnlichem Geist: Indem zwar dre britische Regierung das Problem Der internationalen Schulden zu diskritieren gedenkt, müsse aber die französische Regierung die Aufmerksamkeit der britischen Re- gier-ung auf Die Erwägungen lenken. Die voransgegan- gen sind und daß unter Diesen Reserven auch die französische Regierung bereit sei, in eine allgemeine Regelung der Kriegsschuldenfrage einzutreten.
Berliner Pressestimmen.
',. Zur . ELtsckeiduna Der _ Reparationskommission
schreibt die „Vosi. 'Zeitung": Dieser Beschluß bedeutet einen Sieg des belgischen Vermittlungsgedankens und damit eine Niederlage Poincarees, der sich gegen diesen belgischen Plan schon in den Verhandlungen heftig zur Wehr gesetzt hat. Obwohl das Moratorium formell ab- gelehnt worden ist, kommt die gefällte Entscheidung tatsächlich einem Moratorium gleich. Was sind aber Schatz- scheine eines Schuldners wert, von dem Die Gläubiger selbst erklären, daß er unfähig sei, seinen Verpflichtungen nachzukommen.
Das „Berl. Tageblatt" hält es für bemerkenswert, daß von Der etwaigen Ermäßigung Der äußeren Lasten Deutschlands gesprochen wird. Kritisch ist jedoch die Frage der Sicherhestsleistungen. Es drehe sich bei der Reparationsleistung in Schatzwechseln um eine gewaltige Summe. Ein Golödepot Deutschlands in einer ausländischen Bank würde letzter: Endes nichts anderes bedeuten, als die Barzahlung, zu Der sich Deutschland außerstande erklärt hat. Dies wäre auch unvereinbar mit einer Währungsreform, Die ohne ausreichende Gold- deckuna nicht. üenkbar ist _ _____ __
Der „Vorwärts" sieht einen nicht zu unterschätzen- den Fortschritt darin, daß sich die deutsche Regierung direkt mit Der belgischen auseinandersetzen soll. Es müsse jedoch im Auge Behalten werden, daß das Moratorium nicht gewährt worden ist, sondern daß es sich nm um eine veränderte Form der Zahlungen handelt. Wenn der in Aussicht gestellte Umschwung mcht eintrete, würden wir die Schttlöverschreibungen in sechs Monaten nicht einlösen können. Ungemein wertvoll für Deuffch- land sei es jedoch, daß nunmehr Die Reparationskommission einstimmig Die absolute Kreditunsähigkeit Deutschlands beglaubigt habe. Im großen und ganzen könne man für den Augenblick von einer Enffpannung sprechen.
Nach Ansicht der „Germania" bedeutet die Enffchei- Dung ohne Zweifel eine Zahlungserleichterung, wenn auch nicht die erhoffte. Im übrigen komme es auf die Garantien an, die Belgien fordert.
Die „Freiheit" ist Der Ansicht, daß. wenn die Entente nach Ablauf Der Lauffrist auf Einlösung Der Schatzwechsel besteht, ein weiterer Zusammenbruch unserer Valuta unabwendbar ist. Allgemein beginne man jetzt auch in Frankreich einzusehen, daß Die Politik der Gewalt der sich unvermeidlich durchsetzenden ökonomischen Tendenz nicht Herr wird.
Der Beschluß der Reparationskommission bedeutet, wie Der „Lokalanzeiger" meint, insofern eine Erleichterung, als der deutschen Regierung ermöglicht wurde, den Ankauf von Devisen während dieses Jahres zu vermeiden. Allerdings würden so nächstes Jahr, wenn bis dahin nicht das ganze Reparationsproblem geregeltset, im wesentlichen von den belgischen Garantieforderungen abhängen.
Die „Dffch. Tageszeitimg" sieht den Kernpunkt darin, daß die Entente einen erheblichen Teil unseres Bankgoldes, Der letzten Reserve des deutschen Volkes, in ihren Besitz bringen will. England habe Bedingmigen zugestimmt, die von seinen eigenen Sachverständigen zweifellos als wirtschaftlicher Wahnsinn bezeichnet würden. Wahr bleibe nur, daß unser Moratoriumsgesuch abgelehnt worden sei und daß wir zahlen sollen, allerdings nicht in Devisen, sondern in Goldbarren.
Die Entscheidung der Reparationskontmission ist nach der „Kreuzzeitung" für jeden ehrlichen Mann unannehmbar. Die ReichSbank könne als ehrlicher Bankier dem Ansinnen gar nicht Folge leisten. Die Hoffnung auf eine Lösung des Reparationsproblems bis zum Ablauf des Jahres erscheint dem Blatte eitel. Es verlangt, daß Die deutsche Regierung sest bleibt und keinen DricS auf die autonome Reichsbank ausübt.
Die „Franks. Ztg." schreibt: Vom deutschen Gesichtspunkt arrs betrachtet, stellt Die Entscheidung der Repara- lionskonmrission zunächst eine Vertagung der Zahlmr- gen auf sechs Monate dar. Die deutsche Regierung wird dadurch vor eine sehr heikle Entscheidung gestellt. — Ob nnd wie weit die Reichsregierung die Entscheidung der Reparationskommission annehmen kann, wird weient- lich davon abhängen, in welcher Form die Kommission sich die von ihr geplante Finanzreform vorstellt mrd welcher Art die für die Schatzvonds verlangten Garan- lien sein sollen.
Ablieferung vo» 270 Millionen Goldmark.
►*S)er Korrespondent des „Daily Telegraph" in Paris behauptet, daß Kopenhagen und Bern als die Städte ausersehen seien, in Denen Deutschland wahrscheinlich die 14 Millionen Pfund Sterling, also 270 Millionen Boldmark der Reichsbank z« hinterlegen habe. Demselben Blatt zufolge hoffte Der englische Delegierte in der Wiedergutmachungskommission Bradburn, daß man einen Vergleich finden werde. Er habe jedoch nicht verhindern sonnen, daß Der Goldreserve der Reichsbank eine derartige bedentende Summe entzogen werde.
Die deutsch-belgische« Berhandlnvge«.
^-Die neuen Verhandlungen zwischen Brüffel und Berlin werden Mitte nächster Woche beginnen. Die delgischen Verhandlungsführer werden voraussichtlich am Dienstag von Brüssel abreisen, um sich nach Berlin zu begeben, wo dann sofort Die Verhandlungen mit der deutschen Regierung ausgenommen werden.
Ministerrat in Paris.
Die amtliche Mitteilung über den französischer: Mi- nisterrat lautet: Da die Reparationskommission Deutschland das geforderte Moratorium nicht gewährte, war
Der wennsterrat oer Ansicht, Daß er für den Augenblick
die Entscheidung Bloß zur Kenntnis nahm. Nur wenn Belgien gemäß seinen Prioritätsrechten die Gesamtheit der nächsten Zahlungen erhalten soll, wird Belgien die von der Kommission angenommenen Zahlungsmodali- täten annehmen. Der Ministerrat war der Ueberzeugung. Satz er sich seine HandlnugSfreiheit Vorbehalte« wolle, bis die in Aussicht genommenen Bedingungen verwirklicht sein werden. Getreu den Gedanken, die der Ministerpräsident in London unterstützt hat, beschloß der Dtinisterrat, darauf zu dringen, daß so bald wie möglich eine Kommission zusammentreten soll, zu welcher alle Alliierten ohne Ausnahme berufen werden sollen, um alle Frage» der interalliierte» Schulden und dir der Reparation zu studieren. Andererseits legte der Ministerrat den Wortlaut der Antwort auf die Balfour- uote vom 1. August 1922 bezüglich der interalliierten Schulden fest
Die Saargebietsfrage vor dem Völkerbund.
Im Anschluß an die öffentliche Sitzung beschäftigte sich der Völkerbundsrat mit der Absicht der Saarregierung, eine Reihe von deutschen Beamten öem Deutschen Reich zur Verfügung zu stellen. Die Absicht wird von der Saarregierung mit Ersparnismaßnahmen begründet. Da zurzeit noch Verhandlungen hierüber mit der deutschen Regierung schweben, entschied der Völkerbundsrat, daß erst diese Verhandlungen abgewartet werden sollen, daß aber inzwischen die finanzielle Situation der Beamten keine Aenderung erfahren dürfe. Die zweite Frage hinsichtlich der Vorbereitungen für die Abstimmung im Jahre 1935 entschied der Rat dahin daß die Aufstellung der Listen noch nicht so eilig sei und daher noch nicht endgültig vorgenommen werden sollte. Ss sollen lediglich vorbereitende Maßnahmen zur Aufbewahrung in den Archiven getroffen werden, die später üs Grundlage für die Abstimmungslisten dienen sollen. Die Listen aus diesen Archiven sollen im Sekretariat »es Völkerbundes vom Rat aufbewahrt werden, um sie väter bei der Volksabstimmung zu benutzen. Die dritte ^rage, welche die Erneuerung des Mandats für das Mitglied der saarländischen Regierung Dr. Hector be- frifft wurde vom Rat noch in der Schwebe gelassen.
Deutsch-belgische Verhandlungen.
^Paris. (L. A.) Aus Trüffel melde» die Korrespondenten französischer Blätter: Die belgische Re- gierung hat erklärt, der Beschluß des Wiederherstel- lungsausschusies gebe ihr alle Möglichkeiten, die nächste« Zahlungen mit Deutschland nach Beliebe» zu regeln. Belgien werde alle erforderlichen GaMchiM. P«ifii»se»» ühus- stch -aber Her Vermittlung des'Wiederherstellungs- ausschusies zu bediene». Delacroix und Beemelmaue werden am Montag nach Belgien reise», um die direkte» Berha»dl»»ge» mit der Berliner Regierung auf- zunehmen. Man hofft, schou am folgeude» Tage z«- rückreisen zu könne».
Berichterstattung Dr. Schröders. w Berlin. (L. A.) Sonnabend vormittag fand eine Chesbesprechuna in der Reichskanzlei statt, in der das Reparationsproblem zur Beratung stand. Staats sikre- tar Dr. Schröder erstattete Bericht über den Verlauf der Pariser Verhandlungen. Von amtlicher Seite wird erklärt, daß die Regierung bereit sei, in Verhandlungen mit den Vertretern der belgischen Regierung einzutre- ten. Wie weiter betont wird, muß die Regierung sich in diesen Tagen genau unterrichten, welchen Eindruck Dr, Schröder gewonnen hat. Es sei klar, daß die Beschlüsse der Reparationskommission zu den allergrößten Bedenken Anlaß gebe«, und es werde durchaus darauf ankommen, in den Verhandlungen mit den Belgiern einen Ausweg zu suchen, der auch für die Reichsregierrma gangbar sei. Die Parteiführer werden anfangs nächster Woche eine Rücksprache mit Dem Reichskanzler haben. _____
Für ein Eingreifen Amerikas.
m> London. (L. A.) Cox hat hier eine Rede gehalten, in der er eine edelmütige Teilnahme der Vereinigten Staaten an der Lösung der europäischen Krise forderte.
Amerika die einzige Hoffvuug.
►* London. Die Entscheidung des Wiederherstellungs- ausschusses wird als diplomatischer Erfolg Englands betrachtet, dessen Bedeutung allerdings nicht überschätzt werden darf. Niemand verkennt, daß die Lösung der Wiederherstellungsfrage offen gcblieveu und damit kein Schritt vorwärts gekommen sei. Der wesentlichste Erfolg besteht in dem Zeitgewinn, da man hofft, daß Amerika nach den November-Wahlen aktiv eingretfen werde. Die City-Kreise sind zufrieden, betonen jedoch, daß Die finanziellen Schwierigkeiten in Deutschland bereits erneu derartigen Grad erreicht hätten, daß eine dauerude Besserung des Markkurses nicht zu erwarte» ser.
Beträchtliche BrotpreiScehLbung in Hambnrg.
w Hamburg. (F. &) Vom 2. September ab wird der Brotpreis hier bedeutend erhöht. i^er neue Brotprew wird auf Grund der neuen Lohnsätze der Backergewllen festgesetzt, und zwar beträgt nach den neuen Abmachun- gen das Jahresgehalt Der Bäckergesellen über 20 z,ahre 197600 Mark.
Das deutsche Rationalste-.
w Berlin. (L. A.) Reichspräsident Ebert bat in einer ^ Vcrfiiqung bestimmt, daß entsprechend seiner Kundge- t? bung vom 1L August 1922 die Reichswehr das Deutsch- - larrdlied als Nationalhymne zu führen hau , ___ |
Deutsch-polnische WiMchaftSverlandlnugen.
^ Berlin. (L. A.) Am 6. September beginnen in Dresden die deuffch-volnischen Berbandlunaen über ein