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Hersftl-er Tageblatt

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Hersfelöer Kreisblatt"

Amtlicher Anzeiger für den Kreis HersfelS

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Nr. SOS

Mittwoch, den 6. September

L9SS

Die Verhandlungen mit Belgien.

®*S)ie beiden belgischen Delegierten Delacroix und Beemelmans haben mit dem auf ver Brüsseler Finanz- konferenz ernannten Sachverständigen, dem Bankier Philippson, nach einer lernen Konferenz, die sie am Montag im Laufe des Nachmittags mit dem belgischen Ministerpräsidenten Theunis und Dem Außenminister Jaspar hatten, ihre Reise nach Berlin angetreten. Eine BrüsselerTemps"-Meldung bezeichnet bereits die Stimmung in den politischen Kreisen Belgiens als vp- timistisch. Eine interessante Ergänzung dieses Berichts wird durch eine Unterredung gegeben, die einer der bel­gischen Delegierten, dessen Name nicht genannt wird, dem Brüsseler Berichterstatter desJntransigeant" ge­währt hat. Danach werde die belgische Regierung von der Reichsregierung Garantien verlangen, die es ihr ermöglichen, 270 Millionen deutscher Schatzwechsel je nach Bedarf ganz oder teilweise bei der Bank von Eng­land, bei der Holländischen Bank oder dem Garantie­trust bei sich zu realisieren. Als solche Garantie würde es z. B. genügen, wenn die Reichsbank sich verpflichtete, einen der Garantie entsprechenden Teil ihres Goldbe­standes unter allen Umständen unberührt z» lassen. Belgien hätte keinen Anlaß, die Goldwerte der Reichs­bank wegzunehmen und anderswo zu deponieren. Es sei Deutschland freigestellt, seine Vorschläge in Bezug auf die erforderlichen Pfänder zu machen. ^m übrigen glaubt der Delegierte, daß die Verhandlungen, die am Mittwoch vormittag in Berlin erörtert werden, inner­halb drei Tagen zum Abschluß gebracht werden können. In einer offiziell gehaltenen Note eines Brüsseler Kor­respondenten bemüht sich derTemps". die Befürchtung hinsichtlich einer Uebervorteilung Belgiens durch die deutsche Regierung zu beschwichtigen. Das Blatt sagt weiter, diese Befürchtung sei in gewissen interalliierten Kreisen erwacht. DerTemps" erinnert im übrigen daran, daß bei der Diskussion in der Revarationskom- mission der belgische Delegierte ausdrücklich die Zusiche- rung gegeben habe, daß Belgien nicht beabsichtige, Deutschland ein Moratorium zu gewähren, und daß es die deutschen Schatzwechsel auch wirklich einkassieren werde. Die Reichsregierung werde sich deshalb positi­ven Sicherungen nicht entziehen können.

^BeTlim (S. C.) Die belgischen Delegierte« De­lacroix n«d Beemelmans werden Mittwoch mittag die erste Besprechung mit der Reichsregiernng habe». Der fortdauernde Ernst der Lage wird durch eine Meldung des BrüsselerSoir" bestätigt, i« der es heißt: Die bel-

^iVll Tf 11J 1 5 f * t |f, « y || yy| ||. ^|^|y|_|m ^^^^ ^^ ^ ^«^^ ^ ^ ^.^.^ HD |^ ^y ^A, ^ belgischen Forderung nach Garantie« für die von Deutschland z« gebenden Schatzwechsel «ach Berli« ge- gekomme«.

Die Berliner Vorbereitungen.

i-,. Berlin. (B. T.) Die Vertreter der belgischen Re­gierung Delacroix nud Beemelmans werden Dienstag nachmittag in Berlin erwartet. Die Vorbereitungen in den zuständigen Regierungsressorts für die Verhand­lungen dauern an. Nach dem Abschluß der letzten Ber­liner Beratungen mit der Reparationskourmtsston hatte sich Staatssekretär Bergmann nach London begeben, um mit dortigen Finanzkreisen Fühlung zu nehmen. Von dieser Reise wird Bergmann am Mittwoch zuruckkehren, mld man erwartet seinen Bericht, bevor man endgültig zu der Frage der Sicherstellung der deutschen Schatz­wechsel Stellung nimmt. Es kann vorläufig nur gesagt werden, daß eine Mitwirkung englischer Finanzkreise bei den erforderlichen Operationen im Bereiche der Mög­lichkeit liegt.

Delacroix über die deutsche Finanzlage.

^Berlin. (F. G. SO Nach einer Privatmeldung aus Paris veröffentlichte dieLibertee" eine Unterredung mit dem belgischen Delegierten Delacroix, der Drenstag Abend in Berlin eintrifft. Darin erklärte Delaermx, die Reparationskommission habe die Diskussion erwei­tert und den engen Rahmen, in dem sich die Beratun­gen bisher ergebnislos bewegt haben, durchbrochen. Jetzt sei das Reparationsproblem in seiner Gesamtheit entrollt, und Belgien biete sich an, es zu lösen, wenn man ihm genügend Vollmacktc gewähre. Ueber die Fi- vanzlage Deutschlands erklärte Delacroix, daß man nicht auf die deutschen Reparationszahlungen rechnen dürfe, solange nicht der deutsche Kredit wieder hergestellt sei. Es sei ein schwerer Fehler des Versailler Vertrages ge­wesen, die deutsche Reparationsschuld nicht sofort festzu- tctzem Darum habe bis zum Mai v. Js. niemand ge­wägt, Deutschland einen Kredit zu eröffnen. Der Re- narationsbetrag von 132 Milliarden habe allgemein er­schreckt. Wenn er früher bekannt gewesen wäre, hätte Deutschland diese Schuld durch eine Kapitalsteuer be­zahlen können. Die Verluste, die die deutschen Erspar­nisse durch den Marksturz erlitten hätten, seien beden- lend höher als die dentschen Vermögen durch eine Ka- vitalsteuer eingebnßt hätten. Aus diesem Grunde ver­lange die Reparationskommission vor allem eine gründ­liche Sanierung der deutschen Finanzen. Ohne eine ! solche Reform könne nichts unternommen werden.

Doch Auslieferung des Reichövankgoldes?

Genf. (S. C.) DerTemps" meldet aus Brüssel: Das belgische Kabinett hat beschlossen, die deutschen Schatzscheine dem Morgan-Komitee zu 90 Prozent zur Diskontierung anzubieten und von der Forderung nach feiner Aualicfcrnng von entsprechenden Goldbetragen der Reichsbank in das von Belgien besetzte Gebiet nicht j abzusehen.

Englische Teilnahme an den Garantie«?

^»Brüssel. (B. T.) In hiesigen politischen Kreisen neigt man der Anschaung zu, daß die Garantie der von Deutschland an Belgien zu gebenden Schatzwechsel in der Weise geleistet werde, daß England das erste Drittel, Deutschland, durch die Unterschrift einer Bank, wahr­scheinlich der Reichsbank, das zweite Drittel und ferner das letzte Drittel durch eine Goldhinterlegung deckt.

w London. Nach hier vorliegenden Nachrichten besteht die Möglichkeit, daß die Goldreserve der Reichsbank für die Deckung der deutschen Schatzwechsel nicht in Anspruch genommen wird. Doch wird der von Bradbury vorge­legte neue Plan sehr ungünstig ausgenommen, daß die Garantie für Belgien teils durch die deutschen D-Ban- ken (Deutsche Bank, Darmstädter Bank, Diskonto-Ge­sellschaft und Dresdener Bank), teils durch Bürgschaft der englischen Finanz geleistet werden solle. Die Ein­zelheiten Wer diesen Plan siW noch nicht bekannt ge­worden: doch ist zu befürchten, daß er unter dem deut­schen Gesichtspunkt ebenso unausführbar ist wie der frühere. In Kreisen der City äußert man die Vermu­tung, daß die D-Banken sich hüten würden. die Garan­tie zu übernehmen. Die Note Poincarees hat in eng­lischen Regierunaskreisen einen überaus ungünstigen Eindruck hervorgerufen. Sie bestätigt, daß die Span­nung zwischen Paris uW London seit der Londoner Konferenz sich nicht verringert, sondern eher weiter ver­schärft bat. Jedenfalls ist die Lage für die Regelung der interalliierten Schulden Frankreichs und damit auch für eine vorläufige Regelung der Entschädigungen so un- mlnftia wie nur je.

Deutsche Fronarbeit für Frankreich.

»^ Paris. Der Minister für öffentliche Arbeiten er­klärte, wenn es Deutschland an Geld fehle, so fehle es ihm nicht an Material. Es führe umfanreiche Arbeiten für die Binnenschiffahrt und Eisenbahn aus. Es HWe Millionen Mark Reichtümer aus dem Boden heraus- zuholen. Es Sandele sich nun darum, ob Deutschland auch in Frankreich das tun könne. Frankreich könne im Einklang mit dem Friedensvertrag von Deutschland fordern, daß seine Unternehmungen, seine Arbeiter und sein Material für Frankreich arbeiten, nicht nur in den zerstörten Gebieten, sondern auch an anderen Punkten des Landes.

Die nächste Konferenz der Alliierten.

w Genf. (S. C.) DemMatin" zufolge wird die von der Reparationskommission vorgeschlagene Gesamtkon- ferenz sämtlicher Alliierten erst nach der Regelung der interalliierten Schulden zusammentretem Bei Ncchtein- Aano 4eM^-ga^^ Stiwetör an den Reparationszah­lungen für 1923 werde eine 40prozentige Erhöhung al­ler Steuern, Zölle und AbaWen in Frankreich not­wendig. ____

Die dritte Völkerbundskagung.

Montag vormittag 11 Uhr eröffnete die Völker- bundsverfämmlunq ihre dritte Tagung. Bis jetzt haben 89 Staaten ihr Erscheinen zugesagt, man rechnet aber damit, daß von 51 Völkerbundmitgliedern etwa 42 oder 43 Delegationen in Genf weilen werden. Außer Ar­gentinien, dessen Platz euch in diesem Jahre leer bleiben wird, dürften auch einige andere südamerikanische und die meisten Mittelamerikanischen Staaten der Versamm­lung sernbleiben, u. a. auch Peru und Bolivien. Die Gefahr eines Abbröckelns der südamerikanische» Völ- kerbundmiiqlieöer hofft man in weitesten Kreisen der Delegationen dadurch zu beheben, daß man den Vertre­ter Chiles Edwards zum diesjährigen Präsidenten der Versammlung wählt. Die Tagesordnung der Bölter- bnndversammlung, deren Dauer auf etwa 34 Wochen berechnet ist, enthält keine besonderen Sensationen, nach­dem nach allgemeiner Auffassung die Frage der Auf­nahme Deutschlands iu diesem Jahre nicht gestellt wird. Auch die Gerückte über Llond Georges persönliche Betei­ligung an der Versammlung konnten noch keine Bestä­tigung finden. Nichtsdestoweniger können die Fragen der Aufnahme Ungarns in den Völkerbund, das Pro­blem der österreichische« Krise und die Neuwahl der vier nichtständigen Mitglieder des Volkerbundrates zu grö­ßeren politischen Auseinandersetzungen führen, die vor- aussichtlick alle von der Politik der Kleinen Entente ab­hängig sein werden. Wie verlautet, will die Kleine En­tente Ungarns Aufnahme in den Völkerbund von vor­herigen Zusicherungen, sei es durch Ungarn oder durch den Völkerbund selbst, in der Habsburger Frage abhän­gig maßen. Die Mehrheit der Versammlung ist aber der Ausnahme günstig gesinnt. Was die Neuwahlen für den Rat anbetrisst, so beansprucht die Kleine Entente einen Sitz. Man nimmt in Genf allgemein an, daß ihr Wortführer Benesch in den Rat einziehen wird, doch wird gleichzeitig von jugoslawischer Seite sehr eifrig für den jugoslawischen Außenminister Nimtschitsck gewor­ben. Alle diese Fragen dürften aber mehr hinter den Kulissen als im Plenum verhandelt werden. Sckließ- lick rechnet man damit, daß der Rechenschaftsbericht des Völkerbundrates, die Abrüstuugsfrgge und vielleicht das Minderheitsproblem zu großen, wenn auck nur zu pla­tonischen Debatten führen können. Die übrige Tages- ordintna enthält die aus den Rats- und Kommisstons- sitzungen bekannten humanitären Verwaltungsfragen, den Opiumhandel, den Mädchenhandel, die Hilfsaktion für die russischen Flüchtlinge und einen Antrag auf Er­hebung des Esperanto zur anerkannten internationalen Hilfssprache, sowie verschiedene Abänderungsanträge zum Pakt.

Die Präsidentenwahl.

Montag nachmittag um 4 Uhr begann die zweite Vollsitzung der Völkerbundslagung. Zunächst land die

Wahl des Präsidenten statt, und"zwar wurde der chile­nische Gescmdte in London, Edwards, mit 42 von 44 ab­gegebenen Stimmen gewählt. Eine Stimme erhielt der schweizerische Delegierte Moira, die andere der Dele­gierte von Uruguay, Blanco. Der Präsident Edwards hielt darauf eine längere Ansprache an die Versamm­lung, der er tiefbewegt den Dank für die Wahl aus- sprach, die er als eine Ehrung des lateinischen Amerika aussasse. Am Vorabend der panamerikanischen Konfe­renz in Santiago werde man in Amerika tiefe Befriedi­gung über die Anerkennung der wesentlichen Rolle emp­finden, die es nach Ansicht des Völkerbundes in dem in­ternationalen Streben nach Frieden nnd Gerechtigkeit zn spielen berufen ist. Präsident Edwards kennzeich­nete dann nach einigen ehrenden Worten für seine Vor­gänger auf dem Präsidentensitz die Aufgaben der dies­jährigen Völkerbundsversammlung folgendermaßen: sie müsse die Festigung des bisher Erreichten, vor allem der in den letzten beiden Fahren geschaffenen Völker­bundsorganismen erzielen. Fn einer diskreten Wen­dung wies Präsident Edwards auch auf den universel­len Charakter des Völkerbundes hin und schloß unter allgemeinem Beifall mit einem lebhaften Appell an die Mitarbeit aller Delegierten.

Keine neue französische Note an Amerika.

«.»DasJournal des Debats^ dementiert die Mel­dung, daß Poincaree eine an die amerikanische Regie­rung gerichtete Note über die alliierten Schulden vor- bereiten würde, in der die Regierung von Washingtor ersucht werde, an der nächsten alliierten Konferenz teil- zunehmen und in der der französische Minislerpräsideni die Finanzlage Frankreichs sowie die französischen Aus­gaben für den Wiederaufbau der zerstörten Gebiete dar- legt.

Preußens Dank an Oberschlesien.

Die preußische Staatsregiemng hat an den Ober­präsidenten von Oppeln folgendes Telegramm gerrchtet: Mit gewaltiger Mehrheit hat die oberschlesische Bevöl­kerung am 3. September sich für das Verbleiben beim preußischen Staat ausgesprochen. Dre preumiche Staatsregierung dankt den Oberscklcsierri aufs wärmste für diesen Beweis der Treue. Sie wird ihren Stolz darin erblicken, in haruwnischer Zusammenarbeit mit der Bevölkeruna das Land zu emer neuen Blute em- porzuführen.

Die Arbeltslosigbett in England.

Aus Auch -^mUßik. -^^- etttarre trt er- - ner Rede in Southport in Lancashire bei einer Demon­stration rm Zusammenhang mit dem Gewerkschaftskon­greß, der am Montag eröffnet wurde, in England stun­de« Millionen Mensche» am Rande des Hungers, und zwar nickt wegen einer Hungersnot, sondern sie hun­gerten und litten Entbehrungen, weil die Staatsmänner Europas Nr europäischen Probleme nicht im Interesse der Völker gereqelt hätten. An dem Kongreß selbst neh­men 800 Delegierte teil, die fünf bis sechs Millionen Arbeiter vertreten. Bei der Eröffnung erklärte der Vor­sitzende Waker, er sehe keinerlei Anzeichen des Wieder­auflebens des Handels. Millionen vorc Arbeitern wür­den im nächsten Winter große Entbehrungen leiden. Die Arbeitgeber benutzten die wirtschaftliche Lage, die schlecht sei und jeden Tag schlechter werde, als eine Entschuldi­gung für ihre Versuche, die Löhne herabzudrücken. Sie möchten den Arbeitern auch das Mitbestimmungsrecht bei der Kontrolle der Industrie, in der sie beschäftigt sind, Wsprechen. Ueber allen Arbeitern hinge, wie das Schwert an einem Faden, die cwiq drohende Arbeitslo­sigkeit. Diese gereiche den u-adikalsten zum Vorteil, die diesen Vorteil bis zur äußersten Grenze ausnutzten. Die Arbeitslosigkeit werde in der nächsten Zeit i« crschrek-- kendem Maße zunehmeu. Zum Schluß trat Waker für eine Revision des Versailler Vertrages, für die Zurück­ziehung der Besaßungsarmee aus Deutschland und für die Wiederherstellung eines anten Einvernehmens aus dem Kontinent ein. Die Arbeiter würden nicht immer dulden, nur die Figuren in dem Schachspiel der Regie- runaen zu sein. Die Frage sei für sie und ihre Genos­sen in den anderen Ländern eine Frage des täglichen Brotes. Sie verlangten, daß sie geregelt werde, und werden dies auch durchsetzen.

Die neuen Postgebühren.

Der im Reichspostniinisterium errichtete Verkehrst Heirat trat Montag vorunttag 10 Uhr zusammen, nutz zu den neuen Entwürfen für die Erhöhung der Post-, Postscheck-, Telegraphen- und Fernsprechgebühren Stek-i lung zu nehmen und um sich außerdem über die Dtatz-» nahuren zur Beschleunigung von Aenderungen im G^ bührenwesen prinzipiell auszu sprechen.

Reichspostminister Giesberts, der die Bersaunnlungs eröffnete, überraschte diese damit, daß er die dem Reichs-- rat schon zugegmcgenen Entwürfe als schon Werholt er­klärte und eine Ergänzung dieser Entwürfe, die in den letzten Tagen fertiggestellt worden war, vorlegte. Die Entwürfe, die ursprünglich besprochen werden sollten, hatten als Ausgangspunkr eine Fernbriefgebübr von 6 Mark, somit eine 100proz. Erhöhung der bestehenden- Gebühren vorgesehen. Von einer Erhöhung der Zei- i tungsgebühren war in dieser Vorlage mit Rücksicht auf die große Notlage der Presse Abstand genommen worden I

In der Ergänzung der Entwürfe für die Neurege-s lrmg der Postgebühren, die nunmehr im Verkehrs bei rai§ zur Debatte sieben und auf deren Drrrckführnng dieß Reichspostverwaltung dringen zu müssen glaubt, nndr folgende Gebühren vorgeschlagen:

Postkarten im Ortsverkehr 3 M., im Fernverkehr < 6 M. Briefe im Ortsverkehr bis 20 Gramm 4 M im