tzersftl-er Tageblatt Hersfelöer Kreisblatt^ Amtlicher Anzeiger für den Kreis HersfelS
Nr. 211 Freitag, den 8. September 1922
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Die äevW-Selgllchen Der^andlangen.
»« Nachdem die belgischen Delegierten Delacroix und Veemelmans mit dem Bankier Philippson und dem belgischen Gesandten Mittwoch vormittag vom Reichskanzler und vom Reichsfinanzmimster empfangen worden waren, fand nachmittags gleich nach Tisch die erste materielle Beratung statt, ^n großen Umrissen beschäftigte man sich mit den in Kraue stehenden Problemen. Die Besprechung zog sich bis tief in den Nachmittag hinein. An amtlicher Stelle bewahrt man über den Inhalt strengstes Stillschweigen, nur soviel wird bekannt, daß man sich am Mittwoch mit Dctailsragen noch nicht Besaßt habe, daß vielmehr die Einzelberatungen erst am Donnerstag beginnen werden. Um 5 Uhr nachmittags fand eine Chefbesprechung statt, die sich mit den Vorverhandlungen befaßte.
Die nächste Sitzung.
»«Der Termin für die deutsch-belgischen Verhandlungen, die am Donnerstag fortgesetzt werden, ist zwar noch nicht festgesetzt worden, doch rechnet man damit, daß bereits vormittags eine neue Besprechung im Reichsfi- nanzministerum stattfinden wird. In politischen Kreisen erwartet man, daß die Reichsregierung am Donnerstag ihre Vorschläge machen wird.
Die Entschädign« gsfrage bleibt ungelöst.
»* Sie „Tägliche Rundschau" meldet: Wie wir aus zuverlässiger Quelle erfahren, rechnet man mit einer Dauer der Verhandlungen bis Freitag oder Sonnabend. An den Verhandlungen dürften außer dem Neichsfi- nanzminister Hermes auch Staatssekretär Schröder sowie der von einer kurzen Reise nach London zurückge- kehrte Staatssekretär Bergmann teilnehmen. Von besonders gut unterrichteter Seite sprich man sich u. a. folgendermaßen über die Lage aus: Die Entscheidung der Reparationskommission Bedeutet keine Lösung der Kraue. Die Lösung könne nur durch die große Konferenz erfolgen, in der die Reparationsfrage in allen ihren Zusammenhängen Beraten wird. Mit ihrem Zustandekommen, und zwar im November, scheint man in Kreisen, die der Gegenseite nahestehen, mit Sicherheit zu rechnen.
Der Zweck der Uebung.
»-«-Der Berliner Korrespondent des „Dttplic Ledger Philadelphia" sendet seinem Blatte einen Bericht auf Grund von Informationen, die er aus den Kreisen der belgischen Delegierten erhalten habe. In dieser MÄ- dung wird darauf hingewieien, daß die Entscheidung der Reparationskommission nur temporär wäre. Die Alliierten wollten lediglich Zeit gewinnen, um genau das Problem der Reparationen zu studieren. Die belgische und die deutsche Regierung arbeiten auf der gleichen Basis, nämlich daß die Entscheidung der Reparations- kommission nur dazu bestimmt gewesen sei, Deutschland eine Atempause zu gewähren. Das Ziel, das beide Regierungen erstreben, besteht darin, brauchbare Garau- kie« zu finden. Gold würde Belgien nur dann verlangen, wenn Deutschland keine anderen Garantien geben könne. Belgien sei damit zufrieden, daß dieses Gold von der deutschen Regierung den D-Banken überwie- sen werde.
Die Völkerbunds-Tagung.
M- Lord Robert Cecil berührte irr seiner großen politischen Rede, die er in der Sitzung des Völkerbundes am Mittwoch hielt, u. a. eine Anzahl Deutschland betreffende Kragen, so die oberschlesische Frage, die Saar- und Danziger Frage, sowie die Frage des Sturzes der deutschen Mark. Er sprach seine Bewunderung über den Abschluß des deutsch-polnischen Abkommens unter der Leitung Calonders aus, ging auf die Verhältnisse im Saargebiet ein und erklärte, daß an der Bestätigung Hectors im Saargebiet scharfe Kritik geübt worden sei. Dies erregte allgemeines Aufsehen. Endlich regte er an, zur Behandlung der besonders schwierigen Danziger Frage einen besonderen Ausschutz einzusetzen. Sodann ging er auf die schwere wirtschaftliche Krise ein, die gegenwärtig die Welt, vor allem Deutschland erschüttere. Er wies auf den Ernst der durch den Marksturz geschaffenen Lage hin, die nach Ansicht unterrichteter Leute dazu fühen könne, datz Deutschland in wenigen Monaten dort sei, wo sich heute Oesterreich befinde. Zu Rußland übergehend erklärte er unter Beifall der Versammlung, wenn erst einmal Rußland und Deutschland dem Völkerbund angehören, dann wird dessen Arbeit und Ar- Heitsmöglichkeit eine weit größere fein.
In der Nachmittagssitzung wurde von dem Rat des Völkerbundes das österreichische Problem behandelt. Bundeskanzler Seipl erklärte, daß es zweifellos zu den Aufgaben des Völkerbundes gehöre, ein so ungeheures Unglück zu verhindern, wie es der Zusammenbruch Oesterreichs wäre. Hier würde ein wichtiges Kultur- zentrum ausgelöscht, das nicht nur beweisen würde, daß die Friedensverträge nur ein lebensunfähiges Oesterreich geschaffen haben, sondern auch in ganz Europa ein Loch schaffen würden, das sich zum Abgrund erweitern s müsse. Bundeskanzler Seipl gab besonders charakteri- sstische Beispiele für die furchtbare Teuerung infolge der ^ungeheuren Kronenstürze von 1919 bis 1922 und schil- ?Beste die nachteilige Wirkung dieser Stürze auf die bischerigen Versuche, eine wirksame Aktion für Oesterreich 'ins Werk zu fetzen. Die Haltung des ausländischen Ka- lpitals habe die Verhandlungen vor allem auf der Lon- t Dotter Konferenz erschwert und die Anstrengungen iOesterreichs zum Scheitern gebracht. ©as Ausland sei Ist» nicht darüber klar, ob Oesterreich überhaupt lebens- Ifähig sei oder nicht. .Oesterreich^stv.wie es der Vertrag
von 4-r. rvermam geworren uno fernem Schicksal überlassen habe, fei nicht lebensfähig und kann es nicht werden. Aber wenn die in dem Begleitschreiben zu dem Vertrag von St. Germain gemachten Versprechungen erfüllt werden, dann könne Oesterreich schneller lebensfähiger werden als man glaube. Vor allem müsse man seinen Handel nud seine Industrien von den künstlichen Fessel» befreien, die weder die Brüsseler Konferenz noch die Beschlüsse von Porto Rose sprengen konnten. Es bedürfe der Garantien aller oder wenigstens einiger Mächte, damit Oesterreich den notwendigen Kredit erhalte. Dieser Kredit soll dazu dienen, den weiteren Verfall der österreichischen Währung aufzuhalten. Dem Staate müsse die Entlassung einer Anzahl von Beamten ermöglicht und der Ertrag seiner Unternehmungen müsse erhöht werden. Für ihre Beteiligung an der wirtschaftlichen Wiedererweckung Oesterreichs fei eine Kontrolle der Mächte über die Verwendung der Kredite unvermeidlich. Sie dürfe aber nicht die Souveränität Oesterreichs beeinträchtigen. Der Verlust der politischen Freiheit selbst bei äußerem Schein von Souveränität fei viel demütigender als sofortiger Verzicht auf Unabhängigkeit und Anschluß^an ein großes ganzes Dann würde Oesterreich wenigstens an der Souveränst» eines großen Volkes teilnehmen. Eine Kontrolle sei nur dann annehmbar, wenn sie sofort das HeUmittel bringe. Die Kredite müßten gleichzeitig mit der Kontrolle beginnen. Birndeskanzler Seipl wies schließlich darauf hin, daß die Erkenntnis, daß die österreichische Frage eine politische Frage ersten Ranges fei, ihn bewogen habe, Nachbarn Oesterreichs zu besuchen. Der Völkerbund müsse dafür sorgen, daß Oesterreich seine Schranken und Ketten ohne Erschütterung des Friedens und ohne Prüfung der Beziehungen der Nachbarn Oesterreichs untereinander bessern könne.
Nach Entgegennahme der Erklärungen des Bundes- ka 'uzlers Seipl stellten die Mitglieder des Rates in geheimer Sitzung an den Bundeskanzler und an den Außenminister Griinberger verschiedene Fragen, worauf sich der Rat über das einzuschlagende Untersuchungsver- fahren entschied. Er sagte zu, daß das Problem sowohl unter politischem, wie auch unter wirtschaftlichem und finanziellem Gesichtspunkt geprüft werden soll und auch im Hinblick auf die innere Ordnung in Oesterreich. Zu diesem Zwecke wurde ein Ausschuß gebildet, dem je ein Vertreter Oesterreichs, Englands, Frankreichs, Italiens und der Tschecho-Slowakei angehören. Dieser Ausschuß soll verpflichtet sein, auch die Vertreter anderer Staaten zu hören, soweit sie an der zu behandelnden Frage interessiert sind. Außerdem stehen dem Ausschuß die Völkerbundsorganisationen sowie die wirtschaftlichen, ftnan= zielten und juristischen Sachverständigen zur Verfügung.
wirb keine erste Sitzung am nächsten Freitag abhalten.
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Besprechungen im volkswirtschaftlichen Ausschuß.
Im Reichstagsausschuß für Volkswirtschaft gab Reichswirtschaftsminister Schmidt einen Ueberblick über die gegenwärtige wirtschaftliche Lage und kennzeichnete den schlechten Stand der Mark. Daneben dürre uns die Scheinblüte unserer Wirtschaft nicht über unsere unrt- schgsrliche Notlage hinwegtäuschen, die einmal auf der großen Passivität unserer Handelsbilanz sonne auf der Koülenfrage beruhe. Vor allem befaßte sich der Minister sodann mit der weiteren Erhöhung der Druckpapier- vreise und den damit entstehenden neuen Gefahren für das Fortbestehen der Zeitungen. Der Abgeordnete Titt- mann MSP.) forderte rücksichtslosen Kampf gegen Prasserei und Schlemmerei, sofortige schliepung aller hierher gehörenden Gaststätten, Lokale, Likörstuben und Tanzdielen, Verbot der Branntweinhcrstellnng und des Starkbieres. Ein von der Mehrheitssozialdemokratte unterstützter unabhängiger Alttrag, der davon ausgeht, daß die Notlage der Presse mit den im Gesetz über Matz- Nichmen gegen die wirtschaftliche Notlage der Presse vom 21. Juli 1922 beschlossenen Rückvergütungen nicht wirksam bekämpft werden könne, fordert Festsetzung von Höchstpreisen für Holz, Holzstoff, Zellstoff und Druckpapier, Zusammenschluß der Erzeuger zu. Verewigungen zum Zwecke der Festsetzung von Einheitspreisen und Preisausgleich unter behördlicher Mitwirkung, erträgliche Zahlungs- und Kreditbedingungen für die Presse, Sicherstellung der für die Papierherstellung notwendigen Rohstoffe und des Druckpamers. Ein Antrag der Bauerischen Volkspartei fordert unter anderem mindestens für ein Vierteljahr Verbot aller Herstellung von Iuckergebäck und Naschereien, Zusatz von 15 Prozent Kartoffeln zum Brot, Verkauf von Weißbrot nur gegen Krankenkarte. Reichsernährungsminister Fehr erklärte im Hinblick auf die Getreideumlage, er werde sich bemühen, die sich im allgemeinen an die Zwangswirtschaft klttipfenden Schäden möglichst zu Beseitigen oder wenigstens zu lindern.
Ein Anzug nicht unter 30 000 Mark! In einer Versammlung der Schneider-Zwangsinnung München umrde erklärt, daß angesichts der enorm hohen Stoffkosten, der Löhne und der allgemeinen Teuerung ein Anzug unter 30 000 Mark nicht mehr geliefert werden könne. Die Stoff-Lieferanten verlangen Bezahlung in Dollar oder Franken und geben die Ware nur mehr gegen Nachnahme ab. Bei Bestellung eines Auzuges müßte die Hälfte des Betrages als Anzahlung und die andere Hälfte Bei der Ablieferung bezahlt werden.
Zum Stinnes-Lubersae-Abkommen.
Der Leiter des Wiederaufbauministeriums, Staatssekretär Walter Müller, äußerte sich in einer Unterre- Ditua über die zwischen Hugo Stinnes und dem fran
zösischen Generalverband der Aufbauorganisationen zustande gekommene Vertrag dahin, der Abschluß dieses Privatvertrages sei entschieden zu begrüßen. Der Vertrag werde auch zur politischen Entgiftung der Beziehungen zwischen Deutschland und Frankreich Beiträgen, Auch die Reichsregierung könne den Vertrag im allgemeinen nur im günstigen Sinne beurteilen. Liege er doch in der Linie der von jeher von der deutschen Regierung getriebenen Erfüllungspolitik. Der Vertrag bedürfe insofern der Zustimmung der deutschen Regierung, als diese feststellen muß, ob das Abkommen den Bestimmungen des Wiesbadener, des Veemelmans- und des Gillet-Vertrages entspreche. Eine besondere Frage aus dem Vertrage sei die Freigabe eines Bestimmten Prozentsatzes von Kohlen zur Verstärkung der Lieferung von den Kohlenmengen, die Deutschland monatlich an Frankreich zu liefern hat. Hier werde es noch besonderer Verhandlungen bedürfen. Die Tätigkeit der amtlichen Stellen bei der Durchführung des Vertrages werde nur insofern in Erscheinung treten, als die Au- tzenhandelsstellen natürlich für die Ausfuhr der Waren die Genehmigung geben müssen.
Sie „Frankfurter Zeitung" schreibt: Macht man sich von Vorurteilen frei, so ist zunächst kein Grund, zu bedauern, daß sich ein über einen so großen geichätt- lichen Einfluß gebietender Mann wie Herr Sttunes zum Hauptträger der Sachlieserungsabkommen mit Frankreich machen will. Es wäre vielmehr zu wünschen, daß Stinnes zu den von ihm in klarer Geschäftserkenntnis ausgesprochenes A auch das B sagen würde, indem er aufbört, die ErMllungspolittk der Reichsregierung zu bekämpfen, die ja auch nichts anderes will als das, was ht der Einleitung des Abkommens, wie Herr SuBerrac sagt, ausgesprochen wird: Beschwichtigenden Einfluß auf die deutsch-französischen Beziehungen. Die Errul- lungspolitik wird wahrscheinlich erleichtert werden, wenn die GrotzinöusMe bei ihr mittut. Von dieienr Gesichtspunkte aus ist es an sich zu begrüßen, daß Herr Stirmes sich in den Fragen der Sachlieferungen mehr in den Vordergrund gestellt hat. Voraussetzung ist allerdings dafür, daß durch das Abkommen allgemeine deutsche Interessen nicht geschädigt werden.
Noch keine Intervention der Miierten.
»^London. Reuter meldet, daß die Lage des griechischen Heeres sehr ernst zu sein scheint. In gut unterrichteten brittschen Kreisen wird erklärt, daß der baldige Fall Smyrnas als unvermeidlich angenommen werde. Bisher sind keine Vorschläge für einen Waffenstillstand gemacht worden, da die Alliierten augenblicklich bei den Türken eine Ablage befürchten, was dem Ansehen der Alliierten im Orstut äußerst nachieilia sein -tot«»®; -Srre «LiavKs^is«.
in London stattfindenden Kabinetissitzüng erörtert werden.
Der Staatsgerichtshof.
►* Leipzig. (B. T.) Wie verlautet, ist als Termin für den Zusammentritt des nunmehr endgültig gebildeten Staatsgerichtshofes der 19. September in Aussicht genommen. An diesem Tage wird in Leipzig die erste Sitzung stattfinden, in der die Konstittkierung des Gerichtshofes erfolgen wird. Die Vereidigung der Mitglieder wird durch 'den Vorsitzenden Senatspräsidenten Dr. Hagen vorgenommen werden. Mit dem Beginn der Verhandlungen in der Mordsache Rathenau ist erst Ende dieses oder anfangs nächsten Monats zu rechneir Die Anklageschrift ist jetzt von der Reichsanwaltschasi ferttggestellt und dem Staatsgerichtshof zugeleitet worden. Sie umfaßt 50 Seiten.
Neue Lohnforderung der Hafenarbeiter.
»«-Hamburg. (L. A.) Die Hamburger Hasenarbeitei fordern eine neue Lohnerhöhung von 650 auf 900 Mari täglich vom 15. Scvtcmber ab.
Das Stinuesabkomme« im französischen Lichte.
»«Paris. «B. Z.) Der beratende Kammemusschuß erklärte stich in der Frage der Sachlieferungen für befriedigt. Nach dem „Iournee industrielle" entspann sich eine länge e Erörterung namentlich über Artikel 4 des Stiunes-Bertrages, der die Kohlenlieferungen Betrifft Dabei wurde fest gestellt, daß de Luberiac im Einver- stäuduis mit der französischen Regierung gehandelt hak de Lubersac tat selbst der Presse erklärt, die französische Regierung stimme dem Grundgedanken des Abkommens zu. Die Pariser Morgenblätter äußern sich über das Abkommen Lubersac-Stinnes in der Mehrzahl sehr günstig. Der „Petit Parisien" bemerkt, wenn Geschäfts-, Handels- und Industriewest die Bande der Iw» tereffen der beiden Länder genügend sestqeknüpft hätten, dann könne die moralische Abrüstung erfolgen. Die Geschäftswelt schlage die erste Brücke in den Adgrrmd, den der Krieg zwischen beiden Völkern aufgetan habe.
Zusttmmuug der frauzöstschen Regierung.
»«Paris. (L. A.) Nach übereinstimmenden Aeußerungen des Ministers Reibel und des Senators Lubersac hat die französische Regierung im Pririzip den Pri- vatlieferittlgsvertrag mit Deutschland gebilligt.
Beemelmaus über die Berliner Verhandlungen. - »«Paris. lB. Z.) Veemelmans gab dem Berliner « Berichterstatter der Agence Havas eine Erklärung ab st über den Verlauf des ersten Tages der Verhandlungen J zwischen den belgischen Delegierten und der Reichs-Z regierung. Er sagte u. a.: Ich habe die Ueberzeugung.J daß die deutsche Regierung uns ernsthafte und genügender Sicherheiten bieten samt, die uns davon entbinden wer-R den, die Goldreserve der Reichsbank in Anspruch znH nehmen, ein Mittel, zu dem wir erst im äußersten Not-z falle unsere Zuflucht nehmen würden. Wenn man